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Start > > -> Ausgesteuert - nun Bezug von ALG II

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 04.06.2014, 15:43   #1
BettyBlue
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Ort: Berlin
Beiträge: 43
BettyBlue Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Unglücklich Ausgesteuert - nun Bezug von ALG II

Bitte helft mir, ich bin zunehmends verzweifelter...

Im Oktober 2012 wurde ich für die Dauer von anderthalb Jahren fortwährend krank geschrieben, bis ich dann im März diesen Jahres ausgesteuert wurde. Bin nach wie vor in ungekündigter Stellung beim öffentlichen Dienst, sehe mich aber körperlich und seelisch nicht in der Lage, weder dort noch woanders wieder arbeiten gehen zu können und habe daher letztes Jahr einen Rentenantrag auf volle Erwerbsminderung gestellt, der aber letztes Jahr aufgrund des Gutachterters der DRV, der mich für arbeitsfähig hielt, abgelehnt wurde, worauf hin nun ein Widerspruch läuft (Vertretung durch Vdk).

Nun erhalte ich ALG II, da Arbeitslosengeld abgelehnt wurde ("wollte" keine weiteren Stellenangebote mehr). Laut medizinischem Dienst der Arbeitsagentur wurde in 10 Minuten festgestellt, dass ich vollschichtig wieder arbeiten gehen könnte, was aber so nicht richtig ist! Ich hatte gedacht, man bekäme vielleicht doch ALG, wenn das Rentenverfahren schon läuft. Der Vdk riet mir, der Afa zu schreiben, dass ich für leichtere Tätigkeiten dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen solle und mich dann, sollten Stellenangebote kommen, mich wieder krank schreiben soll. Aber das möchte ich eigentlich nicht. Ich habe keine Kraft mehr zu irgend etwas, auch wenn ich im Moment nicht weiss, wie meine Tochter und ich mit ALG II leben sollen...

Nun wurde mir von der Rentenversicherung die Möglichkeit einer Reha gebilligt, wobei jedoch im Vorfeld schon von meinem Psychologe mitgeteilt wurde, dass ich momentan nicht rehafähig bin aus verschiedenen Gründen. Daher musste der Vdk nun Widerspruch einlegen.

Nun habe ich überlegt, vielleicht Beratungshilfe beim Gericht zu beantragen und nochmals Rechtsbeistand aufsuchen soll. Wie und ob ich mich weiter gegenüber der Arbeitsagentur zu verhalten habe und wie der DRV gegenüber. Wie ich mich mit meinem Noch-Arbeitgeber verhalten soll, ob eine Auflösung des Vertrages nicht besser wäre, zumal ich dort ganz sicher nicht mehr arbeiten kann/möchte.

Könntet ihr mir Tipps geben? Dafür wäre ich euch als Neuling sehr dankbar!!!

Viele Grüße von Angelika
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Alt 05.06.2014, 13:15   #2
saurbier
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.03.2013
Beiträge: 2.373
saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Ausgesteuert - nun Bezug von ALG II

Hallo liebe BettyBlue,

hier hast du wohl einiges richtig falsch gemacht, leider.

Vielleicht hättest du hier im Forum im Vorfeld Rat suchen sollen, so wie jetzt.

Wer bei der KK Ausgesteuert wird sollte sich bei der AfA rechtzeitig Arbeitssuchend melden mit dem verweis auf die Aussteuerung und eben den Antrag auf EMR bei der Rentenkasse (DRV).

Da du aber dich bei der AfA wohl gemeldet hast, aber aus eigenen Wünschen eben nicht zur Arbeitsvermittlung bereit warst, hat man dich dort zu recht abgelehnt.

Für die AfA zählt eben nur die Vermittlungsfähigkeit ganz gleich ob möglich oder nicht, hier geht es um die Fiktion.

Hättest du dich dort für eine fiktive Vermittlung im Umfang deiner bisherigen Arbeitszeit zur Verfügung gestellt, dann hätte man dort sicherlich im Vorfeld vom äD eine Leistungsbeurteilung eingeholt nach welcher man den versuch der vermittlung vorgenommen hätte.

Mit deiner Verweigerung konnte dies nicht geschehen, womit dort eben ein Leistungsanspruch leider zu Recht verloren gegangen ist.

Was jetzt bleibt ist eben der Weg einen Fachanwalt einzuschalten, also als ALG-II Bezieher sich einen beratungsschein beim zuständigen Gericht zu holen und sich dann einen am besten für Sozialrecht zuständigen Rechtsanwalt zu suchen.

Dem Angebot der DRV auf Reha würde ich an deiner Stelle unbedingt zustimmen, denn durch die Reha hättest du vielleicht die Möglichkeit doch noch an eine Rente zu kommen, sofern nicht bereits ein Widerspruchverfahren gegen die Rentenablehnung läuft.

Der Abschlussbericht der Reha wird sicherlich eine Aussage darüber treffen, was du nach Einschätzung der dortigen Ärzte in Zukunft überhaupt noch leisten kannst.

Da gäbe es dann neben unzähligen Leistungsausschlüssen bezüglich von körperlichen Einschränkungen z.B. nicht dauerhaft Sitzen/Stehen/Laufen noch viele andere Ausschlüsse. Genauso wird dort ausgeführt für wieviel Stunden du täglich noch arbeiten kannst, wie z.B. vollschichtig, oder zwischen 3-6 Std./tägl. (ggf. Teil-EMR) oder eben nur noch unter 3 Std./tägl. (volle EMR).

Würden die Ärzte dort z.B. feststellen das du eben bis auf weiteres weniger als 3 Std./tägl. arbeiten kannst, sollte der Rehaantrag in einen Rentenantrag umgewandelt werden.

Das aber ist bis auf weiteres eben nur Fiktion, weil noch noch nicht erfolgt und muss abgewartetwerden.

Mit einem Aufhebungsvertrag bzw. einer Kündigung deinerseits wäre ich sehr vorsichtig und kann dir nur anwaltlichen Rat nahelegen, denn damit würdest du unter Umständen wieder eine Sperrzeit beim ALG-I riskieren.

Zwischen dem was du möchtest und dem was Behörden gemäß ihren Vorschriften machen liegen eben Welten.

Am besten du lässt dich hier fachmännisch vom VdK oder SozV, am besten noch von einem Anwalt für Sozialrecht ausgiebig beraten.

Vielleicht kann auch Doppeloma hierzu noch einiges zu schreiben.


Gruß saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2014, 14:41   #3
jupiter99
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Registriert seit: 08.10.2013
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 189
jupiter99 jupiter99
Standard AW: Ausgesteuert - nun Bezug von ALG II

Hallo saurbier,
Kann die TE nicht nachträglich ALG 1 beantragen?
Meiner Meinung nach hätte man Sie bei der AfA auf den Anspruch nach Paragraph 145 hinweisen müssen.
Nicht jeder Ausgesteuerte weiss, dass es das gibt.
Könnte sie nicht einfach jetzt zur AfA gehen und ihren Anspruch geltend machen indem sie sich der AfA mit Ihrem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellt und eine Untersuchung beim ärztlichen Dienst fordert. Natürlich darf sie nicht sagen dass sie der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung steht.
Ich denke sie wusste nicht was dies zur Folge hat.
Gruss jupiter
jupiter99 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2014, 02:52   #4
Doppeloma
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Frage AW: Ausgesteuert - nun Bezug von ALG II

Hallo BettyBlue,

Zitat:
Im Oktober 2012 wurde ich für die Dauer von anderthalb Jahren fortwährend krank geschrieben, bis ich dann im März diesen Jahres ausgesteuert wurde. Bin nach wie vor in ungekündigter Stellung beim öffentlichen Dienst, sehe mich aber körperlich und seelisch nicht in der Lage, weder dort noch woanders wieder arbeiten gehen zu können und habe daher letztes Jahr einen Rentenantrag auf volle Erwerbsminderung gestellt, der aber letztes Jahr aufgrund des Gutachterters der DRV, der mich für arbeitsfähig hielt, abgelehnt wurde, worauf hin nun ein Widerspruch läuft (Vertretung durch Vdk).
Das ist soweit (leider) nicht ungewöhnlich, es genügt nicht ganz sich selber nicht mehr in der Lage zu fühlen, einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit nachzugehen, das muss besonders die DRV (und deren Gutachter) akzeptieren (wollen) ...

Zitat:
Nun erhalte ich ALG II, da Arbeitslosengeld abgelehnt wurde ("wollte" keine weiteren Stellenangebote mehr). Laut medizinischem Dienst der Arbeitsagentur wurde in 10 Minuten festgestellt, dass ich vollschichtig wieder arbeiten gehen könnte, was aber so nicht richtig ist! Ich hatte gedacht, man bekäme vielleicht doch ALG, wenn das Rentenverfahren schon läuft.
Du hast aber einen Rechtsanspruch auf ALGI, man hätte dich auch bei der AfA richtig dazu beraten müssen, dass es hier gar nicht um "echte" Vermittlung gehen wird, aber die sind natürlich auch froh über Jeden der dann aufgibt und auf seine Leistung verzichtet.

Welche medizinischen Unterlagen hast du denn dem ÄD der AfA zur Verfügung gestellt, dass man dich so fix für Vollzeit vermittelbar angesehen hat ... oder gab es zu diesem Zeitpunkt schon das Gutachten der DRV ???

Da schließt sich die AfA natürlich gerne den Feststellungen der DRV an, obwohl sie eigene Feststellungen zu machen hätten, denn die Verantwortung für eine (eventuelle) Vermittlung in die falsche Tätigkeit, hätte ja die AfA zu tragen.

Hast du denn überhaupt einen schriftlichen Ablehnungsbescheid von der AfA bekommen oder hast du den Antrag gar nicht erst gestellt ???
Erstaunlich, dass sich dein zuständiges JC damit zufrieden gegeben hat, denn ALGI ist bei Anspruch immer vorrangig zu nutzen, dafür hast du immerhin mal Beiträge gezahlt.

Es ist auch oft höher (vom Betrag her) als dein Anspruch aus dem SGB II ... du musst dich allerdings mit deinem "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellen, das ist grundsätzliche Bedingung auch nach der Aussteuerung, ist aber eher theoretischer Natur (fiktiv) zu sehen, besonders wenn noch ein Arbeitsplatz vorhanden ist.

Zitat:
Der Vdk riet mir, der Afa zu schreiben, dass ich für leichtere Tätigkeiten dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen solle und mich dann, sollten Stellenangebote kommen, mich wieder krank schreiben soll.
Da haben die soweit schon den richtigen Rat gegeben, allerdings ist es nicht sinnvoll die AU überhaupt zu beenden, wenn man einen Antrag auf EM-Rente gestellt hat ...
Man gibt die Bescheinigung aber auch nicht mehr bei der AfA ab.
Eine erneute AU ist also nicht sinnvoll (und auch nicht möglich, wenn die Alte noch immer weiterläuft), ich kenne bisher keinen Fall wo ein Ausgesteuerter tatsächlich mal in andere Arbeit vermittelt wurde.

Davor müsste ja in deinem Falle auch noch das bestehende Arbeitsverhältnis ordnungsgemäß beendet werden, das "ruht" ja nur und löst sich dann nicht einfach "in Luft auf" ... man ignorieret diese Tatsache zwar gerne bei der AfA aber es ist nun mal so.

Du stellst dich auch nicht "für leichte Arbeiten zur Verfügung" (niemand würde dir wohl sagen können was darunter genau zu verstehen ist) sondern "mit deinem vorhandenen Restleistungsvermögen", was ja durch den ÄD der AfA festzustellen war.

Liegt dir dieses Gutachten der AfA vor, ansonsten besorge es dir bitte direkt beim med. Dienst, du hast einen Rechtsanspruch nach § 25 SGB X darauf (es gibt Teil A und Teil B), im Übrigen richtet sich eine (eventuelle) Vermittlung bei der AfA generell nach § 140 SGB III, du brauchst dich dort also keineswegs "unter Wert verkaufen", wie das beim JC aktuell der Fall wäre.

§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen

Man hätte dich klar dazu beraten müssen, welche finanziellen Konsequenzen es für dich hat, wenn du die erforderliche (fiktive !!!) Arbeitsbereitschaft ablehnst ...

Zitat:
Aber das möchte ich eigentlich nicht. Ich habe keine Kraft mehr zu irgend etwas, auch wenn ich im Moment nicht weiss, wie meine Tochter und ich mit ALG II leben sollen...
Es geht nicht darum was du im Moment "möchtest", du hast Anspruch auf diese Leistung, warum willst du darauf verzichten, möglicherweise könnte es dir und deiner Tochter damit finanziell etwas besser gehen als mit ALG II ... ich kann dich durchaus verstehen, war mal in der (fast) gleichen Lage aber im Leben wäre ich nicht zum JC gegangen, solange ich noch Anspruch an die AfA hatte ...

Die haben keinen Job für dich, darum brauchst du dir wirklich keine Gedanken machen, da wird "viel Wind um Nichts" gemacht aber du musst nun mal die Bereitschaft zeigen, arbeiten zu wollen ... was du mit deinen gesundheitlichen Einschränkungen (und passend zum § 140 SGB III) noch am Arbeitsmarkt anfangen könntest, dafür ist die AfA zuständig dich da zu "beraten" ...

Da fällt denen dann auch nicht mehr viel ein und dann lassen sie die Leute meist in Ruhe und warten /hoffen mit auf einen Erfolg von Widerspruch und Klage bei der DRV ...

Zitat:
Nun wurde mir von der Rentenversicherung die Möglichkeit einer Reha gebilligt, wobei jedoch im Vorfeld schon von meinem Psychologe mitgeteilt wurde, dass ich momentan nicht rehafähig bin aus verschiedenen Gründen. Daher musste der Vdk nun Widerspruch einlegen.
Wogegen wurde jetzt Widerspruch eingelegt ... gegen die Ablehnung der EM-Rente oder gegen die Bewilligung /den Vorschlag zur Klärung deiner Renten-Angelegenheit eine Reha zu machen ... ???

Üblicherweise geht Reha immer VOR Rente und wenn das eine Bedingung für die weitere Bearbeitung des Antrages auf EM-Rente war, dann hast du dir damit jetzt keinen "Gefallen" getan, das auch abzulehnen ... aber der Zusammenhang ist jetzt nicht ganz klar aus deinem Beitrag ersichtlich.

Wenn in so einer Reha-Maßnahme festgestellt wird, dass du tatsächlich (zumindest vorerst) nicht Erwerbsfähig bist, dann kann so eine Reha in eine EM-Rente "umgedeutet" (umgewandelt) werden, das ist wie eine Begutachtung über einen längeren Zeitraum zu werten.

Bist du wirklich nicht Rehafähig (nach Ansicht der Klinikärzte dort!!!) wird man dich mit einem entsprechenden Bericht notfalls auch vorzeitig nach Hause schicken.

Die eigenen Ärzte werden da leider von der DRV nicht besonders ernst genommen und wenn man dich jetzt damit (vielleicht) "in Ruhe" lässt ist das vermutlich nur aufgeschoben, es kann aber auch sein, dass man das ganze Verfahren (zur EM-Rente) beendet, wegen fehlender "Mitwirkung" von deiner Seite ...

Zitat:
Nun habe ich überlegt, vielleicht Beratungshilfe beim Gericht zu beantragen und nochmals Rechtsbeistand aufsuchen soll.
Wenn da bereits der VDK dran ist, dann bekommst du keinen Beratungshilfeschein für einen (zusätzlichen) Anwalt, da muss man unterschreiben, ob man von so einem Sozialverein vertreten werden kann oder warum man das nicht möchte erklären.

Zitat:
Wie und ob ich mich weiter gegenüber der Arbeitsagentur zu verhalten habe und wie der DRV gegenüber.
Beantworte bitte meine Fragen betreffs AfA, ob du einen Bescheid erhalten hast dazu (und wenn ja WANN war das ???), hast du den kompletten Antrag ausgefüllt und abgegeben (plus Bescheinigung vom AG zu deinem Einkommen) ... ansonsten brauchst du zunächst umgehend den Formular-Antrag von der AfA ...

Dein Verhalten der DRV gegenüber ist davon abhängig, ob die EM-Rente bereits (per Bescheid) abgelehnt wurde und sich im Widerspruch befindet ... ODER ob diese Reha zur Klärung deines Antrages/Widerspruches durchgeführt werden soll ...

Zitat:
Wie ich mich mit meinem Noch-Arbeitgeber verhalten soll, ob eine Auflösung des Vertrages nicht besser wäre, zumal ich dort ganz sicher nicht mehr arbeiten kann/möchte.
Dein Arbeitsverhältnis "ruht" aktuell, du brauchst dich da gar nicht irgendwie "verhalten" im Moment, allerdings solltest du deine AU-Bescheinigung fortlaufend weiter dort nachweisen können, wenn es verlangt wird.

Meine Firma hat manchmal den Nachweis gefordert, dass ich immer noch AU geschrieben bin, denn ansonsten "lebt deine Arbeitspflicht" sofort wieder auf, ohne AU ist man verpflichtet am Arbeitsplatz zu erscheinen ... das gilt auch bei "ruhendem" Arbeitsvertrag, jedenfalls solange dir keine EM-Rente bewilligt wurde.

Warum willst du deinen Arbeitsvertrag auflösen, dafür gibt es keinen Grund, der schützt dich doch aktuell sogar vor eine "ernsthaften Vermittlung" bei der AfA und man könnte dich sperren, wenn du selber kündigst oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibst.

Es ist unwichtig, ob du da je wieder arbeiten kannst und wirst, war bei mir genauso, ich hätte aber nie "freiwillig" meinen Arbeitsplatz aufgegeben, der bestand noch weiter, sogar über die erste EM-Rente mit Befristung, endete erst durch die Verlängerung der EM bis zum Eintritt in die Altersrente.

Weiß ja nicht in welchem Alter du aktuell bist, aber ein bestehendes Arbeitsverhältnis ("bis aktuell") ist immer eine bessere Ausgangsbasis für Bewerbungen, um eine neue Stelle, als "Krankheit und Arbeitslosigkeit" im Lebenslauf stehen zu haben ...

Könnte ja sein, dass es dir irgendwann wieder deutlich besser geht als jetzt (ist dir ja auch zu wünschen) und du beruflich neu durchstarten möchtest ...

Melde dich bitte mit den Antworten, dann brauchst du keinen Anwalt, was die AfA betrifft kann man dir auch hier die notwendigen Ratschläge geben und wenn du bereit bist, die zu befolgen, dann wirst du auch ALGI nach § 145 SGB III bekommen ... schneller als du jetzt glaubst ...

Du darfst nur nicht alles glauben, was man dir bei der AfA so dazu erzählt (hat) und du MUSST dich dort immer "ganz arbeitswütig zeigen" egal wie Kac*e es dir wirklich geht ... die AfA zahlt nun mal kein "Ersatz-Krankengeld" ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2014, 09:09   #5
BettyBlue
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BettyBlue Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Ganz lieben Dank erstmal für eure Antworten!

Liebe Doppeloma und Saurbier, danke für eure ausführlichen Berichte!


Welche medizinischen Unterlagen hast du denn dem ÄD der AfA zur Verfügung gestellt, dass man dich so fix für Vollzeit vermittelbar angesehen hat ... oder gab es zu diesem Zeitpunkt schon das Gutachten der DRV ???

Ja, das Gutachten der DRV war schon vorhanden, natürlich negativ. Die waren ebenfalls der Meinung, ich könnte sofort einer Arbeit nachgehen...

Hast du denn überhaupt einen schriftlichen Ablehnungsbescheid von der AfA bekommen oder hast du den Antrag gar nicht erst gestellt ???
Erstaunlich, dass sich dein zuständiges JC damit zufrieden gegeben hat, denn ALGI ist bei Anspruch immer vorrangig zu nutzen, dafür hast du immerhin mal Beiträge gezahlt.

Ja, die Afa hat mir eine Ablehnung auf ALGI erteilt. Das JobCenter hatte versucht, dass die Afa für mich zuständig ist...

Es ist auch oft höher (vom Betrag her) als dein Anspruch aus dem SGB II ... du musst dich allerdings mit deinem "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellen, das ist grundsätzliche Bedingung auch nach der Aussteuerung, ist aber eher theoretischer Natur (fiktiv) zu sehen, besonders wenn noch ein Arbeitsplatz vorhanden ist.

Das ist ja meine Sorge. Ich habe Angst, dass man versucht, mich in meinen alten Job zu entlassen, aber da möchte ich auf keinen Fall wieder hin :-(

Da haben die soweit schon den richtigen Rat gegeben, allerdings ist es nicht sinnvoll die AU überhaupt zu beenden, wenn man einen Antrag auf EM-Rente gestellt hat ...

Aber ohne AU kann ich jederzeit vermittelt werden...

Davor müsste ja in deinem Falle auch noch das bestehende Arbeitsverhältnis ordnungsgemäß beendet werden, das "ruht" ja nur und löst sich dann nicht einfach "in Luft auf" ... man ignorieret diese Tatsache zwar gerne bei der AfA aber es ist nun mal so.

Du stellst dich auch nicht "für leichte Arbeiten zur Verfügung" (niemand würde dir wohl sagen können was darunter genau zu verstehen ist) sondern "mit deinem vorhandenen Restleistungsvermögen", was ja durch den ÄD der AfA festzustellen war.

Das hieße dann aber, dass ich laut Gutachten des ÄD der Afa und der DRV sogar wieder Vollzeit arbeiten könnte (hatte zuletzt Teilzeit).

Liegt dir dieses Gutachten der AfA vor, ansonsten besorge es dir bitte direkt beim med. Dienst, du hast einen Rechtsanspruch nach § 25 SGB X darauf (es gibt Teil A und Teil B), im Übrigen richtet sich eine (eventuelle) Vermittlung bei der AfA generell nach § 140 SGB III, du brauchst dich dort also keineswegs "unter Wert verkaufen", wie das beim JC aktuell der Fall wäre.

Das Gutachten liegt mir vor. Also die beiden Seiten, auf denen ohne große Worte meine Gesundheit festgestellt wurde

Die haben keinen Job für dich, darum brauchst du dir wirklich keine Gedanken machen, da wird "viel Wind um Nichts" gemacht aber du musst nun mal die Bereitschaft zeigen, arbeiten zu wollen ... was du mit deinen gesundheitlichen Einschränkungen (und passend zum § 140 SGB III) noch am Arbeitsmarkt anfangen könntest, dafür ist die AfA zuständig dich da zu "beraten" ...

Nicht, dass mein Arbeitgeber doch solch leichte Arbeiten für mich hat....

Wogegen wurde jetzt Widerspruch eingelegt ... gegen die Ablehnung der EM-Rente oder gegen die Bewilligung /den Vorschlag zur Klärung deiner Renten-Angelegenheit eine Reha zu machen ... ???

Hab Widerspruch einlegen lassen gegen die Ablehnung der EM-Rente und die Inanspruchnahme der Reha

Üblicherweise geht Reha immer VOR Rente und wenn das eine Bedingung für die weitere Bearbeitung des Antrages auf EM-Rente war, dann hast du dir damit jetzt keinen "Gefallen" getan, das auch abzulehnen ... aber der Zusammenhang ist jetzt nicht ganz klar aus deinem Beitrag ersichtlich.

Ich bin momentan leider wirklich nicht rehafähig, zumindest nicht stationärer Art. Meine Tochter hätte zu der Zeit keine Unterbringungsmöglichkeit und ich bin momentan weder körperlich noch psychisch dazu in der Lage. Was nicht heisst, dass in der Zukunft doch ähnliches möglich wäre

Wenn in so einer Reha-Maßnahme festgestellt wird, dass du tatsächlich (zumindest vorerst) nicht Erwerbsfähig bist, dann kann so eine Reha in eine EM-Rente "umgedeutet" (umgewandelt) werden, das ist wie eine Begutachtung über einen längeren Zeitraum zu werten.

Wenn aber festgestellt wird, dass ich erwerbsfähig bin, hat sich das mit der Rente wohl komplett erledigt

Ich hätte demnächst zur Reha gehen müssen, aber ich habe eine schulpflichtige Tochter (10 Jahre), die nirgendwo anders untergebracht werden könnte. Sie hat momentan auch einiges in einer Therapie zu verarbeiten, weshalb ich ihr solch eine Reha eh nicht zumuten könnte, selbst wenn sie mitreisen könnte, was ich aber nicht glaube

Meine Firma hat manchmal den Nachweis gefordert, dass ich immer noch AU geschrieben bin, denn ansonsten "lebt deine Arbeitspflicht" sofort wieder auf, ohne AU ist man verpflichtet am Arbeitsplatz zu erscheinen ... das gilt auch bei "ruhendem" Arbeitsvertrag, jedenfalls solange dir keine EM-Rente bewilligt wurde.

Ja, mein AG bekommt immer die Krankmeldung. Musstest du nicht mehr bei deinem AG arbeiten und hast statt dessen ALG bekommen? Ich denke, ich muss schnellstmöglich einen Termin beim Vdk machen, um mich dort nochmal beraten zu lassen..

Ich werde gleich Widerspruch einlegen gegen den Ablehnungsbescheid der BfA, dass ich micht mit meinem vorhandenen Restleistungsvermögen zur Verfügung stelle, wie der Vdk mir riet....

Weiß ja nicht in welchem Alter du aktuell bist, aber ein bestehendes Arbeitsverhältnis ("bis aktuell") ist immer eine bessere Ausgangsbasis für Bewerbungen, um eine neue Stelle, als "Krankheit und Arbeitslosigkeit" im Lebenslauf stehen zu haben ...

Da hast du recht.... bin jetzt 44 Jahre alt...

Könnte ja sein, dass es dir irgendwann wieder deutlich besser geht als jetzt (ist dir ja auch zu wünschen) und du beruflich neu durchstarten möchtest ...

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Danke Doppeloma

Ganz lieben Dank noch einmal an dich!

Liebe Grüße von Betty
BettyBlue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2014, 15:06   #6
BettyBlue
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BettyBlue Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Rotes Gesicht .... nun endlich etwas Positives

Liebe Doppeloma,
liebe andere Forenteilnehmer,

mittlerweile habe ich doch tatsächlich den Rentenbescheid für teilweise Erwerbsminderungsrente erhalten, befristet für drei Jahre, allerdings schon seit 2013! Und das, obwohl ich nun nicht die angeordnete stationäre Reha-Maßnahme antreten konnte oder sonst irgend etwas anderes vorgefallen ist.

Wie auch immer. Da ich noch im öffentlichen Dienst als unbefristete Angestellte beschäftigt bin, muß mir dieser bestätigen, dass sie mich nicht für 3 - unter sechs Stunden beschäftigen können/wollen. Dann hätte ich eventuell Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente, was mein größter Wunsch ist...

Wie stehen meine Chancen, dass der AG mich wieder einstellen will? Ich habe dort zuletzt in 30 Std./Woche gearbeitet. Habe ich die Möglichkeit, die volle Erwerbsminderungsrente zu bekommen?

Ich wollte jetzt nächste Woche erstmal zu meinem Arzt und ein Gutachten erstellen lassen für meinen Arbeitgeber, dass ich nicht mehr arbeiten gehen kann. Und dann eventuell noch den Vdk etwas schreiben lassen. Wäre das ratsam? Ich wurde von ihm (Psychiater) seit Bezug von Krankengeld, Arbeitslosengeld II und I fast durchweg krank geschrieben (hatte nach Widerspruch dann doch noch Arbeitslosengeld I bekommen).

Dann bekomme ich wohl noch eine Rentennachzahlung in Höhe von fast 10.000 €, insgesamt für 17 Monate, die ich wohl schon berentet bin. Aber vorher bekommen natürlich erstmal Jobcenter und Krankenkasse Geld. Ich hoffe, dass wenigstens noch ein bisschen etwas übrig bleibt....

Lg von BettyBlue, würde mich über eine Antwort sehr freuen!
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