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Start > > -> Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 13.03.2014, 22:39   #1
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sorgensusi
Standard Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Hallo, ich bin ein wenig ratlos und überfordert:
Seit über 10 Jahren leide ich an Depressionen und anderen Krankheiten und bin auch seit vielen Jahren beim Therapeuten in Behandlung.

1.
Vor einigen Wochen habe ich einen Rentenantrag wegen Erwerbsunfähigkeit bei der DRV abgegeben. Muß ich das dem Arbeitsamt mitteilen oder nicht? Ich bekomme Alg 2.

2.
Im Antrag steht: seit wann fühlen sie sich erwerbsunfähig. Antwort: seit 2001.
Kann das Arbeitsamt evtl. Einblick in diesen Antrag bekommen und für die Vergangenheit zurückfordern?

Vielen Dank!
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Alt 14.03.2014, 01:31   #2
Doppeloma
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Frage AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Hallo sorgensusi,

Zitat:
Seit über 10 Jahren leide ich an Depressionen und anderen Krankheiten und bin auch seit vielen Jahren beim Therapeuten in Behandlung.
Das mag schon sein, aber es ist nicht unbedingt (für die DRV) ein ausreichender Grund EM-Rente zu zahlen, es gibt viele chronisch (auch psychisch) Kranke Leute, die seit Jahren in Therapien sind und keine Rente bekommen ... wer hat dir dazu geraten jetzt EM-Rente zu beantragen ???

Zitat:
1.
Vor einigen Wochen habe ich einen Rentenantrag wegen Erwerbsunfähigkeit bei der DRV abgegeben. Muß ich das dem Arbeitsamt mitteilen oder nicht? Ich bekomme Alg 2.
Letztlich ist das aktuell noch unwichtig für das Amt (JobCenter), ob du eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragt hast (Rente wegen Erwerbsunfähigkeit gibt es seit 2001 nicht mehr), es hat für deinen Leistungsanspruch noch keine Bedeutung.

Wenn du direkt danach gefragt wirst, kannst du es mitteilen (im Weiter-Bewilligungs-Antrag wird meiner Erinnerung nach gefragt, ob ein Renten-Antrag gestellt wurde und wann ... ) aber sonst genügt es, wenn du mal einen Rentenbescheid bekommen würdest, erst dann ändern sich ja deine Verhältnisse (die finanziellen) tatsächlich.

Zitat:
2.
Im Antrag steht: seit wann fühlen sie sich erwerbsunfähig. Antwort: seit 2001.
Womit (Befunde /Arzt- und /oder Klinikberichte mitgeschickt ?) begründest du diese Antwort, die DRV wird sich fragen, warum du den Antrag dann nicht viel früher gestellt hast ???

Immerhin haben wir inzwischen 2014 und eine rückwirkende Klärung deiner Erwerbsfähigkeit bis 2001, wird durch die DRV ganz bestimmt nicht erfolgen.

Wer hat dich bei der Antragstellung beraten /unterstützt, diesen Zeitpunkt anzugeben war nicht besonders klug, hast du Ärzte hinter dir, die das bestätigen werden, wenn die DRV dort Informationen zu deinem Gesundheitszustand anfordert ...

Zitat:
Kann das Arbeitsamt evtl. Einblick in diesen Antrag bekommen und für die Vergangenheit zurückfordern?
Ein Antrag ist ja noch keine Bewilligung und Erstattungen können erst gefordert werden, wenn ab dem Tag X auch eine Rente (mit regelmäßiger Rentenzahlung) bewilligt ist, das erfolgt üblicherweise nicht für so viele Jahre rückwirkend und das JC darf nur für die Zukunft die Leistungen einstellen, wenn es einen schriftlichen Rentenbescheid von der DRV dazu gibt.

So einfach wird das nicht werden, ich habe selber fast 3 Jahre (bis zum Gericht) um die EM-Rente kämpfen müssen, ging auch um körperliche und psychische Probleme dabei ... die DRV will keine EM-Renten zahlen müssen ...

MfG Doppeloma
__

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Alt 14.03.2014, 08:33   #3
Stuhoy
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Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Jetzt mal eine Frage dazu. Muss man nicht die Antragstellung melden, wegen späterer Erstattungsansprüche dem Jobcenter gegenüber DRV falls Rückwirkend bewilligt wird? In meinen ganzen Bescheiden steht der passus drinnen, dass man bereits die Antragstellung anzeigen muss. (Optionskommune)

Immerhin ist man verpflichtet vorrangige Leistungen zu beantragen.Bei Rente geht es halt nur bei entsprechenden Gutachten, dass man z.B. Leistungsunfähig für alle Berufe ist. Solange man kein Gutachten ( nur Rentenversicherung- oder Rehaklinikgutachten) in diese Richtung hat kann man als Laie davon ausgehen, dass man nicht Erwerbsgemindert ist aus meiner Sicht.

Arbeitsunfähig bedeutet nicht gleich Erwerbsgemindert sein und so gibt es auch Menschen im ALG 2 Bezug sind, die seit Jahren AU sind.Das Jobcenter kann dich halt irgendwann auffordern die Rente zu beantragen nach einer gewissen Zeit AU, da die Prüfung der Erwerbsfähigkeit nur die DRV machen kann.
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Alt 14.03.2014, 09:05   #4
heutehier
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Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hallo sorgensusi,

Letztlich ist das aktuell noch unwichtig für das Amt (JobCenter), ob du eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragt hast (Rente wegen Erwerbsunfähigkeit gibt es seit 2001 nicht mehr), es hat für deinen Leistungsanspruch noch keine Bedeutung.


MfG Doppeloma
Stimmt meiner Meinung nach nicht. Ich habe mal gehört, dass sofern der Antragsteller familienversichert ist, ab Rentenantragsstellung die Versicherungspflicht eintritt; dirch das JC müssen als KV-Beiträge gezhalt werden.

Ansonsten werden Leute (in meinem Ex-JC) nicht in AV und Maßnahmen vermittelt, solange der Antrag läuft.
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Alt 14.03.2014, 15:53   #5
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sorgensusi
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Mein Therapeut hatte mir dazu geraten. Mein Hausarzt befürwortet es ebenfalls.

Ich hatte einen Termin bei einem ehemaligen Mitarbeiter der Rentenversicherung, der ehrenamtlich Anträge annimmt.
Er hat mir auch schon gesagt, dass es rückwirkend keine Rente geben würde, sondern erst ab Antragstellung. Im Netz hab ich aber auch schon andere Berichte gefunden.

2001 hatte ich angegeben, da ab da ein Arztbericht existiert, in dem zur Kur geraten wurde und alle möglichen Diagnosen darin angegeben waren. Ab dem Zeitpunkt hatte ich auch unzählige weitere Berichte.

Auf der Homepage des AA steht, dass eine Rentenantragstellung gemeldet werden muss mit einer Veränderungsanzeige.
Allerdings ist mir nicht klar, ob das auch für das Jobcenter, bzw. ALG 2 gilt. Dazu finde ich überall widersprüchliche Aussagen. Ich möchte ja nichts falsch machen.

Familienversichert bin ich nicht.
Die Krankenversicherung war auch mit ausschlaggebend, weshalb ich einen EM-Antrag gestellt hatte. Ausser den gesundlheitlichen Problemen.

Das AA beginnt mir Stellenvorschläge zuzusenden als Toilettenfrau im Shopping-Center um die Ecke. Ich habe eine kaufm. Ausbildung...
Ich muss einfach raus aus diesem System und vom Jobcenter weg.
Dann starte ich den Monat aber mit 150 bis 300 Euro Krankenversicherungsbeiträgen im Minus. Das funktioniert finanziell nicht.
Wenn ich EM-Rente bekäme, dann hätte ich zwar auch nur etwa 350 Euro, wäre aber krankenversichert.

Ich bin vollkommen mit den Nerven fertig und kann nicht mehr schlafen. Dann noch die Angst irgendwas falsch zu machen.
Wenn ich auch nur 1 Tag aus dem System raus bin, dann erlischt auch mein Anspruch auf EM-Rente. Der Antrag kann nur gestellt werden, wenn in den letzten 5 Jahren eine bestimmte Zeit eingezahlt wurde.
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Alt 14.03.2014, 18:17   #6
JulieOcean
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JulieOcean JulieOcean JulieOcean JulieOcean JulieOcean
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Zitat von sorgensusi Beitrag anzeigen
Auf der Homepage des AA steht, dass eine Rentenantragstellung gemeldet werden muss mit einer Veränderungsanzeige.
Allerdings ist mir nicht klar, ob das auch für das Jobcenter, bzw. ALG 2 gilt. Dazu finde ich überall widersprüchliche Aussagen. Ich möchte ja nichts falsch machen.
Ich habe auch einen Rentenantrag gestellt, und das dem JC formlos mitgeteilt. Ich bekam dann lediglich eine Kopie eines JC-Schreibens an die DRV, womit das JC Erstattungsanprüche gegenüber der DRV anmeldete, mehr passierte nicht.

Kurze Zeit später erfuhr ich bei einem JC-Termin, dass ich das JC nun vermutlich erst mal los bin. Das ist mir dort sinngemäß gesagt worden. Das wäre also schon ein Grund in deinem Sinne, den Rentenantrag zu melden.

Allerdings gehen die JC damit offenbar unterschiedlich um.

Zitat:
Wenn ich auch nur 1 Tag aus dem System raus bin, dann erlischt auch mein Anspruch auf EM-Rente. Der Antrag kann nur gestellt werden, wenn in den letzten 5 Jahren eine bestimmte Zeit eingezahlt wurde.
Klick mal hier: Deutsche Rentenversicherung - Erwerbsminderungsrente
Am Ende der Seite steht was zur Wartezeit und Ausnahmeregelungen u.A. für Erwerbslose.
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Alt 14.03.2014, 19:04   #7
liesa
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liesa liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Es ist in deinem Interesse die Antragstellung dem JC mitzuteilen, denn dann hast du erst mal den Status des "in Ruhe gelassen werden". Das bedeutet keine Maßnahmen, Stellenvorschläge etc. bis deine Erwerbsfähigkeit von der DRV festgestellt wurde.

Bei uns (Optionskommune) wird die Mitteilung über den gestellten Rentenantrag sogar in jedem Weiterbewilligungsbescheid unter Änderungen in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen: - Beantragung/Bewilligung von Renten gefordert bzw. sind ohne Aufforderung mitzuteilen.

Doppeloma hat schon recht, eine Rente bewilligt zu bekommen ist nicht leicht, aber kämpfen lohnt sich immer, und eben nicht aufgeben wenn die Ablehnung kommt....! (Widerspruch, Klage-SG...)

Frührente: Psycho-Gutachten ist Glückssache - SPIEGEL ONLINE

P.S. Ich hoffe du bist AU geschrieben...??? Wenn nicht schleunigst nachholen...!!!


liesa
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Alt 14.03.2014, 19:16   #8
Stuhoy
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Stuhoy Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Noch ein Tipp. Du kannst dich vorerst aus der der Schusslinie rausnehmen. Falls dein Therapeut Arzt ist, lasse dich Krankschreiben und teilst dem Jobcenter die Antragstellung mit.

Falls dein Therapeut kein Arzt ist, würde ich zu diesem noch einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie aufsuchen. Im Gegensatz zum Hausarzt ist ein Facharzt besser und kann auch 4 Wochen oder länger am Stück krankschreiben. Ein Rentenantrag kann dauern und es wird vom Antragsdatum noch 7 Monate draufgerechnet bis zum Rentenbeginn.

Beim Übergang von ALG 2 in Rente darf keine Zahlungslücke entstehen. Das Jobcenter muss zahlen bis zum Eingang der ersten Rente als einmalige Beihilfe oder Darlehen. Ist glaube ich von Region zu Region unterschiedlich.
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Alt 14.03.2014, 20:28   #9
Marion63
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Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Zitat von Stuhoy Beitrag anzeigen
Falls dein Therapeut kein Arzt ist, würde ich zu diesem noch einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie aufsuchen. Im Gegensatz zum Hausarzt ist ein Facharzt besser und kann auch 4 Wochen oder länger am Stück krankschreiben. Ein Rentenantrag kann dauern und es wird vom Antragsdatum noch 7 Monate draufgerechnet bis zum Rentenbeginn.
meine Hausärztin schreibt mich länger als 4 Wochen am Stück krank. das liegt wohl auch immer an Ärzten selbst, wie lange sie krank schreiben und an den Krankheiten. bei schlichten Husten etc braucht man ja auch keine 6 Wochen und längere Krankschreibung.
und sie weiss auch, dass es bei mir aussichtslos ist mit gesundwerden und für mich Arztbesuche immer sehr stressig sind.
und mein Antragsdatum war Juli 2010. bin da also deutlich über diese 7 Monate ab Antrag.

und noch zum melden des Rentenantrags an das JC. ich hatte seinerzeit meinen Antrag dem JC gemeldet und das bekommt in ca. 2 monatigen Abständen meine AU-Bescheinigungen zugeschickt. und bin damit ein Stück weit aus der Schusslinie vom JC. und man hat für die DRV dann einen Nachweis über die Zeit der Erkrankung. wer weiss ob man das denn nicht noch brauchen kann.
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Alt 15.03.2014, 02:25   #10
Doppeloma
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Frage AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Hallo sorgensusi,

Zitat:
Mein Therapeut hatte mir dazu geraten. Mein Hausarzt befürwortet es ebenfalls.

Ich hatte einen Termin bei einem ehemaligen Mitarbeiter der Rentenversicherung, der ehrenamtlich Anträge annimmt.
Er hat mir auch schon gesagt, dass es rückwirkend keine Rente geben würde, sondern erst ab Antragstellung. Im Netz hab ich aber auch schon andere Berichte gefunden.
Im Netz gibt es viele "andere" Berichte, eine rückwirkende Rente kann es durchaus geben, wenn es Jahre lang dauert (ab der Antragstellung oder einer gescheiterten Reha-Maßnahme) bis dazu von der DRV entschieden wird / werden muss ...

Meine EM-Rente wurde auch für fast 2 Jahre rückwirkend bewilligt (ab Antragstellung 2009), die Meldung der Antragstellung beim JC ist einfach nur prophylaktisch zu sehen, die (eventuellen) Erstattungsansprüche für das JC entstehen nicht durch den Antrag, sondern erst durch die Bewilligung einer Rente.

Die Vorgaben bei der AfA und/oder den JC sind da tatsächlich unterschiedlich zu sehen, es gibt aber auch keine Rechtsgrundlagen, dass man nach der Antragstellung beim JC "verschont" werden muss, das gilt rechtlich nur mit einer AU-Bescheinigung.

Ansonsten ist man gesetzlich gesehen so lange Erwerbsfähig, bis die DRV einen Bescheid erstellt, wo was Anderes dazu drin steht ... es gibt durchaus JC, die auch mit laufendem EM-Renten-Antrag Bewerbungen und Maßnahmen verlangen, wenn keine AU vom behandelnden Arzt vorliegt ...

Zudem ist es für den Rentenantrag auch besser, denn die Gutachter der DRV fragen immer, ob und wie lange man schon krankgeschrieben ist ... besonders wenn der Antragsteller schon jahrelang Hartz 4 bezieht ...

Zitat:
2001 hatte ich angegeben, da ab da ein Arztbericht existiert, in dem zur Kur geraten wurde und alle möglichen Diagnosen darin angegeben waren. Ab dem Zeitpunkt hatte ich auch unzählige weitere Berichte.
NaJa, eine Kur anzuraten ist ja nicht unbedingt ein Zeichen von Erwerbsminderung, so was kann man auch machen, wenn man im Berufsleben steht ... die DRV wird sich (dich) ganz sicher fragen warum du dann jetzt erst den Antrag stellst, wenn du schon so lange annimmst, nicht mehr erwerbsfähig zu sein ...

Zitat:
Dazu finde ich überall widersprüchliche Aussagen. Ich möchte ja nichts falsch machen.
Dann gib dort Bescheid und gut ist es, wenn du dich dann besser fühlst, damit kannst du nichts falsch machen ... es wird vor einer Entscheidung der DRV keinerlei Auswirkungen auf deinen Leistungsanspruch beim JC haben.

Zitat:
Familienversichert bin ich nicht.
Die Krankenversicherung war auch mit ausschlaggebend, weshalb ich einen EM-Antrag gestellt hatte. Ausser den gesundlheitlichen Problemen.
Das verstehe ich nicht, kann dir doch egal sein welcher Sozialleister deine Versicherungsbeiträge bezahlt, das solltest du bei der DRV besser nicht als Grund für die Antragstellung angeben, auch nicht deine finanziellen Gedankengänge und/oder der Wunsch endlich vom JC wegzukommen ...

Zitat:
Das AA beginnt mir Stellenvorschläge zuzusenden als Toilettenfrau im Shopping-Center um die Ecke. Ich habe eine kaufm. Ausbildung...
Ich muss einfach raus aus diesem System und vom Jobcenter weg.
Kann schon sein, aber die frühere Ausbildung spielt keine Rolle mehr wenn man ALGII beziehen muss, da ist jede Arbeit zumutbar zu der man geistig und körperlich in der Lage wäre (§ 10 SGB II), um den Bezug beenden zu können.

Das sind alles keine Gründe um eine EM-Rente bewilligt zu bekommen (schon gar nicht 13 Jahre rückwirkend), auch nicht dein (eventuelles) Lebensalter oder schlechte Chancen am Arbeitsmarkt/lange Arbeitslosigkeit, die EM-Rente gibt es nur aus rein gesundheitlichen Gründen und ob die bei dir aktuell vorliegen wird die DRV gründlich prüfen.

Zitat:
Dann starte ich den Monat aber mit 150 bis 300 Euro Krankenversicherungsbeiträgen im Minus. Das funktioniert finanziell nicht.
Das verstehe ich gerade nicht, wovon willst du denn leben ohne Job und ohne Hartz 4, da fehlt doch dann mehr als nur die Krankenversicherung ..., das funktioniert auch rein rechtlich nicht, weil es inzwischen eine Pflicht gibt krankenversichert zu sein ...

Zitat:
Wenn ich EM-Rente bekäme, dann hätte ich zwar auch nur etwa 350 Euro, wäre aber krankenversichert.
Soweit korrekt, davon wird aber 50 % der K-Versicherung und die volle Pflegeversicherung noch abgezogen vor der Überweisung ... deine "Netto-Rente" dürfte dann bei ca. 300 € liegen.

Ich nehme an das würde dann auch nicht ganz für deinen Lebensunterhalt reichen, aber du kannst dann Sozial-HILFE (SGB XII) bei einer Zeitrente oder Grundsicherung bei dauerhafter EM (SGB XII) zusätzlich beantragen ... insgesamt dürfte das dann etwa wieder im aktuellen Gesamtbetrag liegen.

Zitat:
Ich bin vollkommen mit den Nerven fertig und kann nicht mehr schlafen. Dann noch die Angst irgendwas falsch zu machen.
Das ist (leider) "normal" wenn die Existenz sozusagen "aus den Angeln ist", kann mich noch gut erinnern, dass es mir ähnlich ging solange nichts entschieden war zur EM-Rente, nur ständig Angst "was falsch zu machen" hatte ich nicht, ich war AU geschrieben, hatte meine Ärzte hinter mir und konnte nur abwarten, wie sich alles entwickeln wird.

Diese Ohnmacht, keinen Einfluss darauf nehmen zu können, hat mir aber auch sehr zu schaffen gemacht ...

Zitat:
Wenn ich auch nur 1 Tag aus dem System raus bin, dann erlischt auch mein Anspruch auf EM-Rente. Der Antrag kann nur gestellt werden, wenn in den letzten 5 Jahren eine bestimmte Zeit eingezahlt wurde.
Wer hat dir denn solchen Unsinn erzählt, schon mit einer AU-Bescheinigung (die bei der KK registriert wird) bleibst du drin "im System" und wenn du meinst ab 2001 die Rente zu beanspruchen, dann wäre es wichtig (bei Anerkennung durch die DRV), ob du in den 5 Jahren davor für mindestens 36 Monate Rentenversicherungspflichtig gewesen bist ...

Es gilt dafür immer "der Eintritt der Erwerbsminderung" und diesen Zeitpunkt wird die DRV erst ermitteln im Antragsverfahren und da kann es dir auch passieren, dass die einen Zeitpunkt festlegen wo die (versicherungsrechtlichen) Bedingungen nicht gestimmt haben, genug "Zeit" dafür hast du ihnen ja im Antrag eingeräumt ...

Unter dieser Bedingung bekamen schon viele sehr schnell die EM von der DRV bescheinigt, aber "leider" waren die erforderlichen Versicherungszeiten gerade nicht erfüllt, es bestand also zu diesem Zeitpunkt kein Anspruch auf die Zahlung einer Rente.

Was nach der Antragstellung in der Hinsicht passiert interessiert die DRV gar nicht, ich frage mich nur, wie du dein Leben ohne JC finanzieren willst (bis zur Entscheidung der DRV), als Versicherungszeit brauchst du das für eine EM-Rente im Moment nicht.

Die Wartezeit von 7 Monaten (nach der Antragstellung/Eintritt der EM) gilt übrigens nur für Zeitrenten, bei EM-Rente auf Dauer (ohne Befristung) gibt es diese Wartezeit nicht ... allerdings wird die EM-Rente überwiegend auf Zeit (bis zu höchstens 3 Jahre am Stück befristet) bewilligt, wenn überhaupt.

MfG Doppeloma
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Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2014, 03:03   #11
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sorgensusi
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Vielen Dank für die ausführlichen Informationen!

@Marion: Du hast seit 2010 keine Informationen von der DRV bekommen? Oder haben sie abgelehnt und es zieht sich jetzt alles mit Widerspruch so lange hin?

@ Doppeloma: Vor Antragstellung hatte ich nachgefragt, wie die Voraussetzungen wären. Die 36 Monate in den 5 Jahren habe ich, aber sowie ich auch nur 1 Tag keine Bezüge mehr habe, fallen die 36 Monate weg. Heute wird bei Hartz 4 nichts mehr für die Rente angerechnet, aber wer davor Anspruch hatte, der hat so eine Art Bestandsschutz. Würde ich mich jetzt abmelden und auch nur 1 Tag raus sein, dann gilt der Bestandsschutz nicht mehr. Dann fehlen die Voraussetzungen.


AU bin ich nicht geschrieben. Immer, wenn mein Hausarzt eine ausstellen wollte, hatte ich abgelehnt mit den Worten: brauch ich nicht, ich bin arbeitslos. Ich wollte dann lieber keine Briefmarken holen, die Bescheinigungen an Krankenkasse und AA schicken. Hatte sogar Angst, dass ich dann nach dem letzten Tag wieder beim AA antanzen muss und mir wieder eine neue sinnlose Massnahme auferlegt wird.

AU-Bescheinigungen habe ich mir immer nur während der Massnahmen geben lassen. Auch dann immer nur solange, wie es möglich war ohne die Massnahme wegen gescheitert oder zu kurz teilgenommen zu wiederholen. Meist musste man 80% der Zeit anwesend sein um sie ohne Wiederholung zu beenden. Also habe ich artig die Zeit auf den PC starrend abgehockt. Manchmal hat man (Massnahmeträger) mich auch mittags nach Hause geschickt, wenn ich besonders fertig war. Hauptsache ich konnte in der Anwesenheitsliste unterschreiben.

Viele AU-Zeiten kann ich nicht nachweisen. Auch aus der psychosomatischen Klinik vor 5 Jahren bin ich als arbeitsfähig mit mittleren Depressionen entlassen worden.

Ich möchte die Antragstellung so ungern mitteilen, weil ich bei jedem Kontakt mit dem AA Schweißausbrüche und Magenschmerzen bekomme.
Dann lese ich auch überall in den Foren: Hilfe, dass AA will mich zwingen einen EM-Antrag zu stellen.
Das gibt mir auch das Gefühl, dass das scheinbar nicht so toll ist.

Es gibt hier auch eine Massnahme vom AA mit psychologischer Betreuung und Hilfestellung, bei der man monatelang open end Tag für Tag teilnehmen darf. Da wollte ich auch nicht hin.
Das konnte ich nur umgehen mit der Aussage, dass ich gerade auf meinen Therapieplatz in der Klinik warte. Glücklicherweise wurde das Thema nicht wieder angefangen.

Auch daher möchte ich nur von dem EM-Antrag mitteilen, wenn es meine Pflicht ist. Sonst könnte das Thema wieder von vorn beginnen.

@liesa: Danke, werde ich Montag sofort in Angriff nehmen!
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Alt 15.03.2014, 17:26   #12
Marion63
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Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Zitat:
@Marion: Du hast seit 2010 keine Informationen von der DRV bekommen? Oder haben sie abgelehnt und es zieht sich jetzt alles mit Widerspruch so lange hin?
nein es gab Gutachten, Ablehnungen, Anhörungen vor dem SG, Vergleich, der zu einer Bewilligung einer Reha führte. ich bin allerdings nicht rehafähig. mein Therapeut schrieb mir umgehend damals ein Attest. seitdem das war 2013 hat die DRV dann nochmal versucht mich in eine Reha zu stecken, da hat dann aber die Rehaklinik abgelehnt. im Dezember 2013 hat der VDK dann bei der DRV nachgehakt, da hieß es dann, meine Akte liegt beim medizinischen Dienst der DRV.
ich werde jetzt demnächst mit der Rechtschutzversicherung reden, da ich eine habe (hatte das nur völlig vergessen und bin zahlendes Mitglied beim VDK geworden) und der VDK sich in meinem Fall alles andere als mit Ruhm bekleckert habe, und zu einem unabhängigen Sozialrechtler gehen. bei der Antragstellung waren auch noch nicht alle Krankheiten bekannt und die Gutachter kannten sich mit meinen Krankheitsbilder auch garnicht aus. wenn das mit der Rechtschutz klappt, das ich zum Sozialrechtler kann, werde ich natürlich den VDK denn kündigen. nachdem den Reinfall bei der Anhörung mit dem VDK habe ich da auch nicht wirklich mehr ein Vertrauen in dessen Arbeitsweise.
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Alt 15.03.2014, 23:25   #13
Muzel
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Marion, man kann immer mit der Rechtsvertretung Pech haben. Ich habe eine Anwältin gehabt, die ich teuer bezahlt habe, die absolute Pleite erlebt. Sie hat mir keine ärztliche Gutachten herausgegeben und auch andere wichtige Unterlagen nicht herausgerückt. Es ist bestimmt niicht lustig, wenn man die Anfrage des Gerichts an die Gutachterin vom Vertreter zu lesen bekommt. Die Anwältin war angeblich zu krank für die Verhandlung. Sie hat aber gleichzeitig einen Termin in Berlin. Meine Anwältin stammt aus Jena und hat noch das Bundesverdienstkreuz erhalten. Ist das nicht geil.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 16.03.2014, 01:24   #14
Doppeloma
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Hallo sorgensusi,

Zitat:
AU bin ich nicht geschrieben. Immer, wenn mein Hausarzt eine ausstellen wollte, hatte ich abgelehnt mit den Worten: brauch ich nicht, ich bin arbeitslos.
Dieses Argument für eine nicht vorhandene AU-Bescheinigung hören die DRV-Gutachter "besonders gerne", damit kannst du deinen Renten-Antrag eigentlich schon vergessen ...

Wer sich Vollzeit der Vermittlung in Arbeit beim JC zur Verfügung stellt bekommt eher keine Rente, dass du keine Arbeit finden kannst interessiert die DRV nicht, dafür sind die mit EM-Rente nicht zuständig.

Da hast du am falschen Ende gespart, wenn es dir um die Briefmarke zu schade war, damit die KK das als "Krank / Gesundheitsmaßnahme" an die DRV meldet und man das dort in dein Renten-Konto aufnimmt ...

Du hast auch noch nicht verstanden, dass es um den Zeitpunkt geht, wo die DRV deine Erwerbsminderung anerkennen würde und darum ob du zu diesem Zeitpunkt (rückwirkend 5 Jahre gerechnet) die Versicherungszeiten erfüllt hast ... dazu gibt es ja aktuell noch gar keine Festlegung.

Deine Vorstellungen eine EM-Rente zu bekommen wird die DRV vermutlich nicht teilen, an Psycho-Kursen beim JC braucht man nicht teilnehmen, dafür sollte man einfach keine EGV unterschreiben...

Solche "Pseudo-Gesundheitskurse" beruhen nämlich generell auf "freiwilliger" Basis, dafür ist immer eine unterschriebene EGV erforderlich.
Wird dir natürlich keiner sagen beim JC, dass es so einfach ist daran nicht teilzunehmen.

Von irgendwelchen "Hobby-Psychologen"/"Hobby-Medizinern" würde ich mich auch nicht als "Maßnahme" veralbern lassen, so was macht man ambulant bei zugelassenen Psychotherapeuten (über die KK) oder gar nicht.

MfG Doppeloma
__

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Alt 19.03.2014, 23:23   #15
Muzel
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Markus, bist du da sicher?
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Alt 19.03.2014, 23:29   #16
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Liebe Doppeloma! Mir wollten sie auch einen Psychologen aufzuschwatzen, der ein paar Semester in der Schweiz Psychologie ohne Abschluss studiert hat. Das habe ich mir nicht gefallen lassen. Mich therapiert keiner mit Abschluss und das ist auch nicht lustig.
__

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Alt 20.03.2014, 07:22   #17
Stuhoy
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Stuhoy Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Zitat von Markus1977 Beitrag anzeigen
Beweis 1:
Die DRV hat es mir, gleich nachdem ich es im Netz erfahren hatte, telefonisch bestätigt.
Beweis 2:
Mein Rentenantrag läuft.
Ohje telefonisch kann man dir viel erzählen und ist schwer nachzuweisen, da hat man dir vermutlich einen Bären aufgebunden.

Zitat:
Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente

Sie sind in Folge von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage, mehr als sechs Stunden am Tag zu arbeiten, können Sie Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben. Dafür gibt es zwei Voraussetzungen:

Nachgewiesene medizinische Notwendigkeit
Aus Ihren ärztlichen Unterlagen beziehungsweise Gutachten geht eindeutig hervor, dass Sie in Ihrem oder einem anderen Beruf nicht mehr als 6 Stunden täglich arbeiten können.
Erfüllung der Mindestversicherungszeiten
Sie sind mindestens 5 Jahre versichert, wovon Sie in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre im Rahmen einer Beschäftigung oder Tätigkeit Pflichtbeiträge bezahlt haben müssen. Wichtig für Familien: Kindererziehungszeiten zählen als Pflichtbeitragszeiten.
Folgende Ausnahmen gibt es bei der Wartezeit: Ergibt sich die Notwendigkeit einer Erwerbsminderungsrente aus einem Arbeitsunfall, einer Berufskrankheit, einer Beschädigung aus dem Wehr- und Bundesfreiwilligendienst oder in/bei politischem Gewahrsam, reicht in der Regel schon ein gezahlter Beitrag.
Quelle: Deutsche Rentenversicherung - Erwerbsminderungsrente: Hilfe im Ernstfall


Zitat:
Für die Wartezeit zählen mit:

Beitragszeiten: Pflichtbeitragszeiten und unter bestimmten Voraussetzungen auch Zeiten des Bezuges von Krankengeld, Arbeitslosengeld, im Zeitraum vom Januar 2005 bis Dezember 2010 Arbeitslosengeld II, Übergangsgeld, Zeiten der Kindererziehung und der nicht erwerbsmäßigen häuslichen Pflege sowie freiwillige Beitragszeiten,
Ersatzzeiten: zum Beispiel Zeiten der politischen Verfolgung in der DDR,
Zeiten aus einem Versorgungsausgleich bei Scheidung,
Zeiten aus Zuschlägen für eine geringfügige versicherungsfreie Beschäftigung: 400-Euro-Job,
Zeiten aus einem Rentensplitting.
Quelle:Deutsche Rentenversicherung - Erwerbsminderungsrente - Erwerbsminderungsrenten
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Alt 20.03.2014, 09:30   #18
Marion63
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

es gibt doch immer wieder Fälle (gab ja im Forum auch schon den einen oder andern), wo die DRV zwar eine Rente genehmigt, sie aber nichts zahlen müssen, weil entweder die Voraussetzungen ala Beitrags- oder Wartezeiten oder was auch immer nicht erfüllt sind oder keine Rentenbeiträge eingezahlt wurden. da kann die DRV denn ja "großzügig" sein und einen EM-Rentenantrag flott bearbeiten und einen EM-Rentenbescheid an den Antragsteller schicken.
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Alt 20.03.2014, 10:48   #19
Stuhoy
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Beiträge: 173
Stuhoy Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Du musst aber vorher eingezahlt haben, um Ansprüche zu haben.

Die ALG II Zeiten sollen berücksichtigt werden um die Vorhandenen Ansprüche zu sichern

Die Medizinischen Rehas, Teilhabe am Arbeitsleben und Renten sind alle an Vorausetzungen gebunden bei der DRV . Nur wer sie erfüllt kann Leistungen beziehen nach dem gültigen Rentenrecht.
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Alt 20.03.2014, 11:21   #20
gelibeh
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Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Zitat:
Wieviel man eingezahlt hat, spielt doch keine Rolle.
Aber, ob man überhaupt mal eingezahlt hat.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 20.03.2014, 19:45   #21
liesa
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Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 898
liesa liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Mitteilung über EM- Rentenantrag an Jobcenter oder nicht?

Hallo Markus,

leider irrst du dich....

Es müssen in den letzten 5 Jahren 3 Jahre mit Pflichtbeitragszeiten belegt sein...!!! Bei meinem ersten Rentenantrag 2005 war das nicht der Fall und die DRV hat den Antrag ohne Prüfung der Medizinischen Voraussetzungen allein aus dem Grund Abgelehnt weil ich eben damals in dem Zeitraum keine 3 Jahre Pflichtbeiträge hatte welche für die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente Pflicht sind. (ALG2 hatte ich von Anfang an...)


Allerdings gibt es hier geschilderte Fälle wo welche aus dem SGBII im SGBXII 3. Kapitel gelandet sind (wie auch immer) und dann der Leistungsträger eine Prüfung der Erwerbsfähigkeit bei der DRV beantragt hat welche dann auch gemacht wird ohne das die erforderlichen 3 Jahre bestehen.



liesa
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