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Alt 05.02.2013, 23:16   #1
Trixi2011
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Beitrag Meine neuestes Gutachten

kam heute mit der Post.

Wegen fehlender Scanmöglichkeit schreibe ich den Text einmal ab.

Teil B: Sozialmedizinische Stellungnahme für den Auftraggeber

Sozialmedizinische Beurteilung:

Bei der 33 jährigen ist es aufgrund von Alkoholeinwirkung während der vorgeburtlichen Entwicklung zu schwerwiegend, bleibenden Funktionsstörungen mehrerer Organsysteme gekommen.

Wie das Abschlussergebnis nach DIA-AM vom 15.10.2012, sind besondere Hilfen bei der beruflichen Integration erforderlich.

Im Bereich der WfbM besteht vollzeitiges Leistungsvermögen für leidensgerechte, leichte bis mittelschwere Arbeiten überwiegend sitzend unter der Vermeidung von Lärmbelastung und hoher Verletzungsgefahr.

Prognose bei verminderter oder aufgehobener Leistungsfähigkeit:

Voraussichtlich länger als 6 Monate aber nicht auf Dauer

Beantwortung der Zielfragen:

Besteht eine Leistungseinschränkung, die vorübergehend ist oder auf Dauer besteht?

Eine Langzeitprognose ist erst nach Training im Eingangsverfahren einer WfbM durch den Fachausschuss zu stellen.

Liegt eine schwerwiegende Leistungseinschränkung vor, welche die Aussichten am Arbeitsleben teilzuhaben bzw. weiterhin teilzuhaben nicht nur vorübergehend mindert oder droht eine solche?

Ja
--------------------------------------------------------------------------

Das Gutachten wurde nach Aktenlage erstellt und ich habe erst vom Gutachten erfahren, nachdem ich mich bei meiner SB erkundigt hatte, was denn nun überhaupt mit dem vorgesehenen Termin beim MD der Agentur wäre, zu dem ich doch so dringend gemusst hätte.

Was mich in diesen Gutachten besonders stört ist der Satz:

Eine Langzeitprognose ist erst nach Training im Eingangsverfahren einer WfbM durch den Fachausschuss zu stellen.

Also ich war gestern bei meinen Gespräch in der WfbM, wo ich angemeldet bin und es wurde mir auch bestätigt, dass das Eingangsverfahren dazu dient, zu sehen, ob die Werkstatt überhaupt der passende Ort für mich sei um eine Eingliederung ins Arbeitsleben zu erreichen.

Das Eingangsverfahren wurde bei mir aufgrund der DIA-AM von 12 auf 4 Wochen verkürzt und bereits nach den ersten zwei Wochen im Eingangsverfahren soll bereits in einer Sitzung eine Beurteilung über mich und den Verbleib in der Werkstatt erfolgen.
  1. Was haltet ihr von diesem Gutachten? Soll / Kann ich mich damit zufrieden geben oder soll ich dagegen Einspruch erheben ( Der Hinweis, dass ich gegen dieses Gutachten einspruch erheben kann, fehlt übrigens in dem Schreiben )
  2. Wie realistisch ist es binnen von zwei Wochen sich ein Bild über die Leistungsfähigkeit eines Menschen machen zu können, wenn er in einer WfbM ist.
__

Meine Biografie ist das beste Beispiel, dass die Karriereleiter nicht immer nur nach oben führt
Realschulabschluss, kaufmännische Ausbildung, Hartz IV, Behindertenwerkstatt, Erwerbsunfähigkeit - ENDE
Trixi2011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2013, 04:37   #2
Doppeloma
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Beiträge: 9.192
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: Meine neuestes Gutachten

Hallo Trixi,

Zitat:
Bei der 33 jährigen ist es aufgrund von Alkoholeinwirkung während der vorgeburtlichen Entwicklung zu schwerwiegend, bleibenden Funktionsstörungen mehrerer Organsysteme gekommen.
Der Satz ist ja furchtbar, das kling im ersten Moment, als hättest du ein Alkoholproblem, das hätte man sicher "sensibler" formulieren können...

Zitat:
Wie das Abschlussergebnis nach DIA-AM vom 15.10.2012, sind besondere Hilfen bei der beruflichen Integration erforderlich.

Im Bereich der WfbM besteht vollzeitiges Leistungsvermögen für leidensgerechte, leichte bis mittelschwere Arbeiten überwiegend sitzend unter der Vermeidung von Lärmbelastung und hoher Verletzungsgefahr.
Sollte soweit in Ordnung sein, kannst du nur selber beurteilen ...

Zitat:
Prognose bei verminderter oder aufgehobener Leistungsfähigkeit:

Voraussichtlich länger als 6 Monate aber nicht auf Dauer
Die Prognose widerspricht der obigen Feststellung "zu schwerwiegend, bleibenden Funktionsstörungen", bleibende, schwerwiegende Funktionsstörungen sind ja wohl eher AUF DAUER vorhanden, ODER ...

Zitat:
Was haltet ihr von diesem Gutachten? Soll / Kann ich mich damit zufrieden geben oder soll ich dagegen Einspruch erheben ( Der Hinweis, dass ich gegen dieses Gutachten einspruch erheben kann, fehlt übrigens in dem Schreiben )
Das ist eine ärztliche Stellungnahme und kein Bescheid gegen den man "Einspruch" (du meinst sicher Widerspruch ?) einlegen könnte.

Kannst dich beim Med. Dienst schriftlich beschweren, zumal du nach Aktenlage "begutachtet" wurdest ... ob es was bringt, weiß ich nicht.

Zum Rest kann ich nichts sagen, dazu habe ich keine Erfahrungen.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2013, 12:26   #3
gelibeh
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gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh
Standard AW: Meine neuestes Gutachten

Zitat:
Der Satz ist ja furchtbar, das kling im ersten Moment, als hättest du ein Alkoholproblem, das hätte man sicher "sensibler" formulieren können...
Das musste ich auch erst zweimallesen. Aber da hatte die Mutter wohl ein Alkoholproblem und Trixie deshalb FAS.
Ich weiß jetzt nicht was Du genau anstrebst, nach dem Gutachten wärst Du befristet voll erwerbsgemindert. Damit stehen Dir auch die 17% wegen Merkzeichen G zu.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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