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Start > > -> Heimbeihilfe verstorbene Großmutter

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 30.04.2007, 16:03   #1
Katze im Netz
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Unglücklich Heimbeihilfe verstorbene Großmutter

Falls es nicht hierher gehört bitte ich darum meinen Beitrag in ein dafür vorgesehenes Forum zu verschieben.

Kürzlich ist meine Großmutter gestorben - sie lebte in einem Altenheim und hatte einen Taschengeldanspruch in Höhe ca. 165 Euro (hat zwei Kinder erzogen). Sie starb am 07.03.07 - Das Taschengeld für den jeweiligen Monat wurde vom Altenheim komplett (!) zurückgebucht.

Sie bezog die sog. Heimbeihilfe, weil ihre Rente zur Deckung der Kosten im Altenheim nicht ausreichte.

Davon abgesehen, dass das Altenheim 14 Tage "nachberechnet", obwohl meine Großmutter da bereits 14 Tage tot war, stellen sich mir folgende Fragen:

1) Darf das Taschengeld komplett zurückgebucht werden (Rückführung Sozialamt), wenn doch jemand 7 Tage des Monats noch gelebt hat?

2) Vom Taschengeld werden ja nun auch andere Kosten gedeckt, so z.B. Telefon (Abbuchung Konto), da die Telekom nicht zum Monatsanfang abbucht, gehören doch Telefonkosten - und auch Abrechnungskosten Schließung Girokonto zum Taschengeldbedarf, oder nicht?

2b) taggenaue Abrechnung?

3) ich bin mir nicht sicher, meine aber irgendwo gelesen zu haben, das die letzte Taschengeldzahlung nicht verrechnet werden darf - auch nicht mit Beerdigungskosten, Heimkosten etc.

4) Wie würde es abgerechnet, wenn ein ALG II-Bezieher zum Monatsanfang stirbt? Müssen nicht alle Kosten wie Strom, Telefon etc. abgewartet werden und erst dann kann eine "Endabrechnung" erfolgen?

Ich habe natürlich auch selbst schon recherchiert, leider finde ich nichts dazu. Meine Großmutter hatte ihre letzte Taschengeldzahlung vom Altenheim nicht mehr anfordern können - sie war vom 21.02. bis 02.03. im Krankenhaus, wurde dann in´s Altenheim zurückgeführt und starb dort 5 Tage später - sie hat also ihr Bett nicht mehr verlassen können.

... es ist absolut entwürdigend was seitdem so geschehen ist, so ruft mich ein Sanitätshaus aus Verden an, weil ein Beatmungsgerät verschwunden sei, welches meine Großmutter gebraucht habe (sie ist angeblich friedlich eingeschlafen) und das Altenheim schickt mir die Schlussrechnung mit 14-Tagen "Nachlaufzeit" für die das Sozialamt Verden angeblich nicht aufkomme...

Wäre für eure Hilfe und einschl. § sehr dankbar.
 
Alt 30.04.2007, 17:56   #2
Katze im Netz
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... ok, es ist eine schwierige Frage - habe ich ja selbst bereits bemerkt bei meinen Recherchen... nur, was bedeutet das eigentlich wenn man das auf einen ALG II-Bezieher überträgt...

Angenommen man liegt im Sterben und es ist Monatsbeginn, eigentlich hat man verfügt, das keine lebenserhaltenden Maßnahmen erfolgen sollen.

Macht es dann Sinn in seine Patientenverfügung zu schreiben: sofern ich zur Zeit Sozialleistungen beziehe, bitte ich aufgrund der möglichen Belastung für Rechtsnachfolger und Erben darum, lebenserhaltende Maßnahmen bis zum Monatsschluss dennoch aufrechtzuerhalten?

Sorry, aber mir dreht sich gerade der Magen um bei diesem Gedankengang.
 
Alt 02.05.2007, 11:44   #3
gerda52
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Hallo Katze im Netz

ich bin durch ein anderes Thema, an dem Du beitragsmäßig rege beteiligt warst, auf die Frage hier aufmerksam geworden.

Der Begriff 'Heimzulage' zaubert beim googeln überwiegend Seiten aus Östereich in die Anzeige. Deshalb zunächst ein paar ergänzende Fragen:

Stimmt die Bezeichnung?

Nach welchem Gesetz wird die Zulage gewährt?

War die Pflegeversicherung beteiligt?

Was gibt der Vertrag her, den Deine Oma seinerzeit mit dem Heim abgeschlossen hat?

Die genannten 800 Euro, die Du aus dem Regelsatz bezahlen sollst, wie kommen die zustande? Hast Du das Sozialamt schon kontaktiert?
gerda52 ist offline  
Alt 02.05.2007, 11:56   #4
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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ich nehme an es geht um folgenden Anspruch

http://bundesrecht.juris.de/sgb_12/BJNR302300003.html

§§ 61-66 SGB XII
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 02.05.2007, 14:05   #5
Katze im Netz
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Zitat von Arania Beitrag anzeigen
ich nehme an es geht um folgenden Anspruch

http://bundesrecht.juris.de/sgb_12/BJNR302300003.html

§§ 61-66 SGB XII
Sozialhilfe schon, Arania, allerdings nicht 61-66 SGB XII. Meine Großmutter hatte keinerlei Pflegestufe oder Pflegeaufwand, als sie im Zuge der Inso meines Vaters einfach auf ihr Wohnrecht für ihr/sein Haus verzichtete, hat sie in diesem Altenheim angerufen und sich seinerzeit eingemietet - einfach so. Ich wurde dann irgendwann vom Altenheim mit nicht gedeckten Kosten konfrontiert - das war 2001 und setzte mich mit dem Sozialamt "zusammen", sofern man das so bezeichnen kann. Da ihre Rente für die Heimkosten nicht ausreichte, übernahm das Sozialamt seinerzeit den Überhang + Taschengeld im Rahmen von BSHG/Heimbeihilfe. Ein Grusi-Antrag sollte dann auch formell gestellt werden, scheiterte allerdings.

Meine Großmutter hat eine Pflegestufe/Pflege durch das Heim abgelehnt und immer wenn entweder das Heim oder ich sie zu bewegen versuchten, vielleicht doch mindestens Pflegestufe I bekommen zu können, stellte sie ihr Bügelbrett raus und war agil. In Wirklichkeit war meine Großmutter nahezu blind und hatte natürlich sämtliche Einschränkungen, die über 80jährige so haben.

Pflege durch das Heim wurde in den letzten 5 Tagen ihres Lebens erst nötig, so verstehe ich bis jetzt noch nicht die Entlassung durch das Krankenhaus zurück ins Altenheim. Für mich ist es ziemlich übel, da ich sie im Krankenhaus noch besucht hatte, es ihr gut ging und ich dann erst angerufen wurde, als sie im Altenheim verstorben ist. In der Folgezeit war halt von meinen Eltern und mir die Beerdigung zu organisieren, da wir alle im erg. Hilfebezug stehen, sind wir mit diesen jetzt zusätzlichen Kosten schlicht überfordert, wenn das Sozialamt diese tatsächlich nicht übernehmen muss.

Den Vertrag mit dem Altenheim kenne ich leider nicht - ich kann mir aber nicht vorstellen, das der so ok ist, wenn die Hilfebedürftigkeit und unzureichende Rente bekannt waren - und auch wenn sie ihr Taschengeld Anfang März wegen Bettlägerigkeit nicht mehr unten aus dem Büro abholen konnte, sie hat defakto noch 7 Tage des Monats gelebt und sie hatte einen Telefonanschluss, der eben von ihrem Konto am Ende des Monats erst abgebucht wird.

Das Sozialamt wollte natürlich ihren Restbestand Taschengeld und bestehende Konten aufgedeckt haben - ist auch klar soweit, auch wurden Teile der Beerdigung übernommen. Ein Testament oder Erben gibt es nicht - sie hatte nur das, was noch in ihrem Zimmer war und wir halt entsprechend Frist dieses Zimmer zu "räumen", was eben schwierig ist, wenn man selbst nur vom Regelsatz lebt, nicht motorisiert ist und eben auch 35 km weit weg wohnt.
 
Alt 02.05.2007, 14:15   #6
Katze im Netz
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
.

Der Begriff 'Heimzulage' zaubert beim googeln überwiegend Seiten aus Östereich in die Anzeige. Deshalb zunächst ein paar ergänzende Fragen:

Stimmt die Bezeichnung?
Ja, sie ist auch auf den Rechnungen des Altenheimes so ausgewiesen.

Zitat:
Nach welchem Gesetz wird die Zulage gewährt?
Früher BSHG heute SGB XII

Zitat:
War die Pflegeversicherung beteiligt?
Nein

Zitat:
Was gibt der Vertrag her, den Deine Oma seinerzeit mit dem Heim abgeschlossen hat?
Den kenne ich leider nicht - in ihren Unterlagen fand sich auch keine Kopie des Vertrages!

Zitat:
Die genannten 800 Euro, die Du aus dem Regelsatz bezahlen sollst, wie kommen die zustande? Hast Du das Sozialamt schon kontaktiert?
800 Euro muss ich nicht bezahlen - sondern 129 Euro 14-tägige, überhängige Heimkosten - gegengerechnet wurde eben nicht mal anteilig ihr Taschengeld für diesen Monat ca. 166 Euro. Sowohl ich, als auch meine Eltern haben mit dem Sozialamt Kontakt aufgenommen, was die Beerdigungskosten angeht, die weitestgehend auch übernommen wurden. Bis auf die zusätzliche Stanzung auf einem vorhandenen Grabstein, Gebühren für Sterbeurkunden, die anteiligen Grabgebühren für den Doppelgrabanteil meiner dort beerdigten Urgroßmutter sowie eben den Kranz. Auf eine Aufbahrung hatten wir verzichtet, da aber keine Pauschale gewährt wird, sondern nur die Kosten erstattet werden, die auch anfallen, kann das nicht verrechnet werden.

Andererseits wird dann eben der gesamte Taschengeldanspruch für die Beerdigung angerechnet, ebenso wie das restliche Kontoguthaben.
 
Alt 02.05.2007, 14:22   #7
gerda52
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Es muss doch ein Erbschein vom zuständigen Amtsgericht ausgestellt worden sein. Die Erbschaftsannahme kann man ablehnen.

Nachlassverbindlichkeiten lösen sich damit in 'Luft' auf, d.h. sie lassen sich nicht auf Angehörige übertragen. Und wenn an Flüssigem, hier bezogen auf den Nachlass, nichts vorhanden ist, lässt sich eben auch keine Rechnung mehr bezahlen.

Die Telekom z.B. wird den Verlust schon verschmerzen.
gerda52 ist offline  
Alt 02.05.2007, 16:24   #8
Katze im Netz
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
Es muss doch ein Erbschein vom zuständigen Amtsgericht ausgestellt worden sein. Die Erbschaftsannahme kann man ablehnen.
Es wurde kein Erbschein ausgestellt - es gab auch nichts zu vererben - wie gesagt, bei uns "greift" die reguläre "Rangfolge" lt. Bestattungsgesetz Niedersachsen... also meine Eltern, meine Tante (nicht interessiert, aber solvent) und dann ich und meine Cousins usw.

Meine Eltern und ich haben in getrennten Aktionen das Zimmer im Altenheim weitgehend geräumt, wobei wir noch Probleme mit der Müllentsorgung hatten - auch habe ich gebeten, bei anderen Heimbewohnern nachzufragen, ob Hausrat etc. noch ggf. gebraucht wird.

Zitat:
Nachlassverbindlichkeiten lösen sich damit in 'Luft' auf, d.h. sie lassen sich nicht auf Angehörige übertragen. Und wenn an Flüssigem, hier bezogen auf den Nachlass, nichts vorhanden ist, lässt sich eben auch keine Rechnung mehr bezahlen.
ja... es waren keine Geldmittel vorhanden - außer eben dem nicht beanspruchten Taschengeld sowie ca. 30 Euro auf dem Girokonto, die eben die Telefonrechnung abdecken. Da hier keine Nachlass/Erbregelung greift, sind halt wir als Familie automatisch involviert. Meine Eltern beziehen selbst erg. ALG II, weil meine Mutter zu wenig verdient und mein Vater halt die Ü58-Regelung unterschrieben hat... ich erziehe ein U3-Kind und habe keinen Kindergartenplatz und beziehe demzufolge auch ALG II.

Die Kosten für Kranz und Grabplatzanteil meiner Urgroßmutter haben ein Loch von insgesamt 124 Euro in meinen Regelsatz-Etat gefressen. Meine Eltern sind einige Male hingefahren, ohne das Benzin etc. erstattet wurden, dann deren Anteil am Kranz und die nicht vom Sozialamt meiner Großmutter übernommenen Gebühren für Sterbeurkunden etc.

Wir sind schlicht und ergreifend "ausgeblutet". Inwieweit das Sozialamt versucht die Tochter zu finden und sie an den Kosten zu beteiligen, entzieht sich unserer Kenntnis.

Zitat:
Die Telekom z.B. wird den Verlust schon verschmerzen.
Das weiß ich nicht - zur Not bezahle ich auch diese 30 Euro - nur sehe ich eben nicht ein, dass das Taschengeld für März vom Sozialamt geschluckt wird und ich weitere 129 Euro für 14-Tage Altenheim, nach dem Tod meiner Großmutter entstanden - bezahlen soll - ich könnte es auch nicht, davon ganz ab - und meine Eltern eben auch nicht.
 
Alt 02.05.2007, 17:48   #9
gerda52
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Kostentragungspflicht

Von der Bestattungspflicht ist die Kostentragungspflicht der Bestattung zu trennen. Diese beinhaltet die Verpflichtung, die Kosten zu tragen oder dem zu ersetzen, der die Bestattung veranlasst hat. Diese kann öffentlich-rechtlich (so bei der sogenannten Ersatzvornahme durch ein kommunales Ordnungsamt) oder privatrechtlich sein. So trägt gemäß § 1968 BGB 'der Erbe die Kosten der Beerdigung des Erblassers'. Sind die Beerdigungskosten vom Erben nicht zu erlangen, ....
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bestattungsgesetz

Nach diesen Ausführungen sind Bestattungkosten und die Angelegenheit Heimrechnung, Taschengeld usw. verschiedene Angelegenheiten.
Um zu erben bedarf es keines Testamentes, die gesetzliche Erbfolge tritt automatisch ein.

Hier noch Infos zum Erbschein: http://de.wikipedia.org/wiki/Erbrecht#Erbschein

und weiteres dann im BGB.

Unabhängig davon habe ich erst kürzlich irgendwo gelesen (weiß die Quelle nicht mehr), dass rückständige Sozialleistungen bei Tod verfallen. Sie werden demnach kein Teil der Erbmasse.

Vielleicht kannst Du die Heim-Rechnung abstottern?
gerda52 ist offline  
Alt 02.05.2007, 17:54   #10
Katze im Netz
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
Vielleicht kannst Du die Heim-Rechnung abstottern?
Danke erst einmal, Gerda!

Abstottern fällt definitiv aus - ich stottere noch einen Uralt-Kredit und eine Waschmaschine ab, das ist finanziell gesehen schon eng genug. Derzeit habe ich keine Möglichkeit auch nur auf Mini-Job-Basis zu arbeiten und demzufolge noch Freibeträge zu erhalten.

Ich werde die Rechnung zurückschicken mit dem Vermerk, das ich nicht Ansprechpartner bin lt. Reihenfolge/Rangfolge und sie sich damit an das Sozialamt Verden richten mögen. Sollte sich dann das Sozialamt melden, werde ich sie an die eben nicht arme Tante verweisen und einen Bescheid in Kopie hinschicken...

Zitat:
Unabhängig davon habe ich erst kürzlich irgendwo gelesen (weiß die Quelle nicht mehr), dass rückständige Sozialleistungen bei Tod verfallen. Sie werden demnach kein Teil der Erbmasse.
Jap - das ist soweit klar - zumal wiederum die "Erben"/Rangfolgende dann aus dem dem Taschengeld die Beerdigung zu tragen haben... Mir geht es darum, das aufgelaufene Kosten des Heimes mit eben diesem Taschengeld verrechnet werden sollten und ich würde mich über jede weitere Information zum Thema sehr freuen.
 
Alt 02.05.2007, 18:42   #11
gerda52
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...
Zitat von Katze im Netz
Jap - das ist soweit klar - zumal wiederum die "Erben"/Rangfolgende dann aus dem dem Taschengeld die Beerdigung zu tragen haben...

Und das gerade eben nicht.

Mir geht es darum, das aufgelaufene Kosten des Heimes mit eben diesem Taschengeld verrechnet werden sollten und ich würde mich über jede weitere Information zum Thema sehr freuen.

Ja, hier passe ich dann mal.
Die Rechnung zurückzuschicken ist keine so schlechte Idee.
gerda52 ist offline  
Alt 05.05.2007, 17:21   #12
Tom_
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Kosten für Trauerfeier/Bestattung. Es gibt Gerichtsurteile nach denen es keineswegs davon abhängt, ob man das Erbe angenommen hat. Die Kosten muß der tragen, der im engsten Verwandtschaftsverhältnis steht und dazu in der Lage ist. Die Kosten können sich entsprechend auch auf mehrere Personen verteilen.
 
Alt 05.05.2007, 17:36   #13
Katze im Netz
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Zitat von Tom_ Beitrag anzeigen
Kosten für Trauerfeier/Bestattung. Es gibt Gerichtsurteile nach denen es keineswegs davon abhängt, ob man das Erbe angenommen hat. Die Kosten muß der tragen, der im engsten Verwandtschaftsverhältnis steht und dazu in der Lage ist. Die Kosten können sich entsprechend auch auf mehrere Personen verteilen.

Danke für die Information, Tom! :)

Meine Eltern (erg. ALG II) haben einen Teil der Kosten vom für meine Großmutter zuletzt zuständigen Sozialamt erstattet bekommen. Nicht enthalten in besagter Erstattung:

- Gebühren für 2. Grabanteil (dort wurde meine Urgroßmutter 1983 beerdigt), da auch der 2. Grabplatz erneut gebührenpflichtig wird, wenn ein Grabplatz "neu belegt" wird.... Kostenpunkt für ca. 20 Jahre einmalig 84 Euro...

- Gebühren für Sterbeurkunden (74 Euro)

- Grabpflegegebühren (nicht für das "eigene" Grab, sondern für das gärtnerische Gestalten drumherum.... ca. 20 Euro

- den Kranz (den mussten wir selbst bezahlen).

Auf eine Aufbahrung haben wir verzichtet, leider zahlt das Sozialamt keine Pauschale sondern rechnet in Einzelbeträgen tatsächliche Kosten ab...

- die ergänzende Stanzung beim vorhandenen Grabstein steht noch im Raum...


Frage - wenn es noch eine Tochter gibt - inwieweit ist diese heranzuziehen? Forscht das Sozialamt dort von sich aus nach?

Und... ob das Taschengeld meiner Großmutter für den Sterbemonat komplett zurückgerechnet werden darf, weiß ich halt immer noch nicht.
 
Alt 05.05.2007, 17:39   #14
Tom_
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Man sollte das Sozialamt informieren, wer noch für Zahlungen in Frage kommt. Ich streite auch gerade, weil mir mein Bruder die gesamten Kosten der Bestattung/Trauerfeier meiner Mutter vom Oktober 2006 auf's Auge drücken will. Er verdient üppig Geld und ich soll zahlen? Wovon? Die von meiner Mutter beliehene Lebensversicherung reichte gerade für die halben Kosten.
 
Alt 05.05.2007, 17:39   #15
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Zitat:
Frage - wenn es noch eine Tochter gibt - inwieweit ist diese heranzuziehen? Forscht das Sozialamt dort von sich aus nach?
Ich kann Dir nur zu dieser Frage etwas sagen, normalerweise sind ALLE Kinder zu gleichen Teilen verpflichtet die Kosten der Beerdigung zu tragen, wenn sie es finanziell können, falls nicht muss sie derjenige tragen, der dazu in der Lage ist.

Wenn das Amt nicht selbstständig nach allen Verwandten sucht, die zur Zahlung aufgefordert werden können, kann man selbstverständlich darauf hinweisen das es da oder da zahlungskräftige Verwandte gibt,

Zu Deiner anderen Frage versuche ich noch eine kompetente Antwort zu bekommen
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Alt 05.05.2007, 18:43   #16
Tom_
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Bei mir versucht die Stadtkasse die Kosten komplett zu bekommen, obwohl mein Bruder Geld hat und ich nicht. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen und erst ein Anwalt erreichte, daß sie jetzt an meinen Bruder herantreten.
 
Alt 05.05.2007, 18:45   #17
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Das ist natürlich das, was man dann in letzter Konsequenz leider machen muss
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Alt 05.05.2007, 18:46   #18
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Zitat:
Zu Deiner anderen Frage versuche ich noch eine kompetente Antwort zu bekommen
Das wäre wirklich lieb!!! Der Punkt ist, hätte meine Großmutter vor ihrem Tod noch das gesamte Taschengeld aus dem Büro des Altenheims abgeholt und ausgegeben, wäre es ja auch nicht mehr da und könnte nicht zurückgebucht werden...

So ist sie vom Krankenhaus direkt in ihr Altenheimzimmer - wurde noch 5 Tage "gepflegt" und ist dann verstorben - aber eben erst am 07.03. und es kann ihr doch nicht zum Nachteil gereichen, das sie aufgrund Bettlägrigkeit ihr Taschengeld nicht hat abholen können.

Um das vorsorglich vorwegzuschicken - ich möchte dieses Geld nicht für mich - nur müssen eben noch der anteilige Grabplatz meiner Urgroßmutter sowie vermutlich die Stanzkosten für den Grabstein getragen werden, dann gibt es noch eine Telefonrechnung in Höhe von ca. 20 Euro sowie die komische Heimabrechnung.

Irgendwie komme ich hier mit meinem Regelsatz an Grenzen und verschulden - bei wem auch immer - möchte ich mich eben nicht.
 
Alt 05.05.2007, 18:59   #19
Tom_
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Zum Thema Rückbuchung des Geldes des Monats obwohl der Tod während des Monats eingetreten ist, habe ich bisher folgende Information. Tritt der Tod in der ersten Woche ein, so ist teilweise eine Rückforderung zulässig. Es stellt sich jedoch die Frage ob dies nur anteilig zulässig ist. Da gibt es mehrere Ansichten. Normalerweise geht man von der Resttageszahl aus. Aber ich persönlich halte das so oder so für unzulässig und konnte auch keine Rechtsgrundlage entdecken, die eine Rückforderung zuläßt. "Wir machen das immer so" ist für mich keine Basis, da es kein Gewohnheitsrecht dieser Art geben kann.

Selbige Rückforderung bekam ich von der Rentenversicherung Wien. Dort hatte meine Mutter noch eine zusätzliche Rente aus ihrer früheren Zeit in Wien. Auch hier die Rückforderung des Sterbemonats. Allerdings habe ich denen dann klar gemacht, daß Miete etc. bei uns noch abgebucht werden, weil man nicht schnell genug in der Lage ist alles zu ändern bzw. Änderungen erst zum nächsten Monat greifen. Nach mehrfachem Briefwechsel wurde es inzwischen akzeptiert.
 
Alt 05.05.2007, 19:08   #20
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Ich habe auch bereits die Information, das das Taschengeld da es ja für die Bedürfnisse des Heiminsassen ist, wie Hygieneartikel, kleinere Anschaffungen etc. - bei uns in der Familie ist auch jemand im Pflegeheim verstorben, im Januar- schon -wenn das Sozialamt dieses finanziert oder teilweise finanziert hat-zurückgebucht werden kann, nur die dazugehörigen Paragraphen möchte ich noch haben.

ABER. Eins ist sicher, das Sozialamt muss alle Kosten tragen , Altlasten Pflegeheim, Beerdigung wenn es keine kapitalkräftigen Erben gibt.
Und auch der Verstorbene nicht genug in seinem Nachlass hat das diese Kosten beglichen werden können

Ich würde da nichts zahlen und darauf verweisen, das man dazu als ALG II Empfänger nicht in der Lage ist
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Man trifft sich im Leben immer zweimal
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Alt 05.05.2007, 19:45   #21
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Zitat:
Ich würde da nichts zahlen und darauf verweisen, das man dazu als ALG II Empfänger nicht in der Lage ist
jep - die Frage ist eben, inwieweit sie auch für den Grabanteil meiner Urgroßmutter heranzuziehen sind. Meine Großmutter hat das Doppelgrab Anfang der 80er für sich und ihre Mutter "gekauft" (eigentlich ist Mieten auf Zeit die korrekte Bezeichnung) und... sie hat den Grabstein so gestalten lassen, das eben auch für ihren Namen, Geb.- und Sterbedatum noch Platz ist...

Strenggenommen hat das Sozialamt über diese Vorsorge seitens meiner Großmutter weniger Kosten...

Was die Gebühren für die Sterbeurkunden angeht - dies wurde meinen Eltern so vom Beerdigungsinstitut in Rechnung gestellt - als nicht übernahmepflichtig vom Sozialamt - und die Erstattung des Sozialamtes sieht eben auch die Stanzkosten für den Stein nicht vor.

Am Rande bemerkt, es war sehr schwierig überhaupt ein Bestattungsinstitut zu finden, welches eine Beerdigung zum "Sozialtarif" überhaupt durchführt... das von meiner Großmutter favorisierte Unternehmen hat u.a. behauptet, es könne einen Sarg in dieser Preisklasse nicht anbieten und die Durchführung der Beerdigung kurzerhand abgelehnt.

Was das Taschengeld angeht... ich finde eben auch nichts Näheres zur Grundlage für den Rückbuchungsvorgang, vom Gefühl her würde ich dazu tendieren, das es nicht rechtens ist - aber... ich und mein Rechtsempfinden...


PS. ich komme zwar erst im dritten Rang, möchte aber eben auch meine Eltern entlasten, außerdem hatte ich ein sehr enges Verhältnis zu meiner Oma. Der Punkt ist, wenn die Kosten vom Soz-Amt meiner Oma nicht übernommen werden, sind sie zum Teil eben trotzdem angefallen, so wäre es sowohl mir als auch meinen Eltern zuzumuten ein Darlehen von der ArGe zu beantragen, nur... ich kann mir weitere monatliche Fixkosten einfach nicht mehr erlauben, weil uns sonst die Lebensgrundlage wegschwimmt.
 
Alt 06.05.2007, 01:34   #22
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http://www.sozialticker.com/rente-na..._20070427.html

schaue mal hier nach.
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Alt 06.05.2007, 02:04   #23
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Ja... danke...

da geht es um etwas anderes!
 
Alt 06.05.2007, 10:37   #24
gerda52
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Unglücklich Lebenserhaltende Maßnahmen, und dann?

Hallo Katze im Netz

Zitat von Katze im Netz
... ok, es ist eine schwierige Frage - habe ich ja selbst bereits bemerkt bei meinen Recherchen... nur, was bedeutet das eigentlich wenn man das auf einen ALG II-Bezieher überträgt...

Angenommen man liegt im Sterben und es ist Monatsbeginn, eigentlich hat man verfügt, das keine lebenserhaltenden Maßnahmen erfolgen sollen.

Macht es dann Sinn in seine Patientenverfügung zu schreiben: sofern ich zur Zeit Sozialleistungen beziehe, bitte ich aufgrund der möglichen Belastung für Rechtsnachfolger und Erben darum, lebenserhaltende Maßnahmen bis zum Monatsschluss dennoch aufrechtzuerhalten?

Sorry, aber mir dreht sich gerade der Magen um bei diesem Gedankengang.
dieser Gedanke ist gar nicht abwegig, denn auch das ist Deutschland.

... verstorbene Mutter liegt 4 Monate im Kühlhaus wegen Streit mit Sozialamt um Kostenübernahme der Bestattung.

Die Konstellation mehrere Nachkommen von solvent bis Sozialleistungsbezieher wird ja häufiger vorkommen. Stellen wir uns für den Fall der Fälle schon mal auf Schockfrosten ein?

gerda52 ist offline  
Alt 06.05.2007, 10:51   #25
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Siitenwidrigen Patientenverfügungen- und das wäre eine solche- wird sicher nicht stattgegeben werden.

Das mit dem Taschengeld ist zwar menschlich schwer zu verstehen, aber sachlich damit das wohl nur lebende Heimbewohner auch etwas ausgeben können begründet.

Wie gesagt, das einzige was dazu noch fehlt ist der Paragraph dazu, ansonsten sind bis jetzt alle Auskünfte die ich bekommen konnte, genauso
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