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Alt 05.12.2012, 14:00   #1
sunshine71->Emailproblem
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sunshine71
Standard Aussteuerung- und nun???

Hallo!

Bin neu in diesem Forum.

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll!!!

Mein Mann ist seit Dienstag in der Klinik wegen einem Nervenzusammenbruch und Depressionen. Taggleich sagte die Krankenkasse, dass sie ihn zum 09.12. aussteuern.

Bei der AfA angerufen, die fühlen sich nicht zuständig. Hartz4 käme angeblich nicht in Frage, weil mein Mann ja arbeitstechnisch nicht zur Verfügung stände.
Die 78 Wochen Krankengeldbezug waren Mitte Februar 2012 ausgeschöpft. Danach war er für 2,5 Monate arbeitslos und ist seit dem 01.05. in einem Arbeitsverhältnis.

Er ist dann doch auch nicht mehr krankenversichert??? Was soll ich tun???
Die Krankenkasse meinte, ich würde das schriftlich bekommen - aber bis dato nichts!!!

Wäre dankbar für ein paar Tipps...

Will morgen mit dem Sozialverband sprechen und mir da auch Infos holen, da mein Mann dort Mitglied ist.
Ich hoffe, dass ich das alles regeln kann, denn leider ist mein Mann momentan nicht in der Verfassung etwas zu tun.
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Alt 05.12.2012, 17:09   #2
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aussteuerung- und nun???

Hallo und willkommen.

habe noch etwas Geduld bis sich user melden, die sich mit dem Thema auskennen!
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 05.12.2012, 19:23   #3
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Info AW: Aussteuerung- und nun???

Hallo sunshine71,

sehe gerade, dass du hier schon ein eigenes Thema dazu eröffnet hast.

kopiere dir mal meine Antwort (teilweise) hier schon mit rein.

Zitat:
ob da der Sozialverband der richtige Partner ist, wage ich zu bezweifeln, wende dich lieber an die UPD (unabhängige Patientenberatung), schon die Behauptung, er sei JETZT ausgesteuert verwirrt mich etwas, da du weiter oben schreibst es sei schon im Februar ausgesteuert worden ?????????

Telefon UPD: 0800 - 011 77 22 / Mo- Fr 10 - 18 Uhr

Mit der AfA (und überhaupt mit Behörden) regelt man NICHTS telefonisch, da wird man immer abgewimmelt.
Gibt es diesen Bescheid zur Aussteuerung denn schon schriftlich, den brauchst du für die AfA ???
Ergänzend nochmal zu deinem Gesamt-Problem folgendes.

Zitat:
Mein Mann ist seit Dienstag in der Klinik wegen einem Nervenzusammenbruch und Depressionen. Taggleich sagte die Krankenkasse, dass sie ihn zum 09.12. aussteuern.
Was heißt "sagte", eine Aussteuerung muß schriftlich per Bescheid mitgeteilt werden.
Dieser Bescheid (Kopie davon) ist dann bei der AfA vorzulegen.

Zitat:
Bei der AfA angerufen, die fühlen sich nicht zuständig.
Was die "fühlen" ist auch erst mal egal, allerdings brauchst du diesen Bescheid (von der KK) und auch eine Vollmacht von deinem Mann, dass du seine Interessen im Moment bei allen Behörden vertreten sollst, das schließt die Stellung von Anträgen in seinem Namen ein.

Du brauchst auch was von der Klinik (Aufenthaltsbescheinigung ab XX bis OFFEN), als Nachweis, dass er sich nicht persönlich bei der AfA melden kann, wende dich dort bitte unbedingt an die Sozialarbeiter.

Dann gehst du zur AfA hin (am besten mit einer Begleitung und verlangst den Antrag auf ALGI für deinen Mann, wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld hat er (theoretisch) einen Anspruch nach § 145 SGB III

Warum "theoretisch", weil er natürlich auch einen tatsächlichen Anspruch haben muss, das geht aus deinem Beitrag nicht klar genug hervor, wieviel Anspruch auf ALGI er überhaupt noch hat, nach der letzten Arbeitslosigkeit.

Schau bitte auch in seinem letzten Bescheid zum ALGI rein, wieviele Tage da angegeben sind, in der Bewilligung und rechne aus was davon ca. noch übrig wäre.

Aus dem neuen Arbeitsverhältnis besteht vermutlich noch kein neuer Anspruch, das könnte nur bei der AfA geklärt werden und auch nach der Aussteuerung bekommt man nur noch den Rest-Anspruch, wenn es keinen neuen (aus längerer Beschäftigungszeit) gibt.

Zitat:
Hartz4 käme angeblich nicht in Frage, weil mein Mann ja arbeitstechnisch nicht zur Verfügung stände.
Das ist so auch nicht korrekt, er ist aktuell AU (Arbeits-Unfähig krank), das spricht rechtlich NICHT gegen eine Erwerbsfähigkeit von mindestens 3 Stunden täglich (und damit Anspruch auf Hartz4), auch BIS er dann wieder arbeitsfähig ist.

Bisher will man dich überall nur abwimmeln, du darfst dich aber nicht abwimmeln lassen, verlange die entsprechenden Formular-Anträge, fülle die aus (dein Mann sollte wenigstens selber unterschreiben können ???), füge alle verlangten Unterlagen (in Kopie, KEINE Originale abgeben) hinzu und bestehe darauf, dass man die Anträge bearbeitet und einen rechtsmittelfähigen Bescheid dazu erteilt.

Bitte auch ALLES vor der Abgabe für dich (private Akte anlegen !!!) kopieren UND IMMER gegen Empfangsbestätigung beim Amt einreichen oder auf dem Postwege mit Übergabe-Einschreiben schicken.

Mündlich geht gar nicht, die sind alle dazu verpflichtet Anträge anzunehmen und zu bearbeiten, wenn was abgelehnt wird, müssen die das auch schriftlich machen und begründen warum, dann kann man den Rechtsweg gehen (Widerspruch /Klage), mit "gesagten Sachen" kommt man da nicht weit...

Auch ein formloser Antrag (auf ALGI /ALGII) bei der Behörde abgegeben (gegen Eingangsbestätigung auf einer Kopie davon !!!) ist erst mal ein rechtsgültiger Antrag auf Sozial-Leistungen, das ist wichtig für den Zeitpunkt der Antragstellung und die Sicherung der Geld-Ansprüche ab Antragsdatum.

Die KK ist ein weiterer Komplex, der zusätzlich /parallel abzuarbeiten ist.

Zitat:
Die 78 Wochen Krankengeldbezug waren Mitte Februar 2012 ausgeschöpft.
War es die gleiche Krankheit mit der er jetzt auch AU-geschrieben ist ???
Bitte fordere bei der KK die Auflistung der AU-Zeiten mit Diagnosen für die letzten 4 - 5 JAHRE an, das ist wichtig um die Berechtigung der erneuten Aussteuerung prüfen zu können und die Blockfristen (z.B. der UPD kann dabei dann helfen, braucht aber diese Daten dafür), mit einer Vollmacht von deinem Mann kannst du auch das für ihn erledigen.

Zitat:
Danach war er für 2,5 Monate arbeitslos und ist seit dem 01.05. in einem Arbeitsverhältnis.
War er da als "ausgesteuert" bei der AfA gemeldet oder als "normaler" Arbeitsloser, weißt du das noch, sind die Unterlagen dazu greifbar ...denn mit dieser Aussteuerung aktuell scheint mir irgendwas nicht zu stimmen...

Bei mir hat man das auch mal versucht mich vorzeitig auszusteuern, weil man ganz verschiedene Krankheiten (mit Arbeit dazwischen) einfach addiert hat.

Zitat:
Er ist dann doch auch nicht mehr krankenversichert??? Was soll ich tun???
Keine Sorge, vorerst gilt die Nachversicherungspflicht der Krankenkasse (gesetzlich geregelt für 4 Wochen !!!), leider wird den Leuten auch das nicht freiwllig mitgeteilt, danach bliebe auch die "Notfall-Versorgung" aufrecht erhalten, ich denke mal du wirst bis dahin alles regeln können.

Sobald es einen Leistungs-Bescheid (AfA/ JobCenter) gibt ist er darüber auch weiter versichert und das wird dann rückwirkend mit der KK ausgeglichen.

Wie bist du denn versichert, auch gesetzlich ???
Dann kannst du deinen Ehemann auch ganz problemlos bei dir (kostenfrei) familienversichern lassen.
Geht aber nicht wenn einer von euch privat K-Versichert wäre.
Hätte die KK dich auch drüber informieren können und müssen.

Zitat:
Die Krankenkasse meinte, ich würde das schriftlich bekommen - aber bis dato nichts!!!
Das brauchst du ( bzw. dein Mann) auch schriftlich, ohne diesen Bescheid der KK macht die AfA auch nichts...

Zitat:
Will morgen mit dem Sozialverband sprechen und mir da auch Infos holen, da mein Mann dort Mitglied ist.
Ich hoffe, dass ich das alles regeln kann, denn leider ist mein Mann momentan nicht in der Verfassung etwas zu tun.
Dazu habe ich dir weiter oben schon was geschrieben, ich fürchte das ist Zeitverschwendung, die wissen da auch nicht Bescheid, beschäftigen sich eher mit Schwerbehinderung und Renten.

Wirkliche Unterstützung kann dir eher noch der soziale Dienst der Klinik geben, in der sich dein Mann gerade befindet, mit denen solltest du dich mal zusammensetzen, auch wegen der richtigen Formulierung einer Vertretungs-Vollmacht zum Beispiel, damit man dich überhaupt bei den Behörden ernst nehmen muss.

Melde dich wenn du noch Fragen hast und versuche trotz allem in Ruhe einen Schritt nach dem anderen zu machen, es hilft Keinem wenn du auch noch zusammenbrichst, also pass auf dich auf.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 05.12.2012, 22:57   #4
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aussteuerung- und nun???

Hallo,

was hast du bzgl. der 3-Jahres-Fristen von den Erkrankungen deines Mannes vorliegen...

wenn er wieder arbeitsfähig war und ganz normal im Beschäftigungsverhältnis stand, dann kann es sein, dass er einen ganz neuen Anspruch auf KG jetzt hat.

ich müßte die genauen daten haben: erstmaliges Auftreten dieser Erkrankung und zwischenzeitlich gezahltes KG...bzw. den Zeitraum des KG...

dann kann ich dir mehr sagen...

fordere aber zuerst einmal von der KK die Unterlagen an, die eine klare Aussage über die berücksichtigte 3-JahresFrist geben..

Kurze zwischenzeitliche Arbeitsfähigkeit kann neuen Anspruch auf 78*Wochen Krankengeld bringen
__

Gruß
Anna

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Alt 06.12.2012, 19:31   #5
sonne26
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sonne26 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aussteuerung- und nun???

Hallo,

können auch Beiträge aus meinem gewesenen "Fall"
Kein Land in Sicht........ etwas weiter helfen?


Grüße
Sonne 26
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Alt 07.12.2012, 19:08   #6
Aras
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Aras Aras
Standard AW: Aussteuerung- und nun???

Nahtlosigkeitsregelung, nach der Aussteuerung hat man Anspruch auf ALG1 nach § 145 SGB III. Früher war das der § 125, ist aber inhaltsgleich.

Ich hatte damals noch nach 125 ALG1 bekommen, allerdings war ich nicht in einem Beschäftigungsverhältnis.
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Alt 08.12.2012, 02:01   #7
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Daumen hoch AW: Aussteuerung- und nun???

Hallo Aras,

Zitat:
Ich hatte damals noch nach 125 ALG1 bekommen, allerdings war ich nicht in einem Beschäftigungsverhältnis
zum Anspruch auf Nahtlosigkeit nach der Aussteuerung steht schon was im Post 3, korrekt, dass es sich aktuell (seit April 2012) um den § 145 SGB III handelt.

Ein bestehendes Arbeitsverhältnis "ruht" in dieser Zeit, bleibt aber erhalten solange es nicht offiziell gekündigt wird, da sollte man aber den AG "kommen lassen" und nicht selber kündigen.

Bin selbst immer noch fest angestellt und erhalte aktuell sogar eine EM-Rente auf Zeit, mein Arbeitsplatz war auch während der Nahtlosigkeit bei der AfA kein Problem.

MfG Doppeloma
__

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Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2012, 10:21   #8
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aussteuerung- und nun???

Hallo,

ich habe auch weiterhin noch mein Beschäftigungsverhältnis..es ruht derzeit....

falls die Afa für mich einen leidensgerechten Arbeitsplatz finden würde, könnte man ja immer noch kündigen...
aber ich selber kündige nicht, niemals...


also niemals selber kündigen...
__

Gruß
Anna

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