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Start > > -> Hartz IV, Leukämie und verlierenden Anspruch

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 25.04.2007, 21:24   #1
1ringelnatz1
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Hartz IV, Leukämie und verlierenden Anspruch

Hallo Mitstreiter,
will mich mal kurz vorstellen, da ich zum ersten Mal hier bin:
bin 50 Jahre alt, 35 Jahre eingezahlt, verheiratet und erwachsene Kinder.

Beziehe seit dem 01.02.2007 ALG II, wobei ich sagen muß der Antrag wurde zügig bearbeitet und bewilligt und ich war den Umständen entsprechend zufrieden.

Mitte März wurde dann bei mir akute Leukämie festgestellt, worauf ich krankgeschrieben wurde. Den Krankenschein hat meine Frau noch am gleichen Tag bei der ARGE abgegeben.
Zwei Tage später kam ein Änderungsbescheid von der ARGE, das die Leistung um 35% gekürzt wurde, da ich ja nun Verpflegung und Unterkunft im Krankenhaus erhalten würde. Zuviel bezahlte Beträge sind zu erstatten.
Nochmal einen Tag später kam ein Brief der ARGE, das man zur Zeit prüfe, ob man für mich überhaupt noch zuständig sei, da der Krankheitsverlauf unter Umständen Jahre dauern kann und ich somit dem Arbeitsmarkt definitiv nicht mehr zur Verfügung stehe und daher auch keinen Anspruch auf Leistung hätte.
Meiner Ehefrau wurde empfohlen, sich nach einer Wohnung für einen 1-Personenhaushalt umzusehen.

Ist schon mal jemand in einer ähnlichen Situation gewesen und wie kann ich am effektivsten vorgehen.

Da ich recht häufig Chemo und Bestrahlung habe, kann es vorkommen, das ich nicht jeden Tag gleich gut drauf bin um regelmäßig ins Forum zu schauen.

Danke für Euer Interesse
mit vielen lieben Grüssen
1ringelnatz1
 
Alt 25.04.2007, 21:36   #2
kalle
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von kalle
 
Registriert seit: 05.07.2005
Ort: Selmsdorf
Beiträge: 1.496
kalle
Standard

Hallooooooooo, wo sind wir denn hier gelandet.

1. Ich denke mal, das Du trotz der Leukämie noch nicht im Krankenhaus verweilen brauchst. Sondern nur zu den Behandlungen.?
Dann ist eine Kürzung um 35 % nicht zulässig. Nur weil Du Krankgeschrieben bist heißt das ja noch nicht Krankenhaus. Und nur dann wären die 35 % unter Umständen gerechtfertigt.
2. Haben die Dich schon in die Flügelabteilung verabschiedet? Das Glaube ich ja wohl nicht. Natürlich sind die weiterhin für Dich zuständig. Bis zu 6 Monaten erst einmal. Dann können die eine Überprüfung Deiner Erwerbsfähigkeit anstrengen. Sie könnten auch eine EU-Rente anregen. Aber auch dann müssen sie trotzdem zahlen.
3. Ich hoffe mal, das Du Deine Leukämie wie jede andere Krankheit nimmst und bekämpfst. Und so schnell stirbt es sich ja nun auch nicht. Deine Frau muss sich erstmal garnix suchen. Ich gehe mal davon aus, das Deine Frau auch AlgII bezieht und mit Dir in einer BG ist. Und arbeitsfähig ist?. Dann wird die Erwerbsfähigkeit, bzw. der Vorstand der BG einfach umgeändert auf Deine Frau und Du würdest Sozialgeld erhalten.

Wenn ich jetzt ein wenig strong geschrieben habe: Das war beabsichtigt, so bin ich. Nur nicht unterkriegen lassen. WEnn Du noch genaueres wissen möchtest, dann auch gerne per PN oder Mail.
http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
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Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
kalle ist offline  
Alt 25.04.2007, 22:37   #3
1ringelnatz1
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Kalle,
Danke für Deine schnelle Reaktion und Dein Interesse.

Es ist also im Augenblick wirklich so, das ich 24 Std. im Krankenhaus an irgendwelchen Schläuchen und Apparaten hänge und keinen Schritt vor die Tür gehen kann. (akute lymphatische Leukämie = ALL).
Wenn ich alles richtig verstanden habe, wovon ich mal ausgeh, werde ich erstmal bis Ende Juli hier sein, dann 14 Tage Chemopause und danach das gleiche Theater von vorn. Also könnte schon Anfang nächsten Jahres werden bis ich wieder draußen bin. Aber da mach ich mir die wenigsten Sorgen drum. Bin ein positiv denkender Mensch.

Mehr Sorgen machem mir unsere zu große Wohnung (96qm) mit zwei großen Hunden. Hier etwas etwas adäquates, ARGE entsprechendes, mit verständnisvollen Vermietern zu finden......

Auf ärztliches Anraten habe ich tägliche Besuche meiner Frau im Krankenhaus bei einer einfachen Entfernung von 42KM, geht das wahnsinnig ins Spritgeld. Kann man da irgendwo Zuschüsse beantragen??

Wenn auf irgendeine Art und Weise legaler Anspruch auf zusätzliche Leistungen bestehen könnte, würde ich mich über kleine Tipps freuen, da mir das selber Nachlesen zur Zeit sehr, sehr schwerfällt und ich mich kaum länger als 10 Min. konzentrieren kann.

Nochmals Danke für Eure Hilfe
mit lieben Grüssen
1ringelnatz1
 
Alt 26.04.2007, 12:38   #4
Arania->Emailproblem
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Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Also wenn der Fall so liegt das die Behandlung voraussichtlich länger als 6 Monate dauert, dann wird sicher die Erwerbsfähigkeit überprüft werden, bis dahin muss es so laufen wier Kalle beschrieben hat, es gibt aber normalerweise Sozialarbeiter im Krankenhaus, auch spezielle Berater in Deinem Fall, die Dir sicher weiterhelfen können, frag mal im Krankenhaus nach.
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 26.04.2007, 12:59   #5
Unwichtig->Emailproblem
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Registriert seit: 09.01.2007
Beiträge: 296
Unwichtig
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Da hat Deine Frau bei der ARGE wohl gleich gross und breit verkündet was Du für eine Krankheit hast.
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
Unwichtig ist offline  
Alt 26.04.2007, 13:01   #6
Arania->Emailproblem
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Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Was ist das denn für eine "unwichtige" Aussage?
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Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 26.04.2007, 16:12   #7
münchnerkindl->Emailproblem
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Registriert seit: 05.11.2006
Beiträge: 1.733
münchnerkindl münchnerkindl münchnerkindl
Standard

Zitat von 1ringelnatz1 Beitrag anzeigen
Meiner Ehefrau wurde empfohlen, sich nach einer Wohnung für einen 1-Personenhaushalt umzusehen.
Hi,

DIESE Aussage schlägt ja dem Fass den Boden aus!!

Soll das schonmal vorbereitend auf Dein ("baldig zu erwartendes"..) Ableben sein?

Oder weil Du nun in dem Krankenhaus einziehen sollst?

Das ist ja echt das letzte.

Liebe grüsse und gute Besserung,

Petra
münchnerkindl ist offline  
Alt 26.04.2007, 18:19   #8
Wölfin
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Wenn das wirklich so gemeint war, mit der 1-Personen-Wohnung, ist das m.E. ein Grund, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Ich kann mir vorstellen, dass einschlägige TV-Magazine (Report, Frontal 21, Monitor ...) sich dafür interessieren könnten, wenn die wirklich so mit Euch umgehen sollten.
 
Alt 26.04.2007, 20:49   #9
Unwichtig->Emailproblem
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Registriert seit: 09.01.2007
Beiträge: 296
Unwichtig
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http://www.bild.t-online.de/BTO/kddb...dbContact.html
__

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Unwichtig ist offline  
Alt 26.04.2007, 20:53   #10
Wölfin
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Na ja, weiß nicht, Unwichtig. BLÖD wäre das letzte, dem ich meine persönliche Geschichte anvertrauen würde ...
 
Alt 26.04.2007, 21:43   #11
Unwichtig->Emailproblem
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Registriert seit: 09.01.2007
Beiträge: 296
Unwichtig
Standard

Wegen der Krankenhausverpflegung darf nicht gekürzt werden:

http://www.peng-ev.de/forum/viewtopic.php?t=4531

Die von den Antragstellern während der Mütter-Kind-Kur vom XX. November 2006 bis XX. Dezember 2006 in Xxxx ersparten Aufwendungen an Verpflegung stellen kein Einkommen im Sinne des § 11 Abs. 1 SGB II dar. Das Einkommen der Antragsteller hat sich nicht vermehrt.

Zutreffend weist die Antragstellerin zu 1) darauf hin, dass Geldeswert nur solche Sacheinnahmen einschließlich Dienstleistungen sind, die einen Marktwert besitzen, also gegen Geld tauschbar sind. Dies ist bei den von den Antragstellern ersparten Aufwendungen nicht der Fall. Sie haben offensichtlich keine Essensmarken bekommen, die sie hätten eintauschen oder verkaufen können. Es ist der Antragstellerin zu 1) beizupflichten, dass die Verpflegung in stationären Einrichtungen keinen Marktwert besitzen, da dieser Leistung die Tauschbarkeit in Geld fehlt (ebenso SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006 – S 9 AS 1557/06 -, a.A. SG Karlsruhe, Urteil vom 09.01.07 – S 14 AS 2026/06 -). Hätten die Antragsteller die Verpflegung nicht in Anspruch genommen, hätte sich dadurch die von der Krankenkasse zu erbringende Vergütung in Form des Pflegesatzes nicht reduziert. Weder die Antragsteller noch die Krankenkasse hätten eine Ersparnis durch die Nichtinanspruchnahme der Verpflegung zu verzeichnen. Im Übrigen schuldet die Rehabilitationseinrichtung nicht den Antragsstellern sondern ihrer Krankenkasse die Sachleistung Verpflegung. Die Antragsteller haben gegenüber der Rehabilitationseinrichtung keinen Anspruch auf Verpflegung, auch nicht aus einem Vertrag zugunsten Dritter, § 328 des Bürgerlichen Gesetzbuches.
__

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Unwichtig ist offline  
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anspruch, hartz, leukaemie, leukämie, verlierenden

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