Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 29.10.2012, 11:00   #1
gila
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Standard INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

INFORMATION:

Ich möchte gerne einige Erfahrungen und Tipps weitergeben.
Immer wieder hört oder liest man, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Depressionen keinen geeigneten Therapeuten finden oder übermäßige lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.
Dies hat oftmals zufolge, dass der Hilfesuchende aufgibt oder sich in seiner Not versucht selbst zu helfen (Tabletten, Selbstmedikamentierung) oder sich zurückzieht, was sein Leiden oftmals verschlimmert.

Viele wissen jedoch nicht, welche Möglichkeiten es darüber hinaus über die eigene Krankenkasse gibt. Auch wir haben diese Erfahrung erst aktuell machen müssen.
Die Bundespsychotherapeutenkammer hat hierzu eine Broschüre (siehe Anhang), die hierzu weiterführende Informationen enthält.

Folgender Link enthält weitere wertvolle Informationen:
Psychotherapie-Informations-Dienst - Rechtliches


Es lohnt sich auch durchaus, die Webseiten der Privatpraxen anzuschauen, denn bei vielen findet sich der Hinweis, DASS und auch unter WELCHEN Voraussetzungen ein privater Therapeut mit der Kasse abrechnen kann.

Was wenig bekannt ist: In § 13 (3) SGB V wird ausgeführt: „Konnte die Krankenkasse eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbringen oder hat sie eine Leistung zu Unrecht abgelehnt und sind dadurch Versicherten für die selbst beschaffte Leistung Kosten entstanden, sind diese von der Krankenkasse in der entstandenen Höhe zu erstatten, soweit die Leistung notwendig war.“

Unaufschiebbar und notwendig ist eine Psychotherapie, wenn es einem gleichbleibend schlecht geht und man Hilfe braucht. Hierbei muss man sich von den Krankenkassen nicht vertrösten lassen.

Was wenige wissen: Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, notwendige Behandlungen rechtzeitig zur Verfügung zu stellen

Monatelange Wartezeiten sind den Patienten nicht zumutbar, denn es gibt durchaus keinen Therapeutenmangel.
Jedem, der sich in der Situation befindet, dass er schon lange vergeblich nach einem freien Therapieplatz gesucht, ist anzuraten, seine Bemühungen
(Name des angefragt en Therapeuten, Datum, Auskunft am Telefon über Wartezeit) anhand einer Liste zu dokumentieren.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, nicht nur anhand Telefonbuch und Verzeichnissen zu suchen, sondern auch bei so genannten „Institutionsambulanzen“ nachzufragen, Therapiezentren, Selbsthilfegruppen, Kassenärztliche Vereinigung, Unabhängige Patientenberatung, Tageskliniken etc.

Unsere Krankenkasse hat - wie wahrscheinlich andere Krankenkassen auch - einen telefonischen medizinischen Service,
dem man sein Problem vortragen kann, und der selber versucht, einen Therapieplatz zu finden.

FRAGT Eure Kasse nach sowas!


Angehängte Dateien
Dateityp: pdf BPtK_Ratgeber_Kostenerstattung.pdf (241,8 KB, 351x aufgerufen)
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Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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Alt 29.10.2012, 11:07   #2
gila
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Standard AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

Persönlich:
In unserem Falle haben wir alle Möglichkeit durch, auch der Service der Krankenkasse konnte keine Abhilfe schaffen. Also haben wir nun einige Privatpraxen angefragt, und siehe da: Meine Tochter hat ihr dringliches und komplexes Anliegen per E-Mail geschildert und umgehend bereits von drei Therapeuten mit hervorragendem Ausbildungshintergrund eine Antwort erhalten.
Der Antrag auf Übernahme der Kosten für einen privat abrechnenden Therapeuten läuft derzeit. Die erforderlichen Nachweise über die Bemühungen wurden unsererseits erbracht. Da das Ganze noch vom medizinischen Dienst geprüft wird, ein erstes Gespräch jedoch schon möglich ist, erhielten wir die Auskunft, dass im Rahmen der allgemein üblichen fünf Probesitzungen es möglich ist, dass während die Angelegenheit noch geprüft wird, diese ersten Gespräche schon wahrgenommen werden können, und die Therapeutin mit der Kasse im Rahmen der Kassenleistung abrechnen könne.

Üblicherweise erwartet die Krankenkasse (hier die unsrige) noch folgende Unterlagen:
1. Auflistung von Vertrags-Therapeuten und der jeweiligen Angabe der mitgeteilten Wartezeiten
2. Nachweis über die Approbation oder des Akademikerabschlusses des gefundenen privaten Therapeuten
3. Attest über zusätzliche Angaben zum Erkrankungsbild und der geplanten Therapie, ggfs. Befundberichte über bereits erfolgte Therapie (ambulant stationär etc. )
4. Fachärztliches Attest über medizinische Gründe, warum eine Wartezeit nicht zumutbar ist

In unserem besonderen Falle ist der bisherige jahrelange Verlauf der Krankheit meiner Tochter der Krankenkasse wohl bekannt. Ebenso haben wir bereits im Antrag die Dringlichkeit hinreichend geschildert, ebenso detailliert mitgeteilt, welche Institutionen wir schon nachgefragt haben einschl. des hauseigenen (vergeblichen) Dienstes sowie sogar vegebliche Unterstützung der Betreuerin und des Therapiezentrums.

Dennoch erwartet die Krankenkasse diese ganze Liste und darüber hinaus eine Liste von mindestens 15 vergeblich angefragten Vertrags–Therapeuten.
Selbstverständlich konnte ich dies nicht unwidersprochen hinnehmen.

(Falls es jemandem ähnlich geht:)

Gründe:
Zum einen wussten wir zum Beginn der Suche nicht, dass „irgendwann“ erwartet werden würde, dass man darüber Buch geführt hat.
Zum anderen hatten wir bereits detaillierte Bemühungen unter Aufzählung von angefragten Institutionen und Betreuung mitgeteilt.
3. Sucht sie schon seit Mai 2012 und
4. Ist der derzeitige Zustand akut und auch nicht wenig lebensbedrohlich (ohne endlich therapeutische Unterstützung!)

Weiter habe ich mitgeteilt, dass ich die Anzahl von 15 Therapeuten für überzogen und unzumutbar halte (besonders IM NACHHINEIN), nachdem in sämtlichen Texten und Broschüren eine derart hohe Anzahl von Bemühungen nicht zu finden war. (Die Rede ist meist von bis zu 5 - und die telefoniert man ja eh schon mindestens ab!!!)

Einen Nachweis über Approbation etc. des infrage kommenden Therapeuten möge man sich von ihm selbst anfordern bzw. die von uns bereits genannte Webseite studieren, die das ganze Leistungs- und Ausbildungsspektrum enthält.

Zu den Attesten habe ich mitgeteilt, dass diese zum einen kostenpflichtig sind und hierzu das Geld fehlt, zum anderen die Nennung der Diagnosen und die Beibringung von medizinischen Befunden für die Patienten selbst unzumutbar ist und die Krankenkasse hier“ übersehen“ hat, uns mitzuteilen dass derartige Angaben und Unterlagen der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen und der Krankenkasse (Sachbearbeitung!) nicht eingeschickt werden, können und dürfen.

Die vorliegende Krankheitsgeschichte spricht für sich und ist "selbsterklärend" für den MDK - etwaige notwendige Unterlagen müssten vom Medizinischen Dienst selbst angefordert werden.

Dies ist der derzeitige Stand der Dinge.

Meine Tochter hatte den ersten Gesprächstermin. Sie war von der hoch qualifizierten Therapeutin sehr begeistert.
Diese war von der Krankheitsgeschichte, der schweren Medikamentierung über Jahre, sowie dem ständigen Ärger einer psychisch beeinträchtigten behinderten Person mit Jobcenter und ärztlichen Dienst sehr schockiert und machte gleich klar, dass es am Honorar nicht scheitern sollte und sie bereit wäre, ihr für den üblichen Kassensatz zu helfen, damit sie sich nicht mit Jobcentern und Sozialämtern etc. herumschlagen müsse, um evtl. übersteigende Kosten erstattet zu bekommen.

Vielen Dank, dass es noch solche MENSCHEN in der Ärzteschaft gibt!

Die Kasse ließ bisher verlauten, sie zahle nur den Kassensatz, den Rest müsse man zuzahlen oder über Jobcenter beantragen (was die aber nicht mögen!).

Jedoch heißt es auch im Gesetz: sind diese von der Krankenkasse in der entstandenen Höhe zu erstatten, soweit die Leistung notwendig war.

… was natürlich schon wieder „Ärger“ bedeutet. *seufz*




Vielleicht kann man das Thema irgendwie "fest pinnen", damit es nicht untergeht?

Über weiteren Verlauf werde ich ggf. berichten.


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Alt 29.10.2012, 12:17   #3
xyz345
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Danke vielmals.
Das betrifft nicht nur die Psychisch Erkrankten. Die Verweigerungs- und Ablehnungsgründe für Krankenkassenleistungen sind vielfältig.

Gut zu wissen.

xyz345 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2012, 12:29   #4
Minimina
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Vielen Dank Gila für diese sehr wichtigen Informationen

Früher war es so, daß man in Vorleistung gehen mußte und dann vor dem SG/LSG klagen und dann wurde die Krankenkasse in den meisten Fällen zum zahlen verdonnert.

Dies ist aber nur wenigen Menschen möglich, grade weil es ihnen ja so schlecht geht und sie meistens deswegen auch AU sind. Der typische Teufelskreis.

Wenn Euer Beispiel dazu führt, dass mehr Menschen geholfen werden kann, wäre das ein grosser Fortschritt, zumal viele privat abrechnenden Therapeuten wertvolle Zusatzausbildungen bieten können (z.B grade bei der PTBS) die die Kassentherapeuten meistens nicht haben.

Viel Glück für uns alle
MM
Minimina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2012, 13:34   #5
gila
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Aber noch eines beachten:

"Für diese Kostenerstattung Ihrer Krankenkasse müssen Sie nachweisen, dass kein Vertragsbehandler Kapazitäten frei hat. Des weiteren können Sie eine Bescheinigung der Notwendigkeit einer Psychotherapie beilegen. Dies kann zum Beispiel die Empfehlung eines Arztes oder einer Klinik sein.
Die Möglichkeit einer Kostenübernahme besteht auch in diesem Fall nur für die Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und analytische Psychotherapie."
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Alt 29.10.2012, 15:36   #6
Muzel
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Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
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Ich bin auch nach jahrelanger vergeblicher Suche nach einem Psychotherapeuten völlig resigniert. Man hat mir gesagt, dass die KV einem freie Kapazitäten mitteilt. Das habe ich auch gemacht. Die KV hat mir u.a. Psychotherapeuten mitgeteilt, die gar nicht mehr gab.
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Alt 29.10.2012, 15:47   #7
gila
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Hinzu kommt, dass nicht jeder Therapeut bestimmte Krankheitsbilder bearbeiten KANN oder auch WILL - manche haben keinen Bock z.B. auf Borderliner.
Oder das ewige DBT wirkt bei dir nicht und du brauchst was anderes.

Letztlich hast du (wie bei uns) schon eine langjährige Odyssee hinter dir und kannst eine FWW-Therapie (Feld-Wald-Wiesen ) def. nicht gebrauchen und möchtest DA abgeholt werden, wo du nun stehst.

Das grenzt auch die Suche noch erschwerend ein!

Ja - Muzel - nun kannst du dein "Suchspektrum" ja erweitern und hoffentlich einen finden!
Viel Glück!
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Alt 29.10.2012, 15:56   #8
Muzel
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Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
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Das haben mir Psychotherapeuten auch gesagt, nach dem sie mich nach meine Diagnose gefragt haben, dass sie keine Borderliner behandeln. Ich gehöre halt zu den anderen Fällen, die keiner behandeln will.
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Alt 30.10.2012, 19:53   #9
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Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo
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Zitat von gila Beitrag anzeigen
Hinzu kommt, dass nicht jeder Therapeut bestimmte Krankheitsbilder bearbeiten KANN oder auch WILL - manche haben keinen Bock z.B. auf Borderliner.
selbst wenn der therapeut will ist das noch nicht die garantie dafür dass man dort die therapie auch macht bzw machen kann.
manchmal stimmt einfach die chemie nicht zwischen therapeut und patient. an was das auch immer liegen mag; manchmal kann man eben mit bestimmten menschen nicht.
der erfolg einer therapie ist dann mehr als zweifelhaft bzw wird diese dann vom patienten abgebrochen.

gila, vielleicht mal die kk auf das zu erwartende problem aufmerksam machen falls deine tochter zu irgendeinem therapeuten gehen soll. denn nicht irgendeiner kann ihr helfen sondern nur der dem sie vertraut.
__

ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von herrn ralph boes, seinem ansinnen, seinem auftreten und seinem verhalten in den öffentlichen medien und foren.


"das grass wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. "
(afrikanisches sprichwort)

Piccolo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2012, 20:48   #10
gila
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Zitat von Piccolo Beitrag anzeigen
gila, vielleicht mal die kk auf das zu erwartende problem aufmerksam machen falls deine tochter zu irgendeinem therapeuten gehen soll. denn nicht irgendeiner kann ihr helfen sondern nur der dem sie vertraut.
Vielleicht hast du was missverstanden ... oder "kennst" mich zu wenig - selbstverständlich habe ich diese Argumentation schon längst "durch" aufgrund der langen Krankheitsgeschichte und wir haben uns daher ja jemand selbst ausgesucht - die Probestunden laufen nun und das Konzept scheint zu stimmen und das Menschliche auch.

"Irgendeiner" is nich ... irgendwann wollen wir ALLE ja wieder bissel "leben" ...
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gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2012, 11:41   #11
gila
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Habe ich erwartet, dass EINMAL was "normal" laufen kann?

*seufz* nicht doch ...

nachdem ich doch nun sehr detailliert unsere Bemühungen geschildert hatte ... 2 x ... schreibt die Kundenbetreuung
der BKK zwar, sie könne uns "verstehen" ... müsse aber auf Punkt 3 u. 4 bestehen.

Zur Erinnerung:
3. Attest über zusätzliche Angaben zum Erkrankungsbild und der geplanten Therapie, ggfs. Befundberichte über bereits erfolgte Therapie (ambulant stationär etc. )
4. Fachärztliches Attest über medizinische Gründe, warum eine Wartezeit nicht zumutbar ist

Auf meinen Einwand zur Übersendung derartiger Daten an die KK teilte man mit, man könne die Anträge, Befundberichte und Atteste
in verschlossenem Umschlag, Aufschrift "nur vom MDK zu öffnen" zukommen lassen

OHNE diese Berichte könne man keine Prüfung vornehmen.

Nun - das hat wieder einen "Unmutsschwall" bei mir verursacht - denn wie klar ist es eigentlich, mitzuteilen, dass
a) der behandelnde Neurologe in URLAUB ist und
b) die Befunde beim alten (verweigernden) Arzt erst angefordert werden müssen?

Im Zuge nun weiterer Erkundigungen kam ich nun auf den Trichter, mal zu hinterfragen WARUM
eigentlich "Befunde" etc. notwendig sind, um diese einfache Sache der "außervertraglichen Psychotherapie" zu genehmigen.

Will da der MDK etwa anhand jahrelanger ärztlicher Arbeit und Unterlagen mal eben grundsätzlich entscheiden
OB eine ambulante Psychotherapie notwendig ist ... und ggf. DARF er das und ist das NOTWENDIG?

Also gibt es nun eine weitere "seufz" Antwort/Anfrage an die KK, auf deren Antwort ich dann gespannt bin:

Die (neue) behandelnde Neurologin ist in URLAUB – wie ich in unserem Schreiben bereits mitgeteilt hatte.
Meine Tochter hatte dort erst einen einzigen Termin, nachdem der bisherige Psychiater die Weiterbehandlung
OHNE PSYCHIATRISCHE DROGEN verweigert
hatte.
Die neue Neurologin hat die Krankenakte beim alten Psychiater angefordert.

Dieser hatte bisher derartige Anforderungen sogar durch eine Behörde IGNORIERT.

Wie er nun auf die Anforderung der neuen Psychiaterin reagiert, wissen wir noch nicht
und das Verhalten dieses Arztes liegt auch nicht in der Macht meiner Tochter und muss
ggf. gesondert und dann der Ärztekammer zur Kenntnis gebracht werden.


Dieser unglückselige Umstand und der Ärger mit diesem Arzt
kann nicht
antragsverzögernd auf dringend benötigte Hilfeleistungen fortwirken
– die
Krankengeschichte ist schließlich seit Jahren aktenkundig.

Es werden nun erneut Dinge nachgefragt, die derzeit NICHT MÖGLICH sind und
deren Beibringung auch nicht in der Macht der Patientin liegen.
Auch ging schon die Forderung der Benennung von FÜNFZEHN Therapeuten nicht rechts-konform!

Im zugrundeliegenden Urteil des BSG (
6 RKa 15/97) heißt es:

Mehr als drei vergebliche Behandlungsanfragen bei einem Vertragsbehandler sind aus fachlichen Gründen
und im Sinne des Gebots einer humanen Krankenbehandlung nicht zumutbar.
Es ist nicht Aufgabe des Patienten, sich einen Platz zu suchen. Wenn Kassenärztliche Vereinigung
und Krankenkasse keinen Vertragsbehandler zur Verfügung stellen, sind die Voraussetzungen
für eine Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V erfüllt.


Weiter ist mir bisher nicht klar, aufgrund welcher Rechtsgrundlage
überhaupt über den im BSG-Urteil
genannten „formlosen schriftlichen Antrag auf Kostenerstattung“ hinaus noch Anträge,
Befundberichte und Atteste gewünscht werden dürften und erbracht werden müssen,
um eine schon durch eine „Notwendigkeitsbescheinigung“ bestätigte ambulante Psychotherapie zu bewilligen?

Die außervertragliche Psychotherapie darf zwar von den gesetzlichen Krankenkassen nur erstattet werden,
wenn es sich um ein Behandlungsverfahren gemäß Psychotherapie-Richtlinien handelt.
So ist es dann zwar statthaft, wenn die Krankenkasse bzw. deren Medizinischer Dienst (MDK) überprüft,
ob die Psychotherapie im beantragten Kostener-stattungsverfahren ein derartiges Behandlungsverfahren darstellt.

Es ist jedoch nicht Aufgabe des MDK, die
generelle Qualifikation des Behandlers zu prüfen -
auch muss ich bezweifeln, dass es Aufgabe der Krankenkasse bzw. des MDK ist,
hierzu durch Vorlage von Befundberichten und Attesten nun eine generelle Prüfung vorzunehmen,
inwieweit eine notwendige außervertragliche Psychotherapie für den Patienten überhaupt angezeigt wäre.


Für einen anderen Zweck jedoch, als genau diesen, kann ich mir die Anforderung

von Befundberichten an den MDK nicht vorstellen!


Unter diesem Gesichtspunkt und aufgrund derzeit gemachter strafrechtlich relevanter
Negativerfahrung mit dem Umgang von sensiblen Daten meiner Tochter beim
Ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur, erbitte ich hier um Benennung Ihrer Rechts- und Handlungsgrundlagen.


Bis dahin sehe ich unseren Teil der notwendigen Aktivitäten (mehr) als erbracht.


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Alt 02.11.2012, 15:48   #12
Muzel
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Ich habe mir schon gedacht, dass es einen Bußgang nach Canossa gleichkommt, wenn man einen Therapeuten will, der nur privat abrechnet. Am Telefon sagen die privaten einem, dass sie mit der KK helfen, doch das habe ich nicht geglaubt. Das ist doch unbezahlte Mühe für die.
Das nächste Problem ist der Nachweis: wenn ich mit einem Psychotherapeuten telefoniert habe und ich ihn gar nicht erreicht habe oder er mir gleich eine Absage erteilt hat, wie soll ich das denn beweisen? Auf diese Geschichte hatte ich deshalb überhaupt keine Lust.
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Alt 02.11.2012, 16:10   #13
gila
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Ja, das kann man wohl verstehen.
Aber gefordert ist nur die LISTE deiner Bemühungen - nicht noch ein drüber hinaus gehender Beweis.
Da wird man dem Patienten wohl oder übel Glauben schenken müssen ...
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Alt 02.11.2012, 16:24   #14
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Wenn die KK einen abschmettern wollen, ist sie sehr kreativ, leider.
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Alt 02.11.2012, 17:56   #15
gila
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Mag sein - aber "kreativ" sein können wir doch auch, oder?
Nun sind sie erstmal beschäftigt, mir mein "Warum" zu beantworten. Mal sehen.

Unser Anwalt rät, nicht nur mit §§ aufzuwarten, sondern immer wieder nach dem "warum ist das so" zu fragen und das "zeigen Sie mir mal wo das steht" nicht zu vergessen
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Alt 02.11.2012, 18:13   #16
Muzel
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Die Psychotherapeutensuche kann sich auch ganz einfach gestalten. Mein Bruder hat einen HA, der ihn vermittelt hat. Leider habe ich nicht solch einen HA.
Ich habe wegen des fehlenden Psychotherapeuten sogar den Petitionsausschuss bemüht. Der hat die KK angeschrieben und die KK hat geantwortet, dass noch kein Antrag bei ihnen eingegangen sei. Wie auch, wenn ich nur Ablehnungen von Psychotherapeuten erhalte. Von der Ärztekammer habe ich gehört, dass eben schwierige Patienten leicht abgelehnt werden. Ich denke, dass das die Psychotherapeutenkammer ähnlich sieht. Aber, ich bin gespannt von deinen Bemühungen zu hören.
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Alt 16.11.2012, 13:55   #17
gila
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Update:

Wie erwartet ... wurde auf meine Frage nach dem "Wo steht das" keine Antwort gewusst.
(siehe Post 11: Weiter ist mir bisher nicht klar, aufgrund welcher Rechtsgrundlage überhaupt über den im BSG-Urteil genannten „formlosen schriftlichen Antrag auf Kostenerstattung“ hinaus
noch Anträge, Befundberichte und Atteste gewünscht werden dürften und erbracht werden müssen, um eine schon durch eine „Notwendigkeitsbescheinigung“ bestätigte ambulante Psychotherapie zu bewilligen?)

Da anscheinend auch diese Kundenbetreuerin ein paar Probleme mit ihrem EGO hat, gibt es ein neues "Geblubber", was einem kranken Menschen
in einer Akutsituation GANZ SI
CHER sehr dienlich ist:

Zum einen wurden diese 5 probatirischen Therapiesitzungen in Höhe Kassensatz (81,14) bewilligt.
"Ohne Rechtsbindung für die Zukunft".

Dann der freundliche Patientenhammer:

"Wir möchten hiermit aber ausdrücklich klar stellen, dass auch, wenn Sie nun ein Vertrauensverhältnis zu Ihrer neuen Therapeutin aufbauen,
die weitere Behandlung im Rahmen der Kostenerstattung nicht geklärt ist
.

Damit ..... entschieden werden kann, ist auf jeden Fall die Notwendigkeitsbescheinigung der Neurologin erforderlich.
Hier sollte die medizinische Begründung benannt werden, warum eine Wartezeit nicht zumutbar ist."

Anmerkung: Wissen wir, ist in Arbeit - aber OHNE Benennung von Gründen, die einer Diagnose auch nur im Ansatz ähneln!
Sieht die Neurologin ebenso ...

Nun kommt, was ich hirnweiches Geblubber nenne - auch weil im Nachhinein angeführt und nach bereits ZWEI ausführlichen Schreiben unsererseits:

"Nach eigenen Angaben konnten Sie keien erfolgreichen Kontakte bei Therapeuten und Vertragsärzten seit 5 Monaten verzeichnen.
Aus Ihren Schreiben geht nicht hervor, dass Sie sich auch auf Wartelisten haben aufnehmen lassen,
so dass nach einer Wartezeit von jetzt 5 Monaten ein Gespräch mit einem zugelassenen
Therapeuten HÄTTE VIELLEICHT STATTFINDEN KÖNNEN ..."

DAS hätte ich mir mal in meinem Job als Kundenbetreuerin erlauben sollen ... HÄTTE VIELLEICHT KÖNNEN ...

Ich kann nur den Kopf schütteln und werde über diese Art "feinfühliger Betreuung" ein Wörtchen verlieren müssen,
zumal an meine Tochter adressiert, nachdem ich bevollmächtigt wurde, da sie derzeit mit solcher "Post" überfordert ist und
auf Abruf hier bei mir auf einen Klinikplatz wartet.

Isses noch normal?

Ich werde der Dame mal einen "Entwurf" zusenden, WIE ein wirklich kundenfreundliches Anschreiben mit
Rücksicht auf eine Akutsituation "HÄTTE AUSSEHEN KÖNNEN"



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Alt 16.11.2012, 15:17   #18
gila
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Ich habe beschlossen, die Antwort direkt an das Beschwerdemanagement zu faxen.
Der Abschluß meines Schreibens wird folgender sein:

DAUMEN HOCH!

Das ist für eine Patientin in einer psychischen Akutsituation sicherlich total förderlich, ganz toll,
wenn man das trotz aller Infos und Vollmacht auch noch der Kranken persönlich mitteilt!

Auf die vorliegenden ausführlichen Begründungen und Schilderungen der Therapeutensuche nicht nur über Telefonate,
sondern auch unsere ERHEBLICHEN Mühen, über diverse Institutionen jemanden zu finden,
gehen Sie mit dem Satz ein, dass nicht hervor ginge, ob meine Tochter sich in Wartelisten aufnehmen ließ, so dass jetzt,
nach 5 Monaten, ein Gespräch „HÄTTE VIELLEICHT STATTFINDEN KÖNNEN“.

Auf so einen „Nachsatz“ kann man eigentlich nur fragen: „Was bitte soll denn das?“

Maßregelungen für vergangenes Verhalten, von dem man nicht wissen konnte, dass man es „hätte so machen müssen“ TROTZ
aller darüber hinaus gehenden Bemühungen, weil man es jetzt „hätte brauchen können“?


Hierzu kann ich als ehemals Kundenbetreuerin eines großen Unternehmens nur anführen, wie eine Antwort „hätte GEWISS aussehen können“:


Sehr geehrter Kunde,

gerne bestätigen wir Ihnen wie gewünscht die 5 bereits telefonisch zugesagten probatorischen Therapiesitzungen.
Gleichzeitig bitten wir Sie um baldige Übersendung einer „Notwendigkeitsbescheinigung“ durch Ihre Neurologin wie bereits besprochen,
damit wir den Vorgang abschließend entscheiden können.

Wir möchten Ihnen bei Ihren Bemühungen um Genesung und Stabilisierung behilflich sein,
und dass das nun begonnene Vertrauensverhältnis zu Ihrer Therapeutin möglichst auch zukünftig gestützt werden kann.


Damit wäre alles wirklich Wichtige gesagt und meiner Tochter ein Weinkrampf beim Lesen Ihres Briefes erspart geblieben!


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Wen interessiert denn der Weinkrampf eines Kindes, solange die Kasse stimmt.
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Alt 16.11.2012, 17:14   #20
gila
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Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Wen interessiert denn der Weinkrampf eines Kindes, solange die Kasse stimmt.
Das ist schon so ... aber ich möchte nicht aufhören, LAUT zu werden!
Bisher auch mit recht hoher "Gewinnquote"

PS: vielleicht springt ein Jobangebot der Kasse dabei heraus?
Schließlich habe ich einmal sehr qualifiziert im CRM gearbeitet
und "meine" Kunden waren ebenso zufrieden wie mein Chef.
__

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Alt 16.11.2012, 17:19   #21
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Habt Ihr schonmal über einen KAssenwechsel nachgedacht?

Ich weiss, ist auch keine Garantie, dass es dann besser läuft und meist hängt das auch vom SB ab.

Bei mir war es z.B. so, dasich von Geburt an in der AOK Hannover war. Mein Vater hatte ein ewiges Gerenne und Geschreibe wegen jedem einzelnen Hilfsmittel, dass meine Zwillingsschwester und ich benötigten. Als Kind, wächst man ja aus den Sachen raus, entwickelt sich weiter usw.

Als mein Vater starb, war ich 16 und habe mich von da an selber um den Kram gekümmert. War echt absurd, ws da abging, aber letztlichhabe ich irgendwann immer alles bekommen, was ich bauchte.

1995 wechselte ich dann in die AOK Rheinland Hamburg. Damalas war es noch so, dass man automatisch in die AOK am Sitz des Arbeitgebers kam.

Von da an alles kein Problem mehr. Nwuer Rollstuhl? Sanitätshaus, Arzt, ich, wir standen eigentlich alle schon in den Startlöchern wegen Widerspruch gegen die Ablehnung oder ein gebrauches Teil aus dem Pool. Aber das war gar nicht nötig. Wurde innerhalb von 2 Wochen bewilligt wie beantragt. Als ich dann wegen eir kleinen Detailsache den SB angerufen habe, habe ich mich gleich bedankt. Da meinte der, solche Kleinigkeiten erlediger er immer sofort, sonst stapele sich das nur auf seine Schreibtisch.

Also, es geht auch anders.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 16.11.2012, 18:02   #22
gila
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Nun ... über einen Wechsel wären die wahrscheinlich bei den Kosten, die sie derzeit zu tragen haben, richtig froh

Ne, ne ... das machen wir nicht.

Ich war bisher mit dieser BKK äußerst zufrieden muss ich sagen, und das über mehr als 10 Jahre, nachdem ich freiwillig in der AOK war und gewechselt hatte als Selbstständige.
Auch nachdem fusioniert wurde mit einer größeren BKK.

Ich bekomme ganz sicher alles, was ich/wir benötigen - nur wenn es eben hakt, muss man etwas anschieben.

Inzwischen übe ich mich in mehr "Leidenschaftslosigkeit".
Sprich: machen und nicht zuviel ärgern

Ich stelle es hier ein, damit auch andere, die ähnliche Situationen haben, vielleicht vom ein oder anderen Argument oder Hinweis profitieren können.
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Alt 16.11.2012, 18:35   #23
Kerstin_K
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Muss jeder selber wissen, ob er sich den Nervenkrieg antut. Mir ist für sowas meine Zeit zu schade.

Bei Bekannten von mir war es ähnlich: DEr sohn hat Duchenne, das sist eine sehr schnell fortschreitende Muskelerkrankung. Der brauchr richtig viel, E-Rolli, LIfter, Duschrolli, Pflegebett, Orthesen, dazu Medis und Therapien.

Nachdem es mal wieder Zoff mit der KK gab und es bis vor Gericht ging, hat er Vater, nachdem alles durch war, die KK gewechselt. jetzt ist es ja so, dass die Hilfsmittel Eigentum der KK sind. Also gleich mal bei der neuen KK gefragt, wie das zu regeln sei, denn er kann keinen Tag ohne die Sachen sein. Die neue KK versuchte die Hilfsmittel von der alten KK zu kaufen. die wollten aber Mondpreise. Da hat die neue KK kurzerhand alles neu bewilligt und der Junge erhielt alle seine Hilfsmitel funkelnagelneu.

Seitdem hat die Familei übrigens auch mal Zeit für was anderes wie Gezänk mit der KK.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 16.11.2012, 18:35   #24
Muzel
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Ich bin in den 7 Jahren Therapeutensuche auch nie auf eine Warteliste gesetzt worden. Ich habe entweder einen Termin bekommen, der dann auch nicht funktioniert hat, weil mich die Therapeuten nicht therapieren wollten, oder ich habe gleich eine Absage bekommen. Eine Therapeutin hat mir gesagt, dass ihre Warteliste voll sei. Wie willst du das denn schaffen?
Durch die Warterei, wird doch die Krankheit schlimmer, da ist es schwer gelassen zu bleiben.
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Alt 16.11.2012, 20:48   #25
gila
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Muss jeder selber wissen, ob er sich den Nervenkrieg antut. Mir ist für sowas meine Zeit zu schade.

Bei Bekannten von mir war es ähnlich: DEr sohn hat Duchenne, das sist eine sehr schnell fortschreitende Muskelerkrankung. Der brauchr richtig viel, E-Rolli, LIfter, Duschrolli, Pflegebett, Orthesen, dazu Medis und Therapien.

Nachdem es mal wieder Zoff mit der KK gab und es bis vor Gericht ging, hat er Vater, nachdem alles durch war, die KK gewechselt. jetzt ist es ja so, dass die Hilfsmittel Eigentum der KK sind. Also gleich mal bei der neuen KK gefragt, wie das zu regeln sei, denn er kann keinen Tag ohne die Sachen sein. Die neue KK versuchte die Hilfsmittel von der alten KK zu kaufen. die wollten aber Mondpreise. Da hat die neue KK kurzerhand alles neu bewilligt und der Junge erhielt alle seine Hilfsmitel funkelnagelneu.

Seitdem hat die Familei übrigens auch mal Zeit für was anderes wie Gezänk mit der KK.
Mag sein, dass du das auf den Faktor ZEIT runter reduzierst ...
mag sein, du hast mit dem Wechsel der Kasse "Glük" gehabt.
Weiss man das vorher??

Dabei kann es ebenso passieren, dass du zur nächsten Kasse rennst, dort einen neuen Krieg anzetteln musst, dann wieder zu nächsten und so weiter.

Da nehme ich mir lieber EIN MAL die Zeit.

Außerdem hat das weniger mit Zeit zu tun, sondern mit RECHT einfordern, was einem zusteht.
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