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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 05.10.2012, 07:26   #1
Steamhammer
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Standard Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Hi, liebe Forist/innen,

ich bin zwar nicht schwerbehindert im Sinne des Gesetzes, habe aber gestern einen ausführlichen Termin bei meiner Augenarztin gehabt, die mir grosse Einschränkungen beim Sehen mündlich attestierte, die bei der Jobsuche grössere Einschränkungen mit sich bringen. Aufgrund einer Gesichtsfeldeinschränkung aufgrund Strabismus eigne ich mich nicht zum Führen von Maschinen, nicht für Kraftfahrjobs und nicht für "normale" Fabrikarbeit, weil ich Andere und mich in Gefahr brächte.
Leider war sie aber nicht bereit, mir das zu attestieren, wenn, müsste ich das über Berufsverbände oder Amtsarzt laufen lassen.

Ich haBe vorsorglich noch einen Antrag auf GDB gestellt, sie meinte dazu, trotz aller Sehbehinderung würden die Versorgungsämter dafür nur einen sehr, sehr geringen GdB anerkennen, " 2-3% vielleicht".

Hat jemand von Euch damit Erfahrungen? Wie sollte man nun vrgehen, würde mich das Jobcenter an eine Sklavenbude im Dienstleistungsbereich zum Beispiel als Produktionshelfer verhökern wollen?
Ich trau diesen "Arbeitsvermittlern" bei uns nur Schlechtes zu.

Also nochmal die Fragen:

1. Wer von Euch schielt auch stark und wie hat sich das im GdB niedergeschlagen?
2. Wie reagiert das Jobcenter bei sowas, wenn man also Arbeit ablehnt, da man meint, es könnte einen oder andere gefährden?
3.War jemand schon mit sowas beim Amtsarzt(also vom JC hingeschickt) und was waren die Folgen?

Wär toll, wenn Ihr mir Erfahrungen bezüglich der Augenleiden etc mittelen könntet.
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Alt 05.10.2012, 07:36   #2
gast_
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Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Zitat:
die mir grosse Einschränkungen beim Sehen mündlich attestierte
Was sie mündlich sagt kannst dem JC nicht vorlegen - man läßt sich alles schriftlich geben.

Wenn man kein nAttest zahlen will sollte man seinen Augenarzt bitten, dem Hausarzt einen Bericht zu schicken - da kriegt man meist ne Kopie kostenlos.

Zitat:
2. Wie reagiert das Jobcenter bei sowas, wenn man also Arbeit ablehnt, da man meint, es könnte einen oder andere gefährden?
Entweder sie akzeptieren, daß du bestimmte Einschränkungen hast und berücksichtigen das oder sie müssen dich zum med. Dienst schicken.
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Alt 05.10.2012, 07:43   #3
gast_
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Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Zitat:
Wer von Euch schielt auch stark und wie hat sich das im GdB niedergeschlagen?
Was verstehst du unter stark schielen?
Ohne Brille, mit Brille oder Kontaktlinsen?
Was genau für Einschränkungen bemerkst du?

Meine Tochter schielt ohne auch - mit Kontaktlinsen hat sie sich noch nicht über Einschränkungen geklagt.

GdB - wegen so etwas?

Der richtet sich nach den Einschränkungen, die müßtest du darlegen.
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Alt 05.10.2012, 07:53   #4
Holger01
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Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01 Holger01
Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Die GdS-Tabelle sieht unter 4.4 für Strabismus einen GdB bis 30 vor,
je nach Ausprägung und Einschränkungen im Leben:

VMG Teil B 4 - Sehorgan

Die ganze Tabelle gibts hier: VMG Teil B - GdS-Tabelle




Edit/Nachtrag: Und die Idee von Kiwi mit Bericht an Hausarzt und Kopie holen finde ich super! Das kannst du gut machen.
Idealerweise dann, wenn du sowieso mit HA-Überweisung zum AG gegangen warst.

#2
QUOTE=Kiwi;1246550]Wenn man kein nAttest zahlen will sollte man seinen Augenarzt bitten, dem Hausarzt einen Bericht zu schicken - da kriegt man meist ne Kopie kostenlos.
[/QUOTE]
__

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Alt 05.10.2012, 09:46   #5
TimoNRW
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Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Ich durchlaufe das ganze derzeit amtsärtzlich. Bin am linken Auge transplantiert (Hornhaut).

Ich muss abwarten wie das der ÄD bewertet. Habe diesen alle Einschränkungen mitgeteilt.

Habe ein GdB in Höhe von 30 erkämpft. Mehr kannst bei Augenkrankheiten so gut wie gar nicht rausholen. Da musst schon total blind sein.
TimoNRW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2012, 10:05   #6
nightangel
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Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Hallo Steamhammer

Suche dir eine Orthoptistin in deiner Nähe, am Schielen kann man meist noch etwas machen. Ob dann an der Seheinschränkung auch noch was machbar ist wird sich dann zeigen.
Jedenfalls kannst du das dort dann richtig abklären lassen und wirst evtl. auch ein Attest bekommen.
Viele Augenärzte kennen sich mit Schielerkrankungen nicht sonderlich aus, Fachleute dafür sind Orthoptistinnen. Die findet man auch meist in einer Augenklinik mit Sehschule.
Ansonsten bleibt wegen der Seheinschränkung noch ein guter Optiker evtl. mit Fachausbildung zum Optometristen.

Vorab kannst du dich auch mal hier umsehen Diskussionsforen | Optometrie Online
Unter Binokularsehen findest du auch schon einiges über Schielerkrankungen und kannst dir dort auch Infos zu deinem Fall holen. Da sind auch Fachleute bei die Antworten. Wie das mit dem GdB ist, da kann ich dir leider nichts zu sagen aber zum Ablauf wegen einer Behandlung denke ich schon das ich dir da weiter helfen könnte.

P.S. Ich habe gerade selber eine Schiel Op hinter mir, allerdings hatte ich keine Gesichtsfeldeinschränkungen. Aber wenn das nur durch das Schielen kommt müsste man da auf jeden Fall was machen können. Falls du dazu noch Fragen hast, gerne auch per PN.
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Alt 05.10.2012, 11:14   #7
nightangel
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Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Ach was ich noch vergessen habe, wenn garkein oder nur eingeschränktes räumliches Sehen voranden ist (was es bei den meisten der Fall ist) wirst du erst garkeinen LKW Führerschein, Taxischein, Pilotenschein oder ähnliches kriegen. Heißt diese Berufe darf man damit nicht ausüben. Wie gesagt, das lässt du aber am besten bei einer Orthoptistin abklären inwieweit räumliches Sehen bei dir vorhanden ist.
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Alt 05.10.2012, 11:30   #8
TimoNRW
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TimoNRW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2012, 11:43   #9
nightangel
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Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Zitat von TimoNRW Beitrag anzeigen
Also gibt es Orthoptistinnen UND Optometristen
Ja, eine Orthoptistin ist auf Schielerkrankungen spezialisiert, es gibt auch Augenärzte die diese Spezialausbildung haben, also beides machen. (Nicht irritieren lassen, es heißt immer Orthoptistin auch wenn es männliche sind, die sind aber recht selten, meist sind sie weiblich)

Ein Optometrist ist ein Optiker mit Spezialausbildung. Der kann z.B. auch Prismenbrillen ausmessen und anpassen, was nicht jeder Optiker einfach mal so kann.
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Alt 05.10.2012, 20:54   #10
Muzel
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Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Ich habe mit einer Brille mit +-Gläsern nicht mehr lesen können, weil ich Doppelbilder hatte. Mit Prismengläsern sind meine Doppelbilder verschwunden. Die Prismengläser hat mir ein Optiker angepasst, was grundsätzlich zu seiner Berufsausbildung gehört. Die Einschränkungen im räumlichen Bereich sind geblieben. Leider sind Prismengläser nicht für jeden hilfreich.
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Alt 05.10.2012, 22:41   #11
nightangel
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Standard AW: Augenkrankheit und Zwangsvermittlung

Das ist schon richtig das auch ein Optiker diese anpassen können sollte aber leider kann es nicht jeder Optiker vernünftig. Dann hast du Glück gehabt einen guten gefunden zu haben, war dann bestimmt auch ein Optikermeister. Bei vielen hört es aber ab einer gewissen Prismenanzahl schon auf und die wissen nicht weiter.
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