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Alt 25.06.2005, 19:23   #1
Mythos->Emailproblem
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Registriert seit: 24.06.2005
Beiträge: 8
Mythos
Standard CreditReform

Hallo,
ich habe heute Post von der Kreditreform bekommen. Ausschlaggebend ist eine Lieferantenrechnung aus Februar über 900 Euro. Das Gewerbe ist seit 01.05.05 abgemeldet.

Ich habe vorher dem Lieferanten angeboten, diese Forderung in Raten zu 50 Euro/mtl zu bezahlen und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich gewillt bin, meine Verbindlichkeiten zu begleichen. Dieser hat jedoch abgelehnt und eine Zahlungsfrist gesetzt. Trotz nochmaligem Schreiben, in dem ich nochmals um Verständnis und eine Ratenzahlung von 50 €/mtl. bat, wurde die CreditReform eingeschaltet. Statt 900 € sind es nun 1098 €

Ob nun Mahnbescheid oder Inkassodienst...Fakt ist, dass ich den Betrag in einer Summe nicht zahlen kann.

Ist es überhaupt üblich oder rechtens, dass trotz gutem Willens des Schuldners trotzdem ein teures Inkassobüro eingeschaltet wird. Immerhin darf ich jetzt fast 200 € mehr zahlen, was ich natürlich auch nicht in einem Betrag begleichen kann.

Was kann ich machen? :(
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Alt 25.06.2005, 23:04   #2
vagabund
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Registriert seit: 22.06.2005
Ort: im Pott
Beiträge: 4.562
vagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiert
Standard

Hallo,

die Frage ist, was können die dir?

d.h. ist bei dir was pfändbar?...einlommen, vermögenswerte usw.

VG
vagabund
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Alt 26.06.2005, 11:39   #3
Mythos->Emailproblem
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Beiträge: 8
Mythos
Standard

Zitat von vagabund
Hallo,

die Frage ist, was können die dir?

d.h. ist bei dir was pfändbar?...einlommen, vermögenswerte usw.

VG
vagabund
Danke für den Beitrag. Aber das beantwortet nicht meine Fragen.
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Alt 26.06.2005, 12:08   #4
Martin Behrsing
Redaktion
 
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Ort: Bonn
Beiträge: 22.301
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Zitat:
Ist es überhaupt üblich oder rechtens, dass trotz gutem Willens des Schuldners trotzdem ein teures Inkassobüro eingeschaltet wird. Immerhin darf ich jetzt fast 200 € mehr zahlen, was ich natürlich auch nicht in einem Betrag begleichen kann.
Leider können Unternehmen Inkassounternehmen einschalten. Bekommst Du ALG 2?. Dann teile dies dem Lieferranten mit un weise darauf hin, dass Du z. Zt. weder verpfändbares Einkommen hast noch irgendwelche Rücklagen.

Eventuell kannst du deinem Lieferraten schon mal ein Schreiben schicken, dass in etwa so aussieht:



Zitat:
Mitteilung meiner Zahlungsunfähigkeit

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte Sie darüber in Kenntnis setzen, dass ich aufgrund von Arbeitslosigkeit (Arbeitslosengeld II ca. ....€) auf absehbare Zeit leider nicht in der Lage sein werde, die bei Ihnen offenen Forderung wie vereinbart zu begleichen. Jedoch beabsichtige auf Grundlage der Insolvenzordnung eine Schuldenbereinigung zu erreichen. Als vorrangige Lösung soll, wie vom Gesetz vorgesehen, zunächst eine außergerichtliche Einigung mit allen Beteiligten erreicht werden, um ein für alle Beteiligten zeit-, arbeits-und kostenaufwendiges gerichtliches Verfahren zu vermeiden, was auch in meinem eigenen Interesse ist . Hierbei werde ich natürlich Ihre berechtigten Interessen angemessen berücksichtigen und Ihnen einen Vorschlag im Rahmen meiner finanziellen und persönlichen Möglichkeiten unterbreiten, der sicher höher ausfällt, als in einem gerichtlichen Verfahren, da die Kosten des Verfahrens, der Insolvenzverwaltung und die Boni nicht anfallen und Ihnen als Gläubiger zu Gute kommen. Ein Termin bei einer Schuldnerberatungsstelle ist beantragt.
Um diesen Vorschlag vorzubereiten, muss ich zunächst alle bestehenden Forderungen erfassen, da sich mein Vorschlag an dem Anteil Ihrer Forderung an meiner Gesamtverschuldung richten wird. Ich bitte Sie deshalb um Überlassung folgender Unterlagen:
• Forderungsaufstellung (aufgeschlüsselt nach § 497 Abs. 3 bzw. § 367 Abs. 1 BGB)
• Kopie des Titels
• Benennung geltend gemachter rechtsgültiger Sicherheiten (Art der Sicherung, Kopie der Urkunde,
• Datum, Höhe der gesicherten Forderung).

Sollte die o.g. Forderung nicht (mehr) bestehen oder Sie auf die Forderung verzichten, so bitte ich Sie, mir eine entsprechende schriftliche Mitteilung zukommen zu lassen, damit ich notfalls die Aufstellung einer vollständigen Forderungs-und Gläubigerübersicht im gerichtlichen Verfahren nachweisen kann. Sollten Sie weitere Forderungen gegen mich geltend machen, bitte ich ebenfalls um Überlassung der o.g. Unterlagen. Für die Dauer des außergerichtlichen Einigungsverfahrens bitte ich, auf Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu verzichten und die Forderung vorläufig zu stunden. Weiterhin bitte ich schon eingeleitete Vollstreckungsmaßnahmen vorläufig zurück zu nehmen. Nicht nur dass zur Zeit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen derzeit keinen Erfolg haben würden, würden sie auch meine Bemühungen um eine gütliche Einigung gefährden.

Ich danke für Ihr Verständnis und Ihre Kooperationsbereitschaft. Für Ihre Rückantwort habe ich mir eine Frist bis zum Datum (ca. 3 Wochen) notiert. Es würde den Fortgang des Einigungsversuches auch in Ihrem Interesse sehr nützen, wenn mir bis dahin die erbetenen Unterlagen vorlägen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieses Schreiben bitte an alle Gläubiger, also Lieferrant und Inkassounternehmen und sonstige.

alles weitere wird dir sicher Silvia am Montag sagen, wenn sie wieder da ist.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 26.06.2005, 12:12   #5
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Beiträge: 8
Mythos
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Danke Martin. Damit ist mir nun wirklich geholfen! :)
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Alt 26.06.2005, 19:55   #6
Silvia V
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Hallo Mythos,

evtl. ergänzend zu Martins Ausführungen noch ein kleiner Hinweis von mir.

Du hast Deinen Gläubiger rechtzeitig vor Beauftragung des Inkassounternehmens darauf hingewiesen, dass Du zahlungsunfähig bist. Deshalb darf Dein Gläubiger unter Berücksichtigung seiner Schadensminderungspflicht die Kosten durch Einschaltung eines Inkassounternehmens nicht unsinnig in die Höhe treiben.
Das heißt im Ernstfall werden die Kosten dafür beim Gläubiger hängen bleiben.


Gruß

Silvia
__

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"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. "

Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
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Alt 26.06.2005, 20:57   #7
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Mythos
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Zitat von Silvia V
Du hast Deinen Gläubiger rechtzeitig vor Beauftragung des Inkassounternehmens darauf hingewiesen, dass Du zahlungsunfähig bist. Deshalb darf Dein Gläubiger unter Berücksichtigung seiner Schadensminderungspflicht die Kosten durch Einschaltung eines Inkassounternehmens nicht unsinnig in die Höhe treiben.
Das heißt im Ernstfall werden die Kosten dafür beim Gläubiger hängen bleiben.


Gruß

Silvia
Danke Silvia. Genau das wollte ich wissen :hug:
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