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Alt 17.10.2009, 09:51   #1
Master of Desaster
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Beiträge: 472
Master of Desaster Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Inkasso einmal witzig

Habe mit einem Inkassodienst Ratenzahlung vereinbart, die bereits über mehrere Jahre
läuft, weil ich die Raten, aus vertsändlichen Gründen, sehr klein gehalten habe.
Jedes Jahr habe ich wg. Weihnachten in den Monaten Nov., Dez., Jan. mit den Ratenzahlungen
ausgesetzt. Das habe ich jedes Jahr erneut mit denen so geklärt. Doch jetzt kommt der Klops. Wollte gestern wieder wegen der Zahlungspause
dort anrufen und bekomme niemanden ans Telefon. Auf beiden, mir bekannten Rufnummern, läuft ein Fax.
Recherche im Web ergab keine anderen, bzw. neuen Rufnummern. Auch keine neue Adresse. Misstrauisch
geworden rufe ich bei der zuständigen IHK an. Dort sagt man mir: Das Inkassobüro hat Insolvenz angemeldet !!
Das ist ja wohl der Hammer. Ein Schuldeneintreiber, der selbst Pleite ist.

Doch stellt sich mir die Frage, wie gehts jetzt weiter? Zu meiner Absicherung, habe ich erst mal ein Einschreiben
mit der Bitte um Auskunft über meine Restschuld, und Hinweis auf o.g. Ratenpause an das Unternehmen geschickt, was ja wohl
zurückkommen wird. So habe ich einen Beweis meiner Bemühungen, meinen Verpflichtungen nachzukommen.

Meines Wissens existiert da auch irgendwo ein Insolvenzverwalter.
Wie wird der vorgehen? Ach ja . Die Restschuld dürfte so bei rund 300,00 Euro liegen.

Habe noch eine allgemeine Frage zum Inkasso.
Wieviel bezahlt eine Inkassobüro eigentlich für einen Titel ca. in Prozent
der Gesamtforderung? Da gibts doch sicher auch irgendwelche Richtwerte.
Habe mal was von 15-30 Prozent der Forderung gehört. Kann das stimmen?
Master of Desaster ist offline  
Alt 17.10.2009, 17:33   #2
Master of Desaster
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Master of Desaster Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Inkasso einmal witzig

Hmm. 94 Views und keiner hat eine Antwort bzw. kennt sich aus?
Master of Desaster ist offline  
Alt 17.10.2009, 18:37   #3
giantjupiter
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Beiträge: 7
giantjupiter
Standard AW: Inkasso einmal witzig

Die Quote, die ein Inkassounternehmen bezahlt, lässt sich nicht eindeutig als Richtlinie festlegen. Es gibt da mehrere Möglichkeiten, wie Forderungen "betrieben" werden:

1. Reine Dienstleistung
Das IKU (Inkassounternehmen) wird vom GL (Gläubiger) beauftragt, das Inkasso durchzuführen. Vergütung erfolgt nach Honorarvereinbarung. Titel und Forderung bleibt beim GL, IKU ist nur handlungsbevollmächtigt.

2. Realisierungsvereinbarung
Das IKU übernimmt das Inkasso auf eigene Rechnung und erhält kein Honorar, dafür aber einen Prozentsatz der realisierten Forderung.
Titel und Forderung bleibt hierbei normalerweise beim GL, es kann aber auch eine Übernahme der Forderung stattfinden (dann ist Titel und Forderung beim IKU), vertraglich wird eine Rückgabe zum vereinbarten Zeitpunkt festgehalten, wenn keine Realisierung erfolgen konnte (dann ist Titel+Forderung wieder beim GL).

3. Abkauf
Das IKU übernimmt komplett die Forderung und Titel vom GL und zahlt dafür einen vereinbarten Betrag. Je nach Vorgeschichte (durchgeführte Vollstreckungen etc.) schwanken hierfür die Preise.
Faustregel: je höher der Betrag, desto geringer der Prozentsatz +
je besser die Realisierungsmöglichkeiten, dest höher der Prozentsatz. Bei Privatverbraucherforderungen liegen in den ersten zwei Jahren die Prozentsätze bei 25-40, nach 2 Jahren oder bei fruchtlos verlaufenen Pfändungen zwischen 5 und 20%. Das hängt immer von verschiedenen Kriterien ab (Situation beim Schuldner, Jobsituation, Erbschaftsprüfung, Familiensituation etc.).

Auf Deinen konkreten Fall bezogen, musst Du erstmal klären, wem die Forderung gehört. Du hattest diese Forderungen ja bei einer Firma oder Bank. Beim Erstkontakt mit dem IKU steht meistens ein Hinweis drinnen
"...wurden mit dem EInzug der Forderung.... beauftragt" => die Forderung wurde im Regelfall nicht gekauft,
"...wurde an uns abgetreten..." "...wird durch uns verfolgt..." deutet meist darauf hin, dass ein Übergang stattgefunden hat.

Auf jedem Fall ist ein eingeschaltetes IKU IMMER der massgebliche Ansprechpartner, solange keine anderslautenden Hinweise an DIch ergehen. Bedeutet, Vereinbarungen, Zahlungen etc. musst Du immer mit dem IKU abwickeln, diese haben auch Rechtsbestand gegenüber dem GL.

In Deinem Fall wird der Insolvenzverwalter (IS) mit Dir in Kontakt treten wegen der Masseverwertung. Passiert dies nicht und die Insolvenz wird vollzogen, d.h., Dein Schuldtitel wechselt nicht zu einem neuen Besitzer, dann bist Du quasi den Fall los.
Aber in der Praxis passiert sowas eigentlich nie, da letztendlich alle Masse des IKU notgedrungen für nen Appel und ein Ei weggehen werden, somit wird sich jemand finden, der sich Deiner dann annimmt.

Erstmal würde ich sagen, getroffene Vereinbarungen haben Bestand.
Durch Dein Einschreiben hast Du Deine Schuldigkeit erstmal getan.
Wenn es Gewohnheitsrecht war, dass über Weihnachten die Ratenzahlungen ausgesetzt werden und keine Antwort auf Dein Schreiben kommt, dann kannst Du das als Einverständnis werten.

Wurde Deine Forderung vom IKU nicht gekauft, dann erhältst Du sicherlich in den nächsten Wochen Post vom GL oder einem neuen IKU, wo dann alles weitere geregelt wird.
giantjupiter ist offline  
Alt 17.10.2009, 22:10   #4
Inkasso
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Standard AW: Inkasso einmal witzig

Zitat:
Das Inkassobüro hat Insolvenz angemeldet !!
Das ist ja wohl der Hammer. Ein Schuldeneintreiber, der selbst Pleite ist.
Eine gewisse Schadenfreude ist da nicht von der Hand zu weisen
Zitat:
Auf jedem Fall ist ein eingeschaltetes IKU IMMER der massgebliche Ansprechpartner, solange keine anderslautenden Hinweise an DIch ergehen. Bedeutet, Vereinbarungen, Zahlungen etc. musst Du immer mit dem IKU abwickeln, diese haben auch Rechtsbestand gegenüber dem GL.
Bei offenen und unstrittigen Forderungen habe ich die vom GL beauftragten IBs inkl
Iku Gebühren bisher immer ignoriert und die HF an den GL überwiesen

lg
__

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Inkasso ist offline  
Alt 18.10.2009, 10:22   #5
Master of Desaster
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Standard AW: Inkasso einmal witzig

Danke für die ausführlichen Informationen. Waren sehr hilfreich.
Nun harre ich erst mal der Dinge die da kommen.
Habe ja zumindest bis Februar Ruhe. Und wenn
dann der Insolvenzverwalter oder ein anderer GL auftaucht
wird neu verhandelt.

@Inkasso
Was bedeutet " IBs inkl Iku", und
hast Du die HF in Raten o. in einer Summe an den GL gezahlt?
Master of Desaster ist offline  
Alt 18.10.2009, 13:25   #6
Inkasso
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Standard AW: Inkasso einmal witzig

Zitat:
@Inkasso
Was bedeutet " IBs inkl Iku", und
IB = Inkassobüro
IKU = sollte eigentlich Abkürzung für Inkassogebühren sein
Zitat:
hast Du die HF in Raten o. in einer Summe an den GL gezahlt?
Ich persönlich habe immer in einer Summe bezahlt - also komplett
__

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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Alt 18.10.2009, 15:07   #7
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Alles klar. Danke.
Master of Desaster ist offline  
Alt 11.11.2009, 12:27   #8
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Standard AW: Inkasso einmal witzig

Hmm. Das Einschreiben (einfach) ist am 17.10.09 rausgegangen.
Habe bisher weder den Brief zurück, noch ein Schreiben eines etwaigen
Insolvenzverwalters, noch eine Forderung eines anderen Schergen
in der Sache erhalten. Was kann denn das bedeuten?
Master of Desaster ist offline  
Alt 11.11.2009, 12:42   #9
FAR2009
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Beiträge: 522
FAR2009
Standard AW: Inkasso einmal witzig

Die Nachricht wird wahrscheinlich kommen, wenn das Insolvenz-Verfahren eröffnet ist.
Das dauert je nach Grösse der Firma, Inventar, Gesellschaftsform, Gläubigern und Forderungen ne Weile.
Momentan scheint bei dem Ex-Inkasso-Unternehmen noch die Phase des Antrags auf Eröffnung zu laufen,
in der vom Insolvenzverwalter die Masse, die Forderungen sowie die Ansprüche der Gläubiger festgestellt und geprüft werden.
__

Wer auf sein Elend tritt, steht höher.
Friedrich Hölderlin
FAR2009 ist offline  
Alt 11.11.2009, 12:54   #10
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Ah ja. Danke für Info.
Werde ich also noch abwarten.
Master of Desaster ist offline  
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