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Start > Information > Schulden -> Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

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Alt 11.03.2008, 11:18   #1
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Standard Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Ein Inkassobüro oder ein Anwaltsbüro meldet sich wegen angeblich geführter - jedoch nicht mehr nachzuvollziehender Telefongebühren ?
( z.b Call by Call Anbieter )

Kraftvolle effektive Gegenwehr mit der Einforderung des Prüfprotokolls gem TKG § 45 i ( früher : TKV § 16 ) führt sehr oft zur umgehenden Ausbuchung !
z.b
Nachweisbar das beauftragte Inkassobüro in Verzug setzen :
Zitat:
Mit Ihrem Schreiben vom z.b xx.xx.2012 werde ich erstmalig von einer angeblich offenen Forderung Ihres Auftraggebers xy in Kenntnis gesetzt
Gegen die Inrechnungstellung dieses Betrages lege ich hierdurch Widerspruch ein. Sie berechnen hier eine Leistung, die ich nicht in Anspruch genommen habe.
Ich fordere Sie hierdurch auf, mir
das kostenlose Prüfprotokoll der technischen Prüfung gem TKG § 45 i zu übermitteln.
Ich weise explicit darauf hin das ich auf einen sogenannten " Prüfbericht " mit vorgefertigten Textbausteinen nicht aktzeptieren werde
Amtsgericht Papenburg Urteil (Entscheidung vom 30.10.2008, Az. 4 C 247/08
Solange dieser Nachweis nicht vorgelegt wird, kann die Forderung zurückgewiesen werden. Bis zum Eingang der Unterlagen mache ich gegenüber Ihrer o. a. Forderung von meinem Zurückbehaltungsrecht (§ 273 BGB) Gebrauch."
Der Gesetzestext gibt dazu das hier her:
Zitat von § 16 TKV :
Ergibt die technische Prüfung Mängel, die die beanstandete Entgeltermittlung beeinflußt haben könnten, wird widerleglich vermutet, daß die Verbindungsentgelte des Anbieters unrichtig ermittelt sind.

Wenn die Forderung mit einer Einrede behaftet ist, hat der Verbindungsnetzbetreiber verschiedenes zu tun. Dazu gehört auch eine technische Prüfung nach § 16 TKV. Diese kann nicht vom Verbindungsnetzbetreiber selbst vorgenommen werden, sonder muss in den allermeisten Fällen bei der Telekom in Auftrag gegeben werden. Allerdings muss das Prüfprotokoll erst auf Verlangen vorgelegt werden. Es ist der Nachweis, dass die Gebührenerfassungsgeräte und die Verbindung bis zur Schnittstelle, an der Dein Netzzugang liegt, zum Zeitpunkt der Einwahl in technisch einwandfreiem Zustand waren.

Die Anbieter sind regelmäßig gar nicht in der Lage so eine technische Prüfung durchführen zu lassen, zumal sie auf eingene Kosten dazu einen Schverständigen zu beschäftigen haben. Die Kosten für die technische Prüfung, wie es der Gesetzgeber vorsieht, übersteigen dabei die strittigen Verbindungkosten um ein Vielfaches, so dass es unwirtschaftlich ist, die Prüfung überhaupt in Auftrag zu geben. Sollte keine technische Prüfung (trotz Aufforderung des widerspruchführenden Kunden) erfolgen, besteht theoretisch keine Zahlungsverpflichtung.....

Das AG Waiblingen ( AZ 8 c 2472/04 )hatte darüber zu entscheiden, wann ein Netz-Betreiber ein technisches Prüfprotokoll nach § 16 Abs.3 TKV vorzulegen hat, wenn er die Bezahlung von Telefon-Entgelten verlangt.
Ein verspätetes Prüfprotokoll nach § 16 TKV gilt somit als nicht vorgelegt. Der Netz-Betreiber hat keinen Anspruch auf Begleichung der Telefonrechnung.

Das AG Tostedt ( AZ 3 C 399/ 05 ) hat entschieden, dass ein Telefon-Anbieter nur dann einen Vergütungsanspruch hat, wenn er auch den nach § 16 Abs.3 TKV erforderlichen Prüfbericht vorlegt.
Tut er dies nicht, so besteht kein Anspruch auf Zahlung der Entgelte.


Achtung


Da das Protokoll für die Gegenseite sehr kostenaufwendig ist wird gerne getrickst :

1. Der evtl vom Inkasso/ RA oder Telko dann lediglich vorgelegte bzw zugeschickte Einzelverbindungsnachweis ist natürlich nicht das Prüfprotokoll gem TKG § 45 i

2. Einge Telkos/Inkassobüros/RAs negieren das Erstellen des Protokolls mit dem Hinweis die 8 Wochen seit der entsprechenden Telekom Rechnung seien vorbei und die Frist somit abgelaufen. In diesem Fall müsste in einem (wenig wahrscheinlichen) Gerichtsverfahren die Gegenseite die Zustellung der damaligen Telekomrechnung nachweisen (!) - was aus bekannten Gründen nicht möglich ist
__

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse

Geändert von Martin Behrsing (13.11.2012 um 10:18 Uhr)
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Alt 16.03.2008, 21:58   #2
Emailadresse berichtigen!
 
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mouven ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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Zitat:
Ich fordere Sie hierdurch auf, mir
das kostenlose Prüfprotokoll der technischen Prüfung gem TKV § 16
zu übermitteln
Gilt das auch bei strittigen Internetverbindungen ?
Stichwort : Internet-by-Call-Tarife

viele grüße
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Alt 16.03.2008, 23:01   #3
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Drueckebergerin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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Im Prinzip gilt immer eines: Auf Schreiben von Inkassobüros brauchst Du nicht zu antworten, erst wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt mußt Du reagieren , Widerspruch mit Begründung: blablabla hat keine Forderungen gegen mich. Dann müssen die Dich verklagen und ich selber bin da immer sehr gelassen. Die überlegen sich das, weil noch mehr Kosten für sie entstehen auf denen sie dann sitzenbleiben.
L G Brigitte
__

Grüße aus Bärlin
500 - 30 - 10 netto....... Hartz IV muß weg !

Die Reichen sind so unersättlich, die wollen alles besitzen, sogar die Armut!
Don`t dream it - be it !
Der beste Weg, einen schlechten Vorschlag vom Tisch zu fegen, besteht darin, einen Besseren zu machen !
Hier gibt`s nur Erfahrungsaustausch, keine Rechtsberatung !
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Alt 17.03.2008, 10:04   #4
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Zitat von Drueckeberger Beitrag anzeigen
Im Prinzip gilt immer eines: Auf Schreiben von Inkassobüros brauchst Du nicht zu antworten, erst wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt mußt Du reagieren , Widerspruch mit Begründung: blablabla hat keine Forderungen gegen mich. Dann müssen die Dich verklagen und ich selber bin da immer sehr gelassen. Die überlegen sich das, weil noch mehr Kosten für sie entstehen auf denen sie dann sitzenbleiben.
L G Brigitte
Klar !
es schadet aber nicht - zusätzlich - das Thema "Prüfprotokoll" dem IB auf den Tisch zu legen !
Bei einem evtl Gerichtsverfahren ist der vermeintliche" Sünder " auf jeden Fall der Gewinner wenn er die vergebliche Protokoll Einforderung dann nachweisen kann !
Diese bittere Pille mussten z.b schon die Hausadvokaten des Darmstadter Inkassobüros Intrium schlucken :

AG Siegburg vom 21.06.2004, AZ 4 C 622/03
Zitat:
.....Außerdem habe die Intrum Justitia Inkasso GmbH als Klägerin die Inanspruchnahme der Mehrwertdienste nicht nachgewiesen. Der Einzelverbindungsnachweis allein reicht nicht. Es hätte eine technische Prüfung nach § 16 TKV vorgenommen werden müssen......
Durch die penible Einforderung wird dem beauftragten IB streng genommen nur eines signalisiert :
" Freunde hört auf - es macht einfach keinen Sinn bei mir "

Zitat:
Gilt das auch bei strittigen Internetverbindungen ?
Stichwort : Internet-by-Call-Tarife
Ja


lg
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EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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Alt 17.03.2008, 10:14   #5
andine
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Zur Zeit scheinen unberechtigte Forderungen von Inkasso-Firmen unterwegs zu sein. Es geht um Telefongebühren (die nie angefallen sind) und es gibt immer noch genügend, die trotzdem zahlen.
Ich halte es grundsätzlich wie Brigitte. Warum Porto verschwenden. Das überlasse ich den Inkassofirmen. Wer etwas will, soll es beweisen und fertig.

Zitat:
Im Prinzip gilt immer eines: Auf Schreiben von Inkassobüros brauchst Du nicht zu antworten, erst wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt mußt Du reagieren , Widerspruch mit Begründung: blablabla hat keine Forderungen gegen mich. Dann müssen die Dich verklagen und ich selber bin da immer sehr gelassen. Die überlegen sich das, weil noch mehr Kosten für sie entstehen auf denen sie dann sitzenbleiben.
L G Brigitte

Geändert von andine (17.03.2008 um 10:16 Uhr)
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Alt 17.03.2008, 10:17   #6
andine
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@Inkasso
Kannst du mir bitte die Inkassofirma nennen, gerne auch per PN.
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Alt 17.03.2008, 13:16   #7
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Drueckebergerin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Keine Antwort sondern neue Frage

Bei mir geht es nicht um Telefon sondern um ein Buch daß ich nicht angenommen habe.Heute kommt ein Schreiben vom Anwalt der hat eine website. Dort könnte ich also kostenlos mitteilen Buch nicht erhalten. Aber alles vorgefertigt.Sind Sie der Schuldner?Nee,gibt ja keinen.Wenn Sie nicht der Schuldner sind wer sind Sie,
Machen Sie Angaben zum Schuldner.
Wenn ich das jetzt ausfülle, habe ich dann irgendeine Schuld anerkannt? Hat jemand Erfahrung damit????????????
Gruß,Brigitte
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Alt 17.03.2008, 13:52   #8
andine
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Hallo Brigitte
Ich würde gar nichts schreiben oder mitteilen und schon gar nicht, wenn das vorgefertigt ist und Schuldner darin vorkommt. Du hast das Buch nicht angenommen, also kannst du auch nichts schulden.
Wenn überhaupt, würde ich das dem Anwalt schriftlich per Einschreiben mitteilen, nicht über eine Website.

Zitat:
Dort könnte ich also kostenlos mitteilen Buch nicht erhalten.
Wie jetzt, hast du das Buch nicht bekommen oder hast du die Annahme verweigert, das ist nämlich ein Unterschied???
Manchmal werden Bücher auch per Päckchen geschickt und diese sind nicht versichert. Das Problem des Verkäufers, nicht deines. Falls das so war, dann schriftlich mitteilen, dass kein Päckchen ankam.

Geändert von andine (17.03.2008 um 13:55 Uhr)
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Alt 17.03.2008, 21:22   #9
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Zitat von andine Beitrag anzeigen
@Inkasso
Kannst du mir bitte die Inkassofirma nennen, gerne auch per PN.
welche Inkassofirma ?

lg
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EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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Alt 17.03.2008, 21:38   #10
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Zitat von andine Beitrag anzeigen
Zur Zeit scheinen unberechtigte Forderungen von Inkasso-Firmen unterwegs zu sein. Es geht um Telefongebühren (die nie angefallen sind) und es gibt immer noch genügend, die trotzdem zahlen.
Ich halte es grundsätzlich wie Brigitte. Warum Porto verschwenden. Das überlasse ich den Inkassofirmen. Wer etwas will, soll es beweisen und fertig.
Mit dem für den User kostenlosen ( und für das Call by Call Unternehmen sehr kostenintensiven ) Protokoll setzt Du das IB bzw das Telko in Verzug !
Ohne Protokoll keine zahlungsverpflichtung
Für Leute die auf Nummer sicher gehen wollen

lg
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EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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Alt 29.04.2008, 22:26   #11
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Noch etwas ergänzend zu meinem Beitrag :
Das Prüfprotokoll gem TKV § 16 heißt seit Juli 2007 Prüfprotokoll TKG § 45 i
TKG § 45 i ist nahezu identisch mit dem alten TKV § 16

Der Verbraucher hat mindestens 8 Wochen Zeit nach Erhalt der strittigen Rechnung das Telko mit der Einforderung des Protokolls in Verzug zu setzen !
Das Telko bzw das beauftragte Inkassobüro hat nach Einforderung des Prüfprotokolls des Verbrauchers ebenfalls 8 Wochen Zeit dies vorzulegen :

Zitat:
1) Der Teilnehmer kann eine ihm von dem Anbieter von Telekommunikationsdiensten erteilte Abrechnung innerhalb einer Frist von mindestens acht Wochen nach Zugang der Rechnung beanstanden. Im Falle der Beanstandung hat der Anbieter das in Rechnung gestellte Verbindungsaufkommen unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Belange etwaiger weiterer Nutzer des Anschlusses als Entgeltnachweis nach den einzelnen Verbindungsdaten aufzuschlüsseln und eine technische Prüfung durchzuführen, es sei denn, die Beanstandung ist nachweislich nicht auf einen technischen Mangel zurückzuführen. Der Teilnehmer kann innerhalb der Beanstandungsfrist verlangen, dass ihm der Entgeltnachweis und die Ergebnisse der technischen Prüfung vorgelegt werden. Erfolgt eine nach Satz 3 verlangte Vorlage nicht binnen acht Wochen nach einer Beanstandung, erlöschen bis dahin entstandene Ansprüche aus Verzug;
ERGO :
Keine Zahlung wenn Prüfprotokoll vom TELKO/Inkassobüro verspätet vorgelegt wird
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Alt 29.04.2008, 22:30   #12
Hartziger
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Telekom kündigen
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Alt 01.05.2008, 08:09   #13
Tom_
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Schulden verschwinden wohl kaum, wenn man den Anbieter kündigt.
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Alt 01.05.2008, 10:45   #14
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Zitat:
Schulden verschwinden wohl kaum, wenn man den Anbieter kündigt.
wär aber schön wenns so wäre
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Alt 30.05.2008, 09:28   #15
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Stichwort : Nicht vorgelegtes Prüfprotokoll
Ich wollte auf ein Urteil des Landgerichtes München hinweisen :

Telefonabrechnung – Nachweispflicht der ordnungsgemäßen Leistungserbringung
Landgericht München
Az.: 26 O 850/03Urteil vom 16.12.2004

Streitwert: Euro 313.197,22 (§ 3 ZPO) !!!

hier das komplette AZ :

Telefonabrechnung



lg
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Alt 16.11.2008, 18:42   #16
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Es gibt ein neues Gerichtsurteil !!

(Entscheidung vom 30.10.2008, Az. 4 C 247/08 (IV))
Wichtiges Urteil für alle, die Einwendungen gegen ihre Telefonrechnung haben:
Das Amtsgericht Papenburg hat entschieden, dass Verbraucher im Streitfall Anrecht auf eine genaue und individuelle Prüfung ihrer Verbindungen durch die Telefongesellschaft haben. Geschieht das nicht, muss der Betroffene nicht bezahlen.


Zitat:
In dem entschiedenen Fall hatte ein Anschlussinhaber auf seiner Telefonrechnung zwölf 0900-Verbindungen entdeckt, war aber sicher, diese Nummern nie angerufen zu haben. Er legte also gegen die Rechnung aus den Monaten Juli und August 2007 Einspruch ein – und wurde verklagt.
Der Nummernbetreiber forderte die Bezahlung der rund 98 Euro. Zum Beweis dafür, dass die Nummern angerufen wurden, legte die Firma einen „Technischen Prüfbericht nach § 45i Abs. 3 TKG“ sowie ein "Prüfprotokoll gemäß § 45i Abs.3 TKG" vor. Was und wie geprüft worden war, um die Richtigkeit der Rechnung festzustellen, stand darin nicht. Stattdessen handelte es sich bei dem „Prüfbericht“ um einen Text mit vorgefertigten Textelementen und beim Prüfprotokoll um einen Einzelverbindungsnachweis, bei dem nach jedem aufgelisteten Anruf einfach „kein Befund“ vermerkt worden war.
Doch damit blitzt die Firma beim Amtsgericht Papenburg ab. Der Richter wies die Klage gegen den Verbraucher ab. Dieser müsse die 0900-Verbindungen nicht bezahlen. „Die Klägerin hat nicht hinreichend substantiiert dargelegt und unter Beweis gestellt, dass die behaupteten Telefonverbindungen (…) tatsächlich zustande gekommen sind und richtig erfasst und berechnet worden sind“, so der Richter in seinem Urteil. Das vorgelegte Prüfprotokoll, „ein offenbar pauschal gehaltenes Schreiben für eine unbestimmte Vielzahl von Reklamationen“, reiche dafür nicht als Beweis aus. Stattdessen müsse aus einem Prüfprotokoll – auf das Verbraucher bei strittigen Telefonrechnungen ein Recht haben – hervorgehen, „wer, wann und mit welchen Mitteln die Richtigkeit der Erfassung und Berechnung überprüft hat“. Die pauschale Behauptung, dass alles seine Richtigkeit habe, reiche nicht für einen Anscheinsbeweis.

.....Das Papenburger Urteil (Entscheidung vom 30.10.2008, Az. 4 C 247/08 (IV)) dürfte das erste sein, das sich mit den Anforderungen an einen Technischen Prüfbericht nach dem „neuen“ Paragraf 45i Abs. 3 TKG befasst. „Wenn sich die Rechtsauffassung des Amtsgerichts durchsetzt, müssen sich die Telekommunikationsunternehmen bei Einwendungen gegen Rechnungen in Zukunft mehr Mühe geben und wirklich individuelle Prüfungen durchführen“, so Rechtsanwalt Thorsten Höft von der Krefelder Kanzlei Robbert Robbert Höft, die das Urteil erstritten hatte.
Das Urteil ist rechtskräftig.
aus :
Streit um Telefonrechnung: Verbraucher haben Recht auf genauen Prüfbericht: computerbetrug.de und dialerschutz.de
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Geändert von Inkasso (16.11.2008 um 18:46 Uhr)
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Alt 14.02.2009, 19:02   #17
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mirco101 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Im TKG § 45i Beanstandungen heißt es:

(1) Der Teilnehmer kann eine ihm von dem Anbieter von Telekommunikationsdiensten erteilte Abrechnung innerhalb einer Frist von mindestens acht Wochen nach Zugang der Rechnung beanstanden. Im Falle der Beanstandung hat der Anbieter das in Rechnung gestellte Verbindungsaufkommen unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Belange etwaiger weiterer Nutzer des Anschlusses als Entgeltnachweis nach den einzelnen Verbindungsdaten aufzuschlüsseln und eine technische Prüfung durchzuführen, es sei denn, die Beanstandung ist nachweislich nicht auf einen technischen Mangel zurückzuführen. Der Teilnehmer kann innerhalb der Beanstandungsfrist verlangen, dass ihm der Entgeltnachweis und die Ergebnisse der technischen Prüfung vorgelegt werden. Erfolgt eine nach Satz 3 verlangte Vorlage nicht binnen acht Wochen nach einer Beanstandung, erlöschen bis dahin entstandene Ansprüche aus Verzug; die mit der Abrechnung geltend gemachte Forderung wird mit der nach Satz 3 verlangten Vorlage fällig. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht, welche Verfahren zur Durchführung der technischen Prüfung geeignet sind.

Somit hat der Schuldner nicht acht Wochen nach erhalt eines Inkasso- bzw. RA-Schreibens recht auf die Ausführungen sonder die Frist beginnt mit Rechnungstellung.

Weiter heißt es:

(2) Soweit aus technischen Gründen keine Verkehrsdaten gespeichert oder für den Fall, dass keine Beanstandungen erhoben wurden, gespeicherte Daten nach Verstreichen der in Absatz 1 Satz 1 geregelten oder mit dem Anbieter vereinbarten Frist oder auf Grund rechtlicher Verpflichtungen gelöscht worden sind, trifft den Anbieter weder eine Nachweispflicht für die erbrachten Verbindungsleistungen noch die Auskunftspflicht nach Absatz 1 für die Einzelverbindungen. Satz 1 gilt entsprechend, soweit der Teilnehmer nach einem deutlich erkennbaren Hinweis auf die Folgen nach Satz 1 verlangt hat, dass Verkehrsdaten gelöscht oder nicht gespeichert werden.

Somit können Verkehrsdaten aufgrund von vertraglichen Vereinbarung auch vor der Frist von acht Wochen gelöscht werden und der Anbieter hat keine Auskunftpflicht mehr.

Weiter sind die hier aufgeführten Urteile Einzellentscheidungen und können nicht als allgemein gültig erklärt werden.
mirco101 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2009, 20:39   #18
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Hallo Mirco ;)

Zitat:
(1) Der Teilnehmer kann eine ihm von dem Anbieter von Telekommunikationsdiensten erteilte Abrechnung innerhalb einer Frist von mindestens acht Wochen nach Zugang der Rechnung beanstanden.
Und ?
Wenn der Teilnehmer erst durch das Schreibens des Inkassobüros bzw RAs durch die angeblich von Ihm geführten Gespräche erfahren hat dann müsste im Fall eines Gerichtsverfahrens die Gegenseite die korrekte Zustellung der damaligen Telekom Rechnung nachweisen können - was aus bekannten Gründen kaum möglich sein dürfte

Zitat:
(2) Soweit aus technischen Gründen keine Verkehrsdaten gespeichert oder für den Fall, dass keine Beanstandungen erhoben wurden, gespeicherte Daten nach Verstreichen der in Absatz 1 Satz 1 geregelten oder mit dem Anbieter vereinbarten Frist oder auf Grund rechtlicher Verpflichtungen gelöscht worden sind, trifft den Anbieter weder eine Nachweispflicht für die erbrachten Verbindungsleistungen noch die Auskunftspflicht nach Absatz 1 für die Einzelverbindungen. Satz 1 gilt entsprechend, soweit der Teilnehmer nach einem deutlich erkennbaren Hinweis auf die Folgen nach Satz 1 verlangt hat, dass Verkehrsdaten gelöscht oder nicht gespeichert werden.

Somit können Verkehrsdaten aufgrund von vertraglichen Vereinbarung auch vor der Frist von acht Wochen gelöscht werden und der Anbieter hat keine Auskunftpflicht mehr.
Ist doch wohl logisch

Zitat:
Weiter sind die hier aufgeführten Urteile Einzellentscheidungen und können nicht als allgemein gültig erklärt werden.
Natürlich sind das Einzelentscheidungen !
Was denn sonst ?

lg

Sudabeh
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Alt 14.02.2009, 21:02   #19
Gavroche
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Hi,
ein großes hamburger TK-Unternehmen rechnet ALLE ANGEWÄHLTEN Anschlüsse ab, auch wenn keine Verbindung zustande kam. Einwendungen werden nicht anerkannt. Bisherige gerichtliche Entscheidungen fielen nach meinem Wissensstand zu Ungunsten des Kunden aus. Wenn das Unternehmen beweisen kann, dass die technischen Voraussetzungen ohne Einschränkungen vorhanden waren...

Bei mir hat sich eine recht ansehnliche Summe gebildet und ich wäre dankbar, wenn jemand helfende Tipps hätte.
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Alt 14.02.2009, 21:27   #20
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Standard AW: Wie wehre ich mich gegen strittige Telefongebühren

Wenn das Unternehmen das in seinen AGB, bzw. Tarifbestimmungen erwähnt,-
und das ist ganz sicher so, - dann ist diese Praxis rechtlich ok.

In anderen Ländern, angefangen von Österreich, wird schon ewig, bzw. schon lange die Verbindung auch dann berechnet, wenn am andern Ende niemand abhob.

Wir waren/sind nur in D von der Telekom verwöhnt, weil die da -noch- an Bundes-Vorschriften gebunden ist, die ihr das untersagen.
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inkassogebu00fchren, pru00fcfprotokoll, strittige, telefongebuehren, telefongebühren, wehre

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