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Start > > -> Inkassoschreiben jedoch nie eine mahnung erhalten?

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Alt 17.01.2006, 02:02   #1
DAC->Emailproblem
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Registriert seit: 17.01.2006
Beiträge: 5
DAC
Standard Inkassoschreiben jedoch nie eine mahnung erhalten?

hallo

letzte woche erhielt ich ein schreiben eines inkassounternehmens.

u.a. stand dort

"da sie auf mehrfache mahnungen meiner mandantin nicht reagierten..."

ja, aber ich habe nie eine mahnung erhalten??? zumal ich das vertragsverhältnis zu der firma bereits vor einem jahr gekündigt hatte. ca zwei monate nach der kündigung sind wir umgezogen. da für mich die sache erledigt schien (ich habe seit dem kündigungsschreiben nie wieder etwas von der firma gehört) hat diese firma natürlich die neue adresse nicht erhalten.
was muss ich jetzt tun? ich meine, wie gesagt, ich hatte bereits gekündigt und eine mahnung kam nie bei mir an. und wie ist dieses inkassounternehmen an meine adresse gekommen??? muss ich das jetzt wirklich zahlen? es kamen ja keinerlei leistungen mehr von der firma :(
DAC ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2006, 04:32   #2
Ludwigsburg
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Inkassoschreiben jedoch nie eine mahnung erhalten?

Zitat von DAC
was muss ich jetzt tun? ich meine, wie gesagt, ich hatte bereits gekündigt und eine mahnung kam nie bei mir an. und wie ist dieses inkassounternehmen an meine adresse gekommen??? muss ich das jetzt wirklich zahlen? es kamen ja keinerlei leistungen mehr von der firma :

(
Hallo!

Wenn die Forderung wirklich unberechtigt ist:
ich würd antworten und eine Kopie deiner Kündigung beilegen, drum bitten, daß man dir mitteilt,daß die Sache damit erledigt ist.

Folgende Fragen fallen mirgrad ein:

was für eine Leistung hast du nicht mehr bekommen?

Hast du die Kündigungsfrist eingehalten? Hast du die Kündigung per Einschreiben geschickt - und somit einen Nachweis der Kündigung?

Kann es sein, daß du nur deshalb keine Leistung erhalten hast, weil du durch den umzug nicht mehr erreichbar warst?

Gruß ausLudwigsburg
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Alt 17.01.2006, 12:19   #3
Inkasso
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von Inkasso
 
Registriert seit: 25.10.2005
Beiträge: 3.651
Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso
Standard

Eine Inkassofirma ist ein privates Unternehmen ohne behördliche Macht
und spekuliert hier auf Unkenntnis.
(in der letzten Panorama Sendung ARD wurde auf die Machenschaften der IBs hingewiesen)

Hier meine Empfehlung :

Jede Inkassofirma ist verpflichtet sich nach Aufforderung des "vermeintlichen Schuldners" mittels einer Vollmacht zu legitimiern ( §§ 174, BGB)
Diese Vollmacht wird aus verwaltungstechnischen Gründen meistens "vergessen" dem Mahnbrief mit bei zu legen ! Ein " Manko " welches man ausnutzen sollte !
Ich würde dem Inkassobüro folgendes Fax schicken :

"Ich lehne die Forderung mangels Vorlage der Vollmacht gemäß §§ 174, BGB ab"

Die Inkassofirma muß nach Aufforderung die Vollmacht mit Orginal Unterschrift (lesbar mit Stempel) vorlegen und (!) die detailiert aufgelistete Forderung Muß (!) mit dabei sein ! (einzelne rechnungsposten / genaue Anschrift des Schuldners / Datum der Beauftragung durch Gläubiger )
Meistens kommt dann nur eine Kopie ( eingescannte Unterschrift) der Vollmacht : Dies ist nicht rechtens !
In diesem Fall : zurückweisen wieder mit ähnlichen Fax
z.b :
"Ich beziehe mich auf mein am (datum)... verschicktes Fax ! Ich fordere sie erneut auf mir endlich die Vollmacht gemäß §§ 174, BGB vorzulegen "

oder :
Die Vollmacht wird verschickt aber die Forderung ist nicht beigelegt ! Nicht rechtens !
ich würde wieder zurückweisen mit dem selben fax : ( " ich beziehe mich.....")

oder :
Das Inkassobüro geht in keiner weise auf die Vollmachtsanforderung ein (auch oft)
und verhält sich so als ob es nie eine Anforderung gegeben hätte und mahnt munter weiter !
Nach jedem weiteren Mahnbrief dasselbe Fax (" ich beziehe mich....")

Die meisten Inkassobüros , vor allem die, die im sogenannten Masseninkassogeschäft tätig sind geben nach der 2 oder 3 Zurückweisung entnervt auf. :dampf:

Ich würde hier, abgesehen von der permanententen und peniblen Vollmachtseinforderung,
keinerlei (!) Kommunikation mit dem inkassobüro führen .
----------------
Handelt es sich um eine nicht strittige rechnung sollte die Hauptforderung unter Angabe der Rechnungs/Kdnr direkt auf das konto des Hauptgläubigers überwiesen werden ! Dem Inkassobüro natürlich nichts davon erzählen. Nach dem 2 Inkassobrief erfolgt dann oben beschriebene
ZurückRückweisung mangels vollmacht !


gruß
jürgen
Inkasso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2006, 18:59   #4
DAC->Emailproblem
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Beiträge: 5
DAC
Standard

@Ludwigsburg: Vierteljährliche büchersendung, kündigungsfrist sind 3 monate, wurden eingehalten bzw würde ich tun wenn die letzte sendung gekommen wäre, kein einschreiben. :(

@Inkasso: danke für die hinweise :)

aber was wenn sie dann tatsächlich mahnung+vollmacht schicken? dann weiss ich immernoch nicht was ich tun soll oder kann :(
DAC ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2006, 09:10   #5
Silvia V
Redaktion
 
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Selbst wenn die Kündigung nicht per Einschreiben geschickt wurde,dann hast
Du sicherlich einen Zeugen,der bestätigen kann,das du das entprechende
Schreiben vor seinen Augen in einen Umschlag getan hast und danach in den Briefkasten.

Schreibe zwischenzeitlich die Firma(nicht das Inkasso) nochmals an und
schildere den Vorfall.
Solltest Du keinen Erfolg habe,dann lasse es auf einen Mahnbescheid ankommen,dem Du nach Erhalt sofort widersprechen mußt.

Sollte es sich so verhalten,wie Du beschrieben hast,dann stehen die Chancen
vor Gericht nicht schlecht.


Gruß

Silvia
__

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"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. "

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Silvia V ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2006, 20:59   #6
Inkasso
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Beiträge: 3.651
Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso
Standard

Habe ich noch nie erlebt das bei Kleinstforderungen im Masseninkasso die Inkassofirma
tatsächlich die vollmacht in der vom BGB verlangten Form zuschickt !
irgendwas stimmt meistens nicht ! Hier sollte man penibel bei jedem Fehler zurückweisen -
Hier keine falsche Rücksicht auf das IB nehmen - Diese haben es faustdick hinter den Ohren
ist es das IB von dem großen bekannten buchclub ?
Ich halte es für sehr wenig wahrscheinlich ( vorsichtig ausgedrückt) das der buchclub das IB beauftragt einen Vertragsanwalt zu Dir an den Wohnort schickt / bzw einen an Deinem wohnort lebenden Advokaten beauftragt um hier vor gericht zu kämpfen !

Übrigen gelten in aller regel nur die Anwaltskosten als erstattungsfähig und nicht die INkassogebühren (also nicht beides zusammen)
z.b OLG Dresden 5 U 68/93 NJW RR 1994 ist ein bekanntes Urteil in diesem Punkt.

Dies ist einer der Hauptgründe warum IBs als extrem klagescheu gelten
__

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
Inkasso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2007, 10:55   #7
Mezdeke->Emailproblem
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Registriert seit: 12.05.2007
Ort: Landkreis Schaumburg (Niedersachsen)
Beiträge: 26
Mezdeke
Frage Inkassoschreiben jedoch nie eine Mahnung erhalten

Der Deutsche Inkasso Dienst verweigert die Vorlage einer Vollmacht mit der Begründung: Die Forderung wurde an uns abgetreten. Aufgrund dessen sind wir Forderungsinhaber.

Ist das so richtig. Brauchen die dann keine Vollmacht vorlegen?

MfG
Mezdeke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2007, 13:06   #8
Borgi->Emailproblem
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Registriert seit: 09.04.2007
Ort: NRW
Beiträge: 1.263
Borgi
Standard

Zitat von Mezdeke Beitrag anzeigen
Der Deutsche Inkasso Dienst verweigert die Vorlage einer Vollmacht mit der Begründung: Die Forderung wurde an uns abgetreten. Aufgrund dessen sind wir Forderungsinhaber.

Ist das so richtig. Brauchen die dann keine Vollmacht vorlegen?

MfG
Und dies gilt es mit Hilfe der Vollmacht/Abtretungserklärung zu BEWEISEN
__

Ein Aufsichtsratposten ist das höchste Parteiamt, das die Wirtschaft ihren Politikern verleiht.
(aus "Der Privatdemokrat" ©Elmar Kupke)

Von mir kann man garantiert keine Rechtsberatung erwarten!
Borgi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2007, 14:52   #9
Rounddancer
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Standard Inkassounternehmen sind kläffende Hunde

Sie leben von dem Einschüchterungseffekt Ihres ersten Auftretens.
Und dann von den erfolgreich eingeschüchterten Schuldnern.

Deine neue Adresse kriegen die schon raus, das kostet sie ein paar Euro und einen Brief an die Meldestelle Deines letzten Wohnorts. Denn Du hast Dich dort ja pflichtgemäß abgemeldet (oder im neuen Ort an und die machten das dann).

Das Inkassounternehmen übernimmt die Liste der Forderungen seines Kunden ungeprüft,- also z.B. die Kopie der evtl. Mahnung und der Rechnung. Wobei es aber seit einigen Jahren keiner Mahnung mehr bedarf, um an Zahlungen zu kommen. Die Rechnung genügt. Auch prüft das Inkassobüro nicht, ob die der Rechnung zugrundeliegende Lieferung oder Leistung auch erfolgte.
Es nimmt nur die Daten in seine REchnung auf, haut seine Inkassogebühren drauf,- und schickt das dann zum Schuldner, bzw. zum vermeindlichen Schuldner.
Wenn der dann zahlt,- dann kriegt je nach Inkassobüro der Gläubiger sein Geld minus einer Erfolgsprovision,- (dafür wird dem Schuldner nur der geschuldete Betrag abkassiert oder nur wenig mehr), oder der Gläubiger kriegt genau den REchnungsbetrag, und alles, was das Inkassobüro darüberhinaus beim Schuldner kassiert (also nicht selten auch nochmal den REchnungsbetag), kriegt das Inkassobüro.

Zahlt der Schuldner aber nicht, entweder, weil er nicht kann, nicht will, oder weil die Forderung nach seiner Sicht nicht (mehr) besteht, dann meldet sich das Inkassobüro beim Gläubiger, und empfiehlt entweder die Einstellung des Verfahrens, weil z.B. der Schuldner insolvent ist/eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, oder weil die Forderung nicht (mehr) besteht. Wenn der Gläubiger trotzdem auf dem Weiterleben des Verfahrens besteht, dazu legt dann das Inkassobüro dem Gläubiger ein Überweisungsformular bei, da steht ein Betrag drauf (schon bei kleinen Beträgen meist über 200 Euro!), als Vorschuß für das dann einzuschaltende Rechtsanwaltsbüro.
Sendet der Gläubiger das Geld zusammen mit einer Vollmacht, dann erst erstellt das REchtsanwaltsbüro den Antrag auf den Mahnbescheid an das Gericht. Vom Gericht kriegt dann der Schuldner den Mahnbescheid.
Erhebt er dagegen keinen Widerspruch dem Gericht gegenüber, erfolgt Vollstreckungsbescheid. Erhebt er gegen den auch keinen Einspruch, ist die Forderung rechtskräftig und der Schuldner muß zahlen (Verjährung erst nach 30 Jahren), und egal, ob die Forderung berechtigt war, oder nicht.

Erhebt der Schuldner aber Widerspruch, bw. Einspruch, dann schickt das vom Inkassobüro betraute Rechtsanwaltsbüro erst wieder dem Gläubiger eine dicke Rechnung: Der muß dann, wenn er meint, er will klagen, die Gerichtskosten vorschießen... Wenn der Gläubiger die nicht vorstreckt, geben Inkassobüro und Rechtsanwaltsbüro den Fall dem Gläubiger zurück.
Und der Gläubiger kann sich seine Forderung aufs Klo nageln.

Also: Wenn Brief vom Inkassobüro kommt, berechtigte Forderungen sofort an den Gläubiger zahlen (ohne den Zuschlag, den das Inkassobüro draufrechnete). (Am Besten berechtigte Forderungen immer gleich bezahlen,- und wenn man je mal in Verzug kommen sollte, dann sofort(!) beim Gläubiger melden, Situation erklären, um Stundung/Teilzahlung bitten, und die dann unbedingt auch einhalten!)

Wenn Forderung unberechtigt, dann Inkassobüro im Regen stehenlassen,- Kopie des Zahlungsbeleges bereitlegen,- dann Posteingang beobachten, ob Mahnbescheid kommt. Gegen diesen unbedingt Einspruch/Widerspruch erheben...

So mache ich das jedenfalls.
Rounddancer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2007, 18:45   #10
Kerstin_K
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Standard Klärung mit dem Gläubiger

Also ich würde ja als allererstes mal mit dem Gläubiger klären, warum der meint, dass noch etwas offen ist.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
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