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Start > > -> Gläubigervergleich: Gläubiger erhöht wilkürlich Schuldenstand

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Alt 11.10.2017, 16:23   #1
jensmaches
Neuer Nutzer
 
Registriert seit: 11.10.2017
Beiträge: 1
jensmaches
Standard Gläubigervergleich: Gläubiger erhöht wilkürlich Schuldenstand

Hallo,

Ich würde gerne Eure Meinung zum folgenden Sachverhalt erfahren.

Mein Anwalt hat im Rahmen eines Gläubigervergleichs meine Schuldenstände erfragt und daraufhin ein Vergleichsangebot übermittelt.

Der Vergleich kam nicht zu Stande, da ich zwar eine Kopf- aber keine Kapitalmehrheit bei den Zustimmungen erzielen konnte.

Danach wurde ein zweites Vergleichsangebot unterbreitet. Es kam aber ein weiterer wohl gesinnter Gläubiger hinzu. Die Quoten und die angebotenen Summen vom ersten Vergleich blieben aber gleich, so dass kein Gläubiger weniger als im ersten Vergleich bekäme.

Nun torpediert aber ein Gläubiger, der schon den ersten Vergleich abgelehnt hat, den neuen Vergleich, indem er einen doppelt so hohen Schuldenstand durch Hinzunahme der Zinsen benennt. Dadurch wird eine zustimmende Kapitalmehrheit unmöglich gemacht.

Meine Frage lautet, ob ein höherer Schuldenstand - als im ersten Vergleich angegeben - so zulässig ist? Man muss sich doch darauf verlassen können, dass die angegebenen Angaben richtig sind!

Vielen Dank im Voraus für Euer Feedback.

Grüsse, Jens
jensmaches ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.10.2017, 17:27   #2
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
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Frage AW: Gläubigervergleich: Gläubiger erhöht wilkürlich Schuldenstand

Hallo jensmaches,

Zitat:
Mein Anwalt hat im Rahmen eines Gläubigervergleichs meine Schuldenstände erfragt und daraufhin ein Vergleichsangebot übermittelt.
Vielleicht magst du uns erst mal mehr Aufklärung zum konkreten Sachverhalt geben, geht es um einen Schuldenbereinigungs-Plan im Zuge einer (eventuellen) Privatinsolvenz oder um welche Schuldenkonstellation geht es sonst (geschäftlich / privat) ???

Was für ein Anwalt ist das, zugelassen für die Schuldnerberatung und versuchte (außergerichtliche) Einigung oder auf welcher Basis arbeitet der sonst für dich ?

Zitat:
Der Vergleich kam nicht zu Stande, da ich zwar eine Kopf- aber keine Kapitalmehrheit bei den Zustimmungen erzielen konnte.
Das klingt nach Privat-Insolvenz aber ich denke nicht, dass wir das erraten müssen, um dir irgendwie zu erklären, was dein Anwalt (unter Verwertung aller ihm dazu vorliegenden Unterlagen) offenbar nicht kann ...

Zitat:
Danach wurde ein zweites Vergleichsangebot unterbreitet. Es kam aber ein weiterer wohl gesinnter Gläubiger hinzu. Die Quoten und die angebotenen Summen vom ersten Vergleich blieben aber gleich, so dass kein Gläubiger weniger als im ersten Vergleich bekäme.
Ein Vergleich, den Keiner (der Gläubiger) wirklich in der Form akzeptieren will ist eben KEIN machbarer Vergleich, dann bleibt nur noch der Weg in die Insolvenz wenn man die Schulden überhaupt mal wieder los werden will.

Zumindest in der PI genügt auch EIN gescheiterter Versuch die (gesamten) Gläubiger von einem Schuldenbereinigungsplan zu überzeugen, echte "Vergleiche" gibt es dabei nur, wenn man einen Betrag X zur sofortigen Schuldentilgung anbieten kann ... so wirklich nachvollziehbar ist das nicht was du schreibst.

Denn damit werden einzelne Gläubiger (bei Einverständnis) dann komplett "abgefunden" und sind raus aus weiteren Vergleichen mit anderen Gläubigern und dem weiteren Verfahren.

Zitat:
Nun torpediert aber ein Gläubiger, der schon den ersten Vergleich abgelehnt hat, den neuen Vergleich, indem er einen doppelt so hohen Schuldenstand durch Hinzunahme der Zinsen benennt. Dadurch wird eine zustimmende Kapitalmehrheit unmöglich gemacht.
Wer soll das hier nun bitte wie nachvollziehen können ...

Zitat:
Meine Frage lautet, ob ein höherer Schuldenstand - als im ersten Vergleich angegeben - so zulässig ist? Man muss sich doch darauf verlassen können, dass die angegebenen Angaben richtig sind!
Kein Gläubiger muss auf Verzinsung verzichten und da wachsen Schulden in der Regel immer schneller weiter ... da kann man sich auf gar nichts verlassen so lange nicht geklärt ist, wie das nun mal endgültig geregelt werden soll (mit schriftlicher Bestätigung, dass es KEINE Forderungen mehr gibt).

Auch Vergleiche und Verzicht auf weitere Verzinsung zum aktuellen Zeitpunkt (bis zur Erledigung) sollten IMMER schriftlich festgelegt werden, sonst kann man sich (als Schuldner) auf NICHTS berufen ...

Sollte es doch mal auf eine PI hinauslaufen, werden die Gläubiger ihre Forderungen noch korrekt beim Insolvenzgericht "anmelden" (und nachweisen) müssen und da kannst du auch widersprechen wenn dir manche Beträge nicht erklärlich sind.

Mir persönlich fehlte da auch bald (schon bei einem einzigen Gläubiger) der komplette Überblick aber ich musste sowieso NICHTS mehr zurückzahlen (Einkommen unter dem Pfändungsfreibetrag bis zur gerichtlichen Restschuldbefreiung), also war mir das dann irgendwann auch egal wie diese End-Beträge nun letztlich entstanden sein sollten

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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erhöht, gläubiger, gläubigervergleich, schuldenstand, wilkürlich

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