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Schulden

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Muss ich nach Auszug wirklich die ALG II Schulden meiner Mutter bezahlen?

Schulden

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Alt 27.03.2017, 13:25   #1
Kurschatten
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Kurschatten
Standard Muss ich nach Auszug wirklich die ALG II Schulden meiner Mutter bezahlen?

Liebe Community,
vorgestern erhielt ich Post vom Inkasso-Service der Arbeitsagentur, ich solle eine Rechnung von über 300 € bezahlen. Entweder alles auf einmal oder in Raten a 20 Euro im Monat, mit einer Mahnung, dass am 15.03. kein Geld mehr seitens meiner Erzeugerin eingegangen sei.
Ich wohne seit dem 31.01.2017 aufgrund schwerer sozialer Probleme nicht mehr in der Bedarfsgemeinschaft mit meiner Erzeugerin (Ich sage bewusst nicht Mutter, da eine
solche ihr Kind liebt), welche nun vom Sozialamt lebt, Frührente. Der Bescheid ist schon durch, daher kann ich präventiv nichts tun.

Die Klinik, in welcher ich mich damals befand, half mir bei meinem Auszug und mein dortiger Psychotherapeut stellte ein Attest aus.
Meine Erzeugerin hat insgesamt über 3500 Euro Schulden (Sie ist 9x umgezogen, leidet an Bulimie, geht oft aus und betreibt exzessiv eShopping) ,
woran sie mir die Schuld gibt, ebenso wie an ihrer Arbeitslosigkeit, obwohl beides Anscheinend schon vor meiner Geburt da war. Ich gehe ambulant regelmäßig zur Traumatherapie und bin aktuell AU, daher
kann ich doch nicht ihre Schulden tilgen. Ich habe gewusst, dass sie seit dem 30.6.16 bis Februar '17 regelmäßig ALG II Schulden abbezahlt, allerdings nicht, wo ich überall involviert bin.
Schließlich bekam ich nur das Nötigste, habe nichts von dem Geld gesehen und musste kurz vor meinem Klinikaufenthalt sogar 2 € von meinem Ersparten abtreten, um 1x bei ihr zu Duschen.
Sie nannte mich einen ungewollten Kostenverursacher.

Jetzt habe ich die Quittung. Sie hat mich jahrelang sadistisch Misshandelt und Vernachlässigt, doch konnte sich nach außen immer so präsentieren, dass ich der unerzogene Bengel
war und sie die ratlose und überforderte Mutter. Dieser Psychoterror wird nun fortgesetzt, denn wenn ich Widerspruch einlege bin ich wieder der Böse, der sich gegen seine
"Familie" stellt. Ich wohne bereits 500km vom Wohnort meiner Erzeugerin entfernt, doch nirgends ist es sicher, da sie jederzeit wieder so etwas einfädeln kann.

Ein gesetzlicher Betreuer ist bestellt, aber noch nicht aktiv. Kann noch 2 Monate dauern.

Das Problem ist, dass die Mitarbeiter von Jobcenter etc. eher hinter ihr stehen. Nicht hier in meiner neuen Stadt, dort kennt man mich, doch bei ihr, denn sie ist eine Meisterin der Manipulation.
Darf sie so einfach die Schulden auf mich übertragen? Vor der Klinik war ich so devot, dass ich eine Kugel mit den Zähnen für sie abgefangen hätte, jetzt belastet der Fall mich
doppelt. Was soll ich tun, brauche ich einen Anwalt oder gibt es noch einen anderen Weg? Was, wenn ich nicht die finanziellen Mittel für rechtliche Unterstützung habe?

Ich bedanke mich im Voraus für jeden Strohhalm,
LG Leidgeprüfter

P.S.: Für die Experten, es handelt sich um Wahrnehmung des Forderungseinzug nach §44c Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 i.V.m. § 44b Abs. 4 SGB II)
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Alt 27.03.2017, 15:52   #2
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Muss ich nach Auszug wirklich die ALG II Schulden meiner Mutter bezahlen?

Hallo Kurschatten,

zunächst mal so als Einstieg und Begrüßung, auch wenn ich dir nicht wirklich weiter helfen kann ohne die genauen Unterlagen zu sehen, die es ja geben muss, kann das vermutlich Niemand hier.

Zitat:
vorgestern erhielt ich Post vom Inkasso-Service der Arbeitsagentur, ich solle eine Rechnung von über 300 € bezahlen. Entweder alles auf einmal oder in Raten a 20 Euro im Monat, mit einer Mahnung, dass am 15.03. kein Geld mehr seitens meiner Erzeugerin eingegangen sei.
Das wäre schon mal sehr wichtig, wenn man sich das genauer ansehen kann, denn eine "Rechnung" mit direktem Raten-Angebot schicken die eher nicht, da kommt eine Forderung mit Fristsetzung und es wird zunächst die Gesamtsumme verlangt.

Eine Ratenvereinbarung wäre dann direkt mit denen erst mal selbst zu vereinbaren, sofern sich die Forderung als berechtigt erweisen sollte.

In deinem Falle ist aber noch völlig unklar ob du überhaupt was zahlen musst oder nicht, wenn du selbst bedürftig bist, ist es ja ziemlich sinnfrei dir eine solche Forderung zu schicken.

Bitte anonymisiere das Schreiben und stelle es hier ein, auf welche Zeiträume wird sich bezogen, werden konkrete (frühere) Bescheide genannt, sind dir die überhaupt (auf DEINEN Namen) zugegangen ... so einfach ist das nun auch wieder nicht, an die Kinder zu gehen wenn die Eltern nicht zahlen wollen oder können.

Zitat:
Ich wohne seit dem 31.01.2017 aufgrund schwerer sozialer Probleme nicht mehr in der Bedarfsgemeinschaft mit meiner Erzeugerin (Ich sage bewusst nicht Mutter, da eine
solche ihr Kind liebt), welche nun vom Sozialamt lebt, Frührente. Der Bescheid ist schon durch, daher kann ich präventiv nichts tun.
Deine rein private und sehr traurige Geschichte ist für uns hier sicher auch nicht lösbar, wir können nur versuchen die Fakten zu sortieren, soweit du dazu Unterlagen vorliegen hast.

Ob ein Bescheid für deine "Erzeugerin" durch ist oder nicht liegt ohnehin nicht in deinem Entscheidungsbereich, es geht nur darum zu klären, ob man DICH für diese Zahlungen überhaupt in Anspruch nehmen kann oder nicht.

Zitat:
Die Klinik, in welcher ich mich damals befand, half mir bei meinem Auszug und mein dortiger Psychotherapeut stellte ein Attest aus.
Darf ich fragen wie alt du bist, dieses Attest hast du ja sicher noch als Kopie vorliegen, darin ging es wohl um die Genehmigung, dass du überhaupt ausziehen darfst und eigene Sozial-Leistungen in Anspruch nehmen kannst, es ist also anzunehmen, dass du noch UNTER 25 Jahre bist.

Zitat:
Meine Erzeugerin hat insgesamt über 3500 Euro Schulden (Sie ist 9x umgezogen, leidet an Bulimie, geht oft aus und betreibt exzessiv eShopping) ,
woran sie mir die Schuld gibt, ebenso wie an ihrer Arbeitslosigkeit, obwohl beides Anscheinend schon vor meiner Geburt da war.
Wofür immer sie dir die Schuld "aufladen" will, bist du NICHT verpflichtet irgendwelche ihrer persönlich verursachten Schulden zu bezahlen, so lange DU keine derartigen Verpflichtungen auch mit unterschrieben hast.

Wenn SIE umzieht ist das IHR Problem, ebenso wie ihre Einkäufe, das muss sie schon selber bezahlen, auch Schulden die daraus entstehen, da "haften Kinder NICHT für ihre Eltern" ... WARUM also schickt man DIR das überhaupt ...

Die von dir genannten §§ haben mit einer Forderung an dich eigentlich gar nichts zu tun, da geht es um Verwaltungsrichtlinien, es ist wirklich wichtig das aktuelle Schreiben mal zu sehen um das irgendwie einordnen zu können.

Wenn sie aktuell Sozial-HILFE bezieht könnte es höchstens eine Anfrage vom Sozial-AMT geben, dass du nachweisen musst ihr keinen Unterhalt leisten zu können, jedenfalls wenn es um SGB XII / Kapitel 3 dabei geht.

Dafür sind die familiären Umstände allerdings vom Gesetz her völlig irrelevant, aber wenn du selbst von Sozial-Leistungen leben musst ist da bei dir auch NICHTS "zu holen" ... das wirst du aber trotzdem nachweisen müssen.

Zitat:
Ich gehe ambulant regelmäßig zur Traumatherapie und bin aktuell AU, daher
kann ich doch nicht ihre Schulden tilgen. Ich habe gewusst, dass sie seit dem 30.6.16 bis Februar '17 regelmäßig ALG II Schulden abbezahlt, allerdings nicht, wo ich überall involviert bin.
Dann verlange zunächst mal die Unterlagen dazu vom zuständigen JobCenter, in einer BG (die ihr ja mal gewesen seid) ist immer JEDER mit "involviert", das bedeutet aber nicht automatisch, dass man nun alles bei dir einfordern darf, was bei deiner "Erzeugerin" nicht (mehr) zu bekommen ist.

Wie alt bist du gewesen als diese Schulden beim Amt mal entstanden sind, UNTER 18 kann man dich dafür überhaupt NICHT verantwortlich machen wollen.

Zitat:
Schließlich bekam ich nur das Nötigste, habe nichts von dem Geld gesehen und musste kurz vor meinem Klinikaufenthalt sogar 2 € von meinem Ersparten abtreten, um 1x bei ihr zu Duschen.
Sie nannte mich einen ungewollten Kostenverursacher.
Das wirst du im Zweifel aber kaum beweisen können, trotzdem kann man dir nicht einfach eine "Rechnung mit Raten-Forderungen" schicken, die Berechtigung muss zunächst mal geklärt werden, da helfen aber keine Emotionen sondern NUR FAKTEN weiter.

Zitat:
Jetzt habe ich die Quittung.
NEIN, du hast die Möglichkeit das rechtlich prüfen zu lassen und diese Forderungen als unberechtigt abzulehnen, wenn sie klar unberechtigt sind, denn man darf dich gesetzlich eben NICHT für das Fehlverhalten anderer Mitglieder einer BG verantwortlich machen.

Zitat:
Ich wohne bereits 500km vom Wohnort meiner Erzeugerin entfernt, doch nirgends ist es sicher, da sie jederzeit wieder so etwas einfädeln kann.
Sie kann GAR NICHTS "einfädeln", denn Schulden kannst du selbst nur machen wenn du dafür irgendwas unterschrieben hast, NUR dann bist du auch mitverantwortlich zu machen von den Gläubigern.

Zitat:
Ein gesetzlicher Betreuer ist bestellt, aber noch nicht aktiv. Kann noch 2 Monate dauern.
Ein gesetzlicher Betreuer für WEN, für dich oder für sie ... der kann Probleme der Vergangenheit aber auch nicht "aus der Welt schaffen" ...

Zitat:
Das Problem ist, dass die Mitarbeiter von Jobcenter etc. eher hinter ihr stehen. Nicht hier in meiner neuen Stadt, dort kennt man mich, doch bei ihr, denn sie ist eine Meisterin der Manipulation.
Wenn sie jetzt Sozial-HILFE bezieht ist sie ja auch nicht mehr beim JC und was mal unterschrieben wurde (von ihr oder von dir) geht nicht so einfach zu "manipulieren", zumindest wurde ja dokumentiert, dass du dort NICHT mehr weiter leben kannst, also kümmere dich um DEIN Leben und NUR um dein Leben ... da wo DU JETZT bist.

Zitat:
Darf sie so einfach die Schulden auf mich übertragen?
Klares NEIN, für seine Schulden ist in der Regel IMMER jeder selbst verantwortlich und NICHT der "gewünschte Schuldige" ... selbst aus einem Erbe muss man nur Schulden begleichen, die damit gedeckt werden könnten, noch "lebt" sie aber und da muss sie ihre eigenen Schulden schon selbst bezahlen.

Schulden bei Behörden werden aber gerne auch mal bei anderen "Beteiligten" einer früheren BG "eingetrieben", jedenfalls kann man es versuchen, das bedeutet ja noch lange nicht, dass es auch berechtigt ist.

ALLE privaten Schulden können NUR bei dem eingefordert werden, der dafür auch mal Verträge unterschrieben (Mietverträge) oder Einkäufe getätigt hat ... da müssen nicht mal Ehepartner für gerade stehen, wenn sie NICHTS dafür mitunterschrieben haben.

Zitat:
Was soll ich tun, brauche ich einen Anwalt oder gibt es noch einen anderen Weg? Was, wenn ich nicht die finanziellen Mittel für rechtliche Unterstützung habe?
Da es schwierig bis unmöglich werden könnte, das hier zügig für dich zu ordnen (und das ist unbedingt notwendig) solltest du tatsächlich besser einen Anwalt aufsuchen mit ALLEN Unterlagen, die du dazu in der Hand hast.

Einen Beratungs-Hilfeschein bekommst du beim Amtsgericht, das kostet dann 15 € beim Anwalt, der darf aber auch darauf verzichten.
Wenn es (ausschließlich) um JC-Forderungen geht ist ein Anwalt für Sozialrecht die beste Wahl, es darf aber auch jeder Anwalt übernehmen der bereit ist dir zu helfen.

Teile direkt mit, dass du eine dringende Beratung brauchst, weil man hohe Geldforderungen an dich stellt und weise auch gleich darauf hin, dass du KEIN Geld hast ihn selbst zu bezahlen und einen Beratungshilfeschein brauchst.

Manche Anwälte helfen dir dann schon dabei den zu beantragen und dann darfst du auch davon ausgehen, dass der dir wirklich HELFEN will, deine Angelegenheit zu prüfen und deine Rechte zu vertreten.

Auch wenn es schwer fällt musst du aber (vorwiegend) bei den FAKTEN und Unterlagen bleiben, die dir zur Verfügung stehen, die Gesetze dafür (solche Forderungen abweisen zu können) kennt dann ein Anwalt, für die privaten Familien-Dramen daneben, ist er aber nicht zuständig und die wird er auch nicht lösen können.

Meine Daumen sind gedrückt !

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 27.03.2017, 15:55   #3
Helga40
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Standard AW: Muss ich nach Auszug wirklich die ALG II Schulden meiner Mutter bezahlen?

Bitte stelle das Schreiben anonymisiert ein. Es ist wichtig zu sehen, von wann die Bescheide sind, für die Forderungen erhoben wird. Das sollte eigentlich in dem Schreiben stehen ("Aufhebungs- und Erstattungsbescheid vom xx.xx.xxxx, Zeitraum xx.xx.xx bis yy.yy.yy").


Dann teile bitte mit, ob du in dem Zeitraum, für den die Erstattungen gefordert wurden, minderjährig warst oder nicht.


Danach können wir weiter schauen. Wenn du nicht minderjährig warst, hättest du die Erstattungsbescheide bekommen müssen. Wenn du minderjährig warst, musst du Minderjährigenhaftung geltend machen.


Aber alles zu seiner Zeit. Stelle erstmal ein und beantworte die Frage ob minderjährig ja oder nein.
__

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Alt 28.03.2017, 11:59   #4
Kurschatten
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Kurschatten
Standard AW: Muss ich nach Auszug wirklich die ALG II Schulden meiner Mutter bezahlen?

Hallo,
vielen Dank für Eure Antworten.
Ich komme gerade von der Caritas (Schuldnerberatung) und habe dort schon einiges ans Licht bekommen.
Die Forderung kam bereits am 30.06.2016, ich war schon volljährig, 18 ( jetzt 19) Jahre alt, als ich unterschrieben habe. Darum schickt man mir das.
Ja, ich war dumm und Co-abhängig, so hat meine Erzeugerin mich unterschreiben lassen, als sie in der Kur war. Sie hat für 2 Monate mein Geld kassiert, obwohl ich nachweislich aus der Bedarfsgemeinschaft heraus war und ein Arbeitsverhältnis begonnen hatte. Ich habe von meinem eigenen Geld gelebt, während sie meine 400 Euro ausgegeben hatte, dem Jobcenter nichts von alldem gesagt.

Als das herauskam, habe ich unterschrieben anstatt Widerspruch einzulegen. In der Bedarfsgemeinschaft habe ich wie gesagt nie Geld gesehen und wurde auch in Volljährigkeit nicht aufgeklärt, inwieweit gewisse Schreiben mich betreffen. So liefen die Zahlungen weiter und müssen durch meinem Auszug nun von mir getragen werden. Das meinte ich mit Quittung und ist eine moralische Niederlage sowie der Beweis, dass ich mich habe ins Bockshorn jagen lassen. Im Februar hat meine Mutter auch noch gezahlt, doch das Inkasso-Büro meinte, wenn von meiner Erzeugerin kein Geld mehr käme, wenden sie sich an den Nächsten, welcher ich jetzt bin. Sie wird die 20 € nicht zahlen, da kann ich mich auf den Kopf stellen.

Daher kann ich keinen Widerspruch einlegen, höchstens dazu aufrufen, dass das Amt das Geld von ihr fordert. Das wird allerdings ein Zerreibungskrieg, doch ich werde zumindest eine Stunde mich kostenlos vom Anwalt beraten lassen.

Die Forderung ist also Berechtigt, wenn auch ungerecht. Wer weiß, was ich noch alles unterschrieben habe, ohne die Konsequenzen zu beachten. Ich habe große Erinnerungslücken, mein Gedankengang ist nicht linear, da mein ganzes Leben permanente Anspannung ist. Jahrelang ging es nur ums überleben, dass dies vor Gericht irrelevant ist leuchtet ein, doch es muss noch einen anderen Weg geben, oder?
Ich möchte nicht mehr in Verbindung mit meiner ehemaligen Erziehungsberechtigten gebracht werden. Sie hat mich manipuliert, als ich noch bei ihr lebte, außerdem die Mitarbeiter vom Jobcenter und alle, die mir Nahe kamen, da sie ein Blender ist. Das wollte ich bloß damit sagen.

Ein Betreuer ist für mich bestellt, bis dahin bin ich beim sozialpsychiatrischen Dienst. Der kann die Vergangenheit zwar nicht ändern aber Verhindern, dass ich in Zukunft ausgenutzt werde. Ich habe eine Liste von Anwälten bekommen, bei denen ein Erstgespräch für finanziell Bedürftige kostenlos ist.

Außerdem werde ich beim Jobcenter die Daten von damals einfordern. Soweit ich weiß betraf die Zahlung die Monate März und April 2016. Es sieht aber nicht so aus, als könnte ich mit einer Klage Erfolg haben.

LG Kurschatten

P.S.: Das Dokument der Mahnung befindet sich im Anhang

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
img_20170327_222028.jpg  

Geändert von Kurschatten (28.03.2017 um 12:04 Uhr) Grund: Bild beim Hochladen über Kopf
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Alt 28.03.2017, 12:41   #5
TazD
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Standard AW: Muss ich nach Auszug wirklich die ALG II Schulden meiner Mutter bezahlen?

Ich lese im Dokument was von vereinbarter Ratenzahlung. Hast du irgendwas derartiges unterschrieben?
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
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Alt 28.03.2017, 16:03   #6
Helga40
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Standard AW: Muss ich nach Auszug wirklich die ALG II Schulden meiner Mutter bezahlen?

Es ist notwendig, zu wissen, was das für Forderungen sind. Das SGB II berücksichtigt das Individualprinzip, was bedeutet, dass nur in ganz seltenen Fällen gesamtschuldnerische Haftung vorliegt. Außerdem ist ein Forderungskonto in ERP immer nur mit einer Person verbunden. Demnach sind es die des TE. Warum auch immer scheint die Mutter bisher seine Forderungen gezahlt zu haben. Wer die Raten vereinbart hat, lässt sich so nicht nachvollziehen.
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Alt 29.03.2017, 15:46   #7
Kurschatten
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Kurschatten
Standard AW: Muss ich nach Auszug wirklich die ALG II Schulden meiner Mutter bezahlen?

@TazD:
Zitat von Kurschatten Beitrag anzeigen
Die Forderung kam bereits am 30.06.2016, ich war schon volljährig, 18 ( jetzt 19) Jahre alt, als ich unterschrieben habe.
Um mich selbst zu Zitieren. Ja, ich war dumm, das von meiner Erzeugerin hingehaltene Formular ohne es durchzulesen zu unterschreiben, doch was soll ich jetzt noch daran ändern?

@Helga40:
Das Jobcenter aus der Stadt, in der damals die Bedarfsgemeinschaft bestand, schickt mir auf meinen Wunsch das Forderungsformular vom 30.06.2016 in Kopie zu. Außerdem habe ich beim Inkasso-Service angerufen, das Schuldnerverfahren ist jetzt erst einmal für 2 Monate auf Eis gelegt, damit ich mich um juristischen Beistand kümmern kann. Das bekomme ich auch noch schriftlich.

Ich würde sagen, entweder das JC oder meine Erzeugerin hat einen monatlich bezahlbaren Beitrag gewählt. Anders kann ich es mir nicht erklären. Sie hat ihr Konto angegeben, da sie die Schulden ja auch gemacht hat, mir die Schuld daran gegeben und da ich ohnehin aus allen finanziellen Angelegenheiten heraus gehalten wurde, musste ich auch nichts bezahlen. Jetzt sieht es anders aus.

Die Frau vom Inkasso behauptete am Montag zu diesem Thema, dass von meiner Mutter kein Geld mehr einging, weshalb sie sich an mich wandten. Also entweder ganz oder gar nicht, oder wie?

LG Kurschatten
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