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Start > > -> Nochmal Ärger mit Inkasso, kann man das umgehen? (Arbeitgeberdarlehn, kein Titel)


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Alt 26.03.2017, 16:09   #1
Shenay
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Registriert seit: 26.03.2017
Beiträge: 3
Shenay
Standard Nochmal Ärger mit Inkasso, kann man das umgehen? (Arbeitgeberdarlehn, kein Titel)

Hallo Zusammen,

es geht um folgenden Sachverhalt:

Person A hat bei ihremArbeitgeber ein Darlehn bekommen, vor abschließender Tilgung ist Person A aus dem Unternehmen ausgescheiden.
Der Arbeitgeber hat das Darlehn gekündigt und eine sehr hohe Ratenzahlung angeboten. In Ihrer Not ist Person A dieser auch bis auf die letzten Raten nachgekommen, dann ging es einfach nichtmehr.
Der Arbeitgeber hat daraufhin ein Einschreiben versendet in welchem die ganze Restsummer gefordert wurde (ca. 900€) und zugleich angedroht das ein Inkassounternehmen eingeschaltet würde, falls Person A nicht zahle.

Nun vergingen 3 Wochen und natürlich bekam Person A ein Schreiben von einem Inkassounternehmen.
Diese Fordern nun 1040€ ( die Restsummer 900€ + Mahngebühren des Mandanten 20€ + 100€ Inkassogebühren und nochmal 20€ Inkassoauslagen. )

Nun hat sich Person A schon relativ gut informiert, ist aber aufgrund der verschiedenen Aussagen im Netz verunsichert. Am besten hat Ihr der Post in diesem Forum gefallen ->
https://www.elo-forum.org/schulden/1...n-umgehen.html

Eine der letzten Verunsicherungen ist nun; Was genau ist ein "geschäftserfahrenes Unternehmen" ?
(Der Gläubiger ist eine GmbH mit einem Jahresumsatz von ca 30 Mio Euro)

Und was würde im schlimmsten Fall auf sie zukommen wenn man "damit nicht durchkommt" ?

Und ein paar Tips wären natürlich toll ob es sich in dieser Situation lohnt so vorzugehen. Zahlen kann Person A sofort, ob nun alles oder ob sie sich die hohen Inkassokosten sparen kann....

Wir wären für Antworten sehr dankbar.

Viele Grüße
Shenay

Geändert von TazD (26.03.2017 um 22:19 Uhr)
Shenay ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2017, 20:00   #2
axellino
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Beiträge: 1.816
axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino
Standard AW: Nochmal Ärger mit Inkasso, kann man das umgehen? (Arbeitgeberdarlehn, kein Titel)

Guten Abend,

Zitat:
Zahlen kann Person A sofort
Ist doch super

So denn Person A betreffend der Inkassogebühren die als Verzugsschaden geltend gemacht werden, in den Streit gehen will, überweist diese die unstrittige Hauptfoderung + angemessene Mahngebühren (2,50 Euro pro Mahnschreiben des Ex-Arbeitgebers) + Verzugszinsen, direkt und "zweckgebunden" an ihren Ex-Arb.und widerspricht daraufhin der Forderung des Inkassos vollumfänglich und geht somit in den Streit mit der Inkassobude, betreffend der Inkassogebühren, eigenes Risiko und Ausgang ungewiss.

Oder aber man minimiert sein eigenes Risiko und folgt der Ansicht der Schuldnerberatung-Schickner und überweist alles "zweckgebunden" ans Inkasso, wie dargelegt + 24 Euro Inkassogebühren.

Info
Schickner

Hier gibt es auch einige Beiträge von User @Inkasso, wo er dies auch vorgeschlagen hatte.

Zu den ganzen gibt es zu sagen, das Inkassogebühren die als Verzugsschaden geltend gemacht werden, grundsätzlich erstattungsfähig sind.
Die andere Frage ist, ob diese und dann ebend auch in der Höhe durchsetzungsfähig wären und dazu kann ich dann sagen, das sicher aufgrund der bisherigen und noch derzeitigen Inkasso unfreundlichen Rechtsprechung in Deutschland, bis zum heutigen Tage noch nicht versucht wurde, explizit "nur" Inkassogebühren einzuklagen. Somit kann man also versuchen zu tricksen und versuchen explizit diese Gebühren zu umgehen, natürlich mit ein gewissen Restrisiko, das es nicht irgendwann doch mal geschehen könnte.

Dann würde z.B. hier ein Richter entscheiden müssen, ob hier für ein geschäftserfahrenes Unternehmen die notwendigkeit bestand, ab Verzug ein Inkasso einzuschalten oder ob es nicht ggfls. selber hätte das Mahnverfahren einleiten können, um an seine berechtigte Forderung zu kommen oder ebend ab Verzug, einen Rechtsanwalt zum Forderungseinzug beauftragen hätte können.

Wie auch immer, das sich hier Person A in Verzug befand, steht ja sicher ausser Zweifel.
Ob nun Person A zocken will, explizit betreffend der Inkassogebühren, muss sie für sich entscheiden und somit trägt sie natürlich auch allein, ein mögliches Risiko.
__

Wer Rechtschreibfehler findet,darf sie gerne behalten !!!!
axellino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2017, 22:13   #3
Shenay
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Registriert seit: 26.03.2017
Beiträge: 3
Shenay
Standard AW: Nochmal Ärger mit Inkasso, kann man das umgehen? (Arbeitgeberdarlehn, kein Titel)

Danke für die ausführliche Antwort und die zusaätzlichen Informationen.

Was genau heisst nun Restrisiko in dem Fall? Gerichtskosten im Fall der Fälle?


Grüße
Shenay
Shenay ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2017, 07:41   #4
axellino
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Beiträge: 1.816
axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino
Standard AW: Nochmal Ärger mit Inkasso, kann man das umgehen? (Arbeitgeberdarlehn, kein Titel)

Zitat von Shenay Beitrag anzeigen
Was genau heisst nun Restrisiko in dem Fall? Gerichtskosten im Fall der Fälle?
Jap, im unwahrscheinlichsten Fall der Fälle, könnten evtl. Anwalts und Gerichtskosten noch dazu kommen
__

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