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Start > > -> Klage und Termin zu Güteverhandlung

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Alt 02.02.2017, 16:33   #1
Pleinsud
Elo-User/in
 
Registriert seit: 17.02.2012
Beiträge: 30
Pleinsud Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Klage und Termin zu Güteverhandlung

Einen schönen guten Tag,



ich habe vor einigen Tagen vom Amtsgericht eine Zustellung von einem Inkasso Unternehmen erhalten. Ich wurde zu einem Termin zur Güterverhandlung geladen.
Folgendes steht in dem Schreiben:


Im oben vezeichneten Verfahren wurde Termin zur Güteverhandlung und für den Fall des Nichterscheinens einer Partei oder Erfolglosigkeit der Güteverhandlung unmittelbar anschließender Termin bestimmt.



Zu diesem Termin werden sie geladen.

Es wurde Ihr persönliches Erscheinen angeordnet.


Im Schreiben des Inkasso Unternehmes an das Gericht steht folgendes:
Erhebt die Anklage und beantragt



1) Die beklagte Partei zu verurteilen, an die Klägerin Betrag XXX, zuzüglich Zinsen zu bezahlen.


2) Von einer Güterverhandlung wegen erkennbarer Aussichtslosigkeit abzusehen.


3) ein schriftliches Vorverfahren gemäß § 276 ZO durchzuführen und bei Fristversäumnis gemäß § 331 3 ZO durch Versäumnisurteil im schriftlichen Verfahren zu entscheiden.


vorab die Summe die Eingeklagt wird ist richtig. Es wurden Raten vereinbart, diese konnte ich aufgrund von Arbeitslosigkeit nicht weiter bezahlen.
Nun meine Fragen:



1) Warum geht der Gläubiger diesen weg und nicht normal über Mahnbescheid, etc.?


2) Die Kläger hat beantragt auf eine Güteverhandlung abzusehen, warum ordnet das Gericht dies trotzdem an?


3) Was bedeutet ein schriftliches Vorverfahren? Das ich mich hierzu äußern kann und wenn ich dies versäumt habe, so steht drin beantragen sie im schriftlichen Verfahren zu entscheiden? Warum dann der Termin?


4) Muss ich zu diesem Termin erscheinen, oder ist es möglich dies abzuwenden? Was passiert bei nicht erscheinen?



Vielen Dank vorab für die beantwortung der Fragen.
Pleinsud ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2017, 19:48   #2
axellino
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von axellino
 
Registriert seit: 30.07.2013
Ort: Celle
Beiträge: 1.854
axellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiertaxellino Enagagiert
Standard AW: Klage und Termin zu Güteverhandlung

Guten Abend,

Zitat:
1) Warum geht der Gläubiger diesen weg und nicht normal über Mahnbescheid, etc.?
Ja warum, gute Frage.
Effizienter für einen Gläubiger seine Forderung titulieren zulassen, wäre eigentlich das Mahnverfahren.
Es ist aber im Enddefekt dem Gläubiger überlassen, welchen Weg er nehmen will um seine Forderung titulieren zulassen.

Zitat:
2) Die Kläger hat beantragt auf eine Güteverhandlung abzusehen, warum ordnet das Gericht dies trotzdem an?
Die Güteverhandlung ist in § 278 ZPO gesetzlich geregelt.
Das Gericht ist angehalten vor der mündlichen Verhandlung einen Einigungsversuch zu unternehmen.
Es besteht bei allen Zivilprozessen in erster Instanz die Pflicht eine Güteverhandlung bei dem zuständigen Gericht durchzuführen.

Zitat:
3) Was bedeutet ein schriftliches Vorverfahren? Das ich mich hierzu äußern kann und wenn ich dies versäumt habe, so steht drin beantragen sie im schriftlichen Verfahren zu entscheiden? Warum dann der Termin?
Mal ehrlich, Du schreibst, die Summe die eingeklagt werden soll ist richtig, ich würde mir überhaupt keine Gedanken machen über Vorverfahren und Entscheidung im schriftlichen Verfahren, sondern wie ich jetzt nur noch am günstigsten aus der Angelegenheit raus komme.
Warum Termin, habe unter 2 dargelegt.

Zitat:
4) Muss ich zu diesem Termin erscheinen, oder ist es möglich dies abzuwenden? Was passiert bei nicht erscheinen?
Durch die Ladung zum Termin hat das Gericht beiden Parteien Gelegenheit gegeben, ihren Standpunkt vorzutragen. Erscheint eine Prozesspartei nicht und ist sie auch nicht vertreten, bleibt das Vorbringen des Gegners unwidersprochen. Was nicht bestritten ist, muss nach den Prozessregeln auch nicht bewiesen werden und gilt demnach als zugestanden (§ 308 Abs. 1 ZPO )
Das Gericht kann entscheiden, zugunsten der beklagten Partei, wenn die Klagepartei säumig ist und umgekehrt und da hier das Inkasso auch ein Erlass eines Versäumnisurteil beantragt hat, würde es dann auch zu diesen kommen, insofern Du nicht erscheinst zum Termin.

Erscheint eine Partei nicht oder ist das Güteverfahren erfolglos, soll sich die mündliche Verhandlung unmittelbar anschließen (§ 279 Abs.1 ZPO).

In der Güteverhandlung selbst kann kein Versäumnisurteil ergehen. Dies ist nach § 330 ZPO nur in der mündlichen Verhandlung möglich. Die Güteverhandlung findet dagegen vor der mündlichen Verhandlung statt, wie hier bei Dir, also ein angeordneter Doppeltermin. In diesem Fall kann Versäumnisurteil nach dem Abschluss der Güteverhandlung ergehen.

Abwenden, dazu müsstest Du dich mit dem Gläubiger einigen, damit er sein Begehren ans Gericht zurückzieht, was ich mir aber nicht vorstellen kann das er drauf eingehen würde, denn er will sicher aufjedenfall einen Titel gegen dich bekommen
__

Wer Rechtschreibfehler findet,darf sie gerne behalten !!!!
axellino ist offline   Mit Zitat antworten
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