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Start > > -> Schulden und ALG2 - Kein Ausweg?

Schulden Diskussionen, Rat & Hilfe rund um Überschuldung - Privatinsolvenzthemen im eigenen Unterforum.

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Alt 26.10.2007, 17:01   #1
dpie->Emailproblem
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Registriert seit: 26.10.2007
Beiträge: 5
dpie
Standard Schulden und ALG2 - Kein Ausweg?

Hi

ich sehe langsam kein Ausweg mehr da die Schulden irgendwie immer mehr werden. Insgesamt ist es nicht 'so viel', vielleicht 2000 Euro - aber man verliert einfach den Überblick und irgendwie auch die Lust sich um irgendwas zu kümmern, weil man von dem mickrigen ALG2 eh nie da rauskommt.

Zu meiner Frage, ich habe mal gehört das man Schulden irgendwie "zurückstellen" kann bis man wieder ein Einkommen hat, da die 345 € für den Lebensunterhalt sind. Wenn man jetzt jeden Monat noch 200 Euro an Ratenzahlung abzieht ist ein Leben davon nicht mehr wirklich möglich.

Stimmt das? Oder gibt es sonst irgendwie einen Weg erstmal ein paar Gläubiger hinten anzustellen? Es macht echt keinen Spaß so zu Leben, man verzichtet schon auf alles nur um Gläubiger ruhig zu stellen. Kaum ist eins abbezahlt kommt wieder die nächste Kacke.

Bitte keine Antworten wie "Dann geh arbeiten"... Das würde ich ja wenn es was geben würde...

Danke.
dpie ist offline  
Alt 26.10.2007, 17:12   #2
galadriel
Forumnutzer/in
 
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Registriert seit: 04.02.2007
Ort: Wolkenstein
Beiträge: 1.519
galadriel
Standard

Hallo dpie,

es wird sich sicher noch jemand melden, wegen der Anfrage.
Lies doch bitte mal hier:

http://www.rechtsfindung.com/insolvenz.html
__

Scheitert der Euro, endet die Knechtschaft.
galadriel ist offline  
Alt 26.10.2007, 17:29   #3
Denise18->Emailproblem
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Registriert seit: 23.10.2007
Ort: Neuss
Beiträge: 13
Denise18
Standard

Hallo,
für Insolvenz hat sie zu wenig schulden, das weiß ich von meinem Freund da dieser höchst warscheinlich in Insolvenz kommt. Denn wegen 2000 Euro kommt man nicht rein.

Mein Freund hat ca 40.000 Euro schulden.....
Denise18 ist offline  
Alt 26.10.2007, 17:29   #4
Martin Behrsing
Redaktion
 
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Ort: Bonn
Beiträge: 22.313
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Als erstes schreibst Du die Gläubiger mal an und teilst mit, dass du ALG II bekommst und deswegen zur Zeit deine Schulden nicht bedienen kannst. Mache bitte nächste Woche sofort einen Kontakt zur Schuldnerberatungsstelle. Es dauert eine Zeit, bis Du einen Termin bekommst.
Mit dem Schreiben wissen die
Das Schreiben an die Gläubiger etwa so.

Zitat:
Angabe der Forderungsangelegenheit und des Aktenzeichens

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meiner hohen Verschuldung bin ich voraussichtlich auf die Inanspruchnahme eines Verbraucherinsolvenzverfahrens angewiesen. Ich beziehe zur Zeit nur Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (ALG II), und somit weit unter dem gesetzlichen Existenzminimum.Eine Bedienung der Forderungen ist somit nicht möglich und würde u. U. auch wegen untwirtschaftlichen Verhalten sanktioniert werden. Bevor ein entsprechender Antrag beim Insolvenzgericht gestellt werden kann schreibt das Gesetz einen außergerichtlichen Einigungsversuch mit den Gläubigern vor.

Im Rahmen des § 305 Abs. 2 InsO möchte ich Sie deshalb bitten mir in obiger Angelegenheit eine aktuelle und nach Hauptforderung, Kosten und Zinsen aufgegliederte Forderungsaufstellung zukommen zu lassen, damit ich diese Gläubigerforderung bei meinem danach erfolgenden Zahlungsvorschlag angemessen berücksichtigen kann. Für den Fall der Geltendmachung verjährter Verzugszinsen erhebe ich vorsorglich die Einrede der Verjährung. Weiterhin erbitte ich (zum Ausschluss bereits verjährter Forderungen) eine Kopie des zugrundeliegenden Vollstreckungstitels sowie (zur Klärung der Frage vorrangiger Ansprüche im Insolvenzverfahren) die Kopie einer von mir gegebenenfalls unterzeichneten Abtretungserklärung.

Für den Fall dass der im Titel genannte Gläubiger nicht mehr Forderungsinhaber ist, benötige ich Name und Anschrift des Rechtsnachfolgers sowie einen Nachweis über den Übergang der Forderung. Im Falle einer Adressenänderung des Gläubigers teilen Sie mir doch bitte die neue Anschrift mit, damit die Zahlungsvorschläge ordentlich zugestellt werden können.

Sobald sämtliche Gläubigerrückmeldungen eingegangen sind werde ich Ihnen mit Hilfe einer Schuldnerberatungsstelle einen außergerichtlichen Einigungsvorschlag unterbreiten. Für die Dauer des außergerichtlichen Einigungsverfahrens bitte ich, auf Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu verzichten und die Forderung vorläufig zu stunden. Nicht nur dass zur Zeit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen derzeit keinen Erfolg haben würden, würden sie auch meine Bemühungen um eine gütliche Einigung gefährden.

Für die zügige Bearbeitung meines Schreibens innerhalb der nächsten drei Wochen wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 26.10.2007, 17:32   #5
Hartzbeat->Emailproblem
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Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Standard Schuldenabbau: Insolvenz und Stundung

Hallo dpie und willkommen in diesem Forum,
Zitat:
Zu meiner Frage, ich habe mal gehört das man Schulden irgendwie "zurückstellen" kann bis man wieder ein Einkommen hat, da die 345 € für den Lebensunterhalt sind. Wenn man jetzt jeden Monat noch 200 Euro an Ratenzahlung abzieht ist ein Leben davon nicht mehr wirklich möglich.
Ja, es gibt die Möglichkeit Schulden zu "stunden" (Stundung), d.h. zurück zu stellen, bis man wieder zahlungsfähig ist. Dazu kannst Du alle Deine Gläubiger anschreiben und sie um Stundung der Forderung bitten, begründe dies mit Deiner momentanen Arbeitslosigkeit, lege eine Kopie des Bewilligungsbescheides bei als Beleg für Deine derzeitige Situation.

Meist gehen die Gläubiger auf Deine Bitte ein, denn da bei Dir offensichtlich momentan nix zu holen ist, erhoffen sie sich so, dass sie letztendlich doch ihre Forderung erhalten können statt fruchtlos eine Pfändung zu beantragen.
Die Forderung wird Dir oft für ein halbes oder ein Jahr gestundet, dann kannst Du aber erneut schreiben und um eine Verlängerung bitten. Meist gehen sie auch auf die Verlängerung der Stundung ein. Nachteil: Die Schulden musst Du zu einem späteren Zeitpunkt dann doch nachzahlen. Vorteil: Du musst keine Insolvenz beantragen und kannst frei entscheiden, wie und wann Du zahlst bzw. später die Stundung in eine Ratentilgung umwandeln, wenn wieder etwas Geld "frei" wird.

Andere Möglichkeit ist wie schon Galadriel hier hingewiesen hat mit dem Link, die Privatinsolvenz. Die hat den Vorteil, dass Du Deine Schulden nicht mehr ganz oder möglicherweise sogar gar nicht zahlen musst. Die Bedingung: Keine erneute Schulden machen, möglichst schnell eine Arbeit finden, dann bist Du nach 6 Jahren schuldenfrei.

Du kannst also entscheiden und lese Dir die Bedingungen unter dem Link sorgfältig durch.

Gruß von
Hartzbeat
Hartzbeat ist offline  
Alt 26.10.2007, 17:37   #6
Kerstin_K
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Standard

Letztendlich ist das wohl Verhandlungsache mit Deinen Gläubigern.

Mit dem "Züruckstellen" ist wohl gemeint, dass, so lange Du nur ALG II hast, auch bei Pfändung nichts bei Dir zu holen ist.

Ich würde mir erstmal eine Aufstellung machen, was ich genau wem schulde.

Dann übeleg Dir, wieviel Geld Du realistisch entbehren kannst zur Abzahlung. Und dann würde ich versuchen, mit den Gläubigern was auszuhandeln. Kleinstraten, Zahlungspause bis...

Ist sicher nicht einfach, aber mit Kopf in den Sand stecken wird es auch nicht besser ...
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online  
Alt 26.10.2007, 17:37   #7
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

ich rate es über den Weg zu machen, den ich beschrieben habe und eine Schuldnerberatungsstelle in Anspruch zu nehmen. Normalerweise können die soetwa sehr gut regeln und oft verzichten die Gläubiger auf einen erheblichen Teil ihrer Schulden oder sogar ganz. Aber dazu muss eine Schuldnerberatungsstelle eingeschaltet werden. Auch 2.000 EUR können schnell sehr viel werden, wenn man es nicht richtig macht.

Es macht auch wenig Sinn, dass man die Schulden zurückstellt und die Zinsen laufen weiter oder man muss nach einer Arbeitsaufnahme dann sofort die Schulden bedienen.
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Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 26.10.2007, 18:12   #8
Silvia V
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Zitat von Denise18 Beitrag anzeigen
Hallo,
für Insolvenz hat sie zu wenig schulden, das weiß ich von meinem Freund da dieser höchst warscheinlich in Insolvenz kommt. Denn wegen 2000 Euro kommt man nicht rein.

Mein Freund hat ca 40.000 Euro schulden.....
Das ist so nicht richtig.Auch wegen 2000 € könnte man Insolvenz beantragen.
Es gibt da so eine Faustregel...........sofern man nicht in der Lage ist in 6-7 Jahren seine Schulden zurückzuzahlen,ohne neue Löcher aufzureißen,ist man ein Fall für die Insolvenz.

Es kann bei der Summe von 2000 € auch sein,das schon der aussergerichtliche
Einigungsversuch positiv ausgeht und ein Insolvenzantrag nicht nötig ist.
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"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. "

Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
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Alt 26.10.2007, 18:14   #9
Silvia V
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Letztendlich ist das wohl Verhandlungsache mit Deinen Gläubigern.

Mit dem "Züruckstellen" ist wohl gemeint, dass, so lange Du nur ALG II hast, auch bei Pfändung nichts bei Dir zu holen ist.

Ich würde mir erstmal eine Aufstellung machen, was ich genau wem schulde.

Dann übeleg Dir, wieviel Geld Du realistisch entbehren kannst zur Abzahlung. Und dann würde ich versuchen, mit den Gläubigern was auszuhandeln. Kleinstraten, Zahlungspause bis...

Ist sicher nicht einfach, aber mit Kopf in den Sand stecken wird es auch nicht besser ...
Kleinstraten bringen nichts,denn die Zinsen werden jeden Tag mehr und es kann sein,das bei einer Zahlung von kleinen Raten die Hauptforderung nach 2 Jahren immer noch in gleicher Höhe besteht.

Hier ist nur der Gang zu einer kompetenten Schuldnerberatung sinnvoll.
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Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
Silvia V ist offline  
Alt 26.10.2007, 18:22   #10
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Denise18
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Zitat von Silvia V Beitrag anzeigen
Das ist so nicht richtig.Auch wegen 2000 € könnte man Insolvenz beantragen.
Es gibt da so eine Faustregel...........sofern man nicht in der Lage ist in 6-7 Jahren seine Schulden zurückzuzahlen,ohne neue Löcher aufzureißen,ist man ein Fall für die Insolvenz.

Es kann bei der Summe von 2000 € auch sein,das schon der aussergerichtliche
Einigungsversuch positiv ausgeht und ein Insolvenzantrag nicht nötig ist.

Ja du hast recht, aber ob ein ausergerichtlicher Eingiungsversuch klappt ist auch immer so eine sache....
Denise18 ist offline  
Alt 26.10.2007, 19:35   #11
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dpie
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Danke erstmal für die zahlreichen, hilfreichen Beiträge.

Ich werde es erstmal mit dem zurückstellen der Schulden versuchen, wenn ich erstmal wieder etwas Luft zum atmen habe sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Zitat:
Es macht auch wenig Sinn, dass man die Schulden zurückstellt und die Zinsen laufen weiter oder man muss nach einer Arbeitsaufnahme dann sofort die Schulden bedienen.
Muss man die Zinsen dann erfragen? Es sind hauptsächlich Beträge zwischen 50 und 200 Euro, einmal etwas mehr - da dürften die Zinsen ja dann nicht so hoch sein oder? Ich habe Angst davor das die Gläubiger der Stundung grinsend zustimmen und uns dann irgendwann den Dolch in Form der Zinsen in den Rücken rammen. Oder gibt es da einen festen Satz an den sich ein Gläubiger halten muss.
dpie ist offline  
Alt 26.10.2007, 19:44   #12
Martin Behrsing
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Zitat von dpie Beitrag anzeigen
Danke erstmal für die zahlreichen, hilfreichen Beiträge.

Ich werde es erstmal mit dem zurückstellen der Schulden versuchen, wenn ich erstmal wieder etwas Luft zum atmen habe sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.



Muss man die Zinsen dann erfragen? Es sind hauptsächlich Beträge zwischen 50 und 200 Euro, einmal etwas mehr - da dürften die Zinsen ja dann nicht so hoch sein oder? Ich habe Angst davor das die Gläubiger der Stundung grinsend zustimmen und uns dann irgendwann den Dolch in Form der Zinsen in den Rücken rammen. Oder gibt es da einen festen Satz an den sich ein Gläubiger halten muss.
Dann kommen eventuell Anwaltsgebühren, Inkassogebühren, Gebühren für den Mahnbescheid, Gerichtsvollzieher und schon sind aus 50 Euro 350-400 geworden.

Warum suchst du keine Schuldnerberatung auf?
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Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 26.10.2007, 20:14   #13
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Zitat von dpie Beitrag anzeigen
Danke erstmal für die zahlreichen, hilfreichen Beiträge.

Ich werde es erstmal mit dem zurückstellen der Schulden versuchen, wenn ich erstmal wieder etwas Luft zum atmen habe sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.



Muss man die Zinsen dann erfragen? Es sind hauptsächlich Beträge zwischen 50 und 200 Euro, einmal etwas mehr - da dürften die Zinsen ja dann nicht so hoch sein oder? Ich habe Angst davor das die Gläubiger der Stundung grinsend zustimmen und uns dann irgendwann den Dolch in Form der Zinsen in den Rücken rammen. Oder gibt es da einen festen Satz an den sich ein Gläubiger halten muss.
Sicherlich ist es schwierig, die Hemmschwelle zu überwinden, zu einer Schuldnerberatung zu gehen - aber ich sehe dies auch als zuerst ins Auge zu fassende Möglichkeit - also raff dich auf und geh hin

Emma13
Emma13 ist offline  
Alt 26.10.2007, 20:20   #14
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Was mich davon bisher abgehalten hat war weniger Schamgefühl oder dergleichen, als Angst abgezockt zu werden oder über ein Jahr auf ein Termin warten zu müssen.
dpie ist offline  
Alt 26.10.2007, 20:27   #15
Martin Behrsing
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Zitat von dpie Beitrag anzeigen
Was mich davon bisher abgehalten hat war weniger Schamgefühl oder dergleichen, als Angst abgezockt zu werden oder über ein Jahr auf ein Termin warten zu müssen.
Abgezockt wirst du nicht. Die Wartezeiten sind lang, das stimmt. Deshalb habe ich dir ja ein mögliches Schreiben für die Gläubiger eingestellt. Sie müssen dir die Forderungsaufstellungen schicken und werden wahrscheinlich dann auch ersteinmal still halten, bis du den Termin bei der Schuldnerberatung gehabt hast. Je mehr Du im Vorfeld machst, um so besser und die Schuldnerberatungsstelle kann wesentlich effektiver arbeiten.
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Alt 26.10.2007, 22:22   #16
Koelschejong
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Ich kann den Vorschlag und die Fomulierung von Martin nur unterstützen, bis auf eine "Kleinigkeit":
Martin schlägt als Formulierung vor:
Zitat:
...... Ich beziehe zur Zeit nur Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (ALG II), und somit weit unter dem gesetzlichen Existenzminimum.
Dies mag die Übwerzeugung in unserem "illustren" Kreis sein, aber in ein Schreiben an Gläubiger gehört meines Erachtens eine derartige, "agitatorische" Formulierung absolut nicht rein. Das kann nur kontraproduktiv sein und wird bei so manchem Gläubiger eventuell höchst unerwünschte Reaktionen hervorrufen. Damit wäre @dpie dann sicher nicht geholfen.
Also Agitation, wo Agitation angebracht ist, nüchterne. emotionslose Hilfe, wo diese angebracht ist.
Koelschejong ist offline  
Alt 26.10.2007, 22:23   #17
biddy
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Koelschejung,

es wird nicht kontraproduktiv sein, weil es schlicht und ergreifend überlesen werden wird! Man kann es auch gleich weglassen, weil es für "die" nicht interessant, irrelevant ist!
__


biddy ist offline  
Alt 27.10.2007, 15:22   #18
Silvia V
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Zitat von Denise18 Beitrag anzeigen
Ja du hast recht, aber ob ein ausergerichtlicher Eingiungsversuch klappt ist auch immer so eine sache....
Ja das ist wirklich ungewiss,aber bei dieser relativ geringen Summe nicht unwahrscheinlich.
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Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
Silvia V ist offline  
Alt 27.10.2007, 15:52   #19
Rounddancer
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Standard Den Versuch ist's wert

Für einen Gläubiger ist es in der Regel schon mal ein gutes Zeichen, wenn sich der Schuldner meldet, sagt, was los ist, und so zeigt, daß ihm seine Schulden nicht piepegal sind.
Öfter werden zudem Forderungen angemahnt, die längst erledigt sind, nur versehentlich nicht ausgebucht wurden.
Solche Fälle kann man so auch klären.
Wenn der Gläubiger weiß, daß der Schuldner trachtet, die Forderungen zu begleichen, also will, aber derzeit nicht kann, dann ist er in der Regel auch zu Stundung und ggf. zum teilweisen Forderungsverzicht bereit,- auch weil er sich dann sparen kann, dem schlechten Geld noch gutes nachzuschmeißen,- denn wenn der den Gerichtsvollzieher losschickt, zum Eintreiben, und der kommt unverrichteter Dinge wieder, weil nichts Pfändbares da war, dann hält der Gerichtsvollzieher die Hand beim Gläubiger auf, denn der ist dann für die Gebühr des Gerichtsvollziehers zahlungsverpflichtet.
Ganz wichtig auch, sofort einen Termin bei einem gemeinnützigen Schuldenberater zu machen. Gemeinnützig, weil es gibt mittlerweile leider auch kommerzielle Schuldenberater, die in Wirklichkeit oft teure Umschuldungen samt Kreditversicherungen andrehen wollen, und denen nicht daran gelegen ist, daß der Schuldner von seinen Schulden runterkommt.
Rounddancer ist offline  
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