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Start > > -> Inkassogebühren zahlen oder nicht?

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Alt 05.11.2016, 21:48   #1
Milkyway
Elo-User/in
 
Registriert seit: 05.11.2016
Beiträge: 2
Milkyway
Böse Inkassogebühren zahlen oder nicht?

Hallo, liebe Mitstreiter, wer kann mir helfen?
Folgendes ist passiert:
Ich bin im August 2015 in meine neue Wohnung gezogen
und habe online einen neuen Stromvertrag abgeschlossen.

Da ich aber im Umzugsstress war und dachte, ich bekäme
einen schriftlichen Vertrag mit allen notwendigen Angaben,
habe ich erstmal nichts bezahlt.

Ist auch irgendwie untergegangen.
Auf meine Mailanfrage bezüglich eines Vertrags kam keine Antwort,
aber irgendwann die Mahnung.

Inzwischen war bereits die zweite Rate fällig.
Ich habe die Forderung dann beglichen, obwohl mir noch immer kein Vertrag
vorgelegen hat.

Ich muss dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt auch
noch gar keinen Internetanschluß in der Wohnung hatte.
Zeitgleich wurde dann zum 1.Mal ein Inkassobüro beauftragt,
deren Tätigkeit sich mit meiner Zahlung überschnitten hat.

Ich habe diese Forderung aber nicht beglichen. Sie haben ein paarmal
geschrieben, auch Reduzierung der Gebühren angeboten, dann nichts mehr.
Nachdem ich mich so über die Vorgehensweise des Stromversorgers geärgert hatte,
habe ich zum Ende des ersten Jahres (31.7.) gekündigt.

Ich finde es unmöglich, dass man Neukunden so mit sinnlosen Inkassoverfahren
überzieht und hab geschrieben, sie sollen halt keine neuen Kunden mehr annehmen,
wenn sie in jedem Neukunden einen potentiellen Strompreller sehen.

Da ich merkte, dass meine Abschläge höher sind, als die zu erwartenden Rechnung
und mir klar war, dass die mir nichts mehr zurückzahlen werden, habe ich ihnen geschrieben,
dass ich die letzte Rate für Juli nicht mehr bezahlen werde,
weil die Wohnung auch für 4 Wochen unbewohnt war (wg.Reha).
Sie haben nicht geantwortet, wie immer.

Aber einige Wochen später mit einer Mahnung und Inkassofall Nr. 2.
Auch dieses Verfahren habe ich ausgesessen.
Inzwischen wurde die Schlußrechnung erstellt mit einer kleinen Stromnachzahlung (15 Euro)
+ 125 Euro Kosten Dritter (Inkasso). Ich habe aber bisher nur die Stromgebühr 15 Euro bezahlt.
Jetzt flattert mir ein 3.Inkassobrief ins Haus mit mittlerweile ca. 200 Euro Inkassogebühren.

Hätte sich bei der Stromfirma mal einer die Zeit genommen, meine Briefe zu lesen,
wäre das alles nicht notwendig gewesen.
Ich hab mich schriftlich entschuldigt, dass es im Umzugstrubel ja wohl mal passieren kann,
dass was übersehen wird. Eine Einzugsermächtigung wollte ich aber nicht erteilen.

Kann ich auch diesmal davon ausgehen, dass alles im Sande verläuft?
Oder geben die bei 200 Euro keine Ruhe?
Sorry für langen Text
Milkyway ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2016, 22:06   #2
spaten
Elo-User/in
 
Registriert seit: 02.11.2016
Beiträge: 21
spaten
Standard AW: Inkassobüro zahlen oder nicht?

Zitat von Milkyway Beitrag anzeigen
VZ
mh wenn du was abschliesst, solltest du vorher die AGBs lesen und wenn du Schulden hast, wirst du sie irgendwann begleichen müssen :)
spaten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2016, 23:16   #3
Milkyway
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 05.11.2016
Beiträge: 2
Milkyway
Standard AW: Inkassobüro zahlen oder nicht?

Ich habe keine Schulden! Es geht hierbei nur um unberechtigte Inkassogebühren
Milkyway ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2016, 04:17   #4
swavolt
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 06.07.2011
Ort: Oldenburg
Beiträge: 8.982
swavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/inswavolt Investor/in
Standard AW: Inkassobüro zahlen oder nicht?

Da
https://www.elo-forum.org/schulden/
wäre das besser aufgehoben und auch schnelle kompetente Antworten zu erwarten.
swavolt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2016, 12:49   #5
Nena
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.10.2015
Beiträge: 424
Nena Nena
Standard AW: Inkassobüro zahlen oder nicht?

Ich gebe zu, ich kenne mich nicht aus. Aber mit meinem Menschenverstand (wie gesund der ist, weiß ich nicht), sehe ich keinen Fehler des Stromanbieters.
Du hast einen Vertrag abgeschlossen. Du hast das bestellte benutzt. Du hast nicht gezahlt. Du hast nicht reagiert.
Und daran sind die anderen schuld???
XXX
Nena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2016, 14:23   #6
Seepferdchen
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von Seepferdchen
 
Registriert seit: 19.11.2010
Beiträge: 21.215
Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Inkassobüro zahlen oder nicht?

Hallo @Milkyway,

ich habe mal deinen Beitrag verschoben in diesen Bereich, hier kennen sich einige
Nutzer gut mit dem Thema Inkasso aus,wie bereits auch von @swavolt empfohlen.
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 07.11.2016, 05:25   #7
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 9.892
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Frage AW: Inkassobüro zahlen oder nicht?

Hallo Milkyway,

Im Interesse einer Antwort, die dir vielleicht weiter helfen könnte bitte ich schon mal darum, dass du den vorhandenen Schrift- / Mailverkehr (anonymisiert aber mit offenen Datumsangaben) hier einstellst ...

Dafür wird dir auch User @Inkasso sicher dankbar sein, wenn er dann die Zeit findet sich damit zu befassen.

Zitat:
Ich bin im August 2015 in meine neue Wohnung gezogen
und habe online einen neuen Stromvertrag abgeschlossen.
Den Alten hattest du vermutlich fristgerecht zum Umzug gekündigt oder sollte /wollte das auch der neue Anbieter erledigen ?

Zitat:
Da ich aber im Umzugsstress war und dachte, ich bekäme
einen schriftlichen Vertrag mit allen notwendigen Angaben,
habe ich erstmal nichts bezahlt.
Ist auch irgendwie untergegangen.
Komme ich trotzdem gerade nicht so ganz mit, Strom ist ja mit die wichtigste Angelegenheit überhaupt bei einem Umzug, in der Regel werden auch die Zähler noch abgelesen in der alten und dann in der neuen Wohnung, schon um die Abgrenzungen zu Nachmieter / Vormieter sicher zu stellen bei den Versorgern.

Zitat:
Auf meine Mailanfrage bezüglich eines Vertrags kam keine Antwort,
aber irgendwann die Mahnung.
Vielleicht sollte man auch mal schriftlich nachfragen wenn Mails vielleicht nicht angekommen scheinen, es gibt ja sicher auch eine Postanschrift und vielleicht sogar Telefon-Nummern, um sich dort mal direkter zu melden.

Du siehst das soweit schon richtig, dass man auch einen schriftlichen Vertrag dazu bekommen sollte, auch wenn inzwischen Vieles auch überwiegend online abgewickelt werden kann.
Wir bekommen trotzdem jede Vertragsänderung/ Abrechnung noch zusätzlich schriftlich von unserem Stromversorger.
Das wurde auch beim Umzug nicht anders gemacht, den wir vor knapp 3 Jahren durchgezogen haben ... auch ohne Versorgerwechsel gibt es ja Einiges zu regeln für die alte Wohnung und die neue Wohnung, damit da dann auch das "Licht angeht" ...

Zitat:
Inzwischen war bereits die zweite Rate fällig.
Ich habe die Forderung dann beglichen, obwohl mir noch immer kein Vertrag
vorgelegen hat.
Woher kanntest du dann die Rate, deine Kunden-Nummer und die Kontodaten wo das hin soll, damit das deiner Zählernummer auch sicher zugeordnet werden kann ?
Verstehe ich nicht so ganz, wie das alles ohne rechtsverbindlichen Vertrag funktioniert, gerade die Stromanbieter bestehen doch in der Regel auf Bankeinzug (besonders bei Neukunden) für die monatlichen Abschläge, um Rückstände möglichst zu vermeiden.

Schon dafür ist allerdings deine Unterschrift auf einem "Lastschrift-Mandat" erforderlich, das generell nur auf dem Postwege erteilt werden kann.

Du hast also für diesen Stromversorger niemals ein Schriftstück unterschrieben, dass du dort überhaupt Kunde geworden bist ab 08 /2015, hast auch keine AGB dazu bekommen, auch nicht über ein Mail-Postfach beim Anbieter selbst herunter zu laden ... da frage ich mich im Moment, ob da überhaupt ein Vertrag zu Stande gekommen ist ...

Aber das eher nebenbei, Strom der geliefert wurde muss natürlich auch bezahlt werden ...

Zitat:
Ich muss dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt auch
noch gar keinen Internetanschluß in der Wohnung hatte.
Das ist ja dafür eigentlich unerheblich, inzwischen hast du ja schon längere Zeit auch wieder einen Internet-Anschluss, oder ?
Wenn man online Verträge abschließt und da kommt NIX mit der Post nach, dann sollte man doch mal anders nachforschen was da los ist, auch ohne Internet ... die haben doch auch eine Postadresse, hast du dir nichts ausgedruckt /aufgeschrieben dazu wenn du online Verträge eingehst ???

Zitat:
Zeitgleich wurde dann zum 1.Mal ein Inkassobüro beauftragt,
deren Tätigkeit sich mit meiner Zahlung überschnitten hat.
Das kann man so nicht beurteilen, ob sich da wirklich was überschnitten haben könnte, du weißt doch gar nicht ob deine Zahlungen dort (beim Versorgungsunternehmen) überhaupt "gefunden" wurden ...

Was konkret wurde denn gefordert, alle bisherigen Raten oder "nur" die zusätzlichen "Inkasso-Kosten" ...
Du kannst hier zumindest schon Einiges dazu nachlesen, dass man generell erst mal die Berechtigung dieser Unternehmen überprüfen sollte, ob der Versorger die wirklich beauftragt hat bei dir was "einzutreiben" ...

Es gibt genug solcher Inkasso-Buden, die auch dort Geld eintreiben wollen und Gebühren verlangen, wo sie nie für beauftragt wurden ...

Zitat:
Ich finde es unmöglich, dass man Neukunden so mit sinnlosen Inkassoverfahren
überzieht und hab geschrieben, sie sollen halt keine neuen Kunden mehr annehmen,
wenn sie in jedem Neukunden einen potentiellen Strompreller sehen.
So was sollte man sich verkneifen, zumal du ja selber ganz offensichtlich keinen besonders engen Kontakt zum Versorger gesucht hast, um diese Fragen und Forderungen vielleicht klären zu können ...

Zitat:
Da ich merkte, dass meine Abschläge höher sind, als die zu erwartenden Rechnung und mir klar war, dass die mir nichts mehr zurückzahlen werden, habe ich ihnen geschrieben, dass ich die letzte Rate für Juli nicht mehr bezahlen werde,
weil die Wohnung auch für 4 Wochen unbewohnt war (wg.Reha).
Sie haben nicht geantwortet, wie immer.
Wie hast du denn gemerkt, dass deine Abschläge höher sind als notwendig, wenn du keinen Vertrag hattest kennst du doch die einzelnen Posten gar nicht die den Gesamtpreis für dich ergeben, die reguläre Abrechnung (erfolgt üblicherweise nach 12 Monaten) kann man nicht einfach als Kunde nach Belieben vornehmen wollen ...

Auch wenn die Wohnung unbewohnt war wegen Reha, entstehen Stromkosten und sei es nur der sogenannte Grundpreis für die Nutzung der Leitungen des örtlichen Hauptversorgers ... zudem ist anzunehmen, dass auch bei dir vielleicht ein Kühlschrank im Gange war oder andere technische Geräte, die man auch bei Abwesenheit nicht unbedingt alle abschaltet ...

Zitat:
Aber einige Wochen später mit einer Mahnung und Inkassofall Nr. 2.
Auch dieses Verfahren habe ich ausgesessen.
Inzwischen wurde die Schlußrechnung erstellt mit einer kleinen Stromnachzahlung (15 Euro)
+ 125 Euro Kosten Dritter (Inkasso). Ich habe aber bisher nur die Stromgebühr 15 Euro bezahlt.
Hat man denn auch deine eingegangene Kündigung bestätigt, wie hast du die zugestellt, per Übergabe-Einschreiben hoffendlich, normal hast du auch Anspruch auf die schrifliche Bestätigung, dass der Vertrag mit dir (wie immer der nun entstanden sein mag) nicht mehr besteht ...

Die 15 € hast du hoffendlich direkt an den Versorger gezahlt (ein kleiner "Bonus" für die berechtigten Mahnkosten wäre auch angebracht gewesen) und NICHT an das Inkasso-Unternehmen, dieser "Dritte" (Inkasso) wird seine Kosten schon direkt bei dir einfordern müssen ...

Zitat:
Jetzt flattert mir ein 3.Inkassobrief ins Haus mit mittlerweile ca. 200 Euro Inkassogebühren.
Und wie erklärt man dir im Einzelnen diese rasante Kostensteigerung, die haben doch außer ein paar Briefchen gar nichts getan, was so viel Geld wert wäre ...

Zitat:
Hätte sich bei der Stromfirma mal einer die Zeit genommen, meine Briefe zu lesen, wäre das alles nicht notwendig gewesen.
Ich hab mich schriftlich entschuldigt, dass es im Umzugstrubel ja wohl mal passieren kann, dass was übersehen wird. Eine Einzugsermächtigung wollte ich aber nicht erteilen.
Das wird wohl eher seltener passieren, dass man ausgerechnet die Stromversorgung beim Umzug völlig aus den Augen verliert, mit einer Einzugsermächtigung hättest du dir diesen ganzen Ärger aber ersparen können ...

Auch unberechtigte Abbuchungen kann man mehrere Wochen bei der Bank zurück holen und eine Einzugsermächtigung auch jederzeit wiederrufen, wenn man den Kopf wieder freier hat für die Zahlungen der notwendigen Verpflichtungen.

Zitat:
Kann ich auch diesmal davon ausgehen, dass alles im Sande verläuft?
Oder geben die bei 200 Euro keine Ruhe?
Wenn du die Hauptforderung komplett an den Versorger bezahlt hast, haben die keine Chancen das für sich selbst einzuklagen, ob und wann die Ruhe geben werden kann man nicht abschätzen ...

Ich denke mal, dass du dazu noch konkretere Informationen bekommen wirst in den nächsten Tagen ... darum bitte ich dich ja die dazu vorhandenen Unterlagen möglichst (persönliche Daten/Namen/Adressen usw. bitte unkenntlich machen) einzustellen, das macht es auch für die Ratgeber hier einfacher.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 07.11.2016, 14:25   #8
axellino
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Standard AW: Inkassobüro zahlen oder nicht?

Zitat von Milkyway Beitrag anzeigen
Ich habe keine Schulden! Es geht hierbei nur um unberechtigte Inkassogebühren
Guten Tag

ich muss zugeben, das ich in deinem Thema nicht ganz durchsteige und auch dein handeln dazu nicht ganz nachvollziehen kann, aber damit meine ich nicht, das Du versuchst die Inkassogebühren zu umgehen und versuchst das ganze auszusitzen.

Grundsätzlich dürfen Inkassogebühren als Verzugsschaden geltend gemacht werden.
Darum wäre als erstes zu prüfen, ob man sich mit einer fälligen Zahlung im Verzug befunden hat.
Wenn ja, dann wäre als nächstes zu prüfen, macht hier ein internes Inkassobüro des Gläubigers, Gebühren geltend. Ist dies der Fall, dann sollte man die Zahlung der Gebühren verweigern, aber natürlich nur diese und natürlich nicht, eine berechtigte Hauptforderung und ggfls. andere angefallene berechtigte Verzugskosten, wie Mahngebühren, Verzugszinsen etc.
Ein Unternehmen darf natürlich sein Gewinn nicht mit Inkassogebühren maximieren, wäre ja noch schöner.

Hat man sich im Verzug befunden und es handelt sich um keine interne Inkassobude und diese hat sich auch legitimiert § 174 BGB, dann wäre als nächstes zu prüfen, in welcher Höhe werden Gebühren als Verzugsschaden geltend gemacht.
Sollten diese, wie es auch in den allermeisten Fällen vorkommt, jenseits von gut und böse sein, bezogen auf die eigentliche Hauptforderung und dazu gibt es eine Menge Urteile die mir bekannt sind, in welcher Höhe Gerichte diese als Erstattungsfähig sehen, diese Urteile sich aber alle darauf beziehen, das eine berechtigte Hauptforderung dazu noch offen ist, von nix bis zu einer 1,3 Geschäftsgebühr.

Nun könnte man versuchen die oftmals und eigentlich meistens immer, die jenseits von gut und böse geltend gemachten Gebühren zu umgehen und man versucht das ganze auszusitzen, indem man die berechtigte Hauptforderung + anderer berechtigter Verzugskosten direkt und zweckgebunden an dem Gläubiger überweist, so wie Du das ja hier auch schon gemacht hast und somit wird sich dann ggfls. nur noch um die Inkassogebühren gestritten.

Dazu könntest Du auch was von User @Inkasso hier lesen, wenn Du es ebend noch nicht gelesen hast.

https://www.elo-forum.org/schulden/1...n-umgehen.html

So ein Vorgehen kann man auch nur versuchen, aufgrund der derzeitigen Inkasso unfreundlichen Rechtssprechung in Deutschland und das ebend noch nie versucht wurde, explizit "nur" Inkassogebühren einzuklagen. Man darf dazu aber auch nicht verheimlichen, das so ein Vorgehen auch immer, wenn auch ein minimales Restrisiko hat, das doch nicht ggfls. mal versucht wird diese Gebühren einzuklagen, auch ggfls. nachdem man die berechtigte Hauptforderung und andere berechtigte Verzugskosten vom Tisch hat.

Darum können Inkassogebühren die als Verzugsschaden geltend gemacht werden, durchaus berechtigt sein, die Frage die sich dann ebend dazu gestellt werden muss, wären diese in der geltend gemachten Höhe ggfls. auch derzeit durchsetzungsfähig und wie hoch wäre somit ggfls. das Risiko, das versucht werden könnte diese einzuklagen, auch nachdem eine berechtigte Hauptforderung und andere berechtigte Verzugskosten vom Tisch sind.

Zitat:
Kann ich auch diesmal davon ausgehen, dass alles im Sande verläuft?
Oder geben die bei 200 Euro keine Ruhe?
Wie es hier zu ca. 200 € Inkassogebühren gekommen ist, erschliesst sich mir jetzt nicht, was aber auch egal ist, denn Du hast jedesmal die Hauptforderung vom Tisch gebracht und hast dich für aussitzen entschieden und somit zum Streit der geltend gemachten Gebühren.

Ob alles weiterhin im Sande verläuft, kann niemand hundertprozentig voraussagen, ein gewisses Restrisiko, wie schon geschrieben, bleibt immer, auch wenn es sehr unwahrscheilich sein mag, das hier wie bei Dir, versucht werden würde, explizit nur die Inkassogebühren einzuklagen.

Das hier bei Dir ruhe einkehrt, davon solltest Du erstmal nicht von ausgehen.
Du wirst sicher weiter Droh und Bettelbriefe erhalten, betreffend der Gebühren und auch ein MB ist nicht ausgeschlossen, den Du natürlich fristgerecht widersprechen müsstest und daraufhin wirst Du dann auch sehen, ob die Gegenseite betreffend der Gebühren, ins streitige Verfahren gehen will und somit ein Richter entscheiden muss, ob die Geltendmachung der Gebühren berechtigt war und in welcher Höhe die ggfls. von Dir zu erstatten wären.

Ich kann dazu nur abschliessend sagen, das in den Fällen, wo die Hauptforderung und etwaige andere berechtigte Verzugskosten vom Tisch sind, das spätestens nach einen widersprochenen MB ruhe einkehrt und man wird vom Inkassoladen ausgebucht

VG
axellino
__

Wer Rechtschreibfehler findet,darf sie gerne behalten !!!!
axellino ist gerade online   Mit Zitat antworten
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