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Alt 07.09.2014, 19:21   #1
christian87
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christian87 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Amtsgericht (Inkasso BFS R&C)

Hallo,

das Inkassounternehmen "BFS R&C" macht nun ernst und ich habe keinen blassen schimmer, wie ich jetzt vorgehen muss. So viel Fachchinesisch auf einmal.
Soweit ich es verstanden habe soll ich eine Art Widerspruch ans Amtsgericht in doppelter Ausführung schreiben, oder?

Muss ich jetzt hier mit allen überzeugenden Argumenten wehren, welche ich gegen das Inkassounternehmen habe?

Kurz zusammengefasst:
Die Hauptforderung + 40 Euro Verzugskosten sind seit dem 28. Januar 2014 bezahlt, nun ist "BFS R&C GmbH" der Meinung, dass ich denen noch 250,33 Euro schulde.

Die ganze Vorgeschichte:
Mahnbescheid erhalten (BFS R&C GmbH)
Probleme mit BFS R&C GmbH

Vor 2 Tagen bekam ich nun Post vom Amtsgericht (siehe Anlage).

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf 04_09_2014_-_Eingang_Amtsgericht_geschwärzt.pdf (232,6 KB, 99x aufgerufen)
Dateityp: pdf 04_09_2014_-_Eingang_Anwalt_geschwärzt.pdf (171,7 KB, 100x aufgerufen)
__

Es gibt keine "niederwertige" Arbeit, sondern schlecht bezahlte.
Abkürzungen: JC = Jobcenter, VV = Vermittlungsvorschlag, RFB = Rechtsfolgebelehrung, ZAF = Zeitarbeitsfirmen, EGV/VA = Eingliederungsvereinbarung (Verwaltungsakt)
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Alt 07.09.2014, 22:23   #2
Inkasso
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Standard AW: Amtsgericht (Inkasso BFS R&C)

Hi

Die oben aufgelisteten 9 Beträge beziehen sich auf 9 Warensendungen
485.88 Gesamtsumme

Ist das korrekt ?
Überprüfe mal die 9 Einzelrechnungen von amazon denn Möglicherweise hat das Inkassounternehmen die jeweiligen Inkassogebühren in diese 9 Betträge mit gepackt
Dann kann die Rechnung natürlich nicht stimmen

Bezahlt hast Du insgesamt 377 € (Stimmt die Summe ? )

Die 377 wurden komplett und korekt nicht mit Inkassogebühren sondern mit der Hauptforderung verrechnet
(Falls diese nicht in den 9 Rechnungen mitenthalten sind)

Die vorher verlangten vorgerichtlichen Inkassogebühren sind angeblich komplett weggefallen (..Im Erkenntnisverfahren verfolgt etc pp ...)

Lt dieser Aufstellung hast Du angeblich einen Teil der Hauptforderung
nicht bezahlt ( die 108 € )

Überprüfe ob die Summen stimmen

Andere Frage : Der Versand der Ware erfolgte immer per Paket ?
D.h Du musstest beim Zusteller jedesmal unterschreiben ?

Hintergrund meiner Frage :

Wäre es möglich das sich die 108 € aus Lieferungen zusammensetzen die Du nicht erhalten hast ?

Es gibt nur 2 Möglichkeiten :
Entweder Du hast eine der Hauptforderungen vergessen

oder

die Inkassogebühren sind in den 9 Positionen mitenthalten
__

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
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Alt 07.09.2014, 23:37   #3
christian87
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christian87 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Amtsgericht (Inkasso BFS R&C)

Hi,

was der Anwalt (und offensichtlich auch Amazon) in seinem Schreiben verschweigt ist, dass zu den Forderungen 4 Aktenzeichen beim Inkassounternehmen geführt wurden, und zu jedem extra Gebühren kassiert wurden.

Mit anderen Worten: Man versucht es so aussehen zu lassen, als fehlen tatsächlich noch 108,77 Euro.

Durch die 4 willkürlich angelegten Aktenzeichen erwirkt meiner Auffassung nach das Inkassounternehmen 4 Gebühren zu fordern, es aber als 1 Gebühr aussehen zu lassen.

Das Schreiben, welches ich das Inkassounternehmen am 9. Februar geschickt habe, listet nachvollziehbar auf, wann welche Forderung entstanden ist und wann ich diese beglichen habe. Darf das Inkassounternehmen (ohne mir einen triftigen Grund zu nennen, warum 4 Aktenzeichen angelegt wurden) 4x Kontoführungsgebühren (welche ohnehin nicht erstattungsfähig sind), 4x Kosten für Personenprüfung (muss ich 4x innerhalb kürzester Zeit geprüft werden?) und 4x Gläubigermahnspesen berechnen?

Was ich auch nicht verstehe: Auf der Vollmacht von Amazon werde ich weder namentlich erwähnt, noch habe ich alle 4 Vollmachten (für mich also Willkür nachweislich), welche ich schriftlich angefordert hatte, erhalten.
Das Inkassounternehmen hat zudem die Bestätigung, den Auftrag von Amazon entgegen zunehmen, erst Ende Dezember unterschrieben, wie kann man da vorher schon Geld kassieren?

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Schreiben-und-Antwort.pdf (140,8 KB, 49x aufgerufen)
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Alt 08.09.2014, 00:08   #4
Inkasso
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Standard AW: Amtsgericht (Inkasso BFS R&C)

Vergiss erst mal mal die 4 AZ

Sind es 9 Rechnungen bzw Warenlieferungen gewesen ?
Werden in der Klagebegründung die richtigen 9 Summen (Hauptforderung) genannt ?

Die Summe der Gesamtforderung aus den 9 Sendungen beträgt lt Klagebegründung 485,88

Exakt dieselbe Summe

Zitat:
Aktenzeichen#3:
Hauptforderung: 485,88 Euro
5,00 % über Basiszins bis zum 04.10.2013: 1,55 Euro
Vorgerichtliche Mahnauslage: 6,00 Euro
Kosten Personen- und Kontoprüfung: 7,00 Euro
Monatliche Kontoführungsgebühr: 2,50 Euro
Inkassovergütung: 70,20 Euro
= 573,13 Euro bei sofortiger Zahlung
= 640,76 Euro bei Ratenzahlung
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Alt 08.09.2014, 00:45   #5
christian87
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christian87 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Amtsgericht (Inkasso BFS R&C)

Jetzt machst du mir ein wenig Angst

Zitat von Inkasso Beitrag anzeigen
Vergiss erst mal mal die 4 AZ
Sind es 9 Rechnungen bzw Warenlieferungen gewesen ?
Werden in der Klagebegründung die richtigen 9 Summen (Hauptforderung) genannt ?
Ja & Ja.
Im ersten Schreiben des Inkassounternehmens war es genau diese Summe, ja.
Zitat von Inkasso Beitrag anzeigen
Die oben aufgelisteten 9 Beträge beziehen sich auf 9 Warensendungen
485.88 Gesamtsumme

Ist das korrekt ?
Überprüfe mal die 9 Einzelrechnungen von amazon denn Möglicherweise hat das Inkassounternehmen die jeweiligen Inkassogebühren in diese 9 Betträge mit gepackt
Dann kann die Rechnung natürlich nicht stimmen
In den genannten Rechnungsbeträgen sind keine Inkasso- oder Verzugsgebühren enthalten. Lediglich Rechnungsgebühren in Höhe von 1,50 Euro (betrifft 7 von 9 Rechnungen), die durch Amazon in Rechnung gestellt wurden.

Zitat von Inkasso Beitrag anzeigen
Bezahlt hast Du insgesamt 377 € (Stimmt die Summe ? )
Die 377 wurden komplett und korekt nicht mit Inkassogebühren sondern mit der Hauptforderung verrechnet
(Falls diese nicht in den 9 Rechnungen mitenthalten sind)
Ohne Inkassogebühren wurde die Forderung beglichen, siehe schreiben vom 9. Februar 2014 ("Schreiben-und-Antwort.pdf")
Zitat von Inkasso Beitrag anzeigen
Die vorher verlangten vorgerichtlichen Inkassogebühren sind angeblich komplett weggefallen (..Im Erkenntnisverfahren verfolgt etc pp ...)
Lt dieser Aufstellung hast Du angeblich einen Teil der Hauptforderung
nicht bezahlt ( die 108 € )

Überprüfe ob die Summen stimmen
Die Stimmen nicht.

Ausschlaggebend, warum deren Rechnung nicht stimmt:
Die Beträge vom 30.12.2013, es werden aufgeführt 25,35 Euro und 12,16 Euro, tatsächlich habe ich aber ganz andere Summen überwiesen.
Dummerweise muss man aber hierzu sagen, dass ich bei einer Überweisung versehentlich nur ein Aktenzeichen angegeben hatte, obwohl es aber alle 4 Aktenzeichen sein sollten.

Zitat von Inkasso Beitrag anzeigen
Andere Frage : Der Versand der Ware erfolgte immer per Paket ?
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Hintergrund meiner Frage :
Wäre es möglich das sich die 108 € aus Lieferungen zusammensetzen die Du nicht erhalten hast ?
Es gibt nur 2 Möglichkeiten :
Entweder Du hast eine der Hauptforderungen vergessen
oder
die Inkassogebühren sind in den 9 Positionen mitenthalten
Ja, den Empfang der Pakete habe ich quittiert.
Möglichkeit Nummer 1 trifft es am ehesten, aber nicht ich habe eine Hauptforderung vergessen, sondern das Inkassounternehmen hat den Zahlungseingang falsch verrechnet.
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Alt 08.09.2014, 11:50   #6
Inkasso
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OK dann hat BFS die kompletten vorher eingeforderten Kosten wie

Personenprüfung ( 28 € ) , Inkassogebühren ( ca 140 € ) Kontoführung ( 10 € ) UND die Gläubigermahngebühren ( 36 €) weggelassen

Vermutlich in weiser Voraussicht da das Gericht diese Posten ohnehin streichen würde

Wenn die 9 Positionen stimmen und die Gesamt Summe korrekt ist und Du genau 377 überwiesen hast dann muß es so sein das ganz einfach 108 € von der Hauptforderung vergessen wurde

Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht
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Alt 16.09.2014, 20:31   #7
christian87
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Ich bereite gerade mein Schreiben fürs Gericht vor.
Da es sich um ein schriftl. Verfahren handelt, wird der Kläger zu dem Fall nochmal erneut befragt?
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Alt 16.09.2014, 20:51   #8
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Zitat von christian87 Beitrag anzeigen
Ich bereite gerade mein Schreiben fürs Gericht vor.
Da es sich um ein schriftl. Verfahren handelt, wird der Kläger zu dem Fall nochmal erneut befragt?
Offen gesagt wüsste ich nicht wie man da argumentieren könnte
Du hast schlicht und einfach ein Teil vergessen bzw bist bei den vielen AZ durcheinander gekkommen

Hast Du einen Fehler gefunden ?
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Alt 16.09.2014, 21:47   #9
christian87
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Da komm ich nochmal zu. Das schreibe ich alles mit rein.
Also ja, oder nein?

Mir ist noch was anderes aufgefallen. Auf der 2. Seite des Amtsgerichts steht:
Zitat:
Gemäß § 139 ZPO wird auf Folgendes hingewiesen:
Inkassokosten sind angesichts der Regelungen in § 4 Abs. 5 EGRDG zwar dem Grunde
nach erstattungsfähig, allerdings in der Höhe auf auf eine Gebühr gemäß Nr. 2301 W
RVG zu beschränken. Denn im Gesetz ist eine Obergrenze, keine Untergrenze für die Erstattungsfähigkeit
genannt. Angesichts der überschießenden Gebühren liegt jedenfalls ein
Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht vor (vgl. AG Brandenburg, BeckRS 2012,
15907). Kontoführungsgebühren sind nicht erstattungsfähig.
Ist das jetzt auf mein Fall bezogen?
Und der Teil mit der Kontoführungsgebühr: Das gefallene Urteil einen Satz davor, bezieht sichs auch auf diese Gebühr?
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Alt 16.09.2014, 22:33   #10
christian87
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Das ist mein erster Entwurf. Den Rest mache ich morgen.
Macht man das so überhaupt? Ich habe es jetzt einfach so gemacht wie der Anwalt. Inhaltlich alles richtig?

Den 16. September oben rechts ignorieren, muss ich noch anpassen, wenn das Schreiben raus geht

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Alt 17.09.2014, 06:52   #11
Inkasso
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Die Gegenseite macht gem Klageschrift keinerlei vorgerichtlichen Inkassogebühren mehr geltend

Bei den 70 € handelt es sich ja nicht um die vorgerichtlichen Inkasso Gebühren welche man ursprünglich von Dir wollte

Die hat man - aus den Gründen welche Du genannt hast (...Gemäß § 139 ...) bereits komplett gestrichen da man davon ausgeht das das Gericht diese Kosten nicht anerkennen würde

Es werden ja keine Anwaltsgebühren gefordert - so gesehen fährst Du mit den 70 € sogar günstig

Das einzige was man monieren könnte wären die Kontoführungsgebühren

-------------------------------

"...An das Inkassounternehmen, bis jetzt habe ich 350 Euro überwiesen. ( Post vom 04.01.2014, 21:36 )
50 EUR Ende Oktober
50 EUR Ende November
250 EUR Ende Dezember
.............
........"

Lt der Klagebegründung hast Du nur rund 89 € überwiesen ( 4 Zahlungen vom 29.10.13 bis 30.12.2013)
Die 250 sind nicht aufgeführt
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