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Alt 18.04.2013, 23:14   #1
oink oink
 
Registriert seit: 13.04.2013
Beiträge: 39
oink oink
Standard Inkasso generell

Hallo,

ich wuerde bei Belaestigungen durch ein Inkassounternehmen generell so verfahren wie von mir hier per PN empfohlen :

"Hallo, ich habe keine Schreibrechte fuer das Inkasso, moechte Dir aber Folgendes raten.

1. Zahl den urspruenglichen Betrag an die Apotheke! Nicht einen Cent mehr!

2. Ignoriere das Inkasso vollstaendig! Briefe von denen musst Du nicht oeffnen - wegwerfen! Sollte ein Mahnbescheid im gelben Umschlag kommen - Widerspruch einlegen!

Es wird nichts passieren. Der Grund ist einfach und liegt in der Gebuehrenordnung fuer Rechtsanwaelte. Kein Rechtsanwalt wird sich seine Bueroadministration zusetzen, in dem er Klagen bearbeitet, welche ihm am Ende 10 Euro nach BRAGO bringen. Da zahlt er ja am Ende richtig drauf, denn ein Erfolg in der Sache ist fuer ihn unter dem Gesichtspunkt einer Gewinnerzielungsabsicht volkommen schaedlich. Anders ausgedrueckt, ein Rechtsanwalt welcher in der Hauptsache solche geringfuegigen Inkassoklagen vertritt, wuerde sich selbst ruinieren.

Man versucht den Leuten halt Angst zu machen und spaetestens wenn der Mahnbescheid im Briefkasten liegt, geht den meisten dann so die Muffe, das sie einknicken.
oink oink ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2013, 01:12   #2
rechtspfleger
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 16.04.2011
Ort: nördlich von München und südlich von Flensburg ;-)
Beiträge: 934
rechtspfleger Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Inkasso generell

Das Wegwerfen ungeöffneter Briefe halte ich für einen ziemlich schlechten Rat.

Die BRAGO gilt seit mehreren Jahren nicht mehr, sondern wurde durch das RVG ersetzt.

Die Annahme von € 10,00 Einnahme oder auch Umsatz durch eine Klage geht im übrigen erheblich an der Realität des RVG vorbei. Im übrigen kann bei Masseninkasso auch die Geltendmachung von Kleinbeträgen durch die Menge wirtschaftlich einen Sinn machen.
rechtspfleger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2013, 09:37   #3
oink oink
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Registriert seit: 13.04.2013
Beiträge: 39
oink oink
Standard AW: Inkasso generell

Zitat von rechtspfleger Beitrag anzeigen
Das Wegwerfen ungeöffneter Briefe halte ich für einen ziemlich schlechten Rat.

Die BRAGO gilt seit mehreren Jahren nicht mehr, sondern wurde durch das RVG ersetzt.

Die Annahme von € 10,00 Einnahme oder auch Umsatz durch eine Klage geht im übrigen erheblich an der Realität des RVG vorbei. Im übrigen kann bei Masseninkasso auch die Geltendmachung von Kleinbeträgen durch die Menge wirtschaftlich einen Sinn machen.
Was zahlt denn dann ein Inkassounternehmen bei einem angenommenen Streitwert von 70 Euro einem Rechtsanwalt?! Vielleicht 20 Euro?!...oder 50 Euro?!

Dafuer muss der die Klage aufsetzen und zum Gericht gehen. Wie will so ein Rechtsanwalt am Monatsende seine Bueromiete bezahlen - gerade wenn er nur Kleinbetraege vor Gericht einklagt?!

Die "Geltendmachung" von Kleinbetraegen durch Inkassounternehmen macht natuerlich Sinn. Das ist wie beim Massenmailing. Ein paar Dumme finden sich naemlich immer! Ein gewisser - beim Inkasso sicher durchaus respektabler Teil der Forderungen - wird naemlich von den Leuten aus Angst bezahlt, das sonst ein Gerichtsverfahren ins Haus stuende und spaetestens beim Mahnbescheid kippt dann die grosse Mehrheit aus den Latschen und zahlt!
Darauf beruht die Geschaeftsgrundlage der Inkassounternehmen - Unwissenheit und Angst! Briefe, welche einen von dieser Seite mit normaler Post erreichen, kann man getrost ungeoeffnet wegwerfen. Ich mache das seit 20 Jahren und mir ist niemals auch nur ein Haar von dieser Bande gekruemmt wurden. Die Briefe enthalten zum Grossteil nichts als subtile Drohungen. Wer damit keine Erfahrungen hat, versaut sich nur den Tag.

Es ist wie mit den Knoellchen fuer falsches Parken - wuerde niemand zahlen, waere der Staat schnell ueberfordert, denn auch die beste Verwaltung kann nicht alle Falschparker gleichzeitig mahnen und diese Mahnung dann auch noch durchsetzen. Inkasso funktioniert nach dem gleichen Prinzip.

Machen Sie doch mal eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, wieviel, bei einem angenommenen Streitwert von 70 Euro ein Rechtsanwalt am Ende "verdient", wenn er diese Forderung vor Gericht einklagt. Dafuer finden Sie niemanden. Am Ende haben Sie 12 Stunden Arbeit - Klageschrift, schriftliches Vorverfahren, muendliche Verhandlung etc. ....das ist doch vollkommen absurd, sowas einklagen zu wollen. Eine muendliche Verhandlung koennen Sie auch noch platzen lassen, wenn Sie sich fuer diesen Tag Verhandlungsunfaehigkeit attestieren lassen. Dann rennt der Anwalt wegen 70Euro noch umsonst zum Gericht...usw.usw.

Selbst wenn man unterstellt, dass ein Rechtsanwalt durch ein Inkassounternehmen nicht nur mit dem Einklagen von Kleinbetraegen beauftragt wird, sondern auch respektable Streitwerte auf den Tisch bekommt, macht das Einklagen von Kleinbetraegen aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn. Der Tag hat nunmal nur 24 Stunden und wenn sie sich die Bueroorganisation mit so einem Tuenneff zusetzen, bleibt fuer die wirklich interessanten Sachen keine ZEit mehr - gerade beim Masseninkasso. Ein einzelner Fall waere kein Problem, das macht der Anwalt aus reiner Kundenpflege oder Freundschaft mit, aber hunderte KLagen auf diesem Niveau sind ruinoes fuer jede Kanzlei.
oink oink ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2013, 10:22   #4
Inkasso
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Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso
Standard AW: Inkasso generell

Klagen könnte nur der Forderungsinhaber - also der welches den Inkassoladen beauftragt hat
__

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
Inkasso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2013, 16:23   #5
oink oink
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oink oink
Standard AW: Inkasso generell

Zitat von Inkasso Beitrag anzeigen
Klagen könnte nur der Forderungsinhaber - also der welches den Inkassoladen beauftragt hat
Nein, das ist falsch. Lies bitte richtig!

Die urspruengliche Forderung sollte - sofern sie berechtigt ist - immer bezahlt werden, direkt an den Glaeubiger. Das Inkassounternehmen bleibt dann auf seinen Kosten sitzen und muss diese auch direkt geltend machen. Das Inkassounternehmen ist der Forderungsinhaber. Die Inkassokosten sind zwar in Relation zur urspuenglichen Forderung sehr hoch, fuer sich genommen jedoch rechtfertigen sie keine Klage. Das ist der Punkt.
oink oink ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2013, 17:36   #6
Inkasso
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Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso Inkasso
Standard AW: Inkasso generell

Zitat von oink oink Beitrag anzeigen
Nein, das ist falsch. Lies bitte richtig!

Die urspruengliche Forderung sollte - sofern sie berechtigt ist - immer bezahlt werden, direkt an den Glaeubiger. Das Inkassounternehmen bleibt dann auf seinen Kosten sitzen und muss diese auch direkt geltend machen. Das Inkassounternehmen ist der Forderungsinhaber. Die Inkassokosten sind zwar in Relation zur urspuenglichen Forderung sehr hoch, fuer sich genommen jedoch rechtfertigen sie keine Klage. Das ist der Punkt.
Wir reden hier vom vorgerichtlichen Inkasso !
Der Inkassodienstleister xy ist vom Auftraggeber und nicht vom Schuldner beauftragt worden
Das Inkasso hat ein Vertragsverhältnis mit dem Auftraggeber
Wer die Musik bestellt der zahlt

Der Auftraggeber im Masseninkasso hat i.d.r keine Kosten denn Inkassofirmen sind nicht ans RVG gebunden und dürfen im Gegensatz zu Rechtsanwälten Ihre Dienste für lau anbieten und leben von den Gebühren welche ein teil der Schuldner zahlt
__

EX Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse
Inkasso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2013, 19:17   #7
arbeitslos in holland
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Standard AW: Inkasso generell

don't feed the troll
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„De wereld is een hooiberg – elk plukt ervan, wat hij kan krijgen“ („Die Welt ist ein Heuhaufen, ein jeder pflückt davon, soviel er kann“

Hieronymus Bosch 1450-1516
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Alt 19.04.2013, 19:47   #8
oink oink
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Registriert seit: 13.04.2013
Beiträge: 39
oink oink
Standard AW: Inkasso generell

Zitat von Inkasso Beitrag anzeigen
Wir reden hier vom vorgerichtlichen Inkasso !
Der Inkassodienstleister xy ist vom Auftraggeber und nicht vom Schuldner beauftragt worden
Das Inkasso hat ein Vertragsverhältnis mit dem Auftraggeber
Wer die Musik bestellt der zahlt

Der Auftraggeber im Masseninkasso hat i.d.r keine Kosten denn Inkassofirmen sind nicht ans RVG gebunden und dürfen im Gegensatz zu Rechtsanwälten Ihre Dienste für lau anbieten und leben von den Gebühren welche ein teil der Schuldner zahlt
Ja ok - von mir aus. Aber was aendert das?! Nichts!

Es ging mir darum, zu zeigen, das kein gewinnorientiert arbeitendes Unternehmen und keine gewinnorientiert arbeitende Privatperson massenhaft Kleinbetraege auf dem Klageweg eintreiben wird.
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