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Alt 04.06.2018, 17:53   #1
AuBacke
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Beiträge: 8
AuBacke
Standard Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Hallo,

mein Partner macht seit einigen Monaten eine Umschulung übers Arbeitsamt. Jemand machte uns darauf aufmerksam, dass das Fahrgeld ja zu wenig sei, was sie bezahlen.

Eine Strecke bis zur Schule, die mit dem Pkw zurückgelegt wird, sind laut Google-Maps, kürzeste Strecke 22,6 km. Fahrgeld beläuft sich auf rund 155,00 Euro.

Ist das Fahrgeld falsch berechnet?
Falls ja, kann man das noch beanstanden?

LG

AuBacke
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Alt 04.06.2018, 20:19   #2
vidar
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Benutzerbild von vidar
 
Registriert seit: 27.01.2014
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 959
vidar vidar vidar vidar vidar vidar
Standard AW: Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Moin @AuBacke,

In denke, dass die Berechnung richtig sein könnte, denn z.B.:

23 KM * 0,30 = 6,90 € pro Tag
5 Tage * 6,90 = 34,50 € pro Woche
34,50 € * 4,33 = 149,38 € im Monat ((4,33 = Monatsfaktor (13 Wochen / 3 Monate))
__

(Dies ist meine persönliche Meinung und stellt keine Rechtsberatung dar)
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Alt 04.06.2018, 22:18   #3
AuBacke
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Beiträge: 8
AuBacke
Standard AW: Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Mh, ja, das kommt wohl hin, wenn es so gerechnet wird.

Das wäre dann eine Wegstrecke. Wird nicht Hin- und Rückweg berechnet?

Ich seh' grad, ich hab' vergessen anzugeben, dass es sich bei den 22,6 km nur um eine Wegstrecke handelt.

LG
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Alt 05.06.2018, 07:29   #4
vidar
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Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 959
vidar vidar vidar vidar vidar vidar
Standard AW: Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Zitat von AuBacke Beitrag anzeigen
Ich seh' grad, ich hab' vergessen anzugeben, dass es sich bei den 22,6 km nur um eine Wegstrecke handelt.
Dann werden wir es mal mit den (AfA/JC-) üblichen 0,20 € pro volle KM berechnen:

22 KM * 0,20 = 4,40 € pro Tag
5 Tage * 4,40 = 22,00 € pro Woche
22,00 € * 4,33 = 95,26 € ((4,33 = Monatsfaktor (13 Wochen / 3 Monate))
Jetzt das Ganze * 2 (Hin- und Rückfahrt) = 190,52 €

Über die Leistungsbetrag musst du aber auch einen gesonderten Bescheid erhalten haben. Vergleich doch mal dort die Daten mit den Obigen. Es könnte auch sein, dass es einen monatlichen Höchstbetrag für die Fahrtkosten gibt. Kannst ja ggf. auch mal den Bescheid hier anonymisiert aufladen.
__

(Dies ist meine persönliche Meinung und stellt keine Rechtsberatung dar)
vidar ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2018, 08:28   #5
Nena
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Registriert seit: 10.10.2015
Beiträge: 503
Nena Nena Nena
Standard AW: Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Zitat von AuBacke Beitrag anzeigen
Eine Strecke bis zur Schule, die mit dem Pkw zurückgelegt wird, sind laut Google-Maps, kürzeste Strecke 22,6 km.
Fährt er denn mit dem Auto? Wird ihm Kilometergeld erstattet? Oder nur eine Pauschale? Wie weit fährt er denn (=warum befragt Ihr dazu Google-Maps und nicht das Auto selber)?
Nena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2018, 15:42   #6
AuBacke
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Beiträge: 8
AuBacke
Standard AW: Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Hallo,

also im Bescheid steht was von Fahrgeld gem. § 85 SGB III. Es steht im Bescheid geschrieben:

Fahrkostenabschnitt vom 28.08.2017 bis 27.08.2019:

Anspruch auf Pendelfahrtkosten mit sonst. Verkehrsmitteln:
von 28.08.2017 bis 05.05.2019
gefahrene Kilometer: 64
Unterrichtstage: 267
Summe: 3.417,60 Euro

Je Kilometer zurückgelegter Strecke wird eine Wegstreckenentschädigung von 0,20 Euro, höchstens jedoch 130,00 Euro berücksichtigt.

Gesamtanspruch Pendelfahrkosten im Fahrkostenabschnitt:
von 28.08.2017 bis 27.08.2019: 3.417,60 Euro

Verteilung der übernahmefähigen Pendelfahrkosten:
von August 2017 bis April 2019: 155,35 Euro
von Mai 2019 bis - : 155,25 Euro



Im ersten Jahr ist Schulunterricht: also dafür gelten dann auch die angegebenen Kilometer.

Ab August 2018 beginnt das Praktikum, was woanders stattfindet. Ab und zu muss er dann wieder in die Schule für Prüfungsvorbereitungen, Prüfungen etc. Dafür hat das Amt auch schon Zettel ausgeteilt, wonach die Fahrtkosten in der Praktikumszeit monatlich abgerechnet werden sollen. Es heißt im beigefügten Schreiben: "Für die Teilnahme am Praktikum werden Fahrtkosten auf Nachweis erstattet. Bitte verwenden Sie die beigefügten Vordrucke."

Monatlich werden 155,35 Euro Fahrtkosten überwiesen. Ich weiß nicht, ob das so richtig ist? Wird das weiter überwiesen, wenn er im Praktikum ist - plus das Fahrtgeld, was extra abgerechnet wird? Ich versteh's nicht.

LG
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Alt 14.06.2018, 20:32   #7
BerndB
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Registriert seit: 19.08.2016
Beiträge: 288
BerndB BerndB
Standard AW: Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Wenn ich es richtig im Kopf habe, werden die Gesamtfahrkosten bspw. für das Jahr ausgerechnet und dann durch 12 Monate geteilt. So wird im Ferienmonat zuviel gezahlt und in den anderen Monaten etwas zu wenig. Die monatliche Auaszahlung wird also nie auf den Monat passen. In der Summe nach 12 Monaten stimmt es dann aber wieder.
Die AfA erspart sich so eine monatliche Neuberechnung.
So meine Erinnerung.
__

Meine Beiträge stellen nur meine Meinung zu in der Regel unvollständig geschilderten Sachverhalten dar. Rechtssichere Antworten kann nur ein Anwalt oder die AfA geben. Außerdem gibt es immer zwei Meinungen.
BerndB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2018, 07:18   #8
Kassalla
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Registriert seit: 13.05.2018
Ort: Nidda
Beiträge: 43
Kassalla
Standard AW: Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Zitat von AuBacke Beitrag anzeigen
Das wäre dann eine Wegstrecke. Wird nicht Hin- und Rückweg berechnet?
Auch Berufstätige können als Pendler nur eine Wegstrecke zum Arbeitsplatz steuerlich geltend machen. Vielleicht hat es etwas damit zu tun.
Kassalla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2018, 13:33   #9
AuBacke
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Registriert seit: 20.12.2016
Beiträge: 8
AuBacke
Standard AW: Umschulung - Fahrgeld zu wenig?

Hallo ihr Lieben,

ja, letztlich müssen wir die fehlenden Fahrtkosten mit unserem ALG II-Regelsatz ausgleichen. Das ist an und für sich schon problematisch. Nun haben sie uns auch noch gekürzt (andere Geschichte). Der Widerspruch läuft, aber das kann sich ja noch ein paar Monate hinziehen.

Bei einem Mitschüler meines Mannes haben sie das Fahrgeld nur für 12 Monate berechnet. Wieviel der aber bekommt, weiß ich nicht. Er fährt auch mit den Öffis. Der muss jetzt wieder zum Amt, weil fürs Praktikum, was bald kommt, hat er ja dann erst mal gar kein Fahrgeld.

Bei meinem Mann wurde das Fahrgeld auf die komplette Umschulung berechnet, was ich ja auch schon komisch find'.

Könnte auch sein, dass nur ein bestimmter Satz gezahlt wird, da man ja auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren könnte, was wahrscheinlich günstiger wäre?!?

Jedoch steht ja im Bescheid drin, dass pro gefahrener Kilometer 0,20 Euro gezahlt werden und die täglichen Kilometer werden ja auch so angegeben: Hin- und Rückweg. Nur haben sie die Berechnung auf fast 2 Jahre ausgedehnt. Im Praktikum wird das Fahrgeld ja wieder anders berechnet - eben durch einen Wisch, den man monatlich beim Amt einreichen muss.

Kann man das jetzt noch beanstanden? Mach' ich das am besten schriftlich? Per Anwalt? Oder hätte man hier gleich Widerspruch einlegen müssen?

LG
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fahrgeld, umschulung, wenig

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