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Alt 17.03.2011, 09:37   #1
Rächerchen
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Rächerchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Guten Morgen,

ich habe Bewerbungskosten inkjl Bewerbungen beantragt und als ich bei meiner Mitarbeiterin war, meinte diese, die Bewerbungen würden allesamt abgelehnt da sie nicht zielorientiert sind. Es sei mehr "Masse als Klasse".

Es waren mehr als 70 Bewerbungen, habe extra mehr gemacht falls mal eine zu beanstanden ist, alle wurden real abgeschickt (per Mail und Post) und in Kopie dem Amt geschickt.

Nun ist meine Stimmung gedrückt.

Ich habe den selben Text für jede Firma genommen, nur die Bezeichnung umgeschrieben und auch halt wo ich die Anzeige gesehen habe.

Ist dies zulässig?

Was kann ich machen?

Liebe Grüsse
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Alt 17.03.2011, 09:43   #2
warpcorebreach
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warpcorebreach Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

reiche die einfach unten am empfang gegen empfangsbestätigung ein und lass dich nicht auf diskussion mit irgendwelchen witzfiguren ein die nur daran intressiert sind kosten einzusparen.
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Alt 17.03.2011, 09:46   #3
gelibeh
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Was die mündlich sagt, ist nicht angreifbar. Besteh auf einen schriftlichen, rechtsmittelfähigen Bescheid.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 17.03.2011, 10:45   #4
Speedport
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Guten Morgen,

ich habe Bewerbungskosten inkjl Bewerbungen beantragt und als ich bei meiner Mitarbeiterin war, meinte diese, die Bewerbungen würden allesamt abgelehnt da sie nicht zielorientiert sind. Es sei mehr "Masse als Klasse".

Es waren mehr als 70 Bewerbungen, habe extra mehr gemacht falls mal eine zu beanstanden ist, alle wurden real abgeschickt (per Mail und Post) und in Kopie dem Amt geschickt.

Nun ist meine Stimmung gedrückt.

Ich habe den selben Text für jede Firma genommen, nur die Bezeichnung umgeschrieben und auch halt wo ich die Anzeige gesehen habe.

Ist dies zulässig?

Was kann ich machen?

Liebe Grüsse
Wurde Dir die Versendung von Bewerbungen durch ARGE auferlegt z.B. mit EGV?

Wenn nachweisbar ja, muß die ARGE auch die nachgewiesenen Kosten tragen.

Fordere schriftlich mit Einschreiben den Kostenersatz für die von Dir nachgewiesenen Bewerbungen. Setze für die Zahlung eine Frist von maximal 10 Tagen.

Außerdem würde ich darauf hinweisen, daß Du jetzt solange nicht mehr in der Lage bist, weitere Bewerbungen zu versenden, bis die Kosten der schon verschickten ersetzt wurden, da Dir jetzt das Geld fehlt.

Wird Dein Antrag auf Kostenersatz abgelehnt oder nicht innerhalb der 10 Tage positiv beschieden, machst Du Folgendes:

1. Widerspruch gegen die Ablehnung der ARGE

2. parallel zum Widerspruch oder wegen Nichtbearbeitung innerhalb der 10-Tagesfrist stellst Du einen Antrag auf EA beim SG. Grund: Gefährdung des Existenzminimums (RL).

Für den Gang zum SG erhältst Du, wenn es soweit kommen sollte, hier im Forum.
__

Gruß
speedport

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Alt 17.03.2011, 11:31   #5
Rächerchen
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Rächerchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Die Argumentation der Tatsache ich könne mich nicht weiterhin bewerben ist ja bei EMail-Bewertungen etwas unrealistisch.

Im EGV wurde dies festgelegt mit der Kostenübernahme. Jap!

Was heisst EA beim SG??

Ich kenne diese Abkürzungen noch nicht so ^^
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Alt 17.03.2011, 11:45   #6
Speedport
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Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Die Argumentation der Tatsache ich könne mich nicht weiterhin bewerben ist ja bei EMail-Bewertungen etwas unrealistisch.

Im EGV wurde dies festgelegt mit der Kostenübernahme. Jap!

Was heisst EA beim SG??

Ich kenne diese Abkürzungen noch nicht so ^^
Auch ein Internetanschluß kostet Geld. Außerdem solltest Du darauf vertrauen, daß diese Argumente von der Gegenseite kommen werden, Deine Aufgabe ist es, Deine Argumente zu artikulieren. Und verschickt hast Du ja auch, jedenfalls hast Du das geschrieben.

Verweise auf die EGV. WEnn dort nicht eine spezielle Form der Bewerbung vorgeschrieben ist, ist die Aussage Deiner SB Quatsch. Fordere die Zahlung gemäß der EGV. Verweise weiterhin darauf, daß die SB Die daran hindert, weiter Bewerbungen zu versenden, da sie Dir vertraglich zugesichertes Geld vorenthält.

Mach das also schriftlich, alles andere ist nur Schall und Rauch.

EA = Einstweilige Anordnung
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Gruß
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Alt 17.03.2011, 12:11   #7
im Grünen
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Ich habe den selben Text für jede Firma genommen, nur die Bezeichnung umgeschrieben und auch halt wo ich die Anzeige gesehen habe.
Wenn Du dich mit einem Hausmeister-Text als Koch beworben hast, könnte die Dame recht haben.

Prinzipiell steht der Verwendung von Textbausteinen aber nichts im Wege, sie müssen nur zur Anzeige passen.
im Grünen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2011, 22:59   #8
Rächerchen
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Rächerchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Dann bin ich mal gespannt. Habe auch heute per Mail von meiner Bearbeiterin die Antwort bekommen:

"der Vorgang wird heute an die Eingangszone weitergeleitet, welche dann den entsprechenden Bescheid erstellt."

Das heisst die lassen es drauf ankommen !? Typisches Beamtenverhalten !?
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Alt 18.03.2011, 08:27   #9
Speedport
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Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Dann bin ich mal gespannt. Habe auch heute per Mail von meiner Bearbeiterin die Antwort bekommen:

"der Vorgang wird heute an die Eingangszone weitergeleitet, welche dann den entsprechenden Bescheid erstellt."

Das heisst die lassen es drauf ankommen !? Typisches Beamtenverhalten !?
Antwort auf was?
__

Gruß
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Alt 18.03.2011, 19:55   #10
Rächerchen
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Auf meine Mail, dass ich einen Rechtsmittelfähigen Bescheid erwünsche :) Ja, die kennen auch Email bei uns in Berlin ;)
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Alt 19.03.2011, 14:06   #11
mathias74
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von im Grünen Beitrag anzeigen
Wenn Du dich mit einem Hausmeister-Text als Koch beworben hast, könnte die Dame recht haben.


Das Gesicht vom dem AG würde ich dann gerne sehen
mathias74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2011, 15:27   #12
Speedport
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Auf meine Mail, dass ich einen Rechtsmittelfähigen Bescheid erwünsche :) Ja, die kennen auch Email bei uns in Berlin ;)
Das war ein Fehler.

Vermutlich darfst Du jetzt länger warten, bis der Vorgang bearbeitet wird. In frühestens drei Monaten kannst Du eine Untätigkeitsklage anstrengen.

Dann Widerspruch und wieder die Bearbeitung abwarten.

Das dauert.
__

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Alt 20.03.2011, 23:23   #13
Rächerchen
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Rächerchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Ich habe mal meinen Presse-Joker ausgespielt. Nein, nicht gedroht wie es viele machen. Da ich freier Journalist bin habe ich mal einen befreundeten Redakteur gebeten dort Wind zu machen. Er sprach schon mti dem Pressesprecher vom Jobcenter für ganz Berlin. :)
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Alt 21.03.2011, 04:04   #14
Reiner Zufall
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Ich habe den selben Text für jede Firma genommen, nur die Bezeichnung umgeschrieben...
Die im Jobcenter verwenden auch denselben Text/Textbausteine für jeden HE! Das ist doch nicht zielgerichtet.
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Alt 21.03.2011, 06:35   #15
Foederalist->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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Beiträge: 235
Foederalist
Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen

Es waren mehr als 70 Bewerbungen, habe extra mehr gemacht falls mal eine zu beanstanden ist [...]
Hmmm...das klingt aber für mich auch nicht so, als ob dies zielgerichtete und aussichtsreiche Bewerbungen um einen Job sind, sondern eher als ob man es in erster Linie darauf anlegt, Bewerbungskosten abzugreifen.

Aber ich bin schon auch der Meinung, dass nicht allein schon die Verwendung von Textbausteinen, die Ablehnung des Bewerbungskostenantrags rechtfertigt.
Einen Job wird man aber dadurch eher nicht finden, wenn man einfach 70 Bewerbungen mit nahezu unveränderten Text abschickt. Die Arbeitgeber merken da natürlich sofort, ob sich jemand mit der ausgeschriebenen Stelle und der Firma beschäftigt hat.
Foederalist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2011, 08:41   #16
ChrisPP
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Ort: Bavaria Blue
Beiträge: 92
ChrisPP
Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zunächst mal: Die Verwendung von Textbausteinen und die Serienbrieffunktion sind ein vollkommen legitimes Instrument eines jeden effizent handelnden Bewerbers. Bewirbt man sich beispielsweise als Erzieherin, so sind nunmal Grundkompetenzen vorausgesetzt, die stellenübergreifend gleich sind (wie etwa pädagogisches Geschick, liebevoller Umgang mit Kindern, gutes Ausdrucksvermögen, Frustrationstoleranz, Organisationsgeschick usw.). Und ganz gleich, in welcher Organisation man sich bewirbt, diese Grundvoraussetzungen bestehen immer. Und gleiches trifft natürlich auch auf Journalisten, Köche, Gärtner oder was auch immer zu - es gibt Grundfähigkeiten, die beherrscht werden müssen. Auf diese dann in einem Textbaustein einzugehen, der in diversen Anschreiben immer wieder Verwendung findet, ist vollkommen in Ordnung!

Die oft hervorgebrachte Behauptung, eine Bewerbung müsse immer auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten sein, ist zwar korrekt, sie kann jedoch insofern irreführen, als manch ein Bewerber (oder ARGE-Sachbearbeiter) daraus meint ableiten zu müssen, dass quasi jede Bewerbung von Grund auf neu erzeugt werden müsse. Doch das ist natürlich Quatsch. Eine Bewerbung zu individualisieren, sprich sie an den Arbeitgeber anzupassen, meint nichts weiter als:
1) jeweils den Briefkopf zu ändern.
2) einige spezifische Kenntnisse aufzugreifen, die der Arbeitgeber in seiner Ausschreibung verlangt, und darauf in der eigenen Bewerbung dann Bezug zu nehmen.
3) gegebenenfalls eine nette Floskel einzubauen, warum man sich ausgerechnet bei diesem Arbeitgeber für diese Stelle bewirbt (eine besondere Phantasie ist dabei natürlich immer dann gefordert, wenn es sich um einen Vermittlungsvorschlag, noch dazu in einer ZAF, handelt, von der ja jeder weiß, dass man dort liebend gerne deshalb prekär schuften geht, weil es sich hierbei ja um ein ach so lukratives Arbeitsangebot handelt, dem man einfach nicht widerstehen kann)

Also nochmal im Klartext: Da die meisten Arbeitgeber, welche die gleichen Jobs ausschreiben, ähnliche Anforderungen an ihre Bewerber stellen, muss man das Rad nicht jedes Mal neu erfinden. Fast jeder Bewerber, der lange genug arbeitslos ist, fängt alsbald an, Textbausteine zu verwenden. Das tun Personalreferenten und überhaupt alle, die im Büro beschäftigt sind, ebenso. Aber klar, wenn einem langweilig ist oder man seine Deutschkenntnisse auffrischen möchte (weil wir ja alle wissen, dass Arbeitslose dauergelangweilt und zur vernünftigen Kommunikation in deutscher Sprache kaum fähig sind), so mag es vielleicht ja in der Tat ein schöner Zeitvertreib in Form von Gehirntraining sein, ständig neue Bewerbungen mit immer neuen Wort- und Satzkonstruktionen zu entwerfen. Zumeist aber ist es einfach nur ärgerlich, in höchstem Maße ineffizient und oft sogar zynisch, zumal dadurch impliziert wird, die eigene Arbeitslosigkeit läge im Grunde genommen ja nur an der eigenen Unfähigkeit, individualisierte Top-Bewerbungen zu verfassen.

Dabei sollte doch jedem einigermaßen reflexionsbegabten Menschen einleuchten, dass - wenn z.B. nur eine Stelle ausgeschriebene ist - eben auch nur eine Person diese wird besetzen können, ganz gleich wie viele super kreative und stilistisch perfekte Bewerbungen auf dem Tisch des Personalers eintrudeln. Kein noch so tolles Bewerungstraining schafft eben neue Jobs - bis auf jene der in der Armutsindustrie prekär beschäftigten Sozialpädagogen, die das Training abhalten, bis sie sich nach dessen Abschluss dann selbst wieder im Pool der Arbeitslosen wiederfinden.

Ich kann zwar zum hier geschilderten Einzellfall nichts Konkretes sagen, da ich dazu einige der beanstandeten Bewerbungen lesen müsste. Aber ganz allgemein möchte ich anmerken, dass die Behauptung, man habe "mehr Masse als Klasse" vorgelegt, insbesondere vor dem Hintergrund perfide erscheint, dass das Jobcenter durch die in vielen EGVs festgelegte Mindestanzahl an Bewerbungen, die es zu leisten gilt, ja selbst forciert, dass man sich eben einfach so bewirbt - egal, ob es ein adäquates Stellenangebot gibt oder nicht, egal, ob eine Einstellung wahrscheinlich erscheint oder nicht. Und dies offenbart eine wahrhaft schizophrene Behördenlogik: Man fordert einerseits immer mehr Eigenverantwortung (bewirb dich, such dir selbst Arbeit, tue alles, um deine Hilfebedürftigkeit zu überwinden), zwängt die Arbeitssuchenden gleichsam aber in ein starres Korsett aus Vorschriften, wie und wann dieses und jenes zu erfolgen habe - mit anderen Worten: Man unterminiert jedwede Eigenverantwortung, Kreativität und Initiative, die nicht in die normierbare Behördenwelt passt.
__

In jedem Dorf gibt es eine Fackel, den Lehrer, und jemanden, der dieses Licht löscht, den Pfarrer - Victor Hugo
ChrisPP ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2011, 10:05   #17
Werniman
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von ChrisPP Beitrag anzeigen
Aber ganz allgemein möchte ich anmerken, dass die Behauptung, man habe "mehr Masse als Klasse" vorgelegt, insbesondere vor dem Hintergrund perfide erscheint, dass das Jobcenter durch die in vielen EGVs festgelegte Mindestanzahl an Bewerbungen, die es zu leisten gilt, ja selbst forciert, dass man sich eben einfach so bewirbt - egal, ob es ein adäquates Stellenangebot gibt oder nicht, egal, ob eine Einstellung wahrscheinlich erscheint oder nicht.
Das ist eine echte Zwickmühle. Einerseits kriegt man eine bestimmte Mindestzahl an Eigenbemühungen aufgedrückt,andererseits dürfen's aber keine "sinnlosen" Eigenbemühungen sein. Das steht seit geraumer Zeit sogar in den Standard-Eingliederungsvereinbarungen so drin. Allerdings lässt man da wohl nicht ohne Grund offen, was denn bitte eine sinnlose Eigenbemühung ist. Wenn sich beispielsweise ein arbeitsloser Elektrikergeselle als Professor bewirbt,dürfte relativ klar sein,daß das aussichtslos ist, also eine sinnlose Eigenbemühung vorliegt. Aber was ist mit artfremden Berufen, die eher seinen Fähigkeiten entsprechen ? Dadurch,daß nicht genau erklärt wird,was eine sinnlose Eigenbemühung ist, halten sich die JC wieder ein nettes Hintertürchen offen. Denn genaugenommen könnten sie dann jede Bewerbung außerhalb des eigentlichen Berufsbildes des Kunden als sinnlos deklarieren.



Zitat:
Und dies offenbart eine wahrhaft schizophrene Behördenlogik: Man fordert einerseits immer mehr Eigenverantwortung (bewirb dich, such dir selbst Arbeit, tue alles, um deine Hilfebedürftigkeit zu überwinden), zwängt die Arbeitssuchenden gleichsam aber in ein starres Korsett aus Vorschriften, wie und wann dieses und jenes zu erfolgen habe - mit anderen Worten: Man unterminiert jedwede Eigenverantwortung, Kreativität und Initiative, die nicht in die normierbare Behördenwelt passt.
Richtig. Allerdings haben sich die Behörden da nur der Einstellung vieler Arbeitgeber angepasst. In wohl keinem anderen Land außer unserem haben irgendwelche Abschlüsse,Zertifikate usw eine höhere Bedeutung. Heißt: Man wird hierzulande in vielen Fällen immer nur auf das reduziert,was man irgendwie in Form von Abschlußzeugnissen, Zertifikaten usw nachweisen kann. Was man nicht nachweisen kann, beherrscht man nach Meinung vieler Arbeitgeber auch nicht. Wer sich den Job per Learning-by-doing beigebracht hat, kriegt hierzulande keine Chance und wird vom Amt auch noch dumm angemacht oder gar abgestraft,wenn er sein Glück trotzdem versucht. Nach Meinung des JC und vieler Arbeitgeber soll sich gefälligst auch nur derjenige z.B. als Maler bewerben,der auch Maler gelernt hat. Ich hab das bei meinem ersten "Engagement" nach der Ausbildung selbst erleben dürfen,wie Vermittler reagieren können,wenn man einen artfremden Beruf ausüben will. Und auch mit meiner jetzigen Fallmanager ist das nicht anders...sie sieht zwar,daß ich seit Jahren den ganzen Bürokram einer kleinen Firma alleine erledige,wirklich in ihr Weltbild passt es aber nicht,daß ein gelernter Klempner sowas kann.
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Alt 22.03.2011, 16:25   #18
Rächerchen
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Rächerchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von Foederalist Beitrag anzeigen
Hmmm...das klingt aber für mich auch nicht so, als ob dies zielgerichtete und aussichtsreiche Bewerbungen um einen Job sind, sondern eher als ob man es in erster Linie darauf anlegt, Bewerbungskosten abzugreifen.

Aber ich bin schon auch der Meinung, dass nicht allein schon die Verwendung von Textbausteinen, die Ablehnung des Bewerbungskostenantrags rechtfertigt.
Einen Job wird man aber dadurch eher nicht finden, wenn man einfach 70 Bewerbungen mit nahezu unveränderten Text abschickt. Die Arbeitgeber merken da natürlich sofort, ob sich jemand mit der ausgeschriebenen Stelle und der Firma beschäftigt hat.
Das sehe ich anders. Ich war eher erschrocken in der EIngliederungsvereinbarung, dass man nur bis zu 6 Maximal pro Monat an Bewerbungen schreiben muss und sowas schon als Bemühungen für eine Jobsuche deklariert werden. 6 pro Monat ist ein Hohn gegenüber dem Steuerzahler und ich finde ein Arbeitsloser kann ruhig mehr machen und schaffen um seiner Arbeitslosigkeit zu entrinnen.

Ich habe nur mein normales Aufkommen an Bewerbungen geschafft. Mittlerweile bin ich bei knapp 80 Bewerbungen.

Abes es stimmt - Firmen und gerade das Jobcenter verwenden AUCH Textbausteine und das ist ja auch laut deren Auslegung zielgerichtet.

Aber kurz zu meinem Fall: Heute rief mich der Teamleiter an, entschuldigte sich, sagte man habe sich die Bewerbungen nochmal angeschauen und sie nun komplett bewilligt.

Ich habe einen befreunden Redakteur gebeten da mal etwas Wind zu machen und es hat anscheind funktioniert und beweist wieder die Traurigkeit, dass Ämter erst dann spuren wenn die Presse im Spiel ist. Ich bin selbst freier Journalist mit Presseausweis und manchmal sollte man überlegen ob der Gegenüber nicht evtl Kontakte hat, die ihm weiterhelfen. Ein Blick auf mein XING Profil hätte es offenbart, aber da schauen die Herren und Damen ja nciht drauf.

Somit wäre meine Sache zumindest zu meiner Zufriedenheit geklärt und das MAL WIEDER durch die Hilfe der Presse.

Am Montag habe ich einen Termin bei ihr wegen Kostenanfrage der Sachkundeprüfung nach 34a. Ob sie da wohl ange****t ist am Montag, dass sie da eine Rüge bekommen hat?

Mir egal...

Zahlt das Amt eigentlich so was?
Rächerchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 17:31   #19
Werniman
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Das sehe ich anders. Ich war eher erschrocken in der EIngliederungsvereinbarung, dass man nur bis zu 6 Maximal pro Monat an Bewerbungen schreiben muss und sowas schon als Bemühungen für eine Jobsuche deklariert werden. 6 pro Monat ist ein Hohn gegenüber dem Steuerzahler und ich finde ein Arbeitsloser kann ruhig mehr machen und schaffen um seiner Arbeitslosigkeit zu entrinnen.
Ähm...du wohnst wahrscheinlich in einer wirtschaftlich starken Gegend,oder ? Nun, die meisten Arbeitslosen wohnen statistisch gesehen auf dem Land, wo die Jobdichte gewöhnlich nicht so dicht ist. Wer auf dem Land wohnt,wohnt meist nicht zur Miete,sondern hat Wohneigentum, das man nicht mal so eben los wird. Für eine doppelte Haushaltsführung reicht das durchschnittliche Einkommen aber auch nicht,so daß man gar keine Wahl hat, als nur lokal zu suchen. Und das ist eine denkbar ungünstige Konstellation, in der man froh ist,überhaupt seine Mindestzahl an Bewerbungen zu erreichen. Was glaubst du,wie die Firmen reagieren,wenn sich die selben Bewerber mangels Auswahl Monat für Monat erneut bei ihnen vorstellen ? Die Bewerbungen landen dann direkt aus dem Briefkasten in der "Rundablage P".
Es ist also leicht gesagt,daß man doch wohl mehr Bewerbungen von einem Arbeitslosen erwarten kann als "nur" 6 Stück pro Monat.

Zitat:
Am Montag habe ich einen Termin bei ihr wegen Kostenanfrage der Sachkundeprüfung nach 34a. Ob sie da wohl ange****t ist am Montag, dass sie da eine Rüge bekommen hat?
Derartige "Fortbildungen" sind idiotischerweise ein zweischneidiges Schwert...es kommt immer drauf an,wer diese "Fortbildung" initiiert. Sprich:Wenn du diese Sachkundeprüfung von dir aus machen willst,ohne eine Einstellungszusage zu haben, wird sie in den meisten Fällen abgelehnt. Hat das Amt hingegen selbst beschlossen,daß diese Prüfung für dich von Nutzen ist,gehts auch ohne Jobzusage. [Ironie]Wo kämen wir denn auch hin, wenn der "Kunde" jetzt schon selbst wüsste,was gut für ihn ist ? [/Ironie]
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Alt 22.03.2011, 18:44   #20
Reiner Zufall
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Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Das sehe ich anders. Ich war eher erschrocken in der EIngliederungsvereinbarung, dass man nur bis zu 6 Maximal pro Monat an Bewerbungen schreiben muss und sowas schon als Bemühungen für eine Jobsuche deklariert werden. 6 pro Monat ist ein Hohn gegenüber dem Steuerzahler und ich finde ein Arbeitsloser kann ruhig mehr machen und schaffen um seiner Arbeitslosigkeit zu entrinnen.
Ich finde, die Gesellschaft u. speziell die Politik könnte ruhig viel mehr machen, um die katastrophalen, arbeitsmarktpolitischen Mißstände zu beseitigen u. Elo's wirklich eine Chance zu geben, denn die haben sie nicht wirklich.

Zitat:
Am Montag habe ich einen Termin bei ihr wegen Kostenanfrage der Sachkundeprüfung nach 34a. Ob sie da wohl ange****t ist am Montag, dass sie da eine Rüge bekommen hat?

Mir egal...

Zahlt das Amt eigentlich so was?
Das Amt kann auch sowas zahlen.

In der Sicherheitsbranche ist es sonst (im Gegensatz zu früher) heute nicht unüblich, daß zunächst das Unternehmen die Kosten der Ausbildung übernimmt u. sie dann dem Arbeitnehmer in Raten (meist 50 €) vom Monatslohn einbehalten werden.

Aber das ist schon wieder die nächste Schweinerei in meinen Augen, zumal die Sicherheitsdienstler Billiglöhner sind.

Ich habe den 34a vor 12 Jahren noch komplett von der Firma bezahlt bekommen.

Gruß...

RZ

.
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Alt 22.03.2011, 21:56   #21
Rächerchen
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Rächerchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zur Not zahle ich ihn eben selbst. Habe da einen Sponsor innerhalb der Firma der sie mir dann zahlt und das ist auch gut so. Ich bin also in diesem Fall nicht auf das Amt angewiesen. Bin auch bereits bei Sachkun.de angemeldet und büffel bereits.

Aber schön, dass die eine Sache geklappt hat.
Rächerchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2011, 12:00   #22
mathias74
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mathias74 mathias74 mathias74
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Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
Zur Not zahle ich ihn eben selbst. Habe da einen Sponsor innerhalb der Firma der sie mir dann zahlt und das ist auch gut so. Ich bin also in diesem Fall nicht auf das Amt angewiesen.
Wenn du jetzt nicht auf das Amt angewiesen bist dann versteh ich deinen Ärger nicht, viele sind auf der Erstattung der Kosten angewiesen, aber wenn ich von dir höre das 6 Bewerbungen pro Monat viel zu wenig sind und es sollen mehr sein Hallo !!!
Eine Bewerbung kostet 5,-€ und bei 10 hast du 50,-€ Kosten die dir zum Leben fehlen und wenn es nach dir geht sollen wir noch mehr Schreiben
mathias74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 10:46   #23
Rächerchen
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6 pro Monat ist eine Fas. Ich als ehemaliger Steuerzahler war erschrocken bei den Vorlagen der EGV.

Natürlich MEHR schreiben. Oder wollst ewig dem Staat auf der Tasche liegen? Man schafft doch mehr als 6 Bewerbungen im Monat. Wie bist du denn drauf??

Bewerbungskosten habe ich im übrigen bekommen. Ging alles ganz fix auf einmal. Presse sei dank !
Rächerchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2011, 11:11   #24
Reiner Zufall
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Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
6 pro Monat ist eine Fas. Ich als ehemaliger Steuerzahler war erschrocken bei den Vorlagen der EGV.

Natürlich MEHR schreiben. Oder wollst ewig dem Staat auf der Tasche liegen? Man schafft doch mehr als 6 Bewerbungen im Monat. Wie bist du denn drauf??

Bewerbungskosten habe ich im übrigen bekommen. Ging alles ganz fix auf einmal. Presse sei dank !
Es gibt Gegenden, da kannst Du 50 Bewerbungen im Monat schreiben. Wenn keine Arbeit da ist, ist keine da.

Das ist wohlfeiles Gewäsch.

Und der Staat sorgt durch eine völlig verfehlte Arbeitsmarktpolitik für immer "ausreichend" Elo's u. Niedriglöhner.

Auf der Tasche liegen... grrrrrrrrrrr...
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Alt 02.04.2011, 17:33   #25
Werniman
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Bewerbungskosten abgelehnt wegen Masse statt Klasse

Zitat von Rächerchen Beitrag anzeigen
6 pro Monat ist eine Fas. Ich als ehemaliger Steuerzahler war erschrocken bei den Vorlagen der EGV.
Lass mich raten...du bist noch nicht lange abeitslos ? Nun,dann hast du quasi eine Art Welpenschutz. Sobald du eine gewisse Zeit arbeitslos bist,wird sich der Umgangston schlagartig ändern. Die Zeit wird dir auch zeigen,daß Jobs eben nicht auf der Straße liegen, auch wenn das die Medien und Politikkasper gerne propagieren. Und wenns denn Jobs gibt,dann keine, von denen man ohne Staatsunterstützung leben kann. Leider wird die Zahl der Firmen,die ihre Leute rausschmeißen und für einen Bruchteil des vorherigen Lohnes wieder einstellen, eher die Regel als die Ausnahme. Wie,sowas gibts gar nicht ? Dann mach dich mal schlau,wie die Personalpolitik in Firmen wie Schlecker, KiK oder Takko aussieht.


Zitat:
Natürlich MEHR schreiben. Oder wollst ewig dem Staat auf der Tasche liegen? Man schafft doch mehr als 6 Bewerbungen im Monat. Wie bist du denn drauf??
Auch das zeigt,daß du noch immer dem Trugbild des faulen Arbeitslosen unterliegst. Wie ich schonmal schrieb: Die meisten Arbeitslosen können nicht so einfach umziehen, sondern können nur regionale Stellen annehmen. Was glaubst du,wie eine Firma reagiert,wenn jeden Monat erneut Bewerbungen immer derselben Leute im Briefkasten liegen ? Die würden bei mir spätestens nach dem 3.Mal automatisch im Reißwolf landen. Klar,wenn man in der Großstadt lebt,mögen 6 Bewerbungen leicht zu schaffen sein...aber da lebt nunmal nicht jeder.


Zitat:
Bewerbungskosten habe ich im übrigen bekommen. Ging alles ganz fix auf einmal. Presse sei dank !
Ach...Presse sei dank ? Und ohne Presse ? Kanns sein,daß du die Presse deshalb einschalten musstest,weil das Jobcenter deine Anträge einfach nicht bearbeitet hat ? Offenbar scheinst du die Kohle ja zum Bewerbungenschreiben auch nötig gehabt zu haben. Nun, eben DAS ist die Realität,an der auch deine Forderung nach mehr als 6 Bewerbungen pro Monat scheitert. Laut Bundessozialgericht muss man als ALG2-Empfänger Bewerbungen nicht aus der eigenen Tasche zahlen,zumindest keine über die erstattungsfähige Summe hinaus. Und die wurde bei den meisten Jobcentern von 260€ pro Jahr auf 200 gekürzt. Macht bei 5€ pro Bewerbung gerade mal 3,3 Bewerbungen pro Monat...für mehr ist kein Geld da. Wenn du also mehr verlangst,dann sorg auch für die Kostenerstattung. Im Regelsatz ist dafür kein Geld vorgesehen.
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abgelehnt, bewerbungskosten, klasse, masse

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