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Alt 02.11.2006, 02:42   #1
tobylein
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Standard Vermittlung beauftragten Dritten - Fahrtkosten

Hallo zusammen,

ich wurde von der ARGE zugewiesen mit der Vermittlung beauftragter Dritten (§ 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 37 Sozialgesetzbuch - Drittes Buch - SGB III).

Zuweisungsdauer: 7 Monate

Ich habe folgendes Problem:

die beauftragte Firma ist ca. 35 km von meinen Wohnort entfernt und dort soll auch die Betreuung stattfinden. Wöchentlich gesamt 18 UE aufgeteilt an 4 Tagen
Mo, Fr 8:15 Uhr - 12:30 Uhr
Mi, Do 12:30 Uhr - 15:45 Uhr
Di frei

Da der Ort wo die Maßnahme stattfindet schlecht mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen ist kann ich nur mit meinen PKW fahren.
Fahrtzeit ca. 30-40 min

Fahrtzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln am Mo. und Fr. ca. 4 Std. pro Tag Pendelzeit
am Mi. und Do. ca. 6 Std. pro Tag Pendelzeit

Fahrtkosten werden von den Dritten übernommen aber nur in Höhe der Monatsfahrkarte aber nicht die erhöhten Kosten für die Anfahrt mit den PKW.

Ich finde diese Pendelzeiten als unzumutbar, da sie ja die Betreuungszeit um einiges überschreiten und ich müsste teilweiße bei den Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erst einmal 2 km laufen um die Bushaltestelle zu erreichen.

Ich bin gewollt die Maßnahme zu machen egal was sie bringt oder nicht bringt aber ich bin absolut nicht bereit wenn mir kein Kilometergeld gezahlt wird.

Meine Frage dazu: Gibt es eine Regelung dass die besagten Kosten für den PKW übernommen werden oder gibt es tatsächlich nur die Monatskarte?

Der Beauftragte Dritte macht soweit einen recht guten Eindruck, kein Zwang an Bewerbungstrainings wenn man konform ist in Bewerbungsschreiben, auch kein Zwang für PC-Kurse wenn man die Kenntnisse besitzt bzw. nachweist, keine Mindestanzahl an Bewerbungen wie im Gegensatz zur ARGE, freiwillige Teilnahme an schulischen Kursen wenn man sich dafür interessiert, keine Eingliederungsvereinbarung, Urlaubsanspruch nach Bundesurlaubsgesetz, Bewerbungskostenpauschale im Monat von 37 EUR und der Maßnahmeträger gibt recht viel Zeit die Vereinbarung über die Überlassung zu unterschreiben.

In der Vereinbarung steht nur dass man die Hausordnung einhält, die EDV-Anlagen sorgfältig benutzt und dass man die Anwesendheit zu berücksichtigen hat, detailliert was Abwesendheit bedeutet.

Negativ ist aber leider das die Menschen gemischt diesen Maßnahmen teilnehmen müssen, von der Hausfrau über den Alkoholiker bis zum ehemals Selbständigen, Akademiker und Facharbeiter.

Ist jetzt die ARGE ab diesen Zeitpunkt komplett aus der Pflicht oder muss sie auch weiterhin Ansprechpartner sein?

Welche Gesetze gelten bei der Überlassung an beauftragten Dritten?

Vielen Dank

Gruß tobylein
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Alt 01.12.2006, 02:53   #2
tobylein
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Beiträge: 61
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Standard Neuigkeiten

Hallo zusammen,

auch wenn keiner geantwortet hat, folgende Information zu dieser Sache:

Fahrtkosten wurden genehmigt in Höhe von 36 cent die ersten 10 km und für die weiteren 40 cent.

Mein Sachbearbeiter von der ARGE hat es als Sonderfall eingestuft und es war recht problemlos, außer dass ich 1 Monat warten musste bis ich das Geld bekam. Habe mir für die Zeit das Geld geliehen. Sind gut und gerne über 200 EUR (Versicherung, Steuer, Verschleiß, Betriebsmittelkosten und Wertverlust)

Was zu den Vermittlungscoaching angeht, hat es sich sehr schnell gelichtet von ca. 30 sind jetzt ursprünglich ca. 15 da und es sind 2 neue dazu gekommen. Gut ein paar haben Arbeit bekommen oder auch zwanghafte Sklavenarbeit bei Zeitarbeitsfirmen.

Ich selber bin jetzt bei dieser Maßnahme recht unterfordert, habe gestern eine Anfrage bekommen ob ich nicht über relevante Themen referiere und unsere Gruppe mit beschäftige.

Es ist schwierig die Menschen wurden einfach quer Beet zusammen gewürfelt, unterschiedliche Qualifikationen, Kenntnisse und Sprachbarrieren. Viele haben gar keine oder wenige PC-Kenntnisse, wenige haben noch nie eine Bewerbung geschrieben.

Wie schon im ersten Posting geschrieben, hier sind Akademiker dabei, einer ist frisch vom Auslandstudium dazu gekommen, viele Facharbeiter mit guten Kenntnissen und Führungsaufgaben, ein Lehrer bzw. Dozent (zufällig auch mein ehemaliger der mich damals mit ausbildete!), viele aus der gescheiterten Selbstständigkeit (ich selber auch) und auch Menschen die wenig Glück hatten im Leben zu arbeiten.

Wo soll es eigentlich noch hingehen, alle sind arbeitswillig die bei der Maßnahme mit teilnehmen, finden aber nix.
Außer Sklavenjobs bei den Zeitarbeitsfirmen und öfters nur Verpacker, Lagerist etc. Oder sie werden verheizt mit ihren Kenntnissen und müssen für Hungerlöhne qualifizierte Arbeit annehmen die so in der Entlohnung den Regelsatz + Miete entsprechen. Mobilitätskosten kann man selber tragen!

Na ja, bin mal gespannt wie es weiter geht in Deutschland.

Wünsche jeden viel Glück...

bye tobylein
tobylein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 20:41   #3
Arco
Elo-User/in
 
Registriert seit: 11.02.2006
Ort: Kassel / Hessen
Beiträge: 4.272
Arco
Standard

Zitat:
Fahrtkosten wurden genehmigt in Höhe von 36 cent die ersten 10 km und für die weiteren 40 cent.

Mein Sachbearbeiter von der ARGE hat es als Sonderfall eingestuft und es war recht problemlos, außer dass ich 1 Monat warten musste bis ich das Geld bekam. Habe mir für die Zeit das Geld geliehen. Sind gut und gerne über 200 EUR (Versicherung, Steuer, Verschleiß, Betriebsmittelkosten und Wertverlust)
.... das ist kein Sonderfall sondern genauso geregelt, entweder Monats/Wochenkarte oder km-Geld wie oben beschrieben.

Verlange 14tägige Abrechnung - es kann Dir keiner von der RL das Fahrgeld vorzustrecken. Normalerweise wäre auch ein Vorschuß beantragbar .... Es steht die Dauer der Maßnahme fest und die Anwesenheitszeiten - also kein Problem zu rechnen .

Nur bei Krankheit oder was noch ..... kann dann rückwirkend das KM-Geld zurückverlangt werden.

Eigentlich müssen die Fahrtkosten von dem Maßnahmeträger übernommen werden - die bekommen von der Arge das Geld dafür (Pauschale)
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