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Alt 04.05.2017, 18:24   #1
Petite Biscuit
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Petite Biscuit Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Bewerbungskostenerstattung: SB verlangt trotz meiner finanz. Situation teure Ausdrucke

Guten Abend,

hoffentlich ist der Threadtitel aussagekräftig genug

Es geht um folgenden, anderen Thread aus der ALG II-Sparte:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/182...antwortet.html

Letzter Punkt meines Fragenkataloges betrifft die Bewerbungskostenerstattung und der damit für mich verbundene, vor allem finanzielle Aufwand:
Warum reicht eine Liste mit den Antwortbögen der Vermittlungsvorschläge als Anlage für die Bewerbungskostenerstattung nicht aus? (Diese Frage blieb seitens meines Jobcenters unbeantwortet.)

Jetzt zu meinem Anliegen:

Es liegt keine gültige EGV vor. Dennoch habe ich vor zwei Wochen einen Antrag auf Übernahme d. Bewerbungskosten gestellt, eine Tabelle mit den dazugehörigen VVs aufgelistet und zur Tabelle jedes einzelne, ausgefüllte Antwortformular dazugetan.

Heute erhielt ich einen dicken Umschlag, in dem mir der SB nicht nur die Formulare für die Bewerbungskostenerstattung mitgab, sondern auch das andere Formular für Reisekosten und sonstiges aus dem Vermittlungsbudget. Zusätzlich hat er all meine Antwortformulare plus meinem Antrag an ihn mitgeschickt. Im Schreiben selbst steht nicht, welche Nachweise er noch benötigt. Auf den Formularen steht halt nur das Übliche, wie zum Beispiel das Nachweise in Form von den Bewerbungsschreiben oder Antworten der Arbeitgeber verlangt werden. Ich bin der Meinung, dass er von mir will, dass ich die ganze Sch.. wieder ausdrucke und dass ich das Geld erstmal vorstrecke, was finanziell einfach nicht machbar ist. Daher das andere Formular für die sonstigen Kosten (Druckkosten). Keiner wird mir garantieren können, dass ich die Druckkosten auch bezahlt bekomme. (Eine günstige oder gar kostenlose Alternative vor Ort habe ich nicht.)

Meiner Meinung nach reicht die Liste mit den Antwortformularen völlig aus. Bewerbungsanschreiben gehen nur die Arbeitgeber etwas an, auf Antworten der Arbeitgeber habe ich sowieso keinen Einfluss.

Was kann ich noch tun? Bin langsam am Ende mit meinem Latein.

Viele Grüße,

Petite Biscuit
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Alt 04.05.2017, 20:31   #2
BerndB
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Beiträge: 268
BerndB BerndB
Standard AW: Bewerbungskostenerstattung: SB verlangt trotz meiner finanz. Situation teure Ausdruc

Anschreiben vorzulegen ist m. E. Quatsch, aber es wird halt verlangt. Es gibt eine günstige Möglichkeit für den Ausdruck, kommt aber auf die Entfernung von deiner Wohnung zur AfA an:

In jeder AfA (auch in vielen Außenstellen) gibt es einen Bewerbungs-PC, der von jedermann, nicht nur Ausbildungssuchenden, kostenlos genutzt werden kann. Mit Farbdrucker und Scanner und natürlich USB-Anschluss. Meines Wissens brauchst du auch kein Druckerpapier mitbringen. Du könntest deine Bewerbungen auf einem USB-Stick mitnehmen und dort ausdrucken. Rentiert sich natürlich nicht bei weiter Anfahrt.

Man muss sich, wie bei Nutzung des Internets in der AfA halt registrieren. Hier steht was zur Registierung, nicht zur Nutzung.

Ansonsten werden die Kosten für diese Kontrollausdrucke mit der Bewerbungspauschale (5€ ?) abgegolten sein.
__

Meine Beiträge stellen nur meine Meinung zu in der Regel unvollständig geschilderten Sachverhalten dar. Rechtssichere Antworten kann nur ein Anwalt oder die AfA geben. Außerdem gibt es immer zwei Meinungen.
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Alt 05.05.2017, 13:55   #3
faalk
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faalk Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungskostenerstattung: SB verlangt trotz meiner finanz. Situation teure Ausdruc

Zitat von BerndB Beitrag anzeigen
In jeder AfA (auch in vielen Außenstellen) gibt es einen Bewerbungs-PC, der von jedermann, nicht nur Ausbildungssuchenden, kostenlos genutzt werden kann. Mit
Dann wird die SB wohl antworten, dass die Bewerbungen auch gleich (kostenlos) die Bewerbungs PCs nutzen soll, um ihre Bewerbungen zu schreiben. Genau das Richtige für die SB. Wieder einige Euros aus dem Vermittlungsbudget eingespart.

War das erste, was meine damalige "Intensiv" SB beim ersten Termin sagte. "Bewerbungskosten bekommen sie von mir ab jetzt nicht mehr. Dafür haben wir das Bewerbercentrum, da schreiben sie ab jetzt ihre Bewerbungen"

Na ja, da man mir im Bewerbercenter meine vorgelegte Datenschutz Auskunf, IT- Sicherheit deren PCs etc. nicht beantworten wollte, schreibe ich weiterhin meine Bewerbungen Zuhause und bekomme selbige (mittlerweile wieder zu meiner alten SB gejagt) auch wieder bezahlt.
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Alt 05.05.2017, 14:01   #4
Allimente
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Standard AW: Bewerbungskostenerstattung: SB verlangt trotz meiner finanz. Situation teure Ausdruc

Zitat von faalk Beitrag anzeigen

War das erste, was meine damalige "Intensiv" SB beim ersten Termin sagte. "Bewerbungskosten bekommen sie von mir ab jetzt nicht mehr. Dafür haben wir das Bewerbercentrum, da schreiben sie ab jetzt ihre Bewerbungen"
Da hätte ich mir gleich von ihm einen Stapel Formulare für die Fahrkostenerstattung geben lassen. Wer die Musik bestellt, der bezahlt auch die Kapelle ;)
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Alt 05.05.2017, 14:57   #5
faalk
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Standard AW: Bewerbungskostenerstattung: SB verlangt trotz meiner finanz. Situation teure Ausdruc

Zitat von Allimente Beitrag anzeigen
Da hätte ich mir gleich von ihm einen Stapel Formulare für die Fahrkostenerstattung geben lassen.
Leider in meinen Fall nicht nötig, da Luftlinie 500 Meter entfernt.
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Alt 05.05.2017, 17:24   #6
BerndB
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BerndB BerndB
Standard AW: Bewerbungskostenerstattung: SB verlangt trotz meiner finanz. Situation teure Ausdruc

Zitat von faalk Beitrag anzeigen
War das erste, was meine damalige "Intensiv" SB beim ersten Termin sagte. "Bewerbungskosten bekommen sie von mir ab jetzt nicht mehr. Dafür haben wir das Bewerbercentrum, da schreiben sie ab jetzt ihre Bewerbungen"
Die Gefahr habe ich jetzt nicht erkannt, ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Jetzt gäbe es im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes die Möglichkeit, die "ermessenslenkenden Weisungen zum Vermittlungsbudget" bei der AfA/ beim JC anzufordern. Wenn da eine Pauschale steht, müsste es immer noch die Anfertigung der BU zuhause geben. Kann aber ein harter Kampf werden.

Nachtrag und Frage: Die Bewerbungs-"Mappe" aber haben AfA oder JC aber nicht, auch keinen Fotografen. Also müssten sie doch eine Pauschale zahlen. Und wenn die mit 5€ festgeschrieben ist könnte man noch gut wegkommen.
__

Meine Beiträge stellen nur meine Meinung zu in der Regel unvollständig geschilderten Sachverhalten dar. Rechtssichere Antworten kann nur ein Anwalt oder die AfA geben. Außerdem gibt es immer zwei Meinungen.
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Alt 05.05.2017, 18:49   #7
BurnsTorn
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Standard AW: Bewerbungskostenerstattung: SB verlangt trotz meiner finanz. Situation teure Ausdruc

Zitat von BerndB Beitrag anzeigen
Nachtrag und Frage: Die Bewerbungs-"Mappe" aber haben AfA oder JC aber nicht, auch keinen Fotografen. Also müssten sie doch eine Pauschale zahlen. Und wenn die mit 5€ festgeschrieben ist könnte man noch gut wegkommen.
Das kommt auf JC an! Hier mal ein kurzer Exkurs zu meiner Erfahrung damit:

In einem der Jobcenter, wo ich mal gearbeitet habe, wurden im sogenannten Bewerbungsbüro Mappe, Schutzhüllen, Versandtaschen, Papier, Briefmarken etc. für "Kunden" bereitgehalten. Da gab es zudem einen Raum mit (semi)professionellem Fotografie-Equipment und der Möglichkeit digitaler Bildbearbeitung.

In dem JC gab es beides: Sowohl ein VB (pauschaliert mit 5 € damals, mittlerweile 6 €) als auch die Option, sich die benötigten Utensilien für Bewerbungen vor Ort im JC aushändigen zu lassen. Zudem konnte man Unterlagen auf einem Stick mitbringen und die in Farbe im JC ausdrucken.

Jede JC kann nach eigenem Gutdünken festhalten, wie es VB-technisch verfährt. Das ist möglich aufgrund von § 47 SGB III, durch den das BMAS ermächtigt wird, Pauschalierungen und Verfahren der Förderung nach § 44 SGB III (Vermittlungsbudget) ferstzulegen. Diese Konkretisierungsberechtigung hat das BMAS als fachaufsichtführende Instanz an die jeweiligen Jobcenter weiterdelegiert.

In der Fläche zeigt sich seit Jahren eine teils unbegreifliche Willkür: In Jobcenter A gibt es 3 € pro Bewerbung, in Jobcenter B hingegen 5 €. Und Jobcenter C zahlt sogar 6 €. Ganz anders dagegen Jobcenter D, wo es gar keine Pauschale gibt, sondern jede Rechnung eingereicht werden muss, was ein immenser Aufwand für beide Seiten ist, zumal es eine endlose Rechnerei ist, durchzudeklinieren, wie viele Bewerbungen wohl aus einem 500-Blatt-Papierstapel für 3,50 € hätten verschickt werden können.

Diese Absurdität beklagen auch Jobcenter-Mitarbeiter. Aber die ermessenlenkenden Geschäftsanweisungen, das so zu tun, existieren eben. Die hat man dann zu befolgen (oder zu gehen). Das ist in den meisten Fällen das Resultat knapper Kassen, sprich: In armen Kommunen gibt es seltener Pauschalierung. Und die ganz armen Kommunen halten oft alles im Haus parat (oder behaupten es), um gar keine Bewerbungskosten zahlen zu müssen.

Die Antwort auf die Frage, ob Fahrtkosten von zuhause zum JC gezahlt werden, wenn das JC VB-Kosten ablehnt mit der Begründung, man würde die Bewerbungen ja im JC erstellen, ausdrucken und versenden können, lautet: Es gibt - auch hier - keine deutschlandweit einheitliche Linie!

Im JC, wo ich zuletzt gearbeitet habe, wurden Fahrtkosten zum JC zwecks des Bewerbungsversandes anstandslos übernommen, wenn sie beantragt wurden. In anderen JC passiert das mit Verweis darauf, dass es eine Mobilitätspauschale im ALG II Regelsatz gäbe, nicht. Im Falle eines Widerspruchs muss dann ein SG entscheiden, was so oder so ausgehen kann.

Wie so oft gibt im Kontext ders VB im JC also: Genaues weiß man nicht. Was in dem einen JC gilt, muss in dem anderen nicht gelten. Und was heute gilt, kann nächsten Monat schon wieder anders sein. Wandel ist da die einzige Konstante - neben der Unzufriedenheit vieler "Kunden" mit dem aufwendigen und oft langsamen Antrags- und Erstattungsprozedere.
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