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Start > > -> Presse 21.12.06 Rüdiger S. seit 3 Wochem im Hungerstreik, je

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Alt 22.12.2006, 05:16   #51
JoeMilano->Emailproblem
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Registriert seit: 06.10.2006
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JoeMilano
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Hallo,

Aber ihr wisst jetzt, warum ich so gemotzt hab?

Ich entschuldige mich bei allen die es nicht verdient hatten.

Ich hab das alles schonmal durch mit Bernd, wo sich Rüdiger ja noch Rat und Reflexion holt.
Keine Ahnung was Bernd jetzt macht.
Aber er hat geschrieben, das er auch Hungern wird so oder so.
Also egal ob Rüdiger stirbt oder abbricht/unterbricht solange die Forderung nicht erfüllt ist.

Dann haben wir ein zweites Problem.

Andererseits kann das ja auch wieder zugunsten von Rüdiger in der Presse verwendet werden, das die Sache nicht als Einzelfall und Verrücktheit abgetan werden kann.

JoeMillano
JoeMilano ist offline  
Alt 22.12.2006, 06:12   #52
pixelfool->Emailproblem
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Registriert seit: 07.04.2006
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pixelfool
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Hallo JoeMilano

Nur um es erwähnt zu haben:

Ich sehe für Rüdiger durchaus die akute Gefahr der psychiatrischen Zwangseinweisung (und Zwangsernährung), weil bei der angekündigten bzw. vollzogenen Einstellung der Flüssigkeitsaufnahme akute Lebensgefahr besteht - was die juristisch als Suizid bewerten, den sie dann von Amts wegen verhindern.
Vielleicht kann das ja einer der juristisch bewanderten User mal verifizieren, ob ich das richtig einschätze - ich bin mir aber recht sicher, dass es so laufen könnte.
__

In zeitgemäßer Abwandlung:
Ich wünscht´, ich könnt´mir so viele Lebensmittel leisten, um so viel fressen zu können, wie ich kotzen möchte!

Meine Beiträge in diesem Forum stellen meine persönliche Meinung dar - keine Rechtsberatung!
pixelfool ist offline  
Alt 22.12.2006, 10:14   #53
Bruno1st->Emailproblem
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Registriert seit: 21.12.2005
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Beiträge: 3.736
Bruno1st
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Wer ist die ARGE - der medizinische Dienst - der Landrat - der Ministerpräsident ?
Gut den Ministerpräsident kann man noch kennen, aber die anderen verstecken sich als namenlose, graue Herren hinter ihren Behörden - Dienstbezeichnungen.

Die Arge hat doch einen Geschäftsführer und eine "Aufsicht" aus Kommune/Kreis und Arbeitsamt. WER SIND DIESE LEUTE ?
Für mich ist die Namensnenneung auch keine "Hetze". Als Geschäftsführer vertritt man seinen Laden nach außen und ist dafür verantwortlich.
Deshalb, Namen nennen - so oft es geht. Und ich bezwiefle, daß die Argen dann weiter abwimmeln, wenn es heißt "Der Geschäftsführer der ARGE H. xy hat dies und jenes veranlaßt - er kam seiner Amtsmithilfepflicht nicht nach - er handelte nur nach den Buchstaben des Gesetzes aber nicht menschlich" - holen wir sie an die Öffentlichkeit!!! Keine Chance mehr, sich hinter Dienstanordnungen zu verstecken - statt sie zu verbessern/vermenschlichen. Keiner soll noch einmal sagen dürfen "wir haben uns an die Gesetze/Befehle gehalten"
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 22.12.2006, 11:50   #54
heiko98527->Emailproblem
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Registriert seit: 27.06.2006
Ort: Suhl
Beiträge: 59
heiko98527
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@ pixelfool

Ich kann das zwar nicht juristisch fest machen, habe aber in meiner beruflichen Laufbahn als Maler (als ich es noch konnte) in der Nervenheilanstalt Hildburghausen arbeiten müssen und da in der Abteilung für Sucht und Suizidgefährdete und habe dort einiges mitbekommen. Es ist so wie du schreibst, es gibt durchaus die Möglichkeit behördlicherseits bei Gefahr in Verzug zu handeln. Also passieren könnte das durchaus.
heiko98527 ist offline  
Alt 22.12.2006, 12:15   #55
MissMarple->Emailproblem
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Registriert seit: 12.10.2006
Ort: Westfalen
Beiträge: 332
MissMarple
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also ich habe hier in Niedersachsen noch die regionale Presse informiert ( Radio, Nordmagazin usw. )

Ich wohne nicht sooo weit weg von Rüdiger, aber ich bin nicht mobil genug, um da "mal eben" hinzufahren.
Weiß auch nicht was mit der Kirchengemeinde da vor Ort ist ?!
Sollte man da auch noch informieren ??

MissM.
__

Ich gebe hier lediglich meine persönlich Meinung und Erfahrungen wieder.

Manchmal ist etwas PISA und Dummheit gar nicht so schlecht. Unvorstellbar was im Land los wäre, wenn die Leute endlich kapieren würden was um sie herum so passiert. (Volker Pispers)
MissMarple ist offline  
Alt 22.12.2006, 13:13   #56
hjgraf
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Zitat von pixelfool
Hallo JoeMilano

Nur um es erwähnt zu haben:

Ich sehe für Rüdiger durchaus die akute Gefahr der psychiatrischen Zwangseinweisung (und Zwangsernährung), weil bei der angekündigten bzw. vollzogenen Einstellung der Flüssigkeitsaufnahme akute Lebensgefahr besteht - was die juristisch als Suizid bewerten, den sie dann von Amts wegen verhindern.
Vielleicht kann das ja einer der juristisch bewanderten User mal verifizieren, ob ich das richtig einschätze - ich bin mir aber recht sicher, dass es so laufen könnte.

Zitat:
Gesetz über die Unterbringung
psychisch Kranker und deren Betreuung
(Unterbringungsgesetz - UnterbrG)
in der Fassung der Bekanntmachung
vom 5. April 1992
Fundstelle: GVBl 1992, S. 60
Zuletzt geändert am 28.3.2000, GVBl 2000, S. 136


Ausgabe im Zusammenhang
Zur Inhaltsübersicht

Art. 1
Voraussetzungen der Unterbringung
(1) 1 Wer psychisch krank oder infolge Geistesschwäche oder Sucht psychisch gestört ist und dadurch in erheblichem Maß die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet, kann gegen oder ohne seinen Willen in einem psychiatrischen Krankenhaus oder sonst in geeigneter Weise untergebracht werden. 2 Unter den Voraussetzungen des Satzes 1 ist die Unterbringung insbesondere auch dann zulässig, wenn jemand sein Leben oder in erheblichem Maß seine Gesundheit gefährdet. 3 Die Unterbringung darf nur angeordnet werden, wenn die Gefährdung nicht durch weniger einschneidende Mittel, insbesondere durch Hilfen nach Art. 3, abgewendet werden kann.

(2) 1 Die Unterbringung kann nur vollzogen werden, wenn keine Maßnahmen nach §§ 81, 126a der Strafprozeßordnung (StPO) oder nach §§ 63 , 64 und 67a des Strafgesetzbuchs (StGB) getroffen sind. 2 Ist jemand auf Grund des Unterbringungsgesetzes untergebracht und werden Maßnahmen auf Grund der in Satz 1 genannten Bestimmungen getroffen, so ist die Unterbringungsanordnung nach diesem Gesetz außer Vollzug zu setzen; sie kann aufgehoben werden, wenn nach den Umständen nicht zu erwarten ist, daß die Unterbringungsanordnung später wieder vollzogen werden muß.
Zitat:
Art. 3
Hilfen
(1) Um eine Unterbringung nach diesem Gesetz zu vermeiden oder so weit wie möglich zu verkürzen oder dem Betroffenen nach Beendigung der Unterbringung eine erforderliche Hilfestellung mit dem Ziel seiner gesundheitlichen Wiederherstellung und sozialer Eingliederung zu gewähren, sind die vorhandenen vorsorgenden, begleitenden und nachsorgenden Hilfen auszuschöpfen.

(2) Zur Erreichung des in Absatz 1 aufgezeigten Zwecks haben die Gesundheitsämter mit den Ärzten, den psychiatrischen Krankenhäusern, den Trägern der Sozial- und Jugendhilfe, den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und allen anderen öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Organisationen, Einrichtungen und Stellen, die vorsorgende, begleitende und nachsorgende Hilfen gewähren, eng zusammenzuarbeiten.

(3) Die Hilfen ergeben sich insbesondere aus den Bestimmungen des Sozialgesetzbuchs.
gefunden: http://by.juris.de/by/UbrgG_BY_1992_rahmen.htm

noch was dazu:

http://de.wikipedia.org/wiki/Verdursten

Zitat:
...Der tägliche Wasserbedarf eines Menschen liegt - je nach Umgebungstemperatur und körperlicher Aktivität - bei mindestens 1-2 Litern. Ab einem Wasserverlust des menschlichen Körpers von 0,5 - 3% spürt der Betroffene Durst. Ab 10% kommt es zu Sprachstörungen und unsicherem Gang. Innerhalb von nur 3 - 4 Tagen tritt in der Regel der Tod durch Dehydratation ein...
 
Alt 22.12.2006, 13:29   #57
Ludwigsburg
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Zitat von pixelfool

Ich sehe für Rüdiger durchaus die akute Gefahr der psychiatrischen Zwangseinweisung (und Zwangsernährung), weil bei der angekündigten bzw. vollzogenen Einstellung der Flüssigkeitsaufnahme akute Lebensgefahr besteht - was die juristisch als Suizid bewerten, den sie dann von Amts wegen verhindern.
Vielleicht kann das ja einer der juristisch bewanderten User mal verifizieren, ob ich das richtig einschätze - ich bin mir aber recht sicher, dass es so laufen könnte.
sehe ich auch so....

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 22.12.2006, 13:40   #58
Arania->Emailproblem
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Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.196
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Zitat von Bruno1st
Wer ist die ARGE - der medizinische Dienst - der Landrat - der Ministerpräsident ?
Gut den Ministerpräsident kann man noch kennen, aber die anderen verstecken sich als namenlose, graue Herren hinter ihren Behörden - Dienstbezeichnungen.

Die Arge hat doch einen Geschäftsführer und eine "Aufsicht" aus Kommune/Kreis und Arbeitsamt. WER SIND DIESE LEUTE ?
Für mich ist die Namensnenneung auch keine "Hetze". Als Geschäftsführer vertritt man seinen Laden nach außen und ist dafür verantwortlich.
Deshalb, Namen nennen - so oft es geht. Und ich bezwiefle, daß die Argen dann weiter abwimmeln, wenn es heißt "Der Geschäftsführer der ARGE H. xy hat dies und jenes veranlaßt - er kam seiner Amtsmithilfepflicht nicht nach - er handelte nur nach den Buchstaben des Gesetzes aber nicht menschlich" - holen wir sie an die Öffentlichkeit!!! Keine Chance mehr, sich hinter Dienstanordnungen zu verstecken - statt sie zu verbessern/vermenschlichen. Keiner soll noch einmal sagen dürfen "wir haben uns an die Gesetze/Befehle gehalten"
Die Namen sind bekannt und ich habe sie teilweise auch oben in einem Beitrag genannt.
Arania ist offline  
Alt 22.12.2006, 14:04   #59
hjgraf
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Zitat von hjgraf
Zitat von pixelfool
Hallo JoeMilano

Nur um es erwähnt zu haben:

Ich sehe für Rüdiger durchaus die akute Gefahr der psychiatrischen Zwangseinweisung (und Zwangsernährung), weil bei der angekündigten bzw. vollzogenen Einstellung der Flüssigkeitsaufnahme akute Lebensgefahr besteht - was die juristisch als Suizid bewerten, den sie dann von Amts wegen verhindern.
Vielleicht kann das ja einer der juristisch bewanderten User mal verifizieren, ob ich das richtig einschätze - ich bin mir aber recht sicher, dass es so laufen könnte.

Zitat:
Gesetz über die Unterbringung
psychisch Kranker und deren Betreuung
(Unterbringungsgesetz - UnterbrG)
in der Fassung der Bekanntmachung
vom 5. April 1992
Fundstelle: GVBl 1992, S. 60
Zuletzt geändert am 28.3.2000, GVBl 2000, S. 136


Ausgabe im Zusammenhang
Zur Inhaltsübersicht

Art. 1
Voraussetzungen der Unterbringung
(1) 1 Wer psychisch krank oder infolge Geistesschwäche oder Sucht psychisch gestört ist und dadurch in erheblichem Maß die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet, kann gegen oder ohne seinen Willen in einem psychiatrischen Krankenhaus oder sonst in geeigneter Weise untergebracht werden. 2 Unter den Voraussetzungen des Satzes 1 ist die Unterbringung insbesondere auch dann zulässig, wenn jemand sein Leben oder in erheblichem Maß seine Gesundheit gefährdet. 3 Die Unterbringung darf nur angeordnet werden, wenn die Gefährdung nicht durch weniger einschneidende Mittel, insbesondere durch Hilfen nach Art. 3, abgewendet werden kann.

(2) 1 Die Unterbringung kann nur vollzogen werden, wenn keine Maßnahmen nach §§ 81, 126a der Strafprozeßordnung (StPO) oder nach §§ 63 , 64 und 67a des Strafgesetzbuchs (StGB) getroffen sind. 2 Ist jemand auf Grund des Unterbringungsgesetzes untergebracht und werden Maßnahmen auf Grund der in Satz 1 genannten Bestimmungen getroffen, so ist die Unterbringungsanordnung nach diesem Gesetz außer Vollzug zu setzen; sie kann aufgehoben werden, wenn nach den Umständen nicht zu erwarten ist, daß die Unterbringungsanordnung später wieder vollzogen werden muß.
Zitat:
Art. 3
Hilfen
(1) Um eine Unterbringung nach diesem Gesetz zu vermeiden oder so weit wie möglich zu verkürzen oder dem Betroffenen nach Beendigung der Unterbringung eine erforderliche Hilfestellung mit dem Ziel seiner gesundheitlichen Wiederherstellung und sozialer Eingliederung zu gewähren, sind die vorhandenen vorsorgenden, begleitenden und nachsorgenden Hilfen auszuschöpfen.

(2) Zur Erreichung des in Absatz 1 aufgezeigten Zwecks haben die Gesundheitsämter mit den Ärzten, den psychiatrischen Krankenhäusern, den Trägern der Sozial- und Jugendhilfe, den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und allen anderen öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Organisationen, Einrichtungen und Stellen, die vorsorgende, begleitende und nachsorgende Hilfen gewähren, eng zusammenzuarbeiten.

(3) Die Hilfen ergeben sich insbesondere aus den Bestimmungen des Sozialgesetzbuchs.
gefunden: http://by.juris.de/by/UbrgG_BY_1992_rahmen.htm

noch was dazu:

http://de.wikipedia.org/wiki/Verdursten

Zitat:
...Der tägliche Wasserbedarf eines Menschen liegt - je nach Umgebungstemperatur und körperlicher Aktivität - bei mindestens 1-2 Litern. Ab einem Wasserverlust des menschlichen Körpers von 0,5 - 3% spürt der Betroffene Durst. Ab 10% kommt es zu Sprachstörungen und unsicherem Gang. Innerhalb von nur 3 - 4 Tagen tritt in der Regel der Tod durch Dehydratation ein...
Noch eine Bemerkung dazu:

Auch wenn das obige Gesetz "Gesetz über die Unterbringung
psychisch Kranker und deren Betreuung
(Unterbringungsgesetz - UnterbrG)" heißt, so ist es in der Regel kein Problem auch einen nicht psychisch Kranken danach einzuweisen. Es braucht lediglich die verbindliche Aussage oder ein Attest eines Facharztes für Neurologie und Psychiatrie (im Notfall auch eines Allgemeinmediziners), um jemanden wie Rüdiger S. zumindest eine vorübergehende psychische Störung zu unterstellen. Damit wäre einer befristeten Unterbringung von wenigen Tagen Genüge getan und dann entscheiden die behandelnden Ärzte in Zusammenarbeit mit dem Vormundschaftsgericht über die weitere Unterbringung oder die Entlassung, wenn keine Gefahr und "psychische Störung" mehr gegeben ist.
 
Alt 22.12.2006, 14:16   #60
Urviech
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Zitat:
Auch wenn das obige Gesetz "Gesetz über die Unterbringung
psychisch Kranker und deren Betreuung
(Unterbringungsgesetz - UnterbrG)" heißt, so ist es in der Regel kein Problem auch einen nicht psychisch Kranken danach einzuweisen. Es braucht lediglich die verbindliche Aussage oder ein Attest eines Facharztes für Neurologie und Psychiatrie (im Notfall auch eines Allgemeinmediziners), um jemanden wie Rüdiger S. zumindest eine vorübergehende psychische Störung zu unterstellen. Damit wäre einer befristeten Unterbringung von wenigen Tagen Genüge getan und dann entscheiden die behandelnden Ärzte in Zusammenarbeit mit dem Vormundschaftsgericht über die weitere Unterbringung oder die Entlassung, wenn keine Gefahr und "psychische Störung" mehr gegeben ist.
Sowas könnte aber u. U. auch Tom passieren, obwohl er eher dazu getrieben wurde (Geschichte müsste hier jedem bekannt sein).
 
Alt 22.12.2006, 15:19   #61
hjgraf
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Zitat von Urviech
Zitat:
Auch wenn das obige Gesetz "Gesetz über die Unterbringung
psychisch Kranker und deren Betreuung
(Unterbringungsgesetz - UnterbrG)" heißt, so ist es in der Regel kein Problem auch einen nicht psychisch Kranken danach einzuweisen. Es braucht lediglich die verbindliche Aussage oder ein Attest eines Facharztes für Neurologie und Psychiatrie (im Notfall auch eines Allgemeinmediziners), um jemanden wie Rüdiger S. zumindest eine vorübergehende psychische Störung zu unterstellen. Damit wäre einer befristeten Unterbringung von wenigen Tagen Genüge getan und dann entscheiden die behandelnden Ärzte in Zusammenarbeit mit dem Vormundschaftsgericht über die weitere Unterbringung oder die Entlassung, wenn keine Gefahr und "psychische Störung" mehr gegeben ist.
Sowas könnte aber u. U. auch Tom passieren, obwohl er eher dazu getrieben wurde (Geschichte müsste hier jedem bekannt sein).
Das ist nur bedingt richtig. Entscheidend ist, meiner Erfahrung nach, dass die Selbst- oder Fremdgefährdung gegeben ist. Bei einem Suizidversuch z. B. ist sie ja grundsätzlich gegeben (Selbstgefährdung) bzw. wird unterstellt. Es ist auch noch ein Unterschied zwischen der Zwangseinweisung für lebensrettende Maßnahmen und einer Unterbringung über längere Zeit. So ist die Unterbringung durch gerichtlichen Eil-Beschluss (einstweilige Anordnung) im Rahmen der freiwilligen Gerichtsbarkeit zuerst auf maximal 6 Wochen befristet ohne fachärztliches Gutachten.

Die Zwangseinweisung kann z. B. außerhalb der Bürozeiten auch durch die Polizei verfügt werden:

Zitat:
Eine Zwangseinweisung ist die behördlich angeordnete und angewiesene Unterbringung eines Hilfsbedürftigen in eine psychiatrische Anstalt. Die Einweisung setzt eine amtsärztliche Untersuchung und ein ärztliches Zeugnis der Ordnungsbehörde (Gesundheitsamt) voraus. Außerhalb der Bürozeiten besteht nach den Polizeigesetzen der Bundesländer die Möglichkeit, dass die Polizei über die Zwangseinweisung entscheidet.

Zwangseinweisungen werden vom Amtsgericht (Vormundschaftsgericht) auf Rechtmäßigkeit überprüft. Die Unterbringung des Kranken ist seitens eines Richters spätestens am Tag nach der Aufnahme ins Krankenhaus zu genehmigen (Art. 104 GG). Das Krankenhauspersonal hat das Recht, den Patienten solange gegen seinen Willen festzuhalten, sofern die Voraussetzungen Unterbringung (nach § 1906 BGB oder dem Psychisch-Kranken-Gesetz des jeweiligen Bundeslandes) gegeben sind.
auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangseinweisung

Bei akuter Lebensgefahr wird es wohl zur "Zwangseinweisung" kommen, denke ich bei Rüdiger S. Hierbei wird dann wohl amtsärztlich die Selbstgefährdung bescheinigt oder durch die Polizei begründet und er wird evtl. zwangsernährt werden.

Bei Tom kann es das nicht, da er sich ja bereits in freiwilliger Behandlung seiner psychischen und physischen Problematik befindet, es sich bei ihm nicht um "Geisteskrankheiten" handelt, sondern um "erhebliche seelische Störungen und Belastungen", und bei ihm noch keine Tendenzen der Selbstgefährdung bekannt sind.

Es ist nicht mehr so leicht, wie z. B. bei meiner Ausbildung zum Krankenpfleger in den 80er Jahren, einen Menschen vormundschaftsrechtlich außer Gefecht zu setzen. Damals haben wir geschlossen die Verwaltungsarbeit (Formulare ausfüllen, Konsilanträge erstellen usw. ) verweigert, weil einer unserer altersdepressiven Patienten von seinen Angehörigen entmündigt werden sollte (er hatte sehr viel Erspartes!), um an sein Geld zu kommen. In diesem Zusammenhang haben dann die Ärzte sämtliche Arbeiten erledigen müssen, was sie auch taten. Denn ein sehr guter Freund der Angehörigen war leitender Oberarzt unseres psychiatrischen Abteilung. Eine Altersdepression allein ist noch kein Grund jemanden zu entmündigen. So konnten wir zwar die Entmündigung verhindern solange er bei uns war. Was danach passierte erfuhren wir nicht mehr.
 
Alt 22.12.2006, 15:39   #62
Urviech
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Du schreibst zwar zu Recht von Gesetzen oder Anordnungen, aber das größere Problem sind meist die Psychiater und Psychologen.

Mir oder uns ist klar, das weder Rüdiger noch Tom irgendwelche Absichten zum suizid haben.

ALLERDINGS, wenn einer dieser Psychofuzzis irgendwie in eine Aussage selbst hineininterpretiert, das eine "gewisse Absicht" bestehen KÖNNTE, dann ist der Schlamassel perfekt. Denn dann liegt es an den "Gefährdeten" selbst, zu beweisen, das sie diese Absicht nicht haben und das wird schwer, denn man glaubt einem "Experten" mehr.

Tom kennen wir alle aus dem Forum hier und keiner glaubt, das er sich etwas antun könnte, ich zumindest schätze ihn als stark genug ein, das er auch weiterkämpft und die Betreuung bestimmt auch bis zuletzt durchzieht.
Ich hoffe und wünsche ihm auch, das er danach endlich wieder ein "normales" Leben führen kann und die ARGE endlich zu seinen Gunsten einlenkt.

Rüdiger kenne ich nicht, aber auch er scheint stark und nicht gerade "gefährdet" zu sein.

Wie schon geschrieben, es sind die "Experten" die irgendetwas hineininterpretieren KÖNNTEN und was solche Experten anrichten können, las man ja in den letzten Wochen, Monaten und Jahren.
 
Alt 22.12.2006, 15:45   #63
Martin Behrsing
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so nehmt mal die Spekulationen weg. Es gibt mittlerweise längst eine Entscheidung des Bundesverfaassungsgericht. Danach ist eine Einweisung überall, ähnlich schwer, wie in NRW und dort ist es fast unkmöglich, jemand gegen seinen Willen zu behandeln.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 22.12.2006, 15:48   #64
Urviech
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Zitat von Martin Behrsing
so nehmt mal die Spekulationen weg. Es gibt mittlerweise längst eine Entscheidung des Bundesverfaassungsgericht. Danach ist eine Einweisung überall, ähnlich schwer, wie in NRW und dort ist es fast unkmöglich, jemand gegen seinen Willen zu behandeln.
Du vergisst, das Nürnberg in Bayern ist und da ticken die Uhren manchmal anders. ;)
 
Alt 22.12.2006, 16:42   #65
hjgraf
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Zitat von Urviech
Du schreibst zwar zu Recht von Gesetzen oder Anordnungen, aber das größere Problem sind meist die Psychiater und Psychologen.

Mir oder uns ist klar, das weder Rüdiger noch Tom irgendwelche Absichten zum suizid haben.

ALLERDINGS, wenn einer dieser Psychofuzzis irgendwie in eine Aussage selbst hineininterpretiert, das eine "gewisse Absicht" bestehen KÖNNTE, dann ist der Schlamassel perfekt. Denn dann liegt es an den "Gefährdeten" selbst, zu beweisen, das sie diese Absicht nicht haben und das wird schwer, denn man glaubt einem "Experten" mehr.

Tom kennen wir alle aus dem Forum hier und keiner glaubt, das er sich etwas antun könnte, ich zumindest schätze ihn als stark genug ein, das er auch weiterkämpft und die Betreuung bestimmt auch bis zuletzt durchzieht.
Ich hoffe und wünsche ihm auch, das er danach endlich wieder ein "normales" Leben führen kann und die ARGE endlich zu seinen Gunsten einlenkt.

Rüdiger kenne ich nicht, aber auch er scheint stark und nicht gerade "gefährdet" zu sein.

Wie schon geschrieben, es sind die "Experten" die irgendetwas hineininterpretieren KÖNNTEN und was solche Experten anrichten können, las man ja in den letzten Wochen, Monaten und Jahren.
Zitat:
aber das größere Problem sind meist die Psychiater und Psychologen.
Darüber gäbe es sehr viel zu reden und nachzudenken. Aber, weißt Du, ich wollte eigentlich keine große Diskussion darüber auslösen, nur die, in einem Post vor meinem ersten, erfragten gesetzlichen Grundlagen hier reinstellen, die evtl. Auswirkungen haben könnten. Will Dich aber auch keineswegs "abwürgen". Wenn Du noch Fragen hast, oder ähnliches, schreib mir doch einfach per PN.
 
Alt 23.12.2006, 14:35   #66
JoeMilano->Emailproblem
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JoeMilano
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Hallo Leute,

DerStress ist hier momentan sehr groß, deshalb hab ich nicht gleich geantwortet. Doch ihr liegt hier vielleicht gesetzlich richtig, aber politisch falsch.

Wie auf www.milanstation.de geschrieben wurde, hat Bernd nicht nur die Beendigung seiner Hungerstreik-Unterbrechung angekündigt, sondern sich direkt an den sozialpsychatrischen Dienst gewandt.

Er macht deutlich, das ein Hungerstreik eine ganz andere Dimension entspricht.
Es ist der eigene politische Wille, der einen Hungerstreik motiviert und das kann der Staat niemanden verweigern. Es ist eine die Würde(Artikel1) erhaltende oder widerherstellende Maßnahme des Individuums, das als Gegengewicht zum Gewaltmonopol des Staates zu sehen ist.

Durch seine Solidarisierung hat er nun gezeigt, das es keine Rolle mehr spielt, ob der Staat nun Rüdiger sterben läßt oder einweist.
DerKampf geht unvermindert weiter.
Und er deutet auch noch an, das strategisch weitere Hungerstreiker aktiviert werden können.

Ihr lasst euch von den Zwangsandrohungen des Staates vom eigentlichen Handeln abbringen.
DerSouverän ist der der Bürger beziehungsweise die Gesammtheit der Bürger, das Volk und nicht der Staat.

Die Hungerstreiker können nur unterstützt werden durch parallele Aktionen wie z.B. auch der Vermittlungsversuch.

Aber es geht weiter. Deshalb ist es gut wenn ein paar sich durchaus schlau machen, wieviele renitente Widerständler, weil sie nicht so eiserne Kämpfer der Gewaltfreiheit sind, mittlerweile in der Klappse hängen und/oder dicht gemacht werden durch Medikamente. Deshalb ist es gut , wenn ihr euch gute Argumente und Aktionen ausdenkt, um der Öffentlichkeit vorzuführen wie das eigentlich sinnvolle Instument nicht nur Leuten hilft zu überleben, sondern zu politischem Zweck mißbraucht wird.

Es muß aber noch mehr passiern. Bernd hat etwas unternommen. Er hat seinen Hungerstreik ins öffentliche Bewußtsein gerufen und sich solidarisiert. Wäre es organiserbar, das auf anderen Websites auch sich Menschen outen, die einen Hungerstreik unter bestimmten Umständen androhen, würde dieses Instrument Stück für Stück die Macht bekommen, die wir brauchen, um zumindest kurzfristig Berlin zu zwingen, das Nachfolge-Gesetz von Hartz4 außer Kraft zu setzen.

Nur wenn wir das erreichen, können wir auch aus den anstoßenden Aktionen:
Bernds Hungerstreik Frühjahr 2005
Jörg Rogals Hungerstreik
und jetzt Rüder Steinbecks Hungerstreik
und wiederum Bernds bisher angedrohte Fortsetzung

eine Bewegung schmieden die viele erreicht.

So jedenfalls meine Einschätzung.

JoeMilano
JoeMilano ist offline  
Alt 23.12.2006, 15:14   #67
Ludwigsburg
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Zitat von JoeMilano
Hallo Leute,

DerStress ist hier momentan sehr groß, deshalb hab ich nicht gleich geantwortet. Doch ihr liegt hier vielleicht gesetzlich richtig, aber politisch falsch.

Wie auf www.milanstation.de geschrieben wurde, hat Bernd nicht nur die Beendigung seiner Hungerstreik-Unterbrechung angekündigt, sondern sich direkt an den sozialpsychatrischen Dienst gewandt.

Er macht deutlich, das ein Hungerstreik eine ganz andere Dimension entspricht.
Es ist der eigene politische Wille, der einen Hungerstreik motiviert und das kann der Staat niemanden verweigern. Es ist eine die Würde(Artikel1) erhaltende oder widerherstellende Maßnahme des Individuums, das als Gegengewicht zum Gewaltmonopol des Staates zu sehen ist.

Durch seine Solidarisierung hat er nun gezeigt, das es keine Rolle mehr spielt, ob der Staat nun Rüdiger sterben läßt oder einweist.
DerKampf geht unvermindert weiter.
Und er deutet auch noch an, das strategisch weitere Hungerstreiker aktiviert werden können.

Ihr lasst euch von den Zwangsandrohungen des Staates vom eigentlichen Handeln abbringen.
DerSouverän ist der der Bürger beziehungsweise die Gesammtheit der Bürger, das Volk und nicht der Staat.

Die Hungerstreiker können nur unterstützt werden durch parallele Aktionen wie z.B. auch der Vermittlungsversuch.

Aber es geht weiter. Deshalb ist es gut wenn ein paar sich durchaus schlau machen, wieviele renitente Widerständler, weil sie nicht so eiserne Kämpfer der Gewaltfreiheit sind, mittlerweile in der Klappse hängen und/oder dicht gemacht werden durch Medikamente. Deshalb ist es gut , wenn ihr euch gute Argumente und Aktionen ausdenkt, um der Öffentlichkeit vorzuführen wie das eigentlich sinnvolle Instument nicht nur Leuten hilft zu überleben, sondern zu politischem Zweck mißbraucht wird.

Es muß aber noch mehr passiern. Bernd hat etwas unternommen. Er hat seinen Hungerstreik ins öffentliche Bewußtsein gerufen und sich solidarisiert. Wäre es organiserbar, das auf anderen Websites auch sich Menschen outen, die einen Hungerstreik unter bestimmten Umständen androhen, würde dieses Instrument Stück für Stück die Macht bekommen, die wir brauchen, um zumindest kurzfristig Berlin zu zwingen, das Nachfolge-Gesetz von Hartz4 außer Kraft zu setzen.

Nur wenn wir das erreichen, können wir auch aus den anstoßenden Aktionen:
Bernds Hungerstreik Frühjahr 2005
Jörg Rogals Hungerstreik
und jetzt Rüder Steinbecks Hungerstreik
und wiederum Bernds bisher angedrohte Fortsetzung

eine Bewegung schmieden die viele erreicht.

So jedenfalls meine Einschätzung.

JoeMilano
Was nun eine Diskussion darüber auslösen muß, ob ein Hungerstreik sinnvoll ist und man damit etwas bewegen kann oder nicht: ich sage nein... denn...

Fortsetzung folgt nach Weihnachten!

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 23.12.2006, 17:14   #68
JoeMilano->Emailproblem
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JoeMilano
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Zitat von Ludwigsburg
Was nun eine Diskussion darüber auslösen muß, ob ein Hungerstreik sinnvoll ist und man damit etwas bewegen kann oder nicht: ich sage nein... denn...
Dann solltest du vielleicht mal auf die milanstation schauen und ich sage: Ja, damit können wir dann etwas erreichen, wenn wir es auf unsere gesellschaftliche Situation anpassen!
Der Staat(die regierenden insbesondere) muß lernen, das wir Individuen mit Würde sind und nicht handhabbares Kanonenfutter eines globalen Wirtschaftskrieges.
Bernd meldet einen kleinen Erfolg :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch:

Weihnachten ist erstmal gerettet.

JoeMilano
PS: Natürlich ist die Arbeit der Vermittler dabei nicht zu unterschätzen.
JoeMilano ist offline  
Alt 23.12.2006, 21:25   #69
Ludwigsburg
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Zitat von JoeMilano
Zitat von Ludwigsburg
Was nun eine Diskussion darüber auslösen muß, ob ein Hungerstreik sinnvoll ist und man damit etwas bewegen kann oder nicht: ich sage nein... denn...
Dann solltest du vielleicht mal auf die milanstation schauen und ich sage: Ja, damit können wir dann etwas erreichen, wenn wir es auf unsere gesellschaftliche Situation anpassen!
Der Staat(die regierenden insbesondere) muß lernen, das wir Individuen mit Würde sind und nicht handhabbares Kanonenfutter eines globalen Wirtschaftskrieges.
Bernd meldet einen kleinen Erfolg :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch:

Weihnachten ist erstmal gerettet.

JoeMilano
PS: Natürlich ist die Arbeit der Vermittler dabei nicht zu unterschätzen.
Erreicht ist erstmal nur, daß die akute Lebensgefahr beseitigt ist... darüber bin ich sehr froh.

Daß der Hungerstreik das Risiko wert war werd ich dann zugeben, wenn tatsächlich seine Forderungen erfüllt werden... und daran glaube ich (noch) nicht.

Warten wirs ab...
die Gefahr für ihn ist zwar etwas gebannt, aber wer weiß, was wird, wenn es länger und länger dauert...

wird ihm nachgegeben, werden es die nächsten versuchen...

und dann könne sie Harz IV gleich einstampfen, wenn das Schule macht.

Deshalb fürchte ich, werden sie auf dem Verkauf bestehen...

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 24.12.2006, 23:53   #70
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JoeMilano
Standard

Wenn Gandhi es schaffte mit Gewaltfreien Aktionen ein Imperium aus Indien zu vertreiben, dann mutet es lächerlich an, Hartz4 zu kippen.

Allerdings hat er seine Leute zu Satyagrahi ausgebildet und das steht bei uns noch aus.
So erklärt es mir Bernd. Der gewaltfreie Kampf ist etwas, was zum Konzept der sozialen Verteidigung passt, ja sogar eines der wichtigsten Elemente ist.

Und das diese Mittel immer wieder wirken, zeigten vor nicht allzulanger Zeit Menschen, denen wir zu verdanken haben, das es nur noch ein Deutschland gibt.

Den Erfolg dieser Menschen schmieren sich andere auf die Fahnen, wie Genscher, Kohl und Konsorten.

Daher bin ich an manchen Stellen ebenso skeptisch wie @Ludwigsburg aber ich habe neue Hoffnung bekommen.

Eins will ich aber noch los werden, bin ja noch nicht solange hier und Bernd hat mich erst auf eure Seite aufmerksam gemacht und quasi zum eigenständigen Vertreter seiner Sache hier.

Das Milanstation-Team dankt euch für euren Einsatz und das es dieses Forum und den Verein gibt. Weiter so!
Und frohe Weihnacht!

JoeMilano
Nachtrag: Ich prophezeie mal: Die Praxis Häuser zu verwerten, wird in absehbarer Zeit radikal eingeschränkt werden.
Die Praxis per Zwang, also durch Entzug des Existenzminimums, Menschen in Scheinarbeitsverhältnisse zu stecken, wird in absehbarer Zeit beendet werden.
Warum?
Weil wir alle dafür sorgen werden! :mrgreen:
JoeMilano ist offline  
Alt 26.12.2006, 13:03   #71
Zita
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Zita Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Rüdiger

Es ist richtig! Zita ist in der Nähe. Trauriges Kapitel der Ämter und des Jobcenters.
Wir haben Kontakt zu Rüdiger und werden seinem Willen entsprechend alle Bürger und Bürgerinnen innerhalb des Landkreises informieren. Ob sie es hören wollen oder nicht!
Kann mir nach eigenen Problemen sehr gut vorstellen, dass es schwierig ist, dem Jobcenter irgendwelche Entscheidungen zu entlocken!
Hier aber einige wichtige Mail-Adressen, die Ihr gerne mit Protesten bedenken dürft.
Wir, meine Familie haben bereits den Landrat Herrn Reuter, den Harzkurier / Zeitung in unserem Lande, die nach eigenen Angaben neutral berichtet/ informiert.
Für die Wohnstätte von Rüdiger wäre noch die Samtgemeinde Walkenried zuständig. Auch der Samtbürgermeister sollte informiert werden. Also hier die Kontaktmöglichkeit über Homepage: www.harzkurier.de/kontakt.php Mail über: uhlenhaut@walkenried.de www.landrat-reuter.de
Zita ist offline  
Alt 29.12.2006, 18:47   #72
Zita
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Zita Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Information zu Rüdiger

Hallo,

es wurden alle Möglichkeiten der Öffentlichkeit ( Zeitung, Fernsehen, Politiker, Landrat, Samtgemeindebürdermeister, Kirche) genutzt.
Es wurde bereits in der hiesigen Zeitung ein Artikel gebracht. Allerdings sehr freundlich gegenüber den Jobcenter. Die Gesetzgebung muss eingehalten werden!!!!
Gestern war eine Reportage im Fernsehen Niedersachsen. Außer einer Stellungnahme, bei dem die Reporterin den Eindruck erweckte, als wenn Rüdiger seinen Hunderstreik nur angab und nicht durchführt. Jedenfalls habe ich es so aufgenommen und Bekannte in einem anderen Bundesland bestätigten es ebenso. In dieser Reportage sagte der stellvertretende Landrat in etwa folgendes: Herr Steinbeck sieht sich als Robin Hood, der die Hartz4 Empfänger retten will. :|
Ich empfinde den Artikel der Zeitung und vor allem das Gespräch von dem stellv. Landrat mit dem Besuch des phy. Dienstes als Abwertung in bischen verrückt .............! Hoffe allerdings, dass Rüdiger seinen Hungerstreik einstellt, sobald eine Verhandlung mit dem Jobcenter begonnen hat. :daumen:
Zita ist offline  
Alt 29.12.2006, 21:10   #73
Ludwigsburg
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Beiträge: n/a
Standard Re: Information zu Rüdiger

Zitat von Zita
Hallo,

es wurden alle Möglichkeiten der Öffentlichkeit ( Zeitung, Fernsehen, Politiker, Landrat, Samtgemeindebürdermeister, Kirche) genutzt.
Es wurde bereits in der hiesigen Zeitung ein Artikel gebracht. Allerdings sehr freundlich gegenüber den Jobcenter. Die Gesetzgebung muss eingehalten werden!!!!
Gestern war eine Reportage im Fernsehen Niedersachsen. Außer einer Stellungnahme, bei dem die Reporterin den Eindruck erweckte, als wenn Rüdiger seinen Hunderstreik nur angab und nicht durchführt. Jedenfalls habe ich es so aufgenommen und Bekannte in einem anderen Bundesland bestätigten es ebenso. In dieser Reportage sagte der stellvertretende Landrat in etwa folgendes: Herr Steinbeck sieht sich als Robin Hood, der die Hartz4 Empfänger retten will. :|
Ich empfinde den Artikel der Zeitung und vor allem das Gespräch von dem stellv. Landrat mit dem Besuch des phy. Dienstes als Abwertung in bischen verrückt .............! Hoffe allerdings, dass Rüdiger seinen Hungerstreik einstellt, sobald eine Verhandlung mit dem Jobcenter begonnen hat. :daumen:
Denke nicht, daß er den Hungerstreik einstellt... denn damit hätte die ARGE ja gewonnen!

Wird er ärztlich betreut?

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 29.12.2006, 22:55   #74
JoeMilano->Emailproblem
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Registriert seit: 06.10.2006
Beiträge: 22
JoeMilano
Standard

Leute,
haben wir wirklich genug getan? In drei Tagen wird Bernd soweit ich das Einschätze ebenfalls in den Hungerstreik treten.
Seine Rechnung ist einfach so: Wenn alle paar Tage einer dazu kommt oder jeden Tag und die anderen das immerwieder in die Medien bringen, dann kann das nicht weiter als Verücktheit angesehen werden.

Wir müssen doch irgendwas tun!

JoeMilano
JoeMilano ist offline  
Alt 29.12.2006, 22:56   #75
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