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Start > > -> Pressemeldung - 28.11.05 - NDR Ein-Euro-Jobber missbraucht??

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Alt 28.11.2005, 14:02   #1
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Pressemeldung - 28.11.05 - NDR Ein-Euro-Jobber missbraucht??

Zitat:
Werden beim NDR Ein-Euro-Jobber missbraucht und ausgenutzt?

Erwerbslosen Forum Deutschland empfiehlt den Betroffenen ihr Gehalt einzuklagen.

Bonn. Dem Erwerbslosen Forum Deutschland liegen Informationen vor, wonach die beim NDR eingesetzten Ein-Euro-Jobber reguläre Arbeitskräfte anlernen mussten. Nicht ganz durchsich-tig sind die Verträge der Hamburger Arbeit Beschäftigungsgesellschaft (HAB), die mit den Ein-Euro-Jobbern geschlossen wurden. Diese sollen nachträglich in Praktikumsverträge umge-wandelt worden sein. Für das Erwerbslosen Forum Deutschland stellt sich die Frage, ob hier eventuell die Aufforderung der Hamburger Bürgerschaft vom 10.11.2005 umgangen worden ist. Demnach wurde die HAB aufgefordert, die Kooperation mit dem NDR umgehend einzustellen, da diese Tätigkeiten nicht zusätzlich seien. Das Erwerbslosen Forum Deutschland würde in diesem Fall allen Betroffen raten, nachträglich volles Gehalt beim NDR, sowie von der HAB einzuklagen.

Betroffene Ein-Euro-Jobber, die beim NDR eingesetzt werden, um die Anträge auf GEZ-Befreiung zu bearbeiten wandten sich in den letzten Tagen an das Erwerbslosen Forum Deutschland, da der Arbeitsdruck beim NDR anscheinend zugenommen haben soll. Anfäng-lich sei man bei einem Ein-Euro-Jobber mit einer täglichen Bearbeitung von 50 Anträgen zufrieden gewesen. In den letzten Wochen würde allerdings Druck gemacht, um eine tägli-che Bearbeitung von 80-150 Anträgen zu erreichen. Weiterhin wurde berichtet, dass die zu 1,50 EUR eingesetzten Kräfte angeblich reguläre Aushilfskräfte anlernen mussten, die jetzt zusammen mit den Ein-Euro-Jobbern dieselbe Tätigkeit ausübten. „Wenn dies so den Tatsa-chen entspricht, wäre das ein Skandal ungeheuerlichen Ausmaßes“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland. „Überhaupt ist für uns völlig unverständlich, warum immer noch diese Ein-Euro-Jobber beim NDR tätig sind. Die Hamburger Bürgerschaft hatte am 10.11.2005 die HAB aufgefordert, die Kooperation mit dem NDR zu beenden, da die Tätigkeiten nicht zusätzlich seien“, so Behrsing in Bonn. Ebenfalls wurde dem Erwerbslo-sen Forum Deutschland berichtet, dass die ursprünglichen Verträge der Maßnahmeteilneh-mer nachträglich in sog. Praktikumsverträge umgewandelt wurden. Die Initiative erwartet Antworten, zu welchem Zweck die Verträge umgewandelt wurden, denn dieses könnte unter anderem ein Hinweis sein, dass damit die geforderte Zusätzlichkeit umgangen wurde. „Wir bitten hier um umfassende Aufklärung und Information. Sollten sich diese Dinge als wahr herausstellen, hätte unseres Erachtens alle Maßnahmeteilnehmer gute Chancen, dass sie nachträglich entweder vom NDR oder vom HAB - Gehälter für die Dauer der Maßnahme ein-klagen können“, so Martin Behrsing.

Ebenfalls wandten sich an das Erwerbslosen Forum Deutschland Hamburger Hartz-IV-Empfänger, die an einem Projekt der ARGE Hamburg und der Rackow Schule als Bildungs-träger teilnehmen, dessen Ziel es sein soll, über 50jährige Hartz-IV-Empfänger wieder in das Arbeitsleben zu integrieren. Dabei soll deren Aufgabe sein, als Mentoren und Berater den Hamburger Schülern zu helfen, damit jene eine Ausbildungsstelle/Arbeitsstelle auf dem ers-ten Arbeitsmarkt finden. Die über 50jährigen Berater selbst erhalten weder Fahrtkosten noch irgendeine Aufwandentschädigung. Dies bedeutet für sie, dass sie von ihrem Regelsatz zu-sätzlich noch 79 EUR für eine Monatsfahrkarte aufbringen müssen. Der Bildungsträger soll über keine Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern für die über 50jährigen verfügen. Dieser setzt darauf, dass die Maßnahmeteilnehmer durch ihre Beratungstätigkeiten zwangsläufig selbst Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern für Jugendliche herstellen müssen. Ein Effekt könnte sein, dass dadurch als Abfallprodukt auch für die über 50jährigen Berater sich zufällig eine Stelle ergeben könnte. Neben zahlreichen schriftlichen Protestnoten der Maßnahmeteil-nehmer an die Hamburger ARGE sind schon erste Klagen beim Sozialgericht eingereicht worden. Von Seiten der Arbeitsverwaltung gab es bisher keine Antworten. „Die Kreativität der Hamburger Bildungsträger und der Arbeitsverwaltung scheint wohl grenzenlos zu sein, wenn es darum geht, die Integrationsmittel zu verschwenden. Schlimmer kann man Arbeits-losen nicht die eigene Unfähigkeit vorführen. Nur dass die betroffenen Menschen hier keine andere Wahl haben, da sonst unweigerlich Sanktionen drohen, wenn sie diese sinnlose Be-schäftigungstherapie nicht mitmachen. Dass Mut- und Hoffnungslosigkeit bei den Älteren Menschen übrig bleibt, wird dabei wohl bewusst in Kauf genommen, denn zumindest für 6 Monate werden diese Menschen nicht in den Statistiken geführt, was wiederum als ein Erfolg für die Arbeitsverwaltung gilt“, so Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland. Für das Erwerbslosenforum Deutschland stellt sich die Frage, wer eigentlich die Arbeitsver-waltung in Hamburg kontrolliert. Deshalb wendet sich die Initiative an Abgeordnete der Links-fraktion, um eine Anfrage im Bundestag zu stellen und das zuständige Bundesministerium zu einer Antwort zu bewegen.

Weitere Infos erhalten Sie unter: http://www.erwerbslosenforum.de

Pressekontakt

Erwerbslosen Forum Deutschland
Martin Behrsing
Schickgasse 3
53117 Bonn Ruf: 0228 2495594
Mobil: 0160 99278357
Fax: 01805 039000 3946
redaktion@erwerbslosenforum.de
http://www.erwerbslosenforum.de
Das PDF findet ihr hier : >>>> PDF-File <<<<
 
Alt 28.11.2005, 14:50   #2
bschlimme
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

super!
Auf eine Antwort wär ich gespannt
 
Alt 30.11.2005, 08:48   #3
Martin Behrsing
Redaktion
 
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Standard

Zitat:
Ausbeutung ohne Lohn

NDR beschäftigt illegal Ein-Euro-Jobber für GEZ-Antragsbearbeitung

Das Erwerbslosenforum Deutschland hat gefordert, daß die in Hamburg beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) eingesetzten Ein-Euro-Jobber nachträglich eine feste Einstellung und ein reguläres Gehalt erhalten. Wie berichtet, hatte der NDR Ein-Euro-Jobber eingesetzt, um Anträge für die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) zu bearbeiten. Der Grund: Seit Hartz IV steigen die Anträge auf Gebührenbefreiung sprunghaft, so daß der Rundfunk der Antragsflut kaum noch Herr werden konnte. Nach Bekanntwerden des Falls hatte der NDR die Maßnahme damit verteidigt, daß er die betroffenen Langzeitarbeitslosen nach und nach in ein festes Arbeitsverhältnis überführen wolle. Doch dies geschah nicht, während die betroffenen Erwerbslosen weiterhin für ein bis zwei Euro in der Stunde zwischen 80 und 150 GEZ-Anträge am Tag zu bearbeiten und selbst reguläre Aushilfskräfte einzuarbeiten hatten.
http://www.jungewelt.de/2005/11-30/018.php
Zitat:
EFD empfiehlt Betroffenen Gehalt einzuklagen
28.11.2005
Lässt der NDR Ein-Euro-Jobber
statt regulärer Arbeitskräfte schuften?

Bonn/Hamburg (jour) - Ein-Euro-Jobber werden beim Norddeutschen Rundfunk zum Bearbeiten von GEZ-Befreiungen eingesetzt. Darauf hat jetzt das Erwerbslosen Forum Deutschland (EFD) aufmerksam gemacht. Dem EFD liegen Informationen vor, wonach die in dieser Maßnahme beschäftigten "Arbeitslosen" reguläre Arbeitskräfte anlernen mussten, die jetzt zusammen mit den Ein-Euro-Jobbern dieselbe Tätigkeit ausübten. Mit den Ein-Euro-Jobbern habe die Hamburger Arbeit Beschäftigungsgesellschaft (HAB) "nicht ganz durchsichtige" Verträge abgeschlossen. Zuvor hatte die Hamburger Bürgerschaft die HAB aufgefordert, die Kooperation mit dem NDR umgehend einzustellen, da diese Tätigkeiten nicht zusätzlich seien. Das Erwerbslosen Forum Deutschland rät in diesem Fall den Betroffen, nachträglich volles Gehalt beim NDR oder von der HAB einzuklagen.


http://linkszeitung.de/content/view/4693/51/
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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