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News / Diskussionen / Tagespresse brandheiß, aktuell und neu . . .


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Alt 11.11.2008, 22:07   #76
Emily
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Zitat:
Die Geschichte der Jenischen ist vor allem in der Schweiz ein viel diskutiertes Thema, da dort von den 1920er bis in die 1970er Jahre hinein jenische Kinder durch das „Hilfswerk Kinder der Landstrasse“ zwangsweise von ihren Eltern getrennt wurden, um das Jenische zu bekämpfen und die Leute im Staatssinne zu disziplinieren. „Wer die Landfahrerei wirksam bekämpfen will, muss versuchen, die Gemeinschaft der Fahrenden zu sprengen. Auch wenn das hart klingen mag - er muss der familiären Gemeinschaft ein Ende setzen. Eine andere Lösung gibt es nicht“, schrieb Dr. Alfred Siegfried, der das „Hilfswerk“ von der Gründung 1926 bis zu seiner Pensionierung 1959 leitete. Artikel II (e) der UNO-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes[27] führt seit 1948 die gewaltsame Überführung von Kindern einer Gruppe in eine andere Gruppe als Tatbestand des Völkermordes auf. Auch im schweizerischen Strafgesetzbuch [28] ist die Tat entsprechend der Konvention definiert.
Jenische – Wikipedia

Die Schweizer setzen sich überhaupt anscheinend viel stärker mit Vergangenheit auseinander.

Emily
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Alt 19.11.2008, 04:02   #77
Ehemaliges Heimkind
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Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen Damals in Westdeutschland: "Menschenhandel" und "Arbeitsausbeutung"

Zumindest "Ehemalige Heimkinder" des schleswig-holsteinischen "Landesfürsorgeheim [ Arbeitszwangslager ] Glückstadt" scheinen sich so langsam durchsetzen zu können.

Ich weise hin auf zwei verschiedene diesbetreffende Artikel in den Kieler Nachrichten und im Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag

und meinen Leserkommentar dazu, unter anderen ...

[ Auch Dein Leserkommentar könnte DORT erscheinen. Worauf wartest Du ? ]

Kieler Nachrichten - »Nicht nur im Fürsorgeheim Glückstadt wurden Kinder und Jugendliche gequält - 8000 Akten werden aufgearbeitet« - »Unwürdige "Umerziehung"« ( 17.11.2008 ) @ Unwürdige "Umerziehung" | Kieler Nachrichten - Aus dem Land

und

Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag - »Ein Dunkles Kapitel kommt ans Licht« ( 17.11.2008 ) [ seit dem 19.11.2008 hier zu finden ] @ Ein dunkles Kapitel kommt ans Licht

»Ein dunkles Kapitel in der Geschichte Deutschlands kommt ans Licht

So viel steht fest:

1. ) Die minderjährigen "Schutzbefohlenen" in Glückstadt und hunderten anderen weiteren westdeutschen Heimen und Anstalten ( meistens "Geschlossenen Einrichtungen" ! ) wurden systematisch gezwungen schwere unentlohnte Arbeit zu verrichten in diesen Institutionen des Staates und der Kirchen.

2. ) Das Deutsche Grundgesetz aber verbat "Zwangsarbeit" seit dem 23. Mai 1949.

3. ) Deutschland unterzeichnete am 13.06.1956 das Völkerrechtsabkommen ILO C29, das "Zwangsarbeit" als ein Menschrechtsverbrechen definierte, und Deutschland verpflichtet sich damit innerstaatliche Gesetze zu schaffen mit denen solche Verbrechen geahndet werden konnten und die Täter bestraft werden konnten, und hätten sollen. 4. ) Anscheinend aber wurden während der anschließenden 50 Jahre nach 1956 keine solchen Gesetze in der der Bundesrepublik Deutschland geschaffen.

5. ) "Heimkinder-Zwangsarbeit" ist also nie geandet worden und alle Täter, Nutznießer und Profiteure dieser westdeutschen "Zwangsarbeit" sind straflos davongekommen, und haben ihren unrechtmäßigen Gewinn behalten dürfen, und profitieren immer noch davon.

6. ) Erst im Jahre 2007 wurde das "Menschenhandel" und "Arbeitsausbeutung" Gesetz ( § 233 StGB ) geschaffen, welches am 19.02.2008 in Kraft getreten ist.

7. ) Seither ist nur ein Fall der Ahndung einer solchen Straftat ( mehrer solcher Straftaten begangen zur gleichen Zeit von ein und derselben Person ) in Deutschland bekannt geworden, ein Fall über den man hier nachlesen kann: Prozess um Ausbeutung von Erntehelfern - Augsburger Allgemeine Community . Der vom Augsburger Landgericht schuldig befundene Täter, ein ehemaliger Polizist, wurde für diese seine Verbrechen zu 3 Jahren und 3 Monaten Gefängnis verurteilt, die nicht auf Bewährung ausgesetzt wurden.

8. ) Wie vereinbart der Staat und die Kirchen, die jahrzehntelang diese westdeutschen "Arbeitszwangslager" betrieben haben und unrechtmäßig davon profitiert haben, ethisch und moralisch ihr damaliges Tun und Handeln gegenüber "Ehemaligen Heimkindern", d.h gegenüber den "Heimkinder-Zwangsarbeitern", die sie zu Hundertausenden durch Zwang und Gewalt, und durch Misshandlung und Demütigung und "Arbeitausbeutung" zu ihren "Leibeigenen" gemacht haben?

9. ) Wann wird der Staat, und wann werden die Kirchen diesbetreffend vollständige und lückenlose Rechenschaft ablegen, sich uneingeschränkt und bedingungslos bei ihren Opfern entschuldigen und diese um Verzeihung bitten?

10. ) Wann werden sich die jeweiligen Täter, Täterschaften und Institutionen und ihre Rechtsnachfolger endlich dazu entschließen alle ihre Opfer zu entschädigen und somit ein Maß an Wiedergutmachung für ihre Verbrechen und das absichtliche Schädigen ihrer Opfer zu leisten?

Der Verfasser dieses Leserkommentars, Martin Mitchell, der seit 1964 in Australien lebt, war selbst ein "Ehemaliges Heimkind" in Westdeutschland und als solches ein "Heimkind-Zwangsarbeiter", in den frühen 1960er Jahren, in Freistatt im Wietingsmoor, eine Zweiganstalt der evangelisch-lutherischen v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Seit dem 17. Juni 2003 ist Martin Mitchell der Betreiber der Webseite HEIMKINDER-UEBERLEBENDE.ORG @ www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org «
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Alt 25.11.2008, 03:44   #78
Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen Auf Bundesebene „Ehemalige Heimkinder-Projekt“ in Auftrag gegeben !!!

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags gibt „Ehemalige Heimkinder-Projekt“ in Auftrag !!!

Der „Bundesverband für Erziehungshilfe e. V.“ ( AFET ) gibt bekannt


@ http://www.afet-ev.de/aktuell/AFET_intern/2008/Heimerz_50er.php

[ das Erscheinungsdatum dieser Bekanntgebung im Internet ist Dienstag, 18. November 2008, 14:00 Uhr ]

»Aktuelle Themen

AFET-intern

Heimerziehung der 50/60er Jahre

AFET und DIJuF [Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V.] wurden vom Petitionsausschuss [ des Bundestags ] gebeten, eine Konzeption für ein Projekt zu erstellen. Hintergrund ist, dass seit einigen Jahren Menschen öffentlich auf ihr Leid aufmerksam machen, das ihnen als Fürsorgezöglinge in der Zeit zwischen 1950 und 1970 in Einrichtungen der freiwilligen Erziehungshilfe und Fürsorgeerziehung der Bundesrepublik widerfahren ist. Sie beklagen nachhaltige Schädigung durch die erfahrene körperliche und seelische Grausamkeit, entwürdigende Erziehungsmaßnahmen und Misshandlung, aber auch Renteneinbußen durch Zwang zur Arbeit ohne entsprechende Sozialversicherung.

Aufgrund von Eingaben Ehemaliger an den Petitionsausschuss des Bundestags in 2006 hat sich dieser seitdem intensiv mit dem Thema befasst. Nach mehreren Beratungsterminen, Anhörungen von Betroffenen und Sachverständigen sieht und anerkennt der Petitionsausschuss [ des Bundestags ], dass Kinder und Jugendliche in Erziehungsheimen dieser Zeit Unrecht erlitten haben können und bedauert dies zutiefst.

Im Rahmen seiner Beratungen kam der Petitionsausschuss [ des Bundestags ] zu dem Schluss, dass eine gründliche Aufarbeitung der Problematik mit dem üblichen parlamentarischen Verfahren nicht zu leisten ist. Vor diesem Hintergrund bat er im Juni 2008 die Vorsitzenden von AFET und DIJuF (Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht), Herrn Kröger und Herrn Mörsberger zu einem Berichterstattergespräch. Erörtert wurde eine mögliche Aufarbeitung des Themas im Rahmen eines Projekts.

AFET und DIJuF wurden vom Petitionsausschuss [ des Bundestags ] gebeten, eine Konzeption für ein Projekt zu erstellen, das auf der Basis einer Projektskizze des Petitionsausschusses

a) eine fachlich seriöse und gründliche Aufarbeitung der Geschichte ermöglicht

b) einen ernsthaften und moderierten Austausch zwischen den Betroffenen, Beteiligten und weiteren Fachleuten/Wissenschaftlern ermöglicht

c) dem Petitionsausschuss [ des Bundestags ] Lösungsmöglichkeiten zur Genugtuung der Betroffenen und damit zur Befriedung des Problems vorschlägt.

AFET und DIJuF sind dieser Bitte nachgekommen und haben eine Rahmenkonzeption [ http://www.afet-ev.de/aktuell/AFET_intern/2008/Projektkonzeption.pdf ] für ein solches Projekt erstellt, das sie dem Petitionsausschuss [ des Bundestages ] am 01.08.2008 zusandten.

Parallel zu dieser notwendigen nationalen Aufarbeitung dieses Themas sieht der AFET seine diesbezügliche verbandsinterne Verantwortung.
Seit Ende 2006 befasst er sich mit diesem Thema. Anfang 2008 führte er in Kooperation mit der Uni Koblenz, Herrn Prof. Schrapper, ein Expertengespräch durch, zu dem neben BetroffenenvertreterInnen WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen eingeladen waren.
Die Dokumentation des Gesprächs ist in der Reihe „Koblenzer Schriften“ veröffentlicht und über die Uni Koblenz erhältlich.

Für die geschichtliche Aufarbeitung ist von Bedeutung, dass im AFET zum einen die Leitungsebene der Heime und der örtlichen Jugendämter, der Landesjugendämter und der Wohlfahrtsverbände vertreten war und ist.
Zum anderen war und ist Aufgabe des AFET die Qualifizierung der Fachebene der öffentlichen Erziehung.
Vor diesem Hintergrund muss sich der Verband fragen lassen, ob und in wiefern er Zwang und Gewalt und entwürdigende Erziehungsmaßnahmen in der Erziehung ausreichend intensiv im Rahmen seiner verbandlichen Möglichkeiten thematisiert hat. Dieser Verantwortung stellt sich der AFET indem er die vorhandenen Unterlagen aus dieser Zeit sichtet und bewertet.
Die konkrete Umsetzung von Erkenntnissen und Diskussionsergebnissen in den Praxisalltag lagen und liegen nicht im Aufgaben- und Verantwortungsbereich des AFET. Damit trägt er Verantwortung für Entwicklungen, jedoch keine Verantwortung für konkrete Umsetzungen bzw. für konkretes Fehlverhalten.

Die ersten Ergebnisse der Aufarbeitung seines verbandlichen Einwirkens auf die Praxis zu den genannten Themenbereichen wird der AFET im ersten Quartal 2009 bekannt geben.

Download als PDF-Dokument [ http://www.afet-ev.de/aktuell/AFET_intern/2008/Projektkonzeption.pdf ] «


Desweiteren, siehe auch das Impressum des „Bundesverband für Erziehungshilfe e. V.“ ( AFET ) @ http://www.afet-ev.de/impressum.php

»Impressum

AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e.V.
Osterstraße 27
30159 Hannover
Tel.: 0049 (0)511 / 35 39 91 40
Fax: 0049 (0)511 / 35 39 91 50
E-Mail: info@afet-ev.de

Verantwortlich für den Inhalt:
Cornelie Bauer, Geschäftsführerin
E-Mail: bauer@afet-ev.de

Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Hannover
VR 2573

Steuernummer: 25/206/21022 «
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Alt 25.11.2008, 03:52   #79
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Ausrufezeichen Offizielle Pressemitteilung des "Deutscher Bundestags" re "EHEMALIGE HEIMKINDER" !!!

Damit es von niemandem übersehen werden kann, erlaube ich mir jetzt auch HIER in diesem Thread im Erwerbslosen Forum Deutschland diese offizielle Pressemitteilung des Deutschen Bundestags genau zu reproduzieren, genau so wie sie auf der Webseite des "Deutscher Bundestag" @ http://www.bundestag.de/aktuell/presse/2008/pm_0811207.html erscheint.

Offizielle Pressemitteilung des "Deutscher Bundestags" re "EHEMALIGE HEIMKINDER" !!!

»Pressemitteilung

Datum: 20.11.2008

Bundestagspräsident Lammert bei der öffentlichen Beratung
des Petitionsausschusses zum Thema "Heimkinder"

Zeit: Mittwoch, 26. November 2008, 17 bis 19 Uhr
Ort: Paul-Löbe-Haus, Europasaal 4.900

Zum Thema der Heimunterbringung in den 60er und 70er Jahren führt der Petitionsausschuss am 26. November 2008 eine öffentliche Beratung durch, an der auch Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert und Vizepräsidentin a.D. Dr. Antje Vollmer teilnehmen werden. Auch acht Betroffene des Vereins ehemaliger Heimkinder wurden eingeladen.

Das Parlamentsfernsehen überträgt die Sitzung im Anschluss an die Plenarsitzung im Web-TV und zudem wird sie im Video-on-Demand-Bereich bereitgestellt. Bild- und Tonaufzeichnungen von Dritten sind während der Sitzung nicht gestattet. Medienvertreter können jedoch die Sitzung vom Parlamentsfernsehen mitschneiden lassen. Interessierte Redaktionen wenden sich bitte an Herrn Erwin Ludwig vom Sekretariat des Petitionsausschusses, Tel. 030 227 33845.

Interessierte Zuhörer, die keinen Hausausweis des Bundestages haben, melden sich bitte unter Angabe von Namen und Geburtsdatum beim Sekretariat des Petitionsausschusses, Platz der Republik 1, 11011 Berlin (Tel.: 030 227 35257, Fax: 030 227 36053, E-Mail: vorzimmer.peta@bundestag.de) an. Zum Einlass wird ein gültiger Personalausweis benötigt.

Für Medienvertreter gelten die üblichen Akkreditierungsregelungen des Bundestages.

Herausgeber

Deutscher Bundestag, PuK 1 - Referat Presse - Rundfunk – Fernsehen
Dorotheenstraße 100, 11011 Berlin
Tel.: (030) 227-37171, Fax: (030) 227-36192«

Die gleiche Pressemitteilung des Deutschen Bundestags war auch schon am folgenden Tag nachdem sie offiziell herausgeben worden war, 21.11.2008, auf der Webseite "Emak.org" = "Erwachsene misshandelt als Kinder"@ http://www.emak.org/news/news_index.htm ( die Webseite von der USA-Staatsbürgerin Sieglinde Alexander, die selbst von 1964-1968 [ als Waltraut Jung ] ein "Ehemaliges Heimkind" in dem geschlossenen Mädchenerziehungsheim "Haus Weiher" in Hersbruck, eine Zweiganstalt der evangelisch-lutherischen Rummelsberger Anstalten", gewesen war, und dort misshandelt worden ist ) zu finden - wodurch ich selbst erstmalig am 21.11.2008 auf diese Pressemitteilung des Deutschen Bundestags aufmerksam geworden bin. Sieglinde in Amerika ist also auch immer ganz schön am Ball.

Wie in der oben aufgeführten »Pressemitteilung« erwähnt wird, überträgt das Parlamentsfernsehen die Sitzung im Anschluss an die Plenarsitzung im Web-TV, und zudem wird sie ebenfalls im Video-on-Demand-Bereich bereitgestellt. Die Anweisungen zum "Deutscher Bundestag" "Parlamentsfernsehen" und "Video-on-Demand-Bereich" sind hier zu finden @ http://www.bundestag.de/aktuell/tv/index.html

Hoffe Euch allen hiermit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ehemaliges Heimkind
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Alt 31.01.2009, 07:52   #80
Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen "Unrecht und Leid" ehemaliger Heimkinder anerkannt !

QUELLE: DER TAGESSPIEGEL - Kommentare @ http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Heimkinder;art141,2671624#formular

»»»Heimkinder-Bericht

In aller Härte

Das Schicksal der Heimkinder in Deutschland zwischen 1945 und 1970 wird endlich aufgearbeitet. Endlich gibt es ein offizielles Schuldanerkenntnis gegen den Kindern, deren Rechte bis in die 70er Jahre hinein verletzt wurden.

VON TISSY BRUNS
28.11.2008 0:00 Uhr

Unschwer zu erkennen, dass der Heimkinder-Bericht des Petitionsausschusses ein Kompromiss ist. Der wichtigste Satz steht erst auf Seite 13: "Der Petitionsausschuss sieht und erkennt erlittenes Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen 1945 und 1970 widerfahren ist und bedauert das zutiefst."

An diesem Satz zeigt sich, dass Kompromisse große Taten sein können. Wenn der Bundestag in der nächsten Woche den Bericht annimmt, dann endlich gibt es ein offizielles Schuldanerkenntnis gegenüber den zahllosen Kindern, deren Rechte im Rechtsstaat Bundesrepublik bis in die 70er Jahre verletzt wurden. Deren Menschenwürde ganz und gar nicht unantastbar war, wie es Artikel 1 des Grundgesetzes doch garantiert. Verletzt wurde sie in vielen kirchlichen und staatlichen Einrichtungen, in denen Kinderarbeit, drakonische Strafen, Missbrauch und Entwürdigung von Schutzlosen an der Tagesordnung waren.

Zwei Jahre haben die Abgeordneten an diesem Thema gearbeitet. Das ist eine lange Zeit für die betroffenen Menschen, die über ihr Schicksal jahrzehntelang nicht sprechen konnten. Und der Petitionsbericht ist ja kein Schlusspunkt, sondern nur ein Zwischenergebnis. Denn erst der Runde Tisch, der nun ins Leben gerufen werden soll, wird Vorschläge für Entschädigungen und Wiedergutmachung erarbeiten. Man kann also viel kritisieren an der Art, wie sich die Bundesrepublik den schwarzen Flecken ihrer Geschichte nähert. Aber auch im Kreis der ehemaligen Heimkinder wird die Arbeit der Abgeordneten des Petitionsausschusses zu Recht einhellig anerkannt.

Die Finanzierung des Runden Tisches ist Sache von Bund und Ländern

Diese Parlamentarier haben zugehört, sich in aller Härte konfrontieren lassen mit Zuständen, die im Gedächtnis des Landes seit Ende der 70er verdrängt worden sind: Wie nämlich im aufstrebenden Wirtschaftswunderland Kinder und Jugendliche in Heime gesperrt wurden, deren Makel uneheliche Geburt oder Aufmüpfigkeit waren, kleine und kleinste Abweichungen von dem, was als normal galt. Wie Kindern, die oft nicht wussten, warum sie in ein Heim geraten waren, jahrelang die Briefe ihrer Eltern vorenthalten wurden, wie die Aufsicht gegenüber den Heimen versagt hat und wie eine schwarze Pädagogik weitergeführt wurde, die ihre Legitimation schon vor 1933 verloren hatte. Wie Prügel und Demütigungen das ganze Leben zeichnen können - und umso mehr, wenn darüber ein Schweigeverdikt hängt.

Deshalb muss nun zügig weitergearbeitet werden. Die Finanzierung des Rundes Tisches ist Sache von Bund und Ländern. Die haben damals bei der Heimaufsicht schandbar versagt; sie sollten heute keinen Zuständigkeitsstreit über die Finanzierung führen. Den Satz auf Seite 13 sind wir nicht nur den ehemaligen Heimkindern schuldig, sondern auch unserer Selbstachtung. Die ehemaligen Heimkinder haben spätes Gehör gefunden, weil das Buch eines "Spiegel"-Autors das Schweigen beendet hat, weil sie selbst darum gekämpft, weil Parlamentarier sich ihrer Sache angenommen haben. Das ist: Demokratie.

( Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 28.11.2008 )«««


Und, hierzu, der erste Leserkommentar von Helmut Jacob [ "Ehemaliges Heimkind" / "Misshandeltes Heimkind", körperbehindert und im Rollstuhl von Kindheit an ]

»»»Heimopfer - 29.11.2008 22:55:43 Uhr

Es ist höchste Zeit - die Opfer sterben

Zunächst freuen wir uns natürlich alle sehr, dass - sogar in Anwesenheit des Bundestagspräsidenten und im Bundestags-TV übertragen - eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss statt fand und BT-Vizepräsidentin Antje Vollmer den Vorsitz des Runden Tisches übernehmen will. Aber dies heißt noch gar nichts. Ein typisch deutsches, geflügeltes Wort heißt: Und wenn man nicht mehr weiter weiß, dann bildet man nen Arbeitskreis. Im Gegensatz zur Evangelischen Kirche Deutschlands, deren Diakonie-Präsident immer noch nach einem Vorsitzenden für seine Runde Kaffeetafel sucht, ist der Petitionsschuss schon weiter. Allerdings vermisse ich den geforderten Opferentschädigungsfond, in den Kirche, Staat und damit Steuerzahler einzahlen sollen, um den Opfern wenigstens im Alter das würdevolle Leben zu ermöglichen, das ihnen in ihrer Kindheit und Jugend vorenthalten wurde. Halten wir im Hinterkopf: Viele Biographien wären völlig anders verlaufen, hätten viele Heimkinder und Jugendliche diese Terrorzeit nicht erlebt.

Mir fiel auf, dass selbst von Seiten der Opfer nicht einmal das Wort "Verbrechen" gefallen ist. Wenn selbst sie die Grausamkeiten und Verbrechen, die ihnen angetan wurden, nicht richtig zuordnen können, werden natürlich die Rechtsnachfolger der Einrichtungen, in denen unzweifelhaft Verbrechen stattgefunden haben, sich hüten, ihrerseits den Begriff anzuführen. Und solange die Fakten nicht mit den richtigen Begriffen versehen werden, werden sie verharmlost.

Zusammengefasst: Natürlich sollten wir uns alle freuen, aber dabei noch intensiver an die Arbeit gehen und versuchen, selbst Einfluss auf den Runden Tisch zu nehmen. Damit all die unangenehmen Punkte, über die man gar nicht so gerne sprechen will (aufrichtige Entschuldigung, großzügigere Auslegung des Opferentschädigungsgesetzes, Garantie an die Opfer für einen menschenwürdigen Lebensabend, etc.) auf die Tagesordnung kommen.

Helmut Jacob«««

( Helmut Jacob ist Betreiber von Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim 2006 und Home )

Auch Du kannst Deinen eigenen gut überlegten Leserkommentar DORT, beim TAGESSPIEGEL @ In aller Härte , abgeben !!!
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Alt 31.01.2009, 08:26   #81
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Ausrufezeichen Verhöhnung der „Heimkinder“ seiten Bundesministerin von der Leyen

Verhöhnung der „Heimkinder“ seiten Bundesministerin - Sollen wir uns das jetzt etwa gefallen lassen und uns einfach damit abfinden ?

Re einer neuen „Entgleisung“ von der CDU Fraktionsangehörigen Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Presseerklärung des „Verein Ehemaliger Heimkinder e. V.“ vom 9. Januar 2009

»»» Presseerklärung des Vereins ehemaliger Heimkinder e. V.

Mit Befremden und Empörung nimmt der Verein ehemaliger Heimkinder den Versuch der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zur Kenntnis, die Beschlüsse des Bundestags-Petitionsausschusses ( vom 26. November 2008 ) und des Bundestages ( vom 4. Dezember 2008 ) in unangemessener Weise zu beschneiden.

Anstelle einer umfassenden Aufarbeitung und Wiedergutmachung des auch vom Bundestag anerkannten Unrechts an Heimkindern will Ministerin von der Leyen [ * ] dem bisher geplanten nationalen „Runden Tisch“ lediglich eine „Erörterungs- und Abklärungsfunktion“ zukommen lassen.

Über die Einrichtung eines Entschädigungsfonds soll dabei nicht einmal mehr diskutiert werden, das Ministerium will dies von vorneherein kategorisch ausschließen.

In dem von Frau von der Leyen vorgelegten Konzept ist auch die wichtige Anlauf-und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder nicht mehr vorgesehen.

Erhebliche Abweichungen gegenüber den Beschlüssen des Bundestages gibt es ferner bei der Zusammensetzung des Runden Tisches. Das Ministerium will die Mitglieder des Runden Tisches eigenmächtig berufen. Dem Vernehmen nach sollen ehemalige Heimkinder am Runden Tisch nur durch zwei Vertreter repräsentiert werden. Damit würden wir erneut nicht ernst genommen, sondern an den Rand gedrängt.

Besonders unverständlich ist uns, dass mit der Geschäftsführung des Runden Tisches der „Verein für öffentliche und private Fürsorge“ beauftragt werden soll, und zwar anstelle der vom Bundestag empfohlenen Kinder- und Jugendhilfe Dachorganisation AFET und des Deutschen Instituts für Jugend- und Familienrecht DIJUV. Diese beiden Organisationen haben ein seit langem bekanntes und akzeptiertes Konzept für die Arbeit des Runden Tisches vorgelegt.

In einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Familienministerium, Hermann Kues [ ** ], an den Petitionsausschuss heißt es, der „Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge“ sei besonders geeignet „die bevorstehenden Aufgaben zu übernehmen“, denn er sei „wie kaum ein anderer Verein untrennbar verwoben mit der Geschichte der sozialen Arbeit in Deutschland“. Letzteres ist zwar der Fall, aber u.a. auch auf eine höchst unrühmliche Art: Der Deutsche Verein war in besonderer Weise verstrickt in die pädagogische Theorie und Praxis der Heimerziehung des Nationalsozialismus sowie der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik Deutschland. Erst in den 90er Jahren wurde bekannt, dass sein jahrzehntelang hoch in Ehren gehaltener ehemaliger Vorsitzender, Herr Muthesius, im Dritten Reich als Referent für die zentrale Verwaltung der Jugendkonzentrationslager in Moringen, der Uckermark sowie in Litzmannstadt zuständig war.

Ausgerechnet dieser Verein soll also die Nachkriegsgeschichte der Heimerziehung, die noch von der Nazizeit geprägt und gefärbt war, für die Betroffenen aufarbeiten! Das ist für uns ein Hohn!

Dem Verein ehemaliger Heimkinder fehlt für dieses Vorhaben der Bundesregierung jegliches Verständnis. Und ebenso fehlt uns das Vertrauen, dass der Deutsche Verein im Sinne der Beschlüsse des Bundestages für uns handeln würde.


Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Hans-Siegfried Wiegand
1. Vorsitzender des VEH e.V.
Tel. 070725273
www.veh-ev.org «««


[ Alle, oder die meisten, Medienberichte und Meinungen zu diesem Thema, die bisher im Internet abgegeben worden sind und dort existieren und viele mehr, die sicherlich noch hinzukommen werden, und die der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen eindeutig klar machen und klar machen werden, was die Leute von ihr und ihrer Hartherzigkeit und fortdauernden „Entgleisungen“ denken, können hier gefunden werden

bei Anwendung der Suchbegriffe »»»"Ursula von der Leyen"+"Heimkinder"+"Entschädigung"««« @ GOOGLE.DE-Suchindex [ ein direkter Link zu diesem Thema ! ]

bei Anwendung der Suchbegriffe »»»"Ursula von der Leyen"+"Ehemalige Heimkinder"««« @ YAHOO.DE-Suchindex [ ein direkter Link zu diesem Thema ! ] ]


QUELLE der „Presseerklärung“: 1.) Webseite des „Verein Ehemaliger Heimkinder e. V.“ @ Verein ehemaliger Heimkinder e.V. - Aktuelles und 2.) Webseite „DER PÄRITÄTISCHE GESAMTVERBAND“ @ http://www.der-paritaetische.de/uplo...aerung_VeH.PDF


[ * CDU Fraktionsangehörige, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, die selbst keine gewählte Bundestagsabgeordnete ist, sondern am 25. November 2005 von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu diesem Ministerialposten „berufen“ und „erhoben“ wurde. Man kann sie also auch nicht als „Nicht-Parlamentarerin“ bei der nächsten Bundestagswahl im September 2009 ganz einfach „abwählen“. ]

[ BITTE EBENSO BEACHTEN: CDU Fraktionsangehörige, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen als vorherige niedersächsische Ministerin für Familie, Soziales und Gesundheit war schon während ihrem seinerzeitigen Zuständigkeitsbereich für Niedersachsen dem Thema „Heimkinderopfer“ ebenso verschlossen und hartherzig wie sie heute als Bundesministerin ist; es hat sich also nichts geändert. Ein eingehendes und detailiertes Schreiben, vom 03.12.08.2005, eines Betroffenen – eine persönliche Fürbitte an die Ministerin für die Belange aller „Ehemaligen Heimkinder“ – an sie als Bundesministerin hat diese ebenso nie beantwortet. Siehe den diesbetreffenden Bericht darüber vom 29.08.2006 »Heimkinder warten wieder einmal vergebens.Keine Antwort nach mehr als 9 Monaten !!!« @ Ehemalige Heimkinder .

Das gesagte Fürbitte-Schreiben vom 03.12.2005 ist ebenfalls in diesem Blog aufgeführt: »Mail an Ursula von der Leyen: Bundesregierung Deutschland«

Frau Ministerin Ursula von der Leyen, die insgesamt 10 Jahre in Californien gelebt und dort ihre Universitätsausbildung genossen hat, spricht fließend Englisch; sie hätte also in Deutsch sowohl wie auch Englisch antworten können. Sie hielt es aber nicht für nötig auch nur in Deutsch zu antworten. Shame on her ! She is a disgrace to everything that is decent !

Ich empfehle der CDU Fraktionsangehörigen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, jetzt, dringend das leider bisher nur in englischer Sprache erscheinende Sachbuch »On Apolgy« von dem amerikanischen Autor Aaron Lazare zu studieren und sich in der Vertretung ihres politischen Portfolios und in ihrem diesbetreffenden öffentlichen Auftreten schleunigst dem Rat und den Vorschlägen dieses Professors anzupassen, sowohl wie sich ohne weitere Verzögerung den Empfehlungen des Petitionsausschusses anzupassen. ]

[ ** CDU Fraktionsangehöriger, Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und als solcher ein gewählter Bundestagsabgeordneter ]

[ BITTE EBENSO BEACHTEN: Die Einstellung und Mentalität des CDU Fraktionsangehörigen, Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in der „Heimkinderopfer-Sache“ ist ebenso wohlbekannt, besonders auch aus der öffentlichen Korrepondenz zwischen diesem CDU Fraktionsangehörigen, und einem Betroffenen auf Abgeordnetenwatch.de aus dem Jahre 2007 – Februar / März 2007, wiedergegebenen @ 1960er „Ehemaliges Heimkind“ in Anstalten kirchlicher Trägerschaft, Ausländer deutscher Herkunft, Martin Mitchell, in seinem Fragestellen auf „Abgeordnetenwatch.de“ an den Staatssekretär im Bundesministerium für „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ ]
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Alt 31.01.2009, 09:50   #82
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Ausrufezeichen „Fürsorgeerziehungszöglingjagd“ – Menschenjagd auf „Zöglinge“

„Fürsorgeerziehungszöglingjagd“ – Menschenjagd auf „Zöglinge“ in der Bundesrepublik Deutschland ( ca 1949-1985 ) = "on the hunt for absconded 'wards of the state'" - hunting human beings, escapees from work camps in the Federal Republik of Germany ( ca 1949-1985 )

Schon jemand mal von diesem langen Wort gehört oder gelesen - und sich der Ungeheuerlichkeit dessen dabei bewußt geworden ?

„Fürsorgeerziehungszöglingsjagd“

Besonders für solche eine Jagd geeignet zu sein schien damals ein Brenneke Flintenlaufgeschoß ( hier anzusehen @ 9,3x64 - KJG spitz - Ladungen ( falls der Link hier nicht funktioniert, bitte die URL manuell in die Adresszeile eingeben ! ) ), normalerweise für die Hirschjagd oder die Wildschweinjagd verwendet

Und darüber wie eine solche „Fürsorgeerziehungszöglingsjagd“ damals veranstaltet wurde, ist einzig und allein hier @ »Die Hölle von Glückstadt« – "Fürsorgeerziehung" oder "Freiwillige’ Erziehungshilfe", geprägt von staatlich angeordneter Demütigung, Entwürdigung, Misshandlung und Zwangsarbeit. "Fürsorgezögling" Ferdinand Ellerwald, einer von vielen "Fürsorgezögling ( falls der Link hier nicht funktioniert, bitte die URL manuell in die Adresszeile eingeben ! ) nachzulesen.

Und anscheinend – ziemlich genauen Gerüchten gemäß – wurde damals auch „Kopfgeld“ für das Wiedereinfangen von entlaufenen „Fürsorgeerziehungszöglingen“ gezahlt.

Übrigens, falls Ihr es noch nicht bemerkt habt, wird auf der Informationsseite des ZDF zu der am 25.01.2009 um 18:00 Uhr (MEZ) angesagten Fernseh-Dokumentation - in dem Programm Mona Lisa betitelt »Keine Entschädigung für ehemalige Heimkinder ? – Heimerziehungs-Opfer warten noch auf Gerechtigkeit« @ ZDF.de - Keine Entschädigung für Heimkinder? ( falls der Link hier nicht funktioniert, bitte die URL manuell in die Adresszeile eingeben ! ) ein Foto einer offiziellen Akte gezeigt, einer Akte worin unter der Überschrift „Dienstbetrieb“ „Besondere Vorkommnisse und Entweichungen“ „156 Todesfälle“ und „971 Besondere Vorkommnisse“ notiert sind. Der ZDF weiß sicherlich auch ganz genau auf welche damalige „Anstalt“ / „Institution“ / „Erziehungseinrichtung“ und auf welchen Bundesstaat im damaligen Westdeutschland sich diese Akte bezieht.

Die Frage stellt sich natürlich sofort: Was war die Gesamtzahl der „Todesfälle“ von „Zöglingen“ / „Schutzbefohlenen“ in der gesamten Bundesrepublik Deutschland zwischen 1949 und 1985, “die der ‘Fürsorge’ der Kirchen oder des Staates unterstanden“, und was waren die jeweiligen „Todesursachen“?
In einem anderen Diskussionsforum ist mir deshalb „Berichterstattung im Bildzeitungsstil“ vorgeworfen worden - und ich bin dafür kritisiert worden, daß diese meine „Berichterstattung“ eine „Ungeheuerlichkeit“ / „Verallgemeinerung“ meinerseits sei.

Desweiteren war in den bisherigen Kommentaren und Meinungsäußerungen meiner dortigen Kritiker dort die Rede von „Vormundschaft“, „Pflicht“, „Verantwortung“, „Verantwortlichkeit“, und „Normalität“ aus der Sicht der „Verantwortlichen“, die für die „Fürsorgeerziehungszöglingeverantwortlich waren, und deshalb verpflictet waren hinter ihnen her zu jagen.

Die Tötung mit einem Hirschjagdgewehr, mit dem sich einer der erwachsenen „Wiedereinfänger“ [ der „Miliz“ ] ganz speziell „zum Zwecke des Wiedereinfangenseines jugendlichen Zwangsarbeiters bewaffnet hatte ( und andere Gewehre, mit denen sich andere erwachsene „Wiedereinfänger“ [ der „Miliz“ ] „zum Zwecke des Wiedereinfangensdieses jugendlichen Zwangsarbeiters ganz sicherlich ebenso bewaffnet hatten ), wird als ein „tragischer Unfall“ abgetan – und wenn man diesen Zivilisten [ der „Miliz“ ], die an diesem „Wiedereinfangen“ teilnahmen kein „Kopfgeld“ versprach, nahmen sie alle an dieser „Jagd“ teil wohl nur zum Spaß, oder weil es ihrekommunale Pflicht“ war und sie ihrerVerantwortungnachkamen ? Unbewaffnetete „Vertrauensburschen“ aus Glückstadt selbst waren wohl auch ab und zu mal ebenso an der „Jagd“ auf ihre „Mithäftlinge“ beteiligt ( und auch sie wurden dafür „belohnt“ ). Und dieseWiedereinfänger“ / „Vertrauensburschen“ sahen es wohl ebenso als ihrePflicht“ und ihreVerantwortung“ an, den „Erziehern“ zu „helfen“.

Würde mich mal interessieren, ob diese damaligen „Wiedereinfänger“ / „Vertrauensburschen“ / „Spione“/ „Kapos“, oder auch „Wiedereinfängerinnen“ / „Vertrauensmädel“ / „Spioninnen“ / „Kapos“, unter den „Fürsorgezöglingen“ selbst, in vielen dieser damaligen „Heime“ / „Anstalten“ / „Zwangsarbeitslagern“ / „Arbeitserziehungslagern“, das wohl heute als erwachsene Menschen im fortgeschrittenen Alter, noch genauso sehen wie damals – daß sie sich für den „Vorteil“ einer „Belohnung“ dazu bereit erklärten, und sich dazu „verpflichtet“ sahen, „Hilfserzieher“ oder „Hilfserzieherinnen“ zu werden und sich auf dieses „unterste Niveau der Erzieher“, „Wächter“ und „Sklaventreiber“ „begaben“.

Es war jedesmal das Gleiche wenn einer der „Insassen“ aus Glückstadt entfloh. Die darauffolgende „Jagd“ war sofort angesagt, und schwer bewaffnete Zivilisten [ die „Miliz“ ] nahmen immer daran teil. Es war nur Glücksfall, daß nicht auch noch andere jugendliche Zwangsarbeiter ebenso dabei erschossen worden sind. Ein anderer jugendlicher Zwangsarbeiter, während er ebenso auf diese Weise gejagdt wurde, ertrank in der Elbe. Genau wie viele andere jugendliche Zwangsarbeiter in Glückstadt oder auf der Flucht aus Glückstadt zu Tode gekommen sind und was die jeweiligen Todesursachen waren, habe ich bisher noch nicht feststellen können. Aber ich ( im Auslande ! ) und viele andere engagierte „Ehemalige Heimkinder“ ( in Deutschland selbst ! ) – „Ehemalige Heimkinder der alten Bundesländer“ – arbeiten weiterhin daran es genau festzustellen und alle diesbetreffenden Beweise sicher zu stellen !!!

An all meine Kritiker: Sagt Euch dieses Foto vielleicht etwas und läßt es Euch vielleicht sogar aufwachen, aufhorchen, und nachdenken ? ? ?

http://www.heimkinder-ueberlebende.o...0er-Jahren.jpg

Dieses Foto selbst ( auf der Webseite wo es archiviert ist ! - an dieser Stelle In einer offiziellen Verwaltungsakte werden „156 Todesfälle“ für eine bestimmte westdeutsche „Fürsorgeerziehungsanstalt“ in den 1950er / 1960er Jahren dokumentiert – eine von vielen, vielen solcher Anstalten im damaligen Westdeutschland, für Jungen U ( falls der Link hier nicht funktioniert, bitte die URL manuell in die Adresszeile eingeben ! ) ) hat einen Link eingebaut, der, wenn man ihn anklickt, viele, viele andere Fotos jugendlicher Zwangsarbeiter in der Bundesrepublik Deutschland ( in den 1950er, 1960er, und 1970er Jahren! - Jungen und Mädchen ! ), die sich in der GOOGLE-Bilder-Datenbank befinden für jeden Wissensbegierdigen zu Tage befördert ( und das sind noch nicht alle solcher Fotos; es gibt auch noch viele mehr an anderen Stellen im Internet ! - die meisten davon auf meiner Webseite ! ).

Und für die unter Euch die Englisch verstehen ---- Ihr könnt jetzt diese Geschichte aus dem Jahre 1966 „Fürsorgezögling auf der Flucht aus dem schleswig-holsteinischen ‚Landesfürsorgeheim Glückstadt‘ von einem Bauern mit einem Hirschjagdgewehr erschossen“ auch auf einer kanadischen Webseite in Englisch lesen – @ Thought Provoking, - The Exchange [ bitte, dort ein klein wenig runter scrollen ! ] ( falls der Link hier nicht funktioniert, bitte die URL manuell in die Adresszeile eingeben ! ) – wo auch zum ersten mal der Name dieses Bauern aus Hodorf der den Todesschuß auf diesen „Zögling“ abgegeben hat, genannt wird.

Mit freundlichen Grüßen aus Australien

Martin Mitchell

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Alt 31.01.2009, 09:57   #83
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

@ehemaligesHeimkind: Vielleicht auch ein interessanter Thread für dich

http://www.elo-forum.org/abbau-%FCrg...arnsystem.html

Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass die das nur bis 1970 anerkennen. Was ist mit den Kindern die nach 1970 ins Heim kamen? Die Zwangsarbeit wurde eingestellt, aber nicht der Mißbrauch etc.


Gruß
Eka
__

Audiatur et altera pars....
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Alt 31.01.2009, 09:59   #84
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Ausrufezeichen „Fürsorgeerziehungszöglingsjagd“ – Menschenjagd auf „Zöglinge“

Fürsorgeerziehung“ - „Gestohlene Kindheit“ - „Gestohlenes Leben“ - „Flucht in den Tod

GESTOHLENE KINDHEIT“ – Eine ZDF-Veröffentlichung, aus dem Jahre 2008, die sich ebenfalls mit diesen Themen befaßt und auseinandersetzt:

[ Westdeutsche Nachkriegsgeschichte ! – „Wahrheit“ oder „Lüge“ ? – „Tatsachen“ oder „Volksverhetzung“ ? – „Verbrechen“ oder „Zeitgeist“ – „Ausnahmezustand“ oder „Normalität“ ? ]

Mehr Information über den gesamten Inhalt dieser ZDF-Veröffentlichung ist hier zu finden

@ http://www.mvg-verlag.de/mediadata//...36-06402-8.pdf

»»» Barbara Dickmann | Sibylle Bassler (Hg.)

Gestohlene Kindheit

Wie Fürsorgeheime Kinder zerstört haben

Ein ML Mona Lisa Buch

Nach einer Dokumentation von
Barbara Dickmann und Angelica Fell

5
Inhalt
Vorwort ................................................................... 7

Weggesperrt im Namen des Staates ..................... 9
Frank Leesemann ........................................................ 9
Otto Behnck ............................................................... 12
Wie Sträflinge gehalten ................................................... 15
Drangsaliert und ausgebeutet .......................................... 19
Ausgebeutet für die Stadt und ihre Fabriken ............... 20
Wie im Knast…........................................................... 22
Unheilvolle Geschichte des Landesfürsorgeheims ........ 23

Störung der bürgerlichen Ordnung ...................... 25
Die drohende Verwahrlosung ........................................... 28
Die Maschinerie setzt sich in Gang ................................... 32

Schuldgefühle und Scham der Opfer .................... 35
Kinderheim St. Josef in Eschweiler .................................... 36
Carola Koszinoffski ..................................................... 36
Der Willkür ausgeliefert ................................................... 41
Warum schweigen die Nonnen bis heute?........................ 46
Hermine Schneider ...................................................... 48
Schwarze Pädagogik ........................................................ 50

Die Opfer brechen ihr Schweigen ......................... 51
Michael-Peter Schiltsky ................................................ 54

6
Konfrontation mit der Vergangenheit ............................... 58
Das Trauma ...................................................................... 63

Flucht in den Tod .................................................... 65
Harry Radunz .............................................................. 67
Ferdinand Ellerwald ..................................................... 70

In den Fängen der Fürsorge .................................. 71
Kalmenhof in Hessen ....................................................... 71
Günter Klefenz ........................................................... 76
Systematische Misshandlungen ........................................ 82
Heinz Schreyer ............................................................ 86
Die unglaubliche Geschichte der Elfriede Schreyer ....... 87

Das Unrecht wird angeprangert ........................... 91
Warum so spät? ............................................................... 91
Verbrechen im Namen des Staates und der Kirche ............ 93
Verantwortung übernehmen ............................................ 96
Aufarbeitung in Schleswig-Holstein ............................. 97
Hessen ...................................................................... .. 100
Petitionsausschuss im Bundestag ...................................... 101

Reaktionen auf die Dokumentation ..................... 103

Anhang ................................................................... 107
Die Mona Lisa-Frauen ...................................................... 107
Wir danken ...................................................................... 108
Quellen, Links und Literatur ............................................. 109
Anmerkungen .................................................................. 112

© des Titels »Gestohlene Kindheit« ( ISBN 978-3-636-06402-8 )
2008 by mvgVerlag, FinanzBuch Verlag GmbH, München
Nähere Informationen unter: MVG Verlag «««

Hoffe vielen Betroffenen und ihren Familien hiermit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen aus Australien.

Martini

PS. Ich bin selbst erst gestern ( 30.01.2009 ) auf dieses PDF-Dokument aufmerksam geworden. Und ich hatte selbst auch noch keine Möglichkeit diese ZDF-Veröffentlichung zu studieren, weil sie natürlich nicht in Australien zu erwerben ist. Vielleicht wird ja jemand demnächst so nett sein und mir eine Kopie davon nach Australien, auf mein Postfach, zukommen lassen. Wäre schön.

PPS. Hoffe Ihr friert nicht zu sehr, momentan, in Deutschland, und hoffe das Putin Euch nicht wieder den Gashahn zudreht. In Adelaide hatten wir seit Montag 26.01.2009 jeden Tag über 44 Grad, und die Wettervorhersage ist, daß dies noch für weitere vier Tage anhalten wird ( auch das wird in die Geschichtsbücher eingehen ).
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Alt 06.02.2009, 15:33   #85
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

ich muss das thema grad mal hochholen

wie sieht es eigentlich mit den verjährungsfristen für missbrauch an kindern aus?

mir ist auch vor 25 jahren was passiert was ich totschweigen musste, aber es kommt immer wieder hoch

wie soll ich am besten vorgehen?
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Alt 06.02.2009, 15:51   #86
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Zitat von Hildeshomer Beitrag anzeigen
ich muss das thema grad mal hochholen

wie sieht es eigentlich mit den verjährungsfristen für missbrauch an kindern aus?

mir ist auch vor 25 jahren was passiert was ich totschweigen musste, aber es kommt immer wieder hoch

wie soll ich am besten vorgehen?

Wenn es sich um sexuellen Missbrauch handeln sollte, so verjährt dieser bei Kindern nach 10 Jahren. 20 Jahre Verjährungsfrist kommt bei sexuellen Missbrauch (und es gibt ja nicht nur den sexuellen Missbrauch) in besonders schweren Fällen vor.
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Alt 06.02.2009, 16:02   #87
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Es kommt auf die Strafandrohung an.

Bis 5 Jahre Haftandrohung: Verjährung nach 5 Jahren
Bis 10 Jahre Haftandrohung: Verjährung nach 10 Jahren
Mehr als 10 Jahre Haftandrohung: Verjährung nach 20 Jahren
Bei lebenslanger Haftandrohung: Verjährung nach 30 Jahren

Dabei gilt bei Straftaten an Kindern, dass die Frist erst mit dem Vollenden des 18. Lebensjahres beginnt.
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Alt 06.02.2009, 16:08   #88
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Zitat von Runkel Beitrag anzeigen
Es kommt auf die Strafandrohung an.

Bis 5 Jahre Haftandrohung: Verjährung nach 5 Jahren
Bis 10 Jahre Haftandrohung: Verjährung nach 10 Jahren
Mehr als 10 Jahre Haftandrohung: Verjährung nach 20 Jahren
Bei lebenslanger Haftandrohung: Verjährung nach 30 Jahren

Dabei gilt bei Straftaten an Kindern, dass die Frist erst mit dem Vollenden des 18. Lebensjahres beginnt.

Es geht nur bis 5 Jahre nach § 176 StGB
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Alt 06.02.2009, 16:12   #89
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Zitat von B. Trueger Beitrag anzeigen
Es geht nur bis 5 Jahre nach § 176 StGB
Dann sind es 5 Jahre, nach Erreichen der Volljährigkeit. Zivilrechtlich sogar nur 3 Jahre ...
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Alt 06.02.2009, 16:17   #90
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Zitat von Runkel Beitrag anzeigen
Dann sind es 5 Jahre, nach Erreichen der Volljährigkeit. Zivilrechtlich sogar nur 3 Jahre ...

Das mag sein. Es geht aber hier um die Verjährungsfrist und diese beträgt nun mal nach § 176 StGB 10 Jahre und bei schweren Fällen nach Absatz 3 dieses Paragraphen 20 Jahre.
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Alt 06.02.2009, 18:36   #91
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Weil ja auch 10 Jahre Haft angedroht sind, wie dein Link besagt ...
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Alt 06.02.2009, 19:18   #92
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Zitat von Hildeshomer Beitrag anzeigen
ich muss das thema grad mal hochholen

wie sieht es eigentlich mit den verjährungsfristen für missbrauch an kindern aus?

mir ist auch vor 25 jahren was passiert was ich totschweigen musste, aber es kommt immer wieder hoch

wie soll ich am besten vorgehen?
Und selbst wenn es verjährt wäre, solltest du es dennoch tun, um die Wahrheit protokolliert und veröffentlicht zu haben, um deiner selbst willen. Anzeige schriftlich mit komplettem Protokoll bei der Staatsanwaltschaft - die Polizei würde es im Vorfeld schon nicht aufnehmen.

Lieben Gruss
Emily
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Alt 06.02.2009, 19:31   #93
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Zitat von Runkel Beitrag anzeigen
Weil ja auch 10 Jahre Haft angedroht sind, wie dein Link besagt ...

Wie bitte? In welchem Link werden 10 Jahre Haft angedroht. Haftandrohungen stehen doch nicht in Gesetzestexten.

Rumpel, begreifst du das nicht? Sexueller Mißbrauch verjährt nach 10 Jahren. Wenn diese 10 Jahre noch nicht abgelaufen sind, kann man klagen und es kann eine Haftstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren verhängt werden, gemäß § 176 StGB.
Wie gesagt, in solch einem Fall beträgt die Verjährungsfrist 10 Jahre


Ist der Missbrauch ein besonders schwerer Fall, darf nach § 176 Abs. 3 StGB nicht unter 1 Jahr verurteilt werden aber nicht mehr als 5 Jahre.
In solch einem Fall beträgt die Verjährungsfrist 20 Jahre.
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Alt 06.02.2009, 19:35   #94
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Zitat von B. Trueger Beitrag anzeigen
Wie bitte? In welchem Link werden 10 Jahre Haft angedroht. Haftandrohungen stehen doch nicht in Gesetzestexten.

Rumpel, begreifst du das nicht? Sexueller Mißbrauch verjährt nach 10 Jahren. Wenn diese 10 Jahre noch nicht abgelaufen sind, kann man klagen und es kann eine Haftstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren verhängt werden, gemäß § 176 StGB.
Wie gesagt, in solch einem Fall beträgt die Verjährungsfrist 10 Jahre


Ist der Missbrauch ein besonders schwerer Fall, darf nach § 176 Abs. 3 StGB nicht unter 1 Jahr verurteilt werden aber nicht mehr als 5 Jahre.
In solch einem Fall beträgt die Verjährungsfrist 20 Jahre.
Sorry, aber hier der Originaltext § 176 StGB (1):

Zitat:
(1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen läßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.
Nun bring mal nicht alles durcheinander, damit ist niemandem geholfen.
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Alt 06.02.2009, 19:38   #95
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Zitat von Runkel Beitrag anzeigen
Sorry, aber hier der Originaltext § 176 StGB (1):

Nun bring mal nicht alles durcheinander, damit ist niemandem geholfen.

Ok, das hab ich übersehen. Dann revidiere ich meine Aussage. Ändert aber nichts an der Verjährungsfrist.
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Alt 07.02.2009, 10:34   #96
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Hildeshomer, bei aller Tragik, welche dir als Kind da in dieser Kur widerfahren ist aber belangen wirst du nach 25 Jahren keinen mehr. Auch wenn du die Namen der Schwestern noch im Gedächtnis hast. Du kannst a nichts beweisen, somit stände Aussage gegen Aussage und b dürfte es, auch wenn du Beweise hättest, diese Angelegenheit verjährt sein. Ich will mich da aber auch nicht festlegen, juristisch kann ich das nicht einschätzen.

Ich werde mich aber hüten dir eine Empfehlung zu geben, auch attestiere ich dir aus mangelnder Kompetenz nichts aber raten, das kann ich dir:

Vielleicht arbeitst du diese Geschichte mal anhand eines Therapeuten oder Psychologen auf, sofern das noch nicht gemacht worden ist. Zeigt doch auch deine Geschichte, dass da noch viel Redebedarf besteht.
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Alt 07.02.2009, 12:34   #97
Emily
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Grausamkeiten im seelischen Bereich wie willkürliche Unterstellungen, ungerechtfertigte Schuldzuweisungen, Isolation und Mobbing sind selbst heute noch extrem schwierig zu ahnden. Ist ja nichts sichtbar, was kaputt ist, sondern Interpretationssache, und wird vor allem stets weit von sich gewiesen. Dennoch find ich es wichtig, dass du es mal zusammengesammelt hast, denn daraus bist du auch in der Lage, andere zu unterstützen denen Ähnliches widerfahren sollte. PS. Ich empfehle dir den Film runterzuladen den Kinderklauinfo in dem Thread "Frühwarnsystem" eingestellt hat - "Meine Mörder".

Lieben Gruss
Emily
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Alt 10.02.2009, 14:14   #98
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Standard heute in der WAZ

Ich hänge einen Scan des Artikels hier an. Den Artikeltext verlinken kann ich leider nicht; m.E. dosiert die WAZ sehr genau, welcher Artikel online verfügbar, somit verlinkbar und breit zu streuen ist. Dieser Artikel ist in der Online-WAZ nicht zu finden.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
waz.jpg  
Gabi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2009, 18:27   #99
Vanzella->Emailproblem
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

brrhhh, wenn ich das lese: Forscher wollen untersuchen .....
die baulichen Voraussetzungen. Ich bin absolut sicher, dass die Kabause im Vinzenzheim Dortmund nicht mehr existent ist (Einzelzelle, Matratze auf dem Fußboden, Eimer in der Ecke, Glasbausteine rechts und links). Eingesperrt dort 3 Tage wegen Nachtwandelns bei trocken Wasser und Brot, ohne irgendeine Form der Ablenkung.

War Kind bis hierhin noch halbwegs intakt, wusste Kind nach der Kabause fürs Leben: "Ist alles mein Fehler."

Dieses Heim wurde von Nonnen geleitet. Mir fällt nicht eine einzige Nonne ein, die "barmherzig" war. Der Artikel über das Heim im Buch "Schläge im Namen des Herrn" entspricht völlig den damaligen Verhältnissen.

Noch heute (nach Aufenthalt dort für etwas länger als ein Jahr) überkommt mich die kalte Wut, wenn ich mitbekommen muss, dass damals "ja alles nicht so schlimm" gewesen sein soll.

Es war grauenhaft, abartig und das in einem von Nonnen geführten Heim.
Vanzella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2009, 12:43   #100
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Wiedergutmachung für eine verlorene Kindheit

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