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Alt 14.10.2013, 04:48   #726
Ehemaliges Heimkind
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Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen Heimkinder warten auf Entschädigung für ihr Martyrium !

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Ist dieses Ehemalige Heimkind, Helga Jontza / Helga Weitzel, nicht ebenso entschädigungsberechtigt gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) ?

HNA.de @ http://www.hna.de/lokales/fritzlar-homberg/verhoehnt-gedemuetigt-helga-jontza-guxhagener-heimkind-1535601.html

Zitat:
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HNA.de - Hessische/Niedersächsische Allgemeine - Verlag Dierichs GmbH & Co KG

[ Kassel - im Bundesland Hessen ]

19.12.2011 - Fritzlar-Homberg

[ Foto: Ehemaliges Heimkind Helga Jontza blättert in ihren Unterlagen: Viele der so genannten „Entwicklungsberichte“ hat Helga Jontza nur auf Gerichtsbeschluss bekommen. Foto: Rose ]

Jetzt kämpft sie um Entschädigung

[ gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) ]

Verhöhnt und gedemütigt: Helga Jontza ist ein Guxhagener Heimkind.

Stadtallendorf. Noch fast 50 Jahre später fühlt sich Helga Jontza gedemütigt und verhöhnt. Vom Staat und der Kirche. Die 59-Jährige ist ein Heimkind der 60-er Jahre.

13 Jahre wurde Helga Jontza unter massiver psychischer und physischer Gewalt in Einrichtungen in Maberzell bei Fulda und der Jugenderziehungsanstalt Fuldatal bei Guxhagen verwahrt.

Seit Jahren sammelt sie Beweise und kämpft um eine Opferentschädigung vom Landeswohlfahrtsverband und der Kirche. Die Stadtallendorferin heißt heute Weitzel, möchte ihre Geschichte jedoch unter ihrem Mädchennamen Jontza erzählen. „Vielleicht erinnern sich ehemalige Heimkinder an mich“, sagt sie. Bis heute weiß Helga Jontza nicht, warum sie und ihre vier Geschwister aus der Familie gerissen wurden.

Die Eltern schwiegen - bis zu ihrem Tod.

Was sich Helga Jontza im Leben an Würde zurück erkämpft hat - sie hat einen Beruf erlernt, ist Mutter von zwei Kindern und war bis vor fünf Jahren berufstätig - ist ihr in den vergangenen fünf Jahren Stück für Stück wieder geraubt worden. So lange schleppt sich das Verfahren um Opferentschädigung nun schon dahin. „Wir werden weiter verhöhnt und gedemütigt. Der Bischof hat sich zwar entschuldigt, mir aber gleich-zeitig eine Spendenaufforderung geschickt. Das war wie ein Schlag ins Gesicht“, erzählt Jontza.

Ihre Odyssee begann 1961 im Bischöflichen Kinderheim Maberzell. Da war die Stadtallendorferin neun Jahre alt. Disziplin und Gehorsam, harte Arbeit, körperliche Züchtigung und seelische Grausamkeiten - Helga Jontza hat nichts vergessen. Nicht die Bestrafungen mit dem Kleiderbügel im Refektorium, das schmale Essen, Kinder, die sich einnässten und in der nassen Wäsche schlafen mussten, die Medikamente, die man ihnen zur Ruhigstellung verabreichte. Vieles ist dokumentiert in den so genannten „Entwicklungsberichten“. Sie füllen, obwohl noch lückenhaft, schon einen dicken Ordner.

Bis 1966 war Helga Jontza in Maberzell untergebracht, nach und nach wurden die Geschwister getrennt. Ihre Brüder starben später an den Folgen der psychischen und physischen Gewalt. „Viele Kinder wurden im Heim zusehends aggressiv, woraufhin man sie mit Fesseln fixierte.“

Mit 15 zog Jontza kurz zur Schwester ihres Vaters, begann eine Frisörlehre. Doch dann folgte die wohl schlimmste Episode ihrer „Heimkarriere“, die Jugenderziehungs-anstalt Fuldatal bei Guxhagen. Auf ihrem Computer zeigt sie Fotos. Sie ähneln denen eines Zuchthauses: Spartanische Zellen, vergitterte Zellen und Holzpritschen. „Geleitet wurde das Heim von einer Frau in Uniform mit Reitpeitsche“, erzählt die 59-Jährige.

Zwei Mal versucht Helga Jontza, von dort zu flüchten. Mit grausamen Folgen: Sie wurde brutal geschlagen, später stundenlang im Keller eingesperrt, in eiskaltes Wasser gesteckt.
Ich werde dir schon deinen Willen brechen, habe die Heimleiterin gesagt. Gelungen ist ihr das nicht: „Ich will die Missstände in den Zuchthäusern der Fürsorge aufdecken“, sagt Helga Jontza. Die Recherche helfe ihr, das eigene Trauma zu verarbeiten. Das lange Verfahren nagt an ihr: „Aber ich habe überlebt. Und ich werde weiter Beweise sammeln, die die Wahrheit belegen.“
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Vielleicht hat Helga Jontza / Helga Weitzel ja jetzt, nach dem „Grundsatzurteil“ des Bundessozialgerichts, Urteil B 9 V 1/12 R vom 17.04.2013, ebenso eine bessere Chance ihren eigenen Antrag auf Entschädigung / Rente gemäß dem Opferentschädigungsgesetz durchzusetzen.

Und gemäß diesen Kriterien bist Du, d.h. ist jeder Leser hier, nicht ebenso entschädigungsberechtigt gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) ?
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Alt 14.10.2013, 05:07   #727
Ehemaliges Heimkind
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Ist dieses Ehemalige Heimkind, Helga Jontza / Helga Weitzel, nicht ebenso entschädigungsberechtigt gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) ?

DAS-ERBE-HADAMARS BLOG @ http://das-erbe-hadamars.blog.de/2011/03/17/stadtallendorf-fuldatal-gewalt-staates-sagt-helga-jontza-vertrauen-mehr-staat-10847855/

Zitat:
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Das Erbe Hadamars

title-10847855

von HelgaW @ 2011-03-17 – 23:54:31

Stadtallendorf/Fuldatal [ im Bundesland Hessen ]

„Wenn man einmal in der Gewalt des Staates ist…“, sagt Helga Jontza. Sie hat kein Vertrauen mehr in Staat. Und in die Kirche auch nicht. Verloren gegangen ist es ihr in den 1960er Jahren in den Einrichtungen, die Kinderheime genannt wurden, ihrem Wesen nach aber Zuchthäuser waren.

„Die Heime haben meine ganze Familie ruiniert. Ich bin als letzte noch übrig“, sagt Helga Jontza. Jontza ist ihr Mädchenname. Heute heißt sie Helga Weitzel. Ihre Geschichte will sie aber lieber unter dem Namen Jontza erzählen, denn den könnten andere ehemalige Heimkinder noch kennen. Sie sitzt in ihrem kleinen Wohnzimmer und blättert in den Unterlagen, die Auskunft über ihre „Heim-Laufbahn“ geben. Der Stapel ist dick, aber lückenhaft. Viele der Papiere hat sie nur auf Gerichtsbeschluss bekommen, andere hat sie trotz Gerichtsbeschluss bis heute nicht. Zum Beispiel die „Entwicklungsberichte“ über ihren Aufenthalt in den Anstalten. Der Landeswohlfahrtsverband behaupte, er habe die Akten nicht mehr im Archiv, erzählt sie.

Helga Jontza braucht diese Unterlagen, um vor dem Sozialgericht nachweisen zu können, dass ihr in den diversen Heimen damals Unrecht geschehen ist und dass dies der Grund ist, warum sie seit 15 Jahren in psychologischer Behandlung ist und vor fünf Jahren in die vorgezogene Rente gehen musste. Sie fordert Opferentschädigung vom Landeswohlfahrtsverband und von der Kirche, die für die Heime verantwortlich waren.

Seit vier Jahren läuft dieses Verfahren. Was sie nach den elf Jahren im Kinderheim noch an Vertrauen hatte, ist in diesen vier Prozessjahren flöten gegangen. Noch im Jahr 2008 habe ein Vertreter vom Caritas- Vorstand vor Gericht die Verhältnisse in denHeimen beschönigend geschildert und von verwahrlosten Kindern gesprochen, die Anleitung benötigt hätten. Und die Nonnen hätten vor Gericht ihre Rolle als „Frauen der Kirche“ herausgekehrt und nur ihre Schwesternnamen angeben wollen. Der Richter habe sie zwingen müssen, ihre bürgerlichen Namen zu nennen. Noch läuft das Verfahren.

Angefangen hat alles in Neustadt bei Marburg, wo Helga Jonzta aufgewachsen ist. Der Vater war Flüchtling, hatte keine Arbeit, kein Geld und lebte zusammen mit Frau und fünf Kindern in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Irgendwann fuhr ein schwarzes Auto vor, die fünf Kinder wurden eingesammelt und nach Maberzell in das Bischöfliche Erziehungsheim verfrachtet. Bis heute weiß Helga Jontza nicht,warum. Die Eltern wollten auch viele Jahre später nicht darüber reden.

"Von 1960 bis 1966 war Helga Jontza in Maberzell, anfangs zusammen mit ihren Geschwistern. Von denen wurde sie aber sofort getrennt. Auch Kontakte zu ihrer Familie oder zu andern Kindern aus dem Ort wurden unterbunden. Zwei Brüder waren eines Morgens verschwunden. Sie waren in der Schule nicht mitgekommen, waren auffällig geworden und deshalb über Nacht in eine psychiatrische Abteilung verlegt worden. „Erst nach Jahren durfte mein Vater uns alle sechs Wochen besuchen. Und dann war immer die Oberin dabei“, erinnert sie sich: „Wir durften dann nicht erzählen, dass wir geschlagen wurden. Die Nonnen hatten alle so einen dicken Schlüsselbund am Gürtel…“

Die Kinder in Maberzell mussten in der Landwirtschaft oder in der Wäscherei für das Mutterhaus in Fulda arbeiten. Die Freizeit bestand aus drei Gottesdiensten täglich, dem Beichten am Samstag und sonntäglichen Ausflügen zu einer nahe gelegenen Kapelle. Disziplin wurde mit Härte durchgesetzt. Singen und Lachen waren verboten. Dafür gab es Schläge mit dem erwähnten Schlüsselbund oder Besuche im „Refektorium“. So nannten die Nonnen den Prügelraum.

Nachts saß eine Nonne im Schlafsaal und passte auf. Wer nicht ruhig war, bekam Schläge oder musste die Nacht über auf dem kalten Steinboden stehen. Wenn ein Kind sich einnässte, bekam es das nasse Laken um die Ohren geschlagen und musste anschließend darauf schlafen. Einnässen kam bei den verängstigten Kindern häufig vor, erzählt Helga Jontza. Deshalb gab es ab 19 Uhr nichts mehr zu essen und zu trinken. „Das Schlimmste war der Hunger. Und die Prügel. Weil wir ja nicht wussten, wofür“, erinnert sie sich.

Viele Kinder wurden psychisch krank im Heim. Ein Mädchen zum Beispiel begann, mit dem Kopf gegen Wände zu schlagen, erinnert sich Helga Jontza. Sie wurde mit Fesseln fixiert, zerkratzte sich aber trotzdem Arme und Gesicht und hatte Schaum vor dem Mund. Der herbeigerufene Ortspfarrer diagnostizierte eine Besessenheit, die er durch das Auflegen eines Kruzifixes zu heilen versuchte: „Eines Nachts war sie dann weg. Ich weiß nicht, was aus ihr geworden ist.“

Kurzzeitig lebte Helga Jontza bei der Schwester ihres Vaters. Dann kam sie als 16-Jährige in die kirchliche Jugenderziehungsanstalt Fuldatal bei Guxhagen – nach Meinung vieler ehemaliger Heimkinder eines der schlimmsten Heime in Deutschland. Als Gedenkstätte Breitenau besteht es heute noch so, wie Helga Jontza es aus eigener Anschauung kennt.

Die Einrichtung wirkte auch äußerlich wie ein Zuchthaus. Vergitterte Fenster, spartanische Zellen, ein „Besinnungsraum“ mit einer harten Holzpritsche als einzigem Möbelstück, die 70 dort inhaftierten Mädchen mussten persönliche Kleidung abgeben und stattdessen Anstaltskluft tragen – und bei der Einweisung mussten sie eine Bestätigung unterschreiben, dass sie über das Gesundheitsrisiko bei Fluchtversuchen informiert seien und alle möglichen Folgen selbst zu verantworten hätten.

Nachts wurden die Türen verschlossen, Kleidung durfte nicht mit in die Zimmer genommen werden, Toiletten gab es dort nicht, nur einen großen Eimer für die jeweils drei Insassen.
Welche Zustände in der Anstalt in Fuldatal herrschten, wurde offenbar, als die Marburger Philipps-Universität Gottfried Sedlaczek – einen Lehrer, der ein Studium der Sonderschulpädagogik aufgenommen hatte – nach Fuldatal schickte. Sedlaczek sollte eigentlich eine Untersuchung über Heiminsassen mit Lese- und Rechtschreibschwäche anfertigen.

Sein Bericht war für das Heim vernichtend. Er schrieb seinerzeit, in der Einrichtung herrsche „ein Vergeltungsstrafrecht mit allen Härten. Ordnung und sinnlose Arbeit sind der Höchstwert dieses Erziehungsvollzugs“. Sedlaczek wurde in der Folge von den Verantwortlichen angefeindet, sein Bericht in Zweifel gezogen und zurückgehalten. Nun musste er auf Weisung des Sozialgerichts im Verfahren um Helga Jontzas Opferentschädigung vorgelegt werden.

Geleitet wurde das Heim in Fuldatal von Ingeborg Jungermann. „Eine Frau aus der NS-Zeit, mit Uniform und Reitpeitsche“, sagt Helga Jontza. So sah das auch der Sonderschulpädagoge Sedlaczek. Er hielt Jungermann in seinem Bericht vor, als Hilfskrankenschwester für ihre Tätigkeit völlig unqualifiziert zu sein, ihre Mitarbeiterinnen in eine Untertanenrangordnung zu zwingen und gegenüber den Insassen „großdeutsche Jugendverhetzung“ zu betreiben.

Unter dem Strich lief Sedlaczek Bericht darauf hinaus, dass das Heim für die dort festgehaltenen Mädchen ein unmenschliches Zwangssystem war und ihnen keinerlei Chance der Persönlichkeitsentwicklung bot. Eher scheint es um Kinderzwangsarbeit gegangen zu sein. Selbst 14-jährige Insassen mussten acht Stunden täglich arbeiten, zum Teil in akkordähnlichen Situationen.

Ein Jahr lang war Helga Jontza in dem Heim. Danach lebte sie in drei Heimen in Köln. Bis zu ihrem 21. Lebensjahr sollte sie dort bleiben. Mit 19 ist sie dann abgehauen. Aber mit Kinderheimen konnte sie auch dann noch nicht abschließen. Als sie – unverheiratet und zudem als Heimkind bekannt – einen Sohn bekam, wurde der ihr weggenommen. Sie werde das Kind erst zurückbekommen, wenn sie verheiratet sei, habe man ihr gesagt.

Per Gerichtsbeschluss musste sie den Jungen mehrfach aus Heimen holen. Auch um ihr zweites Kind musste sie später auf ähnliche Weise kämpfen. Kinderheime scheinen in Helga Jontzas Familie so etwas wie Schicksal zu sein. Schon ihre Mutter sei ins Heim gesteckt worden, als ihre Großmutter an „Fallsucht“ erkrankte. „Die Oma ist dann in Hadamar vergast worden“, erzählt die Stadtallendorferin. Ihr Leben hat Helga Jontza nie ganz in den Griff bekommen.

Sie lernte zunächst Friseuse, schulte dann auf Bürokauffrau um und arbeitete bis zu ihrer Frühverrentung in diesem Beruf. Das Trauma der Heimjahre ist sie nicht losgeworden. Sie nicht und ihre Geschwister auch nicht. Eine Schwester hat sie vor 28 Jahren, bei der Beerdigung des Vaters, zum letzten Mal gesehen, die anderen drei Geschwister sind tot, ein Bruder starb durch eigene Hand. Auch Helga Jontza hat zwei Selbstmordversuche hinter sich. „Ich konnte nie ein normales Leben führen“, sagt sie. Die Gründe dafür waren ihr selbst nicht klar: „Ich habe immer nur gemerkt: Es stimmt was nicht mit mir.“

Seit sie in Rente gegangen ist, hat sie sich intensiver mit ihrer Vergangenheit beschäftigt und bemüht sich um die Akten und Unterlagen zu ihre Heimaufenthalte. In der Zeit hat sie sich auch an das erinnert, was sie sich als Heimkind immer wieder gesagt hat: „Wenn ich mal rauskomme, dann zahle ich euch das alles zurück.“

Zweimal hat Helga Jontza in der Gedenkstätte im ehemaligen Erziehungsheim in Guxhagen Führungen für angehende Erzieherinnen gemacht, einen Film gedreht und Interviews gegeben. Die jungen Leute hätten schockiert geschwiegen, erinnert sie sich: „Keiner konnte glauben, was die Bundesrepublik Deutschland da mit uns gemacht hat.“

Was Helga Jontza rückblickend am meisten ärgert, ist der Umstand, dass die Heimkindern jahrzehntelang als „verlogene kleine Biester“ abgestempelt und für ihr Schicksal selbst verantwortlich gemacht worden sind: „Die haben uns 40 Jahre lang glauben lassen, dass wir schlechte Menschen sind – dass wir selbst schuld sind, im Heim gelandet zu sein. Aber Kinder werden nicht dumm geboren. Wir sind dämlich geprügelt worden.“

(Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Jochen Schönig)
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Vielleicht hat Helga Jontza / Helga Weitzel ja jetzt, nach dem „Grundsatzurteil“ des Bundessozialgerichts, Urteil B 9 V 1/12 R vom 17.04.2013, ebenso eine bessere Chance ihren eigenen Antrag auf Entschädigung / Rente gemäß dem Opferentschädigungsgesetz durchzusetzen.

Und gemäß diesen Kriterien bist Du, d.h. ist jeder Leser hier, nicht ebenso entschädigungsberechtigt gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) ?
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Alt 14.10.2013, 05:27   #728
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Ausrufezeichen „Richter erleichtern Entschädigung“ : "Opferentschädigung".

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Nicht nur kürzlich das Bundessozialgericht in Kassel (BSG) ( Az.: B 9 V 1/12 R - Urteil vom 17.04.2013 ) aber auch kurz zuvor das Landessozialgericht Rheinland Pfalz in Mainz (LSG) ( Az.: L 4 VG 11/11 - Urteil vom 06.03.2013 ) STELLTEN SICH AUF DIE SEITE DER OPFER UM IHNEN VOLLUMFÄNGLICH JURISTISCHEN BEISTAND ZU LEISTEN UND IHNEN GESETZESGEMÄß ZU IHREM RECHT ZU VERHELFEN.

Das LSG-Opferentschädigungs-Urteil ( Az.: L 4 VG 11/11 - Urteil vom 06.03.2013 ) ist hier zu finden @ http://www3.mjv.rlp.de/rechtspr/DisplayUrteil_neu.asp?rowguid=%7B03021862-F0A5-4418-88F4-A5723E372DB1%7D ( lang, detailliert und komplex )
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Alt 14.10.2013, 05:54   #729
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Ausrufezeichen „Richter erleichtern Entschädigung“ : "Opferentschädigung".

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Ein weiteres in der Zivilgerichtsbarkeit / Sozialgerichtsbarkeit liegendes Gerichtsurteil das, m.M.n., ebenso in vielen Fällen der Ehemaligen Heimkinder anwendbar ist und anzuwenden wäre:

Zitat:
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Rechtsindex
Das juristische Informationsportal

@ http://www.rechtsindex.de/sozialrecht/3505-opferentschaedigung-beweislastumkehr-wegen-unzureichender-ermittlungsarbeit

Sozialgericht Düsseldorf

[ Urteil vom 13.06.2013 ]

»Opferentschädigung - Beweislastumkehr wegen unzureichender Ermittlungsarbeit«

Das [ Sozialgericht ] SG Düsseldorf hat der Klage eines in Köln lebenden Klägers auf Beschädigtenversorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz stattgegeben. Ausschlaggebend war eine vom Gericht angenommene [ und „in der Rechtsprechung aller Obergerichte“ „grundsätzlich anerkannte“ ] Beweislastumkehr zugunsten des Klägers wegen unzureichender polizeilicher Ermittlungsarbeit.

Der Sachverhalt

Der 1970 geborene Kläger türkischer Staatsangehörigkeit hatte beim beklagten Landschaftsverband Rheinland (LVR) [ in Köln ] zur Begründung seines Antrags auf Beschädigtenversorgung angegeben, dass er im Oktober 2008 nach einem Besuch in dem Kölner Bordell "Pascha" überfallen und mit einem Baseballschläger attackiert worden sei und dabei u. a. schwere Kopfverletzungen erlitten habe. Er leide noch heute unter den körperlichen und psychischen Folgen der Tat und sei seitdem erwerbsunfähig.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Das Verfahren wurde im Dezember 2009 mangels hinreichenden Tatverdachts durch einen Amtsanwalt eingestellt.

Der LVR [ in Köln ] hatte eine Beschädigtenversorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz OEG) abgelehnt, da der Kläger den Nachweis, dass er sich eine gesundheitliche Schädigung durch einen vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriff zugezogen habe, nicht erbracht habe. Das staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren sei eingestellt worden, da die Angaben des Kläger und seines Begleiters (des Zeugen), widersprüchlich gewesen seien.

Die Entscheidung

Das Sozialgericht Düsseldorf hat der Klage stattgegeben und den LVR [ in Köln ] verpflichtet für den Kläger eine posttraumatische Belastungsstörung und depressive Störung als Schädigungsfolge festzustellen und ihm eine Rente nach dem OEG unter Zugrundelegung einer Minderung der Erwerbsfähigkeit in Höhe von 90 % zu gewähren.

Zur Begründung führt die Kammer aus, dass der Kläger zwar einen vorsätzlichen rechtswidrigen tätlichen Angriff auf ihn nicht habe beweisen können. Dies liege jedoch an den nach Auffassung der Kammer völlig unzureichenden Ermittlungen der Kölner Polizei und der Kölner Staatsanwaltschaft. So hätte angesichts des möglichen versuchten Tötungsdeliktes eine unmittelbare Tatortbesichtigung einschließlich der Auswertung der Überwachungskameras und die Befragung mehrerer Zeugen (Bordellbetreiber, Türsteher, Prostituierte, Taxifahrer des Opfers) erfolgen müssen. Auch die Vernehmung des von einem Zeugen zu 80 % als Täter identifizierten Beschuldigten sei unterblieben. Bei ordnungsgemäßen Ermittlungen hätte jedenfalls eine Gewalttat nachgewiesen werden können. Dies hätte für einen Anspruch des Klägers im vorliegenden Verfahren ausgereicht. Ein bestimmter Täter müsse nicht identifiziert werden.

Vor dem Hintergrund des Krankenhausaufenthaltes des Klägers, dessen eigener Angaben zum Tathergang sowie der Feststellungen des gerichtlich beauftragten Sachverständigen, wonach die erlittenen Gesundheitsschädigungen von dem Schlag mit einem Baseballschläger herrühren können, nahm das Gericht hier eine Beweislastumkehr an. Wenn der Staat seine Schutzpflicht im Hinblick auf die Verhinderung von Straftaten zulasten seiner Bürger nicht wahrnehmen könne, so könnten unzureichende Ermittlungen nach erfolgter Straftat nicht zu Lasten des Betroffenen, hier des Klägers, gehen.

Daher sei dem Kläger hier die staatliche Opferentschädigung zu gewähren.

Themenindex:
Opferentschädigung (OEG), Beweislastumkehr

Gericht:

Sozialgericht Düsseldorf, Urteil vom 13.06.2013 - S 35 VG 21/10 (nicht rechtskräftig)

SG Düsseldorf
Rechtsindex - Recht & Urteil
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Viel, viel mehr detailliert wird hier zu diesem Urteil vom 13.06.2013 - S 35 VG 21/10 an folgenden Stellen im Volltext berichtet:

@ http://www.justiz.nrw.de/nrwe/sgs/sg_duesseldorf/j2013/NRWE_S_35_VG_21_10.html ,

@ http://www.burhoff.de/insert/?/asp_weitere_beschluesse/inhalte/2225.htm ,

@ http://openjur.de/u/633812.html sowohl wie auch hier

@ http://www.justiz.nrw.de/nrwe/sgs/sg_duesseldorf/j2013/NRWE_S_35_VG_21_10.html

einen Bericht den man nicht nur überfliegen, sondern, m.E., jeder unbedingt eingehend studieren sollte.

Dieser Bericht bezüglich diesem Sozialgerichts-Urteil ist zwar markiert „nicht rechtskräftig“, aber ich nehme jetzt mal an, dass es doch seither rechtskräftig geworden ist – es sei denn es wurde seit dem 13.06.2013 seitens des beklagten „Landschaftsverband Rheinland (LVR)“, in Köln, Berufung dagegen eingelegt, was ich mir bei den in diesem Fall vom Sozialgericht festgestellten Fakten aber kaum vorstellen kann.
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Alt 17.10.2013, 05:42   #730
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Ausrufezeichen „Richter erleichtern Entschädigung“ : "Opferentschädigung".

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BRD-»Opferentschädigungsgesetz (OEG)« LESEN UND STUDIEREN @ http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/oeg/gesamt.pdf ( insgesamt 7 Seiten ) ( Ein Service des Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - http://www.juris.de )
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Alt 18.10.2013, 03:25   #731
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„Richter erleichtern Entschädigung“ : »Opferentschädigungsgesetz (OEG)« !


Fakt ist und bleibt für Ehemalige Heimkinder Ost:

Alle drei dieser unabhängig von einander bestehenden Möglichkeiten existieren !

1.) Nichts hindert jemanden in Ost – d.h. ein Heimopfer-Ost – daran sich um ein „Almosen“ aus dem »Heimkinderfonds Ost« zu bewerben.

2.) Nichts hindert jemanden in Ost – d.h. ein Heimopfer-Ost – daran einen Antrag auf ENTSCHÄDIGUNG ( d.h. eine „Entschädigungsrente! ) gemäß dem »Opferentschädigungsgesetz (OEG)« zu stellen.

3.) Nichts hindert jemanden in Ost – d.h. ein Heimopfer-Ost – daran einen Antrag auf ENTSCHÄDIGUNG gemäß dem »Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (StrRehaG)« zu stellen ( was, letztendlich, auch in einer „Entschädigungsrente“ resultieren wird ! ).

Man kann sogar, unabhängig von einander, und sogar gleichzeitig, alle drei dieser Wege gehen !


Fakt ist und bleibt für Ehemalige Heimkinder West:

Alle drei dieser unabhängig von einander bestehenden Möglichkeiten existieren !

1.) Nichts hindert jemanden in West – d.h. ein Heimopfer-West – daran sich um ein „Almosen“ aus dem »Heimkinderfonds West« zu bewerben.

2.) Nichts hindert jemanden in West – d.h. ein Heimopfer-West – daran einen Antrag auf ENTSCHÄDIGUNG ( d.h. eine „Entschädigungsrente! ) gemäß dem »Opferentschädigungsgesetz (OEG)« zu stellen.

3.) Nichts hindert jemanden in West – d.h. ein Heimopfer-West – daran einen Schädiger zivilrechtlich zu belangen und auf diese Weise einen Anspruch auf ENTSCHÄDIGUNG geltend zu machen, solange wie er / sie das Gericht davon überzeugen kann, dass die Schädigung nicht verjährt ist oder aus besonderen Gründen „die Einrede der Verjährung“ von dem Schädiger nicht in Anspruch genommen werden kann.

Man kann sogar, unabhängig von einander, und sogar gleichzeitig, alle drei dieser Wege gehen !


Man sollte sich aber, meines Erachtens, wenn man juristischen Rat braucht an einen qualifizierten Fachanwalt seiner eigenen Wahl und seines Vertrauens wenden und, in welchem Rechtsgebiet auch immer, sich nicht auf die Aussagen von Laien verlassen, auch dann nicht when solche Laien einem sogenannten „Arbeitskreis von Betroffenen“, einem sogenannten „Fachbeirat“ oder einem sogenannten „Lenkungsausschuss“, welcher „Branche“ auch immer, angehören, und schon garnicht wenn solche Laien der „Täterseite“ angehören oder auf irgend eine Weise mit ihr verbunden sind; z.B. auch dann schon garnicht wenn solche Laien, oder letztlich auch Juristen oder para legals, bei der „Täterseite“ oder „Anspruchsgegnerseite“ ihr Brot verdienen.
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Alt 19.10.2013, 06:06   #732
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Ausrufezeichen ex-DDR-Schulkind Opferentschädigungsrente zugesprochen.

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Sozialgericht Berlin, Urteil vom 27. September 2013 - Az.: S 181 VG 167/07

Einer ehemaligen DDR-Bürgerin, die voll belegbar ohne ihres seinerzeitigen Wissens als minderjährige Schutzbefohlene von ihrem Sporttrainer in der DDR durch wiederholtes und langzeitiges Doping geschädigt wurde, wurde vor drei Wochen vom Sozialgericht Berlin ebenso eine Opferentschädigung zugestanden.

Zitat:
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Entschädigungsrente für DDR-Dopingopfer

Pressemitteilung
Berlin, den 27.09.2013

Sozialgericht Berlin, Urteil vom 27. September 2013 (S 181 VG 167/07):

Die Verabreichung von Dopingmitteln durch den Trainer einer DDR- Kinder- und Jugendsportschule an eine damals 16 Kanuleistungssportlerin stellt einen vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriff dar. Es ist – jedenfalls im konkreten Einzelfall – davon auszugehen, dass die Sportlerin über die wahre Bedeutung der ihr verabreichten Mittel bewusst im Unklaren gelassen wurde. Insofern lag auch keine Einwilligung in das Doping vor. Wegen der aus dem Dopinggebrauch resultierenden gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen ist der Sportlerin eine Rente nach dem Opferentschädigungsgesetz zu gewähren.

Die 1968 geborene Klägerin aus Berlin besuchte von 1982 bis 1988 in der DDR eine Kinder- und Jugendsportschule, wo sie als Kanutin trainierte. Seit sie 16 Jahre alt war, verabreichte ihr ihr Trainer „blaue Pillen“, die wohl den Wirkstoff Oral-Turinabol enthielten, und auch die Antibabypille. Die Medikamente bewirkten eine Zunahme der Muskelmasse und der körperlichen Leistungsfähigkeit. Zeitweise war die Klägerin sogar Mitglied der DDR-Nationalmannschaft.

Mit 32 Jahren erkrankte die Klägerin an Brust- und später auch an Hautkrebs. Weitere Krankheiten und Beschwerden, auch psychischer Art, folgten.

Im Juni 2003 gewährte ihr das Bundesverwaltungsamt nach dem Dopingopfer-Hilfegesetz eine finanzielle Einmalhilfe von 6000 Euro.

Im Juni 2006 beantragte die Klägerin beim Beklagten, dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) zusätzlich eine Rente nach dem Opferentschädigungsgesetz. Sie trug vor, dass sie niemals gewusst habe, Dopingsubstanzen einzunehmen. Ihr Trainer habe ihr die blauen Pillen mit dem Hinweis gegeben, es handele sich um Vitamine. Für ihre gesundheitlichen Schäden sei das Doping in der DDR ursächlich. Der Beklagte lehnte den Antrag mit der Begründung ab, im konkreten Fall sei davon auszugehen, dass die damals immerhin schon 16jährige Klägerin in den Dopinggebrauch eingewilligt habe.

Im Juli 2007 hat die Klägerin hiergegen vor dem Sozialgericht Berlin Klage erhoben. Das Gericht stellte umfangreiche Ermittlungen an, unter anderem durch Einholung mehrerer medizinischer Sachverständigengutachten. Auf die heutige mündliche Verhandlung, in der die Klägerin auch persönlich angehört worden war, entschied die 181. Kammer des Sozialgerichts Berlin (in der Besetzung mit einer Berufsrichterin und zwei ehrenamtlichen Richtern) durch Urteil teilweise zugunsten der Klägerin:

Von einer Einwilligung der Klägerin in den Gebrauch von Dopingmitteln könne nicht ausgegangen werden. Die Klägerin sei von ihrem Trainer bewusst im unklaren gelassen geworden, um was für Substanzen es sich eigentlich handelte. Sie sei zwar bereit gewesen, leistungsfördernde Vitamine zu sich zu nehmen, habe aber keine Vorstellung von der eigentlichen Bedeutung der Präparate und deren möglichen Spätfolgen gehabt. Bei dieser Einschätzung sei sowohl das jugendliche Alter zum Zeitpunkt des Dopings zu berücksichtigen gewesen als auch die besonderen Umstände der Trainingssituation an einer DDR Jugendsportschule.

Das Gericht gehe des weiteren von einer Kausalität zwischen der Dopingeinnahme und der Brustkrebserkrankung aus. Ein Zusammenhang zwischen dem Doping und weiteren Erkrankungen habe sich hingegen nicht mit der nötigen Sicherheit feststellen lassen.

Ein Anspruch der Klägerin auf Entschädigungsrente bestehe allerdings nach der Gesetzeslage nur für den Zeitraum, in dem die Schädigungsfolgen einen Grad der Schädigung von 50 (vergleichbar einem Grad der Schwerbehinderung) ausgemacht haben. Dieser Zeitraum umfasse vorliegend ein halbes Jahr.

Wegen des darüber hinaus geltend gemachten Anspruchs (also Leistungen für einen längeren Zeitraum aufgrund weiterer Schäden) sei die Klage abzuweisen gewesen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann von den Beteiligten mit der Berufung zum Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in Potsdam angefochten werden.

Die streitentscheidenden Vorschriften stammen aus dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG)

§ 1 Abs. 1 Satz 1: Wer im Geltungsbereich dieses Gesetzes … infolge eines vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriffs gegen seine oder eine andere Person … eine gesundheitliche Schädigung erlitten hat, erhält wegen der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen auf Antrag Versorgung in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes.

§ 1 Abs. 2 Nr. 1: Einem tätlichen Angriff im Sinne des Absatzes 1 steht gleich die vorsätzliche Beibringung von Gift.

§ 2 Abs. 1 Satz 1: Leistungen sind zu versagen, wenn der Geschädigte die Schädigung verursacht hat oder wenn es aus sonstigen, insbesondere in dem eigenen Verhalten des Anspruchstellers liegenden Gründen unbillig wäre, Entschädigung zu gewähren.

Gemäß § 10a sind diese Vorschriften mit gewissen Einschränkungen auch auf schädigende Ereignisse in der DDR anwendbar.

Die Entscheidung liegt noch nicht schriftlich vor. Sie wird voraussichtlich in einigen Wochen unter dem entsprechenden Link auf der Internetseite des Sozialgerichts Berlin (Rubrik Pressemitteilungen) abrufbar sein.
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QUELLE: Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz ( das Internet-Informationsangebot des Verfassungsgerichtshofs des Landes Berlin, der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, der Berliner Gerichte und Strafverfolgungsbehörden, der Justizvollzugsanstalten sowie der nachgeordneten Justizeinrichtungen ) @http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/sg/presse/archiv/20130927.1420.389837.html ( Bericht vom 27.09.2013 )

WEITERE QUELLE: http://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/die-16jaehrige-sportlerin-und-ihre-angebliche-einwilligung-ins-doping-366944 ( Bericht vom 28.09.2013 ) ( Bericht ein klein wenig abgeändert )

WEITERE QUELLE: http://www.bund-verlag.de/zeitschriften/soziale-sicherheit/aktuelles/2013/10/ddr-dopingopfer-erhaelt-befristet-entschaedigungsrechte.php ( Bericht vom 01.10.2013 ) ( Bericht ein klein wenig abgeändert )
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Ehemaliges Heimkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2013, 04:04   #733
Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen Opferentschädigungsgesetz - DER WEISSE RING EMPFIEHLT.

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WEISSER RING e.V.

DER WEISSE RING FORDERT UND EMPFIEHLT

Zitat:
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Opferentschädigungsgesetz

Hilfe für Opfer von Gewalt:

Das Wichtigste zum Opferentschädigungsgesetz

Staatliche Opferentschädigung greift zu selten!

WEISSER RING kritisiert: Rund 90 % aller Gewaltopfer stellen keinen Antrag auf Leistungen beim Versorgungsamt / Gesetzliche Regelungen weitgehend unbekannt.

Jahr für Jahr werden bundesweit mehr als 700.000 Menschen Opfer von Rohheitsdelikten, Straftaten gegen die persönliche Freiheit, gegen die sexuelle Selbstbestimmung und gegen das Leben. Unter den Tatfolgen leiden nicht nur die Opfer, sondern auch deren Angehörige und Hinterbliebenen. Viele der Opfer können Ansprüche auf staatliche Unterstützung haben. Doch nur wenige der Geschädigten wissen um ihren Anspruch nach dem Opferentschädigungsgesetzt (OEG). Durch die erlittenen körperlichen und seelischen Schäden werden viele Betroffene zeitweise oder auf Dauer in ihrer persönlichen Lebensführung beeinträchtigt.

Bezogen auf jährlich rund 215.000 Gewalttaten stellen nur knapp 11 Prozent einen Antrag auf staatliche Entschädigung. Wenn es dem Staat nicht möglich ist, seine Bürger ausreichend vor Straftaten zu schützen, so muss er sich wenigstens ausreichend um die Opfer kümmern. Das ist der Leitgedanke des 1976 verabschiedeten Opferentschädigungsgesetzes.

Anspruch auf Leistungen hat derjenige, der in Deutschland infolge eines vorsätzlichen, rechtswidrigen Angriffs eine gesundheitliche Schädigung erlitten hat.

Doch noch immer ist das OEG selbst bei Behörden und Rechtsanwälten weithin unbekannt, kritisiert die bundesweite Opferschutzorganisation. Nach Erhebungen des WEISSEN RINGS, basierend auf Behördenangaben, erhalten nur wenige Betroffene eine spürbare Hilfe bei der Bewältigung körperlicher, seelischer oder wirtschaftlicher Tatfolgen.

Zu viele Opfer gehen leer aus.

Bei nur 36 % der jährlich gestellten rund 23.000 Anträge kommt es zur Anerkennung und damit zur Übernahme von Heilbehandlungskosten (8.484 Fälle in 2007) sowie zu Rentenleistungen aufgrund andauernder Gesundheitsschäden infolge der erlittenen Straftat. Bei knapp 218.000 Gewaltopfern erhielten demnach im Jahr 2007 in ganz Deutschland nur 1.600 Personen, darunter 175 Witwen und Waisen, eine Rente nach dem Opferentschädigungsgesetz.

Bessere Inormationspolitik gefordert!

„Die Bilanz ist schlichtweg skandalös für das Selbstverständnis eines Rechts- und Sozialstaates und ein harter Schlag für diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die er vor gewalttätigen Übergriffen nicht hatte schützen können“ kritisiert der WEISSE RING. „Wer das Gesetz nicht kennt, geht leer aus. Die eingehende Information der Bevölkerung und insbesondere der Kriminalitätsopfer durch staatliche Stellen muss noch weiter verbessert werden“.

Gewaltopfer sind keine lästigen Bittsteller, sondern haben Ansprüche und Rechte!

Ein respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein!

Der WEISSE RING fordert die sofort nach der Tat zur Verfügung stehende umfassende medizinische und therapeutische Unterstützung.

OEG–Passus gehört ins polizeiliche Anzeige–Formular!

Der WEISSE RING fordert die Aufnahme entsprechender Passagen in das polizeiliche Anzeige-Formular. Die beiden dort festgehaltenen Aussagen des Opfers „Ich habe durch die Straftat gesundheitliche Schädigungen erlitten: Ja/Nein“ und „Ich beantrage Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz: Ja/Nein“ würden den Betroffenen den Zugang zur staatlichen Opferentschädigung wesentlich erleichtern. Durch die Weiterleitung eines Durchschlages an das Versorgungsamt ist der OEG-Antrag formlos gestellt, Fristen bleiben gewahrt.

Straftaten auf dem Weg zur Arbeit oder an der Arbeitsstelle können auch einen Arbeitsunfall darstellen. Dann sind Berufsgenossenschaften für Heilbehandlung, Reha-Maßnahmen und Rentenleistungen zuständig. Empfehlenswert ist zugleich ein OEG-Antrag beim Versorgungsamt. Wer letztendlich zuständiger Leistungsträger ist, klären die Behörden untereinander. Dies darf die unverzügliche Versorgung des Opfers nicht beeinträchtigen.

Wer als Nothelfer anderen beisteht und dabei selbst zu Schaden kommt, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung (Sozialgesetzbuch VII § 2 (1) Nr. 13).

Nothelfer erhalten Heilbehandlung sowie Rentenleistungen und darüber hinaus Schadenersatz für die Sachschäden, die ihnen durch den Einsatz für einen anderen Bürger entstanden sind. Gleiches gilt für diejenigen, die bei der Verfolgung von Straftätern zu Schaden gekommen sind.

Bei Straftaten im Zusammenhang mit einem Kraftfahrzeug ist nicht das OEG zuständig, sondern die Verkehrsopferhilfe (VOH, 10117 Berlin), z. B. bei Fahrerflucht.

Der WEISSE RING rät:

Jedes Opfer einer Gewalttat sollte unverzüglich einen Antrag – auch formlos – beim örtlichen Versorgungsamt oder einer anderen Behörde stellen! Informationen dazu erhalten die Geschädigten beim WEISSEN RING (Tel. 01803 - 34 34 34), der bundesweit 420 Außenstellen hat. Sie erhalten dort auch schnell und unbürokratisch kostenlose Unterstützung.

Dietrich Brandhorst

(unter Verwendung des Textes eines Faltblattes vom WEISSEN RING)
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QUELLE:

Aus einer Weiterveröffentlichung von: DEUTSCHER JU-JUTSU-VERBAND e.V. (DJJV) , Bundesfachverband für Selbstverteidigung | Selbstverteidigung - Fitness - Wetkampf @ http://ju-jutsu.de/406 [ ohne Datum ! ]

Anzunehmen basierend auf eine Veröffentlichung seitens des WEISSEN RINGS @ https://www.weisser-ring.de/fileadmin/content/presse/Staatliche_Opferentschaedigung_greift_zu_selten.pdf [ ohne Datum ! ----- anscheinend aber - also möglicherweiseso um Ende März 2009 erstmalig vom WEISSEN RING deutschlandweit veröffentlicht und verbreitet ]


Eine m.M.n. diesbezüglich informative Webseite, die für so manchen Betroffenen ebenso hilfreich sein könnte, ist folgende: http://www.borderline-muetter.de/cms/gesellschaft/opferentschaedigung
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Alt 20.10.2013, 15:52   #734
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Ausrufezeichen Auch Deinem OEG-Antrag könnte stattgegeben werden.

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Meines Erachtens, auch hoch relevant, besonders in Fällen wo Heimkinder sich aus eigener Initiative aus den damaligen 'Heimen' in denen sie eingesperrt waren und gezwangsarbeitet wurden „unerlaubt entfernt“ haben um weitergehenden Angriffen, Misshandlungen, Missbrauch ( Gewalttaten ! ) zu entfliehen, von den Kinder- und Jugendbehörden aber wieder in diese Heime zurückgeführt wurden, ohne dass die Kinder- und Jugendbehörden auch nur im Geringsten ihrer besonderen Schutzpflicht gegenüber ihren Schutzbefohlenen nachgekommen sind.


JuraForum.de @ http://www.juraforum.de/recht-gesetz/lsg-opferentschaedigung-bei-sturz-aus-fenster-bei-flucht-242264

Zitat:
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LSG: Opferentschädigung bei Sturz aus Fenster bei Flucht

29.05.2008, 09:39 | Recht & Gesetz

[ Hessisches Landessozialgericht - Urteil vom 28.05.2008 - AZ L 4 VG 3/07 ZVW ]

Wird eine Person in ihrer Freiheit beraubt und flüchtet mangels Alternativen aus dem Fenster im dritten Obergeschoss, so kann eine Opferentschädigung für die bei dem Sturz erlittenen Schäden nicht wegen grob vernunftwidrigen Verhaltens versagt werden. Dies entschied heute der 4. Senat des Landessozialgerichts Darmstadt.

Im konkreten Fall war eine 1977 in Berlin geborene und in Neuseeland aufgewachsene Frau war nach Beendigung ihres Kunststudiums im Jahre 2000 nach Deutschland gereist. In Frankfurt lernte sie einen Mann kennen, der ihr Hoffnungen auf einen Job in der Filmbranche machte. Um hierfür ihre Chancen zu erhöhen, ließ sich die 23jährige Frau von ihm in seiner Wohnung nach dem gemeinsamen Genuss von Marihuana die Haare schneiden. Unzufrieden mit dem Resultat wollte sie einen Friseur aufsuchen, was der Mann jedoch nicht zuließ. Er schubste sie vielmehr wiederholt zurück in die Wohnung. Durch das Verhalten des Mannes beunruhigt kletterte sie aus dem Fenster und versuchte, Halt im zweiten Obergeschoss zu finden. Als dies misslang und sich der Täter erneut näherte, ließ sie sich auf das Dach der im Erdgeschoss befindlichen Passage fallen und verletzte sich hierbei erheblich.

Im strafgerichtlichen Verfahren wurde der 1950 geborene Mann wegen Freiheitsberaubung zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Eine Entschädigung der Verunglückten nach dem Opferentschädigungsgesetz lehnte das Landesversorgungsamt Hessen mit der Begründung ab , die Freiheitsberaubung sei kein tätlicher Angriff, was die Sozialgerichte der ersten beiden Instanzen bestätigten. Das Bundessozialgericht urteilte hingegen, dass ein Angriff auf die körperliche Bewegungsfreiheit einer anderen Person jedenfalls dann als tätlicher Angriff im Sinne des Opferentschädigungsrechts zu behandeln sei, wenn die Person mittels körperlicher Gewalt ihrer Freiheit beraubt oder dieser Zustand durch Tätlichkeiten aufrechterhalten werde.

Vom Landessozialgericht war nunmehr zu entscheiden, ob der Frau, die wieder in Neuseeland lebt, wegen grob vernunftwidrigen Verhaltens eine Entschädigung zu versagen ist. Dies vertrat das Versorgungsamt, das keine Anhaltspunkte für eine unmittelbar bevorstehende Gewalttat gesehen und auf die Kenntnis der Frau hinsichtlich der Gefährlichkeit ihres Handelns verwiesen hatte.

Anders haben dies die Darmstädter Richter mit der heutigen Entscheidung beurteilt. Die fortdauernde Freiheitsberaubung sei wesentlich für das Verhalten der Frau, die selbst keinen mindestens gleichwertigen Beitrag zum Sturz aus dem Fenster geleistet habe. Die eventuell entstandene Panik sei auf die Tat zurückzuführen. Auch sei die altersund herkunftsbedingte Unerfahrenheit der Frau zu berücksichtigen. Der geringe Konsum von Marihuana und Alkohol sei hingegen nicht relevant. Ferner habe die Frau die Freiheitsberaubung nicht weiter hinnehmen müssen, so dass die Flucht aus dem Fenster mangels einer Alternative nicht als grob vernunftwidrig einzustufen sei. Eine Entschädigung könne schließlich auch nicht mit der Begründung verweigert werden, die Schutz- und Risikogemeinschaft redlicher Bürger“ sei verlassen worden, was etwa bei Zugehörigkeit zu kriminellen Kreisen der Fall sei. Selbst ein unsolider Lebenswandel reiche hierfür nicht aus, weshalb hierzu auch keine Feststellungen zu treffen waren.


(AZ L 4 VG 3/07 ZVW Die Revision [ des Landesversorgungsamtes Hessen ] wurde nicht zugelassen.)

Quelle: Pressemitteilung des LSG [ Darmstadt ] [ sehr lange URL für die betreffende LSG-Darmstadt-Pressemitteilung, die ich hier nicht aufführen werde ]
[ Siehe jedoch einen diesbezüglichen Bericht der Rechtsanwaltskanzlei Kotz @ http://h2182201.stratoserver.net/sandbox/operentschaedigung_flucht.htm ( erstmalig publiziert hier am 13.05.2013 ) ]

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Diesem LSG-Urteil vom 28.05.2008 - AZ L 4 VG 3/07 ZVW war in demselben Fall ein BSG-Urteil vom 30.11.2006 - B 9a VG 4/05 R vorausgegangen ! – Siehe diesbezüglich auch unbedingt den mehr detaillierten Bericht zum Ganzen @ http://openjur.de/u/300495.html - Hoch relevante Urteile der obersten Gerichte !!!
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Alt 20.10.2013, 16:58   #735
Anna B.
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

kennst du den Fall Antonya Schandorff?

sie hat auf facebook eine eigene Seite...

unglaublich, was da passiert ist...

sie wurde aus der Schule abgeholt und gleich in ein Heim gesteckt...

der Vater soll sie angeblich geschlagen haben...nur...das Verfahren gegen den Vater wurde eingestellt..weil nichts zu beweisen war und es nichts zu beweisen gab...

sie ist dann 7 Monate im Heim geblieben, Telefonverbot: ihr dürft der Antonya kein Handy geben..
kein Kontakt zur Familie..
die Oma ist gestorben..das Heim regt sich auf, dass es sich ja nicht um die Oma handelte, sondern um die Ur-Oma..und das wäre auch ein beweis, dass die Familie lügt...
dann noch angeblich: der Heimleiter durchwühlt die Unterwäsche von dem Mädchen..

nicht zu glauben, aber lies selber...
__

Gruß
Anna

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Alt 20.10.2013, 19:21   #736
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Zitat von Default Beitrag anzeigen
...Erbrochenes gegen den Schweinehund
Im Ranking der Grausamkeiten nicht an Top-Position aber trotzdem entwürdigend und unvergessen.... schwappten bei mir gleich Bilder aus dem kath. Kindergarten hoch. (Frühe 60er Jahre)
Ein Junge ekelte sich vor Fleisch in allen Darreichungsformen. Er mußte Blutwurst mit dicken Fettstücken runterwürgen, vor der er sich schüttelte. Sein Erbrochenes wurde ihm - Arme und Beine festgeklemmt, Gusche aufgequetscht - un-er-müd-lich reingeschaufelt.
Schon damals reagierte ich auf Festklemmen mit um mich schlagender Gegenwehr.... So starrte ich, alleingelassen bis zum spätabendlichen Abholen, auf Schälchen oder Teller, die leerzuessen ich mich nicht überwinden konnte. Falls die Küchenfee das Zeug wegzuwerfen vergaß, bekam man das selbe zum Frühstück serviert. Seinerzeit war mir die Farbe roter Beete zutiefst suspekt. Andere verabscheuten glibberiges Backobst, das in einer undefinierbar grauen Stärke-Suppe um einen bleichen Hefekloß dümpelte.
"Unsere" Nonne konnte/wollte nicht verstehen, daß wir uns vor dem angebotenen Fraß ekeln und dessen Aufnahme verweigern.
Hinweis auf Hungerjahre und die armen Negerkinder inclusive. Das (heute) nachvollziehbare Lamento der schwer traumatisierten Generation "erreichte" mich nicht. Geschichten von Frau Holle oder Aschenputtel konnte ich damals eher nachfühlen.
Ihr blauer Tröster (liebevoll? angestrichener Rohrstock) ist jedem, den ich aus der Zeit kenne, namentlich in Erinnerung.
Toilettengang während des nicht enden wollenden Mittagsschlafs? Verboten! (Muttern wies mich an, dann halt "laufen zu lassen". Auf Beschwerde der "Tanten" teilte sie mit, das sei in DEM Fall ausdrücklich von ihr angeordnet - weil - gesünder!)

Kinderverschickungen waren auch nicht ohne...
Verpflegung - anders eklig - wenigstens keine Erbochenen-Essen-Übergriffe.
Stundenlang des nächtens barfuß und in dünnem Fähnchen auf feucht-kalten Fliesen im dunklen Gemeinschaftsduschraum, von einem Beinchen aufs andere tretend, ausharren, weil man im Schlafsaal noch mit den anderen gekichert hatte...
(Daheim wurde darauf acht gegeben, daß ich nicht barfuß auf kalten Böden lief... Versteh einer die Welt der Erwachsenen!)
Nachtschwester auf Abschlußrundgang - erstaunt, das kleine Elend vorzufinden.

Perfide Manipulationen, damit das Erlebte nicht daheim berichtet wird, verfangen bei Kindern recht gut.
Deshalb kann ich nur anmahnen, wenn sich das Kind auf den Boden wirft, alle viere von sich gestreckt wie auf brüchigem Eis, obwohl es "nur" in den Kindergarten geht... Nicht alles mit Trotzphase erklären und unkritisch auf die "Institution" vertrauen - auch wenn man es sich selbst gar nicht vor-zu-stellen ver-mag, was dort womöglich passiert.
Ich bin erst als junge Erwachsene damit rausgerückt.
Muttern entsetzt - warum ich das nicht SOFORT erzählt habe!? DAS hätte sie doch sofort unterbunden.
Tscha.... mir wurde schlimmeres Ungemach in Aussicht gestellt, wenn ich was erzähle. U. A., daß ich gar nicht mehr nach Hause dürfe, weil die Eltern so ein böses Kind lieber gleich dort ließen. Zimmer steht bereit, guck hier wohnst du dann.

Klar ist das ein Eiertanz, herauszufinden, ob das Kind verständlicherweise versucht, sich an Mutterns Rockschoß festzukrallen oder ob was Anderes dahinter steckt.

Anyway...
Was bin ich froh, das alles hinter mir zu haben!
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Alt 20.10.2013, 19:37   #737
Anna B.
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

oh,..da kann ich mich an meine Kinderkur der Caritas aus dem Jahr 1965 erinnern..

schmerzlich erinnern...

weil ich mit 10 Jahren nur 26 kg gewogen habe, mußte ich zur Kur, auf die schöne Insel Langeoog...meine Schwester kam gleich mit...

wir mußten morgens zuerst, nach dem Zähneputzen 1 Glas lauwarmes Salzwasser trinken...da hab ich dann das 1. mal gekotzt...

mittags mußten wir uns alle kalt mit Salzwasser abreiben..Unterwäsche an und zack ins Bett..Mittagsschlaf...
nach dem Aufstehen wiederum ein Glas lauwarmes Salzwasser und wieder hab ich gekotzt...

achja. Mittagessen:..Heidelbeersuppe mit irgendwelchen Pfannekuchenstreifen...

würg...

das Mittagessen gab es um 12.30 Uhr...und ich saß um 16.00 Uhr noch allein im Essensaal, weil ich dieses widerliche Zeugs nicht runterbekam...
nachdem ich dann den letzten Löffel genommen habe, hab ich gleich wieder gekotzt...
so schaffte man es in 6 langen Wochen, dass ich 200 g zugenommen habe..
meine Schwester 250 g....

alle Kinder fuhren leichter wieder nach Hause, als sie angereist waren bzw. hatten ähnlich geringe Gewichtszunahmen wie wir...die Gewichtszunahmen kamen aber auch, weil wir in den 6 Wochen auch gewachsen waren..

es war so grauselig dort....

was hab ich zurückbehalten? lebenslanges Übergewicht...und nen Ekel vor irgendwelchen undifinierbaren Suppen, vor rote Beete (oh gott, ist mir schlecht)....und vor lauwarmem Salzwasser...

sobald ich irgendwie ein Mineralwasser trinke, welches recht salzig ist, wird mir schlecht...

boah, ich mag nicht mehr dran denken..hab da eigentlich nur gekotzt...
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2013, 05:44   #738
Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen Auch Deinem OEG-Antrag könnte stattgegeben werden.

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Meinerseits weiterführend zu Beitrag 734 und den vohergehenden diesbezüglichen Beiträgen, die sich mit diesem juristischen Aspekt und mit einer Opferentschädigung (OEG) befassen.


Wenn auch Dir »Nobbi« als Ehemaliges Heimkind ( aktiv im Heimkinder-Forum.de ) – oder irgend einem anderen Ehemaligen Heimkind – zu irgend einem Zeitpunkt im BUNDESSOZIALGERICHT, bzw. im LANDESSOZIALGERICHT eine Opferentschädigung gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) zugesprochen worden ist, würden wir alle gerne wissen was das Aktenzeichen / die Aktenzeichen Deines Opferentschädigungsfalles vor den Gerichten ist / sind, so dass wir alle diesbezüglichen OFFIZIELLEN JUSTIZIELLEN BERICHTE DARÜBER nachlesen und studieren können.

Übrigens war das Ehemalige Heimkind »Nobbi«, seinen eigenen Angaben gemäß, (1.) im „Kinderheim Vinzenzwerk-Handorf“ von 1950-1961 und (2.) in „Klausheide-Höfelhof“ von 1961-1963 als Schüler und in der Gärtnerei [ letzteres 'Heim' auch bekannt als „Hövelhof Salvator Kolleg Klausheide“ ( eine Diktatur und ein Unrechtssystem unter dem Diktat der katholischen Salvatorianerbrüder – abgesegnet vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ) ].
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Alt 22.10.2013, 06:00   #739
Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen Heimkind-Opferentschädigungsantrag stattgegeben.

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ZUSAMMENFASSUNG – meinerseitige Zusammenfassung insbesondere für alle die Angst haben, dass (a.) ihr Name, (b.) ihr Alter, (c.) wann und wo sie damals im 'Heim' waren und dadurch geschädigt wurden, (d.) ihr heutiges Krankheitsbild als Folge von Gewalttaten die sie erfahren haben in der Heimerziehung und (e.) sonstige für einen Opferentschädigungsantrag relevante Details bekannt werden, wie z.B. auch (f.) die generelle Gegend und (g.) der Zuständigkeitsbereich der Behörden an die man solch einen Antrag stellt --- meinerseitige Zusammenfassung, in der Hoffnung dass all diejenigen die solches Bekanntwerden relevanter Details beängstigt, sich vielleicht wieder beruhigen.

Bisher habe ich FÜR ALLE, u.a., im Internet auch hier im ERWERBSLOSEN FORUM DEUTSCHLAND und an vielen anderen Stellen eröffneten Thread / Thema »Heimkind-Opferentschädigungsantrag stattgegeben«

Ehemalige Heimkinder West sowohl wie auch Ehemalige Heimkinder Ost

UND FÜR ALLE ANDEREN AUF IRGEND EINE WEISE „DURCH TÄTLICHE GEWALT GESCHÄDIGTEN“, DIE GESETZLICHE ANSPRÜCHE AUF ENTSCHÄDIGUNG GEMÄß DEM OPFERENTSCHÄDIGUNGSGESETZ (OEG) HABEN MÖGEN

auf folgende FÜR SIE ALLE relevante und zutreffende Gerichtsurteile der SOZIALGERICHTE, LANDESSOZIALGERICHTE und BUNDESSOZIALGERICHTE, die sich mit der Ablehnung eines von einem Versorgungsamt abgelehnten „Opferentschädigungsantrags gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) befassen, aufmerksam gemacht,

damit auch SIE ALLE sich diese Information zum Nutzen machen können – falls sie das möchten:

Und alle solche Gerichtsurteile und die Aktenzeichen all solcher Gerichtsurteile sind weder Geheimsache“, noch stehen sie unter Datenschutz!
ALLE JUSTIZIELLEN BERICHTE ÜBER GERICHTURTEILE, UND DIE VOLLSTÄNDIGEN GERICHTSURTEILE SELBST, SIND WEITESTGEHEND ÖFFENTLICH FÜR JEDES MITGLIED DER GESELLSCHAFT ZUGÄNGLICH, man muss nur wissen wie und wo diese Gerichtsurteile zu finden sind – und dazu braucht man jeweilig das Aktenzeichen eines bestimmten Urteils !

(1.) „Grundsatzurteil“ BUNDESSOZIALGERICHT (BSG) in Kassel vom 17.4.2013, B 9 V 1/12R – ( Ja, und dies ist das Aktenzeichen dieses Gerichtsurteils: Az.: B 9 V 1/12R, und jeder darf es wissen und das Urteil ohne Einschränkungen lesen und studieren ).

(2.) Urteil LANDSESSOZIALGERICHT (LSG) Rheinland Pfalz in Mainz vom 06.03.2013, L 4 VG 11/11 – ( Ja, und dies ist das Aktenzeichen dieses Gerichtsurteils: Az.: L 4 VG 11/11, und jeder darf es wissen und das Urteil ohne Einschränkungen lesen und studieren ).

(3.) Urteil SOZIALGERICHT (SG) Düsseldorf vom 13.06.2013, S 35 VG 21/10 – ( Ja, und dies ist das Aktenzeichen dieses Gerichtsurteils: Az.: S 35 VG 21/10, und jeder darf es wissen und das Urteil ohne Einschränkungen lesen und studieren ).

(4.) Urteil SOZIALGERICHT (SG) Berlin vom 27.09.2013, 181 VG 167/07 – ( Ja, und dies ist das Aktenzeichen dieses Gerichtsurteils: Az.: 181 VG 167/07, und jeder darf es wissen und das Urteil ohne Einschränkungen lesen und studieren ).

(5.) Urteil LANDESSOZIALGERICHT (LSG) Hessen vom 28.05.2008, L 4 VG 3/07 ZVW – ( Ja, und dies ist das Aktenzeichen dieses Gerichtsurteils: Az.: L 4 VG 3/07 ZVW, und jeder darf es wissen und das Urteil ohne Einschränkungen lesen und studieren ).

(6.) „Grundsatzurteil“ BUNDESSOZIALGERICHT (BSG) vom 30.11.2006, B 9a VG 4/05 R – ( Ja, und dies ist das Aktenzeichen dieses Gerichtsurteils: Az.: B 9a VG 4/05 R, und jeder darf es wissen und das Urteil ohne Einschränkungen lesen und studieren ).

(7.) Und bezüglich einer „Rehabilitierung“ und darauffolgender „Entschädigung“ gemäß dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (StRehaG), das „Grundsatzurteil“ VERFASSUNGSGERICHTSHOF (VerfGH) Berlin vom 24.09.2013, VerfGH 172/11 – ( Ja, und dies ist das Aktenzeichen dieses Gerichtsurteils: Az.: L 4 VerfGH 172/11, und jeder darf es wissen und das Urteil ohne Einschränkungen lesen und studieren ).

Kein deutsches Gerichtsurteil irgend eines Gerichtes enthält die Realnamen und die Wohnadresse oder irgendwelche anderen Identifizierungsmerkmale der streitenden Parteien und somit auch nicht den Namen und die Wohnadresse eines Antragstellers oder einer Antragstellerin der/die Antrag auf Entschädigung gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) oder dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (StRehaG) stellt oder gestellt hat. Jede involvierte Person bleibt völlig anonym, es sei denn sie oder er gibt ihren oder seinen Realnamen und andere persönliche Details anderweitig selber bekannt --- und das bleibt jedem natürlich selbst überlassen.

Ehemaliges Heimkind Detlef Rudolph, über den ich in den ersten beiden einleitenden Beiträgen dieses ebenso erstmalig von mir angesprochenen Themas »Heimkind-Opferentschädigungsantrag stattgegeben« berichte, zum Beispiel, hat, unter Anführung seines vollständigen Realnamens, ZUM WOHLE ALLER, selbst über seinen Erfolg gesprochen, obwohl der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), wo er seinen Antrag auf Entschädigung gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) gestellt hatte, nicht darüber reden wollte – und tatsächlich, aus ihrerseitigen Datenschutzgründen ( an die er gebunden ist und auch andere Behörden gebunden sind ! ), nicht darüber reden durfte.


Und es war erst der Erfolgsbericht des Ehemaligen Heimkindes Detlef Rudolf der mich dazu veranlasste zu diesem Thema zu recherchieren und dann FÜR EUCH ALLE überall im Internet darüber zu berichten.
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Alt 24.10.2013, 15:06   #740
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Ausrufezeichen »OEG-Antragstellung« ist nicht zu verwechseln mit…

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Ein »Opferentschädigungsantrag gemäß dem Opferentschädigungsgesetz (OEG)« den ein Opfer eines „tätlichen Gewaltaktes“ aufgrund der gesundheitlichen Folgeschäden und Beeinträchtigungen bei seinem zuständigen kommunalen „Versorgungsamt“ stellt – und den ein Opfer auch durchaus ohne Hinzuziehung eines Anwalts stellen kann ! – hat ( a. ) weder etwas mit einem Zivilverfahren-Gerichtsverfahren zu tun indem man den Schädiger auf Schadenersatz und Schmerzengeld verklagt, noch ( b. ) hat es etwas mit einem Strafverfahren zu tun in dem der Täter / Schädiger von der Staatsanwaltschaft angeklagt wird um strafrechtlich für seine Gewalttat belangt und bestraft zu werden ( wie auch schon in allen vorhergehenden Beiträgen in diesem Thread [ der letzten paar Tage ] und in den vielerseits darin angegebenen Gerichtsurteilen FÜR ALLE genau erklärt wurde. ).
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Alt 26.10.2013, 19:54   #741
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Ausrufezeichen Auch Deinem OEG-Antrag könnte stattgegeben werden.

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Fachanwalt Dr. Andreas Scheulen ( in Nürnberg ) hat schon vor einigen Jahren folgendes Informationsblatt zum Thema »Opferentschädigung-Antragstellung « zur Verfügung gestellt und mit den bis zu dem damaligen Zeitpunkt bestehenden diesbezüglichen Gerichtsurteilen untermauert ( d.h. nur bis ungefähr Ende des Jahres 2008 --- und jetzt schreiben wir schon beinahe Endes des Jahres 2013 )
@ http://rae-scheulen.de/ratgeber-sozialrecht/opferentschaedigung_ehemalige_heimkinder.pdf ( insgesamt 9 Seiten ).
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Alt 26.10.2013, 20:07   #742
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Ausrufezeichen SCHWEIZ zahlt Ehemaligen Heimkindern echte Entschädigung.

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Achtung - SCHWEIZ will Ehemaligen Heimkindern (a.) „Soforthilfe“ sowohl wie (b.) „Entschädigungsrente“ zahlen.


In der Schweiz soll es für Ehemalige Heimkinder (a.) einen „Soforthilfefonds“ geben sowohl wie (b.) „Entschädigungsrenten“ geben. – BEIDES !


Zitat:

Tages Anzeiger - SCHWEIZ


@
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Durchbruch-fuer-ehemalige-Verdingkinder/story/11350879 ( längerer Artikel )


Durchbruch für ehemalige Verdingkinder


Aktualisiert am 25.10.2013


Die Schweiz wird die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen finanziell entschädigen. Darauf haben sich Vertreter des Bundesamtes für Justiz, des Bauernverbandes und von Betroffenen geeinigt.


Beim zweiten Runden Tisch für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen stand die Entschädigung der Betroffenen im Zentrum. Die Teilnehmenden wollen denn auch einen Härtefall- oder einen Solidaritätsfonds und planen, bis in wenigen Monaten eine Soforthilfe für Betroffene aufzubauen.


Dazu sollen Finanzierungsmöglichkeiten genutzt werden, die keine vorgängige Schaffung einer gesetzlichen Grundlage erfordern, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) mitteilte. Bis zum nächsten Runden Tisch am 29. Januar 2014 sollen diese Möglichkeiten konkretisiert werden. Ziel sei es, bereits im ersten Halbjahr 2014 Gesuche um Soforthilfe entgegenzunehmen und zu bearbeiten.


[ ……… ]
.
WEITERLESEN IM ORIGINAL @


http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Durchbruch-fuer-ehemalige-Verdingkinder/story/11350879 ( längerer Artikel )

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Alt 30.10.2013, 13:48   #743
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Ausrufezeichen SCHWEIZ zahlt Ehemaligen Heimkindern echte Entschädigung.

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Achtung - SCHWEIZ will Ehemaligen Heimkindern (a.) „Soforthilfe“ sowohl wie (b.) „Entschädigungsrente“ zahlen.

In der Schweiz soll es für Ehemalige Heimkinder (a.) einen „Soforthilfefonds“ geben sowohl wie (b.) „Entschädigungsrenten“ geben. - BEIDES !

Der Evangelische Pfarrer a.D. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe in seinem Blog, dem Dierk Schaefer Blog, weist ebenso darauf hin, in einem Kommentar den er mit folgender Überschrift einleitet und beginnt:

( @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/10/27/anderswo-lauft-ehrlicher-als-bei-uns/#comments )

Zitat:
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Anderswo läuft es ehrlicher als bei uns.

Der Runde Tisch [Heimerziehung] bei uns [ in der Bundesrepublik Deutschland ] lief nur rund für die Interessenvertreter aus Staat und Kirchen. Diese „ehrenwerte“ Schicksalsgemeinschaft hat es geschafft, die Opfer öffentlicher Erziehungsmaßnahmen zu betrügen.

»Die Schweiz wird die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen finanziell entschädigen. … Dazu sollen Finanzierungsmöglichkeiten genutzt werden, die keine vorgängige Schaffung einer gesetzlichen Grundlage erfordern, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) mitteilte. Bis zum nächsten Runden Tisch [ Heimkinder und Verdingkinder in der Schweiz ] am 29. Januar 2014 sollen diese Möglichkeiten konkretisiert werden. Ziel sei es, bereits im ersten Halbjahr 2014 Gesuche um Soforthilfe entgegenzunehmen und zu bearbeiten«[1].

Wer von einer gerechteren Welt konkret träumen möchte, lese den Artikel.

[1]
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Durchbruch-fuer-ehemalige-Verdingkinder/story/11350879

Beschlagwortet mit: Schweiz, Zwangsarbeit
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Alt 31.10.2013, 04:42   #744
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Achtung - SCHWEIZ will Ehemaligen Heimkindern (a.) „Soforthilfe“ sowohl wie (b.) „Entschädigungsrente“ zahlen.

In der Schweiz soll es für Ehemalige Heimkinder (a.) einen „Soforthilfefonds“ geben sowohl wie (b.) „Entschädigungsrenten“ geben. - BEIDES !


Anderswo läuft es ehrlicher als bei uns. - Opferentschädigung für ehemalige Heimkinder auf dem Weg - in der Schweiz, nicht hier.


[ Dies ist mein zweiter Beitrag innerhalb 24 Stunden zu diesem Thema --- weiterführend zu den zwei vorhergehenden Beiträgen ( oben ) ]

Ein Betroffener, Helmut Jacob, in seinem Blog, dem Helmut Jacob Blog kommentierte den Beitrag von Dierk Schäfer mit dem Hinweis auf die Situation in der Schweiz, wie folgt:

( @ http://helmutjacob.over-blog.de/article-opferentschadigung-fur-ehemalige-heimkinder-auf-dem-weg-in-der-schweiz-nicht-hier-120837983.html )

Opferentschädigung für ehemalige Heimkinder auf dem Weg - in der Schweiz, nicht hier.

Zitat:
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Zitat:
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TagesAnzeiger Schweiz, aktualisiert am 25.10.2013

Durchbruch für ehemalige Verdingkinder

Die Schweiz wird die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen finanziell entschädigen. Darauf haben sich Vertreter des Bundesamtes für Justiz, des Bauernverbandes und von Betroffenen geeinigt. ...

Die Opferorganisationen hatten im Vorfeld des ersten Runden Tisches im Juni konkrete finanzielle Forderungen gestellt. So sollten die Opfer in einem ersten Schritt Nothilfebeiträge von je 10'000 Franken erhalten. Ab 2014 sollten dann Entschädigungen von je 120'000 Franken in Form einer Zusatzrente ausbezahlt werden. ...“

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Durchbruch-fuer-ehemalige-Verdingkinder/story/11350879

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Kommentar: [ d.h. Kommentar von Helmut Jacob ]

Wenn die Wünsche des Rundes Tisches in der Schweiz auch nur zur Hälfte in Erfüllung gehen – und es gibt Anzeichen dafür, dass die Forderungen wohl umgesetzt werden – dann ist dies eine nachträgliche Ohrfeige für die ehemalige Vorsitzende des „Runden Tisches Heimerziehung“ in der Bundesrepublik Deutschland. Man braucht den Artikel nur zu überfliegen und stellt schon fest: Der Runde Tisch arbeitet nicht gegen die Opfer, sondern für sie und er versucht, eine wirkliche Opferentschädigung, die den Namen auch verdient, in Gang zu bringen. Der Nothilfebeitrag von 10.000 Franken entspricht 8.099 Euro. Die 120.000 Franken Entschädigung ergeben einen Betrag von 97.193 Euro.

Antje Vollmer wollte bekannter Weise nicht mehr als 5.000 Euro auszahlen lassen. Zwar gibt es heute bereits in einigen Fällen bis zu 10.000 Euro für Terrassenüberdachungen, Zuschüsse zum Neuwagen, Wohnungsrenovierungen und allerlei Anschaffungen, aber im Durchschnitt sind es nach wie vor etwa 5.000 Euro, die schamloserweise von Politikern als Entschädigung in Rundfunk, TV und Presse angepriesen und von diesen Organen kritiklos nachgeschwafelt werden.

Die meisten Opfer allerdings wollen eine bescheidene monatliche Opferrente oder eine Einmalauszahlung von 54.000 Euro. In zwei nicht repräsentativen Umfragen wurde dies eindeutig zum Ausdruck gebracht.

http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Abstimmung_uber_den_Runden_Tis/abstimmung_uber_den_runden_tis.html

Dieses Begehren wird bis heute durch die Bank abgelehnt. Von politischer Seite unterstützt lediglich die Partei Die Linke diese Forderung.

Der Blick in die Schweiz beweist schon jetzt: Mit diesen schamlosen Betrügereien, Belügereien und Manipulationen des „Runden Tisches Heimerziehung“ unter Vorsitz von Antje Vollmer, Trägerin der Ehrenberg-Medaille, die einen erbärmlichen Opferfonds zur Folge haben, wurden die Bundesrepublik, die Länder, die Kommunen, die Rechtsnachfolger der Heime und nicht zuletzt die beiden sogenannten Großkirchen erneut zu Tätern an den Opfern. Dies wird wahrscheinlich in der Schweiz nicht passieren. Warten wir es ab.

[ Beschlagwortet mit: ] Heimkinder, Opferentschädigung, Verdingkinder, Schweiz, Opferfonds, Runder Tisch Heimerziehung, Antje Vollmer, Katholische Kirche, Evangelische Kirche
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Alt 31.10.2013, 04:54   #745
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Anderswo läuft es ehrlicher als bei uns. - Opferentschädigung für ehemalige Heimkinder auf dem Weg - in der Schweiz, nicht hier.

[ Dies ist mein dritter Beitrag innerhalb der letzten 24 Stunden zu diesem Thema --- weiterführend zu den drei vorhergehenden Beiträgen ( oben ) ]

Und ebenso aufgeführt von dem Betroffenen Helmut Jacob in seinem Blog, dem Helmut Jacob Blog, an gleicher Stelle:

( @ http://helmutjacob.over-blog.de/article-opferentschadigung-fur-ehemalige-heimkinder-auf-dem-weg-in-der-schweiz-nicht-hier-120837983.html )


Zitat:
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Kommentar Heidi Dettinger, Verein ehemaliger Heimkinder (VeH)

Und damit nicht genug...

Verfasst von VEH e.V. am Di, 2013-10-29 00:14.
Die Ohrfeige ist noch wesentlich gewaltiger, denn gar nicht in den zweifelhaften Genuss der schmählichen Gelder kommen die Menschen, die wohl am wehrlosesten waren und nicht zuletzt deshalb am meisten litten:

● Säuglinge und Kleinkinder, die in Heimen lebten, in denen unglaubliche Qualen in ihr kleines Leben einzogen: Weit weg von allem, was sie brauchten, wurden sie - wenn sie Glück hatten - warm, satt und sauber gehalten. Liebe? Bewegung? Lachen? Spielen? Körperkontakt? Alles Fehlanzeige! Als Erwachsene leiden sie immer noch unter der Deprivation und den Auswirkungen wie Misstrauen, Hospitalismus, körperlichen Beschwerden, psychische Leiden.

● Kinder, die in Einrichtungen für Behinderte leben mussten, seien sie körperlich oder geistig behindert, wurden sie "nur" für schwachsinnig erklärt, weil die Heime nach der NS-Zeit wieder gefüllt werden mussten - (Beispiel: Franz-Sales-Haus in Essen. Leer gefegt wurde es von der T4-Aktion der Nazis, die darauf hinaus lief, behinderte Menschen auszurotten. Und die selbst nach dem halbherzigen Halt dieser Aktion durch die Nazis "unter der Hand" weiter geführt wurde und zahllose Behinderte - Kleinkinder, Kinder, Frauen, Männer - in einen qualvollen Tod schickte durch Verhungern, Verdursten, Medikamentengaben, wurde nach Kriegsende blitzschnell wieder aufgefüllt. Mit Kindern, die wahllos für schwachsinnig erklärt wurden, von Ärzten, die dieses Metier in NAZI-Deutschland erlernt hatten und es nun ohne Skrupel weiter ausführten).

● Kinder, die von denen, die sich um sie sorgen sollten, in die Psychiatrie eingesperrt wurden, wo sie monate- oder gar jahrelang mit Medikamenten vollgestopft wurden, mit Elektroschocks gequält, in Zwangsjacken gepfercht und in der Pflege anderer Psychiatrierten eingesetzt wurden.
Diese Menschen sehen nicht einmal etwas von den schändlichen, den schamlosen Zahlungen, denen der Runde Tisch Heimerziehung unter dem Jubel von Politik und Medien den Weg bereitet hat. Und gleichzeitig umgeben sich Kirchen und Politik weiterhin mit Prunk und Protz...

Wir wünschen den Schweizer Überlebenden Glück und Erfolg. Für sie und auch für uns. Denn wir sind nach wie vor der Meinung, dass auch Deutschland keine Insel ist und sich nicht nur, wenn es um Datenschnüffeleien der Amerikaner geht oder um den festungsgleichen Ausbau gegen Flüchtlinge als ein Teil Europas gerieren kann.

Wir fordern europäische Rechte: Eine Entschädigung, die diesen Namen verdient und die es uns erlaubt, ohne Angst und in Würde unser Alter zu verbringen.
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[ QUELLE: Vereinswebseite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/opferentschaedigung-fuer-ehemalige-heimkinder-auf-dem-weg-in-der-schweiz-nicht-hier/ oder auch @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/ ]

[ Verschlagwortet mit Ehemalige Heimkinder, Entschädigung, Fonds Heimkinder, Heimgeschichte, Kinderrechte, Pädagogik, Psychiatrie, Schweiz ]
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Alt 06.11.2013, 03:14   #746
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Achtung - SCHWEIZ will Ehemaligen Heimkindern (a.) „Soforthilfe“ sowohl wie (b.) „Entschädigungsrente“ zahlen.

In der Schweiz soll es für Ehemalige Heimkinder (a.) einen „Soforthilfefonds“ geben sowohl wie (b.) „Entschädigungsrenten“ geben. - BEIDES !



Schweizer „Ehemalige Heimkinder“, „Verdingkinder“ und alle sonstigen „Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen“ sollen entschädigt werden, d.h. sollen wirkliche ENTSCHÄDIGUNG erhalten.

Hier ist alles was es bisher zu diesem Thema gibt festgehalten: @ http://www.fremdplatziert.ch/
[ "ch" am Ende dieser URL steht für Schweiz ]
( DIES IST DIE SCHWEIZER "EHEMALIGE HEIMKINDER" WEBSEITE ! )



[ SCHWEIZ ] SONNTAGSBLICK - 27. Oktober 2013

Verdingkinder - Auf gute Worte brauchts jetzt Taten

@ http://www.fremdplatziert.ch/SoBli_Staatsopfer.pdf
( eine Image dieses aktuellen Presseartikels )



[ SCHWEIZER ] MEDIENMITTEILUNG - 25. Oktober 2013

Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen: Zweiter Runder Tisch, erste Resultate

@ http://www.fuersorgerischezwangsmassnahmen.ch/de/2013-10-25_mm_runder_tisch.html




[ SCHWEIZ ] Artikel in der Zeitung Tages Anzeiger - 25. Oktober 2013

Durchbruch für ehemalige Verdingkinder

@ http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Durchbruch-fuer-ehemalige-Verdingkinder/story/11350879



[ SCHWEIZER ] SRF TAGESSCHAU - Verdingkinder und Zwangsversorgte: Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen
RENÉ SCHÜPBACH
@ http://www.fremdplatziert.ch/ ( dort bitte ein bißchen runter scrollen )
( VIDEO – Länge: 1 Min. u. 58 Sek. )



[ SCHWEIZ ] suedostschweiz.ch - 23.10.2013, 05:30 Uhr

Verdingkinder: Der Kanton will sich nicht entschuldigen
@ http://www.suedostschweiz.ch/politik/verdingkinder-der-kanton-will-sich-nicht-entschuldigen




Überall da wo wir in Deutschland und Österreich den Begriff "Ehemalige Heimkinder" verwenden, verwendet die Schweiz vorwiegend die Begriffe ( a. ) "Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen", ( b. ) "Verdingkinder", ( c. ) "Zwangsversorgte" und ( d. ) "Fremdplazierte" [, die auch in der SCHWEIZ alle ZWANGSARBEIT leisten mussten ! ]; und deswegen wird dieses Thema, was die Schweiz betrifft, auch nicht so einfach und ohne weiteres in den deutschen und österreichischen Medien aufgegriffen, bzw. aufgegriffen werden, und Vergleiche mit Deutschland und Österreich gezogen werden, denn diese schweizer Begriffe haben nur wenig bis gar keine Bedeutung in Deutschland und Österreich.
In der Schweiz hingegen werden die Begriffe "Heimkinder" und "Ehemalige Heimkinder" von den dortigen Behörden und den dortigen Medien und selbst von der schweizer Gesamtgesellschaft überhaupt nicht verwendet und sind ihnen allen dort somit beinahe völlig bedeutungslos.



Darum habe ich jetzt diesen Beitrag formuliert um auch auf dieses Problem hinzuweisen und überall im Internet darauf aufmerksam zu machen.
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Alt 06.11.2013, 03:37   #747
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Ausrufezeichen SCHWEIZ zahlt Ehemaligen Heimkindern echte Entschädigung.

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Ich machte auch gerade erst kürzlich meinen deutschen Kontakt im „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ ( „VEH e.V.“ ) auf folgende wichtige und interessante Links und Kontakte aufmerksam, die vielleicht auch den ein oder anderen hier interessieren mögen.


Zitat:
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Lieber Hans,


Du solltest, m.M.n, in unserer Vereinswebseite-Linkliste ( @ http://www.veh-ev.eu/, bzw. @ http://www.veh-ev.eu/Wichtige_Themen/Linkseite/linkseite.html ) auch unbedingt auf diese spezifisch SCHWEIZER HEIMKINDERSEITEN hinweisen:


Home @ http://www.fremdplatziert.ch/
Kontakt @ http://www.fremdplatziert.ch/kontakt.html
E-mails: info@fremdplatziert.ch | info@waisenkinder-verdingkinder.ch.vu
Forum @ http://fremdplatziert.forumprofi.de/index.php
Gästebuch @ http://www.fremdplatziert.ch/gastbuch.html
Verein Fremdplatziert auf facebook @ https://www.facebook.com/VereinFremdplatziert

und

@ http://www.kinderheime-schweiz.ch/de/index.php

und

@ http://www.netzwerk-verdingt.ch/doku/newsletter/huonker.html
und

@ http://www.geschichteinchronologie.ch/eu/ch/schweizer-terror/20-kriminelle-kinderheime.html


Desweiteren, schau Dir bitte auch mal diesen meinen neusten – in meinem Forum EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM gestern abend getätigten – BEITRAG bezüglich den SCHWEIZER HEIMKINDERN und ihrem Kampf um Entschädigung an :


BEITRAG @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=418#p418

Mit besten Grüßen aus Australien

Martin
( Martin MITCHELL )
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PS.: Es gibt seit kurzem erst auch einen neuen interessanten Blog und ein Gästebuch ausgehend von Rainer Schmidt und Detlef Delfing in Hamburg: http://www.jungborn-internat.de/ ( auch bezüglich einer damaligen deutschen Schule und Kinderheimhölle ! )
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Alt 06.11.2013, 04:21   #748
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Ausrufezeichen BUCH »Verwaltete Kindheit - Der österreichische Heimskandal«

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Heimerziehung in Österreich (Nachkriegszeit bis 1980), in der "Zweiten Republik"


Zitat:
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Einladung zur BUCHREPRÄSENTATION am 13.11.2013 !

»Verwaltete Kindheit - Der österreichische Heimskandal«

von Georg Hönigsberger und Irmtraut Karlsson

Es lesen: Erni Mangold und Karl Markovics

Einleitende Worte: Karl Welunschek

MITTWOCH, 13. NOVEMBER 2013, UM 20:00 UHR

im Theater Nestroyhof Hamakom
Nestroyplatz 1, 1020 Wien (U1 Nestroyplatz)

EINTRITT FREI

Wir freuen uns auf dein/Ihr Kommen!

Um Anmeldung wird gebeten:

contact@hamakom.at
Tel. +43 (0)1 8900 314
http://www.hamakom.at



Die Geschichte der österreichischen Heimkinder ist vermutlich die größte menschliche Tragödie der Zweiten Republik. Weit mehr als 100.000 Kinder sind betroffen. Bis in die 1980er-Jahre traten Fürsorgeheime als totale Institutionen in Erscheinung, in denen physische und psychische Gewalt sowie sexueller Missbrauch systemimmanent waren. Ihre Arbeitskraft wurde ausgebeutet, ein höherer Bildungsstandard blieb ihnen verwehrt. Die Autoren offenbaren, dass die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik von den grausamen Erziehungsmethoden in öffentlichen, kirchlichen oder privaten Kinder- und Jugendheimen wussten. Speziell in den Jahren 1970 bis 1980 drangen viele Missstände an die Öffentlichkeit. Heime, die bereits 1975 geschlossen gehört hätten, bestanden dennoch weiter.


Erstmals wird bundesweit in die Thematik Einblick gewährt. Zahlreiche zeitgenössische Akten und wissenschaftliche Arbeiten wurden durchforstet. Ehemalige Heimkinder schildern ihre Erlebnisse. Ein internationaler Vergleich wird gezogen. Zudem zeigen die Autoren Lösungen auf, wie öffentliche Stellen Betroffene der Jugendfürsorge heute unterstützen können.


Georg Hönigsberger
Journalist bei der [ österreichischen ] Tageszeitung KURIER, Ressort investigative Recherche. Deckte 2011 den Missbrauchsskandal im Kinderheim Schloss Wilhelminenberg auf, lieferte die ersten Beweise für die Malariatherapien an Jugendlichen in Wien und brachte die Zwangsarbeit im Tiroler Heim St. Martin ans Tageslicht. Mehr als 100 Berichte zum Thema Kinderheime. Heimskandal-Blog auf kurier.at.


Irmtraut Karlsson
Psychologin und Soziologin, 1972-1974 Leitung der Wiener Heimstudie 1974. Diese umfangreiche, unter dem Titel „Verwaltete Kinder“ 1976 erschienene Arbeit ist bis heute einzigartig. Engagement in sozial-pädagogischen Reforminitiativen, Frauenpolitikerin. Seit 1999 Schriftstellerin, Krimis und Sachbücher. „Mordschmankerln – Mehlspeiskrimis“ (Kral Verlag 2006).


BUCHTIPP

Georg Hönigsberger, Irmtraut Karlsson:
»Verwaltete Kindheit - Der österreichische Heimskandal«
Erschienen im Oktober 2013 im Kral Verlag.
296 Seiten, 14 x 21 cm, Hardcover mit Leseband.
€ 26,90
ISBN: 978-3-99024-189-9

Das Buch ist bereits in allen Buchhandlungen erhältlich oder direkt bestellbar über:
Kral Verlag GmbH
Verleger: Robert Ivancich
J.-F.-Kennedy-Platz 2
2560 Berndorf
Tel.: +43 (0) 2672/82 236-0, Fax: Dw. 4
E-Mail: office@kral-verlag.at
http://www.kral-verlag.at

Bildnachweis

Zeichnung am Cover von Erwin Aschenwald.
Grafik: xl-graphic, Wien.
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Zitat:
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WEITERE BUCHREPRÄSENTATIONEN


Geplant sind weitere Buchpräsentationen in Wien, Bad Vöslau und Innsbruck.

Wien: 28. November, 19 Uhr, Republikanischer Club;

6. Dezember, 19 Uhr, Volkskundemuseum

Innsbruck: Ort und Termin stehen noch nicht fest

Bad Vöslau: Ort und Termin stehen noch nicht fest

Liebe Grüße, Georg
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QUELLE: Bekanntgebung verbreitet von dem österreichischen Journalist und Autor Georg Hönigsberger selbst, u.a., auch @ http://www.wir-heimkinder.at/index.p...=5967&a38018c3 ( Beitrag 3: am Mi. 30.10.2013, um 12:45 Uhr und Beitrag 4: am Mi. 30.10.2013, um 12:47 Uhr )



Siehe auch den diesbezüglichen UP-DATE von Journalist Georg Hönigsberger im KURIER.AT @ http://kurier.at/chronik/niederoeste...zis/30.715.508 ( vom 13.10.2013, um 08:00 Uhr )
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Alt 06.11.2013, 06:05   #749
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Ausrufezeichen Antragsverfahren HILFSFONDS HEIMERZIEHUNG dokumentiert.

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Für alle deutschen Ehemaligen Heimkinder – wo auch immer sie heute in der Welt leben mögen –, die hier in diesem deutschsprachigen Erwerbslosen-Forum ELO-FORUM.ORG lesen und verkehren und genau informiert sein möchten.



Prozedur des Antragsverfahrens: »Hilfsfonds Heimerziehung West« UND »Hilfsfonds Heimerziehung Ost« in der Bundesrepublik Deutschland.


DIE EINZIGE STELLE IM ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICHEN INTERNET wo man genau nachverfolgen kann, wie, Schritt für Schritt, von Anfang bis Ende, dieses ganze Antragsverfahren – potentiell mehrere solche Antragsverfahren pro Person ! – funktioniert, ist hier im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-FORUM genau festgehalten: »BEISPIEL: Antrag auf Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung.« @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?f=30&t=33 ( wo die ganze Prozedur leicht verständlich schriftlich festgehalten und genau dokumentiert ist ! ).



Ein Beispiel wie effizient, zumindest, solche Anträge seitens der Anlauf- und Beratungsstelle in Münster, NRW, bearbeitet werden.



Und wie eine „Schlüssigkeitsprüfung“/ein „Schlüssigkeitsbescheid“/eine „Antragsbewilligung“, d.h. das „Stattgeben“ eines „Sachleistungsantrags“ aus dem »Hilfsfonds Heimerziehung West« UND aus dem »Hilfsfonds Heimerziehung Ost« seitens der Kölner Hauptgeschäftsstelle aussieht, kann jeder ebenso im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-FORUM herausfinden, d.h. sich anschauen: »„Schlüssigkeitsbescheid“/„Antragsbewilligung“ von BAFzA Köln« @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?f=30&t=31 ( eine sachgerechte Reproduktion einer solchen »Vereinbarung über materiellen Hilfebedarf« ).
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Alt 08.11.2013, 12:20   #750
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Ausrufezeichen AW: Albtraum Erziehungsheim

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Wer und was ist dasBundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben“ ( „BAFzA“ ), Geschäftsstelle Köln ?

Das heutige erst seit dem 3. Mai 2011 bestehende so genannte „Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben“ war vier Jahrzehnte lang das „Bundesamt für den Zivildienst“ ( „Zivildienstamt“ / „Ziviamt“ ), zuständig für die Verwaltung und Betreuung von Wehrdienstverweigerern, bzw. Zivildienstleistenden. Als es aber dann eines Tages, Mitte des Jahres 2011, in der Bundesrepublik Deutschland keine Wehrpflicht mehr gab, war auch das „Bundesamt für den Zivildienst“ ( „Zivildienstamt“ / „Ziviamt“ ), zuständig für die Verwaltung und Betreuung von Wehrdienstverweigerern, bzw. Zivildienstleistenden überflüssig geworden. Was tun mit diesem großen überflüssig gewordenen Beamtenstab ( eine Behörde mit rund 1000 Mitarbeitern ! ) ?

Und hier wird detailiert darüber berichtet wie dann aus dem „Bundesamt für den Zivildienst“ – eine Bundesbehörde, die auch weiterhin dem "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend" ( "FAMILIENMINISTERIUM" ) untersteht – das neue „Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben“, »BUNDESAMT FÜR ALLES«, wurde :

Zitat:
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ZEIT ONLINE Artikel von BRITTA BEEGER ( vom 17. August 2011 ) »Ein Amt für alle Fälle« − »Die Zivis verschwinden, die Behörde bleibt: Anstatt das Bundesamt für den Zivildienst aufzulösen, wurde ihm ein neuer Aufgabenbereich zurechtgebastelt.« @ http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-08/zivildienstamt-koeln-freiwillige?commentstart=17#cid-3136284
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Als ein „Ehemaliges Heimkind West“ – »Pausenschläfer« – diesen ZEIT ONLINE Artikel erstmalig Ende Oktober 2013 entdeckte, schrieb er sofort folgenden Leserkommentar dazu ( @ http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-08/zivildienstamt-koeln-freiwillige/seite-2?commentstart=17#comments ) :

Zitat:
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23. Ein neuer Aufgabenbereich für das BAFzA

»Pausenschläfer« – 30. Oktober 2013, um 15:05 Uhr

Seit dem 01.01.2012 kümmert sich das Amt auch um ehemalige Heimkinder, indem es die Anträge auf Hilfsleistungen aus dem Fonds Heimerziehung auf Schlüssigkeit prüft. Leistungen für Westheimkinder können bis zum 31.12.2014 beantragt werden, und bis zum 31.12.2016 soll dann alles abgewickelt sein (Westdeutschland).
Bei der Neustrukturierung des Amtes wurde eigens in der Abteilung 4 ein neues Referat 403 (Geschäftsstelle Fonds Heimerziehung) geschaffen. http://www.bafza.de/fileadmin/redaktion/downloads/Abt1/103/Organisationsplan_03_13__ohne__Namen_.pdf

Da ich selbst Leistungen aus dem Fonds Heimerziehung beantragt habe, und auch in entsprechenden Heimkinderforen mich informiere, kann ich durchaus sagen, dass die Mitarbeiter des dortigen Amtes mit ihrer neuen Aufgabe reichlich überfordert sind, und dass es in der Folge zu erheblichen Wartezeiten kommt, die ich für unangemessen halte. Auch der bürokratische Aufwand, um überhaupt Leistungen zu erhalten, ist meiner Meinung nach nicht vertretbar, wenn gleich es schon auf diesem Gebiet einige Verbesserungen gegeben hat.

(Auf diesen Zeit Online Artikel bin ich erst heute bei meiner Recherche zum BAFzA gestoßen.)

[ Mein eigener Internetauftritt : ] http://hamburgerlagebuecher.blogspot.de/2012/09/10-fonds-heimerziehung-west-und-ost.html

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Filmtipp - Darwins Albtraum a f a Soziale Politik / politisches Zeitgeschehen 0 06.12.2007 10:53


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