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News / Diskussionen / Tagespresse brandheiß, aktuell und neu . . .


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Alt 13.03.2013, 05:40   #676
Ehemaliges Heimkind
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Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen NEWS: Re dem ZDF SPIELFILM "Und alle haben geschwiegen".

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Zitat:
Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2.../#comment-3950

Heike Freiwald sagte, am 5. März 2013 um 16:29 Uhr:

Ich glaube kaum dass Zuschauer den richtigen Eindruck durch diesen Film erhalten konnten. Die Liebesgeschichte war absolut unnötig und hat somit die wichtigsten Fakten des Erziehungsleben überspielt.
Es fehlten die Einzelzellen mit der Waschschüssel, Gitter vor dem Fenstern; jede Einzelzelle ausgestattet mit einem Bett, einer Waschkonsole und einem Nachttopf; kein persönliches Eigentum und fehlender innerer Türklinke. Auch gab es keine Angaben über die tägliche persönliche Morgenreinigung mit kaltem Wasser, da Duschen nur selten vorkam. Das Anstellen zum Ausgiessen des Nachttopfes. Die Blechteller mit 2 Scheiben Brot und Rübenkraut zum täglichen Frühstück. Keine Schulausbildung; keine persönlichen Gegenstände; zensierte Post; gestrickte Monatsbinden zur wiederholten Benuzung; 2 Stück Zeitungspapier zum Toilettengang der nur 3x täglich stattfand. Es fehlten so viel wichtige Fakten, die das Heimleben zur Hölle machten. Die totale Agonie der Heimkinder war kaum nachzuvollziehen, da die Schauspieler absolut keine Ahnung hatten und demzufolge es auch nicht in der Lage waren darzustellen. …
Mit einfachen Worten: wir waren Arbeitssklaven ohne Bezahlung, eingesperrt und behandelt schlimmer als Verbrecher, misshandelt an Körper und Seele, ausgestossen von der Gesellschaft und verdammt zu lebenslanger Demütigung als Ehemaliges Heimkind. Viele von uns haben Selbstmord begangen, viele von uns haben aus Scham ihre Vergangenheit verschwiegen, und die meisten von uns sind auch mit Therapien und täglichen Medikamenten immer noch nicht in der Lage die Vergangenheit zu überwinden.
Wir sind immer noch Menschen 2. Klasse, die man mit mickrigen finanziellen Zahlungen mundtot gemacht hat.
Heike Freiwald.
Zitat:
Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2.../#comment-3951

Dirk Friedrich sagte, am 5. März 2013 um 17:29 Uhr:

Richtig! Kann ich nur voll unterstreichen!
Meilenweit an der damaligen Realität vorbeigedüst! Schade!

Ich war ja vorgewarnt, dass der Film fürs breite Fernsehpublikum produziert worden wäre. Das man so „schonend“ mit diesem Publikum umgehen würde, hätte ich aber nicht gedacht.
Wo doch tagtäglich blutige Krimileichen, aus den Fernsehkanälen, im trauten Wohnzimmer, zwischen Chips und Cola, aufschlagen.

Nein, mit der Realität hatte der Film gar nichts zu tun!

Es gab so viele Ungereimtheiten und fette Fehler, dass ich es noch immer nicht ganz fassen kann.
Allein schon die vollkommen irreale Darstellung, dass Jungen und Mädchen in einem Essensraum zusammen waren und somit „miteinander in Berührung“ kamen, haut dem Fass den Boden raus.
So etwas habe ich, in meiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit dem Thema Aufarbeitung und Heimalltag, weder selbst erlebt noch gehört oder von Überlebenden erzählt bekommen. – Humbug pur! – Aber, ich lasse mich gern belehren!

Wer, so frage ich mich, hat da als Berater am Filmset gestanden und sich solch einen Unsinn einfallen lassen? Ein mit der damaligen Situation vertrautes ehemaliges Heimkind kann das jedenfalls nicht gewesen sein.
Mädchen und Jungen, gerade in diesem Alter, waren strickt getrennt. Es gab ein absolutes Sprechverbot mit dem anderen Geschlecht. Und wehe man übertrat diese eiserne Regel, dann floss richtig Blut.

Kurzum, der Film mag für Unbedarfte gelten. Soll auf die damaligen fürchterlichen Heimsituationen aufmerksam machen. Gerecht wird er – weil weichgespült – dem nicht.

Einzig die Scene mit Habich vor dem RTH [ = »Runden Tisch Heimerziehung« ] ist daramtisch. Als er den desinteressierten Lümmeln und Tanten am Tisch mitteilt, dass er Angst vor ihnen habe. Weil sie ihn wieder schlagen könnten
»All dies kann ich selbst ebenso voll unterstreichen.«, sagt Ex-Freistätter, Boarduser »Ehemaliges Heimkind« / »martini« / Martin MITCHELL / »Engagierter Bürger«.
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Alt 13.03.2013, 05:55   #677
Ehemaliges Heimkind
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Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

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NEWS – Kinofilm re FREISTATT (Jungen ) und re DORTMUNDER VINCENZHEIM (Mädchen) – Länge: 100 Minuten.

NEWSBEKANNTGEBUNG seitens des Boardusers »martini« / Martin MITCHELL im HEIMKINDER-FORUM.DE, wo er persönlich am Mo. 11.03.201, um 14:12 Uhr mit dem unten zitierten Beitrag – Beitrag 1 - folgenden Thread eröffnet hat:
»Weiterer Spielfilm bezüglich "HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT" in der BRD, d.h. in „Westdeutschland“, dem „unmenschlichen System“ der nachkriegsdeutschen »Fürsorgeerziehung««
@ http://heimkinder-forum.de/v3/board3...rgeerziehung«/

Beitrag 1beginning

Weiterer geplanter Spielfilm bezüglich "HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT" in der Bundesrepublik Deutschland ( d.h. „Westdeutschland“ ! ) – dem unmenschlichen System der nachkriegsdeutschen »Fürsorgeerziehung« in Großwäschereien ( für Mädchen ) und in Mooren ( für Jungen ) :

ERSTENS:

WELTFILM.COM @ http://www.weltfilm.com/html/de/zeit_info.html

von dem berüchtigten »FREISTATT« ist in diesem Film die Rede

und von den unbarmherzigen »Barmherzigen Schwestern«


ANFANG DES ZITATS der ersten Bekanntgebung.

Zitat:
von jetzt an kein zurück

Kinospielfilm ( geplanter Drehbeginn: Frühjahr 2013 )

Buch & Regie: Christian Frosch
Förderung Drehbuch: BKM
Dramadepartment: Susan Schulte
Förderungen: BKM, Nordmedia, Hamburg, Bremedia, Hessischer Rundfunk
Dramaturg: Olaf Winkler

Koproduktion

Dies ist die Geschichte von Ruby und Martin und einer Liebe im Jahre 1967, in der BRD. Wegen „drohender sexueller Verwahrlosung“ werden die beiden in geschlossene Erziehungsheime eingewiesen und durchleben eine Zeit in der Hölle.
Ruby erfährt bei den katholischen „Barmherzigen Schwestern“, Bigotterie, Repression und Zwangsarbeit . Martin wird in das evangelisch geführte Erziehungsheim von Freistatt überstellt. Es galt als das schlimmste seiner Art. Ein System von Gewalt, das darauf abzielt die Zöglinge mit Zwangsarbeit im Moor zu brechen, um sie dadurch neu formen zu können.
Ruby und Martin, die nichts anderes wollten, als der piefigen Kleinstadt zu entfliehen, geraten in die Fänge eines anachronistischen totalitären Systems, eines Relikts des 19. Jahrhunderts und des Dritten Reiches. Und dies zu einer Zeit in dem die BRD von Aufbruch und Veränderung geprägt ist.

Sie versuchen Mensch zu bleiben und zu überleben in einem unmenschlichen System.

Ein Foto zeigt Kristina Konrad
Ein Foto zeigt Christian Frosch
ENDE DES ZITATS der ersten Bekanntgebung.


ZWEITENS:

Der Filmemacher

JOST HERING FILME @ http://www.josthering.de/jhf/node/79

ANFANG DES ZITATS der zweiten Bekanntgebung.

Zitat:
von jetzt an kein zurück

von Christian Frosch
Kamera: Frank Amann

mit Victoria Schulz, Ben Becker, Ernie Mangold, Walfriede Schmitt, Markus Hering, Martin Wuttke

1967 - Ruby und Martin sind jung und proben den Aufstand. Der Preis, den sie dafür bezahlen, ist hoch: Schulverweis, elterliche Gewalt und schließlich die Heimeinweisung. Doch sie sind bereit, den Kampf für ihre Liebe aufzunehmen.

Martin und Rosemarie, die sich selbst Ruby nennt, befinden sich auf dem Weg nach Offenbach zu einem Jimi-Hendrix-Konzert. In Rückblenden erfährt man, dass dies mehr als nur ein Konzertbesuch ist. Martin und Ruby haben die Brücken abgebrochen. Sie sind auf der Flucht. Rubys Vater ist ein unerbittlicher Tyrann, streng katholisch, vom Krieg und der Wiederaufbaumoral geprägt. Ruby wagt es deshalb nicht, offen zu ihrer Liebe zu Martin zu stehen. Für ihren Vater verkörpert Martin nämlich alles, wovon er seine Tochter fernhalten will. Martin ist rebellisch, langhaarig und hat „Flausen“ im Kopf. Martin liebt Rimbaud und träumt davon, Schriftsteller zu werden und mit seiner Literatur die Welt aus den Angeln zu heben. Rubys Leidenschaft ist die Musik. Sie bewundert vor allem Grace Slick von „Jefferson Airplane“. Wer Ruby einmal singen gehört hat, weiß, dass sie den Vergleich mit dem Vorbild nicht zu scheuen braucht.

Martin und Ruby treffen sich heimlich so oft es geht, aber mit jedem Tag wird dieser Zustand unerträglicher. Die Schlinge beginnt sich langsam zuziehen. Sie hauen ab. Der Traum ist kurz. Ruby landet in einem geschlossenen katholischen Heim bei denBarmherzigen Schwestern“ und Martin wird ins berüchtigte Erziehungsheim der Diakonie in Freistatt eingeliefert. Ruby und Martin müssen nun getrennt voneinander um ihr geistiges Überleben kämpfen - in einer Welt, die darauf abzielt, sie zu brechen.

1977, 10 Jahre später, blickt Ruby zurück auf jene Jahre. Es ist eine bittere Bilanz. Ihr Beruf ist es nun, als Schlagersängerin die heile Welt zu verkörpern. An diesem Abend in Baden bei Wien, vor einem Auftritt, wird sie aber von den Gespenstern der Vergangenheit heimgesucht.
ENDE DES ZITATS der zweiten Bekanntgebung.

Beitrag 1end
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Alt 11.04.2013, 15:24   #678
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Hallo,

ich suche Zeitzeugen die um Ende der 70 Anfang der 80 Jahre
im Luwo in Essen waren für mein OEG Verfahren. Ich weiss
das es dort eine ganze Menge Misshandlungen gab, die ich ja auch selber
erlebt habe.Ich würde mich freuen wenn sich Zeugen bei mir melden würden.

Gruss Karudo1
Karudo1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2013, 19:30   #679
Karudo1->Emailproblem
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Karudo1
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Hallo Onkel Tom,

ich heisse Karl und war Ende der siebzieger Jahre
im Luwo in Essen.Ich war wochenlang auf der A1
eingesperrt. Ich habe gelesen das du auch dort warst.Ich benötige noch Zeitzeugen für mein OEG
Verfahren.Hättest du Lust was für mich zu schreiben,
oder gibt es noch Unterlagen von dieser Hölle.

Gruss Karl
Karudo1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2013, 11:31   #680
Onkel Tom
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Benutzerbild von Onkel Tom
 
Registriert seit: 02.09.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 707
Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom Onkel Tom
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Leider kann ich mit Unterlagen nicht dienen..

Unser telefonischer Kontakt hat mich jedoch angeregt darüber zu schreiben, jedoch erstmal zwecks Vergangenheitsbewältigung
für mich selbst.

Habe zu LUWO gestöbert und was gefunden lese ab Seite 75..

Der Autor hat es bildlich beschrieben und wir finden uns teilweise darin mit unseren Erlebnissen wieder..

Mein Käfig: Autobiographie - Oliver Steffen - Google Books
__

Lass Dich nicht verhartzen !
Onkel Tom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2013, 11:36   #681
ThisIsTheEnd
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Ort: NRW
Beiträge: 6.027
ThisIsTheEnd Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Zitat:
Misshandlungsvorwürfe in Brandenburg

Jugendliche fliehen aus Heimen

Die Polizei in Brandenburg sucht nach drei Jugendlichen, die aus umstrittenen Haasenburg-Heimen weggelaufen sind. Sie werfen den Erziehern vor, sie misshandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits in mehreren Fällen.

Körperverletzung, Misshandlung Schutzbefohlener und Nötigung - die Anschuldigungen gegen die geschlossenen Kinder- und Jugendheime der Haasenburg GmbH in Brandenburg wiegen schwer. Am Donnerstagabend durchsuchte die Polizei die Einrichtung. Gleichzeitig wurde bekannt, dass drei Jugendliche als vermisst gelten. Ein Polizeisprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der Hamburger Morgenpost, wonach ein 15-Jähriger und zwei 16 Jahre alte Jungen weggelaufen seien. Auch sie erheben Misshandlungsvorwürfe gegen die Heime. Einer der Jugendlichen behauptet von den Erziehern in einen Müllcontainer gesteckt worden zu sein.
Vorwurf Misshandlung: Jugendliche fliehen aus Heim - Panorama - Süddeutsche.de
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Alt 10.10.2013, 04:05   #682
Ehemaliges Heimkind
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Lächeln Alptraum Erziehungsheim. - Vielleicht kann ich ja jetzt auch weiter HIER berichten.

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Ich hatte hier schon lange Zeit keine Beiträge mehr getätigt nur aus dem Grunde, dass ich hier viele Monate lang nicht mehr rein kam; d.h. ich konnte dieses Forum, das ELO-FORUM.ORG, mit keinem Browser von Australien aus aufrufen; aber auch jemand in Berlin den ich bat dies mal zu überprüfen konnte das Forum nicht aufrufen.

Heute ( Do. 10.10.2013, um 04:00 Uhr ) als ich zufällig in einem GOOGLE-INDEX wieder auf dieses Forum stieß ging es dann plötzlich wieder.
Also dann werd ich mal sehen ob es jetzt wieder geht, bzw. weiter geht – auch in Zukunft weiterhin aufrufbar sein wird.

Es gibt viel nachzuholen HIER.
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Alt 10.10.2013, 04:30   #683
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Ausrufezeichen NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

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Bekanntgebung aus dem Jahre 2012.

Von den Medien wurde dies jedoch derzeit und auch jetzt nicht aufgegriffen.

Aber vielleicht haben es die Medien ja bisher nicht bemerkt oder vielleicht erschien es ihnen bisher „nicht wichtig genug“.

Zitat:
Die Bundesregierung @ http://www.bundesregierung.de/Conten...Nachhaltigkeit

PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG

Donnerstag, 31. Mai 2012

Laufende Nr.: 175

Ausgabejahr: 2012

Kulturstaatsminister Bernd Neumann fördert Film- und Drehbuchprojekte mit 2,2 Millionen Euro

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, fördert aktuelle Film- und Drehbuchprojekte mit einem Gesamtvolumen von 2.202.600 Euro. Bei den von einer Jury vorgeschlagenen Filmprojekten handelt es sich um folgende Vorhaben:

[ ……… ]

„Von jetzt an kein zurück“, Hersteller: Jost Hering Filme, Berlin, Autor/ Regisseur: Christian Frosch, Fördersumme: 250.000 Euro.

Inhalt: Deutschland 1967. Ruby und Martin sind jung und proben den Aufstand. Der Preis, den sie dafür bezahlen, ist hoch: Schulverweis, elterliche Gewalt und schließlich die Heimeinweisung. Doch sie sind bereit, den Kampf für ihre Liebe aufzunehmen.

[ ……… ]
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Alt 10.10.2013, 04:44   #684
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Ausrufezeichen NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

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Weiterführend zu dem vorhergehenden Beitrag zu diesem Thema.


SPIELFILM / DRAMA "Von jetzt an kein zurück"


Zitat:
ÖFI Förderung für Frosch | Jost Hering Filme

http://www.josthering.de/jhf/node/98

21.02.2013

Soeben bekommen wir von unserem Coproduzenten Prisma Film/Wien die erfreuliche Nachricht, dass neben dem BKM, der Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein und der Nordmedia nun auch das "Österreichische Filminstitut ÖFI" unserem Spielfilm Von jetzt an kein zurück" von Christian Frosch eine Produktionsförderung zugesagt hat. Weitere Einreichungen liegen vor und wir planen nunmehr den Drehbeginn im Spätsommer 2013. Drehorte in Niedersachsen, Hamburg/Schleswig-Holstein und Wien.

SPIELFILM / DRAMA "Von jetzt an kein zurück"

Zitat:
Österreiches Filminstitut @ http://www.filminstitut.at/de/foerderungszusagen/

In VON JETZT AN KEIN ZURÜCK, produziert von Prisma Film mit Jost Hering Film (DE), unter der Regie von Christian Frosch, proben zwei Jugendliche den Aufstand gegen die Gesellschaft und die Erziehung in Kinderheimen in den 60er Jahren. U.a. mit Ben Becker und Ernie Mangold.
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Alt 10.10.2013, 05:01   #685
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Ausrufezeichen Re dem ZDF-SPIELFILM »Und alle haben geschwiegen«.

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Hohe Erwartungen der Betroffenendoch diese wurden weitgehend enttäuscht.

Zitat:
Helmut Jacob Blog @ http://helmutjacob.over-blog.de/arti...116035080.html

Samstag, 9. März 2013

Und alle haben geschwiegen - Filmkritik von Klaus Klüber.

Dieser Film war schon lange überfällig um der tumben Gesellschaft ein Vorstellung über den Geist in Heimeinrichtungen vor Augen zu führen, in denen die christlichen Werte gemäß den Worten des Bischofs in vorbildlicher Weise umgesetzt wurden.

Doch ja, ich habe mir den Film vom 4. März 2013 angesehen und war von der exzellenten schauspielerischen Leistung überrascht, als auch verblüfft, wie gut dem Regisseur die Authentizität des bedrückenden Heimumfeldes gelungen war, dem einstige Heimkinder hilflos ausgeliefert waren.

Nur fürchte ich, dass die meisten Zuschauer die spürbare Beklemmung als dramaturgische Filmübertreibung wahrgenommen haben. Dabei wurde diese Darstellung von den einstigen Realitäten eher noch übertroffen.

So vermisste ich in diesem Film, die zahlreichen Formen von Herabwürdigungen, etwa von Bettnässern, oder Voraussagen, die den Jugendlichen in schillerndsten Farben ein späteres Leben in der Gosse, als Kriminelle, oder Huren und dergleichen vorzeichneten.
Auch vermisste ich die Darstellung, wie das Personal einzelne oft ältere Kinder/Jugendliche privilegierten, um sie als Hilfsaufseher/innen zu instrumentalisieren, bzw. gegeneinander auszuspielen, oder bewusst sogenannte schwarze Schafe, also besonders schwache Heimkinder ausgesucht wurden, denen alles Mögliche wie Diebstähle angelastet und dafür schwer bestraft wurden, obwohl dafür eher lautstarke Gruppenmitglieder verantwortlich waren.

Wie auch jeder Hinweis auf die gnadenlosen Rangordnungskämpfe untereinander fehlte, etwa um einen Platz zu ergattern, der einem winzigste positive Aufmerksamkeiten einbringen konnte.

Dabei bin ich recht froh, dass wenigstens das Thema Missbrauch außen vor blieb, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass Missbrauch in allen Heimen gang und gäbe war.

In meinem Heim z.B. hatte ich zu meiner Heimzeit noch nicht mal unter der Hand etwas von möglichen Missbrauchsgerüchten gehört.

Dafür fanden sich abends regelmäßig Rocker und Zuhälter vor unserem Heim zu einem Stelldichein zusammen, um die älteren 16-21 jährigen Damen zu beeindrucken, die jedoch über uns eingeschlossen waren.

Einige von Ihnen haben tatsächlich aus dem 2. und 3. Stockwerk heraus versucht, sich mit aneinander verknoteten Bettlaken in die Freiheit abzuseilen.

Eine davon ist leider abgerutscht und hat ihren Drang nach würdevoller Selbstbestimmung mit lebenslänglicher Querschnittslähmung bezahlt.

Von daher war die Szene mit dem Fenstersturz wohl näher an der Realität als einer filmischen Fiktion.

So sehr ich die schauspielerische Leistung aller Filmakteure hervorheben möchte, so halte ich die übertrieben fürsorgliche Sozialarbeiterin in den dargestellten 50er/60er Jahren für völlig unrealistisch.

Denn erst Anfang der 70er Jahre begannen Heimpsychologen/innen lebensfreundlichere Lockerungen durchzusetzen.

Im höchsten Maße bedauerlich empfinde ich die völlig deplazierte Falschdarstellung des Runden Tisches der vorgeblich nur darauf wartete, Stimmen von einstigen Betroffenen in Erfahrung zu bringen.

Gerade so als wüssten sie überhaupt nichts von ihren eigenen zu verantwortenden Gräueltaten gegenüber ihren einstigen Schutzbefohlenen.

Statt dessen hätte ich es sehr begrüßt, wenn die Filmregisseure den Mut gehabt hätten, das schändlich abgekartete Geschacher zwischen Kirchen- und Staatverantwortlichen am Runden Tisch um Wortklaubereien und Wiedergutmachung aufzugreifen, mit dem die ehemaligen Heimkinder um eine echte Rehabilitation und angemessene Entschädigungen betrogen wurden.

Es gibt da schon länger kritische Stimmen unter eher unwissenden Mitbürgern, die ehemaligen Heimkindern unter Hinweis, dass Gewalt zur damaligen Zeit nun mal dem Zeitgeist entsprach, keine Entschädigungszahlungen zugestehen möchten.

Doch diese kennen in der Regel auch nicht den Unterschied zwischen familiärer und institutioneller Gewalt.

Angefangen davon, dass den meisten Mitbürgern kaum bewusst ist, dass Heimkinder ein gesetzlich verankertes Recht zu einer gewaltfreien und förderlichen Erziehung hatten, über das sich die durchführenden Kirchen und überwachenden Staatsorgane in ihrer unheilvollen Symbiose selbstgefällig hinwegsetzten.

Dieses Recht war den einstigen Heimkindern gar nicht bekannt gemacht worden, noch hätten sie eine Chance gehabt, sich an einer Stelle erfolgreich zu beschweren. Schließlich galten Heimkinder per se als Diebe und Lügner, die aus Sicht der Gesellschaft schon etwas ausgefressen haben mussten, um verdientermaßen in einem Heim Zucht und Ordnung beigebracht zu bekommen.

Ein weiterer gravierender Unterschied zur häuslichen und institutioneller Gewalt besteht auch darin, dass Heimkinder im Gegensatz zu Kindern innerhalb ihrer gewalttätigen Familien, ständig im Spannungsfeld permanenter Bedrohung leben mussten.
Sie konnten zu keinen anderen Verwandten flüchten, die sich ihrer verständnis- oder gar liebevoll annahmen. Niemand an den sie sich vertrauensvoll hätten wenden können.

Nichts dergleichen.

Jedes Heimkind war insofern in Unwissenheit der Lage, wie lange ihr Zustand der familiären Trennung noch andauern würde, ständig einsam und völlig auf sich allein gestellt.

Um in der Meute oft schon milieuvorgeschädigter Mitinsassen zu überleben, mussten sie sich geradezu zwangsläufig zu egozentrischen Einzelkämpfern entwickeln. Misstrauisch gegen jeden und alles, denn oft genug war es eben noch Dein Freund, der Dich für eine kleine Aufmerksamkeit an das Personal ans Messer lieferte.

Wer es später nicht schaffte, sich aus dieser eigenen Isolation zurück in die Gesellschaft zu entwickeln, blieb in der Regel das gesamte weitere Leben recht einsam.

Ein weiterer Unterschied zu familiären Kindern die Gewalt ausgesetzt wurden/werden, bestand darin, dass Heimkinder systematisch zur Unselbstständigkeit erzogen wurden, was nach ihrer unvorbereiteten Entlassung zu erheblichen Problemen führte, allein auf sich gestellt gesellschaftlich Tritt zu fassen. Dies hat bis heute zur Folge, dass viele von ihnen, selbst im gesetzten Alter noch immer am sozialen Rand unserer Gesellschaft darben müssen.

Diese Unterschiede konnte der Film natürlich nur schwerlich rüber bringen.

Ich halte den Film jedenfalls für recht gut gelungen, um eine Beklemmung zu erzeugen, die die meisten Zuschauer sicher auch so ähnlich wahrgenommen haben, aber im Gegensatz zu Betroffenen kaum für wahr gehalten haben.

Insofern war der Film nicht schlecht, ABER - er kam leider VIEL ZU SPÄT,

um noch ein breiteres Publikum für die Problematik ehemaliger Heimkinder zu sensibilisieren, oder gar zur Unterstützung von realistischen Entschädigungsleistungen durch Kirchen und Staatsverantwortlichen zu animieren.

Ehemalige Heimkinder verfügen leider über keine öffentlichkeitswirksame Lobby, die sich für ihre Interessen einsetzt.
Daher hätte ihnen eine breite öffentliche Entrüstung zur Durchsetzung ihrer Entschädigungsbestrebungen sicher sehr geholfen.

Doch da dieses ausblieb, bzw. nach der Buchveröffentlichung von Peter Wensierski schon bald wieder abebbte, war es den nachfolgeverantwortlichen Trägern von Kirchen und Staat ein leichtes Spiel, am Runden Tisch selbst über ihre Anteile von Schuld und Sühne befinden zu dürfen.

Zu all diesem neuerlichem Skandal unsere Medien leider wieder beharrlich geschwiegen haben.

Geht es ihnen doch eher um die Vermarktung spektakulärer Sensationen, statt der Gesellschaft durch konkrete Vorschläge und Anreize zu einer Weiterentwicklung zu verhelfen.

So wurden und werden auch weiterhin Opfergruppen zum Ausschlachten öffentlich vorgeführt, um sofort fallen gelassen zu werden, sobald das Thema nichts mehr einbringt.

Siehe Spiegelredakteur Wensierski, der es mit diesem Heimkinderskandal sogar bis zum Bundesverdienstkreuz gebracht hat, aber ebenfalls zu den skandalösen Vorgängen am Runden Tisch schwieg, um dieser Opfergruppe weiter zu helfen angemessen entschädigt zu werden. Wie er auch mit keiner Silbe darauf einging Werbung für einen besseren Schutz für zukünftige Kinder einzugehen, etwa durch ein Pflichtunterrichtsfach, in denen junge Menschen auf ihre spätere Elternrolle vorbereitet werden könnten und damit zu verhindern, dass Kinder wegen Überforderung ihrer Eltern auch heute noch Jahr für Jahr zu Zigtausenden in Heime eingewiesen werden, mit denen die meist klerikalen Träger eine lukrative Leidensverwaltung betreiben, bzw. kaum ein Interesse daran haben können, das der Nachschub an zu betreuenden Kindern abreißt.

Für die einst schwer geschädigten Heimkinder steht heute Im Ergebnis ein Schandfonds, der allenfalls dazu geeignet ist, die ehemaligen Heimkinder mit Sachleistungen zu demütigen, auf die sie nicht mal einen Anspruch erheben können, sondern über bürokratische Anlaufstellen als erniedrigende Bittsteller für Stützstrümpfe, Rolatoren, oder fragwürdige Therapien vorstellig werden dürfen.

Reaktionen seitens unserer Mitbürger blieben nach dem Film ebenfalls aus, sodass davon auszugehen ist, dass sich am Status Quo des gesellschaftlichen Schweigens und Wegsehens auch weiterhin kaum mehr etwas ändern wird und somit ehemalige Heimkinder um ihr Lebensglück betrogene Menschen bleiben werden, während die verantwortlichen Täterseiten in der monetären Sicherheit ihrer einstigen "Verdienste" selbstzufrieden einen wohligen Lebensabend genießen dürfen.

So bleibt als Fazit festzuhalten:

Der Film war gut, aber ohne einer echten Entschädigung und wahrhaftigen Rehabilitation der Betroffen, bleibt das Thema ehemalige Heimkinder damit auch weiterhin ein offener gesamtgesellschaftlicher Skandal.

HINWEIS: Weiterverbreitung im Volltext von dem Verfasser unbedingt gewollt !

WEITERE HINWEISE: Siehe natürlich auch die Stellungnahmen zu diesem ZDF-Film »Und alle haben geschwiegen« seitens anderer Betroffenen, den manche Leute auch als den ZDF-Film nach dem Buch »Schläge im Namen des Herrn« bezeichnen. Danach muß man natürlich selbst googlen oder schon Wissende einfach danach fragen.

Verweisen kann ich selbst erst schon mal auf die Kommentare in Dierk Schaefers Blog zum Thema »Es war viel schlimmer.« @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2...iel-schlimmer/ und die dort zusätzlich abgegebenen Stellungnahmen.
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Alt 10.10.2013, 05:09   #686
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WICHTIGER HINWEIS FÜR ALLE BETROFFENEN MISSHANDELTEN UND AUSGEBEUTETEN EHEMALIGEN HEIMKINDER, INTERESSIERTE UND UNTERSTÜTZER !

Ich, der Australier Martin MITCHELL ( Jg. 1946 ), auch vielen als »martini« bekannt, selbst ein Betroffener der Kinderheimhöllen Deutschlands der 1960er Jahre ( der sich schon 10 lange Jahre mit diesem Thema beschäftigt ! ) – u.a. auch selbst ein ex-Freistätter bin – habe am Freitag, 22. März 2013, um 01:57 Uhr (MEZ) folgenden Thread zu diesem Thema im HEIMKINDER-FORUM.DE eröffnet: »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. — Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/ und trage alles was mit diesem Thema zu tun hat DORT zusammen.
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Alt 10.10.2013, 05:25   #687
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Die am Ende des ZDF-SPIELFILMS "Und alle haben geschwiegen" von Paul (Matthias Habitch) erwähnte ZWANGSARBEITSSTÄTTE IM MOOR, das ev.-luth. Bethel-eigene FREISTATT IM WIETINGSMOOR – heute „Bethel im Norden“ genannt – wurde schon in dem im Jahre 1984 ausgestrahlten ZDF-SPIELFILM "DAS ENDE VOM ANFANG" wahrheitsgemäß und realitätsnah dargestellt und porträtiert, aber danach – weil derzeit von Bethel einfach abgestritten – einfach wieder zugebuddelt und vergessen, d.h. weiterhin totgeschwiegen.
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Alt 10.10.2013, 05:31   #688
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Ausrufezeichen "Und alle haben geschwiegen" --- Und jetzt?

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Ist das Ausland DAVON unterrichtet ? : "Und alle haben geschwiegen" ?


BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

Der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland DEUTSCHE WELLE / DW-WORLD ( Mitglied der ARD, „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ ), der ausschließlich im Ausland sendet, berichtet in keiner seiner 30 Sendesprachen über den am 4. März 2013 im ZDF im deutschsprachigen Raum ausgestrahlten Aufklärungsfilm "Und alle haben geschwiegen", der angeblich die deutsche Nachkriegsgeschichte der „Kinder- und Jugendhilfe“ aufarbeiten sollte und darüber berichten sollte wie es Kindern und Jugendlichen in Heimen in Westdeutschland damals wirklich ergangen ist. --- Die Welt soll es grundsätzlich nicht erfahren was damals in Jugendeinrichtungen ( wo Zwangsarbeit jahrzehntelang nach dem Zweiten Weltkrieg auch weiterhin fortgeführt wurde ! ), in Westdeutschland abging. --- Offensichtlich will Deutschland auch besonders gegenüber dem Ausland auch weiterhin dazu und darüber schweigen.

Von einer Medienorganisation im nahen Dänemark – auch assoziiert mit dem restlichen Skandinavien – wird berichtet, dass man dort überhaupt nichts von dieser Geschichte gehört habe and dass „solche Nachrichten selten über die Reichsgrenzen wandern“.

Einfach mal eingeben bei GOOGLE inklusiv den Anführungsstrichen:

"Deutsche Welle"+"Und alle haben geschwiegen"

"DW-World"+"Und alle haben geschwiegen"

Und welche diesbezüglichen Suchergebnisse gibt es daraufhin ? --- Keine ! --- Nicht ein einziges !
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Alt 10.10.2013, 05:34   #689
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Ausrufezeichen "Und alle haben geschwiegen" --- Und jetzt?

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"Und alle haben geschwiegen" --- Und jetzt ?

Was haben eigentlich die KATHOLIKEN zu dem ZDF-FILM "UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN" gesagt ? – Ich habe bisher nichts dazu gefunden bei Katholische Nachrichten, bei Domradio, bei Vatikan Radio oder bei Jesus.de und die Deutsche Bischofskonferenz hat sich auch nicht dazu geäussert. – Sogar individuelle katholische Kirchenmitglieder haben kaum etwas dazu zu sagen gehabt, in Verteidigung ihrer Kirche und in Verteidigung ihrer von ihren Nonnenorden geführten Kinderheimhöllen und immer und überall damit in Verbindung stehenden lukrativen Geschäftsunternehmen ( z.B. auch Großwäschereien ! ), und den überall dazugehörenden angeblich misshandelnden und sexuell missbrauchenden Priestern.

"Und alle haben geschwiegen" --- Und jetzt ?
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Alt 10.10.2013, 05:44   #690
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Ausrufezeichen "Und alle haben geschwiegen" --- Und jetzt?

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Die Frauen – angefangen bei den Zeitzeugen selbst und jede darauffolgende Generation – kämpfen darum und machen darauf aufmerksam…
…in Deutschland und Österreich und international…
…auf diese Erkenntnisse und zur Anerkennung des geschehenen Unrechts und Leids…
…das was ihnen sowohl wie den darauffolgenden Generationen widerfahren ist…

– jeder kann es selbst lesen und studieren, oder auch einfach ignorieren –

– darüber hinwegsehen –

Zitat:
Meine weitergehenden Recherchen bezüglich der nachkriegsdeutschen Heimerziehung zeigen und ergeben klar und deutlich:
„Verwahrloste“, „assoziale“, „sexuell schwer gefährdete“, „kriminelle“, „systemgegnerische“ oder „nicht anpassungsfähige“ Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 22 Jahren ( d.h. alle Kinder und Jugendliche, die von den Behörden als solche klassifiziert und abgestempelt wurden --- und „ein Verdacht“ genügte durchaus ) wurden im 3. Reich in Kooperation mit Jugendämtern, Fürsorgebehörden und kriminalpolizeilichen Dienststellen, aber auch seitens der Gestapo, in, in Deutschland, in Österreich und in Polen existierende JugendKZ, und einige ähnliche Aussenstellen, überführt. Diese JugendKZ waren keine Vernichtungslager. Sie waren aber durchaus Arbeitszwangslager und die darin internierten / inhaftierten minderjährigen Insassen überall zur ZWANGSARBEIT verpflichtet.

In Nachkriegsjahrzehnten wurden diese im 3. Reich existierenden JugendKZ und Aussenstellen auch, zeitweilig, als "Fürsorgeeinrichtungen" geschrieben, bzw. als "Lager für kriminelle, schwererziehbare Mädchen" oder "Jungen" und damit gleichzeitig auch als gerechtfertigt angesehen.

QUELLEN für diese meinerseitigen zusammenfassenden Aussagen hier, u.a.: Österreichische Lagergemeinschaft RAVENSBRÜCK & Freundinnen @ http://www.ravensbrueck.at/html/kap4_1.htm und @ http://www.ravensbrueck.at/html/kap4_2.htm .
Ich, meinerseits, verbreite dies jetzt AUCH ÜBERALL ANDERSWO im Netz.
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Alt 10.10.2013, 05:51   #691
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Ausrufezeichen "Und alle haben geschwiegen" --- Und jetzt?

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GERMANY - Bundesrepublik Deutschland.

ZDF-SPIELFILM "Und alle haben geschwiegen" EINE EINTAGSFLIEGE !

Großes Interesse seitens der deutschen Gesamtgesellschaft an diesem Thema bestand noch nie; damals nicht und auch heute nicht; und das flüchtige Interesse einiger Weniger der deutschen Gesamtgesellschaft die sich kurz dafür interessiert haben ist verflogen. Somit war der Film und die Message des Films eindeutig eine EINTAGSFLIEGE.

Ohne Zweifel - es wird in der Bundesrepublik Deutschland klar und deutlich auch weiter zu diesem Thema geschwiegen. Selbst viele der Opfer, die vielleicht noch dazu fähig gewesen wären und die sich durchaus für ihr eigenes Recht hätten einsetzen können schweigen und lassen die Verantwortlichen und Mitverantwortlichen somit jeglicher Sanktion für die ihrerseits begangenen Verbrechen ( im zivilrechtlichen und moralischen Sinne ! ) entkommen.

Für die Aufrichtigkeit der Nation als Ganzes tut dies natürlich nichts.

Die ganze Nation scheint sich jedoch überhaupt nicht daran zu stören.
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KURZBERICHT dazu in Deutsch und in Englisch :

"Und alle haben geschwiegen" / "Keiner war bereit das Schweigen zu brechen."

= "And all kept their silence." / "And all kept silent." / "And all kept quiet." / "And everyone kept quiet." / "And everybody turned a blind eye." / "Conspiracy of silence."
"Und alle schweigen sie weiter"
= "And all continue to maintain their silence." / "The cover-up continues." / "They are all still in denial." / "The denial continues." / "The silence continues."
"Das Schweigen ist ohrenbetäubend." = "The silence is deafening."
"Das ganze Land zeigt diesbezüglich völlige Gleichgültigkeit"
= "The whole community does not speak up (against)..." / "The whole population is turning a blind eye and a deaf ear." / "The whole country couldn’t care less." / "The entire nation simply does not give a damn."
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Alt 10.10.2013, 06:52   #692
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Ausrufezeichen Bundesregierung lobt Hilfsfonds-Heimerziehung.

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In der Causa EHEMALIGE HEIMKINDER ( die Nachriegszwangsarbeiter ).

Der Schädiger KIRCHE & STAAT will dem Geschädigten mit einer nicht rechtsverbindlichen Almosengabe „Rechtsfrieden“ aufzwingen und verkündigt stolz dass IHM dies auch tatsächlich gelungen sei.

( wie kürzlich – Mi. 22.05.2013 – auch wieder @ http://www.bundesregierung.de/Conten...html?nn=434518 )

Die ehemaligen Heimkinder sollen sich nicht mucken und bloß nicht wieder aufmucken meinen ihre ERZIEHER.

Schon am 12. März 2011 wies der ev. Pfarrer Dierk Schäfer in seinem Dierk Schaefes Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2...sfriede%C2%AB/ darauf hin

Zitat:
»Kein Geld, kein Rechtsfriede«

Martin Mitchell/Australien hat den Artikel gefunden. Schön, daß die ehemaligen Heimkinder von der Presse noch nicht vergessen sind.

»Der Runde Tisch Heimerziehung hat etwas für diese Gesellschaft Verstörendes festgestellt: In der jungen deutschen Nachkriegsdemokratie, auf die wir so stolz sind, gab es mehr als zwei Jahrzehnte lang ein flächendeckendes Unrechtssystem. Es hat 800 000 gesunde, aber wehrlose Kinder und Jugendliche aufgesogen, eingesperrt, vielfach misshandelt und mit 21 Jahren geschädigt wieder ausspuckt.«

Weiter unter: http://www.lr-online.de/meinungen/Ke...rt1066,3144505 [Sonnabend, 12. März 2011]

wobei es sich um die Meinung von Werner Kolhoff in der LAUSITZER RUNDSCHAU vom 14. Dezember 2010 handelt:

Zitat:
Kein Geld, kein Rechtsfriede

Zu den Ergebnissen des Runden Tischs Heimerziehung

Der Runde Tisch Heimerziehung hat etwas für diese Gesellschaft Verstörendes festgestellt: In der jungen deutschen Nachkriegsdemokratie, auf die wir so stolz sind, gab es mehr als zwei Jahrzehnte lang ein flächendeckendes Unrechtssystem. Es hat 800 000 gesunde, aber wehrlose Kinder und Jugendliche aufgesogen, eingesperrt, vielfach misshandelt und mit 21 Jahren geschädigt wieder ausspuckt.

Heute sind die Betroffen 50 bis 70 Jahre alt, und viele von ihnen leiden schwer unter den Folgen. Materiell, psychisch und physisch. Der Runde Tisch hat zudem festgestellt, dass alle Ebenen dafür Verantwortung tragen.

Die Eltern, die ihre Kinder einweisen ließen, weil sie mit ihnen nicht zurecht kamen. Die Jugendämter, die die Einweisungen vornahmen. Die Heimträger, allen voran der Kirchen, die die menschenfeindlichen Erziehungsmethoden entwickelten oder zuließen. Die Länder, die die Heime hätten beaufsichtigen müssen. Schließlich der Gesetzgeber, der das hätte verhindern müssen. Sogar die Presse ist mitschuldig, die nicht recherchierte und nicht berichtete.

Alles, was der Runde Tisch ermittelt hat, spricht somit dafür, das Heimkinderschicksal als kollektives Schicksal zu begreifen und daher kollektiv zu entschädigen. So wie die Organisationen der Heimkinder es gefordert haben. Über die Größenordnung mag man verhandeln. Doch genau an diesem Punkt wird der Schlussbericht plötzlich individuell und verlangt Einzelfallbetrachtung. Denn nicht in allen Heimen sei es so gewesen, nicht alle Erzieher hätten versagt. Die Betroffenen werden nun auf den mühseligen Weg von Anträgen geschickt. Sie können individuelle Hilfen erreichen, aber sie bekommen keinen Cent für das Unrecht an sich.

Warum hat der Runde Tisch so entschieden? Weil diese Bundesrepublik es nicht vertragen hätte, wenn man ihr nachsagen könnte, dass in ihr von 1949 bis 1975 systematische, staatlich geduldete Menschenrechtsverletzungen begangen wurden? Nein, das wäre für die Gesellschaft, für den künftigen Umgang mit Wehrlosen, sogar sehr lehrreich gewesen.

In Wahrheit war den Beteiligten von Bund, Ländern und Kirchen die Entschädigungssumme zu hoch, die bei einer pauschalen Zahlung fällig geworden wäre. Es hätten leicht mehrere Milliarden sein können. Sie wären es wert gewesen. Denn so bleibt, trotz aller lobenswerten Bekenntnisse der Teilnehmer des Runden Tischs noch lange dieser unschöne Fleck auf der Weißen Weste unserer Nachkriegsdemokratie. Ein Fleck, der keine Ruhe geben wird.
QUELLE: http://www.lr-online.de/meinungen/Ke...rt1066,3144505 ( 14.12.2010 )


Es gab einen Film und das war’s dann auch. Mehr gibt’s nicht.
Wer will kann sich als Bittsteller ein paar Almosen abholen. Mehr gibt’s nicht.
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Alt 10.10.2013, 07:00   #693
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Ausrufezeichen Bundesregierung lobt Hilfsfonds-Heimerziehung.

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Der evangelische Pfarrer i.R. Dierk Schäfer in seinem Blog

Zitat:
Dierk Schaefers Blog


@ http://dierkschaefer.wordpress.com/2...tter/#comments


Ist doch alles in Butter!


22. Mai 2013


»Die Fondsleistungen würden von den Opfern sehr gut angenommen, heißt es in dem Zwischenbericht des Bundesfamilienministeriums«.[1]

»Seit 2012 bieten die Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ und „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ ein umfassendes Hilfesystem. … Beide Fonds leisten einen wichtigen Beitrag zur Herstellung des Rechtsfriedens. Die Ansprüche der Betroffenen gegen die am Unrecht in der Heimerziehung beteiligten Institutionen und Personen können wegen der Verjährung und weitgehend fehlender Beweismöglichkeiten meist nicht mehr durchgesetzt werden. Die Fondsleistungen eröffnen einen realistischen Weg, das individuelle Schicksal durch zweckgebundene, auch finanzielle Leistungen anzuerkennen. Dies dokumentiert, dass den "Heimkindern" Unrecht widerfahren ist und ihr Leid gesehen wird.«[2].

Einmal Opfer, immer Opfer. Wie die Kirchen verliert auch das Presseamt kein Wort darüber, daß in anderen Ländern immerhin versucht wurde, so etwas wie Entschädigung zu leisten. Kein Wort, daß bei uns eben ausdrücklich keine „Entschädigungen“ gezahlt werden. Kein Wort, daß Zwangsarbeit nicht Zwangsarbeit genannt werden durfte.


Hier offenbart sich die Politik in all ihrer Verlogenheit. Und die ehemaligen Heimkinder werden wieder einmal mißbraucht, mißbraucht als Beleg für die Fürsorglichkeit dieses Staates: »Die Fondsleistungen eröffnen einen realistischen Weg, das individuelle Schicksal durch zweckgebundene, auch finanzielle Leistungen anzuerkennen. Dies dokumentiert, dass den "Heimkindern" Unrecht widerfahren ist und ihr Leid gesehen wird«. Das ist schon sehr gekonnt gelogen.


[1] http://www.focus.de/panorama/welt/ka...id_996157.html
http://www.zeit.de/politik/deutschla...imkinder-Fonds
beide: Mittwoch, 22. Mai 2013

[2] http://www.bundesregierung.de/Conten...erziehung.html
An anderen Stellen im Netz wurde ja auch schon auf eine diesbezügliche detailierte Stellungnahme von Helmut Jacob mit der Überschrift »Bundesregierung feiert Akzeptanz des Opferfonds für ehemalige Heimkinder« hingewiesen, eine Stellungnahme, die, u.a., am 24. Mai 2013, 15:41 Uhr hier veröffentlicht wurde

@ http://www.NoGo.de/2013/05/24/bundes...ge-heimkinder/
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Alt 10.10.2013, 07:13   #694
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Ausrufezeichen GRÜNER, Simon Lissner, offen widerspricht Antje Vollmer.

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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNENSimon Lissner, GRÜNE LINKE meldedet sich zu Wort in der HEIMKINDERSACHE

Heimkinder – verlassen und vergessen?

[ KURZFASSUNG: ] @ http://www.gruene-linke.de/2013/05/1...schweren-fall/

Zitat:
Schuldig – in einem minder schweren Fall?

von Simon Lissner, 11.05.2013

Stille und Vergessen senkt sich nach einiger Aufregung über eines der widerlichsten Kapitel der „deutschen Stunde Null“. Mit einer Petition ehemaliger Heimkinder von 2006 begann sich die Öffentlichkeit und das Parlament damit zu befassen, dass die Opfer eines nachkriegs-deutschen Terrorregimes in den Heimen bis dato völlig allein gelassen worden waren. Der interfraktionelle Beschluss[ i ] (der Fraktionen der CDU/CSU, FDP, SPD und BÜNDNIS/90 DIE GRÜNEN, Antrag aus 2011) zum Umgang mit den Opfern staatlicher und kirchlicher Willkür, Misshandlungen, Zwangsarbeit in den Jahren 1945 bis Ende der 1970iger Jahre setzt den Schlusspunkt. Jedenfalls aus der Sicht der Politik, des Petitionsausschusses. Und aus dem Blick der Öffentlichkeit ist einer der wohl umfänglichsten Skandale ebenfalls geraten: der Umgang mit den Heimkindern, die Zustände in den Kinder- und Jugendheimen. Es wundert nicht, dass der Weg zur angemessenen Entschädigung der Opfer weiter lang und steinig ist. So fordert der Petitionsausschuss am 16.1.2013 eine gesetzliche Änderung des Opferentschädigungsgesetzes, weil die im bisherigen Gesetz vorgesehenen drei Bedingungen auf die meisten der betroffenen ehemaligen Opfer nicht zuträfen[ii]. Aber das soll hier alles gar nicht Gegenstand der Erörterung sein.

Ich habe eingangs von einem „Terrorregime“ gesprochen. Das ist eine politische Bewertung der „Aufbewahrung“ von Kindern und Jugendlichen ab 1945 im Nachkriegsdeutschland und ab 1949 (Grundgesetz trat am 23.5.1949 in Kraft) in der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Bis dahin hatte das Parlament ein Grundgesetz verhandelt, welches zwar fortschrittlich, bereits obenan stehend die Grundrechte eines jeden Menschen konstatiert[iii], aber für die Insassen von Kinder- und Jugendheimen ebenso wenig zur Geltung gebracht wurde, wie für die Insassen von Fürsorge- oder Jugendstrafanstalten. Man mag ja der Auffassung sein, und der ist auch nicht generell zu widersprechen, der nun gefundene Kompromiss sei besser als gar nichts für die Opfer. Dennoch kann die vom Runden Tisch, vom Petitionsausschuss und dem interfraktionellen Antrag formulierte Bewertung nicht zufrieden stellen. Im Gegenteil. Die Bewertung ist mehr als bitter und sie hinterlässt den Eindruck, als sei es einem großen Teil der zahlreichen Unterhändler/innen in erster Linie um Schadensbegrenzung gegangen. Dass man gerade den Vertreter/innen der Trägereinrichtungen, sowohl kirchlicher wie auch staatlicher, unterstellen darf, dass es ihnen auch nach Jahren und bei praktischen, positiven Änderungen in den von ihnen betriebenen Einrichtungen zur Beherbergung und Erziehung ihnen anvertrauter Kinder und Jugendlicher auch um Schadensbegrenzung gegangen sein könnte, liegt auf der Hand und ist im Ergebnis nicht von der Hand zu weisen. Der Vorwurf, dass von den Vertreter/innen von „Täterorganisationen“ eben diese Schadensbegrenzung im Vordergrund der Verhandlungen gestanden hätten, ist denn auch der oft zu lesende Kommentar vieler Betroffenen und ihrer Verbände und Unterstützer/innen[iv].

Die interfraktionellen Antragsteller haben sich der Bewertung des vom Parlament eingerichteten Runden Tisches angeschlossen. Danach gab es Rechtsverstöße, deren Auslegung nicht mit dem Grundgesetz und damals geltendem Recht vereinbar waren. Die Täter/innen und ihre Organisationen, Ämter und so weiter werden benannt. Es wird festgestellt, dass die betroffenen Heimkinder keine Schuld tragen, aber relativierend heißt es dann: „Vielmehr waren es die gesellschaftlichen Bedingungen, problematische Menschenbilder bei den Handelnden und ein schlechtes und an vielen Stellen demokratisch unreifes System, die das ihnen Angetane bewirkt haben. Heimerziehung als disziplinierende und kontrollierende Instanz ist dabei in den Kontext eines in den 50er- und 60er- Jahren autoritären Zeitgeists und einer anderen gesellschaftlichen Sicht auf Kinder und Jugendliche zu stellen.[v]“

„Leid und Unrecht erlitten auch Kinder und Jugendliche, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie in Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht waren. Aus dem Blickwinkel der Kinder gab es keinerlei Möglichkeit des Rechtsschutzes gegen die Einweisung oder das Unrecht, dem sie in den Heimen ausgesetzt waren. In den alten Ländern schied dies faktisch aus, in der DDR gab es nicht einmal die theoretische Möglichkeit.[vi]“

Und eine grenzwertige Bewertung der Situation in der Bundesrepublik: „In der öffentlichen Debatte wurde gelegentlich eine pauschale Entschädigung für alle Heimkinder gefordert, die auch im Petitionsausschuss debattiert wurde. Eine solche Lösung würde voraussetzen, dass die damalige Heimerziehung generell als Unrechtstatbestand einzustufen ist. Dies ist aber gerade nicht der Fall.[vii]“

Und selbstredend schaffen es die Antragsteller mit der Empfehlung des Runden Tisches, gleiches Unrecht ungleich zu bewerten: „Die Kinder- und Jugendfürsorge in der DDR verfolgte immer auch das politische Ziel, eine Unterordnung der Kinder und Jugendlichen unter die sozialistische Diktatur zu erzwingen. Die Gründe für die Unterbringung in Heimen waren familiärer, fürsorglicher und politischer Art.“

Der Zwischenbericht des Runden Tisch erheitert mit folgender Prosa: „Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass auch unbestritten positive Leistungen damaliger Heimerziehung eingebunden waren in ein System öffentlicher Erziehung, das für sein Funktionieren auf die abschreckende Wirkung der Verlegung von Kindern und Jugendlichen in unterschiedliche Einrichtungen der Heimerziehung angewiesen war. [viii]“ Den wirklich intensiv intellektuell durchdachten Abschnitt haben unsere Antragsteller/innen nicht übernommen. Warum? Sollte den „Interfraktionellen“ aufgefallen sein, dass die Geschichtsklitterung hier denn doch zu arge Blüten treibt?

Da die Verfasser/innen dieses insgesamt sehr erhellenden Berichtes über die systematischen und systemischen Schweinereien in den Kinder- und Jugendeinrichtungen es schaffen auf insgesamt 47 Seiten nicht ein einziges „positives Bespiel“ für eine angemessene, menschenwürdige Unterbringung zu benennen, die „positive Leistungen“ dieses Regimes zu belegen, und gerade auch Betroffene und Kritiker/innen wurden nicht müde, diesen denkwürdigen Umstand zu betonen, behilft man sich hier damit, etwas minder kriminelle Einrichtungen und ihr „Funktionieren“ (!) mit der Angst machenden Drohung auf noch kriminellere Einrichtungen zu begründen, auf eine Drohung, auf die das „insgesamt positive System“, wie die Verfasser/innen unterstreichen, „angewiesen“ (!) war. Wie die Verfasserinnen dies zu einer „unbestritten positiven Leistung“ verklären können, wobei „unbestritten“ auch noch glatt gelogen ist, bleibt leider auch im weiteren Verlauf des Dokuments ihr ganz persönliches Geheimnis. Im Grunde bezeugt der Bericht auf eindrucksvolle Weise etwas ganz anderes.

Einer der „lichteren“ Momente scheint die „Interfraktionellen“ im Antrag zu folgender Erklärung des Heimregimes bewogen zu haben: „Vielmehr waren es die gesellschaftlichen Bedingungen, problematische Menschenbilder bei den Handelnden und ein schlechtes und an vielen Stellen demokratisch unreifes System, die das ihnen Angetane bewirkt haben. Heimerziehung als disziplinierende und kontrollierende Instanz ist dabei in den Kontext eines in den 50er- und 60er- Jahren autoritären Zeitgeists und einer anderen gesellschaftlichen Sicht auf Kinder und Jugendliche zu stellen.[ix]“

Die Wiederholung des Zitates sei mir verziehen. Offensichtlich war den Antragsteller/innen nicht ganz wohl bei der Betrachtung. Man wollte freilich nicht zugestehen, dass die Zwangsunterbringung und „Fürsorge“ darin bestand, das System der Nationalsozialistischen „Fürsorge“ für „unwerte“ Kinder und Jugendliche geradezu nahtlos in die junge Bundesrepublik übernommen zu haben und mithin nahe liegender Weise eigentlich davon zu sprechen wäre, es handle sich dabei um einen weiteren Rest des Nationalsozialismus, der sich in „althergebrachten“ Behörden und unter konfessionellen Kutten in die „Neuzeit“ rettete. Der Hinweis auf „problematische Menschenbilder“ und ein „an vielen Stellen demokratisch unreifes System“ sagt mehr über die Verfasser/innen aus, als ihnen lieb sein sollte. Solcherart Verharmlosungen bieten sich eigentlich nicht an. Gerade auch weil das Grundgesetz an dieser Stelle klar ist und wenig Interpretationsspielraum für die angewendeten Terrormaßnahmen gegen Kinder und Jugendliche zulässt (wie übrigens auch für Erwachsene). Und last but not least, weil es selbstredend von Anfang an Kenntnisse über die Vorgänge in den Heimen gab, die gerade auch die Verantwortlichen zum Einschreiten hätten zwingen müssen. Die Untätigkeit und der Widerstand der kirchlichen und staatlichen Einrichtungen gegen die Beseitigung des hauseigenen Terrorregimes höchst selbst kumulierte in den 1960er Jahren in der Heimkampagne, während der die unerhörten Zustände aufgedeckt und zahlreiche Heimkinder befreit wurden. Die Verbrechen in den Heimen sind umfangreich dokumentiert. Neben dem Buch von Peter Wensierski[x] sind nicht zuletzt zahlreiche weitere Berichte von Betroffenen, diverse Filme zum Thema erschienen, die das Grauen und das Leid der Opfer dokumentieren. Die auch dokumentieren, dass das Heimsystem in seiner damaligen Form genau das war, was Runder Tisch und interfraktionelle Antragssteller/innen sich weigern anzuerkennen: Ein rundum geschlossener Unrechtstatbestand, an dem sich viele Beteiligten; teilweise Eltern, die ihre Kinder in dieses System abschoben, Juristen, die einwiesen, Kirchen und ihre Subalternen, die den „rechten Glauben“ in die Kinder und Jugendlichen prügelten, Gemeinden und Private, die von Zwangsarbeit profitierten, und so weiter und so fort. Diejenigen unter uns, die Kinder und Jugendliche in jener Zeit waren, kennen generell noch die Ansage: „Wenn du dich nicht benimmst, kommst du ins Heim“. Eine Drohung, die uns, wenn wir nicht von betroffenen Freund/innen Genaues wussten, so doch erahnen ließ, was uns hätte blühen können.

In ihrem Ansinnen, einen generellen „Unrechtstatbestand der Bundesrepublik Deutschland“ zu verneinen (während das in der DDR „natürlich“ einer war), setzt man feinsinnig zur Differenzierung an. Den Opfern der Misshandlungen (die auch Todesfälle nach sich zogen) dürfte es hingegen ziemlich schnurz gewesen sein, ob man ihnen den wahren christlichen Glauben nebst konservativ-reaktionärem Weltbild einprügeln wollte oder eben den „sozialistischen“ …

Der kritische Rückblick von Manfred Kappeler[xi] trägt einiges zum Verständnis der Auseinandersetzung um die Anerkennung und Entschädigung der ehemaligen Heimkinder bei. „Das Maß an erfahrenem Leid und Unrecht misst sich nicht daran, unter welchen politischen Verhältnissen es zugefügt wurde. Dieser elementare Grundsatz darf nicht dazu führen, dass DDR-Heimkindern eine ihnen zustehende Opferrente verweigert wird. Er muss umgekehrt dazu führen, dass das Bundesverfassungsgericht, das schon in den sechziger Jahren die Verletzung von Grund-und Menschenrechten in der Heimerziehung gerügt hat, in einem Grundsatzurteil den Bund und die Länder zwingt, die systematische Verletzung der Grund- und Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen in der westdeutschen Heimerziehung anzuerkennen und ihre noch lebenden Opfer angemessen finanziell zu entschädigen.“
In einem privaten Schreiben, aus dem ich mir zu zitieren erlaube, erkennt man die wohl angemessenere Sichtweise auf die Vorgänge. Der Schreiber der Zeilen war selbst betroffen und beteiligte sich in den 1960er Jahren an der Befreiung von Jugendlichen aus den Terroranstalten der Bunderepublik Deutschland. Nach einer Beschreibung eigener Heimerfahrung, die ich auslasse, weil sie die mannigfachen Berichte „nur“ um einen weiteren ergänzen würde, sagt er:

„In Hamburg sagt man über einen falschen Fünfziger[xii]: ‚Der ist katholisch‘[xiii]. Nun noch ein paar allgemeine Nachbetrachtungen. Man muss sich überlegen: Es war Nachkriegszeit, hunderttausende von Kindern hatten ihr Zuhause, ihre Heimat, ihre Eltern oder den Vater verloren. Die Cleversten von diesen lernten sehr schnell sich durchzuschlagen, egal mit welchen Mitteln, sie kannten doch nichts anderes als die Verbrechen, die ihnen die Erwachsenenwelt vorgelebt hatte und vorlebte. Aber was war mit den übrigen, die nur die Opfer der Erwachsenenwelt wurden? Man musste sie sammeln und zusammenpferchen. Dabei ging es nicht um irgendeine menschenwürdige Erziehung, man konnte sie nur nicht völlig ihrem Schicksal überlassen. So wurde dies das nächste Verbrechen der Nazigeneration, ob innerhalb oder außerhalb der Kirchen, ob in der BRD oder DDR. Was waren denn die Aufbewahrer dieser Kinder? Doch wohl keine Erzieher, es waren Primitivlinge. Womöglich waren da auch KZ-Wächter dabei (zumindest habe ich solche Wächterinnen im Heim als Betschwestern kennengelernt). Dann war doch wohl allein die Tatsache der unsäglichen Verbrechen, die in Deutschland bis heute virulent sind, nicht dazu angetan, gegenüber diesen weiteren wehrlosen Opfern den geringsten Respekt entgegenzubringen. Nun noch zum Schluss. Diese Weigerung, den Opfern solcher lebenslangen Gewalttaten wenigstens an ihrem Lebensabend ein einigermaßen menschenwürdiges Auskommen zu sichern in diesem unsäglich reichen Land, erinnert mich sehr stark an das miese Verhalten der Deutschen (in Politik und Behörden, Anm. SL) als es darum ging angemessene Entschädigungen an die noch übriggebliebenen Zwangsarbeiter zu bezahlen. Man hat die Bezahlungen so lange hinausgezögert, bis die Mehrheit gestorben war. Den Rest hat man dann schäbig abgefunden.

Genau diese Methode steckt jetzt hinter den Beschlüssen. Oh diese schäbigen deutschen Krämerseelen, die sich auch im Parlament breit gemacht haben! Auch bei den Grünen[xiv]. So Simon Mitternacht ist lange vorbei.[xv]

Ich hoffe dass Du und H. einiges von meinen Erzählungen verwenden könnt. Denn der Kampf muss jetzt weitergehen für diese Menschen meiner Generation, die nicht soviel Glück hatten wie ich.“

Die „Interfraktionellen“ haben sich auf eine Bewertung der Wirklichkeit in der jungen Bundesrepublik verständigt, die einen tieferen Blick in das Verständnis der Fraktionen geradezu provozieren muss. Mich interessiert da hauptsächlich die Sicht der GRÜNEN. Es geht hier nicht darum, über die Motive für die Zustimmung zum „Interfraktionellen“ Antrag und dieser verharmlosenden Bewertung durch die GRÜNEN zu spekulieren. Entscheidend ist, „was hinten raus kommt“ (frei nach Ex-Kanzler Kohl).

Wenn die GRÜNE Fraktion einer Formulierung zustimmte, die der BRD der Jahre 1949 bis Ende der 1970er Jahre nahtlos die Absolution erteilt und sie von der Verantwortung für systemisches Unrecht freispricht, ist das schwer erträglich. Ganz unerträglich wird die Angelegenheit, wenn man sie von den Folgen her betrachtet, eben den Opfern so wenig wirtschaftliche und moralische Hilfe zukommen zu lassen wie eben möglich. Die Bemühung, ja auch GRÜNER, gesellschaftlich-staatliches Unrecht auf „Einzelfälle“, wenn auch gehäuft auftretend, zu reduzieren, ist elementar fragwürdig. Dies spricht umso schwerwiegender für eine verkorkste Staatsloyalität, weil selbst der vom Runden Tisch erarbeitete Bericht Beweise zuhauf liefert, dass die den Staat tragenden Institutionen über wenigstens zwei Jahrzehnte an den Verbrechen beteiligt waren und erst aufgrund massiver Proteste zum Einlenken gebracht werden konnten. Auch die verquaste Formulierung, wie sie sich im Antrag der „Interfraktionellen“ findet, kann darüber nicht hinwegtäuschen (s. Anm. v), sondern liest sich als Bestätigung für diesen Vorwurf.

Dieses Fass muss wieder aufgemacht werden. Es muss wieder aufgemacht werden, gerade auch, weil der konservative Ruf nach sog. „Bootcamps“ und „verschärften Erziehungsmaßnahmen“ immer wieder laut wird und zu aller größtem Misstrauen heraus fordert.

P.S.: Menschen wie meine verstorbene Mutter, einer Frau mit großem Herzen, haben in dieser Zeit, obwohl alleinerziehend mit zwei Kindern in einem Soz.-Bau lebend, Heimkinder in unserer Wohnung vor dem Zugriff randalierender Behörden versteckt und später auch Kinder in Pflege genommen. Alle Menschen, die sich seinerzeit an diesen aktiven Protesten beteiligten, ist es ein Schlag ins Gesicht, den Opfern sowieso, wenn heute so getan wird, als handle es sich um staatlich-gesellschaftliche „Schuld im minder schweren Fall“.
________________________________________

[ i ] http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/061/1706143.pdf, Drucksache 17/6143, 8.6.2011
[ii] http://www.bundestag.de/presse/hib/2...13_017/01.html, PM des PA v. 16.1.2013
[iii] http://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
[iv] http://www.ex-heimkinder.de/Dokument...blick_2011.pdf, Manfred Kappeler, Kritischer Rückblick
[v] Seite 3, http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/061/1706143.pdf, Drucksache 17/6143, 8.6.2011
[vi] Seite 2, ebd.
[vii] Seite 2, ebd.
[viii] Seite 18, http://www.rundertisch-heimerziehung...henbericht.pdf
[ix] Seite 3, http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/061/1706143.pdf, Drucksache 17/6143, 8.6.2011
[x] Wensierski, Schläge im Namen des Herrn http://www.randomhouse.de/Presse/Buc...i/pr226878.rhd
[xi] Kappeler, Manfred, Sozialpädagoge, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und emeritierter Professor für Sozialpädagogik an der TU Berlin (1989–2005). http://www.ex-heimkinder.de/Dokument...blick_2011.pdf
[xii] Der Autor spielt auf einen GRÜNEN Kirchenpolitiker im Bundestag an, der daran beteiligt war, den „generellen Unrechtstatbestand“ zu verneinen.
[xiii] Der Bericht des Runden Tisch bestätigt, dass die meisten der Einrichtungen von den beiden großen Kirchen betrieben wurden.
[xiv] Dito. Die Grünen haben an der Regelung und eben auch der Bewertung mitgewirkt.
[xv] Aus einem privaten Schreiben zum Thema
Film von Heinz Laumen, http://www.youtube.com/watch?v=IKVrVSGlzEA
QUELLE: [ KURZFASSUNG: ] @ http://www.gruene-linke.de/2013/05/1...schweren-fall/

SIEHE AUCH DIE DIESBEZÜGLICHE LANGFASSUNG dieser Stellungnahme von Simon Lissner, GRÜNE LINKE @ http://gruen-links-denken.de/wp-cont...angfassung.pdf
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Alt 10.10.2013, 07:21   #695
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Ausrufezeichen Rechtfertigung gewalttätiger Praktiken in der Heimerziehung

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Ich bin zwar nicht persönlich bei FACEBOOK tätig, aber ich bin kürzlich persönlich per E-mail von Ralf Henze und Simon Lissner darüber informiert worden, dass kürzlich folgender Post seitens der GRÜNE-LINKE bei FACEBOOK getätigt wurde und dass dies gleichzeitig ein Leserbrief an die TAZ darstellt und wiedergibt:

Leserbrief an die TAZ:

Zitat:
» In meinem, im Rahmen Grüner Netzwerkseiten veröffentlichten Beitrag zum Thema ( "Schuldig in einem minderschweren Fall", http://www.gruene-linke.de/2013/05/1...schweren-fall/ und unter dem Titel " Heimkinder vergessen und verlassen" http://gruen-links-denken.de/2013/he...und-vergessen/ ) schrieb ich:

"Dieses Fass muss wieder aufgemacht werden. Es muss wieder aufgemacht werden, gerade auch, weil der konservative Ruf nach sog. „Bootcamps“ und „verschärften Erziehungsmaßnahmen“ immer wieder laut wird und zu aller größtem Misstrauen heraus fordert." nicht ahnend, dass wir offenbar hier weiter sind, als ich vermutet habe.
Die kaum verarbeitete Schande dieser Gesellschaft, die darin gipfelte, die Heimkinder der Ära 1945 bis Ende der 1970iger Jahre mit einem ziemlich windigen "Kompromiss" abzuspeisen und das systematische staatliche und kirchliche Unrecht an den damals betroffenen Kindern strikt zu leugnen (nach dem Motto das "waren alles nur bedauerliche Einzelfälle in einem ungünstigen gesellschaftlichen Sozialklima"), wird nun bereits allem Anschein nach als Signal mißverstanden, die gleichen menschenrechtswidrigen Praktiken einzuführen. Und ob Thomas Ebert sich mit der hinter uns liegenden Praxis in der Heim"erziehung" beschäftigt hat, weiß ich nicht. Aber seine Argumente der Rechtfertigung gewalttätiger Praktiken tönen nach gerade nicht anders, als die Rechtfertigungen seinerzeit. Also: Wehret den Anfängen. Niemals wieder darf es geschlossene Heime und gewalttätige Praktiken unter Duldung von Staat und Kirchen geben! «
Dieser LESERKOMMENTAR ( vom 21.06.2013 16:27 Uhr ) von Simon Lissner ist, u.a., auch hier zu finden: TAZ @ http://www.taz.de/Das-Wegsperren-bee...tare/!c118359/
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Alt 10.10.2013, 07:44   #696
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Ausrufezeichen Heutige Kinderheimhöllen; Horrorgeschichte wiederholt sich.

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taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 13.02.2012 ) @ http://www.taz.de/Kritik-an-der-Haasenburg/!107410/

KINDERHEIME HAASENBURGKRITIK AN DER HAASENBURG Wegsperren oder was?

Nach taz-Bericht über 15 Jugendliche in Brandenburger Heim fordern Grüne und Linke, dass die zuständige Hamburger Aufsichtskommission die Insassen besucht.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 18.12.2012 ) @ http://www.taz.de/Geschlossene-Unterbringung/!107698/

KINDERHEIME HAASENBURG GESCHLOSSENE UNTERBRINGUNG Hilferufe aus der Haasenburg

Von 15 Hamburger Jugendlichen in Brandenburger Heimen stehen mindestens elf auf der Isolations-Stufe "rot". Laut Senat gab es neun Beschwerden.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 20.0.2013 ) @ http://www.taz.de/Geschlossene-Heime/!109383/

KINDERHEIME HAASENBURG GESCHLOSSENE HEIME Auf dem Bett liegen verboten

In der Haasenburg bringt Hamburg verhaltensauffällige Jugendliche unter.. Über den Inhalt der Betreuungsverträge ist nichts zu erfahren.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 25.01.2013 ) @ http://www.taz.de/Hamburger-Jugendli...nburg/!109826/

KINDERHEIME HAASENBURG HAMBURGER JUGENDLICHER ÜBER DIE HAASENBURG "Alle sagen: *******, ich will hier raus"

Nicht am Fenster stehen, nicht aufs Bett setzen, Kontrolle selbst beim Duschen. Ein Hamburger Jugendlicher kommt zurück aus dem Heim in Brandenburg und berichtet.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 15.02.2013 ) @ http://www.taz.de/!111169/

KINDERHEIME HAASENBURG GESCHLOSSENENE HEIMUNTERBRINGUNG "HAASENBURG" Doppeltes Spiel mit Hausregeln

Die brandenburgischen "Haasenburg"-Heime, in denen auch Hamburger Jugendliche festgehalten werden, verwenden offenbar weiterhin von den Behörden monierte, autoritäre Hausregeln. Offiziell sind sie längst abgeschafft.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 25.04.2013 ) @ http://www.taz.de/!115216/

KINDERHEIME HAASENBURG APPELL AN DIE STADT „Wegsperren ist keine Lösung“

Hamburg solle keine Kinder mehr in der Haasenburg unterbringen, fordert die Gewerschaft Ver.di. Der Senat will sich nicht festlegen, Forscher benennen Alternativen.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 15.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118139/

KINDERHEIME HAASENBURG KINDERHEIM IN BRANDENBURG Der Horror am Waldrand

Der Staat schickt Kinder und Jugendliche in Heime der Haasenburg GmbH, in denen brutaler Drill herrscht. Die Behörden wissen von den Missständen.



hpd Humanistischer Pressedienst ( 17.06.2013 ) @ http://hpd.de/node/16166

TAZ deckt Missbrauch in Kinderheim auf

In den Heimen der Haasenburg GmbH am brandenburgischen Schwielochsee, genauer gesagt in Jessern, werden Kinder offenbar systematisch gequält. Die TAZ zitiert aus einem Protokoll einer sog. "Anti-Aggressionsmaßnahme", das ein Teil einer tausende Seiten starken Dokumentensammlung ist, die der Zeitung vorliegen.

"Die Haasenburg GmbH ist eine Firma, die mit dem Betrieb geschlossener Kinderheime Millionen vom Staat kassiert." In den Heimen wird mit drastischen Mitteln den Kindern und Jugendlichen, die oft aus problematischen Familienverhältnissen stammen, der eigene Wille gebrochen. Das erinnert an "schwarze Pädagogik" - von der angenommen wurde, dass sie nur noch in wenigen - meist fundamentalistischen - Kreisen angewandt wird.
Bisherige Anzeigen - auch von ehemaligen Heiminsassen - brachten bisher keine Änderungen an der Situation der Eingeschlossenen.

Die Haasenburg GmbH gibt öffentlich bekannt, dass die der TAZ vorliegende regide Hausordnung nicht angewandt wird; Betroffene und Erzieher der Anstalt widersprechen dem jedoch.

In einem Interview mit der TAZ fordert Christian Sachse die sofortige Auflösung des Heimes.

Weiterlesen im Original [ TAZ @ http://www.taz.de/Kinderheim-in-Brandenburg/!118139/ ]



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 17.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118225/

KINDERHEIME HAASENBURG JUGENDHEIMFORSCHER ÜBER HAASENBURG-HEIME „Das erinnert an die DDR“

Forscher Christian Sachse fordert, die Einrichtungen der Haasenburg GmbH aufzulösen. Dort gebe es zu viele Ähnlichkeiten mit den ehemaligen Jugendwerkhöfen.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 17.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118277/

KINDERHEIME HAASENBURG HAASENBURG-HEIME IN BRANDENBURG Kinder raus, zumachen

Nach dem Bericht über Misshandlungen in einem Kinderheim tritt der Leiter der Hamburger Aufsichtskommission für geschlossene Heime zurück



Neues Deutschland ( 19.06.2013 ) @ http://www.neues-deutschland.de/arti...aasenburg.html

BRANDENBURGVorwürfe gegen Kinderheim Haasenburg

Potsdamer Ministerium leitet Untersuchung ein

In einem brandenburgischen Heim sollen junge Menschen misshandelt worden sein. Das Land richtet deshalb eine Untersuchungskommission ein.

In den geschlossenen Heimen der Haasenburg GmbH herrschen Zustände wie einst in den Jugendwerkhöfen der DDR, heißt es, und das ist selbstverständlich nicht als Kompliment gemeint. Unter der Überschrift »Der Horror am Waldrand« berichtete die »tageszeitung« (taz) am Wochenende über ein Heim im Unterspreewald, in dem ein strenges Regime mit drakonischen Strafen für kleinste Vergehen herrschen soll.

Demnach versuchen die Erzieher, den Willen ihrer problematischen Zöglinge zu brechen. Sie wenden dazu auch Gewalt an, fesseln oder verabreichen Psychopharmaka mit gefährlichen Nebenwirkungen. Sogar ein Knochenbruch soll die Folge gewesen sein. Die taz beruft sich auf betroffene Jugendliche, ehemalige Mitarbeiter und Dokumente, die der Redaktion vorliegen sollen.

[ BITTE IM ORIGINAL WEITERLESEN ]



taz.detaz verlags u. vertriebs GmbH ( 20.6.2013 ) @ http://www.taz.de/!118483/

KINDERHEIME HAASENBURG SKANDAL UM HAASENBURG-HEIME Das Versagen in Cottbus

Eigentlich müsste die Staatsanwaltschaft Cottbus längst ermitteln, sagt ein Hauptkommissar a. D. Doch die Behörde tut nichts. Und es ist noch schlimmer.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 21.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118571/

KINDERHEIME HAASENBURG BRANDENBURGER SKANDALHEIME Kein Nachschub für die Haasenburg

Der Hamburger Sozialsenator Detlev Scheele will keine weiteren Kinder und Jugendlichen in das Heim schicken. Derzeit sind aber noch zwölf dort.



taz.detaz verlags u. vertriebs GmbH ( 20.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118426/

KINDERHEIME HAASENBURG SKANDAL UM HAASENBURG-HEIME Betroffene misstrauen der Hotline

Von Knochenbrüchen in den Haasenburg-Heimen weiß Brandenburgs Landesregierung nichts. Die Besetzung der Untersuchungskommission ist noch unklar.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 20.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118623/

KINDERHEIME HAASENBURG STAATSANWALTSCHAFT UND HAASENBURG Unklare Ursachen für Knochenbrüche

Es gibt widersprüchliche Unterlagen dazu, wie sich drei Mädchen in einem Haasenburg-Jugendheim die Arme gebrochen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 23.06.2013 ) @ http://www.taz.de/Staatsanwaltschaft...nburg/!118623/

KINDERHEIME HAASENBURG STAATSANWALTSCHAFT UND HAASENBURG Unklare Ursachen für Knochenbrüche

Es gibt widersprüchliche Unterlagen dazu, wie sich drei Mädchen in einem Haasenburg-Jugendheim die Arme gebrochen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 28.06.2013 ) @ http://www.taz.de/Untersuchung-der-H...Heime/!118948/

KINDERHEIME HAASENBURG UNTERSUCHUNG DER HAASENBURG „Massive Menschenrechtsverletzungen“

Eine Expertenkommission untersucht jetzt die Misshandlungsvorwürfe gegenüber der Haasenburg GmbH. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt in zwei Fällen.



taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 06.07.2013 ) @ http://www.taz.de/Flucht-aus-Haasenb...rheim/!119347/

KINDERHEIME HAASENBURG FLUCHT AUS HAASENBURG-KINDERHEIM Jugendliche klettern aus Klofenster

Drei Jungen sind geflohen. Ein Anwalt kämpft für ihre Freiheit. Was das Trio im Heim der Haasenburg GmbH mitmachen musste, sei „schockierend“.



DER TAGESSPIEGEL ( 05.07.2013 ) @ http://www.tagesspiegel.de/berlin/ra...m/8450882.html

Berlin. – Razzia im Kinderheim.

Nach Missbrauchsvorwürfen in geschlossener Unterbringung beschlagnahmen 50 Fahnder sensible Akten.
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Alt 10.10.2013, 08:00   #697
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Ausrufezeichen Heutige Kinderheimhöllen; Horrorgeschichte wiederholt sich.

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Zitat:
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Nie wieder Kindesmisshandlungen!
[ und schon garnicht in geschlossener Unterbringung! ]

Was wird aus Kindern die verbogen, belogen, missbraucht, geprügelt werden, denen man Bildung vorenthält und die durch Zwangsarbeit oder den Zwang zur Arbeit ausgebeutet werden? Was wird aus Kindern die ohne Urteile und Prüfung eingesperrt und Drill ausgesetzt werden? Was wird aus Kindern die das ertragen mussten ohne die Möglichkeit, sich zu wehren oder Schutz zu finden? Ich kann das sicher nicht allgemein beurteilen, aber aus mir ist ein Mann von 58 Jahren geworden.

Seit mehr als 40 Jahren vermeide ich viele Alltäglichkeiten, ohne dass es jemand sehen kann. Ich übe mich in Unauffälligkeit. Ich vermeide geschlossene Räume von denen ich die Türen nicht sehen kann. Ich könnte eingesperrt werden! Ich fahre nicht einmal mit der Bahn, weil es ist ein abgeschlossener Raum, den ich nicht freiwillig verlassen kann. Das geht nur wenn der Zug hält. Ich könnte ein Konzert besuchen, kann ich aber nicht, mir jagen viele Menschen, die gemeinsam an Veranstaltungen teilnehmen, Angst und Panik ein. Ich kann nicht entkommen wenn ich möchte. Ich könnte mit Freunden gemeinsam essen gehen, das normalste von der Welt, kann ich aber nicht, es ist eine Tortur für mich, warten zu müssen bis alle Ihr Essen haben, es könnte mir gestohlen werden. Ich werde zappelig und unsicher, also vermeide ich es. Ich bin misstrauisch und argwöhnisch und beleuchte alles und Jeden der sich mir nähert. Ja, ich zerstöre unbewusst vielleicht konstruktive Synergien. Das sind ein paar wenige der Auffälligkeiten, die mir selbst auffallen. Sicher gibt es aber noch so einige Dinge, die ich gar nicht weiß und selbst bemerke, wissenschaftlich betrachtet.

Es ist für mich zur Gewohnheit geworden so zu sein, so zu handeln und so zu leben. Aber wie viel Leben ist das eigentlich? Wenig genug und sehr, sehr anstrengend. Das weiß ich von mir. Was hat die Gesellschaft versäumt und was hätte ich ohne diese Einschränkungen, die ich selbst indessen als Behinderung empfinde, erreichen können?
Eine Milliarden behinderte Menschen, die ähnliche oder gleiche Einschränkungen haben und wir reden über Inklusion? Wir reden über Menschenwürde und Menschenrechte und über die Bereicherung von Gesellschaften durch kritische Bürger, die Ihre Rechte auf der Straße einfordern. Wir belehren andere, Demonstrationen als Bürgerbeteiligung wahr zu nehmen und nicht als Bedrohung zu empfinden. Natürlich tun wir das, oder mindestens unsere Vertreter auf Zeit. Richtig und gut, aber sollten wir nicht zuerst dafür Sorge tragen, dass wir den heute Betroffenen von Heimerziehung – in welcher Form auch immer – die Würde zurück geben und Ihnen ein finanziell gesicherten Lebensabend trotz Behinderung oder gerade deshalb ermöglichen. Wir haben in diesem Land einiges wieder gut zu machen, in Form angemessener Renten und Entschädigung für erlittenes Unrecht und Ausbeutung.

Sollten wir nicht endlich damit aufhören, diese Opfer zu produzieren? Sollten wir nicht endlich solche Formen des Umganges mit Kindern beenden? Sollten wir nicht endlich alles in unserer Macht stehende unternehmen, die Täter solcher „Erziehungspraktiken“ zu verurteilen? Sollten wir nicht endlich unserer Kinder mit Rechten ausstatten, die diese auch einfordern können, weil Sie diese verstehen? Sollten wir uns nicht endlich fragen, wie viel Schaden wir durch nichts tun anrichten?

Ich denke, wir müssen!

Wir müssen das einfordern. Bildermann kenn ich nicht, aber ich bilde mir ein, dass wir uns das alle fragen lassen müssen, auch und aktuell zuerst in Brandenburg. Es ist so eine Sache mit „nie wieder“ in unserem Land, ist es nicht an der Zeit damit endlich anzufangen?

Ich dachte, hoffte und glaubte letztendlich auch, dass wir etwas gelernt haben. So als Land, als eine Gesellschaft Gesellschaft , als das sogenannte Volk.

Offenbar haben wir das nicht. Oder wollen wir vielleicht nicht? Es wirkt auf mich, als wollten wir nicht. Als litten wir alle unter Amnesie und offenbar haben wir sie gern, unsere Amnesie. Sonst müssten wir uns ja täglich mit Fragen auseinandersetzen auf die es Antworten gibt.

Antworten zum Beispiel auf die Frage: Woher kommt der NSU. Wer hat das gewusst und zugelassen? Wir oder die, die dafür bezahlt werden so etwas zu bemerken, öffentlich zu machen, ja, auch die Bürger zu schützen. Die haben es gewusst und offensichtlich auch bemerkt , nur weder öffentlich gemacht noch die Ihnen anvertraute Sicherheit der Bürger im Auge behalten.

Ich habe keine Amnesie und bemerke das sich vieles wiederholt. Zum Besipiel die Art und Weise, wie ich in einem Spezialheim der DDR erzogen wurde. Diese Methoden wiederholen sich nun in einem privatisierten geschossenen Kinderheim in Deutschland. Und das, nachdem wir geschädigten Heimkinder von damals bis heute nicht entschädigt haben für diese Misshandlungen. Nun geschehen diese Misshandlungen wieder. Was haben wir also tatsächlich gelernt als Gesellschaft? Nach zwei großen Kriegen haben wir uns die Beteuerung „Nie wieder“ auf die Fahnen geschrieben. Nach der Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen an der Odenwaldschule riefen wir wieder: „Nie wieder“

Und nun? Die Fortsetzung soz. Erziehungsmethoden in einer GmbH in Brandenburg. Nein, kein bedauerlicher Einzelfall, sondern die konsequente Fortsetzung und Folge der Nicht-Bewältigung, der Nicht-Aufarbeitung , Nicht-Verhinderung, und der nicht angemessenen Entschädigung der Opfer solchen Tuns. Es reicht einfach nicht „Nie wieder“ zu sagen. Wir müssen diese Geschichten gemeinsam aufarbeiten und bewältigen. Wir können nur verhindern, was wir verstanden und beendet haben. Wie groß soll der angerichtete Schaden an den Kinderseelen noch werden?

[ die einleitende Erklärung zu diesem Artikel hier plaziert: ] Gastbeitrag von Lutz Adler. Lutz Adler ist ehemaliges Heimkind aus einem der DDR-Spezialheime. Er ist der 1. Vorsitzende des DEMO „Die ehemaligen minderjährigen Opfer“ (Landesverbandes Hessen e.V.) und engagiert sich für die Rehabilitierung der Opfer..
QUELLE: MUTTERSEELENALLEINERZIEHEND @ http://mutterseelenalleinerziehend.de/?p=1713

Dieser Artikel ist auch ein Leserkommentar seitens Lutz Adler hier in Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2.../#comment-4300 und wurde daraufhin auch noch einmal separat von dem ev. Pfarrer i.R. Dierk Schäfer hier in seinem Dierk Schaefers Blog wiedergegeben @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2...29/nie-wieder/
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Alt 10.10.2013, 08:16   #698
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Ausrufezeichen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Republik Irland (Éire).

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Zwangsarbeiten in Irland ( d.h. "Heimkinder-Zwangsarbeit" in Irland vergleichbar mit "Heimkinder-Zwangsarbeit" in der BRD und in der BRÖ ! ).


Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?


ich nenne dies jetzt einfach mal »Irische "Heimkinder-Zwangsarbeit"« „Zwangsarbeit im Dienste der [Un]Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul“ ( the Magdalene Sistersthe [un]merciful sisters …, denn das, Zwangsarbeit, ist genau das um was es hier geht; und es handelt sich hier ausschließlich um die »Irische "Heimkinder-Zwangsarbeitin der Republik Irland ( Republic of Ireland ). --- Die diesbezügliche Situation in Nordirland ( Northern Ireland ) ist bisher noch garnicht mal untersucht worden.

Zitat:
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Irische Menschenrechtskommission: Frauen in den Magdalen-Wäschereien schutzlos

[ in Deutsch ] Veröffentlicht am 20. Juni. 2013 von dem deutschen „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ - „VEH e.V.

DER IRISCHE STAAT WAR NICHT IN DER LAGE, DIE MENSCHENRECHTE DER FRAUEN IN DEN MAGDALEN WÄSCHEREIEN ZU SCHÜTZEN – WIEDERGUTMACHUNGSSYSTEM MUSS DEN MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN RECHNUNG TRAGEN

Stand: 18. Juni 2013

Die irische Menschenrechtskommission (Human Rights Commission, IHRC) hat heute den Folgebericht über die staatliche Beteiligung an den Magdalen-Wäschereien veröffentlicht der besagt, der Staat sei seiner Verpflichtung, die Menschenrechte von Mädchen und Frauen in den Magdalen Wäschereien zu schützen, nicht nachgekommen. Die IHRC ruft auf zu einer umfassenden Wiedergutmachung, die individuelle Vergütung, Entschädigung und Rehabilitation der Frauen im Einklang mit staatlichen Menschenrechtsverpflichtungen. Außerdem macht die IHRC eine Reihe von Empfehlungen für erforderliche Maßnahmen, damit sich ähnliches Unrecht in der Zukunft nicht wiederholt.

Der IHRC Folgebericht begutachtet die Fakten in dem Bericht des interministeriellen Ausschusses unter dem Vorsitz von Senator Martin McAleese und beurteilt die Auswirkungen des Unrechtes auf die Menschenrechte für den Staat. Außerdem werden die Feststellungen des IHRC Berichtes von 2010 in Anbetracht der nun verfügbaren Informationen über die Wäschereien neu bewertet. Die IHRC kommt zum Schluss, dass die Menschenrechte der Mädchen und Frauen in den Magdalen Wäschereien nicht in vollem Umfang in Bezug auf Gleichheit, Freiheit, Achtung der Privatsphäre, Bildung sowie dem Verbot von Zwangs-, Pflichtarbeit oder Knechtschaft geachtet wurden.

Anlässlich der Vorstellung des Berichts, sagte Professor Siobhán Mullally, IHRC Kommissar:
„Der Bericht des Interministeriellen Ausschuss (IDC) hat umfangreiche staatliche Beteiligung an den Magdalen Wäschereien bestätigt, zieht aber nicht die richtigen Rückschlüsse in Bezug auf die menschenrechtlichen Verpflichtungen des Staates. Um diese Lücke zu schließen, hat die IHRC die Ergebnisse des IDC-Berichtes an Hand von einer Reihe von menschenrechtlichen Standards bewertet. Wir schließen aus den verfügbaren Beweisen, dass die Menschenrechte von Mädchen und Frauen in den Wäschereien nicht vollständig eingehalten werden. Der Staat handelte unrecht indem er diese Frauen weder adäquat schützte noch auf ihre Klagen über einen langen Zeitraum zu reagieren. Glaubwürdige Vorwürfe des Missbrauchs sollten immer umgehend, gründlich und unabhängig untersucht werden.“

Professor Mullally fuhr fort:
„Die IHRC wird für eine umfassende Wiedergutmachung, die einen Ausgleich für die Auswirkungen der Menschenrechtsverletzungen für jede einzelne Frau, die in den Wäschereien arbeitete, eintreten. Das Ausmaß der Verstöße und ihre anhaltenden Auswirkungen (auf das Leben der Frauen, Red.) muss bei der Bestimmung der individuellen Vergütung und laufenden Unterstützungen in Betracht gezogen werden. Ferner sollten Maßnahmen ergriffen werden, um zu gewährleisten, dass diese Frauen Wiedergutmachung in Form von verlorenen Löhne, Renten und Sozialleistungen bekommen. Unterstützung muss geleistet werden im Bereich Wohnraum, Bildung, Gesundheit sowie besondere Unterstützung, um mit den psychologischen Auswirkungen der Zeit in den Wäschereien umzugehen.“

Zum Bereich der nicht im vollen Umfang eingehaltenen Menschenrechte, sagte Professor Mullally:
„Die Rechte der Frauen stehen im Mittelpunkt der Einschätzungen des IHRC. Die Magdalen Wäschereien wurden eindeutig mit diskriminierenden Regelungen betrieben. Das Recht von Frauen auf Gleichbehandlung gab es nicht in den Magdalen Wäschereien, da die Regelungen nur auf sie angewendet wurden. Es gab kein Recht auf Bildung für die Mädchen, die wenig oder keine formale Bildung erhielten, nicht einmal Unterricht im Schreiben und Rechnen.“

Professor Mullally fuhr fort:
„Das Recht auf Freiheit von Mädchen und Frauen, die durch die Strafjustiz oder die Jugendämter in die Wäschereien, wurde nicht eingehalten. Es gibt viele willkürliche Inhaftierungen bei denen Mädchen ohne gerichtliche Anordnung in die Magdalen Wäschereien eingesperrt wurden oder nach ihrer Entlassung aus einer sogenannten Besserungsanstalt als eine Form der Verwaltungshaft dorthin verbracht [wurden].“

Die Arbeitsbedingungen in den Magdalen Wäschereien erklärte Sinead Lucey, Senior Legal Officer des IHRC:
„Mädchen und Frauen, die in den Magdalen Wäschereien leben mussten, wurden einer Form von Zwangs- oder Pflichtarbeit unterworfen, die eindeutig gegen Irlands Verpflichtungen nach der 1930 Zwangsarbeitskonvention verstießen. Dies wird verschärft durch die Tatsache, dass nicht nur verschiedene irische Regierungen diese Praktiken nicht verbaten und beendeten, sondern im Gegenteil: der Staat selbst profitierte von dieser Zwangs- oder Pflichtarbeit, wenn er kommerzielle Verträge mit den Wäschereien abschloss, weil diese [die] billigsten Angebote hatten. Der entscheidende Faktor war allerdings, dass die Arbeiterinnen unbezahlt waren. Darüber hinaus bedeutet der Zwang zur Arbeit Knechtschaft nach Artikel 4 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und auch hier ist der Staat gescheitert darin, solche Praktiken zu unterbinden, wenn er im Gegenteil wissentlich erlaubt, dass Mädchen und Frauen ohne Lohn und unter Zwangsmaßnahmen in den Wäschereien arbeiten.“

Sinead Lucey fuhr fort:
„Wir müssen von den Verletzungen der Menschenrechte von Mädchen und Frauen in den Magdalen Wäschereien lernen, um sicherzustellen, dass sich ähnliches Unrecht nicht wiederholen wird. Das Recht auf Gleichheit ist ein grundlegendes Prinzip der Menschenrechte. Der Staat darf niemals selbstgefällig und diskriminierend besonders die Schwächsten der Gesellschaft behandeln. Umfassendere Schutzmechanismen sind notwendig. Stärkere Regulierung und Aufsicht der Beziehung zwischen Staat und nicht-staatlichen Akteuren bei der Durchführung von Funktionen oder Dienstleistungen des Staates sind dringend erforderlich. Darüber müssen Gesetze erlassen werden, die Zwangs- oder Pflichtarbeit oder Leibeigenschaft als kriminelle Straftat mit hohem Verfolgungsdruck ausweisen. Insgesamt muss es der Staat unterlassen, bestimmte gesellschaftliche Gruppen zu kriminalisieren und zu institutionalisieren sondern muss vielmehr dazu übergehen, diese Gruppen zu unterstützen, denn das Gemeinwohl braucht auch dieses Potenzial.“

Schlüsselempfehlungen

Der Staat sollte:

ein umfassendes Wiedergutmachungprojekt ins Leben rufen, welches individuellen Ausgleich bietet für die Auswirkungen der Menschenrechtsverletzungen von Frauen in den Magdalen Wäschereien;
Maßnahmen durchführen, die sicher stellen, dass überlebende Frauen der Magdalen Wäschereien die Entschädigung und Rehabilitation für die erlebten Verletzungen bekommen;
als Wiedergutmachung den betroffenen Frauen die verlorenen Löhne, Renten und Sozialleistungen auszahlen, die sie auf Grund der geleisteten Zwangsarbeit verloren haben;
für geeignete Rehabilitationsmaßnahmen einschließlich Wohnraum, Gesundheit und Wohlfahrt, Bildung und Hilfe bei den psychologischen Auswirkungen sorgen;
Wechselwirkungen mit nicht-staatlichen Akteuren überprüfen, um sicherzustellen, dass die staatlichen Regulierungs- und Aufsichtsfunktionen robust genug sind, um Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, bzw. derartigen Vorwürfen gründlich und effektiv zu untersuchen, und gegebenenfalls zu entschädigen;
sicherstellen, dass alle glaubwürdigen Anschuldigungen von Missbrauch, die eine Verletzung der staatlichen menschenrechtlichen Verpflichtungen beinhalten, umgehend, gründlich und unabhängig untersucht werden;
die Praxis beenden, Menschen mit geistiger Behinderung in psychiatrische Anstalten einzusperren;
eine unmittelbare und obligatorische staatliche Kontrolle und Lizenzierung von Heimen für Menschen mit Behinderungen einfahren;
ein System für die Bereitstellung von Informations- und Suchdienste verabschieden für Menschen verabschieden, darunter auch für diejenigen, die informell in der Vergangenheit angenommen wurden.


Das englisch-sprachige Original finden Sie hier [ »Irish State failed to protect and vindicate the human rights of women in Magdalen Laundries. - Redress Scheme must reflect impact of human rights violations experienced.« @ http://www.ihrc.ie/newsevents/press/...dicate-the-hu/ ]


Verschlagwortet mit: EFPAC, Entschädigung, Fonds Heimkinder, Geschichte, Heimgeschichte, Heimkinder, Irland, Kinderrechte, Kirche, Menschenrechte, Zwangsarbeit
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QUELLE: ( aktuell aufzufinden auf der Vereinswebseite desVereins ehemaliger heimkinder e.V.“ - „VEH e.V.“ in der Rubrik »Aktuelle Infos« [ „Aktuelle Informationen und Nachrichten“ ] ) http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/ sowohl wie auch hier unter dieser URL @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/p...ien-schutzlos/


Man vergleiche die Situation bezüglich der HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Bundesrepublik Deutschland sowohl wie auch die Situation bezüglich der HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Bundesrepublik Österreich !
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Alt 10.10.2013, 08:42   #699
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Ausrufezeichen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Republik Irland (Éire).

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Zwangsarbeiten in Irland ( d.h. "Heimkinder-Zwangsarbeit" in Irland vergleichbar mit "Heimkinder-Zwangsarbeit" in der BRD und in der BRÖ ! ).


Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?


Weiterführend zum unmittelbar vorhergehenden Beitrag in diesem Thread.

Folgend auf die meinerseitige Weiterverbreitung der Bekanntgebung des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ – „VEH e.V.“ des "Folgeberichts" der IRISCHEN MENSCHENRECHTSKOMMISSION ( Human Rights Commission, IHRC ) bezüglich den schweren Menschenrechtsverletzungen begangen in der irischen Heimerziehung unter Duldung des Staates seitens dem katholischen Schwestern Orden der Magdalene Sisters, hat der deutsche ev. Pfarrer i.R. Dierk Schäfer in seinem Blog, dem Dierk Schaefers Blog am Freitag, 5. Juli 2013 um 10:02 Uhr, einen zutreffenden KOMMENTAR unter der Überschrift »Dazu wird Antje Vollmer nichts sagen.« dazu abgegeben

http://dierkschaefer.wordpress.com/2...-nichts-sagen/

welcher, u.a., auch folgende seinerseitige STELLUNGNAHME beinhaltet:

Zitat:
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Wenn ich mir die Ergebnisse des Runden Tisches anschaue, mit denen die ehemaligen Heimkinder eben keinerlei Entschädigung erhielten, keinen angemessenen Rentenausgleich, keine Lohnnachzahlungen, keine Schmerzensgelder, dann frage ich mich, wie Frau Dr: Antje Vollmer mit gutem Gewissen den Ehrenberg-Preis entgegennehmen konnte und mit gutem Gewissen ihre Pension verzehren kann.

Aber vielleicht hat sie ja ein schlechtes Gewissen dabei. Wohl bekomms!

Und der Staat und die Kirchen mit ihren Einrichtungen? Und mit der Aufsichtsverpflichtung?
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Und, desweiteren, hat der deutsche ev. Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, ebenso am Freitag, 5. Juli 2013, auch folgende RUNDMAIL zum Thema »Heimkids« verbreitet:

Zitat:
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Sehr geehrte Damen und Herren,

immer noch die Heimkinder!
In den Medien werden die Zahlungen häufig pauschal als „Entschädigung“ etikettiert, was sie ja erklärtermaßen nicht sein sollen. Das Trauerspiel des umfassenden Betruges an mißhandelten und ausgebeuteten ehemaligen Heimkindern findet seine Fortsetzung. Gutes gibt es nur aus dem Ausland zu berichten. Das irische Beispiel vergrößert die Scham, die man als Deutscher und als Kirchenmitglied empfinden muß. Ich verweise für dieses Beispiel auf meinen Blog: http://dierkschaefer.wordpress.com/2...-nichts-sagen/

Wer mehr wissen will, scrolle einfach weiter nach unten.

Empfehlenswert ist auch der Blog von Helmut Jacob, in dem der zusätzliche Betrug an den ehemaligen Heimkindern aufgezeigt wird, die in Behindertenheimen untergebracht waren. http://helmutjacob.over-blog.de/arti...118871076.html . Auch hier sollte man weiterscrollen – und grollen!

Mit freundlichem Gruß

Dierk Schäfer
Freibadweg 35
73087 Bad Boll
Fon: 0 71 64 / 1 20 55
Blog: https://dierkschaefer.wordpress.com/
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Man vergleiche die Situation bezüglich der HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Bundesrepublik Deutschland sowohl wie auch die Situation bezüglich der HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Bundesrepublik Österreich !
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Alt 10.10.2013, 09:02   #700
Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen Verjährung von Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch

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Verjährung.Ist alles wirklich verjährt, oder kann man doch noch Gerechtigkeit erlangen ?Wie sieht es damit in Deutschland und in Österreich aus ?


Der evangelische Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, in seinem Blog, dem Dierk Schaefer Blog, unter der Überschrift »Hoffnungsschimmer für Heimkinder« macht am 1. Juli 2013 auf einen wichtigen und lesenswerten zwei-teilgen Artikel im österreichischen KURIER aufmerksam.


@ http://dierkschaefer.wordpress.com/2...ur-heimkinder/

ERSTE TEIL: »Hoffnungsschimmer für Heimkinder« »Gutachten helfen, Verjährung auszuhebeln / Landesgericht gewährt Verfahrenshilfe«

ZWEITE TEIL: »ANALYSE --- Hilflosigkeit der Politik, oder pures Kalkül? Der Staat und die Kirche drücken sich vor ihrer Verantwortung«


was mich selbst jetzt dazu veranlasst auf folgende vorhergehende Medienberichte - von Anfang des Jahres 2013 - aus Deutschland sowohl wie auch aus Österreich aufmerksam zu machen:


… zum Thema „Verjährung“ bei „KINDESMISSHANDLUNG“ und „KINDESMISSBRAUCH“ – einschließlich dem Aspekt „INSTITIONELLE KINDESMISSHANDLUNG“ und dem Aspekt „INSTITUTIONELLER KINDESMISSBRAUCH“
d.h. MISSHANDLUNG und MISSBRAUCH in den damaligen Heimen und Anstalten …

Medienbericht aus der Bundesrepublik Österreich:

Zitat:
KURIER @ http://kurier.at/chronik/oesterreich...auch/2.802.168 ( Bericht vom 23.01.2013 )
VORALBERG.

Gericht kippt Verjährung von Missbrauch.

Klosterinternat. Zwei ehemalige Schüler werfen Zisterzienser-Pater sexuelle Übergriffe vor.

Eine kleine juristische Sensation kündigt sich in Vorarlberg an. Zwei ehemalige Schüler des Klosterinternats Mehrerau in Bregenz haben 2012 wegen sexuellen Missbrauchs durch einen Pater geklagt. Das Kloster hat sich damals auf Verjährung berufen. Dies kommt für das Landesgericht Feldkirch nicht infrage. „Das Gericht hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Verjährungseinrede in beiden Fällen nicht anzunehmen“, sagt Gerichtssprecher Reinhard Flatz.

Die beiden Fälle sind ähnlich gelagert, aber doch von unterschiedlicher juristischer Tragweite. Ein ehemaliger Zögling, 58, gibt an, bereits 1968 im Vorarlberger Eliteinternat von Pater B. sexuell missbraucht worden zu sein. Der andere ehemalige Mehrerau-Schüler, 46, soll 1982 ebenfalls Opfer sexueller Übergriffe durch denselben Pater geworden sein. Im Fall von 1968 liegt ein psychologisches Gutachten vor, dass der Missbrauchte durch die Traumatisierung erst jetzt über die Vorfälle sprechen könne. Im anderen Fall waren die 30 Jahre Verjährungsfrist im Zivilverfahren ohnehin nicht erreicht.

Im Landesgericht Feldkirch geht man davon aus, dass das Kloster erneut berufen wird. Dann wären das Oberlandesgericht Innsbruck (und später der Oberste Gerichtshof in Wien) zuständig. Bestätigen die Instanzen die Feldkircher Entscheidung, könnte das Gericht prüfen, was in Mehrerau wirklich vorgefallen ist.

Das Kloster war telefonisch nicht erreichbar.

(KURIER) Erstellt am 23.01.2013, 19:00
[ Mit auch so einigen Leserkommentaren für die man dort runterscrollen muss. ]


Medienbericht aus der Bundesrepublik Deutschland:

Zitat:
FOCUS @ http://www.focus.de/finanzen/recht/r...id_908942.html

Recht

BGH: Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer nach Verjährung

Mittwoch, 30.01.2013, 12:12

Traumatisierte Opfer sexueller Gewalt können auch nach Ablauf der Verjährungsfrist Ansprüche auf Schmerzensgeld geltend machen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte in letzter Instanz eine Entscheidung des Osnabrücker Landgerichts.

Das Landgericht in Osnabrück hatte 2011 einen Mann zur Zahlung von 7500 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Er missbrauchte zwischen 1985 und 1990 mehrfach einen mittlerweile 36-Jährigen. Das Opfer hatte die Taten 15 Jahre lang verdrängt und erst nach Ablauf der Verjährungsfrist zivilrechtlich auf Schmerzensgeld geklagt.

„Ich hoffe, dass dieses Urteil den vielen anderen Betroffenen in Deutschland hilft, nicht aufzugeben und letztlich auch durch ein Gericht anerkannt zu bekommen, dass ihnen Unrecht widerfahren ist“, sagte Opfer-Anwalt Bernhard Weiner in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Strafrechtlich müsse der Täter keine Konsequenzen mehr fürchten. Hier sei die Tat dauerhaft verjährt.

Das Opfer erinnerte sich erst 2005 bei einer Familienfeier an die Tat. Auslöser war die Offenbarung seiner jüngeren Schwester, von einem Nachbarn der Familie missbraucht worden zu sein. Dadurch kehrte auch bei dem Mann die Erinnerung an den eigenen Missbrauch zurück. Normalerweise wäre die Verjährungsfrist nach drei Jahren abgelaufen. Die Revision des Beklagten [ d.h., „die Revision“ des Täters, der gegen seine Verurteilung - in einem Zivilverfahren / einem Schadenersatzverfahren ! - Berufung beim höchsten Gericht, beim Bundesgerichtshof, eingelegt hatte ] wurde zurückgewiesen (Az.: VI ZR 217/11).
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