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Alt 10.03.2011, 03:01   #276
Ehemaliges Heimkind
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Ausrufezeichen GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

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Attention – wichtiges gleichlautendes Gerichtsurteil in Australien zu 12 O 2381/10 (Osnabrück) ( Details zu dem australischen Gerichtsurteil des Höchsten Gerichtes Australiens befinden sich weiter unten in dieser Mail ! )


Mehrzweck-Mail an mehrere Empfänger zugleich !
multi-purpose mail going to multiple recipients !


GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?


PTBS-Opfer
PTSD-victims


Weiteres, das für den einen oder anderen hilfreich sein könnte ( obwohl der „Entschädigungszuspruch“ auch hier – wohl weil es Deutschland ist – nur minimal ist; natürlich wohl auch DARUM, WEIL NICHT MEHR VERLANGT WURDE [ 10 000 Euro - m.E., auch eine „billige Abspeisung! ] ).


Aber DAS ANDERE worum es hier geht ist, meines Erachtens, schon mal sehr, sehr interessant.

Gegen Missbrauch e.V. - Forum @ http://83.137.103.6/board/index.php

KOSTENLOSE URTEILE @ http://www.kostenlose-urteile.de/newsview.php?newsID=11069

Landgericht Osnabrück, Urteil vom 01.12.2010

- 12 O 2381/10 -

Schmerzensgeldanspruch wegen sexuellen Missbrauchs kann auch bei lang zurückliegenden Vorfällen bestehen.

Bei Verdrängung der Geschehnisse aufgrund schwerer posttraumatischer Belastungsstörung beginnt Verjährungfrist erst nach neuerlicher Kenntnis der Sache.

Ein Opfer von sexuellem Missbrauch kann auch heute noch Ansprüche auf Schmerzensgeld erfolgreich geltend machen, obwohl die Taten bereits Jahrzehnte zurückliegen. Dies entschied das Landgericht Osnabrück.

Der heute 34-jährige Kläger des zugrunde liegenden Falls macht ein Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro gegen den 73-jährigen Beklagten geltend. Der Beklagte ist der Nachbar der klägerischen Großeltern gewesen. Der Beklagte hat den damals minderjährigen Kläger im Frühjahr 1988 und Anfang 1990 sexuell missbraucht.

Bei minderjährigen Opfern beginnt Verjährungsfrist frühestens mit Eintritt der Volljährigkeit des Opfers

Obwohl die zivilrechtliche Klage erst 2008 erhoben wurde, vertritt das Landgericht Osnabrück die Rechtsansicht, dass der Schmerzensgeldanspruch noch nicht verjährt sei. Schadensersatzansprüche verjähren zwar 3 Jahre nach Kenntnis des Verletzten von dem Schaden. Bei minderjährigen Opfern, deren gesetzlichen Vertretern die Vorfälle nicht bekannt sind, beginnt die Frist für die Kenntnis frühestens mit Eintritt der Volljährigkeit des Opfers (so die bis 2002 geltende Rechtslage).

Kläger hatte Geschehen aufgrund schwerer posttraumatischer Belastungsstörung komplett verdrängt

Der Kläger hat aber durch ein medizinisches Sachverständigengutachten beweisen können, dass er aufgrund einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung direkt nach den Vorfällen (und damit auch bei Eintritt seiner Volljährigkeit) das Geschehen komplett verdrängt hatte. Erst als die Schwester dem Kläger im April 2005 berichtet hatte, dass sie auch von dem Beklagten sexuell missbraucht worden sei, habe der Kläger wieder Kenntnis von den Ereignissen erlangt. Erst in 2005 begann also die dreijährige, kenntnisabhängige Verjährung zu laufen, so dass bei Erhebung der Klage in 2008 die Verjährungsfrist noch nicht abgelaufen war.
_______________________________________

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: http://www.kostenlose-urteile.de/Urteil11069


Kinderschutz IN NIEDERSACHSEN @ http://www.kinderschutz-niedersachsen.de/index.cfm?uuid=17DCF1C7E08140F9BA56493FC17D568A&and_uuid=04C2C9B5C2975 CC8A548D4012437C812

Aussetzen der Verjährungsfrist: Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer auch nach 20 Jahren

(08.02.11) Das Landgericht Osnabrück hat einem 34 Jahre alten Mann 10.000 Euro Schmerzensgeld wegen sexuellen Missbrauchs zugesprochen, der über 20 Jahre zurückliegt. Der heute 73-jährige Beklagte hatte den damals Minderjährigen im Frühjahr 1988 und Anfang 1990 sexuell missbraucht. Obwohl die zivilrechtliche Klage erst 2008 erhoben wurde, vertritt die Kammer in ihrem Urteil vom 29.12.2010 (AZ.: 12 O 2381/10) die Rechtsansicht, dass der Schmerzensgeldanspruch noch nicht verjährt sei.
Schadensersatzansprüche verjähren zwar drei Jahre nach Kenntnis des Verletzten von dem Schaden. Bei minderjährigen Opfern, deren gesetzlicher Vertretung die Vorfälle nicht bekannt sind, beginnt die Frist für die Kenntnis frühestens mit Eintritt der Volljährigkeit des Opfers.
Der Kläger hat allerdings mit einem medizinischen Gutachten nachgewiesen, dass er die Missbrauchsfälle direkt nach den Vorfällen verdrängt hatte. Erst im April 2005 habe er wieder Kenntnis von den Ereignissen erlangt, als ihm seine Schwester von ihrem Missbrauch durch den Beklagten berichtet hatte. Laut Urteil begann deshalb auch erst damit die kenntnisabhängige Verjährung zu laufen. Bei der Klageerhebung in 2008 war die Verjährungsfrist also noch nicht abgelaufen.
Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Anwalt des Beklagten hat bereits die Berufung angekündigt. Dann wird das Oberlandesgericht Oldenburg das Urteil auf seine Richtigkeit hin überprüfen.
Weitere Informationen stehen auf der Website des Landgerichts Osnabrück zur Verfügung.


Siehe auch @ http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=22465&article_id=93980&_psmand=157


HINWEIS seitens des Australiers Martin Mitchell: Wann und von wem die Feststellung „Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.“ gemacht wurde ist unklar --- Das Urteil mag jetzt sehr wohl „rechtskräftig“ sein – ich weiß es aber nicht ( man kann ja mal selbst beim Gericht anrufen und nachfragen ).




Ich habe gerade auch, unter anderem, folgenden Beitrag im Heimkinder-forum.de getätigt --- und werde das Ganze jetzt auch sogleich noch in einer RUNDMAIL an ungefähr 500 bis 600 individuelle Empfänger versenden um zumindest all diese ebenso darauf aufmerksam zu machen !

In der Rubrik: »Offener talk | Heime«
Im Thread: »GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?« @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/offener-talk-heime/12566-germany-wer-soll-für-den-schaden-der-heimopfer-und-missbrauchsopfer-haften/#axzz1FmvJCwNB
Im Beitrag 27 ( Sonntag, 6. März 2011, um 01:43 Uhr ( MEZ ) ): @ http://heimkinder-forum.de/v2/heim-talk/offener-talk-heime/p236323-germany-wer-soll-für-den-schaden-der-heimopfer-und-missbrauchsopfer-haften/#post236323


UPDATE der schon von dem Australier Martin Mitchell ( »martini« ) am Samstag, 5. März 2011 im Heimkinder-forum.de im Thread »GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?« in Beitrag 23 ( oben ) zur Verfügung gestellten Information über ein wichtiges vor kurzem in einem Zivilverfahren gefälltes Gerichtsurteil im Landgericht Osnabrück.

Bezüglich eines gleichlautenden Urteils in einem Zivilverfahren mit ähnlicher Sachlage im höchsten Gericht in Australien – in the High Court of Australia


STINGEL V CLARK

MIXED MESSAGES ON SEXUAL ASSAULT AND THE STATUTE OF LIMITATIONS: STINGEL V CLARK, THE IPP ‘REFORMS’ AND AN ARGUMENT FOR CHANGE


LISA SARMAS[*]
[This article examines the application of limitation periods to civil actions for sexual assault, with particular reference to the High Court of Australia’s decision in Stingel v Clark and the ‘reforms’ enacted pursuant to the recommendations of the Ipp Report. In Stingel v Clark, a majority of the High Court held that under the Limitation of Actions Act 1958 (Vic) as it stood at the relevant time, the limitation period would only begin to run from the time the survivor of the sexual assault recognised the connection between the assault and the harm resulting from it. This article argues that the case was correctly decided both on grounds of correct statutory interpretation and on sound public policy. It then reviews changes that have been enacted to limitation periods in Victoria and other Australian jurisdictions based on the recommendations of the Ipp Report. The article is critical of the fact that the effect of the changes in Victoria has been to erode the extension of time benefits conferred by the High Court’s decision. It then examines the relevant statutory limitations provisions throughout Australia and argues that these are inconsistent, unduly complex and inadequate in the context of civil sexual assault actions. The article concludes that the only way to ensure that a consistent and just approach is taken to the issue is to enact simple and uniform legislation throughout Australia which completely eliminates the time bar in sexual assault actions.]


Melbourne University Law Review [2008] MULR 18 @ http://www.austlii.edu.au/au/journals/MULR/2008/18.html#Heading192


The High Court of Australia’s decision in Stingel v Clark[91]

[ This particular passage/extract is being cited from http://findarticles.com/p/articles/mi_go2438/is_2_32/ai_n31352803/?tag=content;col1 continued http://findarticles.com/p/articles/mi_go2438/is_2_32/ai_n31352803/pg_2/?tag=content;col1 ]

INTRODUCTION

The High Court of Australia's decision in Stingel v Clark (1) is an important step forward for survivors of childhood sexual assault who pursue a 'late' (2) civil claim against the perpetrator. The High Court decided that, based on the Limitation of Actions Act 1958 (Vic) ('the Act') as it stood at the relevant time, the limitation period for bringing an action only began to run from the time the survivor recognised the connection between the assault and the harm resulting from it. (3) Unfortunately, legislative amendments introduced in Victoria following the Review of the Law of Negligence: Final Report ('Ipp Report') (4) have largely eroded the Victoria-specific extension of time benefits offered by the High Court's decision. (5) But for survivors like Ms Stingel who commenced late compensation proceedings before the 'reforms' took effect, (6) the decision provided a short-lived opportunity to at least have their cases heard. At a broader, continuing and symbolic level, the decision implicitly acknowledges that a delayed complaint of sexual assault is not to be treated with automatic suspicion and that, moreover, the delay in bringing an action is often a product of the consequences of the specific psychological harm suffered by the survivor. The decision supports the principle that the damage caused by sexual assault can be long lasting, suppressed and extremely serious. This article argues that it is high time for Australian state legislatures to also recognise this fact by following the lead of a number of overseas jurisdictions which have abolished the limitation period for civil sexual assault actions. (7)

The central issue in Stingel v Clark was whether an action for sexual assault could proceed in the context of a 31-year lapse from the alleged assault to the commencement of proceedings. This involved the resolution of two complex questions of statutory interpretation relating to the Act as it then stood. First, does an intentional trespass (the sexual assault) amount to a 'breach of duty' within the meaning of the Act? (8) Secondly, is post-traumatic stress disorder ('PTSD') of delayed onset a 'disease or disorder contracted' within the meaning of the Act? (9) The High Court's affirmative answer to the first question (10) marked a departure from the problematic position taken by the House of Lords in Stubbings v Webb (11) and the Supreme Court of Ireland in Devlin v Roche (12) in their interpretation of similarly worded legislation. (13) On the second issue, the High Court accepted that PTSD of delayed onset is 'a disease or disorder contracted', even though it is a delayed consequence of a 'traumatic' (rape) rather than 'insidious' injury. (14) In doing so, the Court overruled a distinction that had been made in earlier authorities between 'insidious' injuries and 'traumatic' or 'frank' injures

This article argues that the decision of the High Court in Stingel v Clark should be applauded on the grounds of both correct statutory interpretation and public policy. It is, however, critical of the fact that Ms Stingel was only able to have her case heard after a complex and longwinded legal battle about the meaning of statutory language, rather than on the sound policy ground of giving childhood survivors of sexual assault the time they need to decide whether or not to bring an action. This article examines the complex, varied and (it is argued) inadequate nature of the relevant statutory limitations provisions applying throughout Australia and, in particular, the Ipp Report-inspired amendments to the Victorian Act that have eroded the benefits of Stingel v Clark in that state. The article then argues that the only way of ensuring a consistent and just approach for survivors is to enact simple and uniform legislation which completely eliminates the time bar in sexual assault actions.

[ This particular passage/extract is being cited from http://findarticles.com/p/articles/mi_go2438/is_2_32/ai_n31352803/pg_9/?tag=content;col1 ]

3 PTSD as a 'Disease or Disorder ': Taking PTSD Seriously

Moreover, the High Court's refusal to exclude PTSD from the purview of the beneficial treatment afforded to claimants by s 5(1A) amounts to an implicit recognition of the reality and seriousness of the psychological harm suffered as a result of traumatic events such as rape. At a normative level, the High Court's approach supports the principle that the psychological harm caused by sexual assault can be long lasting, suppressed and extremely serious. (86)The High Court's inclusion of PTSD as a 'disease or disorder' sits well with the available psychological evidence. The Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders ('DSM'), published by the American Psychiatric Association, formally recognises PTSD as a 'disorder' and classifies it as an 'anxiety disorder'. (87) The DSM relevantly describes PTSD as characterized by the reexperiencing of an extremely traumatic event accompanied by avoidance of stimuli associated with the trauma … [Symptoms may include] efforts to avoid thoughts, feelings, or conversations about the traumatic event and to avoid activities, situations, or people who arouse recollections of it [and] amnesia for an important aspect of the traumatic event …(88) Thus, PTSD may involve attempts to avoid anything at all associated with the traumatic event, as well as possible difficulties in remembering aspects of it. (89) Given these symptoms, it is not surprising that it can be extremely difficult for survivors to commence legal proceedings at all, let alone without considerable delay. (90) Ben Mathews makes this point succinctly: the avoidance response means that many adult survivors of child sexual abuse will need a significant period of time to develop the capacity to make even a confidential disclosure of the abuse, or a tentative foray into psychological counselling. Many survivors will never be able to disclose the abuse .... [M]any adult survivors who eventually desire civil legal remedies will not be psychologically ready to pursue the perpetrator through the courts until some time into their 20s, 30s or even 40s. (91)

It is submitted that the High Court’s interpretation of ‘disease or disorder’ as including PTSD of delayed onset is consistent with the psychological evidence on the nature of the disorder. That evidence also shows that the harm caused by PTSD can be serious and persistent, and it provides an explanation for why disclosure of the sexual abuse, let alone legal action, may not occur until long after the event (if at all). Although the reasoning in the case centres on the rules of statutory interpretation, the implicit effect of that reasoning is to ‘elevate’ such injury to the status accorded ‘physical’ diseases and disorders (such as asbestosis) which are clearly (and rightly) considered serious and deserving of redress, despite any delay in bringing proceedings.


[ Extensive evaluation of this case through all its stages from beginning to end @ http://www.austlii.edu.au/au/journals/MULR/2008/18.html#Heading192 including a look at the cases and medical evidence pertaining to PTSD and how this relates to the application of statutes of limitation in the US and in the UK – I presume ( I can only say "I presume" because I haven’t studied the case as yet, but I am merely talking from experience from previous extensive studies I have conducted of case law in leading cases at previous times and my knowledge as to how higher courts usually proceed in such matters: they look at how things are done and have been done in like situations all over the world. ) ]
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Alt 10.03.2011, 03:17   #277
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Ausrufezeichen GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

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Dies ist eine juristische Frage ( keine Meinungsumfrage ! ):

GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

[ ENTSCHÄDIGUNG - SCHADENERSATZ ]

u.a. - Schmerzengeld - Heilungskosten - Verdienstentgang

Netzfund – österreichische Anwaltsseite: Rechtsfreund.at @

»»» Schmerzengeld
§ 1325 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) regelt das Schmerzengeld in der Sprache des Jahres 1812 folgendermaßen:

Wer jemanden an seinem Körper verletzt, bestreitet die Heilungskosten des Verletzten, ersetzt ihm den entgangenen, oder, wenn der Beschädigte zum Erwerb unfähig wird, auch den künftig entgehenden Verdienst; und bezahlt ihm auf Verlangen über dieß ein den erhobenen Umständen angemessenes Schmerzengeld.

Zweck des Schmerzengeldes ist es Schmerzempfindungen abzugelten. Die Abgeltung erfolgt für körperliche und seelische Schmerzen. Dabei wird das Bewusstsein eines (möglichen) Dauerschadens und die Gefahr der Verschlechterung eingeschlossen. Schmerzengeld soll Unlustgefühle ausgleichen und Annehmlichkeiten und Erleichterungen verschaffen.

Die zur Bestimmung des § 1325 ABGB ergangenen Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes (OGH) in Österreich sind Legion. Nach dem klaren Wortlaut dieser Bestimmung hat derjenige, der einen anderen am Körper verletzt, Ersatz zu leisten. Dieser Ersatz kann in den Heilungskosten, dem Verdienstentgang oder einem angemessenen Schmerzengeld liegen. Unter Körperverletzung versteht der OGH jedeBeeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit und Unversehrtheit“. Wann eine derartige Körperverletzung vorliegt und wie schwer diese wiegt, wird im Streitfalle meist durch (medizinische oder psychologische) Sachverständige entschieden. Die Gründe für die Körperverletzung können so mannigfaltig sein, wie die denkbaren Körperverletzungen [ ... ]

§ 1325 ABGB - Heilungskosten, Verdienstentgang, Schmerzengeld

Nach § 1325 ABGB sind Heilungskosten, Verdienstentgang und Schmerzensgeld ohne Rücksicht auf den Grad des Verschluldens zu ersetzen. [ ... ]

[ .......... ]

Schmerzengeldsätze - Schmerzengeld Höhe - Berechnung im Einzelfall - Richtsätze

Üblicherweise werden für leichte Schmerzen (je nach zuständigem Gericht) rund € 100 pro Tag zugesprochen. Für mittlere Schmerzen € 150,00 bis € 220,00 und für schwere Schmerzen € 200,00 bis € 350,00. Zu beachten ist, dass kein Anspruch darauf besteht, einen entsprechenden „Tagessatz“ zu erhalten, sondern das Gericht (in der Regel nach Beiziehung eines Sachverständigen) im Einzelfall entscheidet, welcher Betrag angemessen ist. «««




Falls jemand von besseren und einfacheren Erklärungen all dieser rechtswissenschaftlichen Überlegungen weiß – besonders auch was die Bundesrepublik Deutschland betrifft, weiß – bitte, zum Wohle aller, sogleich Bescheid sagen.

__________________________________

Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )


Signatur von »Martini«
Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus, und ein Armutszeugnis für jede "Demokratie" und angeblichen "Rechtsstaat", wo versucht wird dies einzuschränken.

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Alt 10.03.2011, 04:16   #278
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In GERMANY war Zwangsarbeit sofort nach dem Zweiten Weltkrieg wieder akzeptabel und wurde weitgehend angewendet ( um die Betriebe aufrechtzuerhalten und die Wirtschaft anzukurbeln und in Schwung zu halten – denn es herrschte besonders in West-Deutschland über lange Jahre hinweg Arbeitermangel [ besonders auch Mangel an Arbeitern und Arbeiterinnen, die bereit gewesen wären für einen Hungerlohn oder sogar völlig umsonst zu arbeiten ! ] ) !!!

Nutznießer von nachkriegsdeutscher Zwangsarbeit scheffelten dabei über Jahrzehnte hinweg Milliarden-Gewinne in ihre Geldbeutel, vielfach auch noch ohne jegliche Steuern dafür zu bezahlen.

Germany arrogantly continues to deny and ignore its breach of international law pertaining to the continued use of "forced labour" in its child welfare institutions immediately after cessation of hostilities in 1945 --- and continuing in West-Germany for many decades after the war – with the churches in the forefront of this ongoing despicable practice raking in billions in profits therefrom ( between ca 1945-1985 ) !!! – and not willing even today, in 2011, to make amends for these serious transgressions and human rights violations back then.

Führende evangelische Kirchenmitarbeiterin / „Erzieherin“, Dr. Rosemarie Kamp, unbeabsichtigt gesteht nachkriegsdeutsche „Heimkinder-Zwangsarbeit“ ein und sieht nichts verwerfliches darin.

Ich erwähne dies immer mal wieder schon über die letzten acht Jahre hinweg.
Ich weiß nicht wie oft ich noch darauf hinweisen muß bevor jemand DAVON Kenntnis nimmt – oder auch nur die deutschen Medien DAVON Kenntnis nehmen:

Schon in 1947/1948/1949 protestierte ein führender britischer Offizier offiziell gegen die Fortführung in West-Deutschland von „Heimkinder-Zwangsarbeit“ ( besonders in seinem Areal im nordöstlichen Niedersachsen ! ) in einem evangelisch-lutherischen „Mädchenerziehungsheim“ in Braunschweig [ Marienstift genannt – steht nur als ein Beispiel von vielen in West-Deutschland ! ] --- und die gesamte Evangelische Kirche in Deutschland und die gesamte Innere Mission / Diakonie lehnte sich gegen seinen offiziellen Protest auf, und hielt ihren Aufstand gegen des Britischers Protest schriftlich fest ( weil diese „Heimkinder-Zwangsarbeitin Deutschland einfach so „Gang und Gäbe“ sei und das „immer schon so gewesen“ sei ! – d.h. „Heimkinder in Deutschland waren schon immer gezwangsarbeitet worden“ und das würde auch „weiterhin so fortgeführt“ werden“ ! ).

Woher weiß ich, der Australier Martin Mitchell, das ? – Weil ich selbst solch ein Zwangsarbeiter in einer anderen evangelisch-lutherischenEinrichtung in West-Deutschland, in einem Moor in Niedersachen in den frühen 1960er Jahren war.

und

Weil im Jahre 2000, anhand von umfangreichem kirchlichen Archivmaterial, öffentlich und ganz freiwillig und lobpraisend eingehend von diesem reputablen leitenden Mitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland – sowohl wie ein führendes Mitglied dieserArbeitsausbeutungseinrichtungen“ – Dr. Rosemarie Kamp, persönlich DARÜBER berichtet wurde:

http://www.heimkinder-ueberlebende.org/70_Jahre_evangelische_und_katholische_Maedchenerziehungsheime_in_Deuts chland_No01.html ( Das Original dieses umfangreichen und detailierten Artikels von Dr. Rosemarie Kamp, aus dem Jahre 2000, war zuvor hier aufrufbar http://www.marienstift-braunschweig.de/fileadmin/downloads/doppelpunkte/archiv/2003/2003_2.pdf , ist aber jetzt, stattdessen, hier aufrufbar @ http://www.marienstift-braunschweig.de/fileadmin/daten/doppelpunkte/archiv/2003/2003_2.pdf ( 955.56 KB ) )
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Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )

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Alt 10.03.2011, 04:34   #279
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Info Missbrauchsopfer- und Heimopfer-Demonstration in Paderborn am 14.03.2011.

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Missbrauchsopfer- und Heimopfer-Demonstration in Paderborn am 14.03.2011.


Seit heute, Dienstag, 8. März 2011, um 00:14 Uhr ( MEZ ) im Heimkinder-Forum.de !


@ http://heimkinder-forum.de/v2/talkzone/treffen/12556-paderborn-wir-kommen/index3.html#axzz1FyscxnH6


Im Thread: »Paderborn ... wir kommen!« ( ein Thread schon begonnen am Mittwoch, 2. März 2011, aber nicht von mir )


Im Beitrag 75 @ http://heimkinder-forum.de/v2/talkzone/treffen/p236831-paderborn-wir-kommen/#post236831


Verbreitet auf der Internet-Plattform kirchlicher Missbrauchsopfer / kirchlicher Opfer sexueller Gewalt / besonders Betroffene von sexueller Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der katholischen Kirche --- ihr Sprecher Matthias Katsch --- wird auch seit dem 3. März 2011 @ http://www.eckiger-tisch.de/ zu einer DEMONSTRATION in Paderborn aufgerufen !!!

Wusstet Ihr das ?
WIR WOLLEN GEHÖRT WERDEN!
03. März 2011


Aufruf zur Demo am 14. März 2011 ab 16 Uhr auf dem Domplatz zu Paderborn

DOWNLOAD DEMO-AUFRUF

Betroffene von sexueller Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der katholischen Kirche fordern seit einem Jahr immer wieder Aufklärung, Hilfe und eine angemessene Entschädigung.

Jetzt sollen die Missbrauchsbetroffenen aus den Schulen, Internaten, Pfarreien und Heimen mit einem lächerlichen Betrag für ihren Lebensschaden abgespeist werden. Das vorgesehene Verfahren ist in-transparent und schafft kein Vertrauen. Einen Dialog mit den Opfern der Kirche verweigern die Bischöfe bisher.

Deshalb gehen wir nach Paderborn, wo an diesem Tag die Versammlung der deutschen Bischöfe zusammenkommt.




Wir bitten die Katholikinnen und Katholiken und alle, denen die Sorge um die Opfer Ernst ist:
  • Kommt und solidarisiert euch!
  • Lasst die Betroffenen nicht allein!
  • Zeigt den Bischöfen, dass ihr mit dem Umgang mit den Betroffenen nicht einverstanden seid!
  • Die sogenannten Schäfchen schämen sich für ihre Hirten!
  • Für eine verantwortliche Haltung der Bischöfe bei der Aufarbeitung und Entschädigung der Missbrauchsopfer in der Kirche!
  • Für eine umfassende gesellschaftliche Diskussion über das Versagen der Institutionen beim Schutz der Kinder!

Wir sind dankbar für die Unterstützung von allen Menschen, die deutlich machen wollen: Sexueller Missbrauch, sexualisierte Gewalt und der Umgang damit durch wichtige Institutionen wie die Kirche, geht alle an. Prävention ohne Auseinandersetzung mit der Vergangenheit kann nicht gelingen. Wer die Kinder schützen will muss die Institutionen verändern und darf die Opfer der Vergangenheit nicht vergessen.

Verbreitet diesen Aufruf weiter!


Siehe auch Helmut Jacobs Blog: »Hürdenspringen bis zur Opferentschädigung durch die Katholische Kirche« @ http://helmutjacob.over-blog.de/article-hurdenspringen-bis-zur-opferentschadigung-durch-die-katholische-kirche-68807855.html
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Alt 12.03.2011, 06:18   #280
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Ausrufezeichen Eingeständnis zu „Heimkinder-Zwangsarbeit“ seitens Kirchen-Mitarbeiterin (i.J. 2000).

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The media ( all relevant Media ! ) in the Federal Republic of Germany refuse to publish these facts. It is not that they say that they refuse to publish these facts, they simply don’t do it ( undiluted self-censorship !!! ).

In der Bundesrepublik Deutschland weigern sich alle Medien diese Fakten zu veröffentlichen --- sie sagen es zwar nicht eindeutig, dass sie sich weigern, sie tuen es einfach nicht ( Selbstzensur pur !!! ).


Kirchen-Magazin-Eingeständnis seitens Kirchen-Mitarbeiterin Dr. Rosemarie Kamp zu HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT im westdeutschen „Wirtschaftswunderland“.

Jetzt auch addressiert an:

die Regierenden / die Bürgerrepräsentanten und Bürgerrepräsentantinnen der Bundesrepublik Deutschland und alle Verantwortlichen und Mitverantwortlichen in dieser Sache
( einschließlich, u.a., die Bundeskanzlerin Angela Merkel [ CDU ]; den Vizekanzler und Außenminister Guido Westerwelle [ FDP ]; den Finanzminister Wolfgang Schäuble [ CDU ]; die Arbeitsministerin/Sozialministerin Ursula von der Leyen [ CDU ] ); den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert [ CDU ] ).


Liebe Freunde und Unterstützer.
Liebe Heimopfer und Heimkinder-Überlebende.


BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND ● Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften ?Die Solidargemeinschaft oder der Schädiger selbst ?

Wer ist hierder Schädiger? --- Wer sind hierdie Schädiger?


In
GERMANY war Zwangsarbeit sofort nach dem Zweiten Weltkrieg wieder akzeptabel und wurde weitgehend angewendet ( um die Betriebe aufrechtzuerhalten und die Wirtschaft anzukurbeln und in Schwung zu halten – denn es herrschte besonders in West-Deutschland über lange Jahre hinweg Arbeitermangel [ besonders auch Mangel an Arbeitern und Arbeiterinnen, die bereit gewesen wären für einen Hungerlohn oder sogar völlig umsonst zu arbeiten ! ] ) !!!

Nutznießer von nachkriegsdeutscher Zwangsarbeit scheffelten dabei über Jahrzehnte hinweg Milliarden-Gewinne in ihre Geldbeutel, vielfach auch noch ohne jegliche Steuern dafür zu bezahlen.

Germany arrogantly continues to deny and ignore its breach of international law pertaining to the continued use of "forced labour" in its child welfare institutions immediately after cessation of hostilities in 1945 --- and continuing in West-Germany for many decades after the war – with the churches in the forefront of this ongoing despicable practice raking in billions in profits therefrom ( between ca 1945-1985 ) !!! – and not willing even today, in 2011, to make amends for these atrocious transgressions and human rights violations back then.

Führende evangelische Kirchenmitarbeiterin / „Erzieherin“, Dr. Rosemarie Kamp, unbeabsichtigt gesteht nachkriegsdeutscheHeimkinder-Zwangsarbeit“ ein und sieht nichts verwerfliches darin.

Ich erwähne dies immer mal wieder schon über die letzten acht Jahre hinweg.
Ich weiß nicht wie oft ich noch darauf hinweisen muß bevor jemand DAVON Kenntnis nimmt – oder auch nur die deutschen Medien DAVON Kenntnis nehmen:

Schon in 1947/1948/1949 protestierte ein führender britischer Offizier offiziell gegen die Fortführung in West-Deutschland von „Heimkinder-Zwangsarbeit“ ( besonders in seinem Areal im nordöstlichen Niedersachsen ! ) in einem evangelisch-lutherischen „Mädchenerziehungsheim“ in Braunschweig [ Marienstift genannt – steht nur als ein Beispiel von vielen in West-Deutschland ! ] --- und die gesamte Evangelische Kirche in Deutschland und die gesamte Innere Mission / Diakonie lehnte sich gegen seinen offiziellen Protest auf, und hielt ihren Aufstand gegen den Protest dieses führenden Offiziers der britischen Besaztungsmacht schriftlich fest ( weil diese „Heimkinder-Zwangsarbeitin Deutschland einfach so „Gang und Gäbe“ sei und das „immer schon so gewesen“ sei ! – d.h. „Heimkinder in Deutschland waren schon immer gezwangsarbeitet worden“ und das würde auch „weiterhin so fortgeführt“ werden“ ! ).

Woher weiß ich, der Australier Martin Mitchell, das ? – Weil ich selbst solch ein Zwangsarbeiter in einer anderen evangelisch-lutherischen Einrichtung in West-Deutschland, in einem Moor in Niedersachen in den frühen 1960er Jahren war.

und

Weil im Jahre 2000, anhand von umfangreichem kirchlichen Archivmaterial, öffentlich und ganz freiwillig und lobpraisend eingehend von diesem reputablen führenden Mitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland ( EKD ) – sowohl wie ein führendes Mitglied dieserArbeitsausbeutungseinrichtungen“ – Dr. Rosemarie Kamp, persönlich, in dem Kirchen-Magazin Doppelpunkt DARÜBER berichtet wurde:

http://www.heimkinder-ueberlebende.org/70_Jahre_evangelische_und_katholische_Maedchenerziehungsheime_in_Deuts chland_No01.html ( Das Original dieses umfangreichen und detailierten Artikels von Dr. Rosemarie Kamp, in dem Kirchen-Magazin Doppelpunkt aus dem Jahre 2000, war zuvor hier aufrufbar @ http://www.marienstift-braunschweig.de/fileadmin/downloads/doppelpunkte/archiv/2003/2003_2.pdf , ist aber jetzt, stattdessen, hier aufrufbar @ http://www.marienstift-braunschweig.de/fileadmin/daten/doppelpunkte/archiv/2003/2003_2.pdf ( 955.56 KB ) )


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ein Kartenhaus, Armutszeugnis für jede Demokratie, Demokratie, angeblichen Rechtsstaat, Rechtsstaat, perpetrators, detractors, opponents, negotiation, legal counsel, reliance upon the law, law, jurisprundence, negotiation with the perpetrators your detractors and opponents without QUALIFIED legal counsel present and by your side throughout and at all times and without reliance upon the law and jurisprudence is like a building without a foundation - a house of cards, any attempt at curtailment of these rights is clear evidence of incompetence incapability and incapacity of a country’s constitutionality and its democracy, incompetence, incapability, incapacity, evidence of incompetence, clear evidence of incompetence, corruption, Korruption, Man darf nicht warten bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird, Erich Kästner, constitutionality, democracy


QUERVERWEIS: »EHEMALIGE HEIMKINDER – „Heimkinder-Zwangsarbeit“ – Wo sind all die Kinder, die in Westdeutschland zwischen 1945 und 1992 Zwangsarbeit leisten mussten?« @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2010/07/ehemalige-heimkinder-heimkinder.html ( Erstveröffentlichung: 17. Juli 2010 )

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Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.( Erich Kästner )
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Alt 15.03.2011, 01:53   #281
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Ausrufezeichen Katholische Kirche spottet den Opfern und ihren Entschädigungsforderungen.

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♦♦♦ Katholische Kirche spottet den Opfern und ihren Entschädigungsforderungen. ♦♦♦

Seit dem 13. März 2011Since 13 March 2011 ( in the US )

Im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 ( @ http://www.heimkinderopfer.blogspot.com ) @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2011/03/katholische-kirche-ich-will-endlich.html

KATHOLISCHE KIRCHE. - „Ich will endlich Geld sehen, viel Geld“ – Die Unterstellungen des Kardinals Karl Lehmann in „GLAUBE UND LEBEN“ vom 09. 03. 2011

Von Helmut JacobSonntag, 13. März 2011

»»» „Ich will endlich Geld sehen, viel Geld“ Die Unterstellungen des Kardinals

In einem Gastkommentar von Karl Lehmann für die Kirchenzeitung und Internetplattform „GLAUBE UND LEBEN“ vom 09. 03. 2011 ist unter der Überschrift „Ist der kirchliche Hilfeplan schäbig? - Zum Echo auf das Angebot für die Opfer des sexuellen Missbrauchs“ folgendes zu lesen: „Es gab jedoch leider schon im vergangenen Jahr ärgerliche Reaktionen einzelner ‚Opfer‘, die wiederholt von den Medien eingeladen worden sind, wenn z. B. gerufen wurde: ‚Geld will ich endlich sehen, nichts als Geld!‘ Mich hat tief empört, in was für einer Gesellschaft wir leben, wenn es am Ende wirklich nur ohne Rücksicht auf alle anderen Dinge um das blanke Geld geht?

Eine ähnliche Äußerung findet der Leser bereits ein Jahr zuvor in der Ausgabe vom 02. 05. 2010 eben dieser Kirchenzeitung, auf welche die „Märkische Oderzeitung“ hinweist: „Der beinahe ausschließliche Ruf nach finanzieller Entschädigung sei darüber hinaus verräterisch. Da sexueller Missbrauch schwerste Schäden anrichten könne, sei die Forderung ‚Ich will endlich Geld sehen, viel Geld‘ eine Verkennung ‚des ethischen Schwergewichts einer solchen Verfehlung und auch der Formen möglicher Wiedergutmachung‘ “.

Diese Formulierungen gegooglet finden sich allerdings nur im Zusammenhang mit und scheinbar aus der Feder von Karl Lehmann. Es ist anzunehmen, dass mit dieser Formulierung die Geldgier der Opfer verdeutlicht und sie als raffgierig dargestellt werden sollen.

In meinem Internetbeitrag „Die Angst des Kardinals vor den Opfern seiner Kirche“ vom 30. 06. 2010 [ u.a. auch @ http://helmutjacob.over-blog.de/ext/http://www.NoGo.de/2010/06/30/die-angst-des-kardinals-vor-den-opfern-seiner-kirche/ ] schrieb ich, was heute, nach umfangreicher Aufarbeitung der bisherigen Verbrechen unter den Dächern der Kirchen, noch größere Bedeutung hat:


„Vier Jahre haben die Opfer auf Entschuldigungen seitens der obersten katholischen Kirchenleitung gehofft, sie in unzähligen Internetbeiträgen dazu aufgefordert. Entweder kam nichts, oder dummes Geschwätz oder windelweiches Geschwafel, das die Heimopfer noch mehr verärgert hat.
Jetzt haben sie die Faxen satt. Nun wollen sie Bares sehen, und das ist auch aus anderen Gründen nachvollziehbar.
Sie wollen das Geld, das man ihnen während der Heimzeit geklaut hat, endlich zurück. Schließlich bekamen sie billigsten Fraß vorgesetzt und schon dadurch wurde Geld gespart. Als Zwangsarbeiter wurden sie in die Felder und Fabriken getrieben und haben dafür keinen Lohn erhalten; in etlichen Fällen geringe Tabakrationen, um selbst ihre Sucht zur Gewinnmaximierung beispielsweise im Torfabbau auszunutzen. Sie waren in Lumpen gekleidet und auch damit billiger als andere Arbeiter. Zusätzlich beanspruchen sie ein Schmerzensgeld für die zerstörten Biographien, dafür, dass die Kirche sie zu Wracks gemacht hat und sie darum keinen Fuß in der Gesellschaft fassen konnten und auch, weil sie aufgrund ihrer vergewaltigten Jugend und Kindheit heute, im Alter, teils bitterarm sind.“

Anscheinend hat Karl Lehmann immer noch nicht begriffen, dass seine Kirche längst in der „Bringschuld“ steht. Darum seien an dieser Stelle einige Fundstellen aus dem Internet angeführt, die das Ausmaß der Verbrechen an Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Heimen - und hier insbesondere in Einrichtungen der katholischen Kirche – verdeutlichen. Zugegeben: Es sind nur wenige Beispiele millionenfacher Verbrechen. Zugegeben aber auch: Es war schon unerträglich, diese wenigen Beispiele noch einmal zu ertragen. Vielleicht reichen sie jedoch, um Karl Lehmann begreiflich zu machen, dass er zum Täter wird, wenn er den Geschundenen seiner Kirche zwischen den Zeilen Raffgier unterstellt. Hier nun einige Auszüge aus dem Internet; - sie sind nichts für schwache Nerven: «««

[ Weiterlesen im Blog von Helmut Jacob @ http://helmutjacob.over-blog.de/article-ich-will-endlich-geld-sehen-viel-geld-die-unterstellungen-des-kardinals-69262006.html ]


Diesen Unterstellungen des Kardinals Karl Lehmann gegenüber steht RECHT UND GESETZ selbst

Und dies ist eine juristische Frage ( keine Meinungsumfrage ! ):

GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften?

[ ENTSCHÄDIGUNG - SCHADENERSATZ ]

u.a. - Schmerzengeld - Heilungskosten - Verdienstentgang

Netzfund – österreichische Anwaltsseite: Rechtsfreund.at @ http://www.rechtsfreund.at/schmerzengeld.htm

»»» Schmerzengeld
§ 1325 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) regelt das Schmerzengeld in der Sprache des Jahres 1812 folgendermaßen:

„Wer jemanden an seinem Körper verletzt, bestreitet die Heilungskosten des Verletzten, ersetzt ihm den entgangenen, oder, wenn der Beschädigte zum Erwerb unfähig wird, auch den künftig entgehenden Verdienst; und bezahlt ihm auf Verlangen über dieß ein den erhobenen Umständen angemessenes Schmerzengeld.“

Zweck des Schmerzengeldes ist es Schmerzempfindungen abzugelten. Die Abgeltung erfolgt für körperliche und seelische Schmerzen. Dabei wird das Bewusstsein eines (möglichen) Dauerschadens und die Gefahr der Verschlechterung eingeschlossen. Schmerzengeld soll Unlustgefühle ausgleichen und Annehmlichkeiten und Erleichterungen verschaffen.

Die zur Bestimmung des § 1325 ABGB ergangenen Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes (OGH) in Österreich sind Legion. Nach dem klaren Wortlaut dieser Bestimmung hat derjenige, der einen anderen am Körper verletzt, Ersatz zu leisten. Dieser Ersatz kann in den Heilungskosten, dem Verdienstentgang oder einem angemessenen Schmerzengeld liegen. Unter Körperverletzung versteht der OGH jedeBeeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit und Unversehrtheit“. Wann eine derartige Körperverletzung vorliegt und wie schwer diese wiegt, wird im Streitfalle meist durch (medizinische oder psychologische) Sachverständige entschieden. Die Gründe für die Körperverletzung können so mannigfaltig sein, wie die denkbaren Körperverletzungen [ ... ]

§ 1325 ABGB - Heilungskosten, Verdienstentgang, Schmerzengeld
Nach § 1325 ABGB sind Heilungskosten, Verdienstentgang und Schmerzensgeld ohne Rücksicht auf den Grad des Verschluldens zu ersetzen. [ ... ]

[ .......... ]

Schmerzengeldsätze - Schmerzengeld Höhe - Berechnung im Einzelfall - Richtsätze
Üblicherweise werden für leichte Schmerzen (je nach zuständigem Gericht) rund € 100 pro Tag zugesprochen. Für mittlere Schmerzen € 150,00 bis € 220,00 und für schwere Schmerzen € 200,00 bis € 350,00. Zu beachten ist, dass kein Anspruch darauf besteht, einen entsprechenden „Tagessatz“ zu erhalten, sondern das Gericht (in der Regel nach Beiziehung eines Sachverständigen) im Einzelfall entscheidet, welcher Betrag angemessen ist. «««

Was diesbetreffendes RECHT UND GESETZ für die Bundesrepublik Deutschland betrifft siehe WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerzensgeld


Ein genaues Bild über die Angemessenheit, bzw. Unangemessenheit des Entschädigungsangebotes der KATHOLISCHEN KIRCHE in Deutschland kann man sich nur machen wenn einem alle diesbetreffende notwendige Information zur Verfügung steht.

All diese diesbetreffende notwendige Information ist, unter anderem, hier von der Selbsthilfe-Organisation »Kinderschreie« zusammengetragen worden und steht dort jedem zur Verfügung:

»Beispiele für die Höhe von Schmerzensgeldansprüchen«

http://www.kinderschreie-rechtliches.de/fragen/8.htm [ Hinweise auf aktuelle Gerichtsurteile ! ]


QUERVERWEIS: »EHEMALIGE HEIMKINDER – „Heimkinder-Zwangsarbeit“ – Wo sind all die Kinder, die in Westdeutschland zwischen 1945 und 1992 Zwangsarbeit leisten mussten?« @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2010/07/ehemalige-heimkinder-heimkinder.html ( Erstveröffentlichung: 17. Juli 2010 )

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Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )
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Alt 15.03.2011, 23:06   #282
roterhusar
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Wenn Kardinäle ihren Opfern vorwerfen, nur Geld im Kopf zu haben, sind sie es selbst, die nur Geld im Kopf haben.
__

Es gibt einfach zuwenig Fachkräftemangel
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Alt 27.03.2011, 23:36   #283
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Ausrufezeichen USA: Jesuiten entschädigen Missbrauchsopfer --- und die BRD?

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In Deutschland wollen die Jesuiten – sowohl wie die gesamte Katholische Kirche überhaupt – maximal 5.000 Euro an ihre Missbrauchsopfer zahlen. Vergleiche dies mit den Entschädigungszahlungen in den USA.

USA: Jesuiten entschädigen Missbrauchsopfer

[ etwa 236.000 € Schadenersatz pro Verbrechen !!! ]

25.03.2011 | 21:13 | (DiePresse.com)

Der katholische Jesuiten-Orden im US-Staat Oregon zahlt 500 Opfern von sexuellem Missbrauch insgesamt 118 Millionen Euro Entschädigung.

[ WEITERLESEN: Die Presse.com @ http://diepresse.com/home/panorama/religion/645016/USA_Jesuiten-entschaedigen-Missbrauchsopfer-?_vl_backlink=/home/panorama/religion/index.do ]
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Alt 27.03.2011, 23:44   #284
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Ausrufezeichen Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer. Wer soll haften?

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epd Nord --- Der epd - EVANGELISCHE PRESSEDIENST verkündet stolz ( 26.03.2011 ) @
http://www.epd.de/nord/nord_index_86069.html ( es ist aber durchaus möglich, dass dieser Text DORT nicht unbedingt oder nicht lange bestehen bleiben wird ):

»»»
Schnelle Entschädigung für Heimkinder

Kiel (epd). Schleswig-Holsteins Landtag hat parteiübergreifend eine möglichst schnelle Entschädigung für ehemalige Heimkinder angemahnt, die zwischen den 50er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Opfer von Schlägen und Zwangsarbeit wurden. Die Finanzierung werde derzeit zwischen den Ländern abgestimmt, sagte Sozialminister Heiner Garg (FDP). Er setze auf eine "zeitnahe" Lösung.
Der beim Bundestag angesiedelte Runde Tisch hatte die Gründung eines Fonds oder einer Stiftung angeregt. Sie soll zu je einem Drittel vom Bund, von den westdeutschen Bundesländern und von den beiden großen Kirchen mit insgesamt 120 Millionen Euro ausgestattet werden. Fonds oder Stiftung sollen noch in diesem Jahr eingerichtet werden. In Schleswig-Holstein waren insbesondere die Bewohner des Heimes Glückstadt Opfer von körperlichen Übergriffen und seelischen Verletzungen. «««


Mit dieser NACHRICHT ist gemeint: Auch das vorwiegend evangelische Schleswig-Holstein wird sich bemühen so wenige wie möglich der Schleswig-Holsteiner „ehemaligen Heimkinder“, so schnell wie möglich, mit so wenig wie möglich abzuspeisen.

Sie denken da – für die, die alle notwendigenNachweise“ „erbringen können“ – an jeweils einmalig so ungefähr 666 Euro, oder vielleicht, wenn der „Antragsteller“ Glück hat noch ein paar Euro mehr, aber keinesfalls mehr als einmalig 2000 Euro bis einmalig 3000 Euro. Und das nennen sieGenugtuung“. Hallelujah. Praise the Lord. [ IRONIE ]

Gerade auch von »martini« / Martin / Martin MITCHELL gepostet in Dierk Schaefers Blog ( Samstag, 26. März 2011, um 14:18 Uhr ) @
http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/03/25/realpolitik/#comment-1189

UND GENAU DARUM HABEN WIR JA AUCH MEHRHEITLICH ABGESTIMMT DIESE „ABSPEISUNG“ ABZULEHNEN !!!
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Alt 27.03.2011, 23:49   #285
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Ausrufezeichen re Heimkinder. - Appell an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun.

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An den Deutschen Bundestag. --- The German Parliament in Berlin.

re Heimkinder

Appell an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun: Ein Denkmal in Musik gesetzt @ http://www.youtube.com/watch?v=yopLjYjgoBg&feature=player_embedded

EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 ( http://heimkinderopfer.blogspot.com )
Montag, 21. März, 2011 [ Beitrag Nr. 193 ]
RESULTAT DER HEIMKINDER-ABSTIMMUNG über den Abschlussbericht »Runder Tisch Heimerziehung«: Lieber den Spatzen in der Hand als die Taube auf dem Dach?
@ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2011/03/resultat-der-heimkinder-abstimmung-uber.html

EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 2 ( http://heimkinderopfer2.blogspot.com )
Donnerstag, 24. März, 2011 [ Beitrag Nr. 48 ]
EHEMALIGE HEIMKINDER: Zwei Abstimmungen - Heimopfer lehnen Ergebnis des Runden Tisches Heimerziehung ab.
@ http://heimkinderopfer2.blogspot.com/2011/03/ehemalige-heimkinder-zwei-abstimmungen.html

Hoffentlich werdet Ihr Euch ALL DIES jetzt auch zu Herzen nehmen.

Eine Message aus Australien
von dem Australier Martin MITCHELL, Jg. 1946
ehemaliges Heimkindin denFürsorgehöllender 1960er Jahre inWestdeutschland

Diese Nachricht war unter anderem auch wie folgt adressiert:

An die Regierenden in STAAT und KIRCHE in der BRD.
An die Evangelische Kirche in Deutschland – und an die Diakonie.
An die Katholische Kirche in Deutschland – und an Caritas.
An alle politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland.
An alle individuellen Politiker in der Bundesrepublik Deutschland.
An alle Länderregierungen in der Bundesrepublik Deutschland.
An alle Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland.
An alle Bürger und Bürgerinnen in der Bundesrepublik Deutschland.
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Alt 14.04.2011, 23:23   #286
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Ausrufezeichen Heimerziehung in Niedersachsen 1949-1975 (Zwischenbericht)

Ehemalige Heimkinder.

Der »Zwischenbericht: "Heimerziehung in Niedersachsen 1949 - 1975"« des Forschungsprojekts der GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT GÖTTINGEN ( „im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur“ ) steht zur Verfügung seit dem 16.11.2010.

Dieser »Zwischenbericht: "Heimerziehung in Niedersachsen 1949 - 1975"« ist wirklich sehr wertvoll für unsere Arbeit !
Man findet den ganzen 137-seitigen Bericht jetzt als pdf-Datei hier: http://www.vehev-ns.de/media/Langfassung%20Zwischenbericht%20Heimerziehung%20Niedersachsen%201949-1975.pdf.

Was den Bericht so wertvoll macht, ist nicht unbedingt die wissenschaftliche Ausarbeitung ( darüber kann man getrost geteilter Meinung sein ), sondern die wohl kompletteste Liste aller Heime Niedersachsens, sortiert nach katholisch, evangelisch, privat, städtisch etc und mit Vermerken zu jedem der aufgeführten Heime ob diese noch bestehen, ob Aktenbestände vor Ort zu finden sind ( und/oder wo diese gegebenenfalls gefunden werden können ) und einer Kontaktperson.

Wer sich erstmal nur eben eine Übersicht aller niedersächsischen Heime verschaffen will, kann hier schauen: http://www.vehev-ns.de/pages/heimliste.php.

Übrigens sind auch die Heime aller (west-)deutschen Bundesländer auf der Homepage des „VEH e.V.“ ( über http://www.veh-ev.info//pages/landesgruppen.php ) zu finden, soweit diese uns bekannt sind. Die Listen werden ständig erweitert. Die ostdeutschen Bundesländer sind noch in Arbeit.

Wir haben ( d.h., der „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ hat ) das Internet durchforstet nach Adressen der einzelnen Heime. Wo immer wir fündig wurden, haben wir den Namen des Heimes verlinkt.
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Alt 15.04.2011, 00:04   #287
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Ausrufezeichen Ehemalige Heimkinder im Rheinland [ zuständig Landschaftsverband Rheinland (Köln) ]

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Ende 2010 / Anfang 2011 wurde ein 588-Seiten umfassendes Buch herausgegeben ( dass anscheinend fast überall übersehen worden ist ), auf das ich jetzt in meimem von mir am 12.04.2011, in meinem Blog, dem EHEMALIGEN HEIMKINDER BLOG Nr. 2, getätigten Blogbeitrag betitled: »Verspätete Modernisierung – Öffentliche Erziehung im Rheinland 1945-1972 / Heimerziehung 2010 [ „Fazit: Ja es gab sie, die schwarze Pädagogik“ ].« aufmerksam mache.

Jeder den es interessiert und der sich genau DARÜBER informieren möchte, kann sich hier @ http://heimkinderopfer2.blogspot.com/2011/04/verspatete-modernisierung-offentliche.html SCHLAU MACHEN ( DORT unbedingt runterscrollen und ALLES lesen ).

Das Buch, um das es sich hier handelt, ist das Resultat einer 2-jährigen Studie und ist betitelt: »Verspätete Modernisierung: Öffentliche Erziehung im Rheinland - Geschichte der Heimerziehung in Verantwortung des Landesjugendamtes (1945-1972)« [ Gebundene Ausgabe ] [ ISBN-10: 9783837504750 ] [ ISBN-13: 978-3837504750 ].
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Alt 20.04.2011, 02:13   #288
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Ausrufezeichen MANFRED KAPPELER: Die Heimerziehung der 40er- bis 70er-Jahre.

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»Die Heimerziehung der 40er- bis 70er-Jahre im Spiegel der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ« – MANFRED KAPPELER, Berlin 2011.

121-seitige Studie von Prof. Dr. Manfred Kappeler in Berlin: »Die Heimerziehung der 40er- bis 70er-Jahre im Spiegel der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ --- Diskussionen - Stellungnahmen - Ausblendungen« – »Eine Studie im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ«, herausgegeben am 25. März 2011 ( mit einem »Vorwort« von »Norbert Struck, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ« ).

Eine Auswertung des gesamten zur Verfügung stehenden Archivmaterials der AGJ, vormalig AGJJ, über den angegebenen Zeitraum, bezüglich der »Bedeutung der Heimerziehung in der Arbeit der AGJ von ihrer Gründung bis 1979« ( ausschließlich von der „bundesrepublikanischen Heimerziehung“ ist hier die Rede )

@ http://kinder-undjugendpolitik.de/pdf/3-6/Studie_Heimerziehung_Endgueltige-Fassung_250311.pdf

»Um den Leserinnen und Lesern einen Einblick in die verschlungenen Wege des Diskurses über die Heimerziehung innerhalb der Arbeitsgemeinschaft [ d.h. der AGJ, vormalig AGJJ ] zu ermöglichen,« hat Professor Kappeler »den Text streng chronologisch gegliedert und auf die Bildung von Schwerpunkten (z.B. Säuglings- und Kleinkinderheime/ FE und FEH/ rechtliche Grundlagen etc.) verzichtet. Es gibt also keine inhaltlichen Zwischenüberschriften. Die Kapitel sind durch die Jahreszahlen des Zeitraums von 1949 bis 1979 gekennzeichnet.«

Das weitgehende Versagen der »Heimerziehung« in der »Bundesrepublik Deutschland« »von 1949 bis 1979« von Professor Kappeler detailiert aufgeführt und dem Leser vor Augen geführt: »Die Ausblendung der Nationalsozialistischen Zeit aus der Geschichte der Jugendhilfe zugunsten des Commonsense hat meines Erachtens« [ meint Professor Kappeler ] »dazu beigetragen, dass die AGJJ ihr „Wächteramt“ bezogen auf die Heim- und Fürsorgeerziehung im Ganzen nicht wahrgenommen hat. Dass die Praxis der Heimerziehung in krassem Widerspruch zu allen Formen demokratischen Zusammenlebens stand, wird den in der AGJJ versammelten Verantwortlichen der Jugendhilfe in der Bundesrepublik nicht unbekannt geblieben sein.« [ so die Meinung von Professor Kappeler in Bezug auf den Stand der Dinge bis zum Herbst 1959 ( Seite 54 der Studie ) ]

Auf Seite 114 dieser seiner Studie, in Zusamenhang mit den Veröffentlichungen in Vorbereitung für den „6. Deutschen Jugendhilfetag“ ( 9. - 11. November 1978, in Köln ) zitiert Professor Kappeler aus dem Band „Jugendpolitik in der Krise“, wo es dazu heißt:
»„Die Hintergründe dieser Skandale zeigen, dass es in allen Fällen immer um zentrale Grundrechtseingriffe und Menschenrechtsverletzungen gegenüber den betroffenen Jugendlichen geht. Die Verantwortlichen für diese von Menschenverachtung und Ignoranz gezeichneten Unterdrückungspraktiken finden wir sowohl in den Spitzenverbänden der ‚freien’ und privaten Wohlfahrtspflege (vor allem Caritasverband / Diakonisches Werk) als auch den aufsichtsführenden Landesjugendbehörden. Die konfliktlose Zusammenarbeit zwischen den Landesjugendämtern und den großen Heimträgern ist ein System für das gemeinsame Interesse von Staat und Kirche an der Aufrechterhaltung eines Erziehungszustandes in Fürsorge-Erziehungsheimen, der die Kinder und Jugendlichen zur Unterordnung unter Hausordnungen, Anweisungen, Befehle, Verbote und Strafe zwingen will“. (Damm / Fiege 1978, Seite 153).«

Prof. Dr. Manfred Kappeler schließt diese seine Studie ( auf den Seiten 120 und 121 ) mit folgenden Worten:

»Von heute aus gesehen war der Jugendhilfetag 1978 für die Entwicklung in der Heimerziehung ein ganz entscheidendes Datum. In viel größerem Maße, als es in den ersten Wochen und Monaten nach dieser Veranstaltung von allen Beteiligten erkannt werden konnte, hat die Kritik der Heimerziehung auf dem Jugendhilfetag und die Bereitschaft der AGJ, dieser Kritik einen jugendpolitisch so wirksamen öffentlichen Raum zu geben, zu einer breiten Aufbruchstimmung vor allem bei jüngeren SozialpädagogInnen geführt, die in den 80er-Jahren engagiert und nachhaltig an weitreichenden Veränderungen der Praxis und der Theorie der Heimerziehung arbeiteten. Insofern ist die Feststellung berechtigt, dass die AGJ mit dem im Nachhinein viel bescholtenen Wagnis dieses großen offenen Jugendhilfetages Impulse freigesetzt hat, ohne die das dann folgende Jahrzehnt der Reformen kaum so weitreichende und tiefgreifende Veränderungen der Kinder- und Jugendhilfe und mit ihr der Heimerziehung gebracht hätte, wie sie im Vergleich mit dem Ausgangspunkt der Arbeit der AGJ im Jahre 1949 mit der gegen Ende des 20. Jahrhunderts erreichten Verfassung der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland deutlich werden.

Die Recherche wird beendet mit einer Stellungnahme der AGJ im „Forum“ 4/1981, die über den zeitlichen Rahmen dieser Studie hinausweist. Die AGJ forderte die Abschaffung des „Erziehungsregisters“ mit der Begründung:
„Die Verwertung der Erziehungsregistereintragungen im Jugendstrafverfahren und die dadurch bedingte Nähe zum Jugendstrafrecht haben in den Augen der Jugendhilfe eine negative Verwertungsfunktion mit sich gebracht sowie Begründungszusammenhänge geschaffen, die die an sich pädagogisch intendierten angeordneten Erziehungshilfen in ihrem Wirkungsgrad abgenutzt haben. Besonders auffallend hierfür ist, dass eintragungsfähige Erziehungshilfen wie z.B. die Fürsorgeerziehung zugunsten anderer, neuerer und nicht eintragungsfähiger Hilfen stark zurückgegangen sind. Hierbei dürfte nicht allein die häufig festzustellende Erfolglosigkeit der angeordneten Fürsorgeerziehung eine Rolle gespielt haben, sondern auch die Tatsache, dass die Anordnung selbst einen Jugendlichen bis in das Erwachsenenalter hinein aufgrund der Registrierung begleitet. Die bis zum 24. Lebensjahr dauernde Speicherung und Verwertbarkeit der Eintragungen schaffen dagegen eine neue Stigmatisierung, die sich wegen ihrer Dauer über alle sehr viel kürzeren Entwicklungsabläufe bei Kindern und Jugendlichen hinwegsetzt. Eine langjährige Verwertbarkeit vielfältiger Daten über die Erziehungssituation eine junges Menschen ist aber alles andere als eine Hilfe zur Erziehung. Die Jugendhilfepraxis benötigt eine solche Registratur nicht“.

Zuletzt sei mir noch eine persönliche Bemerkung gestattet. Ich bin 1959 mit einem „Vorpraktikum“ für die Ausbildung zum „Wohlfahrtspfleger“ in die Soziale Arbeit gegangen und habe in den 50 Jahren bis heute in der Praxis und Theorie der Jugendhilfe gearbeitet. Diese Studie zu den so widersprüchlichen Positionierungen der AGJ zur Heimerziehung während der hier untersuchten 30 Jahre ihrer Geschichte hat mir in konzentrierter Form noch einmal die Verhältnisse in der Jugendhilfe verdeutlicht, in denen ich um 1960 als junger Sozialpädagoge in der Heimerziehung meine Berufsbiographie begonnen habe und wie sehr die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland am Ende dieses Weges ihr Gesicht verändert hat. Auch wenn mir klar ist, dass das Erreichte weiter verbesserungswürdig ist, und vor allem, dass es nicht auf Dauer gesichert ist und gegen innere und äußere Bedrohungen verteidigt werden muss, ist mein Lebensgefühl heute von der Gewissheit bestimmt, dass die in dieser Studie nachgezeichneten Auseinandersetzungen, die in ihrem aktuellen Verlauf für die Beteiligten oft mit harter gegenseitiger Kritik, mit Kränkungen und Schmerzen verbunden waren, sich im Ergebnis gelohnt haben.

Dass ich diese Studie auch als Zeitzeuge geschrieben habe, wird den Leserinnen und Lesern dieses Textes nicht verborgen geblieben sein.

Ich wünsche mir, dass es eine interessante Lektüre zur Geschichte eines wichtigen Bereichs der Kinder- und Jugendhilfe war und würde mich freuen, wenn die AGJ sich entschließen könnte, diesen Text in der einen oder anderen Form zu veröffentlichen.«

... und so wurde es auch tatsächlich veröffentlicht von der »Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ«.
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Alt 20.04.2011, 02:19   #289
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Ausrufezeichen Landtag von Baden-Württemberg – PRESSEMITEILUNG (08.12.2010)

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...von offizieller Stelle...

@ http://www.landtag-bw.de/aktuelles/pressemitteilungen/ausgabe_pressemitteilungen.asp?PM=N0093_2010&referer=&submit=Anzeigen

( für all die, die es noch nicht zuvor gesehen haben und noch nichts DAVON wissen )

Fünf Tage vor dem Erscheinen und der Veröffentlichung des »Abschlussberichtes "Runder Tisch Heimerziehungauf Bundesebene.

»93/2010
08.12.2010

Ausschusssitzung am 8. Dezember 2010

Entschließung zu Petitionen ehemaliger Heimkinder
Zugefügtes Unrecht wird ausdrücklich verurteilt

Stuttgart. Der Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg hat am heutigen Mittwoch, 8. Dezember 2010, aus Anlass verschiedener Petitionen beschlossen, dem Landtag einen Vorschlag für eine Entschließung zur Unterbringung ehemaliger Heimkinder zu unterbreiten. Dies teilte nach Angaben der Landtagspressestelle der Vorsitzende des Ausschusses, der CDU-Abgeordnete Jörg Döpper, mit.

In der Entschließung wird festgestellt, dass in Heimen des Landes vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren einer bis heute letztlich nicht bekannten Zahl von Kindern und Jugendlichen großes Leid zugefügt worden ist. Viele der damals betroffenen Menschen hätten später große Schwierigkeiten gehabt, in der Gesellschaft Fuß zu fassen und seien oft bis heute traumatisiert. Das den betroffenen ehemaligen Heimkindern zugefügte Unrecht wird ausdrücklich verurteilt. Ferner wird bedauert, dass in der Folgezeit nur wenige Verantwortliche hierfür zur Rechenschaft gezogen wurden.

Döpper betonte: „Schon die öffentliche Feststellung, dass hier Unrecht geschehen ist, ist den betroffenen Menschen sehr wichtig.“ Man habe auch Wert darauf gelegt, die ehemaligen Heimkinder selbst zu ihrer Geschichte und ihrer Situation zu Wort kommen zu lassen, und deshalb eine Anhörung im Landtag durchgeführt, so der Vorsitzende weiter.

In der Entschließung werden mehrere Forderungen aufgestellt. So sollen in jedem Fall alle noch vorhandenen Akten gesichert werden, damit Biografieforschung möglich bleibt. Weiter wird eine wissenschaftliche Aufarbeitung der tatsächlichen, rechtlichen und strukturellen Verhältnisse in den Heimen für angebracht gehalten, nicht nur aus historisch-dokumentarischen Gründen, sondern auch um Schlussfolgerungen für die zukünftige Ausgestaltung notwendiger Unterbringungen von Kindern und Jugendlichen ziehen zu können. Die Landesregierung soll im Zusammenwirken mit den betroffenen Trägern und Einrichtungen die dafür notwendigen Maßnahmen ergreifen. Hinsichtlich einer möglichen Rehabilitierung und Entschädigung der betroffenen ehemaligen Heimkinder wird der vom Bundestag eingerichtete Runde Tisch "Heimerziehung in den 50er- und 60er-Jahren" gebeten, Vorschläge für bundesweit zu treffende Regelungen zu erarbeiten.

„Damit haben wir einen umfassenden Vorschlag vorgelegt, der sich nicht nur in angemessener Weise mit der Vergangenheit befasst, sondern auch konstruktiv in die Zukunft gerichtet ist“, sagte Döpper abschließend.«

Welche realen Konsequenzen dieser 'Lippendienst' aber nun wirklich für Betroffene haben wird ist immer noch nicht vorauszusehen oder festzustellen --- und das verhält sich auch weiterhin so Mitte April 2011.
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Alt 20.04.2011, 02:24   #290
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Ausrufezeichen HEIMKINDER. - Damit alle Politiker/Abgeordneten Bescheid wissen.

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Damit alle Bundestagsabgeordneten bezüglich dem bevorstehenden Gesetzgebungsverfahren betreffend „Heimkinder-Entschädigung“ bestens informiert sind --- und die Bevölkerung ebenso Bescheid weiß.

Und damit auch Ihr alle Bescheid wißt.

Allen Bundestagsabgeordneten Ergebnisse der Internet-Abstimmung und Forderungen der Ehemaligen Heimkinder Mitte April 2011 persönlich zugestellt.

Folgendes 2-seitige Schreiben, in diesem genauen Wortlaut, wurde jedem und jeder Bundestagsabgeordenten persönlich direkt durch den Postverteiler des Bundestags – im Reichstagsgebäude – zugestellt, um sicher zu stellen, dass sie alle genaustens informiert sind um ihren Verantwortungen und Verpflichtungen bei jeglichem diesbetreffenden Gesetzgebungsverfahren im Parlament gerecht zu werden.


Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
1. Vorsitzende: Monika Tschapek-Güntner – Kassenführer: Horst Otto –
Schriftführerin: Heidi Dettinger – BeisitzerInnen: Brigitte Diederich, Dirk Friedrich

EH c/o Monika Tschapeck-Güntner Sandwelle 10 59494 Soest


19. April 2011

Sehr geehrte Frau ... / geehrter Herr,

wir, ehemalige Heimkinder organisiert in einem der international größten Zusammenschlüsse, dem Verein ehemaliger Heimkinder e.V., sind betroffen von der Eiseskälte, mit der Staat und Kirchen uns begegnen.

● Wir sind zutiefst empört darüber, dass man zwar das „radikal Böse“, das uns in unserer Kindheit und Jugend angetan wurde, am „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ (RTH) dokumentierte, die Konsequenzen aus diesem Tun für uns – den Opfern dieses „radikal Bösen“ sich aber nicht wirklich erkennbar niederschlagen sollen.
● Wir fühlen uns missachtet – wieder einmal – von denen, die uns schon einmal missachtet haben, misshandelt, missbraucht auf jede nur erdenkliche Art.
● Wir fühlen uns betrogen von denen, die uns bereits um unsere Kindheit, unsere Jugend, um Schul- und Berufsausbildung betrogen haben.
● Wir sind zornig ob der Kaltschnäuzigkeit, mit der empfohlen wird, uns – die Überlebenden des größten Verbrechens der Bundesrepublik Deutschland – mit einer völlig indiskutablen Summe abzuspeisen. Und das dann auch noch als einen Erfolg verkaufen will. Uns verkaufen will!
● Wir sind wütend, traurig, retraumatisiert, einige sind voller Hass und Ablehnung. Wir fragen uns: Ist dieses unser Land? Sind wir „Gleiche unter Gleichen“? Oder sind wir wieder und immer noch die stigmatisierten Schmuddelkinder, mit denen nach Belieben umgesprungen werden kann...

Wir haben uns umgehört und eine Umfrage gemacht, bei unseren Mitgliedern und darüber hinaus:

„Lieber den Spatzen in der Hand als eine Taube auf dem Dach?“
Und haben gefragt:

„Abgesehen von einzelnen Punkten des Abschlussberichtes "Runder Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre", mit denen ich eventuell übereinstimme, teile ich hiermit mit, dass ich die in diesem Bericht festgehaltene Empfehlung an den Deutschen Bundestag zur finanziellen Entschädigung ehemaliger Heimkinder als
O unangemessen ablehne O angemessen akzeptiere O Ich weiß nicht/kann mich nicht entscheiden

Wir fragten unsere Vereinsmitglieder per Post und öffentlicher noch: Im Internet. Die Frage und die Abstimmung ist nicht repräsentativ aber auf jeden Fall sollte sie als richtungsweisend betrachtet werden.

Der Rücklauf lag bei ca. 1.000 Antworten.

Gut 88% aller Befragten antworteten, dass sie die empfohlene finanzielle Entschädigung als unangemessen ablehnen!

Lediglich etwas über 9% findet die Empfehlung angemessen und akzeptabel.

Die restlichen knapp 3% konnte sich nicht entscheiden.

Der VEH e.V. ist der Meinung, dass hier eine große Zahl von ehemaligen Heimkindern sich sehr deutlich zu Wort gemeldet hat und dass Politik und Kirchen gut daran täten, auf diese Meinung zu hören und den Überlebenden dieses einzigartigen Nachkriegsverbrechens – begangen in einem Rechtsstaat und an Kindern und Jugendlichen! – durch eine angemessene finanzielle Entschädigung im Alter zumindest einen Teil der ihnen geraubten Würde zurückzugeben.

Unsere Forderungen umfassen folgende Punkte:

1. 300 € monatlicher Opferrente pauschal für alle ehemaligen Heimkinder.
2. Auf Wunsch des/der Ehemaligen statt der monatlichen Opferrente eine Einmalzahlung von 54.000 € (300 € monatlicher Rente hochgerechnet auf 15 Jahre).
3. Die Möglichkeit für besonders geschädigte ehemaliger Heimkinder, bei Glaubhaftmachung ihrer besonderen Schädigung eine höhere Einmalzahlung oder Opferrente.
4. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern mit Behinderung.
5. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern aus der damaligen DDR.
6. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern, deren Heimzeit in den 40er Jahren lag.
7. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern, deren Heimzeit in den 70er und 80er Jahren lag.

Wir bitten Sie, unsere Forderungen zu beachten und sich für diese in Ihrem Rahmen und mit Ihren Möglichkeiten einzusetzen und teilen Ihnen vorsichtshalber schon mal mit, dass wir weiterhin für unser Recht und unsere Forderungen kämpfen werden.

Wir haben nichts zu verlieren außer unserer Altersarmut, unserer Demut, unserer Angst.

Mit freundlichem Gruß

Monika Tschapek-Güntner
1. Vorsitzende Verein ehemaliger Heimkinder e.V.


Kontoverbindung: Hamburger Sparkasse Konto-Nr. 1 026 214 47 6 BLZ 200 505 50
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Alt 24.04.2011, 01:07   #291
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Ausrufezeichen BRD Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen in Partnerschaft mit VATER STAAT und MUTTER KIRCHE

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Nachkriegsdeutsche Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen in Partnerschaft mit VATER STAAT und MUTTER KIRCHE.

Um das ganze Ausmaß dieser erneuten Versklavung noch einmal genau in Erinnerung zu rufen.

Kurzfassung

Hella; Claas; Miele; Rowenta Sunbeam; Braun; Grundig; Siemens; Recticel Schalfkomfort, Schlaraffia Matrazen; Leitz; Quelle; Schwab; Neckermann; Stollwerck; BKS Schlösser; nordrohr; Oellerking; Mewes & v. Eitzen; Kölln Flocken; Holzland Gehlsen; Steinbeis Temming, Steinbeis Papier Glückstadt; Meyer-Lippinghausen, Meylip; Ölmühle; Osram GmbH; VDO - Continental Automotive GmbH; DER - Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG; Tipon; Wanderer-Werke, Exacta Continental, Nixdorf Computer; Maddaus, Rottapharmgruppe; Gebra; Backhaus & Grass; Grasolin-Lackfabrik; Escho-Plast Kunstofferzeugnisse; Roller + Schneider in Biedenkopf; Lahnwerk in Biedenkopf; Varta Consumer Batteries, VARTA Batteriengroßhandel; DEA, RWE-DEA, RWE Dea, Shell Deutschland Oil GmbH; elasta & florex marketing GmbH; Sprick GmbH & Co; Dr.-Ries-Gruppe / BADISCHEN PLASTIC-WERKE IN BÖTZINGEN / Peguform-Werke GmbH / Pergaform / Tarkett / CEREBUS )

[ Langfassung dieser „Heimkinder-Zwangsarbeit“-Firmen-Liste ist hier zu finden: im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG NR. 1 @
http://heimkinderopfer.blogspot.com/2010/07/ehemalige-heimkinder-heimkinder.html ]

Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann jederzeit erweitert werden. Zeitzeugen ( „ehemalige Heimkinder“, sowohl wie auch „ehemalige Erzieher“ und „Betreiber von nachkriegsdeutschen 'Jugendwohlfahrtseinrichtungen'“ und „Betreiber von nachkriegsdeutschen Zwangsarbeitsfirmen“ = „post-war Slave-Labor-Firms“, und „Staatsekretäre“ und „Staatssekretärinnen“ [ Whistleblowers ] ) werden gebeten sich an der Vervollständigung dieser Liste zu beteiligen. --- Und selbst die Medien könnten mithelfen.

Eine „Versöhnung“ kann nicht von den Heimopfern und Heimkinder-Zwangsarbeitern ausgehen, sie muß von den SCHÄDIGERN initiiert und getragen werden ( die SCHÄDIGER selbst und die ANSPRUCHSGEGNER selbst und die, die mit ihnen auf einer Seite stehen, wollen es natürlich andersherum ).

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Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )

Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ ( MM )
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Alt 24.04.2011, 01:21   #292
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Ausrufezeichen BRD Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen in Partnerschaft mit VATER STAAT und MUTTER KIRCHE

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Ich, Der Australier Martin MITCHELL ( „Ehemaliges Heimkind“ ), ansässig in Australien seit 1964, verbreite AUCH DIES momentan an alle in aller Welt, die es interessiert.


Sind Sie DARAN interessiert ?


[ Roland Busche - DIE LINKE - Duisburg ] [ Beruf: Lehrer; Geburtstag: 05/01/1964 ]

[ DIE LINKE - Landesverband NRW: Duisburg ]

[ DIE LINKE - Ortsverband Duisburger Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl ]

[ DIE LINKE im LVRDIE LINKE im Landschaftsverband Reinland ( Köln ) ]

28. August 2009

DIE LINKE - Landesversammlung Rheinland [ Landeshaus Köln ! ]

»»»Rede von Roland Busche zur Resolution Ehemalige Heimkinder

@
http://linksfraktion-lvr.de/detail_reden.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=10846&tx_ttnews%5BbackPid%5D =417&cHash=46c71c4357

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, liebe Kolleginnen und Kollegen! Selbstverständlich unterstützt Die Linke im LVR die Resolution. Trotzdem wagen wir neben der Würdigung auch ein paar kritische Anmerkungen.

Wir hätten uns zum Beispiel gewünscht, dass die Antragsteller sich wenigstens die Mühe gemacht hätten, eine eigene Sprache für die Entschuldigung zu finden. Stattdessen haben sie die Resolution des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen wortwörtlich übernommen.

Das Los vieler Kinder und Jugendlicher in den 50er- und 60er-Jahren in Heimen auch des LVR ist – und wir finden, das ist nicht nur aus heutiger Sicht – erschütternd. Oft wurden sie wegen Nichtigkeiten von den Jugendämtern in Heime verwiesen. Der Grund war oft sogenanntes abweichendes Verhalten oder Unangepasstheit.

Die Kinder und Jugendlichen waren in den Heimen schutzlos Erziehungs-, Disziplinierungs- und Züchtigungsmaßnahmen ausgeliefert, die getrost als verbrecherisch bezeichnet werden können und die die Konsequenz eines Heimerziehungssystems waren, das noch in der Tradition der Nazizeit stand.

Die Entschuldigung ist richtig, kommt aber trotzdem viel zu spät. Es ist dennoch wichtig, dass wir alle als Vertreter des Landschaftsverbandes Rheinland sie endlich geben. Sie bedeutet hoffentlich für die Betroffenen, die vielfach ihr Leben lang unter den Folgen der damaligen Erziehungsmethoden gelitten haben, dass sie nun etwas leichter einen Weg finden können, versöhnlicher mit ihren Wunden und Ängsten aus dieser Zeit umzugehen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir können mit dieser Entschuldigung schlimmes Unrecht nicht heilen; wir können die Verletzungen nicht rückgängig machen. Wir können ihnen nur versichern: Nichts vergessen und niemand.

Neben der öffentlichen Entschuldigung fordern die ehemaligen Heimkinder finanzielle Entschädigung für die erlittenen Qualen und die Anerkennung ihrer Arbeitszeiten im Heim für die Rente. Jugendliche und junge Erwachsene haben in den 50er- und 60er-Jahren in Heimen schwere körperliche Arbeit verrichtet und hierfür keinen bzw. wenig Lohn erhalten. Arbeitsverhältnisse wurden bundesweit erst ab 1972 sozialversicherungspflichtig behandelt.

Hier bleibt die Resolution leider sehr vage. Es ist lediglich die Rede davon, dass der LVR das in seinen Möglichkeiten Liegende tun will. Wenn wir als Maßstab die Millionen nehmen, die als Unterstützung für die WestLB [ d.h. West Landesbank; WestLB AG (Eine der größten deutschen Banken mit Hauptniederlassungen in Düsseldorf und Münster) ] möglich waren, wäre das doch eine gute Nachricht für die Betroffenen. Allein: So wird’s dann wohl doch nicht gemessen werden.

Die Linke erinnert daran, dass eine Prüfung über finanzielle Entschädigung der Opfer Konsens gewesen ist, und mahnt hier Eile an. Unwürdiges Gezerre und ein bewusstes Verzögern der Auszahlung wie bei der Entschädigung der Zwangsarbeiter/-innen würde die Betroffenen erneut verhöhnen – und das will ja keiner von uns.

Die vom LVR finanzierte Studie zum Schicksal der ehemaligen Heimkinder ist ein begrüßenswerter Ansatz. Es fehlt uns dort allerdings die Beschäftigung mit den Nutznießern der erniedrigenden Arbeitverhältnisse; denn es ist eine Aufgabe des Respekts, die Frage zu klären, welche Firmen von den Praktiken profitiert haben und wie sie heute zu ihrer Verantwortung stehen.

Wir erwarten, dass der LVR sich mit den Firmen in Verbindung setzt, damit sich diese an der Entschädigung beteiligen.

Es sei an dieser Stelle auch darauf hingewiesen, dass erst die Generation der gegenwärtig zunehmend angefeindeten 68er mit ihrer Autorität-in-frage-stellenden-Haltung ein Umdenken geschaffen hat in der von Ordnung, Disziplin, Gehorsam, Fleiß und Sauberkeit dominierten Heimerziehung.

Vieles, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist inzwischen besser geworden. Aber wir müssen wachsam bleiben; denn es gibt immer wieder Aufrufe zur Wiedereinführung repressiver Erziehungsmethoden. Wir erinnern dabei an die unselige Forderung zur Einrichtung von sogenannten Bootcamps mit ihren der Heimerziehung der 50er- und 60er-Jahre verwandten Praktiken.

Bleibt anzuführen, dass behinderte Heimopfer in der Resolution nicht ausdrücklich erwähnt werden, aber hoffentlich dennoch einbezogen sind, da diese Menschen doch ganz besonders wehrlos den grausamen Methoden der damaligen Heimerziehung ausgeliefert waren.

Vielen Dank für Ihre Konzentration und Aufmerksamkeit.

(Allgemeiner lebhafter Beifall) «««

Betreffend der „Heimkinder-Zwangsarbeit“ und den „Nutznießern der erniedrigenden Arbeitverhältnisse: Liste derFirmen, die von den Praktiken profitiert haben“ siehe: EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG NR. 1 @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2010/07/ehemalige-heimkinder-heimkinder.html

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Alt 27.04.2011, 00:14   #293
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Ausrufezeichen Bahnbrechendes US Gerichtsurteil vom 20.04.2011

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AUF YOU TUBE !Pressekonferenz bezüglich eines wichtigen Gerichtsurteils gegen den Vatikan betreffend Priester-Kindesmissbrauch in dem US Fall John V. Doe v. Holy See.

Meines Erachtens, ein Präzedenz schaffendes Gerichtsurteil für die globale Gerichtsbarkeit --- für Recht und Gerechtigkeit nicht nur in den US, aber von nun an auch in anderen sich „Rechtsstaat“ nennenden Ländern der Welt.

Please help distribute this to all interested parties all over the world.

► ON YOU TUBE ! – Press Conference about Court Ruling against Vatican in the case of John V. Doe v. Holy See. ◄

Press Conference: Unprecedented ruling requires Vatican to answer for clergy abuse cover-up

@ http://www.youtube.com/watch?v=AkYpfacM3gg ( 25.04.2011 – 17 minutes and 23 seconds )

Re: John V. Doe v. Holy See
UNITED STATES DISTRICT COURT
DISTRICT OF OREGON
PORTLAND DIVISION

Additional relevant links re John V. Doe v. Holy See :

Summary @ http://andersonadvocates.com/Files/3...must-Answerpdf ( Lawyers: Jeffery Anderson & Associates )

UNITED STATES COURT OF APPEALS
FOR THE NINTH CIRCUIT
@ http://www.ca9.uscourts.gov/datastor...03/0635563.pdf ( 3 März 2009 – 59 pages in toto )

WIKIPEADIA @ http://en.wikipedia.org/wiki/John_V._Doe_v._Holy_See

ATHEIST REVOLUTION @ http://www.atheistrev.com/2010/07/jo...tentially.html

PRIVATE BLOG: »"John V. Doe v. Holy See" - No publicity stunt, rules U.S. Supreme Court« @ http://speechwriting-ghostwriting.ty...eme-court.html

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Alt 27.04.2011, 00:47   #294
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Ausrufezeichen Bahnbrechendes US Gerichtsurteil vom 20.04.2011

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet worum es hier geht

@ http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~E82E85B2E648F417C9F3C7D0E2E86C832~ATpl~Ecommon~Blocked.html

Vatikan pocht auf Immunität

Kritik an amerikanischem Urteil in Missbrauchsfall

29. Juni 2009 jöb. ROM, 29. Juni. Der Heilige Stuhl sieht keine Prozesswelle aus verschiedenen Ländern auf sich zukommen, in denen Verfahren gegen Priester geführt werden, die sich des Missbrauchs an Minderjährigen schuldig gemacht haben. Einer der Anwälte des Vatikans, Jeffrey Lena, sagte am Dienstag in Rom, nicht nur genieße der Heilige Stuhl als souveräner Staat Immunität. Die schuldigen Priester unterstünden ihren jeweiligen Diözesen und würden von diesen bezahlt. Mit dieser Aussage kritisierte Lena ein Urteil aus Washington, wonach der Vatikan in den Vereinigten Staaten bei Missbrauchsvorwürfen gegen einen Priester zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden könne, weil der Vatikan letztlich "Arbeitgeber der Priester" sei.

Der Oberste Gerichtshof in Washington [ d.h das SUMPREME COURT ] hatte sich am Montag geweigert, eine Berufung des Vatikans anzuhören, und so das Urteil eines Bundesgerichts bestätigt, das die Immunität des Heiligen Stuhls in dem Missbrauchsverfahren aufgehoben hatte. Normalerweise können souveräne Staaten wie der Heilige Stuhl in den Vereinigten Staaten nicht vor Gericht belangt werden. Das Urteil aber lässt es zu, dass Vatikan-Vertreter - theoretisch auch Papst Benedikt XVI. - vor einem amerikanischen Gericht unter Eid aussagen könnten. Die Regierung von Präsident Barack Obama hatte gegen die Aufhebung der Immunität des Vatikans plädiert. Nun fällt das Verfahren um die Zuständigkeit des Vatikans an die untere Instanz zurück [ in diesem Fall, das UNITED STATES DISTRICT COURT - DISTRICT OF OREGON - PORTLAND DIVISION ].

WEITERLESEN @ http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~E82E85B2E648F417C9F3C7D0E2E86C832~ATpl~Ecommon~Blocked.html


Und auch in der Schweiz wird über diesen Fall wie folgt berichtet, in: NZZ Online @ http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/vatikan_kann_in_den_usa_juristisch_belangt_werden_1.6295654.html

28. Juni 2010, 18:51, NZZ Online

Vatikan kann in den USA juristisch belangt werden

Oberstes Gericht weist Berufung im Missbrauchsskandal ab

Als souveräner Staat kann der Vatikan in den USA normalerweise nicht vor Gericht gezogen werden. Doch im Missbrauchsskandal um katholische Priester gilt dies nicht. Das Oberste Gericht bestätigte jetzt die Entscheidung eines Bundesgerichts [ in diesem Fall, das UNITED STATES COURT OF APPEALS FOR THE NINTH CIRCUIT ].

(sda/afp) Der Vatikan kann in den USA im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen Priester zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Der Oberste Gerichtshof in Washington weigerte sich am Montag, eine Berufung des Vatikans anzuhören.

Damit bestätigte die oberste Instanz die Entscheidung eines Bundesgerichts, das die Immunität des Heiligen Stuhls in dem Missbrauchsverfahren aufgehoben hatte.

Aussage unter Eid

Souveräne Staaten wie der Vatikan können in den USA normalerweise nicht vor Gericht belangt werden. Das Urteil bedeutet, dass Vatikan- Vertreter und theoretisch sogar Papst Benedikt XVI. vor einem amerikanischen Gericht unter Eid aussagen könnten.

WEITERLESEN @ http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/vatikan_kann_in_den_usa_juristisch_belangt_werden_1.6295654.html
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Alt 29.04.2011, 01:17   #295
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Ausrufezeichen Bahnbrechendes US Gerichtsurteil vom 20.04.20 im genauen Wortlaut

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20. APRIL 2011 JUDGMENT - OPINION AND ORDER OF THE COURT IN THE CASE OF JOHN V. DOE V. HOLY SEE – CASE NO. CV 02-430-MO

Im britischen Englisch sagt man auch REASONS FOR JUDGMENT AND ORDER OF THE COURT dazu.

Hier jetzt also auch noch der wortwörtliche und vollständige Wortlaut der Entscheidung des Oregon Gerichtes [ UNITED STATES DISTRICT COURT - DISTRICT OF OREGON - PORTLAND DIVISION - Judge Michael Mosman ] vom 20. April 2011 und seine Begründungen ( ingesamt 12 Seiten ):

»Und hier die die Entscheidung / Anordnung des Richters Michael Mosman vom 20.04.2011, worin er die Produktion und Übergabe an den Kläger „John V. Doe“ und seinen Anwalt Jeffery Anderson seitens des Vatikans binnen der nächsten 60 Tagen, anordnet (englisch)« auf der Vereinswebseite unseres Vereins, dem VEREIN EHEMALIGER HEIMKINDER E.V. @ http://veh-ev.info/ mit einem zu einer PDF-Datei leitenden Link: http://www.veh-ev.info//media/Papst/John%20V%20Doe%20Opinion%20and%20Order%204-21-11.pdf

Natürlich muß man, meines Erachtens, dafür perfekt Englisch verstehen UND zumindest Jura studiert haben um eine diesbezügliche VALIDE Meinung vertreten zu können und effektiv darüber diskutieren zu können.

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Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )

Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ ( MM )
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Alt 04.05.2011, 01:27   #296
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Ausrufezeichen Church Child Abuse - US Gerichtsurteil vom 20.04.2011

Bahnbrechendes US Gerichtsurteil vom 20.04.2011

Vatikan-Niederlage vor US GerichtKindesmissbrauchsfall


20 APRIL 2011 JUDGMENT - OPINION AND ORDER OF THE COURT IN THE CASE OF JOHN V. DOE V. HOLY SEE – CASE NO. CV 02-430-MO

Das Ganze ist jetzt auch hier noch einmal genau zusammengefasst:

im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG NR. 1 @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2011/04/vatikan-niederlage-vor-us-gericht.html

Da hat sich der Vatikan aber mächtig verrechnet. Die Katholische Kirche steht nicht über dem Gesetz ( zumindest nicht in Amerika ).
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Alt 04.05.2011, 07:52   #297
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim



Ehemaliges Heimkind, danke Dir für deinen Mut.

So viele Artikel die du eingestellt hast spiegeln den Spott wieder,
und ich finde dich Mutig zusätzlich noch so etwas zu tragen.

Und wenn ich Dich lesen dann habe ich das Gefühl das es nicht ums Geld geht, es geht um die Achtung.
Natürlich muss jeder so gut es geht seinen Körper versorgen und da hier einige Grundbedürfnisse mit Geld bezahlt werden müssen, geht es auch um die Versorgung Jetzt.
Das ist dann noch der Zusätzliche Spott.
Klingt in mir wie- einmal verhöhnt und missbraucht, immer verhöhnt und missbraucht.

Und somit geht es um die Achtung und um das Vertrauen.
Zu wissen und zu erleben das mit aller Macht Spott und Verhöhnung verbreitet wird, wenn es um Grundrechte- Grundbedürfnisse geht schafft nur Misstrauen.
Und wer mit Macht so die Ohne Macht schaffen will,
was soll man mit Gefühl dazu noch schreiben.

Ich bewundere Dich und ich Danke dir, weil mich Dein Mut, deine Gefühle und deine Menschlichkeit so tief berühren.
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Alt 07.05.2011, 04:22   #298
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Info Albtraum Erziehungsheim – nachkriegsdeutsche Fürsorgehöllen ( ca 1945-1975 )

.
Ehemaliges Landesfürsorgeheim Glückstadt, Schleswig-Holstein. --- Anbringen und Einweihung einer „Heimkinder-Gedenktafel“ am 22. Mai 2011 um 13:00 Uhr.

Eine Gedenktafel an der ehemaligen „Fürsorgeanstalt“ in Glückstadt

Das ehemalige Marinegebäude wurde 1874 als Anstalt eingerichtet, in welcher hauptsächlich „Landstreicher“ und „Dirnen“ eine auf unbestimme Zeit verhängte „korrektionelle Arbeitshaft“ absitzen sollten. 1925 wurde das Haus umbenannt in „Landesarbeitsanstalt“ und von 1933 bis 1934 wurde es von den Nationalsozialisten als „Wildes KZ“ genutzt. Ab 1943 begann man hier jugendliche Fürsorgezöglinge zur „Arbeitserziehung“ einzuweisen.
Von 1943 bis zur Schließung 1974 war Glückstadt ein Synonym für den härtesten Umgang mit Jugendlichen, die Unglaubliches dort erlitten: Isolationfolter, Zwangsarbeit, Essensentzug, Schläge und sexuellen Missbrauch. Immer und immer wieder wurde von den Landesparlamentariern nach Besichtigung der Anstalt beschlossen, diese umgehend zu schließen, da die Zustände im Hause unhaltbar seien – immer wieder wurde es hinausgezögert und der „Betrieb“ lief ein weiteres Jahr „störungsfrei“ ab. Und die Jugendlichen wurden ein weiteres Jahr gequält, ausgebeutet, unterernährt und brutalisiert – und in den Suizid getrieben.

Nun soll – auf Anregung des ehemaligen Zöglinges Rolf Breitfeld – am 22.05.2011 um 13:00 Uhre eine Messingtafel am Jungfernstieg 1 in Glückstadt, der Stelle, an der sich das ehemalige Landsesfürsorgeheim befand, angebracht werden:

IM GEDENKEN AN DIE FÜRSORGEZÖGLINGE
DIE IN DEN JAHREN 1943 – 1974
IN DIESER ANSTALT UNTERGEBRACHT WAREN:
DIE KORREKTIONSANSTALT WURDE SCHON 1925 IN
LANDESARBEITSANSTALT UMBENANNT UND WAR EIN ARBEITSHAUS.
1933 – 1934 WAR HIER EIN SOGENANNTES „WILDES KZ“: NACH DESSEN
SCHLIEßUNG WURDEN DIE KZ-WÄRTER; ALLES SA-MÄNNER;
VON DER LANDESARBEITSANSTALT ALS WACHTMEISTER ÜBERNOMMEN:

AB 1943 WURDEN HIER FÜRSORGEZÖGLINGE IN DAS
ARBEITSERZIEHUNGSLAGER GLÜCKSTADT/ELBE EINGEWIESEN.
1949 ERFOLGTE DIE UMBENUNNUNG IN LANDESFÜRSORGEHEIM.
DIE KZ-WÄRTER UND WACHTMEISTER WURDEN ALS „ERZIEHER“
ÜBERNOMMEN. DIESES HAUS WURDE BIS ZUM 31.12.1974
WIE EIN KZ UND ARBEITSHAUS WEITERBETRIEBEN.
IM KZ GLÜCKSTADT GAB ES NACHWEISLICH KEINE TOTEN.
IM LANDESFÜRSORGEHEIM WURDEN 6 MENSCHEN
IN DEN SUIZID GETRIEBEN UND EINER [ AM 17.07.1966 ] AUF DER FLUCHT ERSCHOSSEN.


In einer feierlichen Gedenkstunde wird die Tafel der Öffentlichkeit übergeben.
Anwesend sein werden:
· Rolf Breitfeld, Initiator der Gedenktafel
· Gerhard Blasberg, Bürgermeister von Glückstadt
· Prof. Christian Schrapper von der Universität Koblenz und Frau
· Frau Dr. Gitta Trauernicht, Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages
· Katharina Behrents vom Detlefsen Museum in Glückstadt
· Ehemalige aus Glückstadt und anderen Heimen


[ Das Original dieser offiziellen Bekanntgebung ist hier zu finden: auf der Home-Page des „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ ( „VEH e.V.“ ) @ http://veh-ev.info/ ]

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Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ ( MM )
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Alt 08.05.2011, 01:09   #299
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Standard AW: Albtraum Erziehungsheim

Urschöpfer finde ich schön, das Wort.
Ich muss mich noch daran gewöhnen.
Automatisch denke ich immer noch an Gott.
Wie wird der Automatismus angelegt?
Immer und Überall, wie Selbstverständlich, als Richtig und nicht zu erwähnen bestimmte Wörter. Mit Strafe, Blicken, Gesten und Handlungen werden bestimmte Wörter als Allgemeingültig unterstrichen
Bei Bedarf das Hervorholen und Überbetonen von Wörtern mit Gefühl, auf die Ganze Person beziehende Gesten
Gott, als unantastbar, nicht zu hinterfragendes Wort mit der Gültigkeit das über das Leben oder den Tod, über die Liebe oder die Strafe bestimmendes Wort.
Das Wort Gott ist ein personifiziertes Wort. So als wenn Gott allen bekannt wäre.
Natürlich im Geheimen, worüber geschwiegen wird, weil ja das Schweigen Gold ist und keiner diesen goldigen Schatz des Geheimnisses verlieren will.
Und die Prediger die von ihrem Gott predigen, von ihrem _Erleben können ja nur liebevolle Wesen sein, den dieser Gott wendet sich ja Ihnen zu.
Der Aufgeklärte Mensch belächelt das natürlich, man ist ja nicht blöd und weiß schon was man weiß
Nichts weiß man so, zum Wissen gehört sowieso das Gefühl.
Das eigene Gefühl ist das Maß allen Eigenen. Diese lächerlichen Gefühle, diese Schmerz und so viel unangenehmes, ja wer will das schon freiwillig auf sich nehmen
Komisch auf einem Planeten des freien Willens, in einem Universum der bedingungslosen Liebe, solch ein Schmerz, solche Widersprüche.
Der Himmel ist: wenn man im Mittelpunkt der Erde steht und mit einer Taschenlampe von rechts nach links leuchtet, alles was man dann in diesem erleuchteten Halbkreis sieht.
Ja was ist dann die andere Hälfte?
Gibt es die nicht weil man darauf steht.
Oder gibt es die nicht weil die so dunkel ist
Oder gibt es die nicht weil es sehr anstrengend ist alles zu betrachten
Gibt es die nicht weil die dreckig ist, wen man mit den dreckigen Schuhen darauf steht
Gibt es die nicht weil das ignorieren ein Gefühl der Scham hervorruft.
Gibt es die nicht weil die Scham das Schuldgefühl zur Folge hat.
Na, da lobe ich mir doch den Prediger, Zitat für Zitat, Mit-gefühl, oder wie soll das mit der Anteilnahme gehen, das ist jedoch scheinbar, allemal Leichter.



Gedenktafel???
Ehemaliges Heimkind, schade das ich erst Heute deinen Text finde.
Ich habe die Korrektur gesehen und von daher ist mir deine Meinung, dein Gefühl dazu unbekannt.
Inzwischen ist mir der vierte Computer per Hackerangriff zerstört worden, diesen hier musste ich gestern ausschalten, der machte was er wollte. ich kann jetzt nur noch das Notwendigste machen, so ist das mit dem Grundrecht Kommunikation.
Warum muss im Universum der bedingungslosen Liebe bewiesen werden, was das GRundRecht eines Jeden ist?
Warum muss erklärt werden das die Grundsicherung das eigene ERfüllen der eigenen Grundbedürfnisse ist.



Der Entzug, der Handel mit Lebensnotwendiger Nahrung ist das Verbrechen
Der Entzug, der Handel mit dem Ort der Regeneration ist das Verbrechen usw.
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Alt 11.05.2011, 01:07   #300
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Evangelisch-lutherische Fürsorgehölle
»Anstalt Freistatt im Wietingsmoor« / »Diakonische Heime Freistatt« / »Diakonie Freistatt« / heute »Bethel im Norden« [ einschließlich Freistatt ]
Helmut Jacob Blog @ http://helmutjacob.over-blog.de/pages/Buchempfehlung_Endstation_Freistatt-1328320.html

Buchempfehlung "Endstation Freistatt"

Freistatt im Kreis Diepholz galt in den 1950er und 1960er Jahren als eine der härtesten Einrichtungen der Jugendfürsorgeerziehung in Deutschland. Der Band beleuchtet die Praxis der Fürsorgeerziehung in Freistatt mit einem Blick auch auf die Betheler Teilanstalt Eckardtsheim in der Senne und die Diakonissenanstalt Sarepta. Er untersucht die geschichtlichen Wurzeln und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der repressiven Erziehungsmethoden und deren Auswirkungen auf die Jugendlichen wie auch auf die Erzieher und Erzieherinnen. [ ... ]


Evangelisch-lutherische Fürsorgehölle
»Anstalt Freistatt im Wietingsmoor« / »Diakonische Heime Freistatt« / »Diakonie Freistatt« / heute »Bethel im Norden« [ einschließlich Freistatt ]
2. Webseite von Helmut Jacob @ http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Freistatt_Kappeler.pdf ( insgesamt 5 Seiten )

»Endstation Freistatt«
eine REZENSION von Prof Dr. Manfred Kappeler
»Fürsorgeerziehung in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel bis in die 1970er Jahre«, Matthias Benad, Hans-Walter Schmuhl und Kerstin Stockhecke (Hg.), Bethel-Verlag, Bielefeld 2009


Evangelisch-lutherische Fürsorgehölle
»Anstalt Freistatt im Wietingsmoor« / »Diakonische Heime Freistatt« / »Diakonie Freistatt« / heute »Bethel im Norden« [ einschließlich Freistatt ]
1. Webseite von Helmut Jacob @ http://www.gewalt-im-jhh.de/commont_rezension_buch_freistatt.pdf ( insgesamt 8 Seiten )

„Endstation Freistatt“ oder „Papier ist geduldig, das Leben nicht“

Eine REZENSION zu: M. Benad/ H.-W. Schmuhl/ K. Stockhecke (Hrsg.): »Endstation Freistatt. Fürsorgeerziehung in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel bis in die 1970er Jahre«, Schriften des Instituts für Diakonie- und Sozialgeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel, Bielefeld 2009 (Bethel Verlag).
Verfasser dieser REZENSION ist Dr. Carlo J. Burschel ( 2009 )


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»Anstalt Freistatt im Wietingsmoor« / »Diakonische Heime Freistatt« / »Diakonie Freistatt« / heute »Bethel im Norden« [ einschließlich Freistatt ]
Socialnet. @ http://www.socialnet.de/rezensionen/8766.php

Matthias Benad, Hans-Walter Schmuhl u.a. (Hrsg.): »Endstation Freistatt«
REZENSION von den Herausgebern selbst.


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»Anstalt Freistatt im Wietingsmoor« / »Diakonische Heime Freistatt« / »Diakonie Freistatt« / heute »Bethel im Norden« [ einschließlich Freistatt ]
Webseite von Martin Mitchell : HEIMKINDER-UEBERLEBENDE.ORG @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Die_Leidensgeschichte_des_damalig_staatenlosen_Jugendlichen_Martin_Mit chell_in_westdeutscher_Fuersorgeerziehung_No01.html
Die Leidensgeschichte des damalig staatenlosen Jugendlichen Martin Mitchell in westdeutscher "Fürsorgeerziehung" in den 1960er Jahren, geschildert und belegt an Hand von aktuellen Schriftstücken aus der "Fürsorgeerziehungsakte" damalig geführt von der Anstaltsleitung der Betheler Zweiganstalten Freistatt – Anstalt Freistatt im Wietingsmoor (Kreis Diepholz, Niedersachsen) – Teilanstalt der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel (bei Bielefeld, Nordrhein-Westfalen). ( Akte erhalten in Australien am 16. Mai 2006. )


Evangelisch-lutherische Fürsorgehölle
»Anstalt Freistatt im Wietingsmoor« / »Diakonische Heime Freistatt« / »Diakonie Freistatt« / heute »Bethel im Norden« [ einschließlich Freistatt ]
Webseite des 'Haus Gottes' : Bethelv. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel @ http://www.bethel.de/service/bethel-verlag/wie-lebendig-begraben.html

REZENSION des Buches »Endstation Freistatt« vom Bethel-Verlag selbst.


Evangelisch-lutherische Fürsorgehölle
»Anstalt Freistatt im Wietingsmoor« / »Diakonische Heime Freistatt« / »Diakonie Freistatt« / heute »Bethel im Norden« [ einschließlich Freistatt ]
WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Freistatt


Dieses Index wurde zusammengestellt im Mai 2011 von dem ehmaligen Fürsorgezögling und Insasse derAnstalt Freistatt“, für einige Zeit in seinen Jugendjahren in den 1960er Jahren, Martin Mitchell ( ansässig in Australien seit dem 23. März 1964 ).

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Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ ( MM )
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