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Start > > -> Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

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Alt 16.04.2018, 12:09   #1
Dagegen72
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Idee Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Link: http://www.handelsblatt.com/politik/.../21178046.html
Zitat:
Zimmermann meinte, die Perspektivlosigkeit für Hartz-IV-Beziehende habe in den vergangenen Jahren zugenommen. „Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung Millionen Menschen aufs Abstellgleis schiebt und sie ihrem Schicksal überlässt.“ Es müsse dringend erheblich mehr Geld für Unterstützungsleistungen zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt bekräftigte Zimmermann die Position der Linken, nach der Hartz IV abgeschafft werden und durch eine sanktionsfreie existenzsichernde Mindestsicherung ersetzt werden solle.
ich schließe mich der Aussage und der Forderung von Zimmermann an.

unter arbeitsmarktpolitischen Stillstand verstehe ich: das eher verhindernde als fördernde Verwaltaltungsdiktat von ALG II. Solche Ar+tritte wie es dieses Verwaltungsdiktat austeilt, hilft niemandem! Andere haben vielleicht Glück und finden was, was ihnen liegt, viele aber nicht. Und die Vertrauensbasis Jobcenter ist sowas von kaputt, das ist NICHT konstsruktiv. Die AlgII-Verwaltungspraxis ist ein einziges ANGST-Regime! Und kein Chancen-Regime! Pfui! Ihr Angst- und Zwangshelden - es reicht!
__


Wer gegen Erwerbslose hetzt, ist einer, der Bonzen nützt und stützt! (Dagegen72)
Zitat:
Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
Jahr. Die Bundesminister verdienen etwas weniger, erhalten aber mit rund 14.638
Euro pro Monat
( Quelle: Bund der Steuerzahler)
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Alt 16.04.2018, 12:14   #2
RobbiRob
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

„Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung Millionen Menschen aufs Abstellgleis schiebt und sie ihrem Schicksal überlässt.“ Es müsse dringend erheblich mehr Geld für Unterstützungsleistungen zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt bekräftigte Zimmermann die Position der Linken, nach der Hartz IV abgeschafft werden und durch eine sanktionsfreie existenzsichernde Mindestsicherung ersetzt werden solle.“

Der Satz ist aber irgendwie komisch.

Geht es denen jetzt um Unterstützung zur Erlangung eines adäquaten Arbeitsplatz oder um sanktionsfreie Mindestsicherung in Höhe x unabhängig davon, ob die Menschen auf dem Abstellgleis keinen Zugang mehr zum 1.Arbeitsmarkt haben?

Das ist ja genau die Kernfrage:

Bedingungsloses Grundeinkommen oder Arbeiten für Einkommen jeglicher Art.
Sollte man halt genau benennen.

Alles andere ist Politikerblabla.

Genau durch solche unklaren Aussagen wird am Ende nämlich eine Art Workfare kommen.
Und dann stehen die Linken aber blöde da, wenn man denen vorhält, dass man doch öffentlich geförderte Arbeit auf Mindestlohnniveau oberhalb jetziger Alg2 kaum ablehnen könne.
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Alt 16.04.2018, 12:28   #3
Dagegen72
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

@RobiiRob: da hast du meiner Meinung nach vollkommen Recht. Mehr Geld für den verfluchten (meiner Meinung nach) zweiten Arbeitsmarkt, Idio*enma´ßnahmen durch das JC (Motto "nuir der billigste Anbieter wird genommen, Qualität egal") braucht es definitiv nicht.
Da sollte man eher den JC-Fuzzis auf die Finger klopfen und denen Geld wegnehmen. Wieviel sinnlos - Maßnahmen könnten eingespart werden?
Das ist genauso bescheuert, wie das es "Kunst am Bau" geben muss. Hunderttausende Euro werden zum Fenster rausgeschmissen (bspw. die Sonnenuhr an der Berliner Charité. aus "Mario Barth deckt auf") um dieser Klausel nachzukommen. Deshalb steht einen Haufen hässlicher Schei* in der Gegend rum, weil es diese Kunstklausel tatsächlich gibt. Und Krankenhäuser gehen leer aus.
Und genauso heißt es: Maßnahmen für ALG II - BezieherInnen. Alg I - Bezieher können ja wenigstens mal noch was ablehnen, "nein" sagen". ALG II - BezieherInnen NICHT!

1. muss das ALG II - Veraltungsdiktat abgeschafft werden
2. Hilfe zur Selbsthilfe - die Eigenkreativekräfte der Leute stärken - und NICHT das Gegenteil!!
3. Entspannung des Arbeitsmarktes durch Regulierungen, über die man sich Gedanken machen muss, was sinnvoll ist, damit UnternehmerInnen es sich leisten können, Leute einzustellen und nicht rationalisieren müssen.

Grundsätzlich fordert Die Linke: ein bedingungsloses Arbeitslosengeld für die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit und die Abschaffung von Sanktionen.

Grundsätzclich fordert Die Linke: ein bedingungsloses Arbeitslosengeld für die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit, heißt Abschaffung von Sanktionen. Und ALG II muss weg, heißt, dass diese Zwangspraxis weg muss. Die Fprderung ist: gute Arbeit für guten Lohn.
Und gut heißt auch: keine Unterbesetzung an Personal usw.
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Wer gegen Erwerbslose hetzt, ist einer, der Bonzen nützt und stützt! (Dagegen72)
Zitat:
Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
Jahr. Die Bundesminister verdienen etwas weniger, erhalten aber mit rund 14.638
Euro pro Monat
( Quelle: Bund der Steuerzahler)
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Alt 16.04.2018, 12:34   #4
noillusions
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen

Geht es denen jetzt um Unterstützung zur Erlangung eines adäquaten Arbeitsplatz oder um sanktionsfreie Mindestsicherung in Höhe x
Wieso ODER? Beides.
Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Das ist ja genau die Kernfrage:

Bedingungsloses Grundeinkommen oder Arbeiten für Einkommen jeglicher Art.
Sollte man halt genau benennen.
Sie führt eine sanktionsfreie Mindestsicherung ins Feld. Sowas ist kein BGE. Soll sie jedes Wort noch erklären?
Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Genau durch solche unklaren Aussagen wird am Ende nämlich eine Art Workfare kommen.
Der Anfang ist ja schon passiert: Ein-Euro-Jobs.
Grund: Es wurde nur über fehlende Arbeit diskutiert aber nicht über fehlendes Geld. Damals haben die Linken noch allerdings nicht mitdiskutiert
Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Und dann stehen die Linken aber blöde da, wenn man denen vorhält, dass man doch öffentlich geförderte Arbeit auf Mindestlohnniveau oberhalb jetziger Alg2 kaum ablehnen könne.
Wo steht das die das ablehnen? Zudem fordern die Linken auch eine Erhöhung des MiLo.
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Alt 16.04.2018, 12:35   #5
RobbiRob
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Erwerbsminderungsrente und Alg1 sind Versicherungsleistungen und sollten erst gar nicht in einen Antrag auf Sozialleistungen führen müssen.

Die Verbesserungen bei der EMR soll ja kommen, allerdings bringt das weder den Altfällen, noch den Niedrigverdienern etwas.

Alg1 auf das alte Niveau ala 32 Monate mit anschließender Arbeitslosenhilfe wäre meine nicht durchzusetzende Idee.

Ein Arbeitlosengeld auf Dauer ohne jegliche Sanktionen in Form von einer Minimumkontrolle halte ich aus meiner Erfahrung mit Menschen jeglichen Status für nicht sinnvoll.

Das wird dann auch missbraucht, da muss man auch ein wenig ehrlich sein.
Und dann reden wir eben nicht von den 5% Betrügern die es immer geben wird und die ich im Endeffekt auch akzeptieren kann, weil jedes System Schwächen hat.

@noillusions:
Fordern kann man viel.

Was deren BGE für Mittellose angeht, nichts anderes ist deren Modell, sehe ich die Akzeptanz in der Bevölkerung noch niedriger als bei einem BGE für alle.

Dann warte mal ab, wie die Zustimmung der Linken zu geförderter Arbeit dann aussehen wird, wenn das durch das Strucksche Gesetz das Parlament passiert hat.

Ich bin gespannt drauf.

Geändert von RobbiRob (16.04.2018 um 12:46 Uhr)
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Alt 16.04.2018, 12:48   #6
Dagegen72
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Bedinungsloses Grundeinkommen nicht bedeutet, nicht mehr arbeiten gehen zu dürfen. Mehr verdienen können wir ja weiterhin. Insoifern es Arbeit geht und es wird vermutet, dass es dann eine insgesamte Entspannung und positive Regulierung des Arbeitsmarktes gibt, wenn diese verfuchte Zwangspraxis wegfällt.
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Wer gegen Erwerbslose hetzt, ist einer, der Bonzen nützt und stützt! (Dagegen72)
Zitat:
Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
Jahr. Die Bundesminister verdienen etwas weniger, erhalten aber mit rund 14.638
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Alt 16.04.2018, 12:52   #7
RobbiRob
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Ich bin auch davon überzeugt, dass die meisten arbeiten wollen und auch bei einem BGE weiterhin tun würden.

Die Kernfrage bleibt aber, wer dann die xxxJobs übernimmt?
Obwohl viele, wenn es teuer wird auf einmal selber aktiv werden können.

Erlebe ich immer wieder. ;-)
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Alt 16.04.2018, 13:07   #8
noillusions
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Ein Arbeitlosengeld auf Dauer ohne jegliche Sanktionen in Form von einer Minimumkontrolle halte ich aus meiner Erfahrung mit Menschen jeglichen Status für nicht sinnvoll.

Das wird dann auch missbraucht, da muss man auch ein wenig ehrlich sein.
In den 60er gabs Vollbeschäftigung. Es braucht nur 2 Bedingungen:
1. Mehr Geld für die die arbeiten.
2. Keine unterirdischen Arbeitsbedingungen (Maßnahme,ZAF,Ein-Eurojobs)

Dann läufts.

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Was deren BGE für Mittellose angeht, nichts anderes ist deren Modell, sehe ich die Akzeptanz in der Bevölkerung noch niedriger als bei einem BGE für alle.
Hatten wir mal vor 2005. Dass BGE für alle mehr Akzeptanz hat glaube ich nicht.
Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Dann warte mal ab, wie die Zustimmung der Linken zu geförderter Arbeit dann aussehen wird, wenn das durch das Strucksche Gesetz das Parlament passiert hat.

Ich bin gespannt drauf.
Da kann es eh noch viel Überraschungen geben, die CSU wird sicher noch ordentlich zwischengrätschen.
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Alt 16.04.2018, 13:40   #9
Zeitkind
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALGII - BezieherInnen immer länger ohne Job

Wie wäre es denn mit einer arbeitsmarktgerechten Verteilung von Arbeit?
Warum diese einfache Logik politisch nicht umgesetzt wird, ist eine Systemfrage.
Von Einsparungen an Arbeitskraft und technischem Fortschritt profitieren nicht die, welche ihn geschaffen haben.
Die Besitzer der Produktionmittel müßten gezwungen werden, den Großteil der Einsparungen an die abzugeben, welche diese erwirtschaftet haben.
Z.B. in der Form, daß die eingesparten Kräfte nicht entlassen werden, sondern die verbliebene Arbeit bei gleichem Lohn auf alle Kräfte verteilt wird.
Werden die Einsparungen als Profit abgeführt, ist der Wertkreislauf gesellschaftlich nicht mehr schlüssig.
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Alt 16.04.2018, 14:16   #10
götzb
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Ich bin auch davon überzeugt, dass die meisten arbeiten wollen und auch bei einem BGE weiterhin tun würden.
Die meisten wollen arbeiten, egal ob ohne oder mit BGE oder ähnlichen. Das mal ohne Wertung festgestellt. Daher auch das krude Festhalten an Sanktionen halte ich seitens der Politiker für verstörend. Denn die Vielzahl an Sanktionen ergoss sich aus der Nichtwarnnahme von Vorladungen.

Zitat:
Die Kernfrage bleibt aber, wer dann die xxxJobs übernimmt?
Wie ist es heute ? Also wo ein Arbeitsloser dann im Falle eines "Angebotes" nur die Auswahl hat: Annahme oder Sanktion ?
Der wird doch (zurecht) so arbeiten, das der Unternehmer an ihm keine Freude hat, das funktioniert auch bei einfachen oder Shit Jobs..., ohne das einen nachgesagt werden kann, man macht dies mit Absicht.

Und die Antwort auf die Frage: verstärkte Automatisierung, und ansonsten eben die Bezahlung so ausbauen, das dann ein jener für das Geld motiviert arbeitet, nicht wegen dem Job oder Arbeit an sich zu haben, sondern wegen der Knete, wo sie dieser dann mal auch was leisten kann, was tolles was schickes, als Entschädigung für den XXXJob..
___

Eine Alternative zu einem BGE wäre:

Eine Sanktionsbefreite Grundsicherung mit üblicher Bedürftigkeitsprüfung.
Und eine Art 3ter Arbeitsmarkt, der heutige 1€ Jobs etc ersetzt; sprich "Wenn du mehr haben willst, als Alg2 bieten wir dir ein solchen Job an, Voraussetzung natürlich fern weg vom normalen Arbeitsmarkt. Tätigkeit muss aber schon sinnvoll sein.

Oder anderes Modell, das Optionsmodell:

Wer sich sagt, ich möchte von den Jobcentern in Ruhe gelassen werden, wird das, bekommt den normalen RS, hat aber kein Anspruch auf Fördermöglichkeiten mehr. Und keine Sanktionen

Und wer bereit ist("normal") mitzuarbeiten mit all den Dingen wie Aktiverung usw. der hat den vollen Zugang zu den Förderungen, und vielleicht auch einen monatlichen Bonus an Geldzahlungen zb.50€ dafür kann er aber eben auch weiterhin sanktioniert werden.

Vorteil: Der Job des Arbeitsvermittlers wäre ein voll sinnvoller, da dann dessen Ressourcen nur für sinnvolle Dinge genutzt werden, und nicht für Dinge die durchaus an Kafka erinnern.
__

Hatz 4 - hau wech den Shit.
Kafka im Jobcenter, dank Zwangssystem, nein Danke!
Nur eine echte Grundsicherung wäre eine Gang in Richtung gesündere Gesellschaft.
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Alt 16.04.2018, 14:59   #11
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Grundsätzlich ist sowas wie ne Sanktionsfreie Mindestsicherung besser als ALG 2 derzeit. Nur es lässt halt die Frage offen , wie genau diese 1050 Euro genutzt werden können.
Wenn 1050 Euro für Miete + Krankenkasse + Strom + Gas genutzt werden müssen, müsste man umrechnen wieviel effektiv da noch mehr über bleibt zum jetzigen alg2 system
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Alt 16.04.2018, 15:01   #12
noillusions
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Vieles richtig, bis auf wahrscheinlich:

Zitat von götzb Beitrag anzeigen
Und eine Art 3ter Arbeitsmarkt, der heutige 1€ Jobs etc ersetzt; sprich "Wenn du mehr haben willst, als Alg2 bieten wir dir ein solchen Job an, Voraussetzung natürlich fern weg vom normalen Arbeitsmarkt. Tätigkeit muss aber schon sinnvoll sein.
Denn das war bislang so etwas wie die Quadratur des Kreises. Irgendwas konnte man da immer dran kritisieren.
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Alt 16.04.2018, 16:31   #13
Acedia
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
In den 60er gabs Vollbeschäftigung.
In den 60ern gab es noch Tätigkeiten, die heute auch bei guter Bezahlung niemand mehr machen wird. Kohleabbau unter Tage beispielsweise.

Es gab Tätigkeiten, die einfach nur nervtötend und unnötig waren, die aber gleichwohl gut bezahlt wurden. Akkordarbeit an irgendwelchen Fabrikbändern. Würde das heute noch jemand machen wollen?

Die 60er sind lange her. Es gibt Maschinen, die stumpfsinnige Arbeiten erledigen. Sein wird froh darum.

Dann eben keine Vollbeschäftigung.
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Alt 16.04.2018, 21:59   #14
hansklein
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

Ach, die ganzen Aussagen der Oberen sind nix wie Augenwischerei!
Zitat:
Aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit ist ein Anstieg der Dauer von Arbeitslosigkeit bei Grundsicherungsbeziehern bei der insgesamt geringen Arbeitslosigkeit nicht überraschend. Denn bei den Betroffenen kämen oft mehrere Hemmnisse zusammen, die eine Vermittlung in den Arbeitsmarkt erschweren.
Achtung, zur Vorsicht weis ich darauf hin, das in diesem Beitrag ein bissel Sarkasmus enthalten sein könnte.

Yep, z.b. Leutz mit Rollator ( Auch in meiner Verwandschaft, daher weiss ich das) , ALG2 Bezieher - aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Erwerbsminderung abschiebbar - kann man echt gut Integrieren, denn sie gelten als Arbeitsfähig. Direkt morgen ab an die Arbeitnehmerfront. Genau wie die ganzen anderen angeblich Kranken ùnd Leutz mit sonstigen Vermittlungshemmnissen - wären diese nicht arbeitsfähig, würden sie kein ALG erhalten. Also muss man denen helfen.... Genauso den anderen mit Vermittlungshemmnissen. Geht nicht, ja WOLLEN die sich vielleicht gar nicht helfen lasssen...

Zitat:
Zimmermann meinte, die Perspektivlosigkeit für Hartz-IV-Beziehende habe in den vergangenen Jahren zugenommen. „Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung Millionen Menschen aufs Abstellgleis schiebt und sie ihrem Schicksal überlässt.“ Es müsse dringend erheblich mehr Geld für Unterstützungsleistungen zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt bekräftigte Zimmermann die Position der Linken, nach der Hartz IV abgeschafft werden und durch eine sanktionsfreie existenzsichernde Mindestsicherung ersetzt werden solle.
Echt jetzt? Noch mehr Geld für die Unternehmer, damit diese noch besser Leben können wenn sie ein paar Harz`ler einstellen?

Gut, es gab mal Umschulungen. Das sind voll Sinnvolle Maßnahmen - für den Maßnahmeträger... Was der verdient daran... 2 Jahre, 22.000€ pro Pers., mal mehr - mal weniger. Und die Leutz sind nicht mehr Arbeitslos - Gut für die Statistik, Gut für Germany!

Ok, danach findet der Grossteil der Umgeschulten eh keinen Job, aber macht nix. Es wurde denen zumindest früher nicht erzählt, das in der Zeit, in der sie Ausgebildet wurden, eh ein Überangebot an den umgeschulten Arbeitnehmern und der Konkurrenz - gut Innerbetrieblich Ausgebildete, Studenten und Co. entstehen würde. Ok, ich weiss nat. nicht, wovon ich spreche, denn ich hab erst 2 davon gemacht, nat. mit Abschluss. Alle anderen Problemchen lösen sich in der Zeit "sinvoller" Maßnahmen natürlich in Luft auf. Gesund, Psychisch stabil und Schuldenfrei ( eben ""Wund"er"geheilt)gehts auf ins nächste Leben.

Kein Thema, wenn man alle so motiviert wären wie meiner einer. Immerhin habe ich nach den Umschulungen selbst gesuchte Jobs gemacht, die nix mit meiner Quali zu tuen hatten, ok. nicht viel verdient - komischerweise nicht zufrieden mit der Situation und mit der Zeit komischer Weise immer mehr - weil man feststellen "durfte", das Qualifikation nicht das war, was gefragt ist. 1€ Jobs, alls ich nach der Meinung meiner JC (wars Agentin?) zu lange ohne Job wäre, das waren nur so 3 Jährchen, achja und dann lies ich den hilfreichen 1€ Job auch noch kaputtmachen vom Gericht und der arme Jobanbieter musste leiden, wie Rücksichtslos von mir...

Der damalige 1€ Job brachte mir vermutlich genau soviel, wie die Jobs, die in Planung der ( sinds Witzschaftsweise?), die Leutz von der Straß weg in tolle, neue , extra geschaffene Jobs bringen. Nat. werden dort auch alle Vermittlungshemmnisse zur Wegbereitung in echte, gute und adäquate Jobs beseitigt.

Das beste ist noch die Erwerbsminderungsrente, kurz EWM. Hab teilweise EWM und darf nat. einen "Zusatzverdienst" haben, unter 6 Std. Da rechnen die so schön rum, wieviel Moos ich haben müsste, um nicht über meinen besten Verdienst der letzten 15 Jahre - hochgerechnet auf heutige Verhälltnisse, so wie ich das verstanden habe komme.

Okay, kurze Rede: Ich müsste lediglich 1900€ rum zuverdienen - im Monat nat., nicht im Jahr und bekäme Nix abgezogen von der fetten Rente. Brutto nat., gar kein Thema heutzutage bei unter 30 Stunden die Woche. Sorry, ich musste mich mal...

Wer Ernsthaft davon überzeugt ist, das diese Regierung - oder eine der kommenden - daran arbeitet, das sich etwas großartig verbessert - dem sag ich eine große Zukunft voraus. Denn wer so optimistisch, gutgelaunt und Positiv eingestellt ist, dem gehts immer gut und er kommt weiter. Schad, da hab ich nicht genug von abbekommen.

Zitat:
Insgesamt bekräftigte Zimmermann die Position der Linken, nach der Hartz IV abgeschafft werden und durch eine sanktionsfreie existenzsichernde Mindestsicherung ersetzt werden solle.
Ja, ich fürchte die Realität sieht dann so aus, das die ausgezahlte Quote einfach geringer berechnet wird, für die sanktionsfreie, existenzsichernde Mindestsicherung ( z.b. benötigt man dafür keine Konzertbesuche etc.) - und wer neben Brot und Käse meint, auch noch Butter auf das Brot zu wollen - der kann halt freiwillig eine der hochqualifizierten Zusatzjobs annehmen. Wer das nicht macht, tja, dem kann man auch nicht mehr helfen....
hansklein ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2018, 09:58   #15
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Standard AW: Sabine Zimmermann Die Linke: ALG II - BezieherInnen immer länger ohne Job

hansklein schrieb:
Zitat:
Ja, ich fürchte die Realität sieht dann so aus, das die ausgezahlte Quote einfach geringer berechnet wird, für die sanktionsfreie, existenzsichernde Mindestsicherung ( z.b. benötigt man dafür keine Konzertbesuche etc.) - und wer neben Brot und Käse meint, auch noch Butter auf das Brot zu wollen - der kann halt freiwillig eine der hochqualifizierten Zusatzjobs annehmen. Wer das nicht macht, tja, dem kann man auch nicht mehr helfen....
gut, das weiß ich nicht, aber wenn man dann in Ruhe gelassen wird von der Affenanstalt, das vorausgesetzt ...wäre das dann doch eine Lösung? Ich glaube aber nicht, dass der Satz geringer berechnet werden würde, das ist jetzt bloß Spekulation.
Die Geldverschwendungsschraube muss woanders angesetzt werden!
hier kann man nachlesen, wie die BRD Steuergelder verschwendet und verschwenden lässt:
https://www.schwarzbuch.de/aufgedeck...hwendet-wurde/
Bsp: der Finanzminister letztes Jahr mit seiner Reisein die USA:
Zitat:
Der Finanzminister reiste jedoch – anders als sein Hamburger Kollege – nicht allein. Offenbar hielt er es für unverzichtbar, seine Büroleiterin mitzunehmen. Kosten für das Land und für den Steuerzahler nach Angaben des Finanzministeriums: 7.050 Euro. All inclusive: Flug, Hotel, eine Zugreise nach New York und Tagegeld. Auch die Büroleiterin flog Business-Class.
Von dem Geld hätten sieben Single-ALG II -BezieherInnen leben können. In dem Link sind auch noch sehr viel mehr Geldverschwendungen aufgeführt. Geld ist also da! - es soll bloß bei den Menschen, allenvoran bedürftigen Menschen nicht ankommen. Die Menschen sollen vermutlich lieber leiden, damit sie sich keine Gedanken machen können / wollen, damit andere in aller Ruhe absahnen können, so sieht es aus meine Damen und Herren!

@RobbiRob: ja, das sehe ich auch so, dass wenn es was kostet , man auch selber kann. Die HotelbesitzerInnen oder andere sollen auch mit putzen. Jede,r GastgeberIn putzt für seine Gäste und räumt auch auf.Dann verlieren die auch nicht den Bezug zu den Leuten der Niedriglohn - und Knochenjobs!
Und was die xxx- Jobs betrifft: da meinte schon die BGE-Befürworterin der BGE-Partei, dass solche Jobs eben besser bezahlt werden müssen, oder automatisiert. Da war noch was, das fällt mir gerade nicht ein. Vielleicht war es Abschaffung hihi ne, ich glaube, es war "anders gestaltet" aber ich bin mir nicht sicher.
Bei einem BGE müssen eher gemiedene Jobs besser bezahlt und besser gestaltet werden, eben weil die Leute dann eine gewisse Freiheit hätten, abzulehnen.
Und Jobs ablehnen zu können, wenn sie einem nicht liegen, das kommt der im Grundgesetz geforderten Menschenwürde mene ich schon näher.

@nouillesons: ich finde auch, dass in den Sechzigern die Bedingungen anders waren. Es gab noch nicht so die Computer, weniger Digitalisierung, mehr von Hand musste gemacht werden, der Bedarf an menschlichen Arbeitskräften war einfach höher. Und es war die Zeit des Wirtschaftswunders nach dem Krieg. Die Menschen brauchten noch ganz viel.
Heute geht es doch darum, die Leute dazu zu bringen, funktionierende Geräte wegzuwerfen, damit sie neue kaufen, damit der Verkaufshandel überhaupt noch Gewinne erzielt, bzw. überhaupt noch Umsatz macht.
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Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
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