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Alt 12.07.2017, 07:56   #1
XxMikexX
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Standard Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Zitat:
Freiwillig aus einer Festanstellung in die Leiharbeit zu wechseln - das klingt erst mal verrückt. Doch vor allem Krankenpfleger entscheiden sich offenbar immer häufiger für diesen Wechsel.
Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit | NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen - Hannover/Weser-Leinegebiet

So weit ist es schon gekommen!

Systematische Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz haben sich offenbar zum Sport entwickelt.

Die Politik schaut tatenlos zu.


(Der Artikel ist vom 18.6, hoffe das ich das aber noch posten kann)
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Alt 12.07.2017, 08:11   #2
Katzenstube
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Standard AW: Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Aus meiner aktiven Zeit im Pflegebereich ist mir auch bekannt, dass viele Mitarbeiter dort in der Zeitarbeit sehr gut bezahlt werden - zumindest besser als in den Pflegeeinrichtungen - und es tatsächlich "Freidienste" gibt, die auch genommen werden können.

Super haben sich die Arbeitgeber entwickelt .... aber dann schreien: wir bekommen kein Personal.... Warum wohl??? Auch ich bin dankbar wieder in mein kaufmännisches Berusfsfeld zurück kehren zu können und nicht mehr in den menschenverachtenden Pflegeeinrichtungen und Bedingungen arbeiten zu müssen, in denen ich war....

Schon alleine zu wissen, an welchen Tagen ich frei habe und diese verplanen zu können ist purer LUXUS!

Gruß von Katzenstube
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Alt 12.07.2017, 14:52   #3
erwerbsuchend
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Standard AW: Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Im Grunde scheint dieses Problem doch ganz einfach zu lösen sein.

1. Die Kliniken benötigen mehr Personal, da scheinbar unterbesetzt oder keine Personalreserve für Krankheitsausfälle.
2. Dieses potenzielle Personal ist vorhanden, oder würde sich zur Verfügung stellen, wenn AG entsprechend gut bezahlen. AG möchte jedoch so wenig wie möglich Geld für Personal ausgeben.
3. Die Kliniken müssen auf Leiharbeit zurückgreifen, weil sie kein festangestelltes Personal finden. Allerdings sind Leiharbeiter teurer als festangestelltes Personal.

Die Lösung:

Die Kliniken müssten einfach mehr Geld für Personal verwenden, so dass eben mehr Personal eingestellt werden kann und damit sich die Arbeitssituation entspannt.

Die Frage ist nur, woher soll jenes zusätzliche Geld kommen?

Auch das wäre eigentlich sehr einfach. Deutschland hat mehr als genügende Steuereinnahmen. Geld ist also reichlich vorhanden. Man müsste es nur zielgerichteter ausgeben. Einfach mal weniger Steuern für irgendwelche Prestigeobjekte verschwenden und mehr im sozialen Bereich investieren.

Aber ob das Merkel und Co auch so sehen oder sehen wollen?
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Alt 12.07.2017, 15:09   #4
Katzenstube
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Standard AW: Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Es interessiert keinen aus der Obrigkeit wie es aussieht. Na ja, die sind sicherlich privatversichert und "hoffen" auf bessere Versorgung als Otto-Normalverbraucher.

Jedes Krankenhaus, jedes Pflegeheim ist ein Wirtschaftsbetrieb und sorgt dafür, dass Gewinne für die Geschäftsleitung und/oder den Betreiber erzielt werden. Ist der Gewinn nicht hoch genug, dann wird am Personal oder den Arbeitsbedingungen "radiert". Es will und soll nicht geändert werden, sonst wäre das schon erfolgt! Da wir Deutschen auch eher still schweigend vor uns hin leiden (da nehme ich mich nicht aus) wird das auch ewig so weiter gehen. Mit diesem Notstand und den anderen Mißwirtschaften auch.....

Und Volksmama Merkel, die ja so mütterlich zu Herrn Scholz in Hamburg steht, zeigt doch da ihre fürsorgende Seite, warum denn noch in Sachen Pflegepersonal. Sie pflegt doch nun einen armen Geschundenen SPD'ler, dass ist doch genug ;-)

Gruß von Katzenstube
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Alt 12.07.2017, 16:11   #5
Vizekanzler
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Standard AW: Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Ja stimmt, die Flucht in die Zeitarbeit gibt es und zwar nicht zu selten. Ich bin nach der Prüfung als StFA auch zu einer ZAF gegangen. An meinem Heimatort bekommt ein ausgelernter Steuerfachangestellter ca. € 1.500,- BRUTTO! Da hatte ich bei der ZAF mehr. Ich hatte mich auch bei einer StB-Gesellschaft in Düsseldorf/Kö-Nähe beworben. Deren Angebot € 2.200 Brutto allerdings erwarte man für dieses üppige Salär auch mindestens 2 Überstunden pro Tag. Also 50-h-Woche. Im Endeffekt das Gleiche wie bei mir zu Hause nur das noch ca 3 Std Bahnfahrt pro Arbeitstag und die Kosten für das ÖPNV-Ticket dazu kämen.

Es gibt in DE tatsächlich Berufe wo man als LAN mehr verdient, wie als Festangestellter! Fachkräftemangel? HA!

Mutti war übrigens vor Kurzem in Essen auf einem Kongress als Gastrednerin eingeladen und hat da was von wegen " Wohlstand für alle" gesabbelt. Jedesmal wenn sie so was von sich gibt, frage ich mich, ob ihr Mann der ehemalige Chemielehrer (ich weiß er war Uni-Prof) zu viel Zeit hat und jetzt ein Wohnmobil auf dem Parkplatz der Kanzleramts steht. Es würde erklären warum unsere Regentin manchmal so komisch drauf ist und woher der Volker Beck sein Crystal Meth bezieht.
__

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird. (Winston Churchill)

Mach dir deine eigenen Götter und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken. (Epikur)

Bedenke stets, daß alles vergänglich ist; dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein. (Sokrates)
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Alt 12.07.2017, 16:56   #6
Katzenstube
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Standard AW: Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Boah Vizekanzler,
da haut es mich jetzt um... Wie lange sind diese großzügigen Gehälter her, zumindest mal zu Euro-Zeiten, wie ich das lese....

Gruß von Katzenstube
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Alt 12.07.2017, 17:18   #7
bla47
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Standard AW: Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Und nach der Festanstellung gibt es auf Wunsch bei Bedürftigkeit im 1. Leihmonat noch H4, incl. GEZ Befreiung, Mobilpass, Tafel Ausweis usw. Schließlich gibt es erst als Leihotto den 1. Lohn im Folgemonat.
So ist das wohl gemeint mit "lohnt sich". Aber Augen auf bei der Berufswahl. Das Gesamt Jahres Brutto muss betrachtet werden. Leiharbeiter bekommen -wenn überhaupt- Urlaubs und Weihnachtsgeld nur in homöopathischen Dosen. Geschweige denn andere Leckerbissen.
bla47 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2017, 18:51   #8
Professor Bondi
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Standard AW: Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Zitat von bla47 Beitrag anzeigen
Aber Augen auf bei der Berufswahl. Das Gesamt Jahres Brutto muss betrachtet werden. Leiharbeiter bekommen -wenn überhaupt- Urlaubs und Weihnachtsgeld nur in homöopathischen Dosen. Geschweige denn andere Leckerbissen.
Genau das - "Augen auf bei der Berufswahl" - hat eine Bekannte von mir auch gesagt.

Lehrerin, 56, geht mit 3.000 EUR nach Hause. Netto.
Professor Bondi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2017, 11:54   #9
Maximilian32
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Standard AW: Überlastete Pfleger flüchten in die Leiharbeit

Zitat von Professor Bondi Beitrag anzeigen
Genau das - "Augen auf bei der Berufswahl" - hat eine Bekannte von mir auch gesagt.

Lehrerin, 56, geht mit 3.000 EUR nach Hause. Netto.
Und wie soll man das jetzt genau verstehen dürfen?
(Mein Vater hat da über das Jahr mehr verdient (LSK3) und er ist kein Akademiker und hat auch kein Abitur.)

PS: Meine Cousine ist Lehrerin, findet aber keine Arbeit.
Die Mutter meiner Cousine hat eine leitende Position bei einer Bank, bei dieser Bank arbeitet jetzt meine Cousine.

Eine Bekannte der Familie arbeitet in England für einen großen Automobilkonzern im Vertrieb und verdient sehr gutes Geld.
Sie hat keine abgeschlossene Ausbildung.

PSS: Und das denke ich mir nicht aus.
Zitat von Katzenstube Beitrag anzeigen
da haut es mich jetzt um... Wie lange sind diese großzügigen Gehälter her...
Wenn du das so meinst, wie ich das verstehe, dann kann ich dir von einer - Steuerfachangestellte berichten, die lange keine 1800€ Brutto hatte.
Und "jetzt" verdient sie als Steuerfachwirt weniger als du wahrscheinlich glauben wirst aber mehr als 1800€ Brutto, mit 1400€ hat sie damals angefangen.

Sie hat ein gutes Abitur und alle anderen Prüfungen wurde auch gut überstanden.

EDIT: Und ich stimme zu, LA kann sich unter bestimmten Bedingen LEIDER rein finanziell mehr lohnen, als eine Anstellung bei einer richtigen "Firma". Habe ich selber durch. Freund von mir ist Elektriker und derzeit als E-Helfer bei einer ZAF und bekommt 12€ die Stunde (alle Stunden werden gezahlt, auch Überstunden) plus Auslöse (24€ für jeden Kalendertag), Fahrtkosten werden übernommen. Hier in der Region war keine Firma bereit 12€ zu zahlen, für einen gesuchten Elektriker, letztes Angebot waren 1650€ Brutto.

Schon vor Jahren war mein Bruder, mein Schwager und zwei Freunde über ein ZAF auf Montage und habe da mehr verdient als in einem "ortsansässigen" Betrieb. Diese Tatsache ist zwar selten, sie gibt es aber.

Geändert von Maximilian32 (13.07.2017 um 12:41 Uhr)
Maximilian32 ist offline   Mit Zitat antworten
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