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Alt 02.05.2017, 01:05   #1
XxMikexX
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XxMikexX
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Standard Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat:
Eine weltweite Umfrage zeigt: In kaum einem anderen Land wissen Bewerber so wenig über ihre künftigen Verdienstmöglichkeiten wie in Deutschland. Gut informiert sind die Deutschen in anderen Bereichen.
https://www.welt.de/wirtschaft/artic...tschancen.html


Wieder ein Beispiel für Umfragen und ihren Sinn. Dämlicher Artikel zu einem spannenden Thema.

In Deutschland sind Verdienstfragen praktisch Geheimsache!

In Stellenangeboten findet man genau Null Informationen darüber!

Bei den "Angeboten" der "Jobcenter" auch nicht! Man soll fragen, befindet sich dann aber schon im Bereich wo Sanktionen kommen können, wenn der Arbeitgeber diese unverschämten Fragen nach Lohn beanstandet!


Wenn man Stellenangebote in den USA oder GB sieht, da wird meist selbstverständlich die Verdienstspanne genannt.


Nach meiner Meinung gehört zum Stellenangebot auch das Lohnangebot, sonst ist das kein Angebot sondern eine Verarschung!
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Alt 02.05.2017, 05:53   #2
Vladimi
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von XxMikexX Beitrag anzeigen
Nach meiner Meinung gehört zum Stellenangebot auch das Lohnangebot, sonst ist das kein Angebot sondern eine Verarschung!
Einerseits richtig. Ein Stellenangebot ohne Nennung des Verdienstes ist eigentlich sinnlos.

Andererseits: "Über Geld spricht man nicht!" Es gibt kaum einen Menschenschlag wie die Deutschen, die so eisern schweigen, wenn es um Verdienst und Vermögen geht.
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Alt 02.05.2017, 06:05   #3
Katzenstube
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

des weiteren wird oft - gerade vor dem Vertrag viel (ver-)gesprochen, im Vertrag könnte es anders aussehen und was die Realität zeigt, ist dann oftmals noch mal was anderes.

Was hilft es mir zu wissen, was wo vielleicht gehaltlich gehen würde, wenn ich richtig pokere, wenn ich dann aber beim pokern verliere und wieder die Mobber an der Backe habe???

Ich gehöre nicht zu denjenigen, die sich den Job aussuchen können.

Gruß von Katzenstube
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Alt 02.05.2017, 16:17   #4
Vizekanzler
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Stimmt, es ist nervig, wenn in den Stellenangeboten kein Gehalt steht. Allerdings würde ich mich grundsätzlich an die Tarife der Gewerkschaften halten. Mein Tipp: Das Tarifregister der Hans-Böckler-Stiftung.

Daneben gibt es noch etliche Informationsmöglichkeiten im Internet:

Gehaltsvergleich.de

Lohnspiegel.de

Gehalts-Check.de

Eins noch zum Schluss: Personaler zählen in Deutschland zu den unbeliebtesten Berufsgruppen und das zu recht! Denkt nur mal an die Vertriebsdisponenten der ZAF, die fallen auch unter Personaler. Und wer kennt nicht die wichtigste Frage der ZAFen: "Was müssen sie denn haben?" Es wird niemals gefragt: "Was möchten Sie denn verdienen?"

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Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird. (Winston Churchill)

Mach dir deine eigenen Götter und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken. (Epikur)

Bedenke stets, daß alles vergänglich ist; dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein. (Sokrates)
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Alt 02.05.2017, 16:34   #5
Katzenstube
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

In meiner Region wird grundsätzlich nicht nach Tarifvertrag gezahlt.

Gruß von Katzenstube aus Ba-Wü
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Alt 02.05.2017, 17:02   #6
Andrew Sarchus
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von Katzenstube Beitrag anzeigen
In meiner Region wird grundsätzlich nicht nach Tarifvertrag gezahlt.

Gruß von Katzenstube aus Ba-Wü
Was dich nicht hindern sollte den Tarifvertrag der Gewerkschaften als Verhandlungsbasis zu nehmen. Gerade in deiner Region, Baden-Württemberg, werden doch angeblich so dringend Fachkräfte gesucht. Ist dieser Tarifvertrag den Unternehmen zu teuer, stimmt meiner Meinung nach etwas nicht mit deren Geschäftsmodell. Oder die Personaler sind, wie sehr oft, komplette Arsxhlöcher.

Man muss vom Gehalt/Lohn auch leben können!
_
Andrew Sarchus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2017, 17:30   #7
arbeitsloskr
 
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von XxMikexX Beitrag anzeigen
Nach meiner Meinung gehört zum Stellenangebot auch das Lohnangebot, sonst ist das kein Angebot sondern eine Verarschung!
Wollte Frau Schwesig diesen Punkt nicht generell einführen, dass in Ausschreibungen die tatsächlich gezahlte Vergütung genannt wird?
arbeitsloskr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2017, 17:51   #8
pinguin
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von XxMikexX Beitrag anzeigen
Nach meiner Meinung gehört zum Stellenangebot auch das Lohnangebot, sonst ist das kein Angebot sondern eine Verarschung!
Freilich erst einmal ungeminderte Zustimmung.

Aber; oft ist die wöchentlich zu leistende Stundenzahl angegeben, auf Basis dessen man sich grob errechnen könnte, wenn man wollte, was man bei Annahme dieses Jobs etwa am Monatsende als Monatslohn herausbekommen würde.

Zumindest der bei Neuabschlüssen offiziell nicht zu unterschreitende bundesgesetzliche Stundenmindestlohn darf ja durchaus als gesetzt gelten.

Weiterhin darf man bitte berücksichtigen, daß sich viele Unternehmen aus wettbewerbstechnischen Gründen hüten werden, die tatsächlich gezahlten Löhne zu veröffentlichen, wenn diese über dem bundesgesetztlichen Stundenmindestlohn liegen, könnte das nämlich durchaus dazu führen, daß die meist unliebsame Konkurrenz Leute einschleust, die Leumund, Auftragslage, Lohngefüge einer gut gehenden, hohe Löhne zahlenden Firma langfristig zum eigenen Vorteil zu drücken versuchen.

Hier ist also immer Obacht gegeben.

Über gesetzliche Auflagen, die für alle in der Branche gelten, darf freilich immer geredet werden.
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
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Alt 02.05.2017, 22:33   #9
Zeitkind
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von XxMikexX Beitrag anzeigen
Bei den "Angeboten" der "Jobcenter" auch nicht! Man soll fragen, befindet sich dann aber schon im Bereich wo Sanktionen kommen können, wenn der Arbeitgeber diese unverschämten Fragen nach Lohn beanstandet!
Soll er ruhig beanstanden. Ohne Angabe der Entlohnungshöhe kann ich ein Stellenangebot doch garnicht auf Zumutbarkeit prüfen.
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Alt 03.05.2017, 01:26   #10
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von Aufgewachter Beitrag anzeigen
Ohne Angabe der Entlohnungshöhe kann ich ein Stellenangebot doch garnicht auf Zumutbarkeit prüfen.
Das ist doch ohne Bedeutung.

Angaben über den Verdienst sind die absolute Ausnahme. Viele dieser unbestimmten Stellenangebote enthalten eine Rechtsfolgebelehrung. Man wird also genötigt sich darauf zu bewerben, ob zumutbar oder nicht.
XxMikexX ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2017, 08:13   #11
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Eine Bewerbung ist das eine, aber jeder Lohn ist auch nicht für jeden machbar.

Wenn Kinder im "Spiel" sind, dann muß man auch auf eine standesgemäße Bezahlung pochen.

Wenn einer Kindesunterhalt zahlen muß, macht er sich sogar strafbar(wenn die Bezahlung deutlich schlechter ist als Tarif!).

Ich informiere mich im Vorfeld sehr genau nach den Lohnspiegel und behalte auch meine "Ansicht" im Vorstellungsgespräch.

Der Spruch: "Hauptsache Arbeit" finde ich eher peinlich im Jahr 2017.
Matt45 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2017, 16:48   #12
Gehatzter
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Gehatzter Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von Vladimi Beitrag anzeigen
Andererseits: "Über Geld spricht man nicht!" Es gibt kaum einen Menschenschlag wie die Deutschen, die so eisern schweigen, wenn es um Verdienst und Vermögen geht.
Bei einem Drittel der Erwerbstätigen ist das auch besser so, mehr als von der Hand in den Mund leben ist da nicht mehr möglich.
Gehälter sind in Deutschland winzig, Faustregel, vergleichbarer Tarifstundenlohn der IG Metall - 35 Prozent sind heute schon gut, viele müssens für noch viel weniger tun und dann kommt noch der Staat, greift die Sozialbeiträge ab und ein Taschengeld bleibt übrig. Finanzielle Unmündigkeit von der Geburt bis in den Tod für den deutschen Pöbel ist das angestrebte Modell der hier ansässigen Eliten.
Gehatzter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2017, 17:12   #13
Vladimi
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Das sieht schon anders aus....

Geändert von Curt The Cat (03.05.2017 um 19:26 Uhr) Grund: Grafik entfernt ... schon mal was vom Urheberrecht gehört?
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Alt 04.05.2017, 00:15   #14
Zeitkind
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Einerseits wirfst Du eine schwammige Formulierung in den Raum;
Zitat von XxMikexX Beitrag anzeigen
Man soll fragen, befindet sich dann aber schon im Bereich wo Sanktionen kommen können...
Stellst dann aber meine dafür formulierte Abhilfe infrage:
Zitat von XxMikexX Beitrag anzeigen
Das ist doch ohne Bedeutung.
Zitat von XxMikexX Beitrag anzeigen
Man wird also genötigt sich darauf zu bewerben, ob zumutbar oder nicht.
Es geht hier nicht um die Nötigung, sich zu bewerben, sondern um Durchsetzung von Verhandlungsansprüchen, wenn man sich bewirbt.
Bietet mir der AG keinen Lohn an, dann ist die Stelle für mich definitiv unzumutbar, weil nicht verhandelbar. Aus dem §10 SGB II ergibt sich das Recht, Arbeitsangebote auf Zumutbarkeit zu prüfen. Legt ein AG spätestens beim Vorstellungsgespräch nicht die Karten auf den Tisch, kann ich den Abbruch der Verhandlungen wegen fehlender Gegenleistung als wichtigen Grund anführen. Damit habe ich die Stellenannahme nicht abgelehnt. Mir ist schon bekannt, daß die Zumutbarkeitsregeln den Erwerbslosen in seinem Recht auf Vertragsfreiheit angreifen. Aber auch Vermittlungsvorschläge unterliegen nach bisheriger Rechtsprechung einem Bestimmtheitsgebot. Dazu zählt z.B. auch die Angabe der zu erwartenden Entgelthöhe. Schaue Dir hier mal bitte unter der Überschrift "Bestimmtheitsgebot eines Vermittlungsvorschlages" die entsprechenden Urteile bzw. Beschlüsse an. Vorbehalten sind Sanktionen in solchen Sachverhalten nur denen, die sich bei einer Vorstellung unklug verhalten oder sich grundsätzlich nicht wehren.
Zeitkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2017, 09:54   #15
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von Aufgewachter Beitrag anzeigen
Legt ein AG spätestens beim Vorstellungsgespräch nicht die Karten auf den Tisch, kann ich den Abbruch der Verhandlungen wegen fehlender Gegenleistung als wichtigen Grund anführen. Damit habe ich die Stellenannahme nicht abgelehnt.
Das ist doch ein juristischer Drahtseilakt. Als Bewerber, erst recht als ELO, hat man eine sehr schwache, kaum vorhandene Verhandlungsposition.

Wie soll das denn in der Praxis funktionieren?

Beim Vorstellungsgespräch fragt man nach dem Verdienst. Der Arbeitgeber weicht aus und sagt das dies zu einem späteren Zeitpunkt besprochen wird.
(Schon oft erlebt, der spätere Zeitpunkt kann auch ein 2. Gespräch sein)

Und nun? Soll man das Gespräch und die Bewerbung abbrechen?
Oder anders gefragt, wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?
Irgendwann wird der Arbeitgeber ja mit der Information kommen, spätestens wenn ein Arbeitsvertrag vorgelegt wird.

Bei Abbruch riskiert man eine Sanktion, ob man die durch Widerspruch/Klage mit der o.g. Begründung abwenden kann? Es muß jeder wissen ob er das riskieren will.


Das Bestimmtheitsgebot eines Vermittlungsvorschlages ist mir bekannt, aber was nutzt es?

99% aller Stellenangebote des JC verstoßen dagegen!
XxMikexX ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2017, 14:51   #16
dagobert1
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Hauptsache Arbeit - Wer braucht da noch Gehalt?
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Alt 04.05.2017, 16:59   #17
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von XxMikexX Beitrag anzeigen
Beim Vorstellungsgespräch fragt man nach dem Verdienst. Der Arbeitgeber weicht aus und sagt das dies zu einem späteren Zeitpunkt besprochen wird.
(Schon oft erlebt, der spätere Zeitpunkt kann auch ein 2. Gespräch sein)

Und nun? Soll man das Gespräch und die Bewerbung abbrechen?
Oder anders gefragt, wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?
Hallo XxMikexX,

in den meisten VG, sofern diese nicht abrupt abgebrochen werden, kommt es gegen Ende zu der Frage seitens AG, ob noch Fragen offen sind. Das wäre dann bspw. einer der Zeitpunkte, wo man die Frage nach der Vergütung stellen kann.

Selbst bei den schlechtesten ZAF wurde, meinen eigenen Erfahrungen nach, diese Frage immer beantwortet, zwar nicht nie mit der Antwort, die ich hören wollte, aber die Angabe der Vergütung gab es.

Wenn nun also ein AG meint, meiner Frage nach der Vergütung auszuweichen, würde ich freundlich, aber bestimmt, die Frage stellen, wieso AG meiner Frage ausweicht.

Wie @Aufgewachter erwähnt, ist der Trick dabei eine "positive" Gesprächsführung seitens des/der Bewerbers/in. Man führt VG zielgerichtet und bestimmt in der Sache, aber dennoch positiv und freundlich formuliert. Ich weiß, dass das für viele schwierig sein mag, aber man kann es lernen und man sollte es regelmäßig, besonders vor VG, in Rollenspielen üben, wobei eine Person die Rolle des "fiesen" AG übernimmt. So kann man mit einiger Übung erkennen, wie man dennoch an sein eigenes Ziel kommt, die Vergütung zu erfahren, ohne dabei "negativ" zu wirken und eine Sanktion zu riskieren.

Gleiches gilt selbstverständlich auch für den Punkt der generellen Vergütungsverhandlung. Wobei man dafür auch entsprechende Belege für die eigene Einkommensvorstellung haben sollte, bspw. durchschnittliche Branchenwerte, Tarifverträge usw., denn damit lässt es sich leichter argumentieren, auch für sich selbst ;)
arbeitsloskr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2017, 17:08   #18
Andrew Sarchus
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von Aufgewachter Beitrag anzeigen
Soll er ruhig beanstanden. Ohne Angabe der Entlohnungshöhe kann ich ein Stellenangebot doch garnicht auf Zumutbarkeit prüfen.
Wahrscheinlich werden im Jobportal ganz gerne Stellenangebote ohne Gehaltsangebot eingestellt, weil viele Angebote sonst direkt sittenwidrig wären.
Laut DGB sind Löhne sittenwidrig:
Zitat:
Löhne sind in der Regel sittenwidrig, wenn sie weniger als Zwei Drittel des orts- und branchenüblichen Tariflohns betragen. Ändert der gesetzliche Mindestlohn daran etwas? Können Löhne über 8,50 Euro künftig auch noch "sittenwidrig" sein?
Haben die Urteile des Bundesarbeitsgerichts zur Sittenwidrigkeit der Löhne auch noch Bestand, wenn das Mindestlohngesetz in Kraft ist? Also kann man sich noch auf Sittenwidrigkeit berufen, auch wenn der Lohn über 8,50 Euro pro Stunde liegen sollte?

Ja, davon gehen die Experten aus. Als sittenwidrig gelten Löhne dann, wenn sie weniger als Zwei Drittel des orts- und branchenüblichen Tariflohns betragen, auch wenn sie dabei über dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro liegen.
Gesetzlicher Mindestlohn geht auf jeden Fall vor Sittenwidrigkeits-Grenze

Wenn etwa in einem Wirtschaftszweig ein Tariflohn von 14 Euro üblich ist, wären Arbeitslöhne unter 9,33 sittenwidrig. Aber ganz gleich, wo nach bisheriger Rechtsprechung die Sittenwidrigkeits-Grenze liegt: unter 8,50 Euro darf der Lohn (außer in den Fällen mit Ausnahmen/Übergangsfristen) nicht betragen, da der gesetzliche Mindestlohn ab 1. Januar 2015 eine untere Haltelinie zieht: Wenn also ein Tariflohn von 9 Euro ortsüblich ist – die Sittenwidrigkeit also bei weniger als 6 Euro beginnen würde - ist dennoch der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro fällig.
Würde mich nicht wundern, wenn es eine interne Dienstanweisung des AfA gibt, nur unter Zwang Löhne/Gehälter im Jobportal einzutragen.

Ich bleibe bei meinem Vorschlag: Verhandlungsbasis ist der Tarif der Gewerkschaften. Für die Unternehmen die nicht gebunden sind plus einem Aufschlag von 15-20%. Der Personaler darf sich gerne erleichter fühlen, wenn er mich bei der Gehaltsverhandlung auf Tarif runterdrückt.
Andrew Sarchus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2017, 19:27   #19
Zeitkind
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von Andrew Sarchus Beitrag anzeigen
Zitat:
Wenn also ein Tariflohn von 9 Euro ortsüblich ist – die Sittenwidrigkeit also bei weniger als 6 Euro beginnen würde - ist dennoch der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro fällig.
Nicht für den Langzeitarbeitslosen. Der wird schon gewohnheitsmäßig vom Gesetzgeber offen diskriminiert bzw. ausgeliefert.
Zitat von Mindestlohngesetz (MiLoG) § 22 Persönlicher Anwendungsbereich
(4) Für Arbeitsverhältnisse von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die unmittelbar vor Beginn der Beschäftigung langzeitarbeitslos im Sinne des § 18 Absatz 1 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch waren, gilt der Mindestlohn in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung nicht.
Zeitkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2017, 16:35   #20
Andrew Sarchus
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von Aufgewachter Beitrag anzeigen
Nicht für den Langzeitarbeitslosen. Der wird schon gewohnheitsmäßig vom Gesetzgeber offen diskriminiert bzw. ausgeliefert.
Zitat:
§ 22 Persönlicher Anwendungsbereich
(4) Für Arbeitsverhältnisse von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die unmittelbar vor Beginn der
Beschäftigung langzeitarbeitslos im Sinne des § 18 Absatz 1 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch waren,
gilt der Mindestlohn in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung nicht. Die Bundesregierung hat den
gesetzgebenden Körperschaften zum 1. Juni 2016 darüber zu berichten, inwieweit die Regelung nach Satz 1 die
Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt gefördert hat, und eine Einschätzung darüber
abzugeben, ob diese Regelung fortbestehen soll.
Was ist eigentlich am 1. Juni 2016 passiert? Wird die Regelung fortbestehen?

Meiner Meinung nach verhinderte das eher die Aufnahme von Arbeit, denn wer will schon arbeiten, wenn er trotzdem aufstocken muss?
Andrew Sarchus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2017, 21:57   #21
dagobert1
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat:
Aus Sicht der Bundesregierung gibt es damit unter den bestehenden Rahmenbedingungen weder zwingende Gründe für eine Beibehaltung der Regelung noch zwingende Gründe für eine Abschaffung. Angesichts der Unsicherheiten über die weiteren Entwicklungen der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in den kommenden Jahren hält es die Bundesregierung jedoch für sinnvoll, Arbeitgebern weiterhin Anreize zu geben, Langzeitarbeitslosen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Bundesregierung empfiehlt daher, zum jetzigen Zeitpunkt keine gesetzlichen Änderungen vorzunehmen. Nach Auffassung der Bundesregierung soll die weitere Entwicklung jedoch beobachtet und gegebenenfalls eine erneute Evaluation unter veränderten Bedingungen durchgeführt werden.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/111/1811118.pdf

http://doku.iab.de/forschungsbericht/2016/fb0816.pdf
http://doku.iab.de/kurzber/2016/kb2316.pdf
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Alt 06.05.2017, 23:15   #22
en Jordi
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Zitat von Katzenstube Beitrag anzeigen
In meiner Region wird grundsätzlich nicht nach Tarifvertrag gezahlt.

Gruß von Katzenstube aus Ba-Wü
Es gibt dort doch auch tarifgebundene Betriebe?!

Es geht aber nicht nur ums Gehalt, sondern auch um Arbeitszeiten, Urlaubstage, Zulagen, Sonderzahlungen, Lohnsteigerung etc. Das muss man alles mühsam selbst aushandeln, wenn es keinen Tarif gibt.
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Alt 07.05.2017, 00:12   #23
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Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Das muss man alles mühsam selbst aushandeln, wenn es keinen Tarif gibt.
Viel Vergnügen.

Die Zeitbude sagt:

"Wir bieten ihnen Mindestlohn + 50 Cent an, Zusatzleistungen gibt es nicht! Nehmen sie an oder nicht?

Draußen warten noch 20 Andere, die den Job haben wollen"


Antwort der Verhandlungsspezialisten?


PS: Die +50 Cent sind schon ein Entgegenkommen!

Geändert von XxMikexX (07.05.2017 um 00:25 Uhr)
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Alt 07.05.2017, 10:41   #24
en Jordi
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Standard AW: Viele Deutsche ahnungslos über Gehaltschancen

Mit Leihbuden habe ich nix am Hut.

Ich kann es mir sparen zu verhandeln, da ich nicht mehr von einem höheren Lohn profitieren kann (Aufstocker).

Ob ich mehr oder weniger in der Tasche habe, liegt alleine am Gesetzgeber. In den letzten Jahren war es leider weniger.
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Alt 07.05.2017, 10:46   #25
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Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Es gibt dort doch auch tarifgebundene Betriebe?!

Es geht aber nicht nur ums Gehalt, sondern auch um Arbeitszeiten, Urlaubstage, Zulagen, Sonderzahlungen, Lohnsteigerung etc. Das muss man alles mühsam selbst aushandeln, wenn es keinen Tarif gibt.
Eben.

Ich bin vor 30 Jahren gewechselt aus einem Betrieb mit 17 DM /h in einen tarifgebundenen Betrieb mit 15,88 DM/h.

Ich hatte damals das Gefühl die schmeissen mich tot mit Zulagen und habe viel mehr netto verdient.

30 Jahre her! Unglaublich was heutzutage los ist.
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