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Alt 15.02.2017, 23:18   #1
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Kaleika Kaleika Kaleika Kaleika Kaleika Kaleika Kaleika Kaleika
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Standard Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Zitat:
Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel
2. Februar 2017 Tom Wellbrock 81 Kommentare
Hartz-IV ist – in welcher Form auch immer – regelmäßig Thema in den Medien und in der Politik. Doch wer nicht selbst betroffen ist, schiebt es gern beiseite. Das ist nicht gut und nicht klug, denn dahinter steht ein Prinzip, das jeden treffen kann – früher oder später.
(...)
Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel ? neulandrebellen
__


Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner persönlichen Meinung und meinen Erfahrungen, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar!




Lieber Gruß von Kaleika
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Alt 16.02.2017, 09:01   #2
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flandry
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Depressionen glaube ich nicht:
Passivität schon. Das gilt aber auch für Rentner und die in einem Arbeitsverhältnis stehende Bevölkerung.

Ruhe ist angeblich die erste Bürgerpflicht. icon_pfeiff:.
Woanders heisst es: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. icon_pfeiff:.
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Alt 16.02.2017, 10:40   #3
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Ich finde schon, dass das depressiv und krank macht!

Du führst als Bedürftiger kein wirklich eigenständiges Leben mehr, ohne das es von irgendwelchen Fallmanagern, die man vorher nicht kennt, in irgendeiner Art und Weise fremdbestimmt wird.

Es ist zwar nicht erniedrigend, wenn man zu solchen Gesprächen (Meldeterminen) eingeladen wird, aber auch nicht wirklich zielführend. Diese Gespräche (so nahm ich meinen letzten Meldetermin von vor paar Tagen wahr) dienen nicht dazu, dich in Arbeit zu vermitteln, sondern dazu dich auszuhorchen. Auszuhorchen, ob man nicht irgendwo noch Millionen auf den Cayman Inseln gebunkert hat und ob man nicht irgendwie den Staat um Kohle prellt.

Mich setzen solche Gespräche im Vorfeld immer massiv unter Druck und das belastet mich dann Tage vorher enorm. Besonders wenn man dann vor Ort im Wartebereich sitzt und seinen neuen Fallmanager ins Büro zum Kollegen gehen sieht und dann Sätze wie:

"... und wenn er Probleme bereitet dann schmeiss ihn raus!"

"... ja einfach rausschmeissen, wenn er nicht will, dann drückst du auf den Knopf und die Polizeit kommt sofort!"

"... wenn er handgreiflich werden sollte, dann rufst du sofort zu Hilfe und wir kommen dann und helfen dir!"

fallen... Na dann prost Mahlzeit!

Das sind doch keine Gesprächsgrundlagen mehr auf Augenhöhe... 90% der Gesprächszeit diente dazu, mich auszuhorchen... 10% dazu um bissle über Arbeit zu philosophieren... Arbeit die es eh nicht gibt...

Das kann es doch nicht sein!

Weiter geht's dann, wenn man zu Hause sitzt und sich täglich Gedanken über das "Wie geht's weiter" macht. Jeden Tag dreht sich der Kreis um dieses Thema... Man vergisst, dass es noch eine Welt da draußen gibt...

Man möchte sich selbsständig machen, hat aber Angst diejenigen zu Fragen, die eigentlich dafür geschult sein müssten... Wohl wissen, dass sie einen nur Konterkarieren...

Du selbst sitzt zu Hause und fühlst die fast gelähmt, weil die Gesetze des SGB2 eigentlich jedes Vorwärtskommen konterkarieren...

Das ist ein Teufelskreis... Sehr schlimm auch, dass 2006/2007 eine Zwangskrankenversicherung auf die Menschen aufgebürdet wurde... Du bist ja schon alleine wegen der KV dazu genötigt und gezwungen, dich in diesen Kreislauf aus ALG2 zu begeben...

Statt den Arbeitsmarkt aufzubrechen und die kaputten HartzIV Regelungen zu moderninisieren, wird stattdessen die Leine sogar noch ein Stückchen weiter angezogen und die Menschen noch weiter unter Druck gesetzt...

Mir kann doch keiner erwzählen, dass diese Methoden gesundheitsförderlich sind...

Ein HartzIV-System, welches ursprünglich mal "gute Intentionen" hatte, wurde durch behördliche Inkompetenz zu einem "wir suchen Sozialbetrüger" System umgekrempelt. Ein System, welches überhaupt keinerlei Kompetenzen zur Arbeitsvermittlung hat...

... dafür dann Fragen wie:

"Sie wohnen bei Ihren Eltern.... Haben die ein großes Haus ?" (Ja ich fahre morgens mit dem Bus ins Badezimmer).

"Ihre Einlagerungskosten der Möbel ist ja ganz schön hoch... Sind Ihre Möbel das überhaupt wert ?" (Ja ich könnte mir ja auch eine Wohnung mieten und alles dort reinstellen, das würde Ihnen wesentlich mehr Kosten verursachen) [Ich habe das wirklich so als Antwort geliefert].

"Sie sind ohne Hilfe des Jobcenters selbstständig.... Woher kommt das Geld, wie finanzieren Sie das ? Sie wissen, dass sie nur bis zur Grenze des Freibetrags verdienen dürfen ?" (Ja also, ich habe da mehrere Schwarzkonten auf den Cayman Inseln und bin international groß im Drogengeschäft tätig).

Das ganze Gespräch began mit "Herr XXX ich bin Ihre neue Fallmanagerin und würde sie gerne im Rahmen des Erstgesprächs kennenlernen (aushorchen)".

Über Arbeit... Kenntnisse, Kompetenzen, Vermittlung und Co.... Ich kann mich kaum erinnern, dass dieses Thema tiefgreifend erörtert wurde.

Du kommst dann mit einem flauen Gefühl in der Magengegend nach Hause... schläfst die Nacht sehr unruhig, da dir das Gespräch nicht aus dem Kopf geht.... am nächsten Morgen ist man total gereizt, kaputt, müde...

Ich kann mir ernsthaft nicht vorstellen, dass das irgendwann und irgendwie besser wird...

Alleine schon die Flyer, die auf dem kleinen Tisch im Wartebereich ausgelegt wurden: "Was tun bei Zwangsheirat", "Was tun bei Drogenproblemen", "Was tun bei Spielsucht", "Was tun bei Alkoholsucht" und Co... lassen schon darauf schließen, dass man in eine spezielle Richtung stigmatisiert. Man tut nichts, um das Bild des ALG2 Systems in der öffentlichkeit zu verbessern - Nein, man arbeitet sogar hin, die manifestierten Gedanken der Bevölkerung mit solcher Auslegeware zu unterstützen... "Der faule Suffkopp von Hartzer". Das z.B. letztes Jahr nur 560.000 offene Stellen an die AfA gemeldet wurden und man 2.5 mio ALG1 und ca 5.0 mio ALG2 Leute hat, die man unschwer kaum auf so eine Zahl von offenen Stellen verteilen kann... Das kommt nicht in den Sinn...
__

"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
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Alt 16.02.2017, 11:28   #4
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en Jordi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Alleine durch die Tatssache, dass man von Sozialleistungen abhängig ist, wird man m.E. nicht depressiv. Da kommt vieles zusammen, sage ich als Betroffener.

Wer sagt denn, dass man als kranker Mensch sich passiv verhalten muss? Wenn man einmal entsprechend durch Gutachter eingestuft wurde, ist es mit dem Zwang ohnehin vorbei. Medizinischen Fakten haben die SB nicht entgegenzusetzen und welche AG stellen schon Kranke oder Behinderte ein?

Man muss halt sehen, wo es sich lohnt, sich zur Wehr zu setzen und wo man einfach das Geschwafel der SB ignorieren kann. Das Misstrauen ist ja auf beiden Seiten vorhanden. Wir müssen lernen, uns nicht selbst verrückt zu machen. Am System ändern können wir doch nichts oder nicht viel ...
__

paranoid querulatorisch
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Alt 17.02.2017, 12:38   #5
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HartzVerdient Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Alleine durch die Tatssache, dass man von Sozialleistungen abhängig ist, wird man m.E. nicht depressiv.
Das mag durchaus sein! Allerdings stelle dir mal folgende Situation vor (ich spreche jetzt von meinen persönlichen Erlebnis von vor paar Tagen).

Du kommst 15 mins vor Meldetermin ins Jobcenter deiner Optionskommune und nimmst auf den Stühlen im Wartebereich platz. Deine neue Fallmanagerin kommt aus ihrem Büro und geht in ein Büro schräg gegenüber von deinem Sitzplatz (ca 1-2m entfernt). Du bekommst das ganze Gelaber hinter der Tür mit.

Ein weiterer Mitarbeiter (vermutlich die Standortleitung des Jobcenters, da die Stimme wesentlich älter klingt und dieser sein Büro genau daneben hat) haut dann solche Sprüche heraus, wie ich sie weiter oben zitiert habe. Da wird einem dann dennoch richtig schlecht als Bedürftiger.

Man wird als Ausländer jetzt nicht nur als "Empfänger von Sozialleistungen" (ALG2) abgestempelt, sondern bekommt zeitgleich noch den Stempel als "potentieller Gefährder" (Wegen den Anschlägen im Freien und einigen Übergriffen in den Jobcentern) auf die Stirn genagelt.

Das macht mich wirklich fertig! Auch Tage nach dem Gespräch fühle ich mich vollkommen vor den Kopf gestoßen. Ich sehe auch keine Möglichkeit (bzw. Sinn) einer Beschwerde bzw. Handlungsmöglichkeiten.

Ich kann ja nix dafür das ich krankheitsbedingt meinen Job an den Nagel hängen musste. Macht mich das zum "potentiellen Gefährder" ? Denen liegt doch mein Lebenslauf vor, daraus lässt sich entnehmen, dass ich einst "Ü3 Sicherheitsüberprüft" wurde und daneben noch eine "Developed Vetting" besitze.

Diese zwei Überprüfungen werden nicht wie "Pommes" verteilt, da geht's ins Eingemachte. Man erhält die "Klärung" nur, wenn man absolut "sauber" ist. Wäre ich ein potentieller Gefährder oder Dschihadist, dann wäre das was anderes... Bin ich ja nicht... Schon garnicht, wo ich doch gebürtig in der BRD auf die Welt kam und aufwuchs. Mein ganzes Leben hier verbrachte, als Zeitsoldat diente und mir nie etwas zu Schulden kommen ließ...

... und dann kommt so ein Fatzke aus dem Jobcenter und labert so einen schei*s im Büro - Wo die Kunden vor der Tür alles mitbekommen ...

Wer so denkt, der sollte nicht im Jobcenter arbeten! Wer von den "Kunden" kein Gegenwind verträgt, sollte dort auch nicht arbeiten! Das ist keine Arbeit, der Arbeit willen (hauptsache wir haben was), sondern Arbeit für qualifizierte Menschen, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben und sich auch mit "Deeskalationsmethoden" auskennen. Wer so denkt, der sollte lieber keine "Kunden" einladen und einfach nur die Kohle zahlen und gut.

Davon wird man krank... Weil's belastet...
__

"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
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Alt 17.02.2017, 15:02   #6
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musiker01 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Bitte beachten ...!

https://www.elo-forum.org/technische...egen-mehr.html

Geändert von Curt The Cat (18.02.2017 um 11:05 Uhr)
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Alt 17.02.2017, 15:17   #7
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Bananenbieger
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Wenn die SB doof fragt, ob Du Geld gebunkert hast, dann frage sie, ob sie auch zu denen gehört, die betrügen und ihr Geld auf Malta bunkern?
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Alt 17.02.2017, 18:23   #8
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en Jordi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Zitat von HartzVerdient Beitrag anzeigen
Das macht mich wirklich fertig! Auch Tage nach dem Gespräch fühle ich mich vollkommen vor den Kopf gestoßen. Ich sehe auch keine Möglichkeit (bzw. Sinn) einer Beschwerde bzw. Handlungsmöglichkeiten.
Das sind auch nur Menschen mit Vorurteilen und Stammtischmeinungen, oft wohl nicht besonders helle, wenn man solche Äußerungen hört.

Ich würde mich dennoch beschweren. Behördenmitarbeiter haben eine besonders sensible Funktion inne und müssen ihre persönliche Meinung zurückstellen. Sie sollen den Menschen dienen und sie nicht pauschal beleidigen.
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Alt 17.02.2017, 19:01   #9
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Ich würde mich dennoch beschweren. Behördenmitarbeiter haben eine besonders sensible Funktion inne und müssen ihre persönliche Meinung zurückstellen.
Zumindest sagt es viel über die Schulung der neuen Fallmanager aus. Diese wird sich wohl auf das Nötigste, nämlich dem Aushorchen der Kunden, beschränken. Solche Themen wie: "Was tun, wenn der Kunde auffällig/handgreiflich wird", sollten während der Schulung stattfinden und nicht erst, nachdem man das neue Personal auf die Kunden loslässt und der "Kunde" bereits im Wartebereich sitzt und alles mithört.
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Alt 17.02.2017, 19:12   #10
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
} ...Ich würde mich dennoch beschweren. Behördenmitarbeiter haben eine besonders sensible Funktion inne und müssen ihre persönliche Meinung zurückstellen. Sie sollen den Menschen dienen und sie nicht pauschal beleidigen.
Wenn die wirklich den Menschen dienen würden, dann gäbe es höchstens 10 % an Themen hier.
Ich denke aber, die dienen nur ihrem eigenen Portemonnaie:
geregelte Arbeitszeit, keine Nachtarbeit, keine Wochenendarbeit, regelmäßiges Einkommen

Geändert von flandry (17.02.2017 um 19:27 Uhr)
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Alt 17.02.2017, 23:34   #11
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Manchmal hilft es schon, sich zu beschweren, um der Passivität und den Ohmachtsgefühlen zu entgehen, auch wenn es nichts bringen sollte.
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Alt 18.02.2017, 01:03   #12
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Sportlerin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Manchmal hilft es auch, sich deutlich von Angriffen und Übergriffen verbaler Art abzugrenzen.
Medienberichte, die H4 zum Verblödungs-Thema machen, sehe und lese ich gar nicht mehr.

Ich wurde bei meinem letzten Besuch bei meinem AV zum 1. Mal so richtig fertig gemacht und ich merkte, wie er mich psychisch bearbeiten wollte. Wahrscheinlich, weil ich nicht so spuren mag, wie AV sich das vorstellt und meine Rechte kenne und auch gern widerspreche, wenn ich es besser weiß und nicht jeden Mist unterschreibe. Diese Attacke war schon übergriffig und weit unter der Gürtellinie. Ich habe es dabei belassen und mich nicht beschwert, weil ich in dem Fall viel länger damit beschäftigt wäre. Zudem hat es mir eine diebische Freude bereitet, still und schweigend seine Körpersprache zu beobachten. Er schwitzte, er war rot, er zitterte usw. Hat wohl beim Reden selbst bemerkt, dass er sich vergallopiert hat. ;-)

Ich blieb ganz ruhig, packte meine Unterlagen zusammen und fragte, ob er nun fertig sei und wir alles zum eigentlichen Thema besprochen hätten und verließ den Raum. Das hat dann schon 1-2 Tage an mir genagt, das darf es auch. Aber danach sollte man wieder möglichst zur Tagesordnung übergehen und in sein "reales" Leben zurückkehren. (Real, weil ich die Besuche und Gespräche im JC nicht wirklich ernst nehmen kann und ich mich eher wie in einem Film fühle). Ich bin im JC 1-2 x im Jahr und werde und will mein Leben nicht darauf ausrichten. Man hat schon genug mit Widersprüchen und falschen Bescheiden und evtl. Maßnahmen zwischendurch zu tun.

Wichtig ist mMn nach, dass man, neben Arbeitssuche versteht sich, soziale Kontakte pflegt, s/einem Hobby nachgeht, psychische und physische Selbsthygiene betreibt. Das und vieles andere geht auch mit wenig Geld, macht auch stark und man ist besser für den nächsten Termin gewappnet. Ich glaube, dass Aktivität ein gutes Mittel ist. Ich weiß aber auch, dass viele das nicht so schaffen, weil sie die Kraft nicht mehr haben, z.B. wenn Krankheit oder andere Schicksalsschläge dazu kommen.
Depressiv und psychisch krank sind auch sehr viele arbeitende Menschen, die mit H4 nichts zu tun haben. Da ließe sich auch die These aufstellen, dass das politisch gewollt sei.

Ich war und bin ich bestrebt, mich weder von der Politik noch von deren Helfershelfern kaputt machen zu lassen. Eine Behörde und deren Mitarbeiter sind für mich keine Respektpersonen, denen ich mich unterordnen muss, solange ich dafür sorge, dass ich meinen (meistens unsinnigen) Verpflichtungen nachkomme.

"Als gewolltes politisches Mittel..." Man könnte, auch im Hinblick auf die Zukunft, meinen, dass das alles System hat, andererseits frage ich mich, was man mit so vielen passiven und depressiven Menschen anfangen will, außer, dass sie sich einfacher und ohne Widerstand lenken lassen.
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Alt 18.02.2017, 09:29   #13
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Alt 18.02.2017, 10:57   #14
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Zitat von Sportlerin Beitrag anzeigen
Wichtig ist mMn nach, dass man, neben Arbeitssuche versteht sich, soziale Kontakte pflegt, s/einem Hobby nachgeht, psychische und physische Selbsthygiene betreibt. Das und vieles andere geht auch mit wenig Geld, macht auch stark und man ist besser für den nächsten Termin gewappnet. Ich glaube, dass Aktivität ein gutes Mittel ist. Ich weiß aber auch, dass viele das nicht so schaffen, weil sie die Kraft nicht mehr haben, z.B. wenn Krankheit oder andere Schicksalsschläge dazu kommen.
Depressiv und psychisch krank sind auch sehr viele arbeitende Menschen, die mit H4 nichts zu tun haben. Da ließe sich auch die These aufstellen, dass das politisch gewollt sei.
Das sehe ich genauso wie du. Ich kann nicht sagen das mich Hartz4 depressiv macht. Arbeiten gehen empfand ich wegen den Stress schlimmer (Chronisches Erschöpfungssyndrom). Menschen die angeblich durch Hartz 4 depressiv werden, hatten auch schon vorher irgendwie eine Veranlagung dazu. Wichtig ist es Sport zu machen. Besonders wenn man an psychischen Erkrankungen leidet. Walking oder Jogging an der frischen Luft kann helfen den Kopf frei zu bekommen. Zusätzlich kann man auch überlegen ins Fitnessstudio zu gehen. Die kosten häufig nicht mehr so viel.
cat44 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2017, 17:49   #15
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Zitat von flandry Beitrag anzeigen
Wenn die wirklich den Menschen dienen würden, dann gäbe es höchstens 10 % an Themen hier.
Ich denke aber, die dienen nur ihrem eigenen Portemonnaie:
geregelte Arbeitszeit, keine Nachtarbeit, keine Wochenendarbeit, regelmäßiges Einkommen
Jeder ist sich selbst der Nächste. Im Prinzip erinnert das entfernt an das 3. Reich. Alles was "der Staat" will und fordert, wird umgesetzt, egal ob menschlich oder moralisch in Ordnung.
Hauptsache man steht dadurch auf der anderen Seite. Dadurch entwickeln diese Systeme ihre Eigendynamik und ein typischer Menschenschlag wird besonders hochgeschwemmt.
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Alt 19.02.2017, 13:33   #16
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Untersucht doch mal die Meldungen:
Steuerbetrüger schüren den Neid auf die Eliten: das sind die "besser" sind und sich aus der Masse herausheben.
Sozialbetrüger sind die, die nichts tun und den anderen aus Böswilligkeit auf der Tasche liegen.
Die ganzen Reality-Soaps im Fernsehen, die die erfolgreiche Arbeit der Ordnungshüter (Polizei,Gerichtsvollzieher, Ordnungsamt) schildern.
Die Gerichts-Soaps lasse ich mal außen vor. Wer will, kann daraus tatsächlich etwas lernen.

Und wo sind die Sendungen für § 1 des Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar" ???
Sinnigerweise gilt der auch für Hartz-IV-Empfänger.
flandry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2017, 16:53   #17
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Zitat von HartzVerdient Beitrag anzeigen

Man wird als Ausländer jetzt nicht nur als "Empfänger von Sozialleistungen" (ALG2) abgestempelt, sondern bekommt zeitgleich noch den Stempel als "potentieller Gefährder" (Wegen den Anschlägen im Freien und einigen Übergriffen in den Jobcentern) auf die Stirn genagelt.

Das macht mich wirklich fertig! Auch Tage nach dem Gespräch fühle ich mich vollkommen vor den Kopf gestoßen. Ich sehe auch keine Möglichkeit (bzw. Sinn) einer Beschwerde bzw. Handlungsmöglichkeiten.

Ich kann ja nix dafür das ich krankheitsbedingt meinen Job an den Nagel hängen musste. Macht mich das zum "potentiellen Gefährder" ?

.
Nein macht es nicht. Und lass dich davon nicht fertig machen. Du kannst nichts dafür das du infolge Krankheit erwerbslos wurdest.
Du schreibst hier zB. sehr fundierte und auch informative Beiträge.

Ich bin zwar nicht immer deiner Meinung, aber deine substanzvollen Beiträge informieren mich sehr gut bezüglich der Hartz IV Thematik.

Laß dich nicht unterkriegen.
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Alt 22.02.2017, 08:36   #18
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

@#5 : ich finde es schon, dass es erniedrigend ist, wenn man auf Geheiß von welchen, von denen man weiß, dass die nach einer vorgegebenen Gesprächsvorlage ein verschwind-in-Arbeit-egal-welche-Litanei vorbringen werden und mich als Mensch gar nicht wahrnehmen (wollen / könnnen / dürfen) äußerst erniedrigend ist, außerdem ist es ein Zeitfenster, dass mir für wertvolleres und wichtigeres und eigentlicheres verlorengeht. Wer mich nicht ernst und wichtig nimmt, wieso soll ich das dann andersherum leisten, wie pervers ist das denn eigentlich? Zudem soll ich mich zweiteilen: in eine, die die Verwaltungsauflagen erfüllt und eine, die an der Elo-verdummungs-verwaltung (und das von vielen nicht erkannt wird) vorbei versucht, aus der H4-Falle herauszukommen.

Es ist schlimm, dass ALG II - Betroffene selbst schon der Gehirnwäsche unterliegen und sich leider gegenseitig fertig machen a la du könntest ja mehr suchen und tun usw.

Leider finden viele es nicht schlimm, wenn man als Elo zu einem Termin geladen äh gezwungen wird. Schon diese Spitzfindigkeit mit dem zwingen (Vorladung) statt Einladung durchschauen viele viel zu lange nicht. Und der Elo, der das erwähnt, wird nicht ernst genommen.

Mir wurde von jemand, der angeblich auch mal ALG II bezog bestimmend gesagt, dass ALG II und Sozialhilfe Schonvermögen die gleichen Höhe hätten und dass es nicht stimme, dass man trotz AU zum Idio*enamt müsse (Schikane). Gut - dass ich meinen Bescheid, was das betrifft - wo ich eben doch trotzdem hinzitiert wurde - aufgehoben habe.

Allein deshalb ist es wichtig, solche Unterlagen aufzuheben.

ja, ich bin sicher, es ist gewollt, depressiv und apathisch zu werden, damit die Geld-Interessierten ihre Interessen durchboxen können, egal wie. Damit es keine Proteste mehr geben kann, deshalb wird man schwach gemacht. Deshalb sollte man sich halt solidarisieren, statt unter Bedürftigen bzw. abhängigen Arbeitnehmern sich auch noch fertig zu machen.

Dafür, die ALG II - Bashing - Keule ("Sozialschmarotzer", geh arbeiten usw. ) zu schwingen, sollte sich jede,r zu schade sein, denn dies ist ein Repressionsinstrument, dass in dem Fall als Selbstläufer genutzt wird, sogar von manipulierten Bedürftigen, leider.

Für die Siko wird Millionen von Euro ausgegeben, für das Schulungsschiff Gorch Fock der deutschen Bundeswehr werden 25 Millionen Euro ausgegeben usw. usw. - es werden an anderer Stelle Millionen und Milliarden Euro ausgegeben - was der Elo erhält ist dagegen die Portokasse!

Ich finde jetzt nicht aktuelles, aber 2013 sollen es gerade mal 40,6 Mrd. Euro gewesen sein bei ALG II die es an Ausgaben gab.
Zitat:
Für 2013 weist die Statistik der Bundesagentur für Arbeit Gesamtausgaben in Höhe von rund 40,6 Mrd. Euro aus, die für Leistungen nach dem SGB II anfallen und vom Bund und den Kommunen 2 getragen werden müssen.
der G20 Gipfel 2017 verschlingt in Hamburg allein mehrere Hundert Millionen Euro. Mehrere hundert !!

Zitat:
Eine Kalkulation gibt es bislang nicht, die Kosten dürften aber mehrere Hundert Millionen Euro betragen. Die Ausrichtung des G8/G20-Gipfels in Kanada verschlang im Jahr 2010 sogar rund 870 Millionen Euro und gilt damit als teuerste Konferenz dieser Art bislang.
G20 in Hamburg ? das kommt auf die Stadt und ihre Bürger zu - Hamburg - Aktuelle News aus den Stadtteilen - Hamburger Abendblatt

Man bedenke auch die teueren Gastgeschenkchen die letztes Jahr noch verteilt wurden dabei usw. usw.

Es ist eine Gehirnwäsche erreicht, wenn Bedürftige sich selbst noch fertig machen mit schlechtem Gewissen und Schuldgefühle, wenn sie ihren Beitrag nicht leisten können a) um am Berufsleben und persönlicher Selbstentfaltung teilnehmen zu können b) um sich für das bisken Taschengeld noch schämen / sich schlecht fühlen / sich fertig machen lassen müssen!!

Man vergesse auch nicht, das Abgeordnete nicht in die Renten- und Arbeitslosenversicherung einzahlen und trotzdem früher in Rente gehen können und dass Reiche kaum besteuert werden und viele Steuerschlupflöcher finden usw. usw.

Deshalb fordert die Linke auch eine Vermögensbesteuerung und Reichensteuer.
__


Wer gegen Erwerbslose hetzt, ist einer, der Bonzen nützt und stützt! (Dagegen72)
Zitat:

Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
Jahr. Die Bundesminister verdienen etwas weniger, erhalten aber mit rund 14.638
Euro pro Monat
( Quelle: Bund der Steuerzahler)
Dagegen72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2017, 04:55   #19
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flandry
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Standard AW: Hartz-IV und mehr: Depressionen und Passivität als gewolltes politisches Mittel

Vermögenssteuer heißt im Grunde: Du hast ein Fahrrad und musst ein Rad davon als Steuer abgeben. Na gut: weil sich der Aufwand für den Staat nicht lohnt liegt dein Fahrrad unter der Freigrenze.
Die Reichensteuer haben wir schon. Zum ersten ist ein Einkommen von xxx Euro steuerfrei. Zum zweiten werden durch die Progression größere Einkommen stärker besteuert als kleinere.
Der Pflichterbteil ist übrigens auch eine Vermögenssteuer, der zur Umverteilung von großen Vermögen führt. Und in der Vergangenheit zum Verlust vieler Arbeitsplätze geführt hat. Genau wie die Beschränkung der Verrechnung von Verlusten bei den einzelnen Arten der Einkommenssteuer.
Wer mag kann das jetzt als unsozial bezeichnen.
flandry ist offline   Mit Zitat antworten
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