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Start > > -> Zum Thema Haus & Wohnung

(Kosten der) Unterkunft Fragen zu Wohnen, getrennt nach Miete/Eigentum und Nebenkosten, Heizung, Umzug, Einzug... etc.

Bitte Themen die sich Wohn-Eigentum bzw. Miete zuordnen lassen in den entsprechenden Unterforen eröffnen.
Hier kommen nur noch allgemeine Themen die sich nicht alleine auf Eigentum/Miete, oder Umzüge/Nebenkosten beziehen lassen hinein.

Ebenso findet man hier Anlaufstellen für von Obdachlosigkeit bedrohte.



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Alt 21.09.2007, 21:20   #1
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Angst vorm Staat
Standard Zum Thema Haus & Wohnung

Ich möchte hier mal kurz einen grundsätzlichen Gedanken zum Thema Wohnung schreiben.

Es ist ja leider in Deutschland so, dass die Kosten für Immobilien und deren Unterhaltung durch staatliche Vorgaben, also Gesetze und Verordnungen, extrem hoch geschraubt sind.

Fakt ist das sich im Prinzip jeder handwerklich etwas geschickte Mensch selber ein Wohneigentum schaffen könnte. Die Kosten lägen für 50m² sicherlich nicht über 10.000 €, ohne Berücksichtigung der 19 % Mwst. auf die Baumaterialien.

Es ist einfach so und nicht zu leugnen! Ich habe selber schon diverse Erfahrungen im Hausbau und Sanierung gesammelt und weiß wovon ich schreibe. Das ginge auch sehr viel günstiger!

Das die Landbesitzer im Großen und Ganzen nie für ihren Besitz gearbeitet haben, sondern Land größtenteils vererbt wird ist auch ein Fakt. Diese Abkassiererei durch das Ausweisen von Bauland wiederum ist mehr als unverschämt!

Normal müsste der Staat jeder bauwilligen Familie ein Grundstück kostenlos zur Verfügung stellen! Wohingegen das Vererben von größeren Flächen (Bau)Land so hoch besteuert werden sollte das es im Erbfall in Staatsbesitz gelangt.

Vieles ist möglich und wir wissen das fast die Hälfte der Leistung an einen ALG. 2 Empfänger aus Miete und Nebenkosten besteht. Wenn ihr euch also vom Staat versklavt vorkommt und ihr euch vor der Obdachlosigkeit seht, dann macht euch mal Gedanken darüber das ihr auch in eurem eigenen kleinen Häuschen leben könntet, wenn der Staat es nicht so für euch einrichten würde das er euch perfekt (er)würgen kann.

Wenn ihr arbeitet und 40 % vom Gehalt an Miete zahlt, dann könnt ihr genauso denken. Wenn ihr 200.000 € Schulden habt und ein Haus abbezahlt erst recht.

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Alt 21.09.2007, 22:26   #2
kleindieter
 
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard Kleines Problem

Dein Vorschlag lässt sich in dieser Republik nicht umsetzen. Ich sehe da die Gefahr, dass das Landverteilen ähnlich endet wie in SBZ oder gar zu Ergebnissen wie im Morgenthauplan in Kauf genommen, führt.



Bauunkundige können auch auf Container zurückgreifen.

Man bräuchte doch nur dem sozialschwachen Bürger eine angemessene Unterkunft gönnen. Bei der Nutzung von Billigunterkünften sollte der Sozialleistungsbezieher auch was von der Ersparnis haben. So könnte man etwas Druck ausüben. Im Augenblick ist das ja andersherum. Das kleinste Wohnklo wird zur ARGEhöchstpreisen an den Kunden gebracht.
Sind die Vermieter zu gierig, hat der Staat die Möglichkeit die Gewinne abzuschöpfen. Diese Beträge könnten dann wieder dem Sozialhaushalt zufliessen.
Da das aber nicht so ist, freut sich der Steinbrück über tolle Einnahmen und Münte hat Dank kriminell optimistischer Haushaltsansätze kein Geld in der Kasse.
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Alt 21.09.2007, 22:47   #3
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Angst vorm Staat
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Zitat von kleindieter Beitrag anzeigen

Bauunkundige können auch auf Container zurückgreifen.

Man bräuchte doch nur dem sozialschwachen Bürger eine angemessene Unterkunft gönnen. Bei der Nutzung von Billigunterkünften sollte der Sozialleistungsbezieher auch was von der Ersparnis haben. So könnte man etwas Druck ausüben. Im Augenblick ist das ja andersherum. Das kleinste Wohnklo wird zur ARGEhöchstpreisen an den Kunden gebracht.
Sind die Vermieter zu gierig, hat der Staat die Möglichkeit die Gewinne abzuschöpfen. Diese Beträge könnten dann wieder dem Sozialhaushalt zufliessen.
Da das aber nicht so ist, freut sich der Steinbrück über tolle Einnahmen und Münte hat Dank kriminell optimistischer Haushaltsansätze kein Geld in der Kasse.
Man braucht für jeden Mist Genehmigungen, auch für den Container, wünsche viel Spaß eine zu bekommen. Alleine den Kanalanschluß verlegen lassen kostet übrigens ca. 15.000 € ( je nach dem ).

Aber man könnte es so machen das sich jeder Wohneigentum leisten kann, das ist keine Frage.

Nur wenn der m² 120 € am Rand einer deutschen Kleinstadt kostet, dann ist natürlich schon Ende.

Wie geschrieben, das Haus selber, Bodenplatte, Steine, Putz, Flachdach, Fenster, Elektro und Wasser gibt es schon sehr günstig wenn man selber baut.

Dafür gibt es aber keine Genehmigung, denn da muss erst ein Architekt kommen, etliche tausend Euro abkassieren und tolle Pläne zeichnen...

Und der Landvermesser muss den Grundriss einmessen und noch tausend unds...

Es ist der Wahnsinn !

( Schlimmer noch als bei der Autobahn die mehr in der Planung als im Bau kostet.)
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Alt 21.09.2007, 23:26   #4
Jenie
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Jenie
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richtig -- haus ab bodenpklatte kostet einen klacks. da hast du recht.
Was es teurer macht sind die innenauspbauten die sich von steckdosen über jede tapetenrolle zusammenlesen. dennoch ist es so das es wesentlich billiger wäre als sich in mieten zu stürzen..

Nur da hängt die Bauaufsichtsbehörde - der staat - usw... alles dazwischen wie du schon sagst die fressen viel viel geld.

so und wie gedenkst du an land zu kommen als harzer? und an materialien ?
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
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Alt 22.09.2007, 00:19   #5
ethos07
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Wäre es da nicht einfacher und machbarer, die - infolge Erwerbslosigkeit - verwaisten Dörfer im Osten durch neue Erwerbslosenprojekte/ökolog. Landwirtschaftsprojekte neu zu besiedeln ?
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Alt 22.09.2007, 00:26   #6
Jenie
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Jenie
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das klingt interessant... da kräht eh kein hahn danach das würde sich bestimmt eignen
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
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Alt 22.09.2007, 00:27   #7
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Zitat von Jenie Beitrag anzeigen
richtig -- haus ab bodenpklatte kostet einen klacks. da hast du recht.
Was es teurer macht sind die innenauspbauten die sich von steckdosen über jede tapetenrolle zusammenlesen. dennoch ist es so das es wesentlich billiger wäre als sich in mieten zu stürzen..

Nur da hängt die Bauaufsichtsbehörde - der staat - usw... alles dazwischen wie du schon sagst die fressen viel viel geld.

so und wie gedenkst du an land zu kommen als harzer? und an materialien ?
Guck doch mal was die Steckdosen beim Discounter kosten, oder die fünfzig Meter Rolle Kabel bei Praktiker. Raufaser und Farbe kriegste auch für n paar Euro. Auch der Innenausbau muss nicht teuer sein. Man muss die Fliesen nur selber verlegen, ansonsten zahlt man nämlich fürs verlegen n paar mal soviel wie die ganzen Fliesen kosten.

Heizung würd ich erst gar nicht einbauen. Ölofen in die Bude mit Leitung zum Tank, der heitzt n ganzes Haus und wenns Öl zu teuer wird mal eben abbauen und durch n Holzofen ersetzen. Warmwasser über Durchlauferhitzer, die Plastikwasserrohre heutzutage braucht man nur zusammenkleben, das kann jedes Kind. Fenster und Türen kann man auch von Praktiker & Co. holen, ist alles relativ günstig.

Aber wie geschrieben, Deutschland tötet und erdrückt jede Eigeninitiative der ärmeren Bürger frei und unabhängig zu leben und sich selber was zu schaffen !

Ohne für HARTZ Wohnungs - Kohle zu betteln !

Das Niveau das hier einige Politiker durchziehen wollen, wird auf Kosten von Millionen Bürgern erkauft, die um Freiheit und Eigentum betrogen werden !

Guckt euch mal die Wohneigentumsquote in anderen Ländern an !

Ja, mein Gott, da ist eben nicht alles so pickobello, aber ist das wichtig ?

Bisschen Gemütlichkeit ist glatten, geraden und kalten Fassaden allemal vorzuziehen.

Fazit: Ein Problem in Deutschland bei sinkenden Wohlstand sind die hohen Standards, die die kleinen Leute erdrücken.
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Alt 22.09.2007, 07:08   #8
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ofra
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behördenkram ist immer das wichtigste ...
__

Ich hätt gern Tee statt Kaffee
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Alt 22.09.2007, 14:34   #9
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Zitat von ofra Beitrag anzeigen
behördenkram ist immer das wichtigste ...

Genau, und je mehr Gesetze um so mehr Macht haben sie über uns ( siehe z.B. Bauvorschriften ).

Der Unterschied der vielen Armen in anderen Ländern beim überleben hilft ist im Gegensatz zu Deutschland vorallem eine geringere Vorschriftendichte.

Zunehmende Armut und viele Vorschriften sind ein hartes Brot.

Man denke sich die deutschen Bauvorschriften konsequent umgesetzt in Brasilien. Dann ginge es den Menschen nicht besser, sondern noch wesentlich schlechter.

Vielleicht sollte sich der Staat einfach mal verpissen, wenn er immer weniger gewillt ist für Wohnungen für die ärmeren Bürger zu sorgen und sie dabei auch noch nötigt, erpresst und ihrer Menschenrechte beraubt !

( Und allen Möglichkeiten zur Eigeninitative auch ! )
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Alt 22.09.2007, 14:47   #10
kleindieter
 
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard Behördenkram

Ich glaube nicht, dass wir so weit diskutieren wollen. Wie einfach BauGB und Anhängsel sind, wissen wir ja nicht erst seit BBI und dem Aachener Feldhamster.
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Alt 22.09.2007, 15:11   #11
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Zitat von kleindieter Beitrag anzeigen
Ich glaube nicht, dass wir so weit diskutieren wollen. Wie einfach BauGB und Anhängsel sind, wissen wir ja nicht erst seit BBI und dem Aachener Feldhamster.

Gewisse Rahmenbedingungen soll ein Staat garnatieren, aber keinen ausufernden Wahnsinn !

Für mich bräuchte keiner bezahlen wenn ich die Möglichkeit hätte mir ein kleines Häuschen zu bauen.

Woran es liegt das ich es nicht kann, das hab ich hier schon angemerkt.

Soll das so richtig sein ?

Na gut, dann gehe ich aber auch ohne schlechtes Gewissen hin und hole mir die Miete vom Amt !

Mir braucht keiner von diesen halbkrimminellen Beamtengesindel erzählen das ich ein Schmarotzer wäre !

Menschenrechtsverletzer - Gesindel ist das, und mehr nicht ! Gesindel das auf Schikane abfährt und abartig geworden ist und auf den eigenen Kündigungschutz sitzt wie die Henne auf dem Ei !

Wir haben in Deutschland mindestens 1 Millionen Beamte zuviel, wenn die alle weg wären samt ihrem beschissenen Verordungswahnsinn, dann ginge es uns allen schonmal wesentlich besser !

Ich hasse euch !
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Alt 22.09.2007, 23:40   #12
Jenie
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Jenie
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huii nu aber raus mit di wut.......

nach dem zweiten weltkrieg haben die leute einfach gebaut ... da war es egal wie --- den häusern war es egal ob sie krumme wände hatten oder die elektrik komisch verlegt wra -- hauptsache es funktionierte irgenwie

und hier will man die gesellschaft im 45° winkel messen und anpassen zum nutze der oberen.
regeln regeln und noch mehr regeln
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
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Alt 22.09.2007, 23:50   #13
angel6364
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Zitat von Jenie Beitrag anzeigen
huii nu aber raus mit di wut.......

nach dem zweiten weltkrieg haben die leute einfach gebaut ... da war es egal wie --- den häusern war es egal ob sie krumme wände hatten oder die elektrik komisch verlegt wra -- hauptsache es funktionierte irgenwie

und hier will man die gesellschaft im 45° winkel messen und anpassen zum nutze der oberen.
regeln regeln und noch mehr regeln
Dazu werden die Wiederaufbauer nach dem Krieg heute scheinheilig als supertüchtig gelobt (natürlich nur, solange es nichts kostet) und die heutigen Hartz IV-Empfänger als faule Säcke hingestellt.
Verschwiegen wird tunlichst, daß es uns ja verboten ist, so unkonventionell zu agieren.
Aber schließlich ist es ja nur Sinn der Sache, schuldige Doofe zu finden, damit die Erwerbstätigen noch jemand als Buh-Mann/Frau für ihren Hungerlohn haben.

Viele Grüße,
angel
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Alt 23.09.2007, 13:32   #14
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Zitat von angel6364 Beitrag anzeigen
Dazu werden die Wiederaufbauer nach dem Krieg heute scheinheilig als supertüchtig gelobt (natürlich nur, solange es nichts kostet) und die heutigen Hartz IV-Empfänger als faule Säcke hingestellt.
Verschwiegen wird tunlichst, daß es uns ja verboten ist, so unkonventionell zu agieren.
Aber schließlich ist es ja nur Sinn der Sache, schuldige Doofe zu finden, damit die Erwerbstätigen noch jemand als Buh-Mann/Frau für ihren Hungerlohn haben.

Viele Grüße,
angel
Genau so sieht es aus, damals konnte man mit bescheidenen Mitteln was anfangen, in jeder Beziehung. Ich weiß auch das damals Leute ausgenutzt wurden und die Arbeit hart war. Aber auf der anderen Seite gab es auch das was heute fehlt. Heute wiederum werden auch wieder Leute ausgenutzt und die Arbeit ist hart und schlecht bezahlt und das Gute von einst fehlt jedoch.

Nur der technische Fortschritt schafft eine Erleichterung gegenüber früher und nicht unser System !
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Alt 23.09.2007, 14:38   #15
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Auch ein Aspekt beim Thema Kosten für Unterkunft, ist zum Beispiel die Abzockerei durch die Schornsteinfeger. Zum Beispiel auch nahezu wartungsfreie Heizungsanlagen werden kontrolliert, denn es könnte sich ja ein Vogel ein Nest auf den Schornstein bauen und die Menschen sind ja scheinbar zu doof ihre eigenen Sachen zu managen.

Typische Schäublische - Restrisiko - Minimierung = 1000 % Kontrolle !

Dafür dürfen wir dann auch noch ohne Ende Euros abdrücken ! Kontrolle und Bevormundung statt vertrauen - überall ! Das Motto des allmächtigen Überwachungswahnsinns !

Oder nehmen wir mal die Mülltrennung: Inzwischen hat sich gezeigt das alles viel günstiger und effektiver zentral getrennt werden kann. Also 1 Mülltonne vorm Haus reicht für alles ! Bei versuchen in Pilotanlagen sind Vertreter des aktuellen Systems kreidebleich geworden, so ist zu lesen.

Aber Doofmichel zahlt ! Von Biotonne bis Grundsteuer ! Nebenkosten = zweite Miete ! Wundert es noch jemand das der Staat beim Strom mit 40 % Anteil zuschlägt ? !

Der Staat will sich ja immer mehr aus der Grundsicherung zurückziehen. Ich hätte viele, viele Vorschläge wo er sich zuallererst endlich mal verpissen soll und zwar gründlich !

Und da wo ein Gesetz mal wirklich nötig ist = Mindestlohn, da machen die Verbrecher einen auf freiheitsliebend, diese Heuchler !
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Alt 24.09.2007, 00:25   #16
Hartz Vier
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Hartz Vier
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Wauh!
Ein Thread, bei dem ich alles sofort unterschreiben würde.

Ich hab so ein Haus. Vor 15 Jahren hab ich mir ein kleines hässliches Holz-Gartenhaus, 36 Quatratmeter Grundfläche in reizvoller Lage gekauft. Erst kam eine 100er Dämmung plus Profilbretter außen dran. Beim Dach decken hab ich erlaubterweise die Seiten ein wenig angehoben. Der First hat die alte Höhe. Schon hatte ich oben den gleiche Platz wie unten. Innen hab ich alles mit Profilbrettern verkleidet. Die Treppe ist das Ausstellungsstück eines pleite gegangenen Baumarktes. Mit einem Ölofen und drei Konvektoren (je 20 Euro) heize ich.
Das Haus ist ein Schmuckstück, mit 60 Quatratmetern Wohnfläche für keine 15000 Euro. Jeder der zu Besuch kommt, will nicht mehr weg. Es ist hundertmal gemütlicher als eine normale Wohnung. Dazu das Grün drumherum.
Mittlerweile sind wir (drei Personen) Sommers wie Winters fast nur noch dort. Uns ziehts nicht nach Hause.

Nur,
natürlich haben wir dort kein Dauerwohnrecht.
Dauerwohnrecht wäre schon drin:
Der Bebauungsplan müsste geändert werden. Der Stromanschluss müsste neu gemacht werden. Derzeit hängen acht Leute an einem Anschluss mit Zwischenzählern. Ein Abwasserkanal müsste gelegt werden. Eine moderne Heizanlage müsste rein. Der Schornsteinfeger muss alles genehmigen. Eine andere Treppe müsste rein (z.Z. Raumspartreppe). Den Architekten hätte ich fast vergessen. Ohne komplette Dokumentation gibt keinen Stempel.
Und so weiter und sofort!
Kurz ausgedrückt, alles unbezahlbar.

Also behalte ich als Alibi meine Stadtwohnung und die ARGE darf zahlen. Zum Glück sagt die Stadtverwaltung, dass man 365 Tage im Jahr in seinem Wochenendhaus übernachten darf, wenn man einen Hauptwohnsitz woanders hat.

Übrigens, selbst ein Wohncontainer im Grünen wäre mir lieber als eine Stadtwohnung.
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Alt 24.09.2007, 00:52   #17
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Hallo Hartz vier !

Ich bin ja eventuell nicht richtig informiert, aber ist es nicht so das ein Grundstück das nicht als Hausgrundstück selbst bewohnt wird verwertet werden muss ?

Kaum vorstellbar das Deine kleine Idylle der Kralle des allmächtigen Zuchtmeisters bisher entgangen ist.

Den Rest glaub ich Dir ohne Zweifel.
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Alt 24.09.2007, 01:05   #18
ethos07
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"Kleingärten nach dem Bundeskleingartengesetz einschließlich der Lauben gemäß § 3 Abs. 2 dieses Gesetzes sind in der Regel nicht zu verwerten."
(Rz. 12.7 der Hinweise der Bundesagentur für Arbeit zu § 12 SGB II.Stand 13.10.2004).
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Alt 24.09.2007, 01:19   #19
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Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
"Kleingärten nach dem Bundeskleingartengesetz einschließlich der Lauben gemäß § 3 Abs. 2 dieses Gesetzes sind in der Regel nicht zu verwerten."
(Rz. 12.7 der Hinweise der Bundesagentur für Arbeit zu § 12 SGB II.Stand 13.10.2004).

Ach so, na, das wusste ich jetzt nicht.

Wenn ich wieder n Job hab könnt ich ja auf sowas sparen.

Wenn einem dann mal die Bude unter den Füßen weggenommen wird hat man wenigstens noch eine Notunterkunft.

Wenn man es mal so bedenkt könnte etwas Gemüse den Speiseplan auch kostengünstig bereichern.

Na hoffentlich wird das Gesetz nicht in 2 Jahren oder so abgeschafft.

So wie sie jetzt wieder bei den 100 € Zuverdienst dran wollen.

Man kann sich ja auf gar nichts mehr verlassen !!!
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Alt 24.09.2007, 01:29   #20
Hartz Vier
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Hartz Vier
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Das war schon komisch.
Ich kam später in die BG meiner jetzigen Frau. Mein Vermögen musste ich bei Beantragung gar nicht offen legen. Die wollten schlicht nix.
Ich hatte sogar mal den Außendienst dort wegen der Babyerstausstattung. Die hatten mir nur gesagt, dass sie nur eine Wohnung bezahlen. Das wars dann zunäxt.

Erst Monate später kam Post. Ich solle mich zu meinem Grundstück äußern. Erst da ist denen aufgefallen, dass sie den Vermögenswisch gar nicht haben. Ich wurde eingeladen.
Auf den Check war ich natürlich vorbereitet. Deshalb nutze ich das Grundstück auch als Büro, Lager usw. Ich habe ein kleines Gewerbe. Damit wäre der Verkauf unwirtschaftlich. Schließlich müsste ich dann mein Gewerbe aufgeben oder Lagerräume anmieten. Ich hab sie spontan dahin eingeladen. Das hat wohl gezogen.
Außerdem wäre das Grundstück so in etwa im Freibetrag von 14950 Euro gewesen. Die Teamleiterin wurde dann angefordert, sprach was von Gutachten und wie teuer das wäre und segnete alles ab.
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Alt 24.09.2007, 01:31   #21
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Das interessiert mich jetzt aber doch !

Hab mal kurz gegooglet und da z.B. sowas gefunden:

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Echt und das kann man sich kaufen und darf man behalten ?

Das ist ja gar nicht sooo teuer !

Na ja, ich wohne nun nicht in Bielefeld aber das muss man sich aber doch mal überdenken...

( vom Prinzip her )
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Alt 24.09.2007, 01:41   #22
Hartz Vier
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Hartz Vier
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Behalten?
Kommt auf die Größe der BG an.

Aber Vorsicht!

Du solltest das Grundstück schon vor dem ALG II haben. Dann wäre es vermutlich noch eine besondere Härte.

Im Übrigen ist "ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe" auch geschützt.
Jetzt nur mal so. Ein Gartenhaus ist auch ein Haus. Im Gesetz steht "selbst genutztes". Also nicht "selbst bewohntes". Du wohnst zwar nicht drin. Aber, das ist wichtig, du nutzt es. Damit wäre es ja genau genommen auch geschützt.
Hartz Vier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2007, 02:01   #23
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Zitat von Hartz Vier Beitrag anzeigen
Behalten?
Kommt auf die Größe der BG an.

Aber Vorsicht!

Du solltest das Grundstück schon vor dem ALG II haben. Dann wäre es vermutlich noch eine besondere Härte.

Im Übrigen ist "ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe" auch geschützt.
Jetzt nur mal so. Ein Gartenhaus ist auch ein Haus. Im Gesetz steht "selbst genutztes". Also nicht "selbst bewohntes". Du wohnst zwar nicht drin. Aber, das ist wichtig, du nutzt es. Damit wäre es ja genau genommen auch geschützt.
BG Größe ? - na ich halt...

Ich könnte mir auch schon vorstellen das die versuchen würden mir das wegzunehmen.

Ob Kleingartengesetz oder nicht, die zahlen mir ja nicht mal Heizung, Miete und Nebenkosten ganz, da muss ich vom Regelsatz noch 40 drauflegen.
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Alt 24.09.2007, 14:18   #24
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Hallo Restvolk !

Die Arge hat mir jetzt unerwartet n 1 € Job reingedrückt, das ging ratzfatz, keine halbe Stunde und da war die Sache unter Dach und Fach. War eigentlich nur zum Bewerbungs - quatschen da.

Und der letzte 1 € Job ist eigentlich noch gar nicht lange her.

Na ja, der Job ist nicht ganz so zum kotzen (hoffe ich) scheint nicht dreckig, nicht erniedrigend und man kommt auch wohin, weil auch fahren dazu gehört.

ich füge mich so also meinem Schicksal und halte die Dose hin. ( Arbeitszeit ist ätzend verteilt, duch Pausen gedehnt und lang.)

Von daher verlasse ich auch den Account: Angst vorm Staat. ( Sorry, war nicht lange da.)

Die hat sich jetzt erstmal wieder erledigt da sie mich ja *** haben.

Tschau !

P.S. Na, ein Schrebergarten - Wohneigentum werde ich mir vom Arbeitslohn wohl nicht leisten können, eventuell einige neue Türklinken und ein paar neue Schuhe ( und ne neue Winterjacke )

Und so bissel was auf Weinachten...
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Alt 24.09.2007, 15:05   #25
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Hartzbeat
Lächeln Ein-Euro-Job gestalten - ein Erlebnisbericht

Aus einem Brief meines Kumpels Maik über seine Ein-Euro-Job-Erlebnisse, den ich euch nicht vorenthalten wollte...

Ein Erlebnisbericht über 1Euro-Job
Bin jetzt erst mal wieder auf Hartz IV und komme gerade aus einem sehr guten 1Euro-Job. Dazu wollte ich mal was sagen und Erfahrungen austauschen. Gennerell finde ich solche Arbeitsgelegenheit super, weil man seine Kenntnisse wirklich erweitern kann und nebenher sogar noch soziale Kontatke pflegen kann.

Im Öffentlichen Dienst
Anfang dieses Jahres habe ich endlich nach zwei Jahren Hartz IV auch eine Stelle als Landschaftsgärtner im hiesigen städtischen Ordnungsamt bekommen. Ich bin zwar von Beruf kein Landschaftsgärtner, aber ich habe gedacht, daß das gar nicht so schwer wäre und mich deshalb mal gemeldet. So hat mir mein Vermittler gesagt, daß es ein 1Euro-Job is, und damit ich wieder in regelmäßiges Arbeiten gewöhnt werde. Falls ich mich gut führen würde und ordenlich arbeiten täte, kann dabei auch eine richtige Arbeitstelle für mich rausspringen. Mir wars recht, denn nur zuhause rumhängen war nicht mein Fall und ich war froh das ich wieder raus unter Leute kam.

Gutes Klima ist das Wichtigste
Gesagt - getan, es ging im Januar los, da war ja gottseidank kein echter Winter und so hatten wir auf unserm Bauhof nicht so viel zu tun. Wir hatten ein gutes Klima. Da habe ich mich fleißig angestrengt und war optimistisch, daß die mich nehmen. Meist entsorgten wir Laub und Abfälle in den öffentlichen Anlagen und auf Bürgersteigen in der Stadt. Besonders beim beim Laubsaugen war ich gut. Alles sollte ja ordentlich aussehen. Das Laub wurde in großen Haufen zusammengeblasen, allerdings nie nasse Blätter oder auf den Gulli, darauf mußte man achten, sagte mir mein Chef danach. Sonst verstopfst du alles, sagte er. Am Anfang hatte ich das nämlich übersehen und dann mussten wir alle den ganzen Haufen wieder wegmachen, was Gemecker gab, da wir alle deshalb Überstunden machen mussten. Das war nich so gut!

Abwechslung ist gut zum Lernen
Oft wurden wir auch Anfang März, weil es warm war, auf Spielplätze geschickt, dort sollte ich den Sand von Blättern und Schmutz säubern, wie mein Chef sagt. Mit dem Rechen ging das nur mit sehr viel Mühe. Meine Idee, auch dafür den Laubbläser zu benutzen, kam leider bei meinem Chef nicht so gut an. Da der Sand mit Steinchen und Fremdkörpern durchmischt war, mussten wir ihn aussieben,was nicht richtig ging wegen der vielen Hundekacke und in die Sandkiste rüber bringen und bei der Verwaltung frischen Sand, weil nicht genug da war, zum Nachfüllen bestellen. Bestellformulare ausfüllen hasse ich, kann ich auch nicht so gut, weil ich von Beruf neben Landschaftsgärnter auch kein Beamter bin.

Engagement und Leistung sind gefragt
Auch Anstreichen musste ich als Landschaftsgärnter, aber das war einfach. Die Bänke aufm Spielplatz sollten abgebeitzt, geschmirgelt und dann neu gestrichen werden. Der Abbeizer war nicht gut, ich muß mich davon echt übergeben und mein Chef hat mich zuerst mal nach Haus geschickt, weil mir so schlecht war. Nach zwei Tagen war ich bereits wieder fit und meine Kollegen waren mit dem Abbeitzen bereits soweit fortgeschritten das man sie nun abschleifen konnte. Das war eine Arbeit die mir lag, weil ich sowieso an Technik und Maschienen intressiert bin. Die Bänke wurden von uns im Bauhof aufbereitet das heißt ordentlich mit dem Bandschleifer abgeschliffen. Ich gab mir Mühe, wußte ich doch, daß ich meinen Vorgesetzten beweisen wollte, daß sie in mir auch zukünftig einen guten Mitarbeiter haben würden. Den Bandschleifer verbot man mir dann zu benutzen, weil sich das Korunt-Schleifleinen, wo eine Rolle davon schweineteuer is, bereits beim ersten mal so mit Farbreste zusetzt, das ich praktisch nach jeder Bahn neues Leinen einspannen mußte.



Dafür bekam ich dann einen Schwingschleifer. Allerdings gaben zwei Geräte nach mehreren Stunden den Geist auf Und die Maschienen ausm Baumarkt, die die da haben, taugen auch nicht sehr viel. Jedenfalls hatte ich bereits am zweiten Tag die Arbeit meiner Kollegen aufgehohlt und die 9 Bänke ganz allein gestrichen. Dazu hatte ich sogar Überstunden gemacht. Wenigstens die Farbe war gute Qualität, so dass ich die Bänke gar nicht vorstreichen brauchte. Müde und zufrieden bin ich nach Hause gegangen. Wer konnte ahnen, daß es über Nacht schlecht mit dem Wetter wurde? Na ja, daß ich die Bänke im Hof an der frischen Luft, damit sie besser trocknen konnten, gestrichen habe, war mein Fehler, geb ich zu. Aber was hätte ich tun sollen, alle anderen waren schon nach Haus gegangen und allein konnte ich sie ja nicht in den Schuppen bringen, dann hätte ich ja alles zunichte gemacht. Am nächsten Tag winkte der Chef winkte nur ab und meine Kollegen hatten für den ganzen Morgen damit zu tun, zu warten bis der Lack, der leider nicht ganz glatt war und jede Menge Muster hatte, trocken genug war, um die Bänke erneut zu bearbeiten. So verging der Morgen bis Mittag und die Farbe war immer noch nicht trocken, bis es großes Theater gab, weil mein Kollege zufällig feststellte, das ich die so genannte PUR-Farbe, d.h. Poly-Urethan-Farbe, genommen hatte. Das war nicht so gut, weil die eine Komponentenfarbe is und ich dabei vergessen hatte, den Härter, also die zweite Komponente dazu zu geben. Jetzt war klar, warum die Farbe nicht getrocknet ist. Aber wir machten das Beste draus und man schickte mich zwei 20 Liter-Kannister Waschverdünnung hohlen, damit wir die Farbe abwaschen konnten.

Mir wurde erneut schlecht weil ich die Dämpfe nicht vertrage, habe aber tapfer durchgehalten und mindestens 6 Aktivkohlemasken verbraucht, die ja auch sehr viel kosten. Die Kollegen baten mich, doch nach Hause zu gehen. Ich bot dagegen an, mit dem Schleifer schon mal die frisch abgewaschenen Bänke nachzuarbeiten, was man jedoch ablehnte und mich zum Schlachter nach belegten Brötchen schickte. Alles in allem wurden die Bänke fertig und zieren jetzt wieder den Spielplatz.


Im öffentlichen Intresse
[i]In den folgenden Wochen wuchsen überall die Rasen. Da war Rasenmähen angesagt. Ich bin sehr gut im Rasenmähen, besonders freut mich, dass wir so einen Mäher hatten, auf dem man richtig fahren kann. Aufsitzer heißt der, aber den durften wir nicht fahren. Es machte soviel Spaß an der frischen Luft und freiwillig machte ich sogar einige Überstunden, so daß der Schef meinte, so einen wie mich, hätte er noch nie gehabt, er mußte mich richtiggehend bremsen - sonst hätten ja die andern nix mehr zu tun, meint er. Bei mir blieb kein Halm Unkraut stehen, da gab es ja im Bauhof im Schuppen jede Menge guter Mittel, wie man das Zeugs vertilgen kann. Auf die Dosis kommt es an, dann geht das prima. Auch die Rasenkanten habe ich sehr sorgfältig bearbeitet, damit alles seine Ordnung hat.

Bereits Ende April hatte ich so gute Arbeit geleistet, daß mir mein Chef sogar den Vorschlag machte, mich in die Urlaubsliste einzutragen. Eigentlich wollte ich erst im Juli in Urlaub, aber die meinten, anfang Mai sei es aus personellen Gründen und logistisch doch besser. Da ich keine Kinder habe, bin ich ja flexibel, was ja auch aufm Arbeitsmarkt echt von Vorteil ist, so das ich meinen Urlaub bereits im Mai nehmen konnte. Ab Juni habe ich dann wieder gearbeitet und war voller Tatendrang. Die Ereignisse überschlugen sich dann aber sozusagen, es wurde nach erheblichen Mengen von teuren Düngemitteln gesucht und festgestellt, das in den öffentlichen Anlagen die Bodenkrume derart stark bearbeitet war, um nicht zusagen, strapaziert war- so ein Experte, ein Bothaniker - daß sich dort zunehmend erhebliche Lücken in der florahlen Gestalltung zeigten.[i]

Auffrischung der Kenntnisse
Auch der extreme Matrialverschleiß und Schwunt wurde in der Mitarbeiterrunde vom Verwaltungsleiter angesprochen. Das war eine dicke Luft kann ich euch sagen - nicht nur wegen des Zigarettenrauchs, meine ich, den ich ganz und gar nicht vertrage. Ich hatte auch was beizutragen als engagierter Mitarbeiter und warf mal gerade die öffentliche Debatte um den Nichtraucherschutz, die ich im Fernsehen verfolgt hatte in die Runde. Ich hatte erfahren, dass man sogar als Nichtraucher bei einem Arbeitsplatz an dem Nichtraucher und Raucher zusammen arbeiten müssen, kündigen kann und das Arbeitsamt einem noch nicht mal eine Sperre aufbrummen kann, weil man selbst gekündigt hat.

Damit hatte ich aber eine erhitzte Diskussion losgetreten und alle richteten sich plötzlich gegen mich. Als dann der Verwaltungsleiter sowas von Sabotage faselte, war ich stinksauer. Das sagt der mir, einem Mitarbeiter, der nicht dauernd eine Zigarettenpause macht, sondern der fleißig ist und immer gewissenhaft und akurat seine Arbeit gemacht hat, das verstehe mal einer. So wird mann gemobbt, kann ich euch sagen.

Deshalb hat man mir vorzeitig diesen Job wieder weggenommen, weil ich für anderes qualifiziert war, hieß es offiziell. Dabei habe ich durchaus eine Zukunft für mich bei der Stadt gesehen, weil mir mein Vermittler so etwas zu Beginn in Aussicht gestellt hatte. Bei meinem letzten Gespräch mit meinem Vermittler hat der auch nach mehrmaligen Bitten um einen anderen 1Euro-Job, erklärt, daß jetzt mal ein anderer eine Chance auf eine solche Gelegenheit haben sollte und mich wieder nach Hause geschickt. Na ja, mal sehen, ob es in Zukunft erneut eine Gelegenheit auf 1-Euro-Job gibt.

von Maik


Na ja, so kann man seine Kompetenzen auch einbringen... vielleicht klappt’s ja mit ‘ner anständigen Arbeitsstelle...

Grüße an alle Ein-Euro-Jobber
von Hrtzbeat

_________
*Die Verwendung meiner Comics ist allen, die sie mögen, erlaubt. Die Verwendung zu kommerziellen Zwecken schließe ich aus.
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