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Start > > > -> Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

KDU - Umzüge... Alles rund um Wohnungs Ein-, Um- und Auszüge, Erstausstattung, Renovierungskosten...


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Alt 28.02.2011, 09:59   #1
final-doom->Emailproblem
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Beiträge: 428
final-doom
Standard Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Hallo,

ich verheiratet und zwei Kinder möchte gerne in einer 4,5 Zimmer Wohnung umziehen! Zur Zeit leben wir in einer 3,5 Zimmer Wohnung mit 70 ²m . Die Wohnung die wir im Auge haben hat folgende Daten:

Zimmer: 4,50 Wohnfläche ca.: 88,00 m² Kaltmiete: 460,00 EUR (zzgl. Nebenkosten) Warmmiete: 674,00 EUR

Als erstes habe ich mal meine Sachbearbeiterin angerufen und wollte wissen ob ich diese Wohnung nehmen kann. Sie entgegnete mir das Sie erst einmal prüfen müsse ob der Bedarf bestünde in einer größeren Wohnung zu wechseln. (Ergibt sich das nicht schon alleine aus der Anzahl der Personen?)

Weiter sagte Sie mir das die Miete der Wohnung höchstens 548,10€ Kalt inkl. Betriebskosten betragen dürfe. (Kreis Wesel)

Ist das alles so richtig wie Sie es mir mitgeteilt hat? Ich traue dieser Person nur so weit wie ich Sie werfen kann.....
__

Am 11. September 2001 starben 50.000 Menschen, durch Hunger
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Alt 28.02.2011, 11:02   #2
Kaffeesäufer
 
Registriert seit: 20.02.2011
Beiträge: 1.899
Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer
Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Moin,

Ob das richtig ist kann ich nicht beurteilen, aber ich denke dass es wegen den 214.-NK (wollen die die Wohnung vergolden lassen??) derbe Probleme geben kann.
Mal zum Vergleich , wohne auf 86qm und zahle jahrelang nur 95.-€ NK (mit allem ausser Strom) und bekomm immer noch was raus.....

Da kanns schon sein dass diese abgelehnt wird.
Kaffeesäufer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2011, 11:45   #3
Kikaka
Forumnutzer/in
 
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Beiträge: 3.230
Kikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka Enagagiert
Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Im Einzelnen gehören nachfolgende Aufwendungen zu den Unterkunftskosten :
Nebenkosten (kalte Betriebskosten), die mit der Unterkunft verbunden
sind und gem. § 556 BGB i.V.m. Betriebskostenverordnung

zulässigerweise auf den Mieter umgelegt werden dürfen

Ergänzende Hinweise des Kreises Wesel:


Der Kreis Wesel hat seit dem 15.01.2007 für alle
Neufälle von der alternativen

Möglichkeit der Bestimmung des angemessenen Quadratmeterpreises
aufgrund der Bruttokaltmiete (s. auch Ziffer II.II.4.3)
Gebrauch gemacht.
Beachte:
Auch bei Auszug einer Person aus einer "Altfall"-BG gelten für die

Angemessenheitsgrenzen für Altfälle für die verbleibende BG weiter

Ist die Nettokaltmiete angemessen, sind die Betriebskosten grundsätzlich
in tatsächlicher Höhe zu übernehmen.



Somit ist die Bruttokaltmiete, welche die kalten Nebenkosten mit einschließt, rechtswidrig. Hier liegt aber kein Neufallvor, sondern Altfall. Es ist darauf zu bestehen, das getrennt nach Kaltmiete, kalte Nebenkosten separat, Heizkosten separat berechnet wird.

Die abstrakte Quadratmeterzahl beläuft sich auf 45 qm
für einen Einpersonenhaushalt zzgl. 15 qm je weitere Person

Somit für 4 Personen 90 qm

Die Wohnflächenobergrenzen stellen Höchstgrenzen dar, d.h. begründen
keinen Mindestanspruch des Antragstellers. Eine tatsächlich kleinere
Wohnung begründet keinen Anspruch auf Umzug in eine noch angemessene

größere Wohnung.
Das ist hier der Knackpunkt. Man wird voraussi htlich eine 90qm -Wohnung ablehnen mit dem Argument das bisherige Wohnung hinreichend ist.



Verteilung der Kinderzimmer

Es gibt keinen generellen Grundsatz dahingehend, dass jedem
Kind unabhängig von seinem Alter, insbesondere wenn es sich um
Kinder gleichen Geschlechts und annähernd gleichen Alters handelt,
ein eigenes Zimmer zur Verfügung stehen müsste

4 Personen 548,10 (6,09 x 90 qm)- Bruttokalt
Neue Wohnung :Zimmer: 4,50 Wohnfläche ca.: 88,00 m² Kaltmiete: 460,00 EUR (zzgl. Nebenkosten) Warmmiete: 674,00 EUR

5,85 Euro qm = 514,80 Kaltmiete + Nebenkosten + Heizkosten separat,also angemessen.
Keinesfalls auf Regelung Bruttokaltmiete einlassen

Voraussetzung für die Anerkennung höheren Wohnraumbedarfes im
Einzelfall ist, dass die genannten besonderen Umstände auch tatsächlich
einen höheren Wohnraumbedarf begründen. So begründen beispielsweise
nur die wenigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen einen höheren
Wohnraumbedarf. Auch Pflegebedürftigkeit allein begründet nicht
ohne weitere Prüfung ein Abweichen von den Richtwerten. Die Darlegung
dafür, dass nach den örtlichen oder persönlichen Besonderheiten
von einer geringeren oder höheren Wohnfläche ausgegangen werden
darf, ist im Einzelfall ausführlich aktenkundig zu begründen.


Es muß hinreichend begründet sein, warum die bisherige Wohnung nicht mehr als angemessen einzustufen ist. Das scheint hier das Hauptproblem zu sein.

Bei sog. "Altfällen" mit Erstbezug vor dem 15.01.2007 gelten im Kürzungsverfahren
bis zu einem Umzug oder (auch vorübergehenden) Ausscheiden
auch die alten Angemessenheitsgrenze (Mietspiegel). Für Umzüge
oder Neuanträge nach dem 15.01.2007 gelten auch für die BG, die

am 14.01.1007 im Leistungsbezug standen, die neuen Angemessenheitsgrenzen.

Man wird sich auf Neufallregelung, also Bruttokaltmiete berufen. Dann steht Ihr wohl auf verlorenem Posten. Rechtsanwalt dazu befragen.




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Alt 28.02.2011, 14:08   #4
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final-doom
Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Hallo,

gillt als Begründung das die Frau demnächst eine neue Lehre anfangen wird? Beginn der Lehre 01.10.11
__

Am 11. September 2001 starben 50.000 Menschen, durch Hunger
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Alt 28.02.2011, 16:24   #5
ela1953
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Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Ich würde nicht so sehr die Zimmeranzahl in den Vordergrund stellen. außer, wenn die Kinder einen großen Altersunterschied haben (Kleinkind, Schulkind)
oder bei Schulkindern Junge und Mädchen .

Meist ist in den 3,5 Zimmer-Wohnungen das Kinderzimmer sehr klein. Ab einem bestimmten Alter passen da gar keine zwei Kinder rein. Und da machen 11 m² mehr schon eine Menge aus.

Ab Schulalter müssen in so ein Zimmer außer Betten und Schrank auch noch die Schreibtische passen.
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Alt 28.02.2011, 16:39   #6
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Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Kinder sind 5 (Junge) & 13 (Mädchen) Wir sind ja schon hingegangen und haben den Kindern jeweil ein Zimmer gegeben. Wir pennen im Wohnzimmer auf einer Schlafcouch.

Das machen wir jetzt bereits seit 2005 und irgendwann muß einfach Schluss sein. Man hat keine Rückzugsmöglichkeiten gerade wenn man Krank ist fällt das immer besonders auf. Aber auch so sollte es möglich sein das sich ein Elternteil mal etwas abschotten kann.....
__

Am 11. September 2001 starben 50.000 Menschen, durch Hunger
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Alt 28.02.2011, 16:47   #7
ela1953
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Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Zitat von final-doom Beitrag anzeigen
Kinder sind 5 (Junge) & 13 (Mädchen) Wir sind ja schon hingegangen und haben den Kindern jeweil ein Zimmer gegeben. Wir pennen im Wohnzimmer auf einer Schlafcouch.

Das machen wir jetzt bereits seit 2005 und irgendwann muß einfach Schluss sein. Man hat keine Rückzugsmöglichkeiten gerade wenn man Krank ist fällt das immer besonders auf. Aber auch so sollte es möglich sein das sich ein Elternteil mal etwas abschotten kann.....

Ich denke, auch die Eltern haben ein Anrecht auf ein Schlafzimmer. Und die Kinder mit diesem Altersunterschied auch.

Ich würde noch mal die Wohnung beantragen und Kikakas Rat befolgen
ela1953 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2011, 18:32   #8
Kikaka
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Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Zitat:
Aus den Richtlinien :

Verteilung der Kinderzimmer


Es gibt keinen generellen Grundsatz dahingehend, dass jedem
Kind unabhängig von seinem Alter, insbesondere wenn es sich um
Kinder gleichen Geschlechts und annähernd gleichen Alters handelt,

ein eigenes Zimmer zur Verfügung stehen müsste

Kinder sind 5 (Junge) & 13 (Mädchen), na,das passt doch gar nicht in obiges Schema. Der Antrag ist durchaus begründet.
-Nun wissen wir ja nicht, wie hoch die jetzigen Wohnkosten sind, je höher die Differenz umso verbissener werden sie dieses miese Prinzip Bruttokaltmiete verteidigen um Euch ins Leere laufen zu lassen.
Wie lange Zeit verbleibt um Wohnung anzumieten ? Ein Fachanwalt könnte eine EA versuchen, falls er die Sache mit der Bruttokaltmiete ähnlich sieht. Dafür braucht er aber mal locker 3 Wochen Zeit. Ohne anwaltliche Unterstützung gegen die Doppelzange der Arge wird es wohl nicht gehen.
-Zu der Frage Berufliche Veränderung. Wenn die Wohnungen 500 Meter auseinanderliegen braucht man da nicht nachdenken. Da müßten auch mal mehr Infos kommen.
Kikaka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2011, 22:38   #9
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final-doom
Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Hallo,

die jetzige Wohnung ist ca. 100€ günstiger! Die Ausbildung habe ich nur mit ins Spiel gebracht weil es muß ja möglich sein sich zum Lernen in einen Raum zurückzuziehen zu können!

Greift eigentlich meine Rechtschutz grundsätzlich bei solchen Dingen???

NaJa die Wohnung ist nicht mehr zu haben. Aber wichtig ist es ja auch zu wissen ob ich weiter suchen kann um dann kurzfristig (3Monate) die Wohnung wechseln zu können
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Alt 01.03.2011, 07:14   #10
Kikaka
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Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Zum Thema Rechsschutzversicherung hier mal ein Thread


Rechtsschutz auch für Hartz IV ?

-Ich denke mal, wenn dann erst Vertretung bei Gerichtsanhängigkeit, also in der Regel keine Beratung im Vorlauf. Da bin Ich mir aber nicht so sicher

Zitat:
die jetzige Wohnung ist ca. 100€ günstiger! Die Ausbildung habe ich nur mit ins Spiel gebracht weil es muß ja möglich sein sich zum Lernen in einen Raum zurückzuziehen zu können!

-Auch dieses Argument ist stichhaltig.

Zitat:
NaJa die Wohnung ist nicht mehr zu haben. Aber wichtig ist es ja auch zu wissen ob ich weiter suchen kann um dann kurzfristig (3Monate) die Wohnung wechseln zu können
-Das eine solche Wohnung bei Reibereien mit der Arge plötzlich weg ist, das ist die Regel.
-Deshalb würde Ich jetzt das Ganze vorbereitend in Angriff nehmen. Nimm eine ähnliche Wohnung die also nach Bruttokalttheorie zu teuer ist, reiche Schriftlich

-eine ausführlich begründeten Antrag auf Kostenübernahme des Umzuges ein
- gib das Mietangebot dazu
und warte den Bescheid ab.Geht das negativ aus, was natürlich zu erwarten ist, dann solltest Du über Beratungshilfeschein einen Fachanwalt für Sozialrecht einschalten. Der kennt die Problematik vor allem mit der in meinen Augen rechtswidrigen Bruttokaltmiete am besten. Eine Klage scheidet wegen zu langer Dauer in Eurem Falle erst mal aus, nur eine EA beim SG könnte evtl. Sinn machen.
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Alt 01.03.2011, 12:06   #11
redfly
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Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

Zitat von final-doom Beitrag anzeigen

Als erstes habe ich mal meine Sachbearbeiterin angerufen und wollte wissen ob ich diese Wohnung nehmen kann.
Immer alles schriftlich erledigen, auch bei Ausküften zu Mietrichtwerte. Auf eine telefonische Auskunft darf man sich niemals verlassen.
redfly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2011, 17:57   #12
Kikaka
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Standard AW: Umzug in einer 4,5 Zimmer Wohnung

http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=11833


Zitat:
In den angemessenen Quadratmeterpreis sind im Sinne der Produkttheorie neben der Nettokaltmiete schon nach dem Wortlaut des § 22 Abs 1 SGB II auch die sog kalten Betriebskosten einzubeziehen; diese sind nicht - wie die Heizkosten - gesondert auf ihre Angemessenheit zu prüfen. Für die Angemessenheitskontrolle erscheint es sachgerecht, auf örtliche Übersichten und insoweit auf die sich daraus ergebenden Durchschnittswerte aller nach der Betriebskostenverordnung zugrundeliegenden Kostenarten zurückzugreifen. Kalte Betriebskosten bestimmen sich vor allem nach den regionalen Besonderheiten. Dagegen erscheint es nicht erforderlich, im Hinblick auf die kalten Betriebskosten weitergehend nach einfacher Wohnlage zu differenzieren, weil die Höhe der Betriebskosten weitgehend unabhängig von der Wohnlage ist. Erst wenn keine regionalen Übersichten vorliegen, kann auf den Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes zurückgegriffen werden.
Dieses vom BSG ist eine Katastrophe. Wie man mit der Bruttokaltmiete Betroffene an die Wand fährt, ist im hiesigen Threat nachzuvollziehen.
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Alt 04.03.2011, 19:23   #13
Kikaka
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Korrektur, Link war falsch

http://juris.bundessozialgericht.de/...1731&linked=pm

Zitat:
In den angemessenen Quadratmeterpreis sind im Sinne der Produkttheorie neben der Nettokaltmiete schon nach dem Wortlaut des § 22 Abs 1 SGB II auch die sog kalten Betriebskosten einzubeziehen; diese sind nicht - wie die Heizkosten - gesondert auf ihre Angemessenheit zu prüfen. Für die Angemessenheitskontrolle erscheint es sachgerecht, auf örtliche Übersichten und insoweit auf die sich daraus ergebenden Durchschnittswerte aller nach der Betriebskostenverordnung zugrundeliegenden Kostenarten zurückzugreifen. Kalte Betriebskosten bestimmen sich vor allem nach den regionalen Besonderheiten. Dagegen erscheint es nicht erforderlich, im Hinblick auf die kalten Betriebskosten weitergehend nach einfacher Wohnlage zu differenzieren, weil die Höhe der Betriebskosten weitgehend unabhängig von der Wohnlage ist. Erst wenn keine regionalen Übersichten vorliegen, kann auf den Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes zurückgegriffen werden.

Dieses vom BSG ist eine Katastrophe. Wie man mit der Bruttokaltmiete Betroffene an die Wand fährt, ist im hiesigen Threat nachzuvollziehen.
Kikaka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2011, 13:19   #14
Kikaka
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Versuch der Berechnung mit dem hier angegebenen Mietangebot :

Mietangebot :


Nach Nettokaltprinzip



Neue Wohnung :Zimmer: 4,50 Wohnfläche ca.: 88,00 m² Kaltmiete: 460,00 EUR (zzgl. Nebenkosten) Warmmiete: 674,00 EUR

eigentlich egal, wie hoch jetzt die kalten Nebenkosten und die Heizkosten im einzelnen wären, die Wohnung läge im angemessenen Bereich.
Nehmen wir mal an kalte Nebenkosten 75 Euro
Heizkosten 139 Euro

So wären die Heizkosten in einem zwar kritischen Bereich ( 1,3 nach Heizspiegel x 90qm = 117 Euro)),aber die Wohnung könnte nicht deswegen abgelehnt werden, hierzu hätte die Arge eine Einzelfallprüfung durchzuführen )



Nach Bruttokaltprinzip


4 Personen 548,10 € (6,09 € x 90 qm)
460 Euro Kaltmiete
+ 75 Euro kalte Nebenkosten

535 Bruttokalt wäre noch im grünen Bereich
d. h.also, ab 88 Euro kalte Nebenkosten kann die Wohnung als unangemessen abgelehnt werden

soll heißen : die hier angegebene Wohnung könnte auch nach dem Bruttokaltprinzip angemessen sein, solange die kalten Nebenkosten nicht über 88 Euro steigen.Also bei Mietangeboten bitte auf diesen Aspekt achten.
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