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Start > > > -> Umzug zu pflegebedürftigen Elternteil trotz komplizierter Umstände realisierbar?

KDU - Umzüge... Alles rund um Wohnungs Ein-, Um- und Auszüge, Erstausstattung, Renovierungskosten...


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Alt 26.09.2017, 01:42   #1
Maris
Elo-User/in
 
Registriert seit: 23.11.2014
Beiträge: 14
Maris Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Umzug zu pflegebedürftigen Elternteil trotz komplizierter Umstände realisierbar?

Hallo,

ich stelle folgenden Fall mal stellvertretend für meine beste Freundin ins
Forum , da ich nicht genügend Sachkenntnis besitze um ihr richtig
helfen zu können.

Die Mutter meiner Freundin ist verstorben und ihr Vater erlitt daraufhin
einen psychischen und physischen Zusammenbruch und ist jetzt
vollstationär und auf unbestimmte Zeit in einem Pflegeheim gelandet.

Der Vater hat meine Freundin aber wiederholt gebeten, das sie seine
Wohnung nicht kündigen soll. Meine Freundin ist auch der Überzeugung,
das er diesen Schicksalsschlag in heimischer Umgebung besser
verarbeiten kann und dort wieder auf die Füße kommt,
aufblüht und sich berappelt.
Zur Zeit ist der Vater aber innerhalb weniger Wochen ein schwerer Pflegefall
geworden, so das die Unterbringung im Heim, zumindest vorübergehend, notwendig ist.

Meine Freundin hat vor in die Wohnung des Vaters zu ziehen, und
wenn es der Grad der Pflegebedürftigkeit ihres Vater einigermaßen zulässt
und es ihm etwas besser geht ihn aus dem Pflegeheim zu holen, um ihn dann in
seiner alten Wohnung mit aller Kraft zu unterstützen und zu pflegen.
(Notfalls zusammen mit häuslichen Pflegedienst)

Die Pflegeheime sind in der Region sehr teuer und werden
schon kurz- bis mittelfristig das Ersparte des Vaters aufgezehrt haben.
Da auch noch die Wohnung des Vaters bezahlt werden muß, und
meine Freundin sich in ihrer eigenen Wohnung sowieso nicht wohlfühlt
und liebend gerne ausziehen will, ist dies ein weiterer Grund für den geplanten Umzug

Ein paar Eckdaten:

Freundin (Tochter)

- Ihre Miete (inkl. Heizungs- und Betriebskosten ) 300 Euro (gerundet)
- Alg2-Bezieherin
- Über 40 Jahre alt
- Hat eine Vorsorgevollmacht für Vater

Vater

- Seine Miete inkl. Heizungs- und Betriebskosten ) 400 Euro (gerundet)
- Rentner
- Zur Zeit nicht geschäftsfähig (kann nichts eigenhändig unterschreiben)
(→Vorsorgevollmacht hat Tochter)
- Die Miete wird automatisch vom Konto abgebucht (→ Tochter hat
keine Kontovollmacht)

- Beide Mieten sind angemessen, und beide Wohnungen liegen
im Einzugsbereich desselben Jobcenters.


Ab hier wird es für mich zu kompliziert und ich wäre sehr dankbar für Eure Hilfe:

1. Besteht eine Chance, das meine Freundin in den Mietvertrag ihrer Eltern kommt?
Das ist ja wohl die Grundbedingung für den Umzug, oder?
Ansonsten stünde sie nach Kündigung ihrer Wohnung -offiziell- ohne Wohnung da.
Oder übersehe ich da etwas?

2. Aber selbst wenn der Vermieter sie als weitere Hauptmieterin akzeptiert und/oder
ihr eine schriftliche Zusicherung gibt, kann sie dann ihre eigene Wohnung
einfach kündigen und ohne Risiko in die Wohnung ihres Vaters ziehen?

3. Die Miete wird ja automatisch vom Konto des Vaters abgebucht (→ Freundin hat
keine Kontovollmacht) und der Vater ist zur Zeit nicht geschäftsfähig und
lebt momentan im Pflegeheim.
Wieviel würde das Jobcenter unter diesen Umständen an Miete für meine Freundin zahlen,
wenn sie in die Wohnung ihres Vaters zieht.?

3.1 Gar nichts, weil die Miete vom Konto ihres Vaters abgebucht wird?

3.2. Die Hälfte der Miete (inkl. Heizungs- und Betriebskosten ), also 200 Euro?

3.3 Ihre jetzige Miete (inkl. Heizungs- und Betriebskosten ), also 300 Euro?

Um jetzt mal die schlimmsten, und eigentlich nicht vorstellbaren,
zukünftigen Möglichkeiten durchzudenken:

4. Mal angenommen das Jobcenter bewilligt die Hälfte der zu zahlenden Miete , also
200 Euro.

Was passiert, wenn der Vater noch viele Monate oder gar für immer im Pflegeheim verbleibt,
seine Ersparnisse längst aufgebraucht sind, und er selbst zum Sozialfall geworden ist, seinen
Teil zur Miete also nicht mehr aufbringen kann?

Oder was passiert, wenn der Vater bei sich zu Hause sterben sollte?

Bleiben diese 200 Euro dann der endgültige Betrag der ihr bewilligt wird ?
Müsste sie die nun fehlenden 200 Euro für die Miete monatlich selbst aufbringen
(das wäre natürlich zuviel an finanzieller Belastung), oder würde das Jobcenter ihr
zumindest ihre alte Miete von 300 Euro wieder zahlen oder gar die komplette Miete
von 400 Euro?

Anmerkung: Auch die Wohnung des Vaters ist mit 400 Euro in der Wohnregion
meiner Freundin konkurrenzlos günstig, und man bekommt einfach keinen
Wohnraum der preiswerter ist.
Insofern wäre es absurd aus dieser Wohnung dann ausziehen zu müssen (auch wohin ?),
weil das Jobcenter einst nur 200 Euro Miete bewilligt hat, und man die restlichen 200
Euro nicht selbst aufbringen kann.

5. Bilden nach Umzug in diese Wohnung Tochter und Vater sofort eine Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft?
D.h. werden sofort die Rente und das Vermögen angerechnet?

6. Der Umzug in die Wohnung ihres Vaters ist für meine Freundin jetzt der richtige
und notwendige Schritt. Sie hat aber aus den oben genannten Überlegungen, aber auch
Angst davor, das sich bei ihr in Zukunft viele Mietschulden anhäufen könnten bzw. das sie
sogar obdachlos werden könnte, weil sie die Miete nicht mehr aufbringen kann.
Also, wie zieht sie jetzt unter diesen Umständen möglichst risikofrei und ohne Sorge in
die Wohnung ihres Vater, ohne das in Zukunft unerwartete finanzielle Belastungen auf sie zukommen?
Was gilt es zu beachten?

Vielen lieben Dank!
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elternteil, pflegebedürftigen, umzug

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