Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > > -> Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

KDU - Umzüge... Alles rund um Wohnungs Ein-, Um- und Auszüge, Erstausstattung, Renovierungskosten...


Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 10.09.2016, 16:15   #1
SabrinaH
Elo-User/in
 
Registriert seit: 20.05.2016
Beiträge: 13
SabrinaH
Standard Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Hallo zusammen,
ich beziehe leider seit einigen Jahren aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen alg2. In dem Haus, in dem ich wohne, wohnt ein Herr Mitte 40, mit dem fast seit dem Einzug Konflikte bestehen.

Die Probleme sind entstanden, als ich die Polizei rufen musste, weil er seiner damaligen Freundin im Treppenhaus Gewalt angetan hat und diese laut um Hilfe rief. Seitdem belästigt er mich und schränkt mich stark ein (bespucken, beobachten, Verleugnungen beim Vermieter usw.) . Anzeigen bei der Polizei haben bisher leider nichts gebracht, aber der Vermieter ist auf meiner Seite und hat von ihm keine gute Meinung.

Sie sehen ihn als extremen Querulanten, da er sie zeitweise Tag und Nacht mir e-Mails bombardiert. Dies weiter auszuführen, würde den Ramen sprängen. Am Donnerstag ist die Situation aber eskaliert. Ich traue mich ohnehin schon nur sehr selten nach Hause und verbringe die meiste Zeit bei meinem Lebensgefährten.

Mein Lebensgefährte, der fast blind ist und ich sind am Nachmittag zu mir gegangen um nach Post zu schauen. Der Herr muss dies mitbekommen haben und brüllte zunächst etwas unverständliches durchs offene Fenster, auf das wir nicht reagiert haben.

Als wir schon etwa 300 Meter vom Haus entfernt waren, kam der Herr von hinten angelaufen und fing an zu pöbeln und beleidigen. Er drängte sich immer wieder vor mich und versuchte mir den Weg zu versperren. Ich versuchte ihn darauf hin von mir weg zu schubsen.

Lange Rede kurzer Sinn, dass endete dann damit, dass er mir mit der Faust gegen den Kopf schlug. Ein vorbeifahrender PKW Fahrer rief auf mein bitten hin die Polizei. Es wurde Strafantrag wegen Körperverletzung gestellt, allerdings auch von ihm, da er jetzt behauptet, er sei von mir angegriffen worden.

Ich bin im Anschluss sofort ins Krankenhaus gegangen und habe mich untersuchen lassen. Es wurde eine Schädelprellung diagnostiziert. Die Polizei hat vorher versucht Fotos zu machen, aufgrund der langen Haare hat man die entstehende Schwellung auf dem Foto aber nicht gesehen. Seit dem Vorfall habe ich permanente Kopfschmerzen und nicht mehr geschlafen, weil ich Herzrasen und einfach Angst habe.

Heute morgen musste ich wieder zu mir um nach dem rechten zu schauen. Ich hatte dabei einfach nur Bauchschmerzen, Schweißausbrüche und Panik. Ich will dort nicht bleiben, ich kann dort nicht bleiben, ich muss da weg. Was mache ich nur wenn er mir im Winter im dunkeln begegnet oder gar auflauert.

Ich würde sofort umziehen, wenn ich es mir leisten könnte. Das Jobcenter würde mir diesen Umzug aber sicherlich nicht genehmigen. Bitte bitte, habe ich irgendeine Chance aus dieser Wohnung raus zu kommen? Ich kann dort wirklich nicht mehr bleiben.
SabrinaH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2016, 16:20   #2
curcuma
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.03.2016
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 881
curcuma Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Der VM kann dem Typen eine Abmahnung schicken wegen Störung des Hausfriedens.

Die Vorfälle sind ja dokumentiert und die Beschwerden deinerseits hat er ja auch.
Wenn der Typ dann keine Ruhe gibt, kann der VM ihm kündigen. Steht der VM wirklich hinter dir, dann sollte er das machen.

Ich meine das berechtigt sogar zur Mietminderung. Handelt der VM also nicht, einfach mal mit Mietminderung drohen. Manche VM kommen dann in die Pötte. Manche kennen aber auch ihre Rechte nicht gut genug.
Im Netz findet man genug Infos zu Kündigung wegen Störung des Hausfriedens.

Die Alternative ist, beim JC nachfragen, ob sie Umzug genehmigen. Aber seit 1.8. hat sich da auch einiges geändert. Zusicherungen sind wohl nicht mehr nötig und die KdU ist total gedeckelt?


PS. Absätze im Text erleichtern das Lesen.
curcuma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2016, 16:30   #3
michel73
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von michel73
 
Registriert seit: 12.02.2006
Ort: Offener Vollzug
Beiträge: 1.287
michel73 michel73
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Gibt es einen wichtigen Grund kann das JC den Umzug genehmigen.

Wichtige Gründe sind :

Arbeitsaufnahme, Scheidung, Trennung, Bildung einer Ehe oder Partnerschaft, Gewalt Unbewohnbarkeit der Wohnung durch höhere Gewalt, Feuer, Wasser, Baufälligkeit.

Dokumentierte Auseinandersetzungen mit Mietern oder Vermietern, die ein friedliches Miteinander unmöglich machen. Krankheit, verursacht oder begünstigt durch die Wohnumstände, die nicht zu beseitigen sind (belegbar durch ärztliche Attests ?)

Ich würde versuchen einen Antrag auf Umzug zu stellen - Beim JC nachfragen wird nicht viel bringen auch nicht am Telefon - Meistens kommt dein ein "Nein geht nicht" und gegen einen ablehnenden Bescheid kann man Rechtsmittel einlegen.

Hier noch ein paar Infos Hartz IV: Ratgeber Umzug

http://http://www.gegen-hartz.de/umz...iv-alg-ii.html

Einfachste wäre natürlich wenn dein Vermieter diesen Typen kündigt.
michel73 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2016, 16:45   #4
curcuma
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.03.2016
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 881
curcuma Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Aus der Gesetzesbegründung
Zitat:
Zu § 22 Absatz 4
Bislang soll vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft eine Zusicherung des bisher örtlich zustän-
digen kommunalen Trägers eingeholt werden. Der künftig zuständige Träger ist zu beteiligen. Die Regelung hat
sich in der Praxis nicht bewährt, weil der bisher örtlich zuständige kommunale Träger sich zunächst bei dem für
die neue Unterkunft örtlich zuständigen kommunalen Träger hinsichtlich dessen Kriterien für die Angemessenheit
der Aufwendungen für Unterkunft und Heizung informieren musste, um dann eine eigenständige Entscheidung
in Anwendung der Angemessenheitskriterien des für die neue Unterkunft örtlich zuständigen kommunalen Trä-
gers zu treffen. Zudem hat sich als problematisch herausgestellt, dass der für die neue Unterkunft örtlich zustän-
dige kommunale Träger dann zunächst an die Entscheidung des bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers
gebunden ist. Problematisch kann es auch sein, wenn solche Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit getroffen
werden müssen.
Geregelt wird daher, dass der am Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger künftig für die
Entscheidung über die Zusicherung der Unterkunftskosten am neuen Wohnort zuständig ist. Er kann die Ange-
messenheit vor Ort besser beurteilen und ist, soweit die Übernahme einer Mietkaution begehrt wird, ohnehin von
der leistungsberechtigten Person zu kontaktieren.
Die Voraussetzung für die Verpflichtung zur Zusicherung, dass der Umzug erforderlich sein muss, entfällt. Feh-
lende Erforderlichkeit des Umzuges führt ohnehin nicht dazu, dass die Anerkennung der Bedarfe für Unterkunft
und Heizung am neuen Ort der Unterkunft beschränkt werden könnte. Die Entscheidung über die Zusicherung
der Anerkennung der Bedarfe für Unterkunft und Heizung kann daher künftig ohne Abstimmung der jeweils
zuständigen kommunalen Träger erfolgen.
Eine fehlende Erforderlichkeit des Umzuges wirkt sich nur bei der Anwendung des § 22 Absatz 1 Satz 2 SGB II
aus, der nur für Umzüge innerhalb des Zuständigkeitsbereichs eines kommunalen Trägers Rechtswirkung entfal-
tet. Zudem ist die Erforderlichkeit des Umzuges Anspruchsvoraussetzung für die Zusicherung der Übernahme
von Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten nach § 22 Absatz 6 SGB II, die ohnehin von dem für die
bisherige Unterkunft örtlich zuständigen kommunalen Träger getragen werden. Die Erforderlichkeitsprüfung im
Rahmen der Zusicherung für die Anerkennung der Angemessenheit der Aufwendungen am neuen Wohnort kann
daher aus Vereinfachungsgründen komplett entfallen.
curcuma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2016, 17:14   #5
SabrinaH
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 20.05.2016
Beiträge: 13
SabrinaH
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Hallo, meinen Wohnort möchte ich eigentlich nicht wechseln. Im Grunde fühle ich mich dort wo ich bin was das reine Wohnen angeht echt wohl. Mein Problem ist, dass meine Wohnung 45 qm groß ist und 202€ kalt kostet und die Mietkosten mittlerweile in der Stadt viel höher sind, weil sich auch der Mietspiegel erhöht hat. Ohne Genehmigung müsst ich für eine neue Wohnung in der gleichen Qualität mindestens 30€ mehr bezahlen, da das Jobcenter ja ohne Genehmigung des Umzuges nur die Höhe der jetzigen Wohnung übernimmt.
SabrinaH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2016, 14:24   #6
kleindieter
 
Registriert seit: 10.01.2007
Beiträge: 4.189
kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Umzug Mit jedem Auftritt der Trachtentruppe wird der schnelle Auszug Deines Nachbarn wahrscheinlicher. Dein Vermieter kann aber erst bei Nachweis von taten, z.B. durch Strafantrag / Urteil die fristlose Kündigung durchsetzen. Bei groben Tätlichkeiten, die z.B. zu Untersuchungshaft führen, kann das aber auch eher geschehen. Je "Aktion" des Nachbarn sollte dokumentiert, ggf. mit Strafantrag beantwortet und auch dem Vermieter gemeldet werden. Jobcenter wird Dich auf die Möglichkeit den "Bösen" zu entsorgen, verweisen. Allerdings gibt es hier noch die Möglichkeit über evtl. gesundheitliche, psychische, mentale Folgen trotzdem JC zum Zahlen zu bewegen. Aufwändig, langwierig und teuer. Ohne Zustimmung des JC umziehen führt in den Ruin
kleindieter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 18:08   #7
Couchhartzer
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Couchhartzer
 
Registriert seit: 30.08.2007
Beiträge: 4.160
Couchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/inCouchhartzer Investor/in
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Zitat von kleindieter Beitrag anzeigen
Dein Vermieter kann aber erst bei Nachweis von taten, z.B. durch Strafantrag / Urteil die fristlose Kündigung durchsetzen.
Diese Behauptung ist schlichtweg kompletter falschberatender Schwachsinn, denn zur Durchsetzung von Kündigungen im Mietrecht sind Gründe nach dem Zivilrecht des BGB auch grundlegend maßgeblich und hierzu reichen mehrfache aufgelaufene Beschwerden von Mitmietern und/oder auch diverse Zeugenangaben bezüglich Belästigungen und anderweitige mutwillig störende Beeinträchtigungen des Hausfriedens im Mietshaus usw. vollkommen aus, die dann für Kündigungen und ggf. auch Kündigungsschutzklagen als in der Kündigung ausgeführte Belastungsgründe gegen den Störer angewendet werden können.
__

Die Kunst sich im Sozialrecht erfolgreich behaupten zu können beginnt schon damit, auf der Gegenseite möglichst nicht den Eindruck eines kausalen Zusammenhang zwischen eigener Persönlichkeit und eigenen wirtschaftlichen Verhältnissen entstehen zu lassen.
Couchhartzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 19:03   #8
SabrinaH
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 20.05.2016
Beiträge: 13
SabrinaH
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Vielen Dank für diese Auskunft. Kannst du das näher erläutern, zum Beispiel durch Paragrafen? Ich habe heute mit der Ehefrau des Vermieters Kontakt gehabt, diese war sehr Mitfühlend, aber hilflos. Sie meinte der Störer würde seine Miete pünktlich zahlen, deshalb gäbe es keine Möglichkeit ihm zu kündigen. Ich warte noch auf einen persönlichen Termin mit ihrem Mann. Zur Erklärung, es handelt sich um ein Wirtschaftsunternehmen, bei dem die Frau im Büro angestellt ist. Vom Weißen Ring habe ich leider noch keine Rückmeldung, aber dort bleibe ich auf jeden Fall am Ball. Mit der Sachbearbeiterin bei der Polizei habe ich gesprochen und diese hat mich auf dem kurzen Dienstweg per Telefon für Mittwoch zur Vernehmung eingeladen. An Jobcenter wende ich mich sobald das Gespräch mit dem Vermieter stattgefunden hat und ich dessen Standpunkt genau kenne
SabrinaH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 19:27   #9
curcuma
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.03.2016
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 881
curcuma Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

https://www.haufe.de/immobilien/verw...HI2765228.html

Oder Stichwort für Suchmaschine: störung hausfrieden kündigung
curcuma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 19:50   #10
SabrinaH
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 20.05.2016
Beiträge: 13
SabrinaH
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Zitat von curcuma Beitrag anzeigen
https://www.haufe.de/immobilien/verw...HI2765228.html

Oder Stichwort für Suchmaschine: störung hausfrieden kündigung
Vielen Dank für den Link. Wenn ich das richtig verstehe, müsste mein Vermieter in diesem Fall erst eine Abmahnung an den "Störer" schicken und könnte erst wenn noch etwas passiert kündigen
SabrinaH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 20:02   #11
Wutbuerger
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 20.08.2012
Beiträge: 4.815
Wutbuerger Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Also ich würde zum Hausarzt marschieren , darlegen das ich das Leben am Wohnort nicht aushalte und hoffen das ich ein Attest bekomme. Dann Wohnungssuche und wenn du was passendes gefunden hast Antrag beim JC .
Gegen den störer hilft evtl auch eine einstweilige Verfügung . Wenn du ja vermehrt belästigt wurdest oder gar tätlich angegriffen sollte man sich doch mal erkundigen . Wenn der herr sich dir ..sagen wir mal nicht näher als 200 oder 300 m nähern dürfte , wäre das Problem doch auch gelöst ?
Wutbuerger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 20:17   #12
Caramell
Elo-User/in
 
Registriert seit: 23.11.2015
Beiträge: 618
Caramell Caramell Caramell Caramell
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

SabrinaH, ich würde auch das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Und auch im Haus fragen, ob noch andere Mieter belästigt wurden. Solch ein Querulant legt sich nicht nur mit einem Mieter an.

Der Vermieter kann und sollte eine Abmahnung schicken. So etwas geht gar nicht und stört den Hausfrieden massiv. Es ist auch so, wenn Du wirklich ausziehst, wird der sich ein anderen Mieter suchen. So bekommen die Vermieter nie Ruhe ins Haus. Und kein Vermieter mag wenn die Leute ständig ein- und ausziehen.

Ich hoffe der Vermieter findet eine Lösung und Du kannst da wohnen bleiben.
Caramell ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 21:09   #13
JulieOcean
Elo-User/in
 
Benutzerbild von JulieOcean
 
Registriert seit: 12.12.2012
Beiträge: 962
JulieOcean JulieOcean JulieOcean JulieOcean JulieOcean
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Zitat von SabrinaH Beitrag anzeigen
Wenn ich das richtig verstehe, müsste mein Vermieter in diesem Fall erst eine Abmahnung an den "Störer" schicken und könnte erst wenn noch etwas passiert kündigen
Richtig. Einfach so kündigen geht leider nicht. Und ob der Typ bei einer Kündigung auch auszöge oder erst lange rausgeklagt werden müsste ist die Frage. Auszuziehen ist dann leider das Sinnvollste.

Ich hatte vor Jahren ein ähnliches Problem: Nach Beschwerden über laute Musik im Haus wurde ich verbal bedroht, gemobbt und verleumdet. Sowas geht an die Substanz. Bin schließich ausgezogen und habe erst mal durchgeatmet.

Mir war damals vom Mieterbund geraten worden, jeden Vorfall zu protokollieren und als Beschwerde beim Vermieter einzureichen. So schaffst du quasi eine Grundlage an Beweisen. Wäre zumindest ein Versuch, die Situation so beim JC geltend zu machen

Unter anderem den Schlag an den Kopf kann doch auch dein Freund als Zeuge bestätigen. Blinde haben ja ein sehr feines Gehör, und können deshalb viele Situationen genau wiedergeben, das ist zumindest meine Erfahrung.

Sinnvoll ist auch, deine Verletzung durch einen Arzt attestieren (also beweisen)zu lassen, Anzeige hast du ja schon erstattet.
JulieOcean ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 21:26   #14
SabrinaH
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 20.05.2016
Beiträge: 13
SabrinaH
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Ja, mein Freund hat dies natürlich gehört und auch mit seinem Sehrest gesehen. Nachdem die Polizei weg war, bin ich sofort ins Krankenhaus gegangen und habe einen schriftlichen Befund über meine Verletzung bekommen.
SabrinaH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2016, 20:43   #15
Caramell
Elo-User/in
 
Registriert seit: 23.11.2015
Beiträge: 618
Caramell Caramell Caramell Caramell
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

SabrinaH, die Anzeige war richtig und auch das Du im KKH warst.
Ich drücke die Daumen, das Dein Vermieter was unternimmt. Sonst bleibt wohl nur der Auszug.

JulieOcean, ja manchmal bleibt eben nur ausziehen, gerade wenn man Im Haus und beim Vermieter keine Unterstützung bekommt.

Ich finde es schade, wenn die Vermieter, lieber ständig neue Mieter nehmen und so einen Querulanten im Haus lassen. Sicher ist es nicht einfach, jemand zu kündigen und auch aus der Wohnung zu bekommen. Aber wenn keiner mehr in das Haus einziehen möchte, weil das eben bekannt ist, dann haben die auch nichts gewonnen. Gut in einer Großstadt mag es noch anders sein, hier in der Kleinstadt würde es nicht lange dauern, bis da keiner mehr einziehen möchte.
Caramell ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2016, 17:19   #16
RollinCHK
Elo-User/in
 
Registriert seit: 25.07.2014
Beiträge: 17
RollinCHK Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Hallo,

also ich bin der Freund von Sabrina und möchte hier mal kurz ein Status-Update geben und hätte auch ein paar Fragen:

Sabrina hat ihre Aussage bei der Polizei gemacht. Die Beamtin war äußerst verständnisvoll und hat ihr geglaubt, was für sie schon mal sehr wichtig ist. Ich selbst habe meine Zeugenaussage bereits schriftlich eingereicht. Die Beamtin hat meiner Lebensgefährtin das Formular direkt mit gegeben und ich hab den Vorfall ausführlich auf zusätzlichen 1,5 Seiten geschildert.

Sabrina hat ferner E-Mail Kontakt zum weißen Ring aufgenommen. Allerdings kommt von dort überhaupt keine Rückmeldung, was ich so gar nicht verstehen kann.

In Ihrer Wohnung war sie noch nicht wieder alleine. Wir haben natürlich den Briefkasten leer gemacht und sind gemeinsam dort hin gegangen. Sabrina stand natürlich total unter Strom und war mehr als nur angespannt. Das war nicht schön.

Am Mittwoch fand ein Gespräch mit dem Vermieter statt. Der Vermieter zeigte sich extrem verständnisvoll, sieht selbst aber keine Möglichkeit, den Mann auf absehbare Zeit aus der Wohnung zu bekommen. Der Vermieter befürchtet einen Jahre langen Rechtsstreit. Er will jedoch alles tun, um Sabrina den Umzug in eine andere Wohnung so leicht zu machen, wie möglich. Er würde sich sogar an den Umzugskosten beteiligen. Auch will der Vermieter sich selbst mit dem Jobcenter in Verbindung setzen und versuchen zu helfen. Was wirklich absurd ist, der Nachbar von Sabrina muss sich wohl auch beim Vermieter schon von einer extrem negativen Seite gezeigt haben. In den Büroräumen muss er sich sehr unangenehm aufgeführt haben (geschrien etc.). Eine Mitarbeiterin des Vermieters verwendete das Wort "schauderhaft". Ich verstehe daher überhaupt nicht, warum der Vermieter sich das bieten lässt und da nicht klare Grenzen setzt, schon aus eigenem Interesse heraus...

Der Antrag zur Genehmigung eines Umzugs wurde heute beim Jobcenter eingeworfen, zusammen mit der Bestätigung, dass eine Anzeige erstattet wurde, dem Artest aus dem Krankenhaus, sowie weiteren E-Mails aus der Vergangenheit. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Jobcenter hier positiv reagiert, doch viel mehr können wir aktuell ja gar nicht machen...

Sooo nun aber zu meinen Fragen:

Ich bin selbst ALG 2 Empfänger. Könnte meine Lebensgefährtin im Zweifelsfall einfach zu mir ziehen. Es würde dann vermutlich eine neue, gemeinsame BG entstehen, richtig? Wir sind bisher bewusst nicht zusammen gezogen, weil wir glauben, dass uns der jeweilige Rückzugspunkt für unsere Beziehung wirklich gut tut. Wie wäre das denn dann aber, wenn die Beziehung auf Dauer nicht funktionieren würde, dann wären wir häuslich aneinander gebunden und müssten sehen, wie wir zurecht kämen, oder könnte sich dann Einer von Beiden eine eigene Wohnung suchen, vor allem nach welcher Zeitspanne, also gibts dafür Richtlinien? Müssen gemeinsame Bankkonten geführt werden, was käme da also auf uns zu, wenn wir uns zu diesem Schritt entscheiden würden, um eine schnelle Lösung herbei zu führen?

Ich hoffe Ihr habt gute Tipps...

Gruß und danke...
RollinCHK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2016, 20:38   #17
Caramell
Elo-User/in
 
Registriert seit: 23.11.2015
Beiträge: 618
Caramell Caramell Caramell Caramell
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

RollinCHK, ehrlich ich kann den Vermieter auch nicht verstehen. Wenn der Mieter auch dort so aufgetreten ist, dann war es sicher nicht das letzte mal.
Und ja es könnte dauern, bis der den Mieter raus bekommt. Aber Ruhe im Haus, gibt es sicher nur so.

Gut finde ich, das der Deine Freundin unterstützen will, auch bei den Umzugskosten.

Und ja wenn Deine Freundin zu Dir zieht, seit Ihr eine Bedarfsgemeinschaft. Da gibt es aber noch Regelungen wie ein Jahr auf Probe. Ob das noch aktuell ist, weiß ich leider nicht. Aber dazu werde sich sicher noch einige äußern.

Sicher wäre ein Umzug zu Dir die einfache Lösung. Nur wenn Ihr Euren Rückzugsort liebt, dann auch wieder nicht. Und einer muss ja sicher auf einen Teil seiner Möbel verzichten.
Hält die Beziehung nicht, wird der Neuanfang nicht so einfach.

Ich würde erst mal warten, ob das JC einen Umzug genehmigt. Ihr habt den Antrag schriftlich eingereicht, also muss es auch einen schriftlichen Bescheid geben. Bitte nicht auf telefonische Zusagen verlassen.
Caramell ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2016, 21:42   #18
curcuma
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.03.2016
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 881
curcuma Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Zitat von RollinCHK Beitrag anzeigen
Am Mittwoch fand ein Gespräch mit dem Vermieter statt. Der Vermieter zeigte sich extrem verständnisvoll, sieht selbst aber keine Möglichkeit, den Mann auf absehbare Zeit aus der Wohnung zu bekommen. Der Vermieter befürchtet einen Jahre langen Rechtsstreit. .
Jahrelang wohl nicht, aber eine Kü wg. Störung des Hausfriedens dauert und kostet erst mal Geld und Nerven. Er muss abgemahnt werden, dann gekündigt. Gg die Kü kann der M vorgehen, der VM muss sie dann gerichtlich durchsetzen. Hat der Störer kaum Geld, besteht die Gefahr, dass der VM auf dem Geld für die Klage sitzen bleibt und evtl. sogar Mietausfall. Geht der Störer nicht freiwillig, muss man Räumungsklage erhaben. Kostet wieder Geld. Wenn es ganz dumm läuft, müssen die Möbel eingelagert werden, bis der Störer sie abholt, oder vom Gerichtsvollzieher versteigert werden. Das kann sehr sehr teuer werden. Wenn der Störer das alles nicht bezahlt,bleibt man auf mehreren 1000 Euronen sitzen.
Zitat:
Er will jedoch alles tun, um Sabrina den Umzug in eine andere Wohnung so leicht zu machen, wie möglich. Er würde sich sogar an den Umzugskosten beteiligen. Auch will der Vermieter sich selbst mit dem Jobcenter in Verbindung setzen und versuchen zu helfen.
Das ist doch prima. Für den VM billiger und hilft auch Sabrina, da sie es ja noch monatelang mit dem Typ im Haus aushalten müsste.

Zitat:
Ich verstehe daher überhaupt nicht, warum der Vermieter sich das bieten lässt und da nicht klare Grenzen setzt, schon aus eigenem Interesse heraus...
Siehe oben.
Zitat:
Der Antrag zur Genehmigung eines Umzugs wurde heute beim Jobcenter eingeworfen, zusammen mit der Bestätigung, dass eine Anzeige erstattet wurde, dem Artest aus dem Krankenhaus, sowie weiteren E-Mails aus der Vergangenheit. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Jobcenter hier positiv reagiert, doch viel mehr können wir aktuell ja gar nicht machen...
Das ist ein wichtiger Grund, der eigentlich anerkannt werden müsste. Aber wenn der VM anbietet, die Umzugskosten zu zahlen, hat man das Problem mit dem JC nicht und der Steuerzahler spart sogar Geld. Denn wenn man keine Umzugskosten, evtl. Renovierungskosten und Wohnungsbeschaffungskosten vom JC will, kann man immer ohne Zusicherung umziehen.

Zitat:
Ich bin selbst ALG 2 Empfänger. Könnte meine Lebensgefährtin im Zweifelsfall einfach zu mir ziehen. Es würde dann vermutlich eine neue, gemeinsame BG entstehen, richtig?
Nein ihr könnt auch eine WG bilden, dann ist jeder seine eigene BG.
Nach 1 J. geht dann aber evtl. der Stress los, wenn euch das JC eine VuE (Verarantwortungs- und Einstehensgemeinschaft = wilde Ehe) unterstellt und das nervt. Denn dann muss man das widerlegen. Normal reicht da eigenes Konto, Nachweis, dass man nicht gemeinsam wirtschaftet und sich die Kosten teilt. IdR ist das möglich, aber das JC wird es einem schwer machen.

Zitat:
Wir sind bisher bewusst nicht zusammen gezogen, weil wir glauben, dass uns der jeweilige Rückzugspunkt für unsere Beziehung wirklich gut tut.
Da Sabrina ja in einer komfortablen Situation ist ( VM zahlt Umzug, wichtiger Grund für Zusicherung ist auch gegeben) ,soll sie sich eine eigene Wohnung suchen. Das Schwierigste ist evtl. eine angemessene Wohnung zu finden.

Und bedenke: Wenn du an Sabrina offiziell unter vermietest, ist die Zustimmung des VM notwendig und die muss er nur geben wenn deine Wohnung für dich allein zu teuer ist (wichtiger Grund) oder du Sabrina als deine Partnerin ausgibst.

Zitat:
Wie wäre das denn dann aber, wenn die Beziehung auf Dauer nicht funktionieren würde, dann wären wir häuslich aneinander gebunden und müssten sehen, wie wir zurecht kämen, oder könnte sich dann Einer von Beiden eine eigene Wohnung suchen, vor allem nach welcher Zeitspanne, also gibts dafür Richtlinien?
Wenn vom Untervermieter gekündigt wird, oder die WG zerstritten ist, wäre das auch ein wichtiger Grund. Der Stress ist halt immer, das durchzudrücken beim JC.
Zitat:
Müssen gemeinsame Bankkonten geführt werden, was käme da also auf uns zu, wenn wir uns zu diesem Schritt entscheiden würden, um eine schnelle Lösung herbei zu führen?
Nein, auf keinen Fall!! Dann werdet ihr gleich als VuE also BG eingestuft. Also nicht voller Regelsatz und wenn einer von euch einen Job findet, wird dessen EK auf die BG angerechnet

Zitat:
Ich hoffe Ihr habt gute Tipps...
Hoffe ich auch.
Meine Idee wäre.
Sabrina sucht sich eine eigene Whg.
Umzug ist ja beim JC beantragt. Der Umzug wird ziemlich sicher bezahlt. Entweder vom JC, oder vom VM. So lange kann sie ja immer mal bei dir pennen, oder du bei ihr.
curcuma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2016, 23:15   #19
RollinCHK
Elo-User/in
 
Registriert seit: 25.07.2014
Beiträge: 17
RollinCHK Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Hallo noch mal...

Ob oder was der Vermieter überhaupt bezahlt, muss man überhaupt sehen... Worte sind ja erst einmal nur leer, solange keine Taten folgen. Gut wäre es aber schon, wenn der Vermieter auf die Renovierung der Wohnung verzichten würde, oder flexibel im Bezug auf eine Kündigungsfrist reagieren würde. Damit wäre uns ja schon mal geholfen.

Ob das Jobcenter den "Grund" wirklich anerkennt, muss man sehen. Wir haben natürlich den Sachverhalt ausführlich geschildert und klar, wir haben die Bestätigung dazu gepackt, dass Strafanzeige erstattet wurde und auch das Attest vom Krankenhaus. Ob das Jobcenter ohne irgend einen Schrieb vom Psychologen aber anerkennt, dass ein Wohnen für Sabrina da nicht mehr wirklich möglich ist, muss man echt erst mal sehen. Ich bin da skeptisch, hoffe aber schon auf den Vermieter, der ja auch mit dem Sachbearbeiter Kontakt aufnehmen will. Das sollte immerhin die Glaubwürdigkeit des Anliegens unterstreichen.

Untervermietung kommt nicht in Frage. Das ist mir im Mietvertrag auch untersagt udn solche Spielchen würd ich gar nicht machen wollen. Ich hab ne 56qm Wohnung, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche usw. Das kann ich auch nicht als WG ausweisen. Wenn, müsste man wirklich den Schritt gehen, und direkt ne BG draus machen fürchte ich, denn wenn das Jobcenter nach einem Jahr kontrollieren wollen würde, hätte ich hier echt Probleme.

Im Moment sind das halt alles Gedankenspiele. Uns gehts wirklich erst einmal um Ruhe, Frieden etc. Wir sind ganz offen gesagt schon stolz darauf, dass man uns eigentlich nicht direkt ansieht, dass wir auf das Jobcenter angewiesen sind. Diesen SCHE.... haben wir in der Form echt nie gewollt. Für uns ist das einfach total krank. Sowohl Sabrina, wie auch ich sind Beide auf dem Land groß geworden. Solche Leute wie diesen Nachbarn kennen wir von dort nicht und ganz ehrlich. Da wo wir groß geworden sind, hätte so ein Mensch auch keinen Freiraum mehr, wenn er sich so was erlauben würde. Den würde der Vermieter einmal böse angucken, auf den Tisch hauen und dann wäre Ruhe...
RollinCHK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2016, 13:54   #20
romeo1222
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.01.2010
Beiträge: 1.251
romeo1222 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Zitat von RollinCHK Beitrag anzeigen

Der Antrag zur Genehmigung eines Umzugs wurde heute beim Jobcenter eingeworfen, zusammen mit der Bestätigung, dass eine Anzeige erstattet wurde, dem Artest aus dem Krankenhaus, sowie weiteren E-Mails aus der Vergangenheit. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Jobcenter hier positiv reagiert, doch viel mehr können wir aktuell ja gar nicht machen...
Der wird vermutlich abgelehnt, aus formellen Gründen. Es fehlt das Mietangebot. Ohne ein Mietangebot kann dieses nicht entschieden werden. Hatte dieses auch mal früher versucht und es wurde abgelehnt. Außerdem gibt es mittlerweile einige Gerichtsurteile, sodass man ein Mietangebot dazu braucht.
romeo1222 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2016, 13:57   #21
romeo1222
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.01.2010
Beiträge: 1.251
romeo1222 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Zitat von curcuma Beitrag anzeigen

Das ist ein wichtiger Grund, der eigentlich anerkannt werden müsste. Aber wenn der VM anbietet, die Umzugskosten zu zahlen, hat man das Problem mit dem JC nicht und der Steuerzahler spart sogar Geld. Denn wenn man keine Umzugskosten, evtl. Renovierungskosten und Wohnungsbeschaffungskosten vom JC will, kann man immer ohne Zusicherung umziehen.

Die Wohnung darf aber nicht teurer als die alte sein, zusätzlich werden vermutlich Nebenkostennachzahlungen abgelehnt. Ist also eigentlich nicht zu empfehlen, wenn man einen Grund hat. Das ok kann man ja noch immer im nachhinein vor Gericht erstreiten. Hauptsache erstmal Mietangebot und ein anzuerkennder Umzugsgrund.
romeo1222 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2016, 13:59   #22
romeo1222
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.01.2010
Beiträge: 1.251
romeo1222 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Zitat von RollinCHK Beitrag anzeigen

Untervermietung kommt nicht in Frage. Das ist mir im Mietvertrag auch untersagt udn solche Spielchen würd ich gar nicht machen wollen. Ich hab ne 56qm Wohnung, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche usw. Das kann ich auch nicht als WG ausweisen. Wenn, müsste man wirklich den Schritt gehen, und direkt ne BG draus machen fürchte ich, denn wenn das Jobcenter nach einem Jahr kontrollieren wollen würde, hätte ich hier echt Probleme.
Auch ohne Untermietvertrag steht euch 1 Jahr Probe zu (solange es keine gemeinsamen Kinder gibt, keine Ehe bereits besteht, keine gemeinsamen Kosten und ähnliches).
romeo1222 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2016, 15:26   #23
SabrinaH
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 20.05.2016
Beiträge: 13
SabrinaH
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Hallo, also könnte ich jetzt 11Monate offiziell zu meinem Freund ziehen, gebe an, dass es sich um eine WG handelt und suche mir dann eine eigene angemessene Wohnung mit der Begründung, dass die WG nicht funktioniert und kann mir so die ganze Antragstellerei und das bitte bitte bei Jobcenter sparen? Das kann doch nicht richtig sein. Habe ich das richtig verstanden? Wenn ich jetzt den ehrlichen Weg gehen möchte, müsste ich mir eine passende Wohnung suchen, den Vermieter hinhalten, weil die Wohnung ja erst genehmigt werden muss, dann den Antrag wegen dem Umzug erneut beim Jobcenter stellen, der dann vielleicht abgelehnt wird, so dass die Wohnung dann auch vielleicht flöten geht.
SabrinaH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2016, 18:08   #24
romeo1222
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.01.2010
Beiträge: 1.251
romeo1222 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Zitat von SabrinaH Beitrag anzeigen
Hallo, also könnte ich jetzt 11Monate offiziell zu meinem Freund ziehen...
Ja, du kannst 11 Monate offiziell zu deinem Freund ziehen. Eigentlich ist es irrelevant ob es sich um eine WG handelt oder nicht.

Ich sehe hier höchstens das Problem, dass du jetzt schon weißt, dass du dann sagen willst, dass es nicht funktioniert.
An für sich ist es nicht so problematisch:
- Mietangebot vom Vermieter ausfüllen lassen (Wobei das natürlich schon schwer genug ist, eine gute Wohnung zu finden, die im finanziellen Rahmen bezüglich der Richtlinien des örtlichen Jobcenters ist + dass der Vermieter kein Problem damit hat, dass du ALG 2 erhälst).
- Beim Jobcenter einreichen, bei meinem dauert es 3 Werktage, bis es dann wieder abgeholt werden kann. Allerdings musst du hier schon den Umzugsgrund benennen und auch belegen (Zumindest ist es bei meinem hiesigen JC so).
- Wenn das Jobcenter den Antrag ablehnt, gibt es die Möglichkeit eines Eilantrags vor Gericht, allerdings ist die Wohnung dann vermutlich auch schon weg (Wobei man bei einem Erfolg, auch wenn die Wohnung dann evtl. schon weg ist, immerhin was in Händen hat und somit das nächste Mietangebot nicht mehr abgelehnt werden dürfte). Wenn sie es bewilligen, dann passt es ja.
- Vermieter wollen gerne den Bescheid bezüglich des Mietangebotes sehen, dann Mietvertrag unterschreiben, beim JC einreichen, gegebenenfalls Mietkaution als Darlehen beantragen.
- Anträge auf z.B. Postnachsendeauftrag mit Rechnung stellen, Ummeldung Internet / telefon mit Rechnung stellen, gegebenenfalls Antrag auf Sprinter, Kostenpauschale für Helfer usw. oder Umzugsunternehmen (Falls man z.B. körperlich nicht in der Lage ist den Umzug selbst zu stemmen, z.B. auch weil man niemanden hat der helfen könnte) mit 3 Kostenvoranschlägen den Antrag beim JC stellen, auch hier müssen noch mal die Gründe für den Umzug genannt werden (Zumindest ist es bei meinem JC so).

P.S. in meinem vorherigen Beitrag meine ich natürlich gemeinsame Konten und nicht Kosten
romeo1222 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2016, 19:48   #25
SabrinaH
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 20.05.2016
Beiträge: 13
SabrinaH
Standard AW: Umzug wegen riesiger Probleme mit Nachbarn

Also hoffe ich jetzt einfach mal, dass der jetzige Vermieter sich erfolgreich mit dem Jobcenter in Verbindung setzt und auch am besten gleich noch die passende Wohnung für mich hat. Das wäre sicherlich die einfachste Lösung.
SabrinaH ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Probleme mit dem Nachbarn - Datenschutz? Fraggle ALG II 21 16.11.2014 23:48
Ich habe Probleme mit lauten Nachbarn, Polizei und Hausverwaltung reagieren nicht Molotov (Kosten der) Unterkunft 76 10.05.2014 09:56
Probleme wegen Umzug (?) [HartzFear] KDU - Umzüge... 0 24.01.2013 20:44
Probleme mit Arge wegen Umzug..... Kermit84 Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 7 15.09.2011 22:55
Umzug wegen Terrorisierung von Mitmietern, Nachbarn ect. rayas82 ALG II 16 27.02.2008 13:36


Es ist jetzt 06:18 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland