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KDU - Umzüge... Alles rund um Wohnungs Ein-, Um- und Auszüge, Erstausstattung, Renovierungskosten...


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Alt 09.01.2013, 01:38   #1
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Ausrufezeichen Umzugswunsch wegen psychischer Belastung

Guten Abend!

Ich hoffe, ich bin hier im richtigen Topic. Falls nicht, verschiebt es doch bitte einfach.

Zur Situation:


Ich bin 30 Jahre alt und lebe hier seit acht Jahren in einer 1-Zi.Whg auf 34m² und war bisher immer sehr zufrieden mit meiner Wohnsituation und den Mitbewohnern im Haus. Im März 2006 wurde ich aufgrund von länger vorliegenden posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen und Alkoholsucht arbeitslos. Seither x Krankenhausaufenthalte, unzählige Therapien begonnen und bis heute ist keine wesentliche Besserung eingetreten, außer dass ich den Alkohol so einigermaßen im Griff habe.

Nun ist es so, dass mir dieses Haus Jahr für Jahr zuwider wurde. Aus einer anfänglich harmonischen und freundschaftlichen Hausgemeinschaft wurde speziell in den letzten beiden Jahren ein Trauerspiel aus Hass, Gewalt und Streit. Den Mittelpunkt dieser Scharade bildet eine 43jährige Nachbarin, die mir in meiner Anfangszeit in diesem Hause eine gute Freundin war. Jedoch hat auch diese Frau ein Alkoholproblem und das wurde scheinbar über die Jahre immer schlimmer. 2006 wurde sie dann von den alten Vermietern fristlos gekündigt, wegen Bedrohung, unzumutbarem Lärm, usw. Damals fand ich das noch traurig - heute wäre mir nichts lieber.

Im Februar 2009, als das Haus mittlerweile verkauft war, kam sie zurück. Das war anfangs ja ganz toll; aber schon bei ihrer sog. "Einweihungsfeier" musste ich mit Erschrecken feststellen, dass diese Frau nicht ganz normal ist. Sie ist gegenüber zu früher extremer gewaltbereit und trinkt noch viel mehr; insbesondere Wodka. Sie griff meine Nachbarin an, die damals ihre alte Whg. bewohnte. Die ist auch mittlerweile ausgezogen. Dass sie unter einem "Strohmann" immer noch ein eigenes Brautmoden/ Änderungsschneiderei - Geschäft laufen hat, wundert mich angesichts ihres Lebensstils bis heute.

Es kam immer schlimmer. Mit den Jahren wurden auch andere Nachbarn/Nachbarinnen/Freunde Opfer ihres Terrors und ihrer Drohungen. So auch am 14. August 2012, als sie nach einer Hausparty die Türe meines besten Freundes eintrat und ihn mit einem Messer verletzte. Zum Glück konnte er ihren Angriff mit der Hand abwehren. Die Ermittlungen dauern immer noch! an. Der junge Mann befindet sich seit November stationär in einer Psychiatrie, weil er mit diesem Angriff und den daraus resultierenden Belastungsstörungen nicht mehr klar kam. Er wurde arbeitslos.

Genau drei Monate später, nachdem ich diese Frau schon lange mied und sie auch nicht mehr im Hausflur grüßte, war ich das Opfer. Hier der Auszug aus meiner Strafanzeige vom 11.12.2012:

Zitat:
Die Beschuldigte erschien am Abend des 13. November 2012 gegen 23 Uhr vor meiner Haustüre und klopfte. Meine Türklingel ist wegen ähnlicher vorangegangener Vorfälle deaktiviert. Aufgrund dieser Vorfälle, insbesondere der Messerattacke drei Monate zuvor auf Herrn P. möchte ich mit dieser Person nichts mehr zu tun haben und ließ ihr Klopfen unbeantwortet. Einige Minuten später erschien sie abermals vor meiner Türe und stellte mir unter weiterem Klopfen Essen vor die Türe. Beweismittel: Foto 13.11.12-23.24.jpg. Dabei redete sie wirres Zeug, wie etwa: „Ich gebe diesem Menschen diese Gabe...“ und wirkte sichtlich betrunken. Außerdem starrte sie dabei in meinen Türspion und machte seltsame Verrenkungen. Ich hielt dieses Verhalten für sehr merkwürdig und malte mir sogar aus, es könne Gift in diesem Essen sein. Ich ließ es unangerührt.

Gegen 23.30 Uhr kam sie abermals nach unten, hämmerte wild auf meine Türe ein und brüllte herum, ich solle aufmachen, nach draußen kommen oder die Polizei rufen, sie warte nur darauf. Ihre Schüsseln nahm sie wieder nach oben und untermalte diesen Akt mit Gebrüll und wüsten Beleidigungen. Kurze Zeit später lief sie ums Haus und schrie an Balkon und Küchenfenster herum, sprach eine Morddrohung aus („Es kostet 50 Euro um einen Menschen umzubringen!“) Des Weiteren sagte sie aus, Herr P. und ich seinen Verräter und sie würde für uns nicht in den Knast gehen. Beweismittel: Tonaufnahmen
Mittlerweile bekam ich es mit der Angst zu tun, stellte den Fernseher leise, löschte die Lichter und nahm vorsorglich ein Pfefferspray an mich, da ich mir denken konnte, dass Frau S. irgendwann total durchdreht.

Gegen 0.00 Uhr kam sie erneut nach unten, trat tatsächlich meine Türe ein, ging sofort auf mich los und ich wehrte mich mit Pfefferspray, von dem ich selbst genug abbekam. Es gab eine kurze Rangelei im Flur und ich rannte im Pyjama auf die Straße, rief die Polizei. Als diese dann eintraf, gab es eine Vernehmung; ich erstattete Anzeige und die Beamten fuhren wieder. Diese Prozedur dauerte sehr lange. Die eingetretene Haustüre konnte ich notdürftig reparieren und ich hängte auf Anraten von Herrn K. die Kette davor. Beweismittel: Tonaufnahmen

Frau S. aber gab keine Ruhe. Ich konnte ihr gellendes Geschrei in ihrer Wohnung bis nach unten hören. Sie brüllte und randalierte dann weiter in ihrer Wohnung herum, ehe sie gegen 02.25 nochmals nach unten kam, meine Türe abermals eintrat und dabei laut lachte. Anschließend flüchtete sie mit ihrem Hund nach draußen, während mehrere Nachbarn und ich nochmals den Notruf riefen. Frau S. wurde dann mit mehreren Polizeiautos im Viertel gesucht und konnte schließlich aufgegriffen werden. Meine Nerven waren unterdes völlig unten und die Beamten versicherten mir, dass für den Rest der Nacht Ruhe wäre, da die Beschuldigte in Gewahrsam genommen werden würde und für die minderjährige Tochter das Jugendamt bestellt wird.

Meine Türe war nun völlig demoliert, ließ sich nicht mehr schließen. Nach nur zwei Stunden kam Frau S. zurück in ihre Wohnung. Meine Haustüre konnte bis zur notdürftigen Reparatur in den Abendstunden nur verbarrikadiert werden. Sie ist bis heute beschädigt und lässt sich nicht absperren, da der Vermieter meine Aufforderungen, diese instandzusetzen, ignoriert.

Seit diesem Vorfall hat sich meine ohnehin schon angeschlagene Psyche so derart verschlechtert, dass ich kaum mehr imstande bin, meine Wohnung zu verlassen, da ich überall im Haus dieser wahnsinnigen Person ausgesetzt bin. Neben mir ergeht es auch anderen Nachbarn im Hause ebenso. Ein Opfer ihrer Attacken befindet sich sogar seit Wochen in psychiatrischer Behandlung und weigert sich, in seine alte Wohnung, wo der Überfall stattfand, zurückzukehren. Auch ich befand mich im September in stationärer Behandlung in einer Psychiatrie, wo damals schon per Attest festgestellt wurde, dass ein Verbleib in meiner derzeitigen Wohnung aus gesundheitlichen Aspekten nicht zumutbar ist. Nach dem ich stabil aus der Klinik zurückkam, geht es mir nun noch schlechter als zuvor, zumal ich in diesem Haus ständig mit weiteren Attacken seitens Frau S. rechnen muss, insbesondere ab dem Zeitpunkt einer Anklage.

Da die Beschuldigte in der Vergangenheit des Öfteren durch ähnliche Taten unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss aufgefallen war, weise ich vorsorglich darauf hin, dass auch eine Unterbringung gemäß § 1906 BGB notwendig sein könnte.

Nun zu meinem Problem:


Das Jobcenter genehmigte mir einen Umzug bis zur Mietobergrenze von 449,00 KM. Auch das städtische Wohnungsamt wurde von mir informiert, rechnete mir 75 Punkte zu und stellte mir einen Wohnungsberechtigungsschein aus, mit dem ich aber bis heute nichts anfangen kann, da für mich noch immer keine Angebote vorliegen. Die Klinik, in der ich mich befand, stellte ein Attest aus, das besagte, dass aufgrund des Risikos einer Verschlechterung bei psychiatrischer Erkrankung aus fachärztlicher Sicht zum dringenden Wohnungswechsel angeraten wird.

Nachdem ich 4 Wochen in einer psychiatrischen Klinik verbracht hatte (ja, es war vor dem Angriff auf mich) und Anfang Oktober wieder Zuhause war, ging es mir einige Zeit noch den Umständen entsprechend gut, bis zu dem besagten Tag am 14.11.2012. Schon in dieser Nacht hatte ich meinen ersten „Rückfall“, weil ich aufgrund des schockartigen Zustandes meine Hände nicht mehr ruhig halten konnte. Seither wird es immer schlimmer. Mittlerweile höre ich schon Stimmen und Geräusche, wo anscheinend keine sind. In den Waschkeller zu gehen, besonders abends, wenn man hört, dass die Psychopathin wieder betrunken in ihrer Wohnung herumbrüllt, ist ein Kreuzgang sondergleichen.

Mittlerweile steht es so schlimm, dass ich am Donnerstag zu meiner dritten! Magen-Darmspiegelung muss und unter schlimmsten Ängsten befürchten muss, dass es wieder das ist, was es bei den letzten Untersuchungen auch war. Seit einigen Wochen hab ich Schmerzen in allen Regionen des Körpers, wo man sie sich nie wünscht, erwische mich immer wieder beim abendlichen Glas/Flasche Wein, weil ich die Ängste, Schmerzen und Umstände hier nicht mehr ertrage. Ich sage ehrlich dazu, dass ich vorbelastet bin; das alles kam nicht erst durch den Angriff! Aber es hätte vielleicht auch nicht kommen müssen, wäre ich längst hier raus…

Kurz: Ich möchte hier raus. Sofort! Das Amt verweigert mir einen sog. K&P Schein (Kautions- und Provisionsübernahme), da ich nicht gefährdet bin, wohnungslos zu werden (z.B. Kündigung durch Vermieter) Ich jedoch sehe hier gravierendere Entwicklungen. Nämlich diese, dass sich die Aussicht auf Arbeitsfähigkeit bald für den Rest meines Lebens verabschiedet, wenn ich das in Kurzform fassen darf.

Eine angemessene Wohnung für 449,00 kalt im Westen Münchens (in dem ich bleiben möchte) zu finden, ist utopisch. Meinen bisherigen Wohnstandard (Balkon, kleine Kochnische, Badewanne, Gartennutzung, ruhige Gegend) möchte ich beibehalten. Schon allein, weil ich meinen Einzug in Eigenregie erledigt hatte, (ich war in einem Arbeitsverhältnis und hatte die Kaution in Bar) und ich nicht einsehe, aufgrund der negativen Veränderungen in meinem Umfeld in ein 20m² Zimmer zu ziehen, das am Ende noch an einer vielbefahrenen Straße liegt.

Fakt ist, dass auf wirklich allen Wohnungen, die mir bisher zusagten, ein Makler sitzt, der im Schnitt 2,38 Kaltmieten Provision nimmt. Mittlerweile habe ich einen solchen Hass auf dieses Klientel, vor Allem, weil ihn nicht der zahlt, der ihn bestellt, sondern jener, der dringend eine neue Bleibe sucht.
Tut mir leid, für diesen langen, geistigen Erguss, aber das musste mal raus und in erster Linie wäre ich dankbar, von erfahrenen Menschen Tipps zu bekommen, was ich tun kann. Ich bitte inständig darum, zu vermeiden, mir an den Kopf zu werfen… hätte, können, sollen…sein. Das bringt niemanden weiter.

Danke.
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Alt 09.01.2013, 17:05   #2
Seepferdchen
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Standard AW: Umzugswunsch wegen psychischer Belastung

Hallo und willkommen.

Zitat:
Kurz: Ich möchte hier raus. Sofort! Das Amt verweigert mir einen sog. K&P Schein (Kautions- und Provisionsübernahme), da ich nicht gefährdet bin, wohnungslos zu werden (z.B. Kündigung durch Vermieter) Ich jedoch sehe hier gravierendere Entwicklungen. Nämlich diese, dass sich die Aussicht auf Arbeitsfähigkeit bald für den Rest meines Lebens verabschiedet, wenn ich das in Kurzform fassen darf.
Hast du das schriftlich vom JC, das die Kosten nicht übernommen werden?

Zitat:
Die Klinik, in der ich mich befand, stellte ein Attest aus, das besagte, dass aufgrund des Risikos einer Verschlechterung bei psychiatrischer Erkrankung aus fachärztlicher Sicht zum dringenden Wohnungswechsel angeraten wird.
Das Attest hast du in deinem schriftlichen Antrag beigefügt?

Auch solltest du mal einen Blick in die örtlichen Richtlinie werfen.

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

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Alt 09.01.2013, 19:49   #3
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Contrapunctus
Standard AW: Umzugswunsch wegen psychischer Belastung

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Hallo und willkommen.



Hast du das schriftlich vom JC, das die Kosten nicht übernommen werden?



Das Attest hast du in deinem schriftlichen Antrag beigefügt?

Auch solltest du mal einen Blick in die örtlichen Richtlinie werfen.

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Ja, das hatte ich bereits getan: Jedoch ist der Stand bald 3 Jahre alt. ca. 50,00 mehr muss man für was angemessenens in München mindestens einplanen... Ich möchte ja ungerne nach einer Arbeitsaufnahme schon wieder umziehen müssen, nur weil ich mir die paar Euro mehr dann leisten darf/kann...

Angemessene Kosten der Unterkunft, Richtwerte Stand 01.07.2010
Personen
Wohnungsgröße Durchschnittlicher Grundpreis
Wohnungen mit einfacher Ausstattung
Richtwerte
angemessene KdU
Stand: 01.07.2010
in m²
1 Person 20~ 50m² 8,98p. m² = € 449,21 €

Wenn ich das so sehe, wird wohl auch nichts aus der Idee, mit zwei Freunden zusammenzuziehen. Rechnerisch käme es billiger, als was das Amt derzeit für unsere drei Wohnungen bezahlt.

Anbei der Brief vom Jobcenter als Anhang. Mein Attest liegt in Kopie vor und auch das Original hatten sie gesehn, beim Wohnungsamt ebenso.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
arge.jpg  
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Alt 10.01.2013, 08:50   #4
Seepferdchen
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Standard AW: Umzugswunsch wegen psychischer Belastung

Zitat:
Wenn ich das so sehe, wird wohl auch nichts aus der Idee, mit zwei Freunden zusammenzuziehen.
Du meinst eine WG?

Hier mal ein Beispiel - Urteil, da kannst du viel im Net nachlesen bzw. auch natürlich hier im Forum.

Zitat:
Ein gemeinsames Eigenheim führt nicht zwingend zur Anrechnung des Einkommens des Mitbewohners bei Hartz IV . Das entschied das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel am Mittwoch in einem Grundsatzurteil. Darin klärte das Gericht die Voraussetzungen einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft, die zur Anrechnung des Partnereinkommens führt (Az: B 4 AS 34/12 R).
Zum Thema Mietkaution stelle ich dir mal aus dem Forum Links rein zum nachlesen.

Hier findest du Urteile und vieles mehr an Infos.

http://www.elo-forum.org/kosten-unte...rag-danke.html

Und diesen Link bitte auch in Ruhe lesen:

http://www.elo-forum.org/kosten-unte...etkaution.html

Zitat:
Die Variante als rückzahlbares Darlehen und dann ggf. Widerruf und klagen ziehe ich persönlich vor. Als Argumentation siehe S 37 AS 24431/11 ER - und auch Anlage.
Pos. 10

Mit den Maklergebühren ist es leider so, wie schon im Schreiben vom JC erwähnt.

Zwar gehören diese Gebühren zu den Wohnungsbeschaffungskosten, aber die können nur unter den z.B. o.g. Gründen übernommen werden.

Zitat:
Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger übernommen werden, § 22 Abs 3 Satz 1 1.Halbsatz SGB II.

Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist, und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. § 22 Abs 3 Satz 2 SGB II.

Der Begriff ist hierbei weit zu fassen, womit auch die Gebühren eines Maklers - soweit angemessen - darunter zu verstehen sind (vgl Lang/Link in Eicher/Spell- brink, SGB II, 2. Aufl, § 22 Rdnr 83).

Maklerkosten, die ebenfalls zu den Kosten der Unterkunft gehören können, sind bei einem notwendigen Umzug dann zu übernehmen, wenn im Preis angemessene Unterkünfte ausschließlich über einen Makler angemietet werden können.

Es ist den Antragstellern zuzumuten, sich bei einem konkreten Angebot mit der Antragsgegnerin vor einer Anmietung in Verbindung zu setzen, um die Kostenübernahme abzuklären.

Keineswegs kann generell ein Anspruch auf Übernahme von Maklerkosten zugebilligt werden (Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen L 20 B 145/07 AS ER 25.09.2007 , Beschluss ) .
Quelle: Tacheles e.V. Willi 2

Gruß
__

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Alt 12.01.2013, 13:12   #5
gila
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Hallo Contrapunctus!

449 kalt - da dachte ich mir schon, dass das München sein müsste ...

Ich klage gerade gegen das JC München im Falle meiner Tochter, die (psych. behindert, Suchtbiografie) ihre schrottige Wohnung auch wechseln musste - und die neue ist 30 Euro überm Satz.
Trotz aller vorgelegten Atteste (auch Bescheinigung durch Frauentherapiezentrum) wurde hier keine ordnungsgem. Einzelfallentscheidung getroffen.
Dennoch machten wir den Umzug - da es eine einmalige Gelegenheit war, vorher ihre Schwester drin wohnte (=vertrautes Umfeld, sicheres Haus) und (was ja bei Behinderungen UND AlgII wichtig ist!!!): die Vermieter waren einverstanden.
Wir zahlen die 30 Euro momentan selbst - Umzugskosten sind dem JC eh keine entstanden, Kaution war eh bei der Vermieterin durch Schwester - das Gericht wunderte sich in der Vorverhandlung, warum das JC so "kleinlich" sei - die neue Wohnung ist nichtmal 10% über der Richtlinie und wäre übernommen worden, wenn sie schon drin gewesen wäre ... alles sehr wenig schlüssig.
Zumal keine wirkliche Chancengleichheit auf dem dichten Markt!

Eine Suche auf dem Münchener Wohnungsmarkt war lt. Attest für sie nicht zumutbar - die alte Schrottbude 80 Euro zu teuer - DAS hatte man aber übernehmen müssen!

Inzwischen ist die Münchener Richtlinie (die aus 2010 ist und damals GESENKT statt erhöht!! ) vom LSG als "nicht schlüssig" geurteilt worden.
Es MUSS sich also in der nächsten Zeit etwas tun (es muss ein "schlüssiges Konzept" vorgelegt werden. Ganz sicher sind die Preise so nicht mehr haltbar und das wird die Stadt richtig was kosten! Aber man TUT ja auch nicht wirklich was gegen die Kostenentwicklung!)

Da du anscheinend noch immer in einer Suchtgefährdung bist (Rückfall) und nicht stabil, würde ich dir empfehlen, mal zu CONDROBS zu gehen und um Rat zu suchen.
Auch gibt es die Möglichkeit über Condrobs in WGs Condrobs 2012: Soziale Hilfen. Bayernweit., die auch therapeutisch betreut werden, zu kommen, auch einzelbetreutes Wohnen ist möglich.

Oder zu so einem Therapiezentrum wie z.B. MIM MIM: Münchner Informationszentrum für Männer - Home (gehe grad mal aus, du bis männlich :-)).

Hole dir Unterstützung und Sozialberatung. Sonst kommst du niemals vorwärts.

Und: GEHE BITTE REGELMÄSSIG IN DIE AA-GRUPPEN, die es in M zuhauf gibt.

Attest eines Psychiaters oder Therapeuten, dass du umziehen musst - und dir aber eine Wohnungssuche, wie bei einem "normal-gesunden" Menschen, nicht zumutbar ist, da auch deine Chancen auf dem Wohnungsmarkt im Vergleich zu Menschen mit Festanstellung geringer sind.

Ich denke, auch einen Makler werden sie über kurz oder lang akzeptieren müssen.
Ich würde es aber erstmal mit Kontakt zu einer dieser Institutionen versuchen und hören, was die anbieten können.

Wenn du eine anwaltliche Beratung benötigst, dann nenne ich dir gern unseren RA - er ist engagiert und mit der Richtlinie im Übrigen befasst.
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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Alt 14.01.2013, 13:53   #6
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Zitat von gila Beitrag anzeigen
Hallo Contrapunctus!

449 kalt - da dachte ich mir schon, dass das München sein müsste ...

Ich klage gerade gegen das JC München im Falle meiner Tochter, die (psych. behindert, Suchtbiografie) ihre schrottige Wohnung auch wechseln musste - und die neue ist 30 Euro überm Satz.
Trotz aller vorgelegten Atteste (auch Bescheinigung durch Frauentherapiezentrum) wurde hier keine ordnungsgem. Einzelfallentscheidung getroffen.
Dennoch machten wir den Umzug - da es eine einmalige Gelegenheit war, vorher ihre Schwester drin wohnte (=vertrautes Umfeld, sicheres Haus) und (was ja bei Behinderungen UND AlgII wichtig ist!!!): die Vermieter waren einverstanden.
Wir zahlen die 30 Euro momentan selbst - Umzugskosten sind dem JC eh keine entstanden, Kaution war eh bei der Vermieterin durch Schwester - das Gericht wunderte sich in der Vorverhandlung, warum das JC so "kleinlich" sei - die neue Wohnung ist nichtmal 10% über der Richtlinie und wäre übernommen worden, wenn sie schon drin gewesen wäre ... alles sehr wenig schlüssig.
Zumal keine wirkliche Chancengleichheit auf dem dichten Markt!

Eine Suche auf dem Münchener Wohnungsmarkt war lt. Attest für sie nicht zumutbar - die alte Schrottbude 80 Euro zu teuer - DAS hatte man aber übernehmen müssen!

Inzwischen ist die Münchener Richtlinie (die aus 2010 ist und damals GESENKT statt erhöht!! ) vom LSG als "nicht schlüssig" geurteilt worden.
Es MUSS sich also in der nächsten Zeit etwas tun (es muss ein "schlüssiges Konzept" vorgelegt werden. Ganz sicher sind die Preise so nicht mehr haltbar und das wird die Stadt richtig was kosten! Aber man TUT ja auch nicht wirklich was gegen die Kostenentwicklung!)

Da du anscheinend noch immer in einer Suchtgefährdung bist (Rückfall) und nicht stabil, würde ich dir empfehlen, mal zu CONDROBS zu gehen und um Rat zu suchen.
Auch gibt es die Möglichkeit über Condrobs in WGs Condrobs 2012: Soziale Hilfen. Bayernweit., die auch therapeutisch betreut werden, zu kommen, auch einzelbetreutes Wohnen ist möglich.

Oder zu so einem Therapiezentrum wie z.B. MIM MIM: Münchner Informationszentrum für Männer - Home (gehe grad mal aus, du bis männlich :-)).

Hole dir Unterstützung und Sozialberatung. Sonst kommst du niemals vorwärts.

Und: GEHE BITTE REGELMÄSSIG IN DIE AA-GRUPPEN, die es in M zuhauf gibt.

Attest eines Psychiaters oder Therapeuten, dass du umziehen musst - und dir aber eine Wohnungssuche, wie bei einem "normal-gesunden" Menschen, nicht zumutbar ist, da auch deine Chancen auf dem Wohnungsmarkt im Vergleich zu Menschen mit Festanstellung geringer sind.

Ich denke, auch einen Makler werden sie über kurz oder lang akzeptieren müssen.
Ich würde es aber erstmal mit Kontakt zu einer dieser Institutionen versuchen und hören, was die anbieten können.

Wenn du eine anwaltliche Beratung benötigst, dann nenne ich dir gern unseren RA - er ist engagiert und mit der Richtlinie im Übrigen befasst.
Danke Gila, auch für Deine Tipps. Leider sind meine Chancen, eine neue Whg zu finden, durch meine besonders im Winter ausgeprägte Agoraphobie gleich NULL, genauso auch das Aufsuchen dieser Suchtgruppe, was mir auch von meiner Neurologin angeraten wurde. Selbst zu ihr komme ich nicht mehr, da mir volle Wartezimmer und Arztpraxen mit Wartezeiten ein absolutes Greuel sind. Ich drehe mich immer wieder im Teufelskreis, auch einen Therapeuten zu finden, der in meiner Nähe praktiziert. (Ich meide öffentliche Verkehrsmittel)
Wohngemeinschaften mit Fremden oder betreutes Wohnen ist in meinem Fall absolut nicht drin, da mir Ruhe und Privatsphäre ein oberstes Gut sind.

Ich würde gerne mit meinen zwei besten Freunden ein Häuschen mit Garten mieten, bis etwa 1200 kalt, solche Häuser gibt es im Umland durchaus und wir kämen auf eine billigere Warmmiete als im Moment. Wir könnten uns mit Gemüseanbau zum Teil auch selbst versorgen und noch mehr Geld sparen. Doch habe ich überhaupt keine Ahnung, wie man so etwas angeht und ich vermute stark, dass das JC da nicht mitspielt, wenn ich in der Liste so sehe, was die für einen 3 Personen-Haushalt an Miete bezahlen, da bekomme ich nicht mal eine 2 Zimmer Whg dafür.

Also heißt es wohl, erst mal was eigenes, neues finden... Was kann ich tun? Klage vor dem Sozialgericht? Anwalt nehmen? Nochmal ans JC schreiben? Einfach umziehen und dem Vermieter verschweigen, dass ich ALGII Bezieher bin? Eigentlich gehört ein Gesetz her, dass Vermieter ALGII-Bezieher nicht ablehnen dürfen. Ich persönlich habe durch die vielen Absagen schon keine Kraft mehr, irgendwo anzurufen. Wohnungsbesichtigungen, wo gleich mehrere Leute erscheinen, meide ich sowieso, da ich unter solchen Umständen sowieso keine Chance habe...

Ich könnte auch meine Whg untervermieten und in eine Berghütte in Tirol ziehen....
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Alt 14.01.2013, 13:58   #7
gelibeh
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gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh
Standard AW: Umzugswunsch wegen psychischer Belastung

Zitat:
wenn ich in der Liste so sehe, was die für einen 3 Personen-Haushalt an Miete bezahlen, da bekomme ich nicht mal eine 2 Zimmer Whg dafür.
Wenn Ihr nicht miteinander verwandt seid, seid Ihr eine Wohngemeinschaft und dann darf jeder so viel Mietkosten haben, wie in einer Einzelwohnung.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 14.01.2013, 14:14   #8
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Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Wenn Ihr nicht miteinander verwandt seid, seid Ihr eine Wohngemeinschaft und dann darf jeder so viel Mietkosten haben, wie in einer Einzelwohnung.
Ah, das klingt ja super! Gibt es dafür irgendeinen Verweis mit Paragraphen?
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Alt 14.01.2013, 14:39   #9
hartaber4
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Standard AW: Umzugswunsch wegen psychischer Belastung

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Wenn Ihr nicht miteinander verwandt seid, seid Ihr eine Wohngemeinschaft und dann darf jeder so viel Mietkosten haben, wie in einer Einzelwohnung.

???


Leben Hilfebedürftige in einer Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten, so besteht nach § 9 Abs. 5 SGB II eine Vermutung dahingehend, dass sie von ihren Verwandten Leistungen erhalten, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann.

Diese Regelung führte in der Praxis dazu, dass von den Trägern der Sozialleistungen bereits beim bloßen Zusammenwohnen von Verwandten in einer Wohnung unterstellt wurde, dass der Hilfebedürftige Leistungen von seinen Verwandten erhält und ihm demgemäß ein fiktives Einkommen auf das Arbeitslosengeld II angerechnet wurde.

Hierbei oblag es nach Ansicht der Leistungsträger dem jeweiligen Bürger, zu beweisen, dass er von seinen Verwandten keine Leistungen erhielt.

Dieser Praxis wurde nun durch das Bundessozialgericht ein Riegel vorgeschoben.

So hat das BSG jetzt entschieden, dass es für die Unterhaltsvermutung gerade nicht ausreicht, wenn Verwandte oder Verschwägerte in einem Haushalt lediglich zusammen wohnen.

Es muss vielmehr eine über eine bloße Haushaltsgemeinschaft hinausgehende, so genannte Wirtschaftsgemeinschaft vorliegen. Hierzu ist es erforderlich, dass die Verwandten oder Verschwägerten aus einem Topf wirtschaften. Hierzu reicht es nach Ansicht des Bundessozialgerichts jedoch nicht aus, dass die Verwandten gemeinsam das Bad, die Küche oder sonstige Gemeinschaftsräume nutzen. Auch der gemeinsame Einkauf von Grundnahrungsmitteln, Reinigungs- oder Sanitärartikeln aus einer von allen Mitbewohnern zu gleichen Teilen gespeisten Gemeinschaftskasse begründet nach dieser Entscheidung noch keine Haushaltsgemeinschaft. (BSG, Urteil vom 27.01.2009, B 14 AS 6/08 R)

ALG II: Keine Unterhaltsvermutung bei Wohngemeinschaft zwischen Verwandten | Sozialrecht
__

ius vigilantibus scriptum est.....

"Nichts schärft den Verstand mehr als die Niederlage." - Eric Hobsbawm-

"Die sogenannten Finanzmärkte dienen der Mehrheit genauso wenig wie die organisierte Kriminalität. Das ist der Fehler, und deshalb haben harte Reformen bei ihnen anzusetzen, statt umgekehrt den Sozialstaat abzubauen." (Dr. J. Borchert in "Sozialstaatsdämmerung" S. 180)
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Alt 14.01.2013, 16:56   #10
gila
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Zitat von Contrapunctus Beitrag anzeigen
Danke Gila, auch für Deine Tipps. Leider sind meine Chancen, eine neue Whg zu finden, durch meine besonders im Winter ausgeprägte Agoraphobie gleich NULL, genauso auch das Aufsuchen dieser Suchtgruppe, was mir auch von meiner Neurologin angeraten wurde.

Dann fordere einen guten Freund auf, dich zu begleiten und "aus dem Haus zu zerren".

Selbst zu ihr komme ich nicht mehr, da mir volle Wartezimmer und Arztpraxen mit Wartezeiten ein absolutes Greuel sind.

Schon verständlich - aber da muss man durch, sonst kommst du keinen Schritt weiter!

Ich drehe mich immer wieder im Teufelskreis, auch einen Therapeuten zu finden, der in meiner Nähe praktiziert. (Ich meide öffentliche Verkehrsmittel)

Hier könnte dir gerade Condrobs oder ähnliche behilflich sein - du musst halt mal den Telefonhörer in die Hand nehmen und dein Anliegen deutlich machen und den ERSTEN SCHRITT tun!

Wohngemeinschaften mit Fremden oder betreutes Wohnen ist in meinem Fall absolut nicht drin, da mir Ruhe und Privatsphäre ein oberstes Gut sind.

Beim betreuten Einzelwohnen hast du das. Man verabredet mit dem Betreuer vielleicht mal 1 Tag in der Woche, wo man zu ihm geht ... oder er zu dir kommt für ein Stündchen. Dann kann man alle Anliegen besprechen, die gerade anstehen. Er/sie kann auch auf Wunsch helfen beim Einkaufen, Arztbesuch, Therapeuten suchen, sogar mal die Bude putzen, wenn man mal Hilfe benötigt.

Ich würde gerne mit meinen zwei besten Freunden ein Häuschen mit Garten mieten, bis etwa 1200 kalt, solche Häuser gibt es im Umland durchaus und wir kämen auf eine billigere Warmmiete als im Moment. Wir könnten uns mit Gemüseanbau zum Teil auch selbst versorgen und noch mehr Geld sparen. Doch habe ich überhaupt keine Ahnung, wie man so etwas angeht und ich vermute stark, dass das JC da nicht mitspielt, wenn ich in der Liste so sehe, was die für einen 3 Personen-Haushalt an Miete bezahlen, da bekomme ich nicht mal eine 2 Zimmer Whg dafür.

Wunderbar - diese Wünsche kenne ich von meiner Tochter ... nur der Weg dahin ist leider steinig und nicht so schnell machbar. Und: aus "guten Freunden", denen man sich "als Kranker zumutet" können sehr leicht überforderte Freunde werden!
Und dann steht man erst recht da. Glaub es einfach, haben wir alles schon durch.
Außerdem: solange du selbst noch in einer Suchtproblematik steckst, sind "Freunde" die schlechtesten Helfer da raus, solange sie dich noch "tragen" wirst du dich niemals bewegen!

Also heißt es wohl, erst mal was eigenes, neues finden... Was kann ich tun? Klage vor dem Sozialgericht? Anwalt nehmen? Nochmal ans JC schreiben? Einfach umziehen und dem Vermieter verschweigen, dass ich ALGII Bezieher bin? Eigentlich gehört ein Gesetz her, dass Vermieter ALGII-Bezieher nicht ablehnen dürfen. Ich persönlich habe durch die vielen Absagen schon keine Kraft mehr, irgendwo anzurufen. Wohnungsbesichtigungen, wo gleich mehrere Leute erscheinen, meide ich sowieso, da ich unter solchen Umständen sowieso keine Chance habe...

Ich könnte auch meine Whg untervermieten und in eine Berghütte in Tirol ziehen....
Du wirst dich schon BEWEGEN müssen - greif diese Tipps und Kontakte auf und geh den 1. Schritt.

MEHR kann und werde ich persönlich nicht "helfen" - aus Erfahrung weiß ich, dass das überhaupt nichts bringt und nur meine Zeit und Nerven kosten würde (und lese es auch zwischen deinen Zeilen ...)

Wenn du es ernst meinst und was verändern willst, bevor es zu spät ist: dann jederzeit auch per privater Mail gern.
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2013, 18:38   #11
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Standard AW: Umzugswunsch wegen psychischer Belastung

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Wenn Ihr nicht miteinander verwandt seid, seid Ihr eine Wohngemeinschaft und dann darf jeder so viel Mietkosten haben, wie in einer Einzelwohnung.
Kurze Frage um das genauer zu verstehen:

Musterstadt, max 300€Kalt. 3 Leute wollen zusammen ziehen, dürfen dann also max 900€ kaltmiete haben.

Richtig??
50GdB23 ist offline   Mit Zitat antworten
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belastung, depression, kaution, makler, provision, psyche, psychischer, umzug, umzugswunsch

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