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KDU - Umzüge... Alles rund um Wohnungs Ein-, Um- und Auszüge, Erstausstattung, Renovierungskosten...


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Alt 11.03.2007, 13:44   #1
nickeneck
Elo-User/in
 
Registriert seit: 11.03.2007
Beiträge: 2
nickeneck
Standard Umzug ohne Zustimmung der ARGE

Hallo,

ich wohne alleine in einer 49 qm Wohnung und möchte in eine andere 49 qm Wohnung umziehen. Beide Wohnungen haben die gleiche Miete in Höhe von 342,- Euro warm. Bin über 30.

Grund:
Derzeitige Wohnung liegt auf der Nordseite ohne Sonne in der 4. Etage, Gibelseite mit drei Außenwänden. Hohe Heizkosten.

Die neue Wohnung liegt auf der Südseite in der 1. Etage, eine Außenwand zum Balkon, sie liegt zentraler und verkehrsgünstiger, man müsste nicht alle Wege wie Einkaufen mit dem Auto erledigen. Supermarkt, Post, Friseur u.a. liegen gleich gegenüber, was derzeit nicht der Fall ist.

Der Sachbearbeiter der ARGE lehnte die Bestätigung zur Angemessenheit ab, da die Gründe nicht zwingend sind. Soweit alles ok.

DER KdU-Satz in meiner Stadt liegt für eine Person bei 299,- Euro inkl. Heizkosten. Die ARGE, so die Auskunft des Sachbearbeiters, hat einen Spielraum von bis zu 10 Prozent, also bis max. 329,- Euro, wenn man z.B. schon länger in der Wohnung wohnt, und die Wohnungsgröße ansonsten angemessen ist.

Mir zahlt die ARGE zu den 342,- Euro Warmmiete 324,- Euro plus ALGII.

Umzugskosten-Zuschuss würde ich von der ARGE nicht beanspruchen. Habe die Wohnung schon besichtigt und ausgemessen. Die Möbel inkl. Küche passen wie angegossen in die neue Wohnung hinein.
Kaution oder ähnliches brauch ich nicht zu zahlen. Ich bin Mitglied einer Genossenschaft, und die Genossenschaftsanteile der neuen Wohnung sind gleich der alten Wohnung.

Was würde passieren, wenn ich nun trotzdem in die neue Wohnung umziehe? Was ich zu gern tun würde.

Bitte nur User zu Wort melden die Bescheid wissen bzw. gleiche Erfahrungen gemacht haben.

Vielen Dank.
nickeneck ist offline  
Alt 11.03.2007, 18:41   #2
vagabund
Redaktion
 
Benutzerbild von vagabund
 
Registriert seit: 22.06.2005
Ort: im Pott
Beiträge: 4.562
vagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiert
Standard

Zitat:
§ 22 SGB II

Leistungen für Unterkunft und Heizung

(1) Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, werden die Leistungen weiterhin nur in Höhe der bis dahin zu tragenden Aufwendungen erbracht.
Quelle: SGB-II
__

Gruß
vagabund
...................................................................... ..............
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Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06


Die von mir gemachten Aussagen geben meine persönlichen Erfahrungen wieder bzw. stellen meine Meinung dar und keine Rechtsberatung.

Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten,sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?
(Wladimir Iljitsch Lenin - 1870-1924)

vagabund ist offline  
Alt 11.03.2007, 21:26   #3
Ludwigsburg
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von nickeneck Beitrag anzeigen
Hallo,

ich wohne alleine in einer 49 qm Wohnung und möchte in eine andere 49 qm Wohnung umziehen. Beide Wohnungen haben die gleiche Miete in Höhe von 342,- Euro warm. Bin über 30.

Grund:
Derzeitige Wohnung liegt auf der Nordseite ohne Sonne in der 4. Etage, Gibelseite mit drei Außenwänden. Hohe Heizkosten.

Die neue Wohnung liegt auf der Südseite in der 1. Etage, eine Außenwand zum Balkon, sie liegt zentraler und verkehrsgünstiger, man müsste nicht alle Wege wie Einkaufen mit dem Auto erledigen. Supermarkt, Post, Friseur u.a. liegen gleich gegenüber, was derzeit nicht der Fall ist.

Der Sachbearbeiter der ARGE lehnte die Bestätigung zur Angemessenheit ab, da die Gründe nicht zwingend sind. Soweit alles ok.

DER KdU-Satz in meiner Stadt liegt für eine Person bei 299,- Euro inkl. Heizkosten. Die ARGE, so die Auskunft des Sachbearbeiters, hat einen Spielraum von bis zu 10 Prozent, also bis max. 329,- Euro, wenn man z.B. schon länger in der Wohnung wohnt, und die Wohnungsgröße ansonsten angemessen ist.

Mir zahlt die ARGE zu den 342,- Euro Warmmiete 324,- Euro plus ALGII.

Umzugskosten-Zuschuss würde ich von der ARGE nicht beanspruchen. Habe die Wohnung schon besichtigt und ausgemessen. Die Möbel inkl. Küche passen wie angegossen in die neue Wohnung hinein.
Kaution oder ähnliches brauch ich nicht zu zahlen. Ich bin Mitglied einer Genossenschaft, und die Genossenschaftsanteile der neuen Wohnung sind gleich der alten Wohnung.

Was würde passieren, wenn ich nun trotzdem in die neue Wohnung umziehe? Was ich zu gern tun würde.

Bitte nur User zu Wort melden die Bescheid wissen bzw. gleiche Erfahrungen gemacht haben.

Vielen Dank.
Genehmigt wird die neue Wohnung nicht, weil das Amt dann Kosten übernehmen müßte. Da die neue Miete aber nicht teurer ist als die alte kannst du umziehen...

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 12.03.2007, 07:28   #4
Tinkalla
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Da die neue Miete aber nicht teurer ist als die alte kannst du umziehen...
Wenn ich das oben richtig verstehe, liegt bereits die alte Wohnung über dem als *angemessen* angesehen Betrag. Als *angemessen* werden 299€ angesehen. Man hat hier nur einen Toleranzwert akzeptiert. ( wegen langer Wohndauer?)

Da die ARGE die neue Wohnung nicht bewilligen will, könnte es sein, dass man hier bei nicht genehmigtem Umzug auf diese 299€ reduziert.

Auf jeden Fall würde ich das vorher abklären.
 
Alt 12.03.2007, 18:17   #5
nickeneck
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 11.03.2007
Beiträge: 2
nickeneck
Standard

Danke für Eure schnellen und korrekten Antworten. Hat mir sehr geholfen.
War heute selber bei der ARGE. Es ist schon so wie Ihr geschrieben habt, der Mietzuschuss beträgt dann mit dem neuen Bescheid ab dem 7. Monat nur noch 299,- Euro, bis dahin wird der bereits bewilligte Zuschuss weiter gezahlt. Die 324,- Euro werden aber auch für die alte Wohnung nur für 6 Monate gezahlt. Dann bekomme ich für die jetzige Wohnung auch nur 299,- Euro, den Betrag den die Stadt Dresden für eine Person max. bezahlt. So zumindest die Auskunft meiner Sachbearbeiterin.

Heißt: Umziehen, selber zahlen oder Arbeit finden.

Beste Grüße aus Dresden
nickeneck ist offline  
Alt 12.03.2007, 18:29   #6
Tinkalla
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

öhm, Du liegst doch nur 25€ über dem *angemessenen * Betrag. Und dafür bekommst Du eine Umzugsaufforderung?
Das kann doch alles nicht wahr sein.

Du möchtest aber umziehen, nicht wahr? Oder jetzt unter den neuen Umständen nicht mehr?

Mache doch bitte einmal eine Auflistung, WAS der Umzug kosten würde. Wenn mit dem Endbetrag die Mietdifferenz, also die 25€, länger als 2 Jahre finanziert werden können, ist der Umzug unwirtschaftlich. Dann kannst Du einen entsprechen Antrag stellen.
 
Alt 12.03.2007, 19:14   #7
egjowe->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 16.10.2005
Beiträge: 565
egjowe
Standard

Zitat:
Heißt: Umziehen, selber zahlen oder Arbeit finden
die rechtsprechung sieht es nicht immer so,
wie die argen (sb's) sich das so denken.

glaubhaft machen, dass es zu den vorgaben in der näheren umgebung nichts gibt.
hierüber nachweise erbringen.
http://www.my-sozialberatung.de/cgi-...md=all&Id=1282

ein regionaler mietspiegel kann auch unterstützend wirken.
nicht zu verwechseln mit der bundesweiten wohngeldtabelle,
die die meisten argen zugrunde legen.
Zitat:
Das Bundessozialgericht hat die vielerorts übliche Handhabe,
die Mietobergrenze nach der bundesweiten Wohngeldtabelle festzulegen, kritisiert.
http://www.maerkischeallgemeine.de/c...0826968/61939/

um seine möglichkeiten auszuschöpfen, könnte es allerdings einer steiniger weg werden.
__

************************************

Die einen wollen FRIEDEN ,
die anderen KEINEN KRIEG .
Soetwas erzeugt natürlich Spannungen.
************************************

alles geschriebene gibt lediglich meine meinung bzw. meinen heutigen kenntnisstand wieder.
es stellt keine beratung dar und darf auch so nicht verstanden werden.
egjowe ist offline  
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umzug, ohne, zustimmung, arge

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