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Start > > > -> Wohnwagen schimmelig Erstausstattung und Regulierungskosten werden vom JC abgelehnt.


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Alt 22.07.2016, 16:27   #1
Gecyn
Elo-User/in
 
Registriert seit: 04.08.2015
Beiträge: 185
Gecyn
Standard Wohnwagen schimmelig Erstausstattung und Regulierungskosten werden vom JC abgelehnt.

Huhu,

ich kenne die Situation nicht genau aber versuche euch diese hier mal etwas näher zu bringen...

Mein kleiner Bruder wohnt in einen Wohnwagen der auf einen Campingplatz steht, das Jobcenter bezahlt hier Jährlich die Pacht und das Gas welches Monatlich benötigt wird.
Nun ist jetzt das Problem das sein Wohnwagen total schimmelig ist, weil diverse Reparaturen sowie komplett neue Möbel benötigt werden, da alles vom Schimmel betroffen ist,

Der SB vom JobCenter hat sich den Wohnwagen auch wohl bereits angeschaut, lehnt aber eine Erstausstattung und Regulierungskosten ab.
Allerdings meinte der SB aber auch, wenn er in eine Wohnung ziehen würde, würde man eine Erstausstattung als auch die Renovierung der neuen Wohnung übernehmen?.

Ich denke mal das dieses vorgehen nicht in Ordnung ist, da mein Bruder Nachweislich aktuell auf den Boden schlafen muss, und das innere vom Wohnwagen selbst nicht nutzen kann...
Aktuell schläft er notdürftig auf einer Matratze im Vorbau des Wohnwagens...

Ich selbst kann die Situation nicht ganz beschreiben, da ich nicht in der Nähe Wohne, das sind aussagen von meiner Mutter....

Habe Sie auch mal darum gebeten, das Sie das Schreiben mal hochladen soll, mit was genau dieses vorgehen formuliert wird.

Aber Grundsätzlich ist die frage jetzt:

gibt es eine Klausel, wo das JobCenter in der Pflicht ist so einen Wohnwagen zu Renovieren? bzw die Kosten übernehmen müssen, es wird aktuell nur ein Darlehen angeboten.


Vielen Dank euer Gecyn
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Alt 22.07.2016, 18:10   #2
Seepferdchen
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von Seepferdchen
 
Registriert seit: 19.11.2010
Beiträge: 21.329
Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wohnwagen schimmelig Erstausstattung und Regulierungskosten werden vom JC abgelehnt.

Hier mal ein Zitat aus einem Urteil:

Zitat:
Der Kläger beantragt, das Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz vom 23. 4. 2009 und das Urteil des Sozialgerichts Speyer vom 15. 1. 2008 aufzuheben sowie den Bescheid der Beklagten vom 22. 7. 2005, in der Fassung der Änderungsbescheide vom 30. 11. 2005, in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 14. 12. 2005 zu ändern und dem Kläger für die Zeit vom 21. 6. bis 31. 12. 2005 Leistungen für Unterkunft iS des § 22 SGB II – Kraftfahrzeugsteuer, Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung, Reparaturkosten, Wartung und Pflege des Wohnmobils sowie Kosten für Kraftstoff als Nebenkosten – bis zur Höhe der angemessenen Kosten einer Mietwohnung zu gewähren.

Quelle:
BSG, Urteil vom 17. 6. 2010 ? B 14 AS 79/09 R

Zitat:
Habe Sie auch mal darum gebeten, das Sie das Schreiben mal hochladen soll, mit was genau dieses vorgehen formuliert wird.
Das wäre hilfreich wenn man lesen könnte mit welcher Begründung plus §§ das JC schreibt., natürlich ohne persönliche Daten.

Zitat:
es wird aktuell nur ein Darlehen angeboten.
Und das hat er schriftlich?
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.2016, 14:37   #3
P123
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wohnwagen schimmelig Erstausstattung und Regulierungskosten werden vom JC abgelehnt.

Schimmelige Wohnwagen kann man nicht reapieren. Sobald innen die Verkleidungen anfangen wellig zu werden, ist die Eieruhr definitiv abgelaufen. Schon dann wird der Wagen für den Bewohner zunehmend zu einem Gesundheitsrisiko. Ein Wohnwagen ist ein Holzgestell, das lediglich außen mit Alublechen und innen mit Furnierholz oder Hartfaser verkleidet ist. Dazwischen ist Schaumpolysturol.

Steht der Wagen ungeschützt in der Sonne, dann werden zuerst die Dichtungen der Dachluken porös und lassen dann langsam die Schaumstoffüllung absaufen. Und die wird nicht mehr trocken. Auch der chemisch aggressive Vogelkot oder gar Silvesterknaller, die auf das Dach fallen, sind das Todesurteil.

Deshalb sieht man auf Dauercampingplätzen die Wagen meist mit einem Überdach stehen, was freilich ziemlich teuer ist. Aber darunter können eben auch bei einem längerfristig bewohnten Wagen die Dachluken zu Lüften offen bleiben. Die ausgeatmete Luft hat eine realive Luftfeuchtigkeit von 95%, weshalb man sich nicht wundern muß, daß da bei kaltem Wetter die Fenster eines Wohnwagens, der als Schlafzimmer immer zu klein ist, innen anlaufen.

Aber so drastisch, wie die Situation hier geschildert wird, kann der Wagen nur noch entsorgt werden. Und er darf eigentlich auch nicht mehr ohne Atemschutz betreten werden. Das kostet, denn das Ding besteht zu 100% aus Sondermüll. Das bißchen Stahl am Fahrgestell kann man getrost vergessen.
Es wird gemunkelt, daß da der eine oder andere Wagen auf eine Freifläche gezogen und von der Feuerwehr als Übungsobjekt genutzt worden wäre ... Das sind freilich nur völlig haltlose Gerüchte, die einem nicht mal im Zustand der Volltrunkenheit jemals jemand bestätigen wird.


Das mal vorweg. Wenn sich ein SB den Wagen angeschaut und dann den Antrag auf technisch unmögliche Reparaturen ablehnt, ist dagegen nichts zu sagen. Das oben verlinkte Urteil des BSG ist mit diesem Fall nicht vergleichbar. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, mit der Situation des Bekannten der Fredstarterin umzugehen:

1. Umzug in eine Wohnung
Das wird der Betroffene deshalb nicht wollen, weil er die Vorzüge des Lebens an der freien Natur schätzen und lieben gelernt hat. Das, was wir hier haben, ist klassische Obdachlosigkeit.

2. Umzug in einen sauberen, unbeschädigten und sachgerecht ausgestatteten Wagen (s. o.).
Viele Camper müssen die Nutzung ihrer Plätze wegen ihres hohen Alters aufgeben oder zunehmend stark einschränken. Aufgabe des Platzes hieße, den abzuräumen - was sie ohne Hilfe nicht mehr können und was ihnen auch leid täte. Dann wird das Eigentum noch irgendwie erhalten, andererseits führt das zu völlig unrealistischen Wertvorstellungen. Würde bei den Alteigentümern Realismus und beim Amt Pragmatismus einkehren, dann würde man den Betroffenen einfach für ein moderates Abstandsgeld umsiedeln. Denn für das Amt ist nur Obdachlosigkeit billiger als KdU auf dem Campingplatz.

Aber davon steht nichts im Gesetz und in den Richtlinien, eigenständiges Denken von Untergebenen wird im Amt nicht sonderlich geschätzt. Da wird man vielleicht einen SB finden, der das gut findet, aber eher keinen, der das genehmigt.
Auch wenn der Betroffene für hundert oder zweihundert Euro eine brauchbare Bleibe bekäme, würde das Amt das ablehnen, weil es kein Eigentum finanzieren darf. Für den Bezug einer Wohnung aber einen Tausender locker zu machen und hinterher ein Vielfaches an Miete zu blechen, ist regelkonform und daher kein Problem.
Wenn man das Problem mit so einer Rochade gelöst bekäme, es aber nur an der Abstandszahlung scheitert, sollte man das durchaus mal vor ein Sozialgericht bringen. Wer nicht kämpft, hat von vornherein verloren.
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Alt 27.07.2016, 19:05   #4
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Wohnwagen schimmelig Erstausstattung und Regulierungskosten werden vom JC abgelehnt.

da meine Mutter sich nicht mehr auf dieses Thema meldet,

möchte ich es als erledigt markieren ;)

Vielen Dank für die Antworten.
Gecyn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2016, 20:49   #5
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Beiträge: n/a
Standard AW: Wohnwagen schimmelig Erstausstattung und Regulierungskosten werden vom JC abgelehnt.

Die Liebe zwischen den Geschwistern hält sich also in Grenzen.
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Alt 28.07.2016, 11:33   #6
Gecyn
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Beiträge: 185
Gecyn
Standard AW: Wohnwagen schimmelig Erstausstattung und Regulierungskosten werden vom JC abgelehnt.

ne, nur mein Bruder hat keine Kontakt Möglichkeiten, da alles über meine Mutter geht.

Ich Wohne in Frankfurt und der Rest der Familie bei Bayern ;)
Gecyn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2016, 08:21   #7
P123
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wohnwagen schimmelig Erstausstattung und Regulierungskosten werden vom JC abgelehnt.

Zitat von Gecyn Beitrag anzeigen
Ich wohne in Frankfurt und der Rest der Familie bei Bayern ;)
Paßt doch. Heißt es nicht "Frankfurt bei Aschaffenburg" (meinetwegen auch Hösbach oder so ...)?

Du kannst aber sicherlich die Beiträge auch ausdrucken und eine Briefmarke opfern. In Bayern wurde m. W. die Post schon erfunden.
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abgelehnt, erstausstattung, regulierungskosten, schimmelig, wohnwagen

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