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Start > > > -> Mietobergrenze:Richtwerte um knapp 40 Euro überschritten

KDU - Miete / Untermiete Hier sollen Themen erstellt werden die sich auf Kosten der Unterkunft von gemieteten Objekten beziehen.


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Alt 30.05.2009, 18:30   #26
Shearing
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Shearing
Standard AW: Mietobergrenze:Richtwerte um knapp 40 Euro überschritten

Mathilde fragt: "Gibt es eigentlich eine angemessene Nettokaltmiete für einen 1 Personenhaushalt?"

Normalerweise ist die NKM "DIE" Entscheidungsgrundlage für die "Angemessenheit" der Wohnung bzw. die KdU (Kosten der Unterkunft"). Wenn ich richtig informiert bin, führen auch sämtliche (?) KdU-Gerichtsurteile die NKM als Basis heran.

Hier hat Berlin eben eine Ausnahme gemacht und sich für die Grundlage einer WARM-Miete (378.- pro Person?) entschieden.

Da ich nicht in Berlin lebe, habe ich mich mit diesem Thema (Warm-Miete statt NKM) nicht weiter beschäftigt, habe aber schon viele Online-Seiten gelesen mit positiven - aber eben auch negativen Auswirkungen für die Leistungsbezieher.

Da die Heizkosten nicht limitiert werden können bzw. dürfen, wäre es tatsächlich mal interessant, die ARGE zu einer Aussage einer "angemessenen" NKM zu bewegen.

Dazu ist ja schon eine hilfreiche Aussage getätigt worden:

Zitat von ebsw:
"Eine summarische Angemessenheit von Wohn- und Heizkosten ist widerrechtlich."

Also los, lass Dich darauf ein!
Viel Erfolg dabei wünscht
Shearing
Shearing ist offline  
Alt 31.05.2009, 16:04   #27
Mathilde2009
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Mathilde2009
Standard AW: Mietobergrenze:Richtwerte um knapp 40 Euro überschritten

Da bin ich wieder :-)

@ An alle
Hab ich eigentlich schon gesagt, wie begeistert ich von diesem Forum bin?
Ich glaube nicht, deshalb tue ich es hiermit:
Ich möchte Euch allen danken, die mir so konstruktiv mit Rat und Zuspruch "zur Seite stehen". Vielen lieben Dank ! Ihr seid mir eine sehr große Hilfe

@ kleindieter
in Berlin wird offensichtlich doch die Bruttowarmmiete zu Grunde gelegt, zumindest wird es versucht. Dennoch ich werde mich wehren und am örtlichen Mietspiegel orientieren.
Daß meine Whg. zu teuer ist, liegt an den Betriebs- und nicht an den Heizkosten. Ich werde (nochmals) mit dem Mieterverein reden müssen.

@ebsw
Zum Thema: "Angemessenheitswerte für Nettokaltmiete, kalte Betriebskosten, Heizkosten."
Ich habe folgendes von sissi54 im forum gefunden:
"WIR SIND HIER IN BÄRLIN ! Hier wird keine Nettokaltmiete zu Grunde gelegt ! Auch keine m².Das macht jede Kommune anders. Bitte hier nicht für Verwirrung sorgen.Das müsste nach 4 Jahren ALG II langsam durchgesickert sein, dass man die KdU nicht mit anderen Kommunen vergleichen kann."
Dennoch: Ich werde es mit Deiner guten Argumentation natürlich versuchen, auch wenn nur ein Zeitgewinn dabei herausspringen sollte.

Legt man bei der Berechnung 1,47 €/m² für die Betriebskosten und 0,90 €/m² Heizkosten zugrunde, dann liege ich mit den Betriebskosten ziemlich drüber, (lt. Mieterverein wären diese somit überhöht). Immerhin liegen die Heizkosten mit knapp 3 Euro unter den angegebenen "Grenzwerten". Allerdings habe ich die 7 Euro Warmwasserpauschale nicht abgezogen, so wie du es beschrieben hast.
Demnach kann man mir wohl kaum ein unwirtschaftliche Verhalten beim heizen vorwerfen.
Ach ja, bei den Betriebskosten habe ich die gesamte Wohnfläche, bei den Heizkosten nur die beheizbare Fläche einbezogen. Ich hoffe mal, das ist richtig.
Mit meiner Nettokaltmiete liege ich mit knapp 10 Euro über den von Dir recherchierten Wohnungsangeboten, und ich lebe nicht im Ghetto und möchte dort auch keinesfalls hin.
Ja! Ich werde mich wehren und wie
(Nebenbei gefragt: gibt es noch andere Quellen als den Mietspiegel?)

@ Shearing
„Sich darauf einlassen klingt nett, als ob ich die Wahl hätte
Aber du hast Recht, handeln ist angesagt, die "Vogel-Strauß-Perspektive" hilft mir sicherlich nicht weiter ;-) Ich werde über Pfingten meinen Widerspruch formulieren müssen, damit ich diese unangenehme "Sache" aus meinem Kopf kriegen und mich wieder auf meine Weiterbildung konzentrieren kann. Konstruktive Ratschläge habt Ihr mir ja erteilt, insofern sollte ich einen "ordentlichen“ Widerspruch" hinkriegen.

@ an alle
Nochmals 1000 Dank !
und sonnige Grüße an alle !
Mathilde
Mathilde2009 ist offline  
Alt 31.05.2009, 18:14   #28
Helga Ulla
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Helga Ulla
Standard AW: Mietobergrenze:Richtwerte um knapp 40 Euro überschritten

Hallo Mathilde, hier habe ich nochmals einen Link gefunden,
falls bei dir kein Mietspiegel gültig ist, wie wäre es dann mit der Wohngeldtabelle die dann zuzüglich mit 10% gerecht wird.
Schau Dir mal das Urteil von Oldenburg an, vielleicht hilft dir das weiter.

Link:
Hartz IV + Recht

MfG
Helga Ulla
Helga Ulla ist offline  
Alt 31.05.2009, 20:11   #29
ebsw
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Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 193
ebsw
Standard AW: Mietobergrenze:Richtwerte um knapp 40 Euro überschritten

Ob lediglich Zeitgewinn rausspringt, ist erst mal die Frage. Schließlich sind die Angemessenheitsvorstellungen der Arge mit den real anmietbaren Wohnungen zu vergleichen. Und ob du 40€ aus eigener Tasche zahlen musst oder 10€ ist doch wohl ein Unterschied.

Der Mietspiegel allerdings enthält auch vermietete Wohnungen mit den Preisen von vor 5 Jahren. Das senkt die Angemessenheit. Deshalb ist NUR auf die tatsächlich anmietbaren Wohnungen abzustellen.

In dieser Seite Berliner Mietspiegel / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin / Berliner Betriebskostenübersicht
sind Vorstellungen für den Berliner Mietspiegel enthalten. Als Mittelwert für die kalten Betriebskosten einschl. Heizungswartung erhalte ich 2,41€/m². Wenn dir 45 m² zustehen, wären das 45*2,41= 108€ kalte Betriebskosten. Sieh erst mal zu, dass die Kosten von Nettokaltmiete plus kalte Betriebskosten nicht über den Wohnungsangeboten bei 45m² liegen. Da wäre schon viel erreicht. Das Ding mit dem Wohngeldgesetz ist inzwischen restlos vom Tisch.
ebsw ist offline  
Alt 02.06.2009, 16:39   #30
Mathilde2009
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Ort: Berlin
Beiträge: 22
Mathilde2009
Standard AW: Mietobergrenze:Richtwerte um knapp 40 Euro überschritten

@ Mathilde,
vielen Danke für Deinen Link, aber ich glaube der zählt für Berlin nicht, weil hier wirklich nur die Bruttowarmmieten nach der AV-Wohnen gelten :-( Das meinten heute jedenfalls Beratungstelle und auch Mieterverein.
Lieben Gruß
Mathilde

@ ebsw
nochmals vielen lieben Dank, daß du jedes Mal so konstruktiv auf meine vielen Fragen reagierst. Natürlich hast Du Recht, daß kein Zeitgewinn herausspringt, wenn ich entsprechende Bemühungen vorzuweisen habe.

Was die "summarische Angemessenheit von Wohn- und Heizkosten" betrifft:
Ich habe heute mit Beratungsstellen und dem Mieterverein gesprochen. Demnach wäre Berlin ein „besonders hartes Pflaster“. Hier würden im Gegensatz zu anderen Städten wirklich nur die Bruttowarmmieten zählen und die JobCenter würden sich strikt daran halten, inofern hätte ich wohl kaum eine Chance, auf eine Differenzierung zu "pochen". Dennoch sollte ich es versuchen ...
Der gemeinsame Tenor war, sich einen Job z.B. auf "400 Euro-Basis" zu suchen, um die Mietdifferenz ausgleichen zu können. Nun denn...
Liebe Grüße
Mathilde
Mathilde2009 ist offline  
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