KDU - Miete / Untermiete Hier sollen Themen erstellt werden die sich auf Kosten der Unterkunft von gemieteten Objekten beziehen.


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Alt 15.07.2012, 23:21   #1
bonum
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Beiträge: n/a
Standard Fristlose Wohnungskündigung zum 20.7.12

Ein ALG 2 Bezieher bekommt eine fristlose Wohnungskündigung zum 20.7.12

Er hat aber keinerlei Wohnung in die er ziehen könnte.
Sieht auch nicht so aus als würde er schnell eine Wohnung finden.

Eine Räumungsklage scheint unausweichlich....aber folgt dann unweigerlich eine Unterbringung in einer Notunterkunft ?

Was passiert mit den Möbeln ?

Vlcht hat jemand einen Tipp ?...danke
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Alt 16.07.2012, 01:38   #2
Knoedels->Emailproblem
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Beiträge: 542
Knoedels Knoedels Knoedels
Standard AW: Fristlose Wohnungskündigung zum 20.7.12

Jein
Kommt auf den Kündigungsgrund an
Miete nicht bezahlt ? Dann kann er obendrein noch Ärger wegen Zweckentfremdung bekommen von der Arge
Doch erstmal der Reihe nach
Nach erfolgter Kündigung der nicht nachgekommen wird, wird der Vermieter eine Räumungsklage erheben.
Gleichzeitig bekommt das Sozialamt die beantragte Räumung schriftlich zugestellt. Ein Mitarbeiter schreibt dann den Mieter an und vereinbart einen Termin zwecks Klärung wegen drohender Obdachlosigkeit.
Diesen Termin sollte man unbedingt wahr nehmen, da diese Mitarbeiter wirklich versuchen zu helfen und alles ausloten was es an Hilfsmöglichkeiten gibt.
Erst wenn der Mieter die Schotten dicht macht und nicht bereit ist aktiv mitzuwirken, erst dann ist das Kind in den Brunnen gefallen.
Nach einem erfolgten Räumungsurteil beauftragt dann der Vermieter einen Gerichtsvollzieher mit der Räumung.
Dieser kündigt ihn schriftlich beim Mieter mit Termin an.
Hat der Mieter am Räumungstag keine andere Bleibe, wird er an eine Notunterkunft verwiesen oder in eine Notunterkunft eingewiesen - das kann eine Notwohnung, ein Zimmer - ein Hotelzimmer oder ein Männerwohnheim sein.
Liegen schwer wiegende gesundheitliche Probleme vor, kann man auch beantragen in seine eigene Wohnung eingewiesen zu werden, dh. das Amt würde dann die Wohnung "beschlagnahmen" und für die Wohnraumkosten aufkommen. Wird aber in den wenigsten Fällen gemacht.
Der betreffende könnte allerdings im Vorfeld schon einiges unternehmen um die drohende Obdachlosigkeit abzuwenden - sei es durch einen Antrag auf Darlehen wegen drohender Wohnungslosigkeit bei der Arge - sei es durch Widerspruch gegen die fristlose Kündigung durch einen Mieterverein oder durch einen Rechtsanwalt, wenn die Gründe der Kündigung fraglich sind - oder durch einen Anruf oder ein Schreiben an den Vermieter mit der Bitte um Rücknahme der Kündigung (Zahlung der Mietschulden in tragbaren Raten)
Wenn möglich sollte man sofort einen Mieterverein einschalten um sich rechtlich beraten zu lassen.
Bei erfolgter Räumung kommt man wie geschrieben in eine Notunterkunft und kann nur seine persönlichen Sachen dorthin mitnehmen - Möbel werden eingelagert und der Mieter kann seine Sachen gegen Zahlung der Unterstellgebühr irgendwann auslösen.
Hier gilt auch eine Frist in welchen Zeitraum, andernfalls kann versteigert werden oder die Sachen landen irgendwann auf dem Müll.
Also derjenige sollte jetzt unbedingt aktiv werden und nicht den Kopf in den Sand stecken ! Die meisten machen den Fehler und "erstarren" in nichtstun .... das ist aber grundverkehrt.
In die Offensive gehen und um seinen Wohnraum kämpfen ist die richtige Devise.
Wer ersteinmal in einer Notunterkunft landet kommt erfahrungsgemäß nicht mehr so schnell wieder da heraus
lg
__

Stelle dich gut mit deinen Kindern -
sie suchen später mal dein Altersheim aus
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Alt 16.07.2012, 02:07   #3
Konstabler
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Konstabler Konstabler Konstabler Konstabler Konstabler Konstabler Konstabler
Standard AW: Fristlose Wohnungskündigung zum 20.7.12

ES gibt dazu noch einen vorhergehenden Thread "fristlose Wohnungskündigung".

Einfach auf den Usernamen "bonum" klicken --> mehr Beiträge

Hier müsste ganz einfach die juristische Nahrhaftigkeit der fristlosen Wohnungskündigung untersucht werden.

Sollte sich herausstellen, dass man eine juristische Auseinandersetzung nicht wagen sollte, müsste man sich schleunigst nach Wohnraum umschauen und evtl. eine Vereinbarung mit dem jetzigen Vermieter treffen, dass der auf unnötige Massnahmen verzichtet.

Erster Ansprechpartner wäre da die Wohnraumsicherungsstelle der Stadt oder des Kreises, die sind oft genug ziemlich versteckt und finden sich unter Soziales-Obdachlosigkeit.

Beispiel:

http:// www. stadt-koeln.de/buergerservice/themen/wohnen/hilfen-bei-obdachlosigkeit/

(in die Adresszeile kopieren und die Lücke zwischen //x www.x zusammenziehen.)

Man kann nicht erwarten, dort mit Blumen empfangen zu werden, also sollte man sich vorsichtshalber auch um Umterstützung von Caritas/Diakonie bemühen, die dann erforderlichenfalls den Mediator zur Wohnraumsicherungsstelle machen bzw. eigene Angebote präsentieren.
__

...eines weiß ich wohl, daß ich blind war und bin nun sehend (Johannes 9,25).
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