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KDU - Miete / Untermiete Hier sollen Themen erstellt werden die sich auf Kosten der Unterkunft von gemieteten Objekten beziehen.


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Alt 16.03.2006, 16:43   #1
Westerwaldfee->Emailproblem
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Registriert seit: 21.02.2006
Ort: Westerwald
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Westerwaldfee
Standard Ich mache mächtig Wind ... :P

Hallöle, so wo fange ich nun an ....
Ich habe nun schon seit September mit der ARGE Westerburg Ärger, wegen einem Umzug ...
Nachdem ich, bis heute, noch keine Anwort auf meine Widersprüche bekommen habe, habe ich Anfang des Jahres dann den Bürgerbeauftragten von Rheinland Pfalz eingeschaltet. Dann habe ich beim Sozialgericht eine Klage eingereicht ...
Da ja nun bald Wahlen sind, flattern einem ja die "Prospekte" der Parteien ins Haus ... Ich habe dann dem Ministerpräsidenten von RLP (Kurt Beck) die folgende Mail geschrieben ...

Sehr geehrter Herr Beck,

die Tage fand ich in meinem Briefkasten ein Prospekt von Ihnen, in dem Sie um Ihre Stimme baten.
Ich las darin das Sie sich die Belange und Sorgen der Mitbürger ernst nehmen. Ich bin konnte mich kaum noch halten vor Lachen.
Wie Sie sich um die Belange der Mitbürger kümmern, durfte ich ja feststellen, als ich Ihnen Mitte Januar eine Mail schrieb und Ihnen darin meine Probleme als Alleinerziehende und mit der ARGE Westerburg schilderte. Nicht mal einer Ihrer Schergen hat es für nötig befunden mir mal zu antworten. Die einzigste Reaktion kam von der CDU, und selbst das war nur hohles Geschwätz!
Sie schreiben weiter in Ihrem Blättchen, dass die Lebensqualität in Rheinland Pfalz auf hohem Niveau sei. Das mag vielleicht auf Sie zutreffen, aber ganz gewiss nicht für die Alleinerziehenden und die Hartz IV Empfänger.
Wissen Sie eigentlich wie das ist, wenn sie von der ARGE zu einem Umzug gezwungen werden, egal wohin, Hauptsache die Wohnung ist billiger? Fragen Sie doch mal Ihre Kinder, ob die das toll finden würden, wenn sie aus Ihrem Umfeld gerissen zu würden und vielleicht auch noch die Schule deshalb wechseln müßten???

Sie haben doch überhaupt keinen Schimmer was in Deutschland abgeht. Sie haben ja Ihren tollen Posten, brauchen sich keine Gedanken darum zu machen, wie Sie den Monat über die Runden kommen müßen, oder? Wohl kaum ....

Kümmern Sie sich doch mal um das bescheuerte Gesetz, dass für Harzt IV- Empfänger, bei 2 Personen, ein Wohnraum von 60 qm genügt. Das mag für ein Pärchen in Ordnung sein, aber nicht für Alleinerziehende, denn es gibt kaum 3 Zimmerwohnungen in dieser Größe.
Wieder eine Frage an Ihre Kinder! Würden die es auch toll finden, wenn sie in der Pubertät sind und sich mit ihrer Mutter ein Schlafzimmer teilen müßten? Die machen sicher einen Luftsprung vor Freude, nicht wahr?!

Ich werde Ihnen nun noch einmal unsere Problemen schildern, damit Sie wissen um was es genau geht.

Mit Bescheid vom 26.07.2005 wurden unsere tatsächlichen Unterkunft's- und Heizkosten, zum ersten mal, auf die „angemessen Kosten“ gekürzt. Gegen den Bescheid habe ich am 16.08.2005 Widerspruch eingelegt.

Dieser Widerspruch, wurde überhaupt nicht, von der ARGE Westerburg, bearbeitet.

Als ich auf der Widerspruchsstelle, in Montabaur, nachfragte, wie denn nun der Stand der Dinge sei, wurde mir gesagt, dass dort kein Widerspruch von mir eingegangen sei. Die ARGE Westerburg, hatte diesen somit weder bearbeitet, noch an die Widerspruchstelle weiter geleitet. Kurz darauf erhielt ich einen erneuten Bescheid, mit Datum vom 12.10.05, auf den ich erneut Widerspruch einlegte. Bis Dato habe ich, trotz mehrmaliger Nachfrage, bis heute noch keine Entscheidung.

Am 15.02.06 erhielt ich zwei weitere Bescheide. Einen Forderungsbescheid in Höhe von 178,60 € und einen Änderungsbescheid, für die Zeit vom 01.10.05 – 31.03.06, da angeblich eine Überzahlung erfolgt sei.

Durch die Kürzung der Unterkunftskosten, musste ich schon erhebliche Schulden machen, um uns überhaupt noch ernähren zu können. Diese muss ich auch baldmöglichst zurück zahlen! Mittlerweile ist es schon so, dass selbst mein Bruder mir nicht mehr dauernd Geld leihen kann. Ich weiß nun nicht mehr wovon ich noch unseren Lebensunterhalt bestreiten soll. Zudem ist mein Sohn noch im Wachstum und brauch ständig neue Kleidung. Ganz zu schweigen davon, dass für uns „Gesunde Ernährung“, seit Oktober, zu einem Fremdwort geworden ist.

Die ARGE Westerburg fordert von uns, dass wir uns ein billiger Wohnung suchen sollen, was aber in Anbetracht der festgelegten „Obergrenze“, die überhaupt nicht zur Realität, der hier gültigen Mietpreise steht, möglich ist.

Für die VB Westerburg, werden, für 2 Personen, 258,00 € festgelegt, Stadt Westerburg 270,00 €. In der VB Rennerod sind es lächerliche 228,00 € und in der Stadt Rennerod grade mal 246,00 €.

Hinzu kommt noch, dass wir eine 3 Zimmerwohnung benötigen. Mein Sohn ist in der Pubertät und es ist deshalb unzumutbar, dass ich mit ihm in einem Zimmer schlafe. Der ARGE ist das aber alles egal. Ich finde, dass eine Zweizimmerwohnung für ein Paar in Ordnung sein mag, aber nicht für Alleinerziehende. Da sollte sich der Gesetzgeber vielleicht mal eine Änderung einfallen lassen. Außerdem finde ich es eh schlimm, dass keinerlei Rücksicht auf das Wohl der Kinder genommen wird. Mein Sohn ist damals, von der Schulleitung aus, extra in eine Klasse gekommen, in der fast alle Kinder aus unseren Ort sind. Und nun zwingt uns die ARGE umzuziehen, egal wohin.

Seit das Thema „Umzug“ bei uns im Raum steht, leidet mein Sohn unter ständigen Magenschmerzen und seine schulischen Leistungen haben erheblich nachgelassen. Der Gedanke, dass wir vielleicht in einen Ort ziehen müssen, in dem kein Kind aus seiner Klasse wohnt, belastet ihn sehr und er ist deshalb oft am weinen. Er trifft sich derzeit auch kaum noch mit Schulkameraden, mit der Begründung „wir müssen eh hier weg ....“ Es würde mich nicht wundern, wenn dieses Verhalten, schon eine Art Depression bedeutet.
Da er auch eher introvertiert ist, habe ich die Befürchtung, dass er, bei einem Wegzug von hier, dann ganz zum Einzelgänger wird.
Durch die Kürzung der Wohnkosten, seit Oktober, ist es uns auch kaum noch möglich, irgendwelche sozialen Kontakte zu pflegen. Es ist einfach kein Geld da, um mal etwas mit anderen zu unternehmen.
Im übrigen sind wir damals extra in die Nähe meines Bruders gezogen, dass im Notfall, die Versorgung und Betreuung meines Sohnes, gewährleistet ist. Leider habe ich, bis auf einen weiteren Bruder, in Mittenaar, keine nähere Verwandtschaft mehr. Da es mir gesundheitlich nicht sehr gut geht, und sich der Zustand durch die derzeitige, angespannte Situation deutlich verschlechtert hat (Angstzustände, Panikattacken, Depressionen, Schmerzstörungen) möchte auch ich gerne in der Nähe meines Bruders bleiben. Er leiht mir, in dringenden Fällen, sein Auto, oder fährt uns.

Wir sind wirklich bereit in eine billigeren Wohnung zu ziehen, möchte jedoch gerne, hauptsächlich zum Wohl meines Sohnes, hier oder zumindest in der näheren Umgebung, bleiben.

Wenn ich nun Rückschau auf meine bisherige Wohnungssuche, und die darauf folgenden Argumente der ARGE Westerburg, halte, dann habe ich den Eindruck, dass der ARGE eigentlich überhaupt nichts an einem Umzug liegt. Diese möchte nämlich, erstens die höheren Mietkosten und zweitens gleichzeitig noch die anfallenden Umzugs- Renovierungs- und Doppelmietkosten (wegen der Kündigungszeit) sparen.

Was mir auch die Aussage des Sachbearbeiters verdeutlichte „Ich habe auch Leute, die ziehen einfach um ...“

Die ARGE weiß genau, dass man eine Kürzung, finanziell nicht lange durchstehen kann, und hofft somit darauf, das die ALG2-Empfänger, einfach von sich aus umziehen. Eine weitere Taktik, die ALG2-Empfänger, zu zermürben, ist auch eine Entscheidungen, über Widersprüche, hinauszuzögern. Auf eine Antwort, auf meinen ersten Widerspruch, warte ich nun schon fast 7 Monate, und auf den zweiten nun fast 4 Monate. Das kann es ja wohl nicht sein.

Und immer wird „angemessen“ grade so ausgelegt, wie es der ARGE passt. Einmal heißt es, die Wohnungsgröße sein nicht ausschlaggebend, wenn dann aber die Wohnung etwas größer ist, bekomme ich zu hören „das diese ja auch beheizt werden müsse“. Zu teuer sind sowieso alle Wohnung, wegen der lächerlichen Obergrenze.

Der beste Spruch, der ARGE, war jedoch, als ich eine Wohnung in Westerburg angeschaut hatte, die nicht renoviert werden musste und es auch mit der Kündigungszeit hingekommen wäre, „wollen Sie denn unbedingt umziehen?“ Klar will mein Sohn nicht aus ........ weg, wir wären aber, im Notfall, bereit gewesen, diese Wohnung zu nehmen. Diese Wohnung wäre aber eh wieder, weder vom Preis, noch der Größe her, „angemessen“ gewesen. Es ist eine raffinierte Taktik, der ARGE, um, egal auf welche Art, Geld einzusparen.

Letztens hatte mein Bruder, in dem Ort in dem er wohnt, für uns eine Wohnung in Aussicht. Diese sollte 300,- € kosten. Für die VB Rennerod stehen uns jedoch nur 228,- € zu. Mir teile dann der Sachbearbeiter mit, dass, wenn die Wohnung nicht „angemessen“ sei, keine Umzugsbeihilfe bezahlt würde. Wovon soll ich aber einen Umzug, ganz zu schweigen von den Renovierungskosten, bezahlen?

Wie Sie sehen ist es absolut nicht unsere Schuld, dass wir noch nicht umgezogen sind. Wir hätten überhaupt keine Möglichkeit gehabt, selbst wenn wir eine Wohnung in ........ gefunden hätten. Die ARGE befindet ja immer etwas als nicht „angemessen“.

Und nun bin ich mal gespannt, ob Sie sich wirklich für die Sorgen der Bürger interessieren, oder ob ich nur eine Antwort von einem Ihrer Schergen bekomme. Weiterhin bin ich auch mal gespannt, was sich in bezug auf das Gesetz der Wohnungsgröße, für Alleinerziehende", ändert.

Wahrscheinlich passiert aber gar nichts. Da Sie ja viel zusehr mit "Großer Politik" beschäftigt sind!

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Leben, in Ihrer schönen Wohnung und mit der Sicherheit, dass Ihre Kinder, wohlbehütet und sorgenfrei, in Ihrem gewohnten Umfeld aufwachsen können.

Oder wollen Sie, mit mir "gemeinsam die Zukunft meistern" ???

Gestern bekam ich dann einen Anruf von einem seiner "Schergen" auch Staatsekretär genannt. Dieser Mann war ja eigentlich sehr nett und trotzdem habe ich mir Luft gemacht. Nun ist es so, dass auch ER die ARGE anschreiben will und fragen wird, wie sich die ARGE, in Bezug auf einen Umzug, das in Zukunft mit mir vostellt und wann ich endlich mit einem Bescheid, wegen der Widersprüche rechnen kann.

Gestern morgen war ich ja noch auf der ARGE und habe einen Antrag auf Feststellung meiner Erwerbsfähigkeit und einen Antrag auf Konfirmationsbeihilfe gestellt (der natürlich gleich abgelehnt wurde) :D
Aber ich bin ja nun fit im Widersprüche schreiben :lol:
Nun ja, wie dem auch sei .... auf jeden Fall schaute der Sachbearbeiter in seinen Computer und sagte dann: "Ach ja Frau .... aus .... ........."
:lol: Hey ich bin bekannt :P
Ach wie wird der gute Mann sich freuen, wenn die Tage noch ein Schreiben vom Staatsekretär dort eintruddelt ...*kugelmichvorlachen*

Kann man eigentlich auch Hausverbot bei der ARGE bekommen??? Wenn ja, ich glaube ich bin kurz davor ... *prust*

Ich halte euch auf dem laufenden ...

Grüßle
Fee
__

Wen der Regen nicht durchnäßt hat, hat nie gespürt wie warm die Sonne ist.
Westerwaldfee ist offline  
Alt 16.03.2006, 17:12   #2
Arco
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Arco
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Hallo Westerwaldfeeeeeeeee :daumen: :daumen:

Spitzenklasse :daumen: :daumen: :daumen:

Es wird leider nicht viel nützen (hoffentlich irre ich mich) aber ich würde diesen Text so wie er ist der Presse zur Verfügung stellen.

Bei uns in Kassel hätten wir z.B. eine Zeitung (Extra Tip) die das wenn es hier so passieren würde, gerade in der Wahlzeit, aufnehmen würde.

Sende die Sache doch mal an Bild oder ähnliche Pampflete (ich mag Bild nicht) aber manchmal sind die ganz nützlich, vorallem die Politiker stehen dort ungern drin.

Bleib am Ball und viel Glück
Arco ist offline  
Alt 16.03.2006, 18:09   #3
hellucifer
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hellucifer Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Geh zum Sozialgericht

Der Leistungsträger hat bei einem Widerspruch innerhalb von drei Monaten einen Widerspruchsbescheid zu erstellen. Verstreichen die drei Monate kannst du beim Sozialgericht eine Untätigkeitsklage und einen Eilantrag stellen. - Ein Rechtspfleger im örtlichen Amtsgericht wird dir beim Aufsetzen einer Klage behilflich sein.

Viel Erfolg!

PS: Deinem Sohn und Dir kann auf keinen Fall zugemutet werden, ein Zimmer zu teilen. Die persönliche Entwicklung von Kindern haben Vorrang vor der Sparwut deines Leistungsträgers. - Das ist Nötigung, was dein Leistunsträger mit Euch macht!
hellucifer ist offline  
Alt 17.03.2006, 00:08   #4
kalle
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Ort: Selmsdorf
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kalle
Standard

@ Fee: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :lol: :lol: :lol:

Demnächst hängt ein Steckbrief bei der Arge:
Wer diese Frau ins Haus läßt oder zuläßt, das sie ins Haus gelassen wird, wird mit 150 zusätzlichen Fällen bestraft. :lol:
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
kalle ist offline  
Alt 17.03.2006, 00:30   #5
Muppel->Emailproblem
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Registriert seit: 17.01.2006
Ort: Nideggen
Beiträge: 22
Muppel
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:daumen: :daumen: Das MUß in die ZEITUNG, aber ganz schnell!!!!
:daumen: :daumen: :daumen:
Muppel
Muppel ist offline  
Alt 17.03.2006, 14:18   #6
T400->Emailproblem
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Registriert seit: 13.03.2006
Beiträge: 78
T400
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Hallo Westerwaldfee!

Wirklich sehr cool! :klatsch: Supergut! :D

Wenn es soweit ist, daß wir "Querulanten" (also lt. meines FM sind das alle ALG II-Bezieher, die immer auf ihre Rechte pochen, weil es sie ja nix kostet!) konsequent in gemeinschaftlichen Querulanten-Unterkünfen untergebracht werden (ist ja auch viel kostengünstiger für die Leistungsträger), vielleicht findet dann da ja ein jährlicher Querulanten-Austausch statt und wir lernen uns dann mal kennen.

Grüße (aus dem wehrhaften Südniedersachsen)
T400
T400 ist offline  
Alt 17.03.2006, 15:15   #7
gelibeh
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gelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/ingelibeh Super-Investor/in
Standard

Zitat:
Auf eine Antwort, auf meinen ersten Widerspruch, warte ich nun schon fast 7 Monate, und auf den zweiten nun fast 4 Monate
Nichts desto trotz, Untätigkeitsklage einreichen. Nach 3 Monaten müssen Widersprüche bearbeitet sein!!!
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 17.03.2006, 16:44   #8
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Beiträge: 61
Westerwaldfee
Standard Man was für ein Theater ....

Die ARGE hat nun beim Sozialgericht beantragt, den einstweiligen Rechtschutz zurückzuweisen und zu entscheiden das die Kosten nicht zu erstatten sind.
Das übliche Gelaber in dem Schreiben erspare ich euch mal .... Er schrieb noch:
Auch bei den nachgewiesenen Wohnungsbemühungen hat sich Frau .... bisher überwiegend für Wohnungen interessiert, die für einen Zweipersonehaushalt viel zu groß sind. Weiterhin ist aufgefallen, dass sich Frau ...... schwerpunktmäßig auf Wohnungen in ... festgelegt hat.

STELLUNGNAHME ZUM SCHREIBEN DER ARBEITSGEMEINSCHAFT WESTERWALD MONTABAUR

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit wehre ich mich vehement gegen den Vorwurf, der ARGE Westerwald Montabaur, dass ich mich in Bezug auf die Wohnungssuche, nur für Wohnungen interessiert habe, die für einen Zweipersonenhaushalt „viel zu groß sind“.
Ich habe mich lediglich mehr nach Dreizimmerwohnungen, als wie nach Zweizimmerwohnungen, umgeschaut. Und wie ich nun schon mehrfach erwähnt habe, ist mein Sohn in der Pubertät und es ist für ihn, wie auch für mich, eine Zumutung, zusammen in einem gemeinsamen Zimmer zu schlafen. Zudem haben wir auch völlig andere Schlafenszeiten. Des weiteren habe ich nur ein normales Schafzimmer und müsste dieses, bei einer Zweizimmerwohnung, auch in das Wohnzimmer stellen. Ich lasse mich von der ARGE Westerburg nicht noch weiter in das soziale Abseits schieben, indem ich aus dem Wohnzimmer quasi eine Rumpelkammer mache, und somit nicht mal mehr Besuch empfangen kann. Im übrigen würden die Mitschüler meines Sohnes, ihn, bzw. uns, dann als asozial abstempeln. Wissen Sie eigentlich was dies für ein Kind bedeutet?
Ich möchte noch anfügen das die Sachbearbeiter der ARGE Westerburg und auch Herr Kusber, mir mitteilten, dass es nicht unbedingt auf die Wohnungsgröße, sondern eher auf den Preis ankommt!
Wie ich aber schon sagte, legt die ARGE die Wohnungen immer gerade so aus, wie es ihnen in den Kram passt, nur um die Miete, und gleichzeitig noch die Umzugskosten, zu sparen.

Auch wehre ich mich gegen die Unterstellung, ich habe mich schwerpunktmäßig nur auf Wohnungen in Gemünden festgelegt.
In folgenden Orten habe ich mir Wohnungen angeschaut:
Seck, Berzahn, 2 Wohnungen in Gemünden, und 5 Wohnungen in Westerburg
(2 in der Willmenroderstrasse, 1 im Forstweg, 1 in der Kochstrasse und 1 in der Langenhahnerstrasse) Wo bitte schön habe ich mich also auf Gemünden festgelegt?
Von den vielen Telefonaten, in denen ich mich um Mietpreise und Wohnungsgrößen, erkundigt habe, möchte ich erst gar nicht reden. Da ich schon lange die Taktik der ARGE durchschaut habe und wusste das entweder gar keine Reaktion kommt, oder wieder nur Ausreden, habe ich mir viele Wohnungen erst gar nicht mehr angeschaut. Abgesehen davon habe ich, seit der Kürzung der Unterkunftskosten, auch gar nicht mehr die finanziellen Mittel, um mir aus Spaß und Dollerei, Wohnungen anzuschauen.

Wie ich Ihnen schon in meinem letzten Schreiben mitteilte, haben oder hätten wir, wegen der Ausreden der ARGE, überhaupt keine Möglichkeit gehabt umzuziehen. Selbst wenn eine Wohnung nur 20 oder 30 EUR teurer war, sagte der Sachbearbeiter „dann haben sie ja immer noch so und soviel selbst zu tragen“. Ich hatte immer das Gefühl, dass das Gespräch für ihn damit beendet war. Die Wohnung wurde somit als „nicht angemessen“ ausgelegt und er hatte, mit dieser Aussage, ja wieder einmal die Umzugskosten gespart.

Ich bitte hiermit darum, meinen Antrag nicht abzulehnen.


Mit freundlichen Grüßen


Leider habe ich vergessen, zu schreiben, das ich durch ankreuzen der größeren Wohnungen nur mitteilen wollte, dass es kaum Dreizimmerwohnungen mit 60 qm gibt. Aber da diseses Spiel ja eh noch kein Ende hat, kann ich das ja noch nachholen :P

Sagt mir mal wenn ich mich anders hätte formulieren sollen ... für das nächste Schreiben :D

Grüßle Fee
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Wen der Regen nicht durchnäßt hat, hat nie gespürt wie warm die Sonne ist.
Westerwaldfee ist offline  
Alt 18.03.2006, 22:39   #9
heuschrecke->Emailproblem
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heuschrecke
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Ich find es sehr gut formuliert.
Viele ALG2ler sind schon verloren, weil sie sich garnicht so gut ausdrücken und auf die wichtigen Fakten konzentrieren können wie Du, sondern halt einfach über ihre Sorgen und Gefühle schreiben.
Da kommen die Gerichte dann imho nicht so gut mit klar und geben mal eben schnell den perfekt formulierenden Argen Recht....
__

Der übliche Schwachsinn für die klagewütigen Juristen: Meine Posts stellen meine persönliche Meinung dar und erheben keinerlei Anspruch auf Richtigkeit. Sie stellen erst recht keine Rechtsberatung dar.
heuschrecke ist offline  
Alt 24.03.2006, 15:36   #10
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Westerwaldfee
Standard Brief vom Sozialgericht

Heute habe ich Post vom Sozialgericht bekommen. mein Antrag auf Aufschiebende Wirkung wurde abgeleht.
Ich denke mal, dass ist normal, oder? In der Hoffnung das die Leute dann die Klappe halten. Aber nicht mit mir
Naja, Dienstag habe ich ja einen Termin beim Anwalt ... Ist zwar erst mal nur ein mit einem Beratungsschein, aber mal schaun was der so sagt.
Zur Not gehe ich zum VDK.
Wie ist das eigentlich, wenn man Prozesskostenbeihilfe bekommt und dann verliert? Dann muß man doch wohl nicht alles selbst bezahlen, oder?

Grüßle
Fee
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Wen der Regen nicht durchnäßt hat, hat nie gespürt wie warm die Sonne ist.
Westerwaldfee ist offline  
Alt 24.03.2006, 15:44   #11
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Noch sind die Klagen vor dem Sozialgericht mit Prozeßkostenbeihilfe kostenlos, auch bei negativem Ausgang
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Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 24.03.2006, 15:56   #12
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Zitat von kalle
Demnächst hängt ein Steckbrief bei der Arge:
Wer diese Frau ins Haus läßt oder zuläßt, das sie ins Haus gelassen wird, wird mit 150 zusätzlichen Fällen bestraft. :lol:
GENAU (Brief und Kommentar) - und für den Steckbrief kann ich dir gerne meinen zukommen lassen. Meine Fragen werden nur noch ab Stellvertreter Abteilungsleiter nach oben bearbeitet. Beispiel : Heute morgen um 10.00 den Anrufbeantworter meiner Geld-Sachbearbeiterin erreicht - Ansage eines Mannes - meine BG und Telefonnmmer hinterlassen und gefragt, ob das mit dem Antrag und Geld zum 1.4. klappt. Um 14.00 Rückruf des Stell. "alles in Ordnung". Die Frage ist nur, ist das nun der neue Arge Service oder haben die Angst, daß ich persönlich auftauche ?
Wie heißt es so schön : Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. :P
Und nun kristallisiert sich langsam der harte Kern der Protestierer heraus und die Arge Typen sollten langsam die dritten Zähne einsetzen lassen.
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 24.03.2006, 17:15   #13
Westerwaldfee->Emailproblem
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Westerwaldfee
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Ja Bruno, aber leider sind es immer noch viel zu wenige, die "Krawall" machen. Da sagte letztens einer zu mir "für so einen Kampf muß man aber auch die Nerven haben ...." :laber:
Wenn man danach gehen würde, könnte ich das auch nicht. Meine Nerven liegen auch, seit der Kürzung (und nicht nur deshalb), schon blank und trotzdem lasse ich mich nicht verarschen.
Die meisten Deutschen sind eh Memmen, jeder jammert nur rum und wenn es drum geht auch mal die Klappe aufzumachen, ziehen sie den Schwanz ein :|

Ich habe mir heute mal überlegt einen offenen Brief an die Merkel und die van der Leyen zu schreiben. Kann man, wenn man wirklich seine Meinung sagt, ne Klage wegen Volksaufhetzung oder sowas bekommen?
Ein Bekannter sagte letztens schon zu mir "Irgendwann kann ich dich im Knast besuchen" Ehrlich gesagt will ich da, auch wegen meinem Sohn nicht unbedingt hin :pfeiff:

Kann ich den Brief, wenn ich ihn dann geschrieben habe, mal jemandem von euch vorlegen? Wie gesagt, ich will nicht unbedingt noch eine Strafanzeige bekommen, oder in den Knast gehen :D


Grüßle Fee
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Wen der Regen nicht durchnäßt hat, hat nie gespürt wie warm die Sonne ist.
Westerwaldfee ist offline  
Alt 24.03.2006, 18:23   #14
kalle
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Benutzerbild von kalle
 
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kalle
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Kannst ihn ja per Mail an mich schicken., Ich sag Dir denn, ob Du frei Kost und Logis bekommst. :lol:
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Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
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Alt 24.03.2006, 18:30   #15
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Westerwaldfee
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Kleiner Scherzkeks ... :lol:
Wenn ich ihn fertig habe, melde ich mich bei dir :D
__

Wen der Regen nicht durchnäßt hat, hat nie gespürt wie warm die Sonne ist.
Westerwaldfee ist offline  
Alt 24.03.2006, 18:40   #16
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Zitat von kalle
Kannst ihn ja per Mail an mich schicken., Ich sag Dir denn, ob Du frei Kost und Logis bekommst. :lol:
und vor allem einen gesicherten Arbeitsplatz in den Werkstätten :lol:

Ich lese gerne Korrektur - meine Empfehlung : nimm dir Zeit dafür, meistens wird es ab der 5 Überarbeitung interessant. Bei mir wechselt dann die Stinkwut in beißenden Sarkasmus.
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
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Bruno1st ist offline  
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