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Start > > > -> KdU - Kostensenkung: Muss Differenzbetrag vorstrecken - ist das rechtens?

KDU - Miete / Untermiete Hier sollen Themen erstellt werden die sich auf Kosten der Unterkunft von gemieteten Objekten beziehen.


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Alt 02.07.2017, 23:58   #1
kerstin2
Elo-User/in
 
Registriert seit: 09.08.2014
Beiträge: 182
kerstin2 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard KdU - Kostensenkung: Muss Differenzbetrag vorstrecken - ist das rechtens?

Hallo,

ich habe die klassische Kostensenkungsaufforderung. Die komplette Übernahme der Miete wurde nach einem halben Jahr eingestellt. Jetzt bekomme ich nur den Höchstsatz und muss jeden Monat meine Bewerbungsbemühungen nachweisen - erst dann bekomme ich den Diffenrenzbetrag nachgezahlt.

Ich habe das in einem anderen Threadthema erwähnt, und mir wurde empfohlen, mich dagegen zu wehren. Da frag ich doch mal gerne: Wie denn? Welche Grundlagen und Möglichkeiten gibt es?
Zur Info: Ich komme aus Hamburg.

Ich war damit schon vor einem Jahr bei der ÖRA (öffentliche Rechtsberatung - in HH gibt es keine Beratungsgutscheine/hilfescheine). Dort wurde mir gesagt, das ist alles rechtens und ich habe keine Möglichkeit, die Miete komplett sofort ausgezahlt zu bekommen.

Was sagt den ihr? So weit ich weiß, wird das in HH üblicherweise so gehandhabt... Was ja nicht bedeutet, das es rechtens ist...

Gruß von Kerstin
kerstin2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2017, 04:57   #2
Kerstin_K
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 11.06.2006
Ort: Hannover
Beiträge: 7.767
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Standard AW: KdU - Kostensenkung: Muss Differenzbetrag vorstrecken - ist das rechtens?

Dreh den Spieß um und frag das JC nach der Rechtsgrundlage.
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2017, 08:48   #3
Mmepepper
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: KdU - Kostensenkung: Muss Differenzbetrag vorstrecken - ist das rechtens?

Hi Kerstin
Zitat:
Ich habe das in einem anderen Threadthema erwähnt, und mir wurde empfohlen, mich dagegen zu wehren. Da frag ich doch mal gerne: Wie denn? Welche Grundlagen und Möglichkeiten gibt es?
Zur Info: Ich komme aus Hamburg.
Hier mal ein Link zur Gegenwehr gegen Kostensenkungsaufforderung:

https://www.elo-forum.org/aufforderu...forderung.html

und anbei die "fachlichen Hinweise", ab S. 19 Pkt 6 "Verfahren bei Überschreitung" ggf interessant. Zusätzlich lade ich dir noch einen "Wirtschaftlichkeitsrechner" und einen "Renovierungsrechner" hoch. Vielleicht ist das ja für dich relevant, weil ein Umzug sich ja auch fürs JC "rechnen" und binnen 3 Jahren amortisieren muss.

Mehr weiß ich leider auch nicht, obwohl ich auch ganz "frisch" von dem Thema betroffen bin...

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf fa-sgbii-22-kdu-00.pdf (485,8 KB, 8x aufgerufen)
Dateityp: xls fa-sgbii-22-kdu-09-wirtschaftlichkeitsrechner.xls (184,5 KB, 15x aufgerufen)
Dateityp: xls fa-sgbii-22-kdu-10-renovierungsrechner.xls (38,0 KB, 15x aufgerufen)
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Alt 23.07.2017, 22:00   #4
Atze Knorke
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Atze Knorke
 
Registriert seit: 28.02.2009
Beiträge: 1.463
Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Frage AW: KdU - Kostensenkung: Muss Differenzbetrag vorstrecken - ist das rechtens?

Zitat von kerstin2 Beitrag anzeigen
Hallo,

ich habe die klassische Kostensenkungsaufforderung. Die komplette Übernahme der Miete wurde nach einem halben Jahr eingestellt. Jetzt bekomme ich nur den Höchstsatz und muss jeden Monat meine Bewerbungsbemühungen nachweisen - erst dann bekomme ich den Diffenrenzbetrag nachgezahlt.

Ich war damit schon vor einem Jahr bei der ÖRA (öffentliche Rechtsberatung - in HH gibt es keine Beratungsgutscheine/hilfescheine). Dort wurde mir gesagt, das ist alles rechtens und ich habe keine Möglichkeit, die Miete komplett sofort ausgezahlt zu bekommen.

Was sagt den ihr? So weit ich weiß, wird das in HH üblicherweise so gehandhabt... Was ja nicht bedeutet, das es rechtens ist...

Gruß von Kerstin
Hallo kerstin2/Kerstin,

auch in HH schlagen die KdU-Uhren anders. Nähere soziale Umstände (z. B. Alleinerziehend, Geringverdiener, Aufstocker) hast du nicht beschrieben.

Ist das ein Missverständnis - "Bewerbungsbemühungen als Nachweis"? Das zielt aber nicht auf die berufliche Situation ab, sondern sind Nachweise der (Wohnungssuch) "Bemühungen"?

In der Tat, die HH-Extratour entbehrt jeglicher Rechtsgrundlage. Das ist sozusagen, KdU-Zwang mit Dauersanktion, weil man durch das JC in eine Sackgasse befördert wird.

In HH explodiert ebenfalls der Wohnungsmarkt mit Wohnungsnot!
Wohnungsmarkt - Mietpreis-Explosion in Hamburg

Also in dieser "INFO" stehen Richtwerte:
https://www.mieterverein-hamburg.de/...fo22-Hartz.pdf

Die Mietobergrenzen stimmen leider NICHT mit den in der HH-Fachanweisung überein. Das wirft Fragen über Fragen auf, um Licht ins Dunkel zu bringen, vielleicht den DMB-HH kontaktieren, um darauf aufmerksam zu machen?

Fachanweisung zu § 22 SGB II - hamburg.de

Bitte beachte - Punkt 6 - Kostensenkungsaufforderung -:

Zitat:
Nach sechs Monaten ab Zugang des Schreibens mit der Aufforderung zur Kostensenkung können die tatsächlichen Mietkosten nur noch übernommen werden, wenn der Nachweis erbracht wird, dass trotz ausreichender Bemühungen eine Kostensenkung nicht möglich war. Der Bewilligungszeitraum ist entsprechend anzupassen. Diese Fälle sind in regelmäßigen Zeitabständen zu überprüfen.
Ich habe "fett markiert" - insofern wird nur von "ausreichenden Bemühungen" - nicht näher definiert - schwammig fabuliert.

Ich gehe davon aus, dass JEDER, der das NICHT hinterfragt, monatlich um den üppigen Regelsatz/bedarf, aus dem KdU-Differenzen gezahlt werden, geprellt wird. Der Vermieter verlangt lt. Mietvertrag monatlich seine "volle Miete".

Die ganze Problematik - Mietschulden - eröffnet sich hier:
Fachanweisung zu § 22 Abs. 8 SGB II - hamburg.de

Die ÖRA ist nicht der Weissheit letzter Schluss. Die sind doch vermutlich mit "Befangenheit" gepflastert.

Vielleicht bitte dazu (ohne Gewähr):
https://www.die-linke.de/partei/die-...hilft/hamburg/

https://hartz4widerspruch.de/hinter-...iderspruch-de/

Was für dich, kerstin2, hilfreich & zutreffend ist, vermag auch dieses Forum nicht zu bewältigen/entscheiden. Es sind Hilfestellungen von juristischen Laien.
__

Icke grüß' mal, Atze Knorke

Die Beiträge sind reiner, persönlicher Erfahrungsschatz keine Rechtsberatung.

"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, fünfzig, um schweigen zu lernen." (Ernest Hemingway)

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Mahatma Gandhi)

Geändert von Atze Knorke (23.07.2017 um 22:15 Uhr)
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