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Start > > > -> Kleine Umfrage: Nachweis der Bemühungen mit Erfolg?

KDU - Miete / Untermiete Hier sollen Themen erstellt werden die sich auf Kosten der Unterkunft von gemieteten Objekten beziehen.


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Alt 07.01.2006, 22:40   #1
terri->Emailproblem
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Registriert seit: 25.09.2005
Ort: München
Beiträge: 173
terri
Standard Kleine Umfrage: Nachweis der Bemühungen mit Erfolg?

Hallo,
mich würde interessieren ob es Leute gibt die mit ihren Bemühungsnachweisen bei Umzugsaufforderung einen Aufschub bekamen.

Ich meine, wurde die Umzugsaufforderung und die KDU-Übernahme mit einem neuen Termin verlängert
die volle Miete für eine bestimmte Zeit noch mal bezahlt
oder haben die Nachweise keinen Einfluss auf diese Nötigung gehabt.
Bitte schreibt mal
Würde mich interessieren.
Ich hab in versch. Foren immer gelesen (und bin selbst betroffen) dass diese Nachweisführung von der ARGE nicht gewürdigt wurde und weiter gekürzt wurde.
Danke schon mal
terri
terri ist offline  
Alt 07.01.2006, 22:53   #2
Lusjena
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Zitat:
Ich hab in versch. Foren immer gelesen (und bin selbst betroffen) dass diese Nachweisführung von der ARGE nicht gewürdigt wurde und weiter gekürzt wurde.
Danke schon mal
Wenn weiter gekürzt wurde,ist erneut Widerspruch und Klage notwendig,wenn du deine Eigenbemühungen nachgewiesen hast und kein angemessener Wohnraum für dich zur Verfügung steht.

1) Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf des allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft so lange zu berücksichtigen, wie es dem allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken.

Lege dem Amt schriftlich deine Bemühungen vor.Wenn der Wohnungsmarkt keinen angemessenen Wohnraum für dich hergibt,muß dir das Amt schriftlich nachweisen,dass Angemessener Wohnraum für dich vorhanden ist.
 
Alt 07.01.2006, 23:07   #3
Donald->Emailproblem
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Registriert seit: 09.12.2005
Beiträge: 34
Donald
Standard

Also ich habe gerade am Freitag meinen Widerspruchsbescheid bekommen, wo mir mitgeteilt wurde, dass meine Bemühungen nicht ausreichend waren. Auch mein Hinweis, dass die meisten Vermieter mich nicht haben wollen, da ich keinen Job habe und Hartz IV-Empfänger bin, hat die nicht interessiert. Zum Glück hat mich heute mein jetziger Vermieter angerufen und mir mitgeteilt, dass in Kürze eine preiswertere Wohnung frei wird und ich die haben könnte. Der weiß ja, dass ich die Miete immer pünktlich gezahlt habe und schimpft selber über die seltsamen Machenschaften der Ämter.
Die können mich dann mal, die vom Amt. :P
Irgendwie habe ich bei den Fritzen vom Amt nichts anderes erwartet.
Donald ist offline  
Alt 07.01.2006, 23:07   #4
terri->Emailproblem
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Registriert seit: 25.09.2005
Ort: München
Beiträge: 173
terri
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Ja,
der Witz ist ja der,
in den Wohnungsanzeigen lese ich dass die meisten genau so teuer sind wie meine billige Bruchbude.
Außer ich zieh in eine Telefonzelle oder einen begehbaren Schrank.
Meine ist zu groß, eben 62qm für Single,
das geht eben nicht.
Mit der Miete bin ich noch 7 Euro unter der Höchstgrenze
Und weil ich Arbeite und ein bisschen was verdiene wollen sie nicht mal die Mieterhöhung bis zur Höchstgrenze bezahlen.
Und die Gewerkschaft meint, wie schon geschrieben, ich bekomme ja Geld und verdienen tu ich auch was.
Quasi, was will ich denn.
terri
Und jeder Widerspruch verzögert die Bearbeitung der alten Angelegenheiten.
Und so lange gibt es keinen euen Bescheid.
Ich hab wirklich Angst dass eines Tages gar nichts mehr überwiesen wird weils denen zu viel wird.
terri ist offline  
Alt 07.01.2006, 23:17   #5
Lusjena
Gast
 
Beiträge: n/a
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Wo liegt die Höhstgrenze bei deiner Miete?

Wieviel Kosten deiner Unterkunft werden dir vom Amt anerkannt?


S 15 AS 159/05

Ein aktueller örtlicher Mietspiegel ist bei der Angemessenheitsprüfung nach § 22 SGB II vorrangig gegenüber der Tabelle zu § 8 Wohngeldgesetz.

Bei einer sog. Warmmiete kann die Angemessenheit der (kalten) Nebenkosten anhand von Betriebskostenspiegeln überprüft werden.
 
Alt 08.01.2006, 08:43   #6
bschlimme
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Hallo terri,

auch ich bin von der Umzugsaufforderung betroffen. In meiner Klage kämpfe ich nach wie vor um die volle Übernahme der KDU.

Ich habe keinen Bescheid bekommen, sondern nur das übliche Schreiben der Arge mit dem blablabla über Kosten. Aber den Widerspruch haben die trotzdem bekommen, aber nicht anerkannt, weil es sich ja nicht um einen Bescheid handelt.

Tätig geworden bin ich und habe mich um maßgeschneiderte Wohnungen
ala Arge bemüht. Diese wurden jedoch alle zu spät oder garnicht von der Arge bearbeitet. Bei einigen konnte ich auch mit dem Vermieter aushandeln, dass der Umzugstermin in 3 Monaten gewesen wäre. Um so auch eine doppelte Miete zuverhindern.

Nun bekam ich als Argument für die Nichtbearbeitung oder Ablehnung folgende zu hören:

Ich stelle unerlaubte Verknüpfungen, deshalb kan man die neue Bleibe nicht bewilligien. Aber einen § dazu kann ich nicht finden. Na prima, die Bemühungen waren vergebens und die Schei... geht weiter.

Ich habe zu jedem Angebot einer Wohnung einen Antrag auf Umzugskosten /Wohnungserstattungskosten gestellt.

Offensichtlich will mir der Arge Mensch weiss machen, das diese verboten ist?

Allerdings habe ich einen neuen Bescheid bekommen, wo die Miete bis Juni 06 so weiter gezahlt wird, wie im Jahr 2005. Auch wieder mit der gesenkten KDU. Deshalb habe ich bereits eine Klageerweiterung gestellt .
 
Alt 09.01.2006, 22:38   #7
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Registriert seit: 25.09.2005
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Beiträge: 173
terri
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Hallo beschlimme,
danke dass du mir deine Erfahrungen rein geschrieben hast.
Ich glaube ja mittlerweile dass das Methode hat.
Sie kürzen, und verhindern gleichzeitig einen Umzug. So wird auf ganz miese Weise gespart.
Ich geh morgen jedenfalls zum Mieterbeirat. Ich weiß nicht obs den in jeder Stadt gibt aber da gibts bessere Beratung.
Bei meiner Gewerkschaft habe ich nichts erreicht.
Keiner weiß was, mein Ordner ist nicht da.
Der Geschäftsführer der ARGE ließ sich heute nicht sprechen, die Vorgesetzte vom SB ließ sich nicht sprechen
und ich bin Handlungsunfähig da Mandat bei der Gewerkschaft.
Es ist zum Verrückt werden.
terri
Habe mir heute telefonisch einen Termin bei der Mü-Tafel (heißt ein bisschen anders ist aber das selbe) geben lassen aber da wurde ich genau so unwirsch und widerwillig angemacht wie bei der ARGE.
Da ich ja keinen gültigen Bescheid für ALG 2 habe soll ich die Kontoauszüge der letzten drei Monate mit bringen u.s.w.
Ich glaub ich spinn langsam.
Da hat sich die Wirtschaft ja was feines ausgedacht mit der Tafel.
Wenn die Läden statt eines Zahlautomaten zwei Kassiererinnen einstellen würden dann könnten sie ihre Tafel einpacken.
Weiß man eigentlich ob die Lebensmittel die dorthin geliefert werden von der Steuer abgesetzt werden? Als Spende oder so?
Das wäre auch mal interessant.
terri ist offline  
Alt 10.01.2006, 04:20   #8
Ludwigsburg
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Standard Re: Kleine Umfrage: Nachweis der Bemühungen mit Erfolg?

[@terri

Ja, die Umzugsaufforderung und die KDU-Übernahme mit einem neuen Termin wurde wieder verlängert, die volle Miete für weitere 6 Monate noch mal genehmigt.
Hatte schon vorALG II vom Sozialamt ne Umzugsaufforderung und ne Verlängerung...

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 10.01.2006, 10:35   #9
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
Standard 1Ej als Wohnungsvermittler

Hallo,
die Wohnungssuche werte ich nur noch als Arbeitstherapie für die Bürotypen. Diese Fälle werden sicher bearbeitet, wenn sie ganz frustriert aus dem Wochenende kommen um sich abzureagieren.

Ich hatte am 12.12.05 eine solche Intelligenzbestie angeschrieben und zuerst mal unser Gespräch zusammengefasst und ihn um schriftliche Bestätigung gebeten, daß die Arge KEINE Umzugskosten übernimmt - wie er und sein Abteilungsleiter und sogar einer der Widerspruchsstelle (vor Sozialgericht) gesgat haben.
Gleichzeitig habe ich angeboten, daß man die Wohnungsvermittlung ja zentral in der Arge organisieren könnte - auch als 1EJ. Denn die können doch besser mit den Maklern/Gesellschaften reden und könnten dann auch gleich alles vereinbaren - ohne großes Gerenne.
Aber wenn nur die Makler und Vermieter genervt werden und denen die Arbeitszeit mit Anfragen von ALG-II Empfängern gestohlen wird, entsteht ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden. Ich kann verstehen, daß hier keiner mehr Interesse an einer normalen Auskunft oder gar Aufnahme in die Datei hat. Davon abgesehen, daß es solche Wohnungen nicht gibt (5,11 €/qm) oder nur im tiefsten Schwarzwald, dann aber wieder mit irren Heizkosten und öfentlichen Busverkehr (morgens/abends).

Arg - Resonanz : keine (wie immer)

Gestern habe ich nun meine neue "Ansprechpartnerin in Geldfragen" (lt. deren Visitenkarte) angeschrieben und die ganze Palette beantragt (Kosten der Wohnungssuche, Umzugskosten, Renovierungskosten, teilweise Erstausstattung, Telefon, Ummeldekosten, Makler, usw.). Und auch um Erklärunggebeten, wieso ich Geld für die Wohnungssuche ausgeben muß, um mein "Bemühen" nachzuweisen, die Arge aber den Umzug ja von vorneheraus unmöglich macht, weil keine Kosten übernoimmen werden. Plus der Frage nach der Wirtschaftlichkeit eines Umzuges und ob ich nun Priorität auf Wohnungs- oder Stellensuche legen soll.

Mit Fristsetzung bis 20.01.06 versehen, persönlich abgegeben und auch bestätigen lassen.

Auf jeden Fall schafft das alles Arbeit - zwar keine sinnvolle oder wertschöpfende, aber immerhin man ist beschäftigt.
Bruno1st ist offline  
Alt 11.01.2006, 19:39   #10
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terri
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ich bin bei meiner ARGE noch nicht weiter gekommen was den Umzugszwang betrifft.
Ich bin aber bei meiner ARGE mit noch gar nichts weiter gekommen.
die schotten sich total ab.
terri
terri ist offline  
Alt 11.01.2006, 19:49   #11
Lusjena
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Beiträge: n/a
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Guten Abend,Terri,vielleicht solltest du mal darüber nachdenken,was das mit deiner Gewerkschaft bringt,ich habe hier den Eindruck gewonnen,dass die Dir nicht wirklich helfen. :uebel:

Hast du dich nachweislich um anderen Wohnraum bemüht?
 
Alt 11.01.2006, 20:18   #12
Lusjena
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Beiträge: n/a
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Terri,wenn du dich nachweislich um eine neue angemessene Wohnung im Sinne des SGBII bemüht hast und die Wohnungsmarktlage für dich keinen entsprechenden,angemessenen Wohnraum hergibt,
ist das Amt gemäß § 22 verpflichtet,dir so lange die Tatsächlichen Unterkunftskosten zu gewähren,wie nötig.

Mittlerweile gibt es dazu auch erste Gerichtsentscheidungen.

SG Detmold 10 AS 165/05 ER vom 07.11.2005


Zitat aus dem richterlichen Urteil

Dem Antragsteller stehen nach § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II grundsätzlich Leistungen in Höhe der tatsächlichen Kosten der Unterkunft und der Heizung zu.

Diese Kosten belaufen sich beim Antragsteller derzeit ausweislich des Kontoauszugs auf Blatt 3 der Gerichtsakte auf 411,25 EUR im Monat.

Die Antragsgegnerin hält diese Kosten für nicht angemessen im Sinne des § 22 Abs. 1 Satz 1 zweiter Halbsatz SGB II. Sie trägt insoweit vor, den Antragsteller bereits mit Schreiben vom 22.03.2005 auf die Unangemessenheit der Kosten hingewiesen und zur Reduzierung aufgefordert zu haben (Bl. 18 ff der Verwaltungsakte).


Auch bei Dir hält die Arge die Kosten der Unterkunft für nicht angemessen im Sinne des § 22 Abs. 1 SGBII,darum wurdest du zum Umzug aufgefordert.



Das SGBII spricht hier aber eindeutig eine andere Sprache,nämlich



Zitat aus dem Urteil



Allerdings sieht § 22 Abs. 1 Satz 2 vor, dass die tatsächlichen Aufwendungen für die Unterkunft und die Heizung so lange weiter von der Antragsgegnerin zu tragen sind, wie es dem Antragsteller nicht möglich oder nicht zumutbar ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken.

Es kann dahingestellt bleiben, ob die von der Antragsgegnerin als angemessen angesetzten Kaltmietkosten für die Wohnung des Antragstellers in der Gemeinde L mit 3,68 EUR je m² zutreffen. Wie diese Zahlen ermittelt wurden und dass sie in statistisch ausreichender Weise untermauert sind, hat die Antragsgegnerin allerdings bisher nicht dargelegt. Dem Antragsteller war aber zumindest bisher der Wechsel in eine nach Auffassung der Antragsgegnerin angemessene Wohnung nicht möglich. Ausweislich der Anlage zu seinem Schriftsatz vom 13.10.2005 hat er sich insoweit durch Eintragung als Wohninteressent bei der X eG bemüht. Mit Schriftsatz vom 25.10.2005 hat er darüber hinaus sieben weitere erfolglose Bemühungen um angemessenen Wohnraum im Monat Oktober glaubhaft gemacht.


Also Terri,wenn du dem Amt nachweislich erklärst,dass es für dich keinen angemessenen Wohnraum derzeit gibt,ist das Amt verpflichte gemäß § 22 SGBII,dir weiterhin die Tatsächlichen Unterkunftskosten zu zahlen.


Lasst Euch doch blos nicht alle von den Argen für dumm verkaufen,natürlich lehnen sie erst mal alles ab,denn schließlich stehen die Mitarbeiter der Argen ja unter Erfolgszwang und bei guter Führung gibts ja Erfolgsprämien,wie wir der Tage lesen konnten.


Wenn ihr Fragen habt,immer her damit,wir helfen Euch gerne und zeigen euch den richtigen Weg. ;)
 
Alt 21.02.2006, 13:17   #13
Westerwaldfee->Emailproblem
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Ort: Westerwald
Beiträge: 61
Westerwaldfee
Standard Hallöle ... nur ganz kurz ....

leider habe ich grade nicht viel Zeit ... Ich rate euch den Bürgerbeauftragten eures Bundeslandes einzuschalten !!!! Habe ich auch schon gemacht ... und Klage beim Sozialgericht ...
Halte euch auf dem laufenden.

Grüßle Fee
__

Wen der Regen nicht durchnäßt hat, hat nie gespürt wie warm die Sonne ist.
Westerwaldfee ist offline  
Alt 21.02.2006, 13:21   #14
Ludwigsburg
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Beiträge: n/a
Standard Re: Kleine Umfrage: Nachweis der Bemühungen mit Erfolg?

@terri

Ja, ich bekomme immer noch die volle Miete, wurde in den letzten 2 Jahren immer akzeptiert, was ich als Begründung angeführt hab... anfangs Krankheit beim Sozialamt, dann bei ALG II Suche nur am Ort (wegen der Kinder/Schule ) und Nachweis, daß es nichts passendes gab... (Zeitungsseiten alle halbe Jahr vorgelegt) - hat bisher gereicht.

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 21.02.2006, 13:25   #15
Ludwigsburg
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Re: 1Ej als Wohnungsvermittler

Zitat von Bruno1st
Ich hatte am 12.12.05 eine solche Intelligenzbestie angeschrieben
Hallo!

Kannst den Text nicht mal hier einstellen?

Hilft einigen sicher weiter...

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 21.02.2006, 16:58   #16
Bruno1st->Emailproblem
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Beiträge: 3.726
Bruno1st
Standard wie gewünscht der Lesestoff

Hallo,
wie gewünscht stelle ich die beiden Briefe rein. Zuerst den vom 12.12.05 (bisher unbeantwortet), dann den vom 08.01.06 mit Fristsetzung (ebenfalls ignoriert). Und inzwischen kam in einer anderen Sache Dubioser Bericht des FM" die Nachricht des Arge-Geschäftsführers, daß überhaupt KEIN Antrag vorliegt. Bei normalen Leuten würde ich mich verschaukelt fühlen, aber was oder wer ist bei Hartz4 überhaupt "normal".

Die Namen habe ich alle entfernt - falls ich doch einen übersehen habe, bitte eine kurze PN - danke.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

12.12.2005
Mietkostensenkung - neue Wohnungssuche - Mein Besuch am xxxx.xx
Antrag auf Übernahme der Kosten für Wohnungssuche
BG Nummer

Sehr geehrter Herr stellv.,

vielen Dank für die Auskünfte zur Wohnungssuche und Mietkostensenkung. Ich rätsele immer noch, wie ich meine Mietkosten senken kann, ohne umzuziehen. Denn nach Ihren Auskünften :

- keine Umzugskosten von der Arge
- keine Renovierungskosten von der Arge
- keine Erstattung von Kosten bei der Wohnungssuche
- ein Stellplatz wird nicht übernommen
- die Arge verlangt nicht, dass ich umziehe. Aber dies ist nur ein Trick, um eine Kostenzusage zu vermeiden.
- würde ich einfach die 40,- € Mietmehrkosten zu den Arge Vorgaben weniger erhalten
- soll ich die 40,- € über einen Nebenjob finanzieren
- werden auch andere Kosten die durch den Umzug anfallen auch nicht übernommen

habe ich nicht nur ein Verständnisproblem. Denn so etwas ist schlicht unmöglich.

Eine Senkung der Mietkosten in einer 1-Zimmer Wohnung ist nicht möglich. Da ich nicht einmal einen Keller habe, den ich an andere Minderheiten vermieten könnte, fällt auch diese Möglichkeit weg.
Einen Umzug kann ich ohne neue Schulden zu machen nicht finanzieren. Ebenso kann ich die 40,- € weniger auch nicht verkraften. Die Miete kann ich auch nicht kürzen, oh-ne Zwangsmaßnahmen zu spüren und dadurch Mehrkosten (Gericht, usw.) zu erzeu-gen, die mich in die Schuldenfalle bringen.

Die Kosten für die Wohnungssuche sind unter diesen Vorgaben rausgeworfenes Geld. Gut ich kann damit "mein Bemühen" nachweisen, aber was ist das für ein "Bemühen", wenn bereits vor dem "Bemühen" feststeht, dass ich nicht umziehen kann ?
Oder ist das Verlangen von "Bemühen" nur ein Versuch, mir fehlendes "Bemühen" vor-zuwerfen und auf diesem Weg dann die 40,- € zu kürzen ? Das würde ich äußerst schäbig finden !

Anrufe bei Maklern oder Vermietern enden immer an den Punkten :
- Soforteinzug
- Hartz4 Empfänger - Nein Danke

Es wird ja auch keine Doppelmiete übernommen und ich kann diese nicht finanzieren. Außerdem ist es ein Problem, dass ich selbst unterschreiben muß, aber keine finanzielle Möglichkeit habe umzuziehen.

Um hier Klarheit zu schaffen, bitte ich um folgende Auskünfte :

- Wieso bezahlt die Arge keine Umzugs-Renovierungskosten ?
- Wie soll ich einen Umzug finanzieren ?
- Wieso soll ich das wenige ALG-II Geld mit einer zum aktuellen Zeitpunkt (ohne ir-gendeine Kostenzusage) mit Wohnungssuche verschwenden müssen ? Vor allem, da bei mir die Stellensuche im Vordergrund steht. Und ich kann nicht beide Suchen aus ALG-II finanzieren. Besonders da die Arge hier auch nichts erstattet. Auszug Email vom 24.10.05 - externer Fallmanager Hr. extern (firma) ".....bezüglich der Bewerbungskosten habe ich leider eine schlechte Nachricht. Die Arge übernimmt keine Inter-net-Bewerbungen, auch wenn sie nachgewiesen sind.... Dabei ist dies die einfachste und effektivste Möglichkeit eine neue Stelle zu suchen. Ich erhalte über die verschie-denen Jobbörsen täglich bis zu 30 Stellenangebote. Leider ist die Umzugssituation immer noch unklar und ich möchte nicht bei weiteren Firmen (größtes Computer- und Personalserviceunternehmen) auf der schwarzen Liste landen, weil die mir zwar eine Stelle angeboten haben, ich aber wegen fehlenden Umzugskosten nicht antreten kann.
- Wieso bekomme ich keine Auskünfte zum Umzug in eine andere Stadt wegen Arbeitsaufnahme ? Daran sind Anf. Sept. und Okt. neue Arbeitsstellen gescheitert.
- Hat die Arge überhaupt ein Interesse an einer Vermittlung / Arbeitsaufnahme / Unterstützung ? Und ich rede jetzt von der Arge insgesamt und nicht von den verschiedenen Zuständigkeiten (Arbeitsamt-Landkreis).
- Muss ich mich für einen Umzug oder ein verbleiben in der Wohnung verschulden ?
- Darf die Arge die Mietzahlung wegen "fehlenden Bemühens" kürzen, auch wenn die Arge überhaupt keine Möglichkeit gibt, die Mietkosten durch Umzug zu senken zu senken ?
- Wieso wird keine Doppelmiete übernommen ? Es ist doch realitätsfremd, dass ich morgens aus einer Wohnung ausziehe, diese renovieren lasse und abends in einer neuen Wohnung einziehe. Wieder ein Schritt näher an der Schuldenfalle.
- Wie sieht es mit einer Einrichtung aus ? In der Küche sind sämtliche Geräte (Herd, Kühlschrank, Spüle) Eigentum des jetzigen Vermieters. Von anderen Einrichtungsge-genständen ganz zu schweigen.

Wieso sagen Sie, dass keine Kosten übernommen werden, während der ehem. Fallmanager von "3 Vergleichsangeboten bei Umzugsunternehmen einholen" redet. Wer sagt hier die Wahrheit ? Ich befürchte vermutlich Sie, da auch andere ALG-II Empfän-ger dieses Problem haben und auch die gleichen negativen Informationen erhalten ha-ben.

Und zu guter Letzt :
- Wieso unterstützt die Arge nicht bei der Wohnungssuche ? Das wäre doch das einfachste. Statt dass die betroffenen ALG-II Empfänger die Makler, Wohnungsgesellschaften, Vermieter abklappern, wäre es doch einfach, wenn die Arge eine Möglichkeit stellt, dass die potentiellen Vermieter sich direkt melden können. Damit ließen sich die Dinge sicher auch beschleunigen und alle Seiten hätten Vorteile. Bei einer entspre-chenden Auswahl von Wohnungen könnten die ALG-II Empfänger die umziehen müssen entsprechend planen und wären nicht vom Anruferglück abhängig. Die Vermieter (Makler/Wohnungsgesellschaften/usw.) könnten sich wieder der Tagesarbeit widmen und die Arge selbst könnte den Eindruck loswerden, das Zwangsumzüge auf Kosten der Bedürftigen durchgeführt werden und damit auch der Amtshilfepflicht nachkommen.

Leider muss ich auf einer schriftlichen Antwort bestehen. Nicht nur, weil H. Huber in seinem ausführlichen Brief den Punkt Umzug einfach vergessen hat, bzw. ihr Hr. xyz0815 (Widerspruchsstelle) verlangt, dass ich die mündlichen Aussagen einer Mitarbeiterin vom Mai beweisen muss.

In der Anlage übersende ich Ihnen die Wohnungsanzeigen. Da Wohnungen für € 230,- kaum zu finden sind, habe ich den Bereich erweitert. "Bekannt" bedeutet, dass diese Anzeige schon öfters erschienen ist. Eine Wohnungsbesichtigung hat noch nicht stattgefunden, da es keinen Sinn macht, dass ich Geld für die Fahrt ausgebe und gleichzei-tig die Wohnung nicht vie vorgegeben "ab sofort" mieten kann. Von den Umzugskosten ganz zu schweigen.

Antrag auf Übernahme der Kosten für die Wohnungssuche
Da ich mir nicht eine extensive Stellensuche und gleichzeitig eine entsprechende Wohnungssuche leisten kann und die Arge die Bewerbungskosten ja nicht übernimmt - lt. Mail des Fallmanagers - beantrage ich hiermit die Erstattung der Kosten für die Woh-nungssuche.

Wieso verlangt die Arge, dass ich meine Miete mindere ohne mir irgendeine Möglichkeit zu geben, einen Umzug durchzuführen und gleichzeitig zu drohen, dass ich einfach € 40,- weniger im Monat erhalte. Ich kann mir weder einen Umzug leisten, noch auf die € 40,- verzichten. Für mich beginnt hier irgendwie der Bereich der Nötigung oder es läuft eine riesengroße Farce ab. Und nun frage ich mich, wo die Mithilfepflicht des Am-tes liegt ? Ich kann überhaupt keine konstruktive Unterstützung erkennen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

08.01.2006
Antrag auf Übernahme der Kosten für Wohnungssuche - Umzug - Renovierung (2. Versuch)
9999BG99999999

Sehr geehrte Frau XXX,

ich hoffe, dass Sie nicht nur die "Ansprechpartnerin in Geldfragen", sondern auch bei der Wohnungssuche sind. Sonst bitte ich um Weiterleitung an die entsprechende Stel-le.

Ich beantrage hiermit (inkl. schriftlicher Benachrichtigung) die Zusage der :

- Übernahme von Umzugskosten (inkl. Nebenkosten, z.B. Telefonummeldung, usw.)
- Übernahme von Renovierungskosten (alte/neue Wohnung)
- Übernahme von Kosten der Wohnungssuche
- Übernahme von Erstausstattung der Küche/Bad und entsprechender Wohnungsausstattung (Vorhänge, usw.)
- Übernahme Kaution und Doppelmiete
- Übernahme der Kosten, auch falls ich in der Zwischenzeit eine Stelle finde und aus dem Hartz4 Bezug ausscheide.

Und da bisher vieles einfach nicht beantwortet wird und auch auf entsprechende Empfehlung, muss ich nun leider einen Antworttermin bis 20.01.06 setzen. Danach gehe ich davon aus, dass die Stellensuche Priorität hat

Begründung :
- Es ist mir unmöglich die Mietkosten ohne einen Umzug zu senken. Da aber lt. Hrn. (stellv. u. Leiter) keine Umzugs-Renovierungskosten übernommen werden, ich aber kein Geld habe, ist es mir unmöglich auf eigene Kosten umzuziehen.
- Ebenso möchte ich mir nicht den Vorwurf gefallen lassen müssen, mich nicht genug bemüht zu haben. Dies vor allem, da ich im Januar/Februar keinen Cent als Reserve übrig habe, weil ich in diesem Zeitraum meine Behandlungsanteile (Praxisgebühr, Me-dikamente, usw.) selbst bezahlen muss - Zuzahlungsgrenze 1%.
- Mir fehlt eine Entscheidung der Arge was eigentlich Priorität hat. Bei einem Sachbearbeiter ist es die Wohnungssuche, beim anderen die Stellensuche. Hier warte ich im-mer noch auf eine saubere Linie. Im Moment geht es offensichtlich nur darum, mir mangelndes "Bemühen" nachzuweisen, um dann rechtlich "korrekt" Gelder kürzen zu können.

- Zusätzlich erscheint es mir mehr wie sinnlos, dass ich eine neue Wohnung suchen muss, obwohl die Finanzierung des Umzuges verweigert wird. Ich aber Geld ver-schwenden muss, um mein "Bemühen" nachzuweisen, obwohl die Unmöglichkeit eines Umzuges eigentlich feststeht. Dies wurde sowohl durch H. Huber, wie auch H. Bösch mündlich mitgeteilt. Schriftliche Informationen dazu werden aber nicht gegeben und Anfragen nicht beantwortet. Daher nun auch die Fristsetzung bis 20.01.06.
- Weil ich befürchte, dass ich bis mindestens Ende März finanzielle Probleme wegen der Krankheitskostenzuzahlung habe, erwarte ich Ihre Anweisung, ob ich nun mehr Stellen- oder Wohnungssuche betreiben soll.

- Wichtig ist auch die Zusage der Kostenübernahme, falls ich vor dem Umzug eine Ar-beitsstelle finde und dadurch aus dem ALG-II Bezug ausscheiden würde. Denn sonst stehe ich mit 2 Mietverträgen, 2 Renovierungen und den Umzugskosten alleine da und habe durch diese Aktion nur noch mehr Schulden.

Zusätzlich bitte ich um Erklärung, auf welcher Basis die Arge 5,11 €/qm vorgibt. Denn dies entspricht ja nicht einmal dem aktuellen Mietspiegel. Und zusätzlich um Erklärung, wieso wegen € 40,- ein Umzug durchgeführt werden muss/soll. Oder geht es nur dar-um, mir die € 40,- einfach zu kürzen. Zusätzlich wüsste ich gerne, wo die Toleranz-grenze genau liegt. Hier beziehe ich mich auf die Information des Ex-Fallmanagers (extern), der sagte, dass die € 40,- ganz knapp über der Toleranzgrenze der Arge liegen würden. Allerdings ohne diese genauer zu benennen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 22.02.2006, 06:49   #17
Westerwaldfee->Emailproblem
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Registriert seit: 21.02.2006
Ort: Westerwald
Beiträge: 61
Westerwaldfee
Standard Hallo Lujena,

könntest Du mir mal etwas mehr zu den "Erfolgsprämien" sagen, die die ARGE Mitarbeiter bekommen?

Danke und viele Grüße aus dem Westerwald

Jutta
__

Wen der Regen nicht durchnäßt hat, hat nie gespürt wie warm die Sonne ist.
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