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KDU - Miete / Untermiete Hier sollen Themen erstellt werden die sich auf Kosten der Unterkunft von gemieteten Objekten beziehen.


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Alt 27.11.2005, 23:24   #1
terri->Emailproblem
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Registriert seit: 24.09.2005
Ort: München
Beiträge: 173
terri
Standard Noch mal eine Frage zu KDU-Kosten

Hallo noch mal.
ich wohne in einer Wohnung, die zwar zu groß ist aber vom Quadratmeterpreis unter der üblichen Ortsmiete liegt.
Wegen der Größe kam mit einer Mitteilung die Kürzungsandrohung.
Es war zwar kein Widerspruchsfähiger Bescheid, Rechtsbelehrung fehlte, ich habe aber trotzdem Widerspruch eingelegt.
Bin ab November gekürzt worden obwohl ich noch die hohe Energiekostenabrechnung abstottern muss.
Was ist nun Maßgeblich: die Quadratmeter oder der Mietpreis.
Manchmal habe ich den Gedanken dieser Umzugszwang ist ein Geschenk von unserem Altkanzler Schröder an die Hausbesitzer. Die ARGE tritt als Entmieter auf als Ausgleich für die Mietrechtsänderung zur Mieterhöhung.
Ist aber nur so eine Idee von mir.
Bitte dringend noch mal Rat wegen der Kürzung. Ist sie berechtigt weil die Quadratmeterzahl zu hoch ist.
Danke noch mal.
terri
Hab ich vergessen. Bemühungen zur Wohnungssuche habe ich schriftlich nachgewiesen. Ist aber gar nicht wichtig da ja die Rechtsbelehrung fehlt.
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Alt 27.11.2005, 23:34   #2
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Was ist nun Maßgeblich: die Quadratmeter oder der Mietpreis.
Definitiv der Mietpreis. Maßgebend sind die Umstände des Einzelfalles. Nicht jede Wohnung ist auf die Angemessenheit nach § 22 zugeschnitten, insbesondere bei Altbauten kann sich die Wohnfläche durch eine große Küche ("Wohnküche"), bei Neubauten die Wohnfläche durch ein großes Wohnzimmer als recht groß darstellen, obwohl die Zahl der Zimmer angemessen ist. Eine Wohnung von unangemessener Größe kann als angemessen eingestuft werden, wenn der Mietzins, der letztlich entscheidend für die Leistung für Unterkunft ist, den in einer anderen Wohnung von angemessener Größe nicht übersteigt. Orientierungspunkt für die Beurteilung der Angemessenheit des Mietzinses ist der örtliche Mietspiegel, ersatzweise der Mietspiegel einer vergleichbaren Gemeinde. Auch andere empirische Erkenntnisse, statistische Belege oder gesetzgeberische Anhaltspunkte (Tabellen in Gesetzen und Verordnungen) können als Beurteilungshilfe herangezogen werden. Es ist davon auszugehen, dass es für die Angemessenheit von Unterkunftskosten keinen fixen Grenzbetrag gibt, sondern eine Mietpreisspanne maßgebend ist, die unterhalb der Durchschnittspreise örtlicher Mieten liegt. Die Angemessenheit der Unterkunftskosten kann sich auch nicht auf einen starren Beurteilungspunkt beziehen, z.B. dem Tag der Antragstellung auf Leistungen nach dem SGB II. Aspekte der Vergangenheit und der Zukunft können maßgebende Kriterien für eine andere als allein im gegenwärtigen Zeitpunkt abzugebende Beurteilung sein. So können etwa Schwierigkeiten am Wohnungsmarkt mit Umständen in der Vergangenheit einzelner Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft begründet sein (Drogenabhängigkeit, Freiheitsentzug, Obdachlosigkeit) oder absehbare Änderungen (Schwangerschaft, Ablauf eines Freiheitsentzuges) in der Größe der Bedarfsgemeinschaft zu berücksichtigen sein. Es ist stets eine Gesamtschau erforderlich, in dessen Mittelpunkt eine Prognose stehen muss, ob die Entscheidung über die Angemessenheit der Aufwendungen für Unterkunft Auswirkungen auf die Chancen zur Beendigung der Hilfebedürftigkeit hat. So ist denkbar, Leistungen für Unterkunft in einer Mietwohnung zu gewähren, um eine räumliche Entfernung zu einem für eine Eingliederung in Erwerbstätigkeit ungünstigen Umfeld zu gewährleisten.

Es könnte daher mit Widerspruch und Klage - Klarheit verschafft werden.
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Alt 28.11.2005, 00:04   #3
terri->Emailproblem
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2005
Ort: München
Beiträge: 173
terri
Standard

Hallo janchen,
danke für die supeschnelle Antwort. Kann ja fast schon nicht mehr schlafen weil ich nicht weiß wie das noch weiter gehen soll.
Widerspruch hatte ich ja schon vor Monaten eingereicht.
Bleibt die Klage. Und die ziehe ich durch.
Grüße
terri
terri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2005, 00:06   #4
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Nochmals dem Amt eine Frist setzen zur Bescheiderstellung. Sollten sie dann nicht zucken, dann zum Sozialgericht und Klage erheben. Sie wollen es ja so.

:daumen:
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Alt 30.11.2005, 17:52   #5
Lusjena
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Nochmal ne Frage zu den KdU Kosten

Was ist nun Maßgeblich: die Quadratmeter oder der Mietpreis?


Zitat:
Definitiv der Mietpreis. Maßgebend sind die Umstände des Einzelfalles. Nicht jede Wohnung ist auf die Angemessenheit nach § 22 zugeschnitten, insbesondere bei Altbauten kann sich die Wohnfläche durch eine große Küche ("Wohnküche"), bei Neubauten die Wohnfläche durch ein großes Wohnzimmer als recht groß darstellen, obwohl die Zahl der Zimmer angemessen ist. Eine Wohnung von unangemessener Größe kann als angemessen eingestuft werden, wenn der Mietzins, der letztlich entscheidend für die Leistung für Unterkunft ist, den in einer anderen Wohnung von angemessener Größe nicht übersteigt. Orientierungspunkt für die Beurteilung der Angemessenheit des Mietzinses ist der örtliche Mietspiegel, ersatzweise der Mietspiegel einer vergleichbaren Gemeinde. Auch andere empirische Erkenntnisse, statistische Belege oder gesetzgeberische Anhaltspunkte (Tabellen in Gesetzen und Verordnungen) können als Beurteilungshilfe herangezogen werden.
Das hat Janchen geschrieben.



Bei der Berücksichtigung der KdU für Eigenheime, wenn zum Beispiel das Haus 5 Zimmer hat, was zählt dar?Zählen Toilette,Flur und Abstellraum auch oder mißt man die Wohnfläche nur für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad?Kann nichts dazu finden.Wer weiß Rat? :uebel:
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Alt 30.11.2005, 19:39   #6
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?p=578#578

bzw. bei Eigenheimen, ist ja im Namen schon gesagt, EIGEN und damit aus den Bauunterlagen oder Grundrisszeichnungen die Größe ermittelbar. Auf cm² oder mm² kommt es nicht an. 120 m² bei ETW und 130 m² bei EFH ist als Richtwert zu sehen. Kurz gesagt, Rapunzels Turm wäre angemessen, auch wenn er 120 m hoch ist - jedoch nur 2 Grundflächen besitzt. :lol:
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Alt 30.11.2005, 19:47   #7
Lusjena
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Nochmal ne Frage zu den KdU

Vielen Dank, genau das suchte ich. :daumen:
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Alt 25.09.2007, 18:43   #8
Tom_
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Weitere Infos zum Thema KdU im PDF File.
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Alt 25.09.2007, 18:45   #9
Tom_
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Die richtige Zählweise bei Wohnflächen rechnet übrigens Flur, Abstellraum, Nischen, Balkon nur zu 50%. Man müßte jetzt noch prüfen, wie eine getrennte Toilette zu berechnen ist. Aber das Grundprinzip ist wohl klar.
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Alt 25.09.2007, 21:36   #10
kleindieter
 
Registriert seit: 10.01.2007
Beiträge: 4.189
kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard Nicht ganz

Seit 2003 gibt es die

Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche,

davor war dies ein Teil der II.BV.

Ein Flur in der abgeschlossenen Wohnung zählt zu 100% zur Wohnfläche. Auch ein dort befindlicher Abstellraum.
kleindieter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2007, 21:46   #11
Tom_
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Da rechnet man in Nbg anwaltlich bzw. mietervereinlich anders. (Wobei es wohl dabei um den jeweiligen Einzelfall zu gehen scheint, wie ich bei einer Überprüfung der Unterlagen gesehen habe)
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