KDU - Miete / Untermiete Hier sollen Themen erstellt werden die sich auf Kosten der Unterkunft von gemieteten Objekten beziehen.


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Alt 18.12.2012, 13:36   #1
MartinBln->Emailproblem
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MartinBln
Standard Vorgehensweise - Auflösung einer Wohngemeinschaft

Ich bitte um einen Ratschlag zu meiner Situation (WG Auszug).

Ich lebe derzeit in einer Wohngemeinschaft, diese wurde während des Studiums gegründet. Nun haben beide Parteien die Ausbildung abgeschlossen.
Mein Mitbewohner hat vor kurzem einen Job gefunden, ist daher ausgezogen. Vorher hat er 8 Monate Hartz 4 bezogen, das Jobcenter weiß davon, hat auch
den Umzug/doppelte Miete bezahlt.

Nun möchte mein Mitbewohner aus dem Vertrag heraus, weil er die Wohnung nicht mehr braucht und aus dem Vertrag möchte (seine Kaution haben möchte
+ Haftungsrisiko weg haben, da er noch im Mietvertrag steht und somit für alles haftet).

Wir sind beide Hauptmieter. Die Wohnung ist für mich alleine zu teuer, da sie rund 100 Euro über dem Bedarfsatz liegt (beziehe Hartz4).
Ich bin derzeit auf der Suche nach Arbeit und werde wohl bald ausziehen und wahrscheinlich das Bundesland wechseln, da ich arbeiten will.
Deshalb hatte ich ein Gespräch mit meinem Vermieter.

Gespräch mit dem Vermieter:

Ich habe mit meinem Vermieter geredet, der hat mir lediglich erlaubt einen Nachmieter zu suchen. Allerdings möchte er mir kein
Sonderkündigungsrecht einräumen und verlangt, dass ich die Wohnung komplett übergebe, wenn ich aus dem Mietvertrag gehe (ich kann also für mich selbst
keinen Nachmieter suchen). Insofern könnte der neue Mitbewohner u. U. nicht bleiben, wenn ich aus dem Vertrag will.
Alleine kriege ich den Mietvertrag nicht, da mir das entsprechende Einkommen fehlt. Zudem wäre die Wohnung eh zu teuer, ausziehen müsste ich sowieso.
Hätte allerdings mehr Zeit, da ich angebl. (lt. meinem Sachbearbeiter) eine Umzugsaufforderung bekommen würde und dieser nach spätestens
6 Monaten nachkommen müsste.

Problem (Nachmieter):

- Ich stehe auf dem Sprung, ein neuer Mitbewohner müsste also schnell aus der Wohnung, falls ich einen Job finde. Ich müsste die alte
auch zeitnah renovieren, also auch sein Zimmer und die Gemeinschaftsräume. Da wird es schwer sein jemanden zu finden, der all das ohne "Murren" mitmacht.
Ein Umzug kann von heute auf morgen kommen, da ich unbedingt arbeiten möchte und viele Bewerbungen schreibe, leider im Moment (seit 3 Monaten) noch ohne Erfolg.
- Die Wohnung ist teilweise im schlechten Zustand. Ich denke es müsste einiges renoviert werden (das sollten also beide Altmieter übernehmen).
Das möchte ich natürlich einem neuen Mitbewohner nicht zumuten. Also wenn ich rausgehe, kann er nicht für die Schäden aufkommen die vorhanden sind.
Kündige ich jetzt, so sind beide Altmieter bei der "Abnahme" der Wohnung im Boot und haften. Das ist für mich eine faire Lösung. Wobei mein alter Mitbewohner
eigentlich einen neuen Mitbewohner einsetzen möchte, um sich dieser Situation zu entledigen.
- Ich kann den Mietvertrag im Außenverhältnis nicht alleine kündigen, wenn ich einen neuen Hauptmieter hinein nehme.
Hole ich also einen neuen Mitbewohner für den alten Mitbewohner herein, so kann dieser mir die Kündigung verweigern.
Dazu muss man sagen, dass die Wohnung sehr günstig und attraktiv ist. Ich dieses Risiko nicht eingehen möchte.
Zudem müsste ich die Wohnung nach der Kündigung sowieso komplett renovieren, da bei meinem Auszug der komplette Mietvertrag aufgelöst wird.

(Folge-) Entscheidung:

Das ist natürlich für mich eine dumme Situation, ich sehe leider aber keinen Ausweg.
Ich habe mich daher entschlossen die alte Wohnung abzuwickeln, die Wohnung also zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen und habe vor mir eine "Übergangswohnung" zu suchen.

Diese Übergangswohnung würde dann aber garantiert teurer sein als mein jetziges WG-Zimmer. Ich habe daher Angst die "Mehrkosten" nicht übernommen
zu bekommen, wenn ich die Kündigung meiner Wohnung zustimme (Ich habe ja einen Vertrag, muss dem theoretisch nicht zustimmen).
Allerdings möchte der alte Mitbewohner heraus, wird mich auch verklagen, falls ich ihm die Zustimmung nicht gebe. Diesen "Stress" möchte ich vermeiden.
Zumal wir bisher keine Probleme miteinander hatten. Ich kann auch seine Situation verstehen.

Wie gehe ich am besten vor bzw. habt Ihr einen Lösungsvorschlag?
MartinBln ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2012, 13:48   #2
Purzelina
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Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina
Standard AW: Vorgehensweise - Auflösung einer Wohngemeinschaft

Zitat:
Mein Mitbewohner hat vor kurzem einen Job gefunden, ist daher ausgezogen.
Er zahlt aber noch weiterhin die Hälfte der Miete?
Purzelina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2012, 14:09   #3
Mamato
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Mamato Mamato Mamato
Standard AW: Vorgehensweise - Auflösung einer Wohngemeinschaft

Wichtig ist vor allem, dass du das mit der Renovierung mit deinem jetzigen Bewohner regelst. Also am besten jetzt renovieren, damit er sich da nicht raus zieht und du dem Geld dann hinterher rennst.

Ideen:

1. Mieter suchen, der die Wohnung auch alleine mieten könnte (also das wirtschafltich wuppen könnte) und dich als UM nimmt. Der VM muss da natürlich auch mitziehen. -> Argument ihn dazu zu bringen könnte sein, dass er ohnehin einen neuen Mieter suchen muss, wenn du ausziehst.

2. Kündigung zustimmen und kündigen. JC klar machen, dass du zur Kündigung durch bisherigen Mitbewohner gezwungen werden kannst und auch wirst (er bestätigt das bestimmt) und er einen Rechtsanspruch darauf hat => Umzug erforderlich => muss übernommen werden.
Vorher natürlich Zusicherung holen.

Die neue Unterkunft sollte natürlich angemessen sein. Dafür holst du dir eben die Zusicherung. Solltest du wegen eines Jobs dann wieder umziehen müssen, müsste die Zusicherung zum erneuten Umzug ja auch erteilt werden, bzw. bekommst du dann evtl. Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget. Aber zumindest ein Darlehen dürfte drin sein.

M.W. muss bei Arbeitsaufnahme eine Zusicherung erteilt und die Umzugskosten übernommen werden. Bin mir aber nicht sicher.
Mamato ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2012, 15:08   #4
MartinBln->Emailproblem
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MartinBln
Standard AW: Vorgehensweise - Auflösung einer Wohngemeinschaft

Zitat von Purzelina Beitrag anzeigen
Er zahlt aber noch weiterhin die Hälfte der Miete?
Noch zahlt er Miete. Er möchte aber aus dem Vertrag heraus. Möchte natürlich nicht für etwas zahlen, was er nicht nutzt.
Im Falle der Kündigung würde er sein Zimmer für die 3 Monate bis zur Wohnungsübergabe wohl untervermieten.

Problem ist halt mein Vorgehen.

Entweder ich gehe zum Jobcenter und sage ich will ausziehen oder ich sage er ist ausgezogen. Ist halt schwierig, da er den Vertrag nicht ohne mich kündigen kann. Er steht also weiter im Vertrag, will da aber raus. Ich muss ihn halt auch raus lassen, zumindest kann er auf Zustimmung klagen.

Stimme ich dem aber zu, so könnte (meine Befürchtung) das Jobcenter behaupten das die Kündigung unnötig wäre und mir die Mehrkosten für eine neue Wohnung verweigern. Viele Vermieter verlangen ja eine Kostenübernahme, die würde ich ja dann auch nicht bekommen.
MartinBln ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2012, 15:17   #5
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MartinBln
Standard AW: Vorgehensweise - Auflösung einer Wohngemeinschaft

Zitat von Mamato Beitrag anzeigen

1. Mieter suchen, der die Wohnung auch alleine mieten könnte (also das wirtschafltich wuppen könnte) und dich als UM nimmt. Der VM muss da natürlich auch mitziehen. -> Argument ihn dazu zu bringen könnte sein, dass er ohnehin einen neuen Mieter suchen muss, wenn du ausziehst.

2. Kündigung zustimmen und kündigen. JC klar machen, dass du zur Kündigung durch bisherigen Mitbewohner gezwungen werden kannst und auch wirst (er bestätigt das bestimmt) und er einen Rechtsanspruch darauf hat => Umzug erforderlich => muss übernommen werden.
Vorher natürlich Zusicherung holen.
1. Ja, dazu ist aber eine Kündigung meinerseits erforderlich. Ergo würde der Vertrag aufgelöst. Der neue Mieter müsste sich dann normal bewerben. Die Wohnung geht allerdings über einen sozialen Träger. Der Mieter muss WBS berechtigt sein, zudem entscheidet da nicht mal die Hausverwaltung. Die Wohnung liegt auch in einem Trendbezirk und ist sehr günstig. Da gibt es keine Probleme einen Mieter zu finden. Da habe ich kein "Druckmittel".

2. Rechtlich ist das ganze halt total verworren. Kündigen kann er halt ohne meine Zustimmung nicht. Er kann die Zustimmung einklagen und mir die Kosten in Rechnung stellen. Nur erstmal zum Anwalt gehen... dann die Kosten...

Ist schon ne dumme Situation.
MartinBln ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2012, 15:58   #6
gast_
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gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_
Standard AW: Vorgehensweise - Auflösung einer Wohngemeinschaft

Ich würde mal einen Antrag auf Auskunft und Beratung beim JC stellen... dann siehst, wie die dazu stehen.
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
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