KDU - Heiz-, Energie- und Nebenkosten Hier kommt alles zu jeder Art Wohnungsnebenkosten hinein.


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Alt 10.08.2017, 16:54   #26
Seepferdchen
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Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

@susi26

du hast leider meine Frage nicht beantwortet, stimmt das Guthaben mit deiner monatlichen Zahlung der Miete überein? Und was steht in dem Anschreiben bzw. auf der ersten Seite
vom Bescheid zur Gutschrift?
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  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung

Geändert von Seepferdchen (10.08.2017 um 17:25 Uhr)
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Alt 10.08.2017, 17:10   #27
susi26
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Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
@susi26

stimmt das Guthaben mit deiner monatlichen Zahlung der Miete überein?
Miete monatlich: 740,89€

Guthaben: 793,58€
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Alt 10.08.2017, 17:56   #28
susi26
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susi26
Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen

du hast leider meine Frage nicht beantwortet, stimmt das Guthaben mit deiner monatlichen Zahlung der Miete überein?
Das hab ich doch geschrieben:

Miete beträgt monatlich 740,89€ und das Guthaben 793,58€.

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Und was steht in dem Anschreiben bzw. auf der ersten Seite
vom Bescheid zur Gutschrift?
Da steht Änderungsbescheid. Die bisher ergangenen Bescheide vom ... werden insoweit aufgehoben. Leistungen werden für die Zeit vom 01.09.17 bis 30.09.17 in folgender Höhe bewilligt:

Monatlicher Gesamtbetrag für September 2017 in Höhe von 0,00€

Begründung:

-Berücksichtigung des Guthabens der Betriebs- und Heizkostenabrechnung 2016. Da das Guthaben höher war als die Mietzahlung für September 2017 erfolgt für den restlichen Betrag die Verrechnung im Oktober.


Das Schulgeld von 140 € wurde zum 01.08. auch nicht überwiesen. Wo wird dies denn abgezogen in der Berechnung?
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Alt 10.08.2017, 18:05   #29
susi26
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susi26
Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Ich verstehe die BuT-Berechnung auch nicht. Habe im Antrag immer nur eintägige Schulausflüge angekreuzt. Meine Kinder essen nicht in der Schule, da sie bereits auf die Oberschule gehen und Nachhilfe findet auch nicht statt. Muss ich das Jobcenter jetzt darauf hinweisen?
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Alt 10.08.2017, 18:20   #30
Seepferdchen
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Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

@susi26

ich bitte mal um Geduld, ich habe auch gerade gesehen das ein Post von mir doppelt ist. Vieleicht können wir morgen kurz weitermachen, habe zur Zeit Probleme mit meinem PC.
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  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 10.08.2017, 18:22   #31
susi26
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susi26
Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Ist der monatliche Bedarf nicht Regelleistung + Miete?

Wir müssen Miete doch auch bezahlen. Miete wird nicht berechnet für September und dann wird das Guthaben noch als Einkommen angerechnet. Ist das wirklich so korrekt?

Ich stehe total auf dem Schlauch. Wer soll bei dieser Berechnung bitte durchsehen?
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Alt 10.08.2017, 20:45   #32
biddy
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Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Durch das Guthaben in Höhe von 793,58 € sind eure Kosten der Unterkunft und Heizung in Höhe von 740,89 € im September ja gedeckt. Das JC hat das Guthaben im Berechnungsbogen zwar nicht explizit ausgewiesen, aber es ist ja klar, dass ihr keinen KdU-Bedarf habt und müsst die Miete somit aus dem Guthaben bezahlen.

Übrig bleibt für euch ein Gesamtbedarf von 1338 €.
Ihr habt anrechenbares Einkommen von 2087,15 € = kein Alg-II-Anspruch im August (2087,15 minus 1338 = 749,15 € mehr Einkommen als Alg-II-Bedarf)

Das JC "tut mal so" m. E., als würden eure Kinder einen höheren BuT-Bedarf haben. Selbst dann nämlich hättet ihr bzw. die Kinder keinen Alg-II-Anspruch inklusive BuT.
Nein, Du musst dem JC für September zumindest nicht mitteilen, dass Du nur die Tagesausflüge angekreuzt hattest. Ihr bekommt ja kein ALGII für September.

Für Oktober sieht's dann so aus (erstmal ohne Anrechnung des restlichen Guthabens in Höhe von 793,58 minus bereits im September angerechnete 740,89 = 52,69 € und ohne BuT):

1338,00 € Regelbedarfe
+ 740,89 € KdU-Bedarf (wenn es bei diesem Bedarf bleibt und der Vermieter eure Nebenkosten nicht herabgesetzt hat)
----------------------------------
= 2078,89 € euer Gesamtbedarf

2087,15 € euer anrechenbares Einkommen Oktober (falls es bei der Höhe bleibt)
- 2078,89 € euer Gesamtbedarf
-------------
= 8,26 € mehr Einkommen als Bedarf, also kein Alg-II-Anspruch.

Das JC erkennt aber für jedes Kind jeweils 100 € BuT-Bedarf an, also insg. 200 €, so dass ihr vermutlich auch schon seitdem Du arbeitest nur BuT-Lestungen erhalten habt, also kein ALGII für Regelbedarfe und auch nicht für KdU.

Würden nur die 3 € je Kind für eintägige Schulausflüge anerkannt werden, hättet ihr auch die ca. 100 €, seitdem Du arbeitest (Juni 2017), nicht erhalten (8,26 € mehr Einkommen als Bedarf minus 6 € BuT = immer noch 2,26 € mehr Einkommen als Bedarf).

Ich vermute, dass das JC euch durch diese BuT-Rechnung lediglich aufzeigen wollte (durch die Beträge für BuT, die bei der Prüfung der Hilfebedürftigkeit herangezogen werden), dass ihr im September auch mit BuT-Bedarf nicht hilfebedürftig seid.

Das JC erkennt auch für Oktober vermutlich insg. 200 € BuT-Bedarf an (das kann man aber nur anhang des Oktober-Berechnungsbogens genau sagen - keinen erhalten?), also würde sich unter Anrechnung des restlichen Nebenkostenguthabens folgende Rechnung ergeben:

200 € BuT-Bedarf Oktober
- 8,26 € euer übersteigendes Einkommen im Oktober
- 52,69 € noch nicht angerechnetes Nebenkostenguthaben, also Rest von den 793,58 €
---------------------
= 139,05 € bekommt ihr noch für Oktober (nur BuT)


Wenn Du für Oktober klargestellen solltest, dass die Kids nur Bedarf an eintägigen Schulausflügen haben, gibt es dann meines Erachtens kein ALGII mehr in Zukunft.
Für August müsstest ihr aber durch die jeweils 70 € je Kind (Ausstattung mit persönl. Schulbedarf ohne Antrag zu gewähren) + jeweils 3 € für Schulausflüge, die Du beantragt hattest, noch geben:

146 € tatsächlicher BuT-Bedarf
- 8,26 € übersteigendes Einkommen (falls es im August so hoch war wie lt. September-Berechnungsbogen)
------------------
= 137,74 € für BuT im August


Evtl. wäre Wohngeld für euch möglich, denn auch bei Wohngeldbezug gibt es BuT-Leistungen (siehe § 6b Bundeskindergeldgesetz) für die Kinder und soweit ich mich nicht irre, wird hier kein "übersteigendes Einkommen" auf BuT angerechnet, also es gäbe die volle Leistung, die für Kids vorgesehen ist. Es wird also nicht ausgerechnet, wieviel "bedarfsübersteigendes" Einkommen vorhanden ist, um die BuT-Leistungen zu mindern.

PS: Rechnungsergebnisse ohne Gewähr, Vertippser nicht ausgeschlossen

Sorry, viel Text - hoffe, Du steigst durch
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Alt 10.08.2017, 21:12   #33
susi26
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susi26
Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Liebe biddy,

danke, für die ausführliche Erläuterung.

Jetzt blicke ich so langsam durch. Du hast das richtig gut erklärt.

Mich machte beim Bescheid auf der letzten Seite der Betrag: verbleibendes personenbezogenes Einkommen von 549,16 € stutzig. Ich dachte, dies wird noch im Oktober mit verrechnet.

Könnte man mir Betrug unterstellen, wenn ich das mit den BuT-Leistungen nicht melde? Habe es ja beim Antrag nicht angekreuzt. Also liegt ja der Fehler eigentlich beim Amt. Würde sich dann an der Berechnung für September etwas ändern, wenn dies rauskommt?

Für Oktober gibt es noch keinen Bescheid, da Bewilligungszeitraum September endet.

Seid ich arbeite, gab es gar nichts mehr. Leistungen sofort eingestellt. Habe ja schon in einem anderen Thema geschrieben, dass mein Nettolohn einfach mal um 300 € mehr berechnet wurde. Und es wird nicht monatlich abgerechnet, sondern erst nach Ende der Bewilligung.

Und es ist richtig, dass das Guthaben erst im September angerechnet wird, auch wenn es jetzt im August auf das Konto eingeht?

Herzlichen Dank, dass du dir soviel Zeit genommen hast.
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Alt 10.08.2017, 21:26   #34
biddy
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Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Zitat von susi26 Beitrag anzeigen
Könnte man mir Betrug unterstellen, wenn ich das mit den BuT-Leistungen nicht melde? Habe es ja beim Antrag nicht angekreuzt. Also liegt ja der Fehler eigentlich beim Amt. Würde sich dann an der Berechnung für September etwas ändern, wenn dies rauskommt?
Nein und Nein. Ihr bekommt ja für den Monat September eh keine Leistungen, kein ALGII und auch keine BuT-Leistungen.
Und wie gesagt: Möglich, dass das JC hier mal die Beträge nach § 5a Alg-II-Verordnung zur Prüfung der Hilfebedürftigkeit herangezogen hat ... in etwa ... weißt Du's? Nee, musst Du nicht wissen und auch nicht hinterfragen. Hier ist ja dem JC eh kein "Schaden" entstanden und Du hast auch keine falschen Angaben gemacht. Keine Sorge.


Zitat:
Und es ist richtig, dass das Guthaben erst im September angerechnet wird, auch wenn es jetzt im August auf das Konto eingeht?
Ja, ist ok, denn in § 22 SGB II heißt es:
Zitat:
(3) Rückzahlungen und Guthaben, die dem Bedarf für Unterkunft und Heizung zuzuordnen sind, mindern die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung nach dem Monat der Rückzahlung oder der Gutschrift; [...]
Quelle

Zitat:
Herzlichen Dank, dass du dir soviel Zeit genommen hast.
Gerne. Hab' Uuuuuurlaub! :D
__


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Alt 10.08.2017, 22:43   #35
susi26
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susi26
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Aber wie gesagt, da mein tatsächlicher Nettolohn 300 € weniger beträgt, sieht die Rechnung ja dann noch mal ganz anders aus.

Haben wir jetzt dadurch einen Nachteil, da erst am Ende des Bewilligungszeitraums alles berechnet wird? Oder kommt dabei das Gleiche raus? Ich kenne mich damit nicht aus.

Ich will eigentlich das Amt auffordern, jeden Monat zu berechnen, wie das Einkommen tatsächlich zugeflossen ist. Oder bringt das dann negative Folgen mit sich?

Die Berlinpässe sind ja momentan nach der Berechnung dann eigentlich auch ungültig, oder nicht? Da kein Anspruch auf Leistungen besteht.
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Alt 10.08.2017, 23:02   #36
biddy
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Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Zitat:
Ich will eigentlich das Amt auffordern, jeden Monat zu berechnen, wie das Einkommen tatsächlich zugeflossen ist. Oder bringt das dann negative Folgen mit sich?
Sorry, hatte das mit den 300 € geringerem Netto vergessen bzw. übersehen. Natürlich, dann sieht es anders aus. Ich war jetzt nur auf das Guthaben fokussiert und hatte daran nicht mehr gedacht. Das muss natürlich bei der abschließenden Berechnung berücksichtigt werden, dass Dein Netto viel geringer ist.
Puh, da müsste man ausrechnen, ob sich da bei monatlicher Berechnung ein anderer Betrag ergibt als bei der Berechnung Juni bis September (Juni ja Dein Beginn der Arbeit und ggf. auch Einkommenszufluss) mit Durchschnittseinkommen.
Und dann muss man bei abschließenden Bescheid auch erst mal sehen, in welcher Höhe genau das JC die BuT-Leistungen berücksichtigt hat. Wie Du ja schon selbst angemerkt hast, hast Du hier ja keine falschen Angaben zu BuT gemacht.

Wenn bei der Berechnung kein Monat dabei ist, in dem ihr durch euer Einkommen aus dem Bezug fallen würdet, dürfte die Durchschnittsberechnung eigentlich für euch keinen Nachteil bringen *grübel*. Das würde ich mir ganz genau ausrechnen.

Da Dein Nettoeinkommen monatlich ca. 300 € geringer ist, als das JC tatsächlich als Netto heranzieht, würde ich, sobald der Bescheid für Oktober da ist, auf jeden Fall Widerspruch einreichen, denn das ist viel zu viel und ja auch belegbar anhand der vergangenen Abrechnungen ab Juni, dass hier zu hoch angesetzt wurde. Solange der Bescheid ab Oktober nicht da ist, weißt Du aber nicht, was das JC tatsächlich ab Oktober anrechnet.
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Alt 11.08.2017, 02:28   #37
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Hier noch die entsprechende Grundlage:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/41a.html

§ 41a Vorläufige Entscheidung
"(3) Die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende entscheiden abschließend über den monatlichen Leistungsanspruch, sofern die vorläufig bewilligte Leistung nicht der abschließend festzustellenden entspricht oder die leistungsberechtigte Person eine abschließende Entscheidung beantragt.
...
(4) Bei der abschließenden Feststellung des Leistungsanspruches nach Absatz 3 ist als Einkommen ein monatliches Durchschnittseinkommen zugrunde zu legen. Satz 1 gilt nicht
...
2. soweit der Leistungsanspruch in mindestens einem Monat des Bewilligungszeitraums durch das zum Zeitpunkt der abschließenden Feststellung nachgewiesene zu berücksichtigende Einkommen entfällt oder

3. wenn die leistungsberechtigte Person vor der abschließenden Feststellung des Leistungsanspruches eine Entscheidung auf der Grundlage des tatsächlichen monatlichen Einkommens beantragt."
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Alt 11.08.2017, 15:21   #38
susi26
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susi26
Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Wie wird denn eine Berechnung mit Durchschnittseinkommen durchgeführt?

Bin jetzt unsicher, wie ich vorgehen soll, um keine Nachteile zu haben.

Mein Lohn vom Juni ist erst im Juli auf mein Konto eingegangen. Also im Juni ist nur Lohn von meinem Mann zugeflossen.

Ich habe das Gefühl, das Jobcenter drückt sich etwas vor Zahlungen. Dazu kommt noch, das laut Jobcenter ja nach momentaner Berechnung mit dem überhöhten Nettolohn kein Anspruch besteht und ich somit zur Zeit kein Anspruch auf den Berlinpass habe. Der ist schon wichtig für mich, wegen das Berlin-Ticket S. Dadurch entsteht für mich ein Nachteil.

Kann man das dem Jobcenter so mitteilen?
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Alt 12.08.2017, 14:39   #39
biddy
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Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Zitat von susi26 Beitrag anzeigen
Wie wird denn eine Berechnung mit Durchschnittseinkommen durchgeführt?
Du addierst das tatsächliche Brutto von Juli, August und September und teilst den Betrag durch 3 (also die 3 Monate), dann hast Du das Durchschnittsbrutto. Genauso verfährst Du mit dem Netto.

Von dem Durchschnittsbrutto errechnest Du den Gesamtfreibetrag und ziehst diesen vom monatl. Durchschnittsnetto ab. Dies ergibt dann Dein anrechenbares Erwerbseinkommen für jeden dieser 3 Monate Juli, August und September.

Irgendwie verstehe ich nicht, dass Du ein um ca. 300 € geringeres Netto erhältst, als im Berechnungsbogen aufgeführt. Weder bei Steuerklasse I noch bei Steuerklasse IV komme ich auf in etwa dieses um 300 € verminderte Netto, lediglich bei Steuerklasse VI, wenn ich den Bruttobetrag eingebe. Was steht denn auf Deiner Lohn-/Gehaltsabrechnung für eine Steuerklasse? Oder gehen irgendwelche Beträge ab, bevor der AG überweist, z. B. irgendwelche Sparanlagen oder andere Zahlungen, die der AG tätigt? Oder meintest Du ca. 300 € weniger Brutto und nicht Netto? Oder stimmen Brutto und Netto im Berechnungsbogen nicht?
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Alt 12.08.2017, 21:13   #40
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Da mein Mann Steuerklasse 3 hat, habe ich Steuerklasse 5. Steht auch so auf der Gehaltsabrechnung.

Wie das Jobcenter auf diesen Nettobetrag kommt, keine Ahnung. Der Bruttolohn ist korrekt in der Berechnung, nur der Nettolohn ebend stark überhöht. Und auch bei meinem Mann ist der Lohn monatlich gleich, verstehe deshalb nicht, warum nicht eine monatliche Berechnung durchgeführt wird.

Wie wird denn beim Durchschnittseinkommen gerechnet, wenn ein Monat kein Lohn zugeflossen ist? Mein Junilohn ist erst im Juli auf dem Konto gewesen. Bei meinem Mann für März auch, Lohn erst Anfang April auf dem Konto gewesen. Und da kam der Brief vom Jobcenter, dass erst nach Ende des Bewilligungszeitraums alles berechnet wird. Bewilligung läuft bis September.
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Alt 12.08.2017, 22:08   #41
biddy
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Zitat:
Wie wird denn beim Durchschnittseinkommen gerechnet, wenn ein Monat kein Lohn zugeflossen ist? Mein Junilohn ist erst im Juli auf dem Konto gewesen. Bei meinem Mann für März auch, Lohn erst Anfang April auf dem Konto gewesen. Und da kam der Brief vom Jobcenter, dass erst nach Ende des Bewilligungszeitraums alles berechnet wird. Bewilligung läuft bis September.
Bei Dir werden, wie gesagt, die Verdienste Juli/August/September (= letzter Monat der Bewilligungszeitraums) genommen und durch 3 geteilt (also Brutto und auch Netto) = Dein Durchschnittsbrutto und Durchschnittsnetto pro Monat (also Juli, August und September).

Bei Deinem Mann ist es meines Erachtens so, dass alle Zuflüsse innerhalb des Bewilligungszeitraums - egal, ob ein Monat ohne Zufluss dabei war und dafür einer mit zwei Zuflüssen - addiert und durch die 6 Monate des Bewilligungszeitraums geteilt = sein Durchschnittsbrutto und Durchschnittsnetto pro Monat

Ich hatte das vor ca. einem Jahr auch mal, dass ein zu hohes Netto herangezogen wurde beim vorläufigen Bescheid und habe die immer wieder genervt, bis das vorläufig herangezogene Netto geändert wurde. Da lagen aber noch mehr als 1,5 Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums.

Habe hier noch was in den fachlichen, für die Jobcenter verbindlichen Weisungen der BA gefunden:
Zitat:
3.2 Prognostizierte Verhältnisse

Existenzminimum ist sicherzustellen (Randziffer 41a.18):

(1) Die Prognose über die Einkommens- und Bedarfsverhältnisse
hat den monatlichen existenzsichernden Bedarf abzudecken. Dabei
können die Erwerbstätigenfreibeträge nach § 11b Absatz 3 (das ist der prozentuale Freibetrag - Anmerkg. biddy) ganz
oder teilweise unberücksichtigt bleiben (Schw*inerei - Anmerkg. biddy). Die Differenz zwischen dem
zugrunde gelegten und dem niedrigsten zu erwartenden Nettoein-
kommen darf dabei nicht größer sein als der Freibetrag nach § 11b
Absatz 3 aus dem zu Grunde gelegten Einkommen.
Die Freibeträge
finden erst in der abschließenden Entscheidung Berücksichtigung
und sind ggf. nachzuzahlen.
Quelle

Du erhältst zwar 330 € Gesamtfreibetrag (100 € Grundfreibetrag + 230 € Freibetrag nach § 11b Abs. 3 SGB II), aber es wird ja ein um 300 € höheres Netto berücksichtigt, als Du tatsächlich erhältst, so dass Du unter'm Strich nur 30 € als "Freibetrag" hast. Selbst wenn der prozentuale Freibetrag nach § 11b Abs. 3 SGB II (= 230 €) unberücksichtigt bliebe bis zur endgültigen Berechnung, wäre das lt. Weisung zu wenig. Die Differenz (300 €) zwischen dem vorläufig zugrundgelegten Netto und Deinem tatsächlichen Netto ist ja eben größer als der Freibetrag nach § 11b Abs. 3 SGB II (230 €) und das darf laut verbindlicher Weisung der BA nicht so sein.

Meiner Erfahrung nach und mit Blick auf's heutige Datum (12. August) kann ich mir allerdings schwer vorstellen, dass es bis September noch zu einer Änderung von Seiten des JC kommen wird. Ich würde mich jetzt auf den kommenden Bewilligungsabschnitt konzentrieren, damit's da korrekt läuft.
__


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Alt 12.08.2017, 22:40   #42
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Zitat von biddy Beitrag anzeigen

Bei Deinem Mann ist es meines Erachtens so, dass alle Zuflüsse innerhalb des Bewilligungszeitraums - egal, ob ein Monat ohne Zufluss dabei war und dafür einer mit zwei Zuflüssen - addiert und durch die 6 Monate des Bewilligungszeitraums geteilt = sein Durchschnittsbrutto und Durchschnittsnetto pro Monat
Es gab keinen Monat mit zwei Zuflüssen. März kein Lohnzufluss. April der Lohn vom März. Und danach auch jeden Monatsanfang der Lohn vom Monat davor. War aber von uns so gewollt und mit seinem Arbeitgeber abgesprochen, da er vor März Teilzeit gearbeitet hatte und wir durch die Lohnerhöhung eine Rückzahlung für März ans Amt verhindern wollten.


Also kann es eigentlich auch möglich sein, dass man eventuell Geld "verschenkt" bei der Durchschnittsberechnung oder man etwas mehr bekommt, als bei der monatlichen Berechnung? Da es ja ein Durchschnitt ist und nicht die tatsächliche Höhe.

Ich bedanke mich noch mal herzlich für deine ausführlichen Erklärungen und für die "geopferte" Zeit von dir. Habe alles super verstanden jetzt beim Bescheid, da du es so unkompliziert erklärt hast. Du warst mir eine riesige Hilfe diesbezüglich.

Wenn ich den Bescheid nach September mit der Durchschnittsberechnung auch nicht verstehe, weiß ich, an wen ich mich hier wenden kann.

Geändert von susi26 (12.08.2017 um 23:12 Uhr)
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Alt 12.08.2017, 23:21   #43
biddy
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Standard AW: Aufstocker und Nebenkostenguthaben von 2016 - wie wird das Guthaben verrechnet?

Zitat von susi26 Beitrag anzeigen
Also kann es eigentlich auch möglich sein, dass man eventuell Geld "verschenkt" bei der Durchschnittsberechnung oder man etwas mehr bekommt, als bei der monatlichen Berechnung? Da es ja ein Durchschnitt ist und nicht die tatsächliche Höhe.
Meines Erachtens dürfte das nur der Fall sein, wenn man mindestens einen Monat mit seinem tatsächlichen Verdienst komplett aus dem Bezug fallen würde und das JC trotzden einen Durchschnitt errechnet. Aber dazu findest Du auch was in den fachl. Weisungen (siehe dort Randziffer 41a.27), die ich eben verlinkt habe und auch im Gesetz steht ja (§ 41a Abs. 4 SGB II), dass in dem Fall dann Monat für Monat gerechnet werden muss mit dem tatsächlichem Verdienst. Es soll eben das übersteigende Einkommen dieses Monats nicht auf die anderen mitverteilt/angerechnet werden.

Zitat:
Da es ja ein Durchschnitt ist und nicht die tatsächliche Höhe.
Aber der Durchschnitt erreichnet sich aus dem tatsächlichen Einkommen.

Beispiel:
3 x 1000 € brutto/700 € netto
2 x 850 € brutto/600 € netto
1 x 900 € brutto/ 650 € netto
in einem 6-monatigen Bewilligungszeitraum

Monat für Monat angerechnet:
3 x 420 € anrechenbares Erwerbseinkommen (280 € Freibetrag)
2 x 350 € anrechenbares Erwerbseinkommen (250 € Freibetrag)
1 x 390 € anrechenbares Erwrebseinkommen (260 € Freibetrag)
= 2350 € werden insgesamt angerechnet im 6-monatigen Bewilligungszeitraum

Anrechnung mit Durchschnittsverdienst:
5600 € Gesamtbrutto : 6 Monate = 933,33 € monatliches Durchschnittsbrutto
3950 € Gesamtnetto : 6 Moante = 658,33 € monatliches Durchschnittsnetto
Anrechenbares Erwerbseinkommen monatlich: 391,66 € (266,67 € Freibetrag)
391,66 € x 6 = 2349,96 € werden insgesamt angerechnet im 6-monatigen Bewilligungszeitraum (die 4 Cent haben was mit dem Runden zu tun)

Ist also identsch.

Und wie gesagt: Fällt man mindestens einen Monat raus aus dem Bezug bei monatlicher Betrachtung, muss eh bei der abschließenden Berechnung und endgültigem Bescheid Monat für Monat gerechnet werden vom JC
__


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