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KDU - Eigentum/Eigenheim Hier werden Themen im Bezug auf Eigenheim bzw. Wohneigentum erstellt.


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Alt 10.12.2005, 13:56   #1
juergen->Emailproblem
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Registriert seit: 10.12.2005
Ort: uganda
Beiträge: 14
juergen
Standard angemessene Schuldzinsen

Hallo zusammen
ich bin neu im Forum, möchte mich kurz vorstellen:
mein Name ist Jürgen, ich bin 49 Jahre, bin noch bis 31.12.05 selbständig. Leider muß ich mein Ladengeschäft aufgeben und bin ab Januar ALGII Empfänger. Klar, hab mich um Arbeit bemüht und bemühe mich weiter, aber bis dahin muß ich überbrücken. Da ich bis dato noch nie die Hilfe unseres Staates in Anspruch nahm, habe ich nen Antrag auf ALGII gestellt.
Da ich ein kleines Haus 80 qm Wohnfläche besitze und noch Dahrlehnsraten bezahlen muß (Die Bank hat ne Grundschuld eingetragen), kommt mir der Bescheid über 355.- für Zinsen, Heizung etc. zu wenig vor.
Nun zu meiner Frage:
Ich habe mtl. Zinsen von 498,31 (ohne Tilgung versteht sich) müssen diese Zinsen nicht vom Arbeitsamt getragen werden? Zusätzlich müsste ich doch auch die anderen Nebenkosten ersetzt bekommen.
Daß, was ich ab Januar als ALGII bekomme reicht gerade für Zinsen und Tilgung.
Habe alle Unterlagen als Kopie abgegeben.
Weiß jemand Rat?

Vielen Dank im voraus
wüsch Euch noch nen schönen Tag

Jürgen
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Alt 10.12.2005, 14:01   #2
Janchen
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Ja, die Zinsen und die Nebenkosten sowie Wasser und Heizkosten sind in voller Höhe vom Amt zu übernehmen. Lege gegen den BEscheid Widerspruch ein und bei Ablehnung, Klage beim zuständigen Sozialgericht.

:daumen:
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Alt 10.12.2005, 14:06   #3
Lusjena
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Zumindestens müssen die Tatsächlichen Unterkunftskosten erst mal für 6 Monate übernommen werden.

Du schreibst
Zitat:
Ich habe mtl. Zinsen von 498,31 (ohne Tilgung versteht sich) müssen diese Zinsen nicht vom Arbeitsamt getragen werden? Zusätzlich müsste ich doch auch die anderen Nebenkosten ersetzt bekommen
Die Zinsen sind vom Amt (498,31) für die ersten 6 Monate zu übernehmen, hinzu kommen deine Heizungs- und Nebenkosten, wie Kaltwasser, Schornsteinfeger, Müllabfuhr, Grundsteuer usw.

Lege Widerspruch gegen deinen Bescheid ein.Verlange vom Amt, dass sie dir schriftlich erklären, wie sich deine KdU zusammen setzen.

Hier noch Lektüre für dich

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic143.html

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic3508.html

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic1540.html
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Alt 10.12.2005, 14:11   #4
Lusjena
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Hier gibts noch das http://www.erwerbslosenforum.de/miete.htm

Benutze diesen Widerspruch

Name .........................................................
Strasse .......................................................
PLZ/Ort ......................................................
Mittwoch, 22. Juni 2005
An die ausstellende Behörde
(Arbeitsagentur; Sozialamt, Arbeitsgemeinschaft ARGE)
................................................................. .........
Strasse .............................................................
PLZ/Ort .............................................................

per Einschreiben oder gegen Empfangsbestätigung



Betr.: KD-Nr. ...................................... / Bescheid zum SGB II vom ….….............……


WIDERSPRUCH

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen o.g. Bescheid über Leistungen nach dem SGB II bewilligt für den Zeitraum vom .................. bis .................. lege ich hiermit Widerspruch ein.
Begründung:
Im oben angegebenen Bescheid haben Sie nicht meine / unsere tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung in voller Höhe berücksichtigt.
Ich (wir) habe(n) Wohneigentum. Deshalb fallen bei mir / uns als Kosten der Unterkunft die Belastungen aus dem selbst bewohnten Eigenheim an. Dazu zählen die Schuldzinsen für Hypotheken, Grundsteuer, öffentliche Abgaben, Wohngebäudeversicherung, Nebenkosten wie bei Mietwohnungen, aber auch ein Erhaltungsaufwand (Ausgaben für Instandsetzung und Instandhaltung).
Diese Kosten haben Sie nicht vollständig berücksichtigt.
[oder, wenn klar ist, was fehlt:]
Sie haben bei Ihrer Berechnung jedoch ..................................... nicht berücksichtigt.
Ich beantrage daher, den Bescheid vom ................... aufzuheben und mir die zustehenden Leistungen in voller Höhe einschließlich der tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung zu bewilligen.

Mit freundlichen Grüßen

…………………….........…
Unterschrift

In unserer Datenbank unter Unterkunft findest du viele Urteile zu deinem Thema.

http://www.elo-forum.org/forum/viewf...8ae479d015fbc5
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Alt 10.12.2005, 14:21   #5
Janchen
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Lusjena !!! Bei EH oder ETW sieht es mit den 6 Monaten etwas anders aus. Ein EH oder ETW in entsprechender Größe sind immer angemessen zu sehen und daher die Kosten in voller Höhe zu tragen und dies nicht nur 6 Monate. Und um keine Sozialneiddebatte zu schüren, greift hier mal die Erbenhaftung ... wo diese HE ihr Hab und Gut mal dem Amt überlassen müssen zur Verwertung der letzten 10 Jahre beim Bezug von ALG II. Daher so oder so :kotz:
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Alt 10.12.2005, 14:32   #6
Lusjena
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Bitte Janchen, verstehe das nicht ganz, möchtest du mir sagen, dass wenn das Haus angemessen im Sinne des § 22 ist, nicht 6 Monate gelten, sondern die Kosten so lange zu übernehmen sind , wie der HE im ALGII Leistungsbezug ist? :uebel:
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Alt 10.12.2005, 15:03   #7
Lusjena
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Das schrieb Janchen

Zitat:
zu schüren, greift hier mal die Erbenhaftung ... wo diese HE ihr Hab und Gut mal dem Amt überlassen müssen zur Verwertung der letzten 10 Jahre beim Bezug von ALG II
:kotz:

Habe § 35 gelesen, der war mir völlig unbekannt.

Bin völlig fertig mit den Nerven, wenn ich das meiner Frau erzähle, die wird verrückt.

Durch meine chronische Krankheit werde ich aus diesem Sumpf nicht mehr rauskommen und mein Sohn wird unser kleines Häuschen verkaufen müssen, weil es diesen § 35 gibt. :kotz:

Ich kann es noch gar nicht fassen. :uebel:

Aber das mit den 6 Monaten war mir neu, habe aber jetzt auch die Begründung dafür gefunden, vielen Dank für deine Hilfe.

Trotzdem ist das eine riesen Sauerei, was die mit uns machen. :cry:
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Alt 10.12.2005, 15:42   #8
juergen->Emailproblem
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Beiträge: 14
juergen
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Hallo zusammen

vielen Dank erstmal für die schnellen Antworten, werde am Montag sofort Widerspruch einlegen.

Was heißt nun Erbenhaftung?? jetzt zahlt Vater Staat und wenn ich mal den Löffel abgebe wollen die an mein Eigentum? :motz:
Oder wie muß ich das verstehen?

Ach ja habe im Forum gelesen, daß ich neben dem ALGII-Bezug auch nen Gewerbeschein beantragen und ein Gewerbe ausüben (bis 100.- € mtl.)darf. Habe ich das richtig verstanden?

Grüße Jürgen
juergen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2005, 15:47   #9
Lusjena
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Jürgen lies mal § 35 SGBII Erbenhaftung

§ 35
Erbenhaftung


Text ab 01.01.2005

(1) Der Erbe eines Empfängers von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ist zum Ersatz der Leistungen verpflichtet, soweit diese innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Erbfall erbracht worden sind und 1 700 Euro übersteigen. Die Ersatzpflicht ist auf den Nachlasswert im Zeitpunkt des Erbfalles begrenzt.

(2) Der Ersatzanspruch ist nicht geltend zu machen,

1. soweit der Wert des Nachlasses unter 15 500 Euro liegt, wenn der Erbe der Partner des Leistungsempfängers war oder mit diesem verwandt war und nicht nur vorübergehend bis zum Tode des Leistungsempfängers mit diesem in häuslicher Gemeinschaft gelebt und ihn gepflegt hat,

2. soweit die Inanspruchnahme des Erben nach der Besonderheit des Einzelfalles eine besondere Härte bedeuten würde.


(3) Der Ersatzanspruch erlischt drei Jahre nach dem Tod des Leistungsempfängers. § 34 Abs. 3 Satz 2 gilt sinngemäß.


Wie Janchen schon sagte, es ist zum :kotz:
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Alt 10.12.2005, 16:03   #10
juergen->Emailproblem
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juergen
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ups. dann müsste ich sobald ich merke es geht bergab ;) die hütte schnell verkaufen. Oder sehe ich das falsch?
Oder hällt auch hier der Staat die Hand auf? Angenommen ich bin dann nicht mehr auch ALGII angewiesen. Muß ich dann damit rechnen ne Rückzahlung zu leisten?
Oje mir graut vor der Zeit die vor mir liegt. Aber dann hab ich Zeit und werde versuchen mehr als regelmäßig mit meinem Berater kontakt aufzunehmen :mrgreen:

ne ohne Grins und so, wenn ich das bekomme was in meinem Bescheid steht (699.-), dann ist die Hütte gleich weg. Die Banken verstehen keinen Spaß denn die wollen mtl. 776 €.

Bin echt erstaunt über Eure schnelle Hilfe, werde das Forum nächste Woche finaz. unterstützen, jetzt wo es mir noch möglich ist.

Danke nochmal werde sicher den ein oder anderen Tip von Euch brauchen.

Gruß Jürgen
juergen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2005, 16:11   #11
Lusjena
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Juergen hat geschrieben



Zitat:
Oder hällt auch hier der Staat die Hand auf? Angenommen ich bin dann nicht mehr auch ALGII angewiesen. Muß ich dann damit rechnen ne Rückzahlung zu leisten[code]

[b]Nein Juergen, Du mußt keine Rückzahlungen leisten, wenn du kein ALGII mehr beziehst[/b].

Zur Erbenhaftung habe ich noch folgendes für dich







Eine merkwürdig Konstruktion des Sozialrechts ist die sogenannte selbstständige Erbenhaftung nach § 35 SGB II, die den Erben trifft, obwohl der Hilfeempfänger selbst nicht unbedingt zur Rückzahlung verpflichtet ist. Danach ist der Erbe des Hilfeempfängers zum Ersatz der Kosten der Grundsicherung verpflichtet. Dies betrifft die in den letzten 10 Jahren vor dem Erbfall entstandenen Kosten, soweit sie den Wert von 1.700 € übersteigen.

Der Erbe haftet aber in diesem Fall nicht auch mit seinem eigenen Vermögen wie sonst als Erbe, sondern nur mit dem Wert des Nachlasses (§ 35 Absatz 1 Satz 2 SGB II). Es ist wegen dieser Verbindlichkeit also nicht unbedingt erforderlich, eine beschränkte Erbenhaftung durch die Beantragung der Nachlassverwaltung bzw. des Nachlassinsolvenzverfahrens oder durch Erhebung der Dürftigkeitseinrede herbeizuführen, womit man sonst zivilrechtlich eine Beschränkung der Erbenhaftung auf den Nachlass herbeiführen kann.

Ist der Wert des Nachlasses gleich null oder ist der Nachlass überschuldet, haftet der Erbe nicht wegen der aufgewendeten Grundsicherung. Der Erbe sollte dann aber die eben erwähnten Möglichkeiten wählen, um eine Inanspruchnahme seines Privatvermögens wegen sonstiger Schulden des Erblassers zu verhindern oder die Erbschaft ganz ausschlagen. Letzteres muss man binnen sechs Wochen ab Kenntnis von der Berufung zum Erben beim Amtsgericht als Nachlassgericht tun. Zuständig ist das Gericht, in dessen Gerichtsbezirk der Verstorbene seinen Wohnsitz hatte. Es ist auch möglich, die Erklärung von einem Notar öffentlich beglaubigen zu lassen und dem zuständigen Gericht fristgerecht zu übermitteln.

Ist der Erbe des Hilfeempfängers sein Partner oder sein Verwandter und hat mit ihm nicht nur vorübergehend bis zum Tod in häuslicher Gemeinschaft gelebt und ihn gepflegt, muss der Nachlass schon mehr als 15.500 € betragen, bevor eine Rückzahlung in Betracht kommt, in Härtefällen ist von einem Kostenersatz abzusehen (§ 35 Absatz 2 SGB II). Der Ersatzanspruch verjährt drei Jahre nach dem Tod des Hilfebeziehers (§ 35 Absatz 3 SGB II)

[b][b]Das merkwürdige an der selbständigen Erbenhaftung ist, dass sie eine Verbindlichkeit des Erben neu schafft. Hat ein Hilfebezieher Grundsicherung bekommen und anschließend eine gut bezahlte Tätigkeit aufgenommen, muss er in der Regel die Hilfe nicht zurückzahlen. Stirbt der ehemalige Hilfebezieher fünf Jahre nach Beendigung des Leistungsbezugs, wird plötzlich der Erbe mit der aufgewendeten Sozialleistung belastet[/b].[/b]

[/code]
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Alt 10.12.2005, 18:01   #12
bschlimme
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Eine Gemeinheit besonderer Güte haben sich die Beamten da einfallen lassen für den Fall, dass Bezieherinnen von ALG II sterben. Vom den Erben der Verstorbenen wird verlangt das vor dem Tod gezahlte ALG II zurückzuzahlen!
Wörtlich heißt es in § 35: “Der Erbe eines Empfängers von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ist der Agentur für Arbeit zum Ersatz der Leistungen verpflichtet, soweit sie innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Erbfall erbracht worden sind.”

Diesen Punkt habe ich auch in meiner Klage
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Alt 10.12.2005, 18:13   #13
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juergen
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@bschlimme
klar, mach ich wie versprochen
Überweisung geht am Montag raus.

viele grüße jürgen
juergen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2005, 18:20   #14
Janchen
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Zitat:
Angenommen ich bin dann nicht mehr auch ALGII angewiesen. Muß ich dann damit rechnen ne Rückzahlung zu leisten?
... solange du die Hütte selber nutzt, passiert dir nix. Allerdings kann es bei noch nicht abgezahlten Behausungen passieren, dass bei Verwertung dieses zur Lebenssicherung herangezogen wird. Daher in jedem Widerspruch dieses mit anbringen für die - die Häusele noch als Häusele sehen - jedoch eigentlich täglich schon enteignet werden.

:uebel:
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Alt 10.12.2005, 18:30   #15
bschlimme
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Zitat von juergen
@bschlimme
klar, mach ich wie versprochen
Überweisung geht am Montag raus.

viele grüße jürgen
?

Tippfehler?
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Alt 10.12.2005, 20:26   #16
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juergen
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@bschlimme

kein Tippfehler!

Bin der Meinung daß jeder € zählt, und jeder der noch Kohle hat und es sich leisten kann, auch mal was Gutes tun sollte.
Nächstes Jahr kann ich es mir nicht mehr leisten, also tue ich es noch schnell. :)

Habe Euer Forum schon vorher ab und zu besucht (in weiser voraussicht), finde toll was Ihr leistet und wie Ihr anderen mit Rat beiseite steht.

Also dann bis Montag :)

gruß jürgen
juergen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2005, 11:00   #17
bschlimme
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juergen

dann sage ich vorab schonmal DANKE im Namen der Redaktion
:twisted: :twisted:
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Alt 12.12.2005, 09:33   #18
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juergen
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Hallo zusammen,

@bschlimme: Der Adler ist gelandet :D

bevor ich Widerspruch einlegte, hab ich mit meinem "Berater" gesprochen. Er meinte ich bekomme nur 300.- € (Grundlage wäre Mietobergrenze nebst Nebenkosten). Denke daß er auf "angemessene Schuldzinsen" hinaus will.
Habe ihn drauf aufmerksam gemacht daß ich allein schon für die Zinsen 499.- € berappen muß. Ist dem ja egal wie ich über die Runden komme.
Also werde jetzt den Widerspruch einlegen.

Hat von Euch schon jemand solche Erfahrungen gemacht? Gibt es Urteile hierzu?
Wäre dankbar den ein oder anderen Tipp zu bekommen.
Danke im voraus

Jürgen
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Alt 12.12.2005, 09:48   #19
Lusjena
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Deine Zinsen sind in voller Höhe zu übernehmen!
Urteile findest du genügend in der Datenbank unter Kosten der Unterkunft, hier Beispiel

Zitat:
Die Größe einer Mietwohnung ist in Hinblick auf die Angemessenheit anders zu beurteilen als die Größe eines selbst bewohnten Hauses. Bei einem selbst bewohnten Haus ist in Anlehnung an § 12 Abs. 3 Nr. 5 SGB II davon auszugehen, dass es sich um eine ange¬messene Unterkunft handelt, wenn zwei Personen ein Haus von 118 qm bewohnen. Bei einer anderen Beurteilung würde letztlich § 12 Abs. 3 Nr. 5 SGB II ins Leere gehen. Denn wenn die Antragsteller nicht die tatsächlichen übernahmefähigen Kosten der Unterkunft von der Antragsgegnerin gezahlt bekommen, können sie letztlich das angemessene Hausgrundstück nicht weiter behalten und wären zu einer Verwertung gezwungen. Dies steht im Widerspruch zu § 12 Abs. 3 Nr. 5 SGB 11.
Das ist ein Zitat aus folgendem Urteil http://www.elo-forum.org/forum/ftopic3508.html

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic1117.html

Auch indiesem Urteil des LSG Baden-Wurtemberg wurde die Arge verpflichtet, die Kosten der Unterkunft zu übernehmen.
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Alt 15.12.2005, 19:31   #20
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juergen
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Hallo zusammen,

ich hab Anfang dieser Woche Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt, mal sehen was daraus wird. Kann es sein daß sie mir bis zum Entscheid die Kohle entziehen (einfrieren)?

@bschlimme ist es angekommen?

Nochmals Danke an alle für die schnelle Hilfe.
Wünsch Euch noch nen schönen Abend.

Gruß Jürgen
juergen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2005, 19:46   #21
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Zitat von juergen
Hallo zusammen,

ich hab Anfang dieser Woche Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt, mal sehen was daraus wird. Kann es sein daß sie mir bis zum Entscheid die Kohle entziehen (einfrieren)?

@bschlimme ist es angekommen?

Nochmals Danke an alle für die schnelle Hilfe.
Wünsch Euch noch nen schönen Abend.

Gruß Jürgen
ich werde mich erkundigen und dir Bescheid geben :mrgreen:
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Alt 18.12.2005, 13:44   #22
bschlimme
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Zitat von juergen
Hallo zusammen,

ich hab Anfang dieser Woche Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt, mal sehen was daraus wird. Kann es sein daß sie mir bis zum Entscheid die Kohle entziehen (einfrieren)?

@bschlimme ist es angekommen?

Nochmals Danke an alle für die schnelle Hilfe.
Wünsch Euch noch nen schönen Abend.

Gruß Jürgen
Zwar spät, aber ist angekommen. Vielen Dank
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Alt 30.05.2006, 15:50   #23
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juergen
Standard Eigenheim

Hallo zusammen
so, jetzt hat die Arge meinen Widerspruch abgelehnt, und ich bekomme nur noch die 345 € zuzüglich die 145,66 Kosten für Unterkunft.
Die Schuldzinsen für das Eigenheim werden nicht berücksichtigt, da ich ein Dahrlehen beansprucht habe (Geschäftsgründung) und dieses mit ner Grundschuld auf das Haus abgesichert habe.

ups, der Rechtsanwalt meint da kann man nix machen! Klar, jetzt drängt die Arge drauf daß ich mein Haus verkaufe, und das nach 5 Monaten Arbeitslosikkeit.
Kann das angehen? Wie ist das mit der Altersicherung?
Gibt es da irgendwelche Urteile?
Die bluten mich aus, wie soll ich mein Haus erhalten? Verkaufen? In dieser Zeit? Vom Makler hab ich schon 3 Monate nix mehr gehört!

Weiß jemand Rat?

Vielen Dank

Grüße
Jürgen
__

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Alt 30.05.2006, 15:53   #24
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Gast
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Wie hoch sind denn die Schuldzinsen monatlich ohne das Darlehen für Geschäftsgründung? Werden diese Zinsen wenigstens übernommen und die NK auch??
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Alt 30.05.2006, 16:05   #25
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juergen
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Hallo Gast
Dummerweise sind die Schuldzinsen von der Geschäftsgründung,
die Nebenkosten werden bezahlt 145,66
Müll 15,20
Grundsteuer 11,23
Kabel 12,78
Gebäudervers. 3,03
Wasser 12,00
Schornsteinfeger 5,62
Heizung 85,80

Frage mich wie ich da über die Runden kommen soll.

Strom wird total außer acht gelassen.

die komplette mtl. Belastung fürs Haus so an die 500 ohne die Zinsen.
habe schon einen Teil des Grundstückes verkaufen müssen. Jetzt ist die mtl. Belastung bei 300.- .

wie gesagt, wenn ich ne Wohnung hätte wäre das auch nicht billiger.

grüße jürgen
__

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